Libreka

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hawepe
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Re:

von hawepe (30.04.2009, 09:31)
Hallo Andreas,

Andreas T. hat geschrieben:
Urheberrechtsschutz ist eine natürlich eine wichtige Sache - ich bin schließlich auch Urheber - aber gerade in Deutschland wird da sehr Vieles bis ins Absurde übertrieben.


Wenn der Staat die gleichen Millardenbeträgen, die er den Banken schenkt, auch für die Urheber zur Verfügung stellen würde, hätte ich nichts gegen eine Aufweichung des Urheberrechts einzuwenden. Sonst finde ich es schon sehr seltsam, wie sich gerade Urheber dafür einsetzen, dass Urheber keinen Vergütungsanspruch haben sollen.

Beste Grüße,

Heinz.

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (30.04.2009, 09:59)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:10, insgesamt 1-mal geändert.

holz

Re:

von holz (30.04.2009, 10:38)
Andreas T. hat geschrieben:
Was hier in erster Linie angeprangert wird ist, dass die betroffenen Autoren nicht explizit gefragt wurden, und dass jeder Mensch freien Lesezugriff auf die dort veröffentlichten Bücher hat.


nicht libreka, sondern die verlage sind zuständig für art und umfang der inhalte.
http://info.libreka.de/index.php?article_id=44&clang=0
und welche nutzungsrechte der autor einräumt, regelt der vertrag zwischen autor und verlag.

Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (30.04.2009, 10:41)
Goodbye!
Zuletzt geändert von Andreas T. am 30.07.2009, 10:09, insgesamt 1-mal geändert.

Bea_Wagner
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Re:

von Bea_Wagner (30.04.2009, 11:25)
enau das Gleiche trifft aber auch auf jede Leihbücherei zu, nur sind diese Einrichtungen seit Jahrzehnten etabliert und fester Bestandteil unseres Gemeinwohls.


Der Vergleich mit der Leihbücherei hinkt. In einer Leihbücherei steht das Buch in seiner ursprünglichen Form und wenigstens theoretisch wäre nachvollziehbar, von wie vielen Menschen es im Laufe der Jahre gelesen wurde. Bei Libreka (und was da noch alles auf uns zukommen wird) ist schon die Ausgabeform verändert.

Im Heidelberger Appell heißt es u. a.:
Es muß auch künftig der Entscheidung von Schriftstellern, Künstlern, Wissenschaftlern, kurz: allen Kreativen freigestellt bleiben, ob und wo ihre Werke veröffentlicht werden sollen. Jeder Zwang, jede Nötigung zur Publikation in einer bestimmten Form ist ebenso inakzeptabel wie die politische Toleranz gegenüber Raubkopien, wie sie Google derzeit massenhaft herstellt.

Ich habe 1999 in meiner Naivität in einem Verlagsvertrag unterschrieben, dass ich der (zusätzlichen) Veröffentlichung als ebook einverstanden war. Ich dachte damals: Wer will denn schon ein Buch am Computer lesen? Und habe das einfach nicht ernst genommen. Lange Jahre war es auch so, dass die Bücher, die davon betroffen sind, nur über die USA als ebook in den Handel kamen.
Letzten Herbst fand ich zufällig im Internet, dass ein Buch zum 15. Oktober (Pünktlich zur Buchmesse und der neuen Diskussion zu ebooks) noch einmal als ebook herausgegeben wurde. Die Printausgabe ist seit Jahren vergriffen; ich habe keine Möglichkeiten, die Rechte vom Verlag zurückzubekommen, und muss mir das nun gefallen lassen … und hilflos zusehen, wie davon Raubkopien gezogen werden.

Ich will auch keine restriktiven Zuständen wie sie sich durch die GEMA ergeben. Aber ich will, dass mein Urheberrecht unangetastet bleibt. Und andere dazu auffordern, sich Gedanken darüber zu machen, was eine heutige Unterschrift oder stillschweigendes Hinnehmen bei der rasanten technologischen Entwicklung in zehn Jahren für sie bedeuten kann.

Allerdings, manchmal kann Libreka auch von Nutzen sein. So habe ich eben dort zufällig gefunden, dass in Bibliographie der deutschsprachigen Frauenliteratur, die jährlich erscheint, einige meiner Bücher gelistet sind.

Gruß
Bea

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hawepe
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Re:

von hawepe (30.04.2009, 13:37)
Hallo Andreas,

Andreas T. hat geschrieben:
Dafür habe ich das Beispiel GEMA herangezogen


So etwas wie die GEMA wünschte ich mir auch anstelle der VG Wort und VG Bild.

Will ich eine Musik-CD produzieren oder eine Veranstaltung mit Musik auflockern, brauche ich nur auf die Website der GEMA schauen und kann mir sehr schnell die mindestens zu erwartenden Ausgaben sowie die notwendigen Angaben zu den Rechteinhabern heraussuchen. Okay, die Pflege dieser Datenbanken kostet natürlich auch Geld.

Will ich Texte oder Bilder nutzen, muss ich erst einmal suchen, die Rechteinhaber herauszubekommen. Danach folgt mindestens noch die Suche nach den Kontaktdaten. Wenn ich gerade nichts zu tun habe, kostet mich das nur Zeit, aber meistens bleiben dafür andere Arbeiten liegen, für die ich Geld bekomme. Und alle diese Recherchen führe ich erst einmal durch, ohne auch nur die geringste Ahnung von den auf mich zukommenden Kosten zu haben.

und ähnliche Auswüchse bestehen ja bereits durch die unverhältnismäßigen Abgaben für Drucker, Scanner und dergleichen


Unverhältnismäßig? Alleine eine Tonerfüllung kostet meistens schon mehr als die Abgabe.

Ganz nebenbei: Keine Autor, Komponist, Fotograf oder bildender Künstler muss Mitglied einer Verwertungsgesellschaft sein. Er muss sich dann eben lediglich selbst darum kümmern, wie er an sein Geld kommt. Von daher verstehe ich nicht, warum du Mitglied der VG Wort bist und damit das von dir abgelehnte System unterstützt?

Beste Grüße,

Heinz.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (30.04.2009, 14:41)
Andreas T. hat geschrieben:
Also ich kenne da auch andere Zahlen als Siegfried!


Quelle für die Tanzveranstaltung Jugendfreizeitheim:
http://www.gema.de/fileadmin/inhaltsdat ... raeger.pdf

Quelle für Beschallung Einzelhandel
http://www.gema.de/fileadmin/inhaltsdat ... handel.pdf

Wo habt ihr eure Zahlen her?

LG
Siegfried
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Judith
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Re:

von Judith (30.04.2009, 18:12)
Siegfried hat geschrieben:
Wo habt ihr eure Zahlen her?

Von meiner letzten Rechnung.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (30.04.2009, 22:00)
Judith hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
Wo habt ihr eure Zahlen her?

Von meiner letzten Rechnung.

Grüßle,
Judith


Okay. Woher Andreas seine Zahlen der GEMA-Gebühren hat, kommt ja vielleicht noch.

An deiner Rechnung verwirrt mich einiges. :roll:

Zum Beispiel die Zuschläge für die GVL. Auf der von mir genannten Seite heißt es:

GEMA hat geschrieben:
Die genannten Beträge enthalten den Zuschlag der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten
mbH (GVL).


Also nichts extra für die GVL.

Und dass das Zusammenschneiden von Titeln extra Geld kostet, habe ich bei der GEMA nirgendwo gefunden. Rein theoretisch könnte ich statt mit Original-CDs auch mit MP3-Dateien arbeiten, und mittels eines entsprechenden Players (Cueing, Positioning, programmierte Playlist) genau den Effekt des Zusammenmischens erzielen (ist natürlich eine Frage, wie weit man sich in die Arbeit eines DJs einarbeiten mag).

Letztlich bin ich aber total fasziniert von der Diskussion hier - und teile ziemlich eindeutig die Haltung von Heinz.

Was mich aber am meisten begeistert, ist dieses Hin- und Herpendeln zwischen (Sorry für den brutalen Ausdruck) Gier und Geiz: Wenn das eigene Werk auch nur ansatzweise irgendwo im Internet erscheint, dann wird von riesigen Einnahmeverlusten gesprochen. Andererseits scheut man sich aber nicht, das künstlerische Werk anderer selbst zu gewerblichen Zwecken einzusetzen und klagt dann über die Unsummen, die das kosten würde. Es scheint wirklich schwierig zu sein, einen vernünftigen Blick auf beide Seiten der selben Medaille zu werfen.

LG
Siegfried
P.S.: Ein Gewinn von 150 Euro bei einer Einnahme von 1200 Euro (300 Personen zu 4 Euro Eintritt) halte ich für ein respektables Ergebnis. Andere Unternehmen kommen auf eine Umsatzrendite, die bei 5% und weniger liegt. thumbbup
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Andreas T.
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Re:

von Andreas T. (02.05.2009, 10:26)
Goodbye!

Didi
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Ist ja interessant, was der Threaderöffner schreibt,...

von Didi (29.01.2011, 00:26)
aber er selber hält wohl nicht so sonderlich viel von dem , was er da einfordert.

Man lese mal den Artikel über die Band Züri West in der Wikipedia

http://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%BCri_West

und dann den entsprechenden Artikel im Buch von Kühntopf hier

http://www.kuehntopf.ch/downloads/Lesep ... exikon.pdf

(in der Suchmaske oben Züri West eingeben)

Da schreibt einer 1:1 aus der Wikipedia ab und versucht dann damit, Geld zu verdienen.

Das nennt man dann wohl Pharisäertum, oder?

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MichaelHA
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...

von MichaelHA (29.01.2011, 05:07)
Das Problem ist nicht nur, dass Screenshots angefertigt werden können, für den Privatgebrauch sozusagen, sondern, dass immer mehr Leute dazu übergehen offensichtlich unzulängliche Rezensionen alleine anhand des in libreka, google.books und amazon-search inside lesbaren Textes zu schreiben!

Beste Grüße

MichaelHA

julia07
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Re: Ist ja interessant, was der Threaderöffner schreibt,...

von julia07 (29.01.2011, 07:53)
Didi hat geschrieben:
Da schreibt einer 1:1 aus der Wikipedia ab und versucht dann damit, Geld zu verdienen.
Das nennt man dann wohl Pharisäertum, oder?

Was soll das? War der einzige Zweck Ihrer Anmeldung das Mobben?

Immerhin ist M. Kühntopf selbst Wikipedia-Autor. Bevor ich mich derart äußern würde, würde ich erst einmal sicherstellen, dass diese Anschuldigung zu Recht gemacht werden kann. Dass ein Artikel in Wikipedia steht, ist für mich noch lange kein Beweis für ein Pagiat.

Julia

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SandraR
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Re:

von SandraR (29.01.2011, 08:44)
Leute, schaut mal auf das Datum des drittletzten Beitrags cheezygrin das Zeug ist von 2009 und schon längst Schnee von gestern cheezygrin Grabt doch einfach keinen alten Unsinn aus dozey: Didi und wie sie alle hießen sind schon lange weg aus dem Forum. Ihr sprecht mit Gespenstern.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

julia07
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Re:

von julia07 (29.01.2011, 09:33)
Liebe Sandra,

der Beitrag von "Didi" ist von heute und genau an diesem Tag hat er sich auch angemeldet.

Julia

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