[Kurzgeschichte]Lohnt es sich?/Bitte Kritik!

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Viktoria Mularski
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Re:

von Viktoria Mularski (26.03.2011, 15:23)
Ich könnte vielleicht schildern, wie ich zum Buche kam.
Ein gutes Sprungbrett ist die Internetseite 'hier schreiben wir'.
Dort stellen Jungautoren ihre Texte vor, kritisieren und loben.
Dies kann auch eine Möglichkeit sein, um deine Texte mit denen von gleichaltrigen Autoren zu vergleichen.
Auf der Internetseite werden auch Schreibwettbewerbe veranstaltet.
Jedoch solltest du nicht all' zu enttäuscht sein, falls du mal einen Wettbewerb nicht gewinnst.
Es gibt schließlich viele talentierte Autoren, Chancen und Meinungen.
Auf Schreibwettbewerbe bin ich auch oft in Magazinen gestoßen.
Diese garantieren manchmal sogar eine Textveröffentlichung als Hauptpreis!
So kam ich von der Ersten Textveröffentlichung zum eigenen Buche.
Ich hoffe, dass ich dir ein wenig weiterhelfen konnte.
Liebe Grüße,
Viki. :D

Splatter
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Re:

von Splatter (26.03.2011, 16:07)
Danke für die schnellen Antworten!

Zu meiner Deutschlehrerin...das ist die letzte Person, zu der ich gehen würde. Sie mag mich nicht und ich sie nicht. Klar, ich bin gut in Deutsch, aber ich pass so gut wie nie auf....

@Viki: Wie ist denn dein Buch erschienen? In welchem Verlag und so, meine ich
@Nitram: schon okay...

DANKE! Ihr habt mir echt geholfen!

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Siegfried
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Re: [Kurzgeschichte]Lohnt es sich?/Bitte Kritik!

von Siegfried (26.03.2011, 17:36)
Splatter hat geschrieben:
So, hier stell ich mal meine Kurzgeschichte rein. Bitte Kritik, sonst kann ich mich net verbessern. ABer seid nicht allzu streng mit mir, ich bin erst 12. xD

Lohnt es sich?


Da ich nicht weiß, was du als "seid nicht allzu streng mit mir" verstehst, kommentiere ich nur den ersten Absatz:

Es war dunkel.

Ersatzlos streichen. Das ist ein typischer Einsteiger in die Geschichte, der nicht notwendig ist. Wenn du die Dunkelheit unbedingt brauchst, bau sie in den zweiten Satz ein (weil du dann mit einem klaren Bild beginnst):

Schwarze Wände ragten [in der Dunkelheit] wie riesige Felsblöcke vor ihr auf.

Ich bin ein absoluter Gegner von unmotiviert benutzten Personalpronomina. Warum sagst du mir nicht, um wen es in der Geschichte geht?

Ihre Knie zitterten und man konnte förmlich ihre Angst riechen.

Wer ist in dieser Geschichte "man"? Der Leser? Der Autor? Ein über den Dingen schwebendes Wesen? "Man" bedeutet immer eine Verallgemeinerung, eine Pauschalierung. Und es bedeutet einen Blick auf das Geschehen, durch den ich als Leser aus der Geschichte gerissen werde.

Ihre dunkelbraunen Locken klebten nass an ihrer Haut. Die Haare standen ihr zu Berge.

Eine höchst unglückliche Vermengung von Bildbeschreibung und Metapher.

Sie zog ihre Knie, die sie mit den Armen umschlungen hielt, näher an sich. Der Schweiß brannte, er schien sie zu verhöhnen, zu verspotten.

Der Satz mit dem Schweiß ist eine ungewöhnliche Konstruktion. Schweiß brennt durch seinen Salzgehalt eigentlich nur in den Augen, ansonsten führt er mehr zu einem Gefühl der Kälte durch die Verdunstung. Folglich ist das Brennen entweder metaphernhaft zu sehen, was das nachfolgende Verhöhnen und Verspotten aber relativiert, oder es ist ein psychisches Phänomen, passend zum Verhöhnen und Verspotten, dann müsste die Szenerie aber viel stärker aus der erzählenden Person heraus geschildert werden.

Sie versuchte, an etwas Glückliches, Positives, zu denken, aber die Angst vernebelte ihr das Gehirn. Stattdessen spukten Schauergestalten in ihren Gedanken, die sie zu zerreißen, zu fressen schienen. Sie streckten ihr blutbesudelten Klauen nach ihr aus, aber sie konnte sich nicht wehren.

Das hat mir persönlich gar nicht gefallen, weil hier hier der Blick von innen (Schauergestalten spuken in ihren Gedanken herum) mit einem äußeren Effekt (Klauen greifen nach ihr) verbunden werden.

Ihre Füße waren ihr wie Betonklötze, am Boden festgenagelt. Als sie ein leises Knarren hörte, schreckte sie aus ihren Albträumen.

Auch das Bild wackelt, weil Betonklötze nicht festgenagelt werden können. Und noch immer wird von der erzählenden Figur ausschließlich per Personalpronomina gesprochen.

Das sind alles nur winzig kleine Randbemerkungen von mir zu deiner Geschichte, die keine Bewertung darstellen sollen. Und gerade weil diese Ungenauigkeiten, diese schiefen Bilder in dem Text stecken, glaube ich dir deine 12 Jahre. Aber du schreibst um Längen besser, als es viele andere hier tun. Du denkst dir gerne Handlungen aus, du fabulierst gerne. Wenn du dich jetzt noch ins Schreibhandwerkliche hinein kniest (besondere Tipp: Lies mal ein wenig zum Thema Erzählperspektive nach, damit du bei deinen Texten in der Erzählperson bleibst), bist du auf dem besten Wege.
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Splatter
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Re:

von Splatter (26.03.2011, 18:05)
Danke! Naja, mit 'nicht allzu streng' meinte ich, dass man nicht schreiben soll: Deine Geschichte ist ja übelst schei**, oder so was..

Danke für die Kritik, ich will mich nämlich verbessern.

Das mit dem ersten Satz war besonders hilfreich, ich wusste schon, dass es oft vorkommt, wusste aber nicht, wie ich die Dunkelheit sonst hätte einbauen sollen..

LG, Splatter

Viktoria Mularski
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Re:

von Viktoria Mularski (26.03.2011, 21:42)
Zu meinem Buch, siehe hier:
https://www.bod.de/index.php?id=1132&objk_id=487171

Du schreibst sehr gut, aber warte mit einer Buchveröffentlichung noch ein wenig ab.
Von der Kurzgeschichte zum Buch ist es ein langer Weg.
Experimentiere mit den Worten, lasse deinen Schreibstil reifen.
Ich wünsche dir dabei viel Erfolg.
Viki. :D

Splatter
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Re:

von Splatter (27.03.2011, 10:35)
Ich will ja gar nichts veröffentlichen-zumindest bis jetzt nicht.

Das werde ich tun.

Danke

LG, Splatter

LittleRebel
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Re:

von LittleRebel (08.04.2011, 19:49)
1. ICH glaube dir, dass du 12 bist. Ich bin 14, habe aber mit 13 auch schon sowas (und wesentlich Härteres) geschrieben, wenn auch nicht so gut.
2. Im Grunde finde ich die Geschichte ziemlich gut, aber einige Stellen sind irgendwie zu kalt... Zu oberflächlich. Da kannst du probieren die Emotionen ein bisschen besser aus zu drücken, so sind das einfach nur Standardvergleiche. Aber das ist auch nicht wirklich schlimm, im Grunde finde ich das Ganze wirklich gut und die meisten 12-Jährigen (!) schreiben wirklich 20 000 mal oder so etwas schlechter.

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