Libreka

ISBN, VLB, Barsortiment, E-Book-Verleih und Buchhandel: Alles rund um den Buchvertrieb.


julia07
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Re:

von julia07 (07.02.2009, 12:12)
Andreas T. hat geschrieben:
Seid mal ehrlich, welcher Schaden entsteht Euch durch Libreka?

Wenn ich das wüßte! Bei den heutigen Möglichkeiten kann ich das kaum überblicken.

Wie sieht ein Leser aus, der sich 300 Seiten eines Buches als Bilddatei aus dem Netzt lädt, diese durch ein OCR-Programm (Texterkennung) jagt, das Ergebnis korrigiert, ausdruckt oder am Bildschirm liest.

Ich denke da eher nicht an der herkömmlichen/einzelnen Leser, sondern an Leute, die mit fremden Texten hausieren gehen. Je mehr umfangreiche Texte öffentlich zugänglich gemacht werden, umso mehr werden sie fremd genutzt.

Sollte er ein kommerzielles Interesse an dem Buch haben, so könnt Ihr Euch gratulieren: Ihr seid bereits top in den Bestsellerlisten und wisst noch gar nichts davon - sonst würdet Ihr nicht hier in einer Autoren-Selbsthilfegruppe sitzen!

Ganz so lächerlich sehe ich das nicht, aber das muss jeder für sich bewerten.

LG,
Julia

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (07.02.2009, 12:35)
Goodbye!
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Thesken

Re:

von Thesken (07.02.2009, 18:41)
Andreas, im Gegensatz zu dir kenne ich einige Leute, die sich ganze Bücher als pdf-Dokument oder Ähnliches KAUFEN, weil es günstiger ist, weniger Platz weg nimmt ...

Es scheint also inzwischen eine Zielgruppe für solche online-Publikationen zu geben, und warum sollte sich so jemand nicht auch kostenlos ein Buch auf die Festplatte ziehen (wahrscheinlich noch ohne zu wissen, dass der Autor das nicht erlaubt hat) und es dort lesen, statt sich das Buch nach dem Stöbern im Handel zu kaufen?

Wenn mein Buch dort "erhältlich" wäre, hätte Shaker jetzt ein großes Problem mit mir, weil ich ihnen ausdrücklich nur die Print-Veröffentlichungsrechte übertragen habe. Aber glücklicherweise machen die bei dem Theater anscheinend überhaupt nicht mit angle:

Liebe Grüße,
Theresa

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (07.02.2009, 19:04)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.

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noteingang
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Re:

von noteingang (07.02.2009, 19:18)
Und wie viele MP3s hat man auf dem Computer (von mir auch aus, vom Radio aufgenommene Musik), wie viele Filme auf dem Computer (mit VHS aufgenommen und Werbung entfernt, bzw angehalten). Wie viele Bücher nur in der Bücherei ausgeliehen?

Sollten wirklich so viele Menschen interesse an völlig unbekannten Autoren haben, sich ernsthaft die Arbeit machen Seite für Seite zu kopieren und dann durch ein Texterkennungsprogramm zu ziehen, um es dann ausdrucken zu können, dann sollte man sich eher über das Idelle frauen. So viel Arbeit kann kaum mit 10 € aufgerechnet werden, die ein Buch kosten mag.

Alles ein wenig sehr übertrieben. Die Bücher werden da doch nicht komplett kopierbar und ausdruckbar zum runterladen angeboten. Seht es eher als kostenlose Werbung. Und selbst Fachbücher und Zahlenfakten oder so, die bekommt man doch heutzutage eh kostenlos im Internet, also irgendwelche Zahlen.

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SandraR
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Re:

von SandraR (08.02.2009, 06:01)
Andreas natuerlich gibt es Leute die ganze Buecher am Bildschirm lesen dozey: frag mal mich wie ich lektoriere. Hier geht es auch darum, dass offensichtlich Buecher die mit search inside bei google lagern auch noch gleich bei diesem Verein auftauchen. Unterschied dabei ist, ohne authorisierung....ein gewichtiger Unterschied finde ich.

Deswegen rate ich auch immer von search inside ab, ausser das Buch verkauft sich schlecht.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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fasanthiola
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Re:

von fasanthiola (28.04.2009, 21:54)
hat mal jemand ernsthaft versucht, eine buchseite zu kopieren und in ein text oder bildprogramm einzufügen?
ich habe das eben mal probiert und es ist mir nicht gelungen.
mit tiefschürfenderen methoden geht da wahrscheinlich schon was.

also darüber droht wahrscheinlich keine ernsthafte gefahr.

aber grundsätzlich finde ich es nicht in ordnung, ohne wissen und zustimmung der bod-autoren bücher vollständig ins netz zu stellen. bei mir ist es wirklich seite für seite das ganze buch.

sollte ich leichtsinnig irgendetwas angeklickt haben, was ich bei vertragsabschluß nicht ernst genug genommen habe, so ist es mir trotz umfangreichen wühlens in den tiefen der bod-seite und meiner autorendaten nicht gelungen, auch nur den kleinsten hinweis zu finden.

das ist die sauerei!

hat sich denn schon jemand diesbezüglich an bod gewandt?

ursula
Die Cyriakusglocke - Fasanthiola 5
Aliceas Lied - Fasanthiola 4
Dem Ruf der Drachen folgen! - Fasanthiola 3
Die Felsenstadt Semal Rethis - Fasanthiola 2
Keine Zeit für Drachen - Fasanthiola 1

www.fasanthiola.de

Bea_Wagner
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Re:

von Bea_Wagner (28.04.2009, 22:13)
fasanthiola hat geschrieben:
sollte ich leichtsinnig irgendetwas angeklickt haben, was ich bei vertragsabschluß nicht ernst genug genommen habe, so ist es mir trotz umfangreichen wühlens in den tiefen der bod-seite und meiner autorendaten nicht gelungen, auch nur den kleinsten hinweis zu finden.



§ 9 a) BoD weist darauf hin, dass die (Voll-)Textsuche einen Service des jeweiligen Anbieters darstellt, auf deren ordnungsgemäßes Funktionieren BoD keinerlei Einfluss hat. BoD steht daher nicht für die Funktionsfähigkeit der (Voll-) Textsuchen ein.

Ist, glaube ich, hier schon angesprochen, paßt hier aber und ist dringend:

Achtung eilt sehr, Urheberrecht - bis 5. Mai ggf. Veto bei Google einlegen

www.igda.net/blog/?p=3602

Und dann: Heidelberger Appell unterschreiben:

http://www.textkritik.de/urheberrecht/

Es mag ja sein, dass das momentan noch nicht das große Problem ist, aber in zehn Jahren?????

hat mal jemand ernsthaft versucht, eine buchseite zu kopieren und in ein text oder bildprogramm einzufügen?


Bitte einen Jugendlichen darum :D

Schönen Abend
Bea

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (29.04.2009, 09:01)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.

holz

Re:

von holz (29.04.2009, 09:28)
der bei libreka einstellende verlag muss die rechte an text und bild haben (sonst werden die stellen geschwärzt).
der verlag entscheidet auch über die anzahl der einzusehenden seiten.
welche rechte der autor dem verlag einräumt, legt er doch in seinem verlagsvertrag fest.
also erstmal im vertrag nachschauen, dann den verlag kontaktieren, denn dieser ist jeweils verantwortlich.
Zuletzt geändert von holz am 29.04.2009, 10:08, insgesamt 1-mal geändert.

Markus

Re:

von Markus (29.04.2009, 09:39)
fasanthiola hat geschrieben:
hat mal jemand ernsthaft versucht, eine buchseite zu kopieren und in ein text oder bildprogramm einzufügen?
ich habe das eben mal probiert und es ist mir nicht gelungen.

ursula


Ja gut, was locker geht, ist mal das Rudimentäre: einfach screen-shot (prt Scr) und dann in word oder bildbearbeitung einfügen.

Man könnte sich noch viel mehr vorstellen, aber zumindest mir ist das nicht die Mühe wert ;)

holz

Re:

von holz (29.04.2009, 10:09)
siehe bei libreka unter FAQ verlage:
"Damit ein Verlag ein ihm zur Auswertung überlassenes Werk nicht nur im Wege der Verbreitung von Druckwerken, sondern auch in digitaler Form über das Internet nutzen kann, sind ihm hierzu vom Urheber die entsprechenden Nutzungsrechte einzuräumen. Die pauschal sogenannten "Online-Rechte" bilden tatsächlich ein Bündel unterschiedlicher Handlungen, die – um Unklarheiten von vornherein zu vermeiden – möglichst genau im Verlagsvertrag geregelt sein sollten. In Rede stehen insbesondere das Recht zur digitalen Vervielfältigung (§ 16 UrhG) und das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung (§ 19 a UrhG)."

http://info.libreka.de/index.php?article_id=44&clang=0

vergütungen für bilder, siehe:
http://info.libreka.de/64-0-VG-Bild-Kun ... breka.html

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (29.04.2009, 17:48)
Andreas T. hat geschrieben:
Ganz zu schweigen von den Unsummen, die bei öffentlichen Veranstaltungen, oder halt einfach im öffentlichen Raum, für so genannte "öffentliche Vorführung von urheberlich geschütztem Material" verlangt werden.



Ich mach das mal konkret mit den GEMA-Gebühren, damit sich jeder ein Bild machen kann.

Projekt: Jugend-Disco im Freizeitheim

Gegenstand: Tanzveranstaltung mit Musik von Tonträgern (keine Live-Musik)

Fläche des Freizeitheimes: ca. 189 qm (18 x 10,5 m)

Eintrittspreis je Person: 99 Cent

GEMA-Gebühr für die Veranstaltung: 41,16 Euro zzgl. 7% MWSt



Projekt: Beschallung eines Ladengeschäftes

Gegenstand: Wiedergabe von Musik als MP3-Datei

Fläche des Ladengeschäftes: kleiner 100 qm

GEMA-Jahresgebühr: 127,80 Euro zzgl. 7% MWSt



Dafür, dass ich urheberrechtlich geschütztes Material öffentlich verwenden darf, halte ich das nicht unbedingt für "Unsummen". Sorry!

LG
Siegfried
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Judith
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GEMA

von Judith (29.04.2009, 23:28)
Hallo Siegfried,

Beispiel von meiner letzten Tanzvorführung:

Halle (mittelgroße Mehrzweckhalle einer kleinen Gemeinde) 200 qm, Eintrittspreis 4,- Euro
223,20 Euro (Unterhaltungsmusik mit Tonträgern) + 50 % + 10 % Vervielfältigung (weil ich natürlich alles zusammenschneiden muss und nicht jede CD einzeln einlegen kann) + 20 % GVL Wiedergaberecht Tonträger
macht zusammen 401,76 Euro + 7 % MWSt. = 429,07 Euro.

Wenn man bedenkt, dass ich, wenn ausverkauft ist, 300 Leute reinpacken kann, da ja die Tänzer auch irgendwo Platz brauchen (aber ja nicht zwangsläufig ganz voll wird - selbst bei 50 verkauften Karten würde es gleich viel kosten), mehrere Euro Hallenmiete zahlen muss, dann noch so Sachen wie Miete Nebelmaschine, Stoffe für Kostüme etc., da ist die GEMA-Gebühr schon ein gewichtiger Batzen.

Das Tollste ist: Die Leute meinen, ich würde da mal so kurz 1.500 Euro einschieben. Wenn's gut läuft, bleiben 150 Euro hängen. :?

Grüßle,
Judith
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Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (30.04.2009, 08:42)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.

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