Manuskripte werden nicht angenommen

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Claire
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Re:

von Claire (29.06.2008, 10:58)
Sämtliche Buchhändler, bei denen ich meine Bücher untergebracht hatte oder habe, stöhnen auch. Die Leute haben kein Geld und sparen inwischen sogar an Lebensmitteln, da darf man sich wohl kaum wundern. Die weltweite "Stagflation" macht allen Bereichen schwer zu schaffen und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Jetzt heißt es durchhalten. Mein nächstes Buchprojekt habe ich schon auf's nächste Jahr verschoben. Es ist zwar so gut wie fertig, aber zur Zeit sehe ich da keine großen Erfolgsaussichten. Ich konzentriere mich derzeit darauf, meinen Namen bekannter zu machen.

Bei den großen Verlagshäusern geht es nicht anders. Magere Absätze bei bekannten Autoren bedeuten gleichzeitig auch kaum bis keine Chancen für "No-names".
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

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Judith
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Re:

von Judith (29.06.2008, 12:23)
Kinderbücher: Sogar die Ausleihen stagnieren, zumindest bei Jugendlichen, seit wir G8 (achtjähriges Gymnasium) haben. Und bei den Jüngeren machen sich die geburtenschwachen Jahrgänge bemerkbar.
Dasselbe sehe ich ja bei mir im Tanzstudio. :?

Grüßle,
Judith
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hawepe
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Re:

von hawepe (29.06.2008, 12:59)
Hallo Claudia,

Claire hat geschrieben:
Mein nächstes Buchprojekt habe ich schon auf's nächste Jahr verschoben.


Nur, werden die Rahmenbedingungen naechstes Jahr wieder besser aussehen?

Beste Gruesse,

Heinz.

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pinky
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Re:

von pinky (29.06.2008, 13:54)
Hallo Judith,
ich teile dein Problem ;-)
Habe allerdings mittlerweile raus bekommen, dass ein Telefonat vorab mit den Varlagen unbedingt nötig ist, damit sie die zugesandten Umschläge nicht gleich ungeöffnet zurück schicken. Dennoch erhält man meist nur eine Eingangsbestätigung, mit dem Hinweis, es werde mindestens drei Monate dauern, bis eine Bearbeitung zu erwarten sei - man gewinnt den Eindruck, als habe man das Manusskript beim Finanzamt eingereicht - aber selbst die sind mittlweile schneller in der Bearbeitung der Steuerunterlagen...
Ich persönlich greife nun auf Constanzes Tipp zurück, es über Literaturgenturen zu versuchen. (eine Liste und wertvolle Tipps finden sich bei: www.uschtrin.de) Bislang hat eine Agentur die Manussripte zumindest schonmal "angenommen" - aber wieder mit dem bekannten Hinweis, eine Bearbeitung sei frühestens in drei Monaten zu erwarten...
es ist wirklich zum Haareraufen und ich frage mich schon, ob man sich als "Autorenschaft" mal zusammen tun sollte um einen eigenen Verlag zu gründen ;-)
Gedulds-Grüße
Steffi
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hawepe
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Re:

von hawepe (29.06.2008, 17:44)
Hallo Steffi,

pinky hat geschrieben:
es ist wirklich zum Haareraufen und ich frage mich schon, ob man sich als "Autorenschaft" mal zusammen tun sollte um einen eigenen Verlag zu gründen ;-)


... und in wenigen Monaten vor den gleichen Problemen aller Verlage zu stehen. Will man nicht schnell vom Markt verschwinden, muss man nun einmal sehr sorgfaeltig auswaehlen.

Ich habe vor drei Jahren einige Male an den Sitzungen einer Herausgebergruppe teilgenommen, die aus 1500 Briefen 50 fuer eine Veroeffentlichung auswaehlen musste. Es war eine wochenlange Arbeit und so nur moeglich, weil die Herausgeber viel Freizeit hineingesteckt haben. Ein Verlag, der wirtschaftlich arbeiten muss, kann sich das aber selten leisten.

So fuehrt man dann eben einen steten Kampf gegen wachsende Papierstapel und oberflaechliche Begutachtungen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Claire
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Re:

von Claire (30.06.2008, 07:27)
@hawepe

Nur, werden die Rahmenbedingungen naechstes Jahr wieder besser aussehen?


Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Tatsache ist, dass die weltwirtschaftlichen Prognosen für dieses Jahr mehr als düster sind. Experten rechnen nicht mit einer Marktberuhigung vor Ende des Jahres. Bis dahin soll Talfahrt angesagt sein. Was das bedeutet, insbesondere auch für Buchverkäufe, kann wohl jeder an einer Hand abzählen. Ich weiß, die Realität kann grausam sein. :(
LG Claudia

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pinky
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Re:

von pinky (30.06.2008, 08:56)
Hallo Claire,
ich habe grade zum ersten Mal ihren "Untertitel" gelesen -

<<
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.
<<

vielleicht ist das genau die Strategie, die wir in der derzeitigen Wirtschaftsituation brauchen ;-)
Ich habe auch eine KAtze und ich habe noch nicht erlebt, dass sie sich Sorgen macht - und selbst wenn der FRessnapf, nicht das beinhaltet,was sie möchte, kann sie es gelassen hinnehmen und sich hocherhobenen Schwanzes abwenden, ohne die Hoffnung zu verlieren, dass da nächstes Mal was besseres zu finden ist...

mit einem Schmunzeln
Steffi
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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (30.06.2008, 10:35)
Hallo Steffi!

Wenn Du Dir jemals Hoffnungen machen willst, bei einem Verlag, egal ob groß, mittel oder klein, unterzukommen, solltest Du sehr sorgfältig vorgehen. Nicht nur im direkten Kontakt mit dem Verlag, sondern auch mit Deinen anderen Spuren im Internet.
Auch Verlage checken im Internet, mit wem sie es zu tun haben, falls denn ihr Interesse geweckt wurde. Und wenn eine Lektorin dann dieses findet:

"Auri" - ein Zigeunerabendteuer


dann hast du absolut verloren. Für immer.

Bitte versteh mich nicht falsch, dies soll ein Rat sein. Hier geht es nicht um schlichte Tippfehler, die jeder einmal macht, sondern um Grundsätzliches wie Footer, die ja für einen werben sollen. Da wird Sorgfalt erwartet.
Und das gilt natürlich auch für andere: Seid achtsam, wie Ihr im Web auftretet! Die Reputation als AutorIn ist schneller im Keller, als man denkt.

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pinky
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Re:

von pinky (30.06.2008, 10:47)
danke für den Hinweis - wurde geändert ;-)

das war ohnehin ein viel zu langer Anhang - ich denke so ist es besser...
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hawepe
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Re:

von hawepe (30.06.2008, 10:53)
Hallo Seshmosis,

Seshmosis hat geschrieben:
Hier geht es nicht um schlichte Tippfehler, die jeder einmal macht, sondern um Grundsätzliches


Du hast ja recht, aber wie oft kann man hier im Forum z.B. auch Bemerkungen lesen, dass es vor allem auf Phantasie ankomme und nicht auf die Rechtschreibung, weil fuer letztere andere da seien. Ich denke, damit eckt man viel mehr bei Verlagen an, weil jeder Lektor dann bereits weiss, was auf ihn zukommt: Stress und sehr, sehr viel Arbeit.

Beste Gruesse,

Heinz.

LOFI

Re:

von LOFI (30.06.2008, 11:14)
Hi,

ich habe mal aus Versehen ein fehlerhaftes Exposé meiner Geschichten an eine Filmgesellschaft geschickt. Waren einige Patzer drin. Sie zeigten sich interessiert ob des Inhaltes. Auf meine Nachfrage wegen der Rechtschreibfehler meinte die Dame am Telefon, dass sie diese wohl entdeckt habe, es aber für den Inhalt nicht so wichtig wäre, das könnte man ja schließlich verbessern. Es war der Inhalt, der sie ansprach.
Ist zwar nix geworden damit, hatte aber andere Gründe.

Soll natürlich kein Freibrief für das Veröffentlichen von fehlerhaftem Material sein, aber ich glaube nicht, dass man "Verloren hat für immer", wenn man in seiner Werbungsheadline einen Patzer hat. Wenn wirkliches Interesse am Inhalt vorhanden ist, wird dies wohl eher ausschlaggebend sein für thumbbup oder thumbdown:
LG

Lorenz

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Claire
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Re:

von Claire (30.06.2008, 15:04)
@Seshmosis

Und das gilt natürlich auch für andere: Seid achtsam, wie Ihr im Web auftretet! Die Reputation als AutorIn ist schneller im Keller, als man denkt.


thumbbup Das ist mehr als wahr!

@Steffi

Stimmt! Katzen machen sich keine Sorgen. Ich habe aber auch noch nie erlebt, dass Katzen schlampig auf die Jagd gehen. Sie vereinen dabei Geschick, Fantasie und Sorgfalt. Wenn ein Autor auf Verlagssuche geht, ist das im Prinzip auch nichts anderes als eine Jagd. Man kann wirklich viel von ihnen lernen ...
LG Claudia

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jola
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Re:

von jola (30.06.2008, 15:21)
Claire hat geschrieben:
Stimmt! Katzen machen sich keine Sorgen. Ich habe aber auch noch nie erlebt, dass Katzen schlampig auf die Jagd gehen.


Und sie bleiben dran, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Wenn alles nichts hilft, überlegen sie sich neue Strategien. ;-)

lg,
jola

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pinky
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Re:

von pinky (30.06.2008, 15:48)
natürlich gehen sie nicht schlampig auf die Jagd -
aber ein Autor geht auch nicht schlampig auf Verlagssuche -
jedoch können sowohl Katze , als auch Autor mal ein Fehler unterlaufen -
nobody is perfect - that's life
Steffi

...und ich weiß nicht wie euch das da geht, aber ich habe schon seit langem kein Buch mehr gelesen, in dem ich nicht gleich mehrere Satzfehler gefunden hätte, Fehlerlosigkeit ist eher ein theoretisches Ideal, wie mir scheint...
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LOFI

Re:

von LOFI (30.06.2008, 16:03)
Stimmt,

auch bei renomierten Verlagen kommt das immer häufiger vor.

LG

Lorenz

Fehler vermeiden ist wichtig, aber mehr und mehr sitzen im Glashaus und werfen mit Steinen, scheint mir.

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