Nach hugendubel nun auch keine BOD E Books mehr bei Thalia

ISBN, VLB, Barsortiment, E-Book-Verleih und Buchhandel: Alles rund um den Buchvertrieb.


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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (25.06.2013, 16:02)
Wir (Co-Autorin/Ehefrau und ich) halten das Buch für marktfähig und ausgereift. Wir haben unsere Möglichkeiten zur Qualitätsoptimierung ausgeschöpftm, und da zählen 1200€ für ein Lektorat einfach nicht dazu. Wir haben es mit dem Duden im Anschlag durchkorrigiert und es anschließend mehreren Leuten zum Gegenlesen gegeben.
Mehr ist bei uns einfach nicht drin. Was da am Ende an Qualität rauskommt, muss einfach reichen (behaupte ich Kraft eigener Arroganz dozey: ).

Wenn ich aber lese (von Indie-Publishern wohlgemerkt), dass ein Lektorat "ein absolutes Muss" ist, frage ich mich, einfach nur wo die qualitativen Maßstäbe angesetzt werden.
Müssen die Eier unbedingt Bio-Eier sein oder reichen Eier aus Bodenhaltung?
Für viele steht die Antwort fest: "Bio oder gar nichts."
Und genau diese Einstellung stört mich einfach.


Ein weiterer Punkt, der mir eben eingefallen ist:

Die qualitativ schlechten Bücher vertreiben die qualitativ guten Bücher aus Hugendubel und Co.?
Ernsthaft?
Wieso setzen eigentlich alle auf die großen Buchhandlungen?
Was Druckwerk angeht würde ich meine Energie lieber auf kleine lokale Buchhandlungen "verschwenden".
Klar, die eBooks sind halt ärgerlich, aber jeder Reader den ich kenne verarbeitet auch das Format aus "Fremdshops"...wenn ich das eBook bei Thalia nicht finde, suche ich eben bei Weltbild. Finde ich es da auch nicht, gehe ich zu Amazon usw.

Klopfer hat geschrieben:
Die Qualität der Bücher spielt für das Geschäftsleben von Hugendubel und Co. wohl die geringste Rolle, eher die geringen Absatzzahlen der allermeisten BoD-Bücher im Vergleich zu den Arbeitskosten, die das Einpflegen des BoD-Bestands in das eigene Sortiment verursacht.


Das wird wohl der Hauptgrund sein, warum die Bücher aus dem Sortiment fliegen. Das wird aber denke ich nicht an der Qualität alleine liegen, sondern einfach daran, dass es unter der Masse der Bücher und (wie Haifischfrau richtig anmerkte) unter der Masse der beworbenen Bücher von Großverlagen einfach untergeht.

Und woher beziehen die Großverlage ihre Bücher? Ich kann wie gesagt nur aus dem bereich Fantasy berichten, aber dort kommen die meisten Bücher aus Amerika, UK oder sonstwoher, werden übersetzt und auf den Markt geworfen. Warum? "Die verkaufen sich in England millionenfach...det können war och!"
Also setzen sie lieber auf ein Rennpferd, dass schon Geld abwirft, als auf einen Neuling. Die Verlage wollen auch nur Umsatz machen, so ist das nunmal.
Ich warte wirklich auf den Tag, wo ein deutsches Indie-Buch im Ausland
mehr Erfolg hat als in Deutschland, un ein deutscher Großverlag sich mühsam die Rechte erkämpfen muss cheezygrin Freiwillige vor!

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Siegfried
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Re: Nach hugendubel nun auch keine BOD E Books mehr bei Tha

von Siegfried (25.06.2013, 16:16)
Hallo, Heinz!

hawepe hat geschrieben:
Mir ist es jedenfalls schon in mehreren Buchhandlungen unterschiedlicher Größe passiert, dass Bestellungen abgelehnt wurden und ich auf Amazon verwiesen wurde.


Das müsste mir mal passieren! :twisted:

Da würde ich mir sofort den Chef vom Laden kommen lassen und dann laut und deutlich - damit es alle Kunden mitbekommen - fragen: "Warum bekomme ich als Kunde, also als Brötchengeber des Buchladens, nicht das Buch, das ich haben will? Und vor allem: Wieso verweist man mich an solche Giganten wie Amazon? Wenn die Kundenbetreuung derart schlecht ist, dann kann ich ja auch meine anderen Bücher bei Amazon bestellen. Und die Angestellten sollen sich nicht wundern, wenn dieser Laden in Kürze zumacht und sie dann auf der Straße stehen!"

Mal sehen, was der Chef und sein miesepetriger Verkäufer dann für ein Gesicht machen. So eine Haltung muss ich mir als Kunde nicht bieten lassen - und besonders hübsch ist es, wenn andere Kunden das mitbekommen ... :twisted:
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mtg
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Re:

von mtg (25.06.2013, 16:18)
ZeroEnna hat geschrieben:
Müssen die Eier unbedingt Bio-Eier sein oder reichen Eier aus Bodenhaltung?

Wenn ich mir so manche »Machwerke« ansehe, dann sind die »Eier« weder Bio noch Bodenhaltung, sondern aus der Massentierhaltung, bei der jedes Huhn ein DIN A6-Blatt als Lebensgrundlage hat.

Du vermengst hier Eigenbetrachtung und Fremdbetrachtung: Jedes Buch ist nur so gut, wie es der Autor zulässt. Leider lassen es die meisten BoD-Autoren nicht zu, dass ihr Buch »gut« ist. Und genau das meinte Siegfried, das meinte Heinz, das meinen »die üblichen Verdächtigen« grundsätzlich.

Mir persönlich ist es doch scheißegal, ob sich Dein Buch verkauft oder nicht. Aber wenn ich hier durch Hinweise auf Fehler versuchen kann, dass es sich besser verkauft ... wieso wird dann immer auf die Helfer eingeprügelt?

Müll kann jeder. Gut muss man sein!

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (25.06.2013, 16:57)
ZeroEnna hat geschrieben:
Wir (Co-Autorin/Ehefrau und ich) halten das Buch für marktfähig und ausgereift. Wir haben unsere Möglichkeiten zur Qualitätsoptimierung ausgeschöpftm, und da zählen 1200€ für ein Lektorat einfach nicht dazu. Wir haben es mit dem Duden im Anschlag durchkorrigiert und es anschließend mehreren Leuten zum Gegenlesen gegeben.
Mehr ist bei uns einfach nicht drin. Was da am Ende an Qualität rauskommt, muss einfach reichen (behaupte ich Kraft eigener Arroganz dozey: ).


Eine Frage rein interessehalber:

Wenn du von deinem Buch überzeugt bist, es für marktfähig hältst und es durch persönlichen Einsatz auf eine bestimmte Qualitätsstufe gehoben hast ...

wenn du mit deinem Buch in die Phalanx der anglo-amerikanischen Fantasy-Autoren einbrechen willst - oder auch der deutschen Fantasy-Autoren wie Wolfgang Hohlbein (ein völlig erfolgloser deutsche Fantasy-Autor cheezygrin ), Markus Heitz (ebenfalls total erfolglos mit der "Ulldart"-Reihe cheezygrin ), Katja Brandis (nee, deren echten Namen verrate ich jetzt hier nicht cheezygrin ), Monika Felten (die "Thale"- und "Runen"-Reihen) oder auch Cornelia Funke (Fantasy-Bücher mit einer 20-Millionen-Auflage) -, hast du dir dann schon mal überlegt, dir kostenlose (huch!) professionelle Hilfe zu holen?

Wer gut schreibt, wer marktreif schreibt, der kann sich an eine gute Literaturagentur wenden. Literaturagenten kosten nichts. Gute zumindest. Die wollen das Buch verkaufen und durch den Verkauf Geld verdienen. Zusammen mit dem Autor. Gute Agenturen verlangen kein Geld vorab. Das ist ein Erkennungszeichen guter Agenturen.

Agenturen bewerten ein Buch dahingehend, ob es verkaufbar ist. In doppelter Hinsicht: a) an einen Verlag; b) an den Leser. Erfüllt das Buch diese Kriterien, wird die Agentur alles in Bewegung setzen, um das Buch bei einem Verlag unterzubringen. Und Verlage reagieren auf so etwas. Weil sie wissen, dass die Agentur das Buch auf Verkaufbarkeit abgeklopft hat.

Stellt sich die Frage, warum BoD-Autoren sich keine professionelle Unterstützung an ihre Seite holen. Warum schicken sie ihre Manuskripte nicht an eine Agentur? Was fürchten sie?

Natürlich die Ablehnung. Eine Kritik von einem Profi, der ihnen sagt: "Sorry, das ist so schlecht geschrieben, das lässt sich einfach nicht verkaufen!"

Nur zur Erinnerung: Eine Agentur hat kein Verlagsprogramm, das besagt, pro Jahr können nur 20 Bücher produziert werden. Wovon 18 aus dem Ausland als Lizenzen eingekauft werden. Eine Agentur möchte viele, viele gute Manuskripte haben, weil sie viele, viele Verlage damit versorgen können. Und natürlich Geld verdienen wollen.

Warum also schicken BoD-Autoren ihre Manuskripte nicht an Agenturen?

Beliebte Antwort: "Ich will mich nicht verbiegen lassen."

Verbiegen? ist das der neue Euphemismus für "schlecht geschriebener Text"? cheezygrin Lieber einen schlechten Text in eigener Regie mit allen denkbaren Problemen auf dem On-Demand-Weg veröffentlichen und bei Hugendubel aus der Liste fliegen, als etwas Arbeit in den eigenen Text stecken und jene Stellen verändern, die der Agentur und dem Verlag nicht gefallen und damit das eigene Buch in die Werbemaschine der Buchbranche zu bekommen?

Für die Öffentlichkeit - also für die Buchläden und damit für die Buchleser - zu schreiben, heißt auch, sich in die Öffentlichkeit zu begeben. Ich habe manchmal die aberwitzige Vorstellung, dass ausgerechnet jene Leute, die sich hier verzweifelt an irgendwelche Pseudonyme und Aliasse klammern, einen Bestseller hinlegen und von einem Fernsehprogramm zum nächsten geschleift werden, auf Buchmessen vor Hunderten von Menschen oben auf dem Podium sitzen oder Lesungen in riesigen Theatern geben müssen. Wie gesagt, eine aberwitzige Idee! cheezygrin

Also die Frage: Schon mal über die professionelle Unterstützung durch Literaturagenturen nachgedacht?
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W.Waldner
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Re: Nach hugendubel nun auch keine BOD E Books mehr bei Tha

von W.Waldner (25.06.2013, 17:07)
joevonder hat geschrieben:
Ich habe festgestellt, dass nach hugendubel nun auch die eBooks, von BoD Autoren, bei buch.de und deren angeschlossener Firmen wie Thalia verschwunden sind. Ist schon sehr traurig. :-(


Das hat nichts mit der Qualität der Bücher zu tun, sondern damit, dass die "echten Buchhändler" allesamt anscheinend unter einer Berufskrankheit leiden.

Die mögen nämlich so ungeheuerliche moderne Errungenschaften wie den Vertrieb über das Internet gar nicht und E-Books noch weniger und den Buchdruck ohne richtigen Verlag, also einfach so bei BoD, auch nicht.

Das geht schon damit los, dass man im Internet eine möglichst wenig attraktive Website betreibt. Klein, in einem Kästchenrahmen und möglichst noch nervige Werbung drum herum.

Denn der Buchkäufer soll ja in den Laden kommen und sich vom Buchhändler das Verlagsprogramm der großen Verlage aufschwatzen lassen.

Einzig und allein Amazon ist da anders:

Die führen jedes Buch, sogar wenn sie gar nichts daran verdienen, dann kriegt man es zum kostenlosen Download für den Kindle.

Auch wenn sie ein Buch gar nicht verkaufen können, weil es nicht lieferbar ist, kriegt man das angezeigt und weiß es danach: Nicht erhältlich bis auf unbekannte Zeiten.

Die richtigen Buchhändler können das nicht, die müssen Platz sparen in ihrer Buchdatei und löschen den Datensatz sofort, wenn sich damit kein Geld verdienen lässt.

Und dann kommt das Tollste:

Die "richtigen Buchhändler" sind alle laut am Klagen, weil ihnen die Kunden zu Amazon weglaufen.

Das können die gar nicht verstehen! :lol:
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre

Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat

Der preußische Regierungsagent Karl Marx

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Judith
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Re:

von Judith (25.06.2013, 20:32)
Meine Kleinverlagsjugendbücher sind bei Hugendubel auch nicht in der E-Book-Version zu finden. Trifft also nicht nur BoD.
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (25.06.2013, 20:43)
Einzig und allein Amazon ist da anders:


Nein, es gibt auch andere Online-Händler, die da anders sind. Man muß sich nicht so von Amazon abhängig machen, beziehungsweise diesen Konzern durch eine so rosarote Brille sehen. Da gab es in der letzten Zeit genug Berichte, die einen da einen kritischen Einbilck gewährten.

Ich möchte an dieser Stelle aber ausdrücklich ZeroEnna zur Seite springen: Die Latte ist in der Tat bei Selbstpublizierern nicht so hoch anzulegen, wie bei professionellen Autoren. Auch ich kann mir kein professionelles Lektorat leisten und prüfe meine Bücher mit Hilfe des Duden-Tools und dadurch, daß ich meine Bücher meinen Eltern und Freunden zu lesen und zur Korrektor gebe.

Auf der anderen Seite ist auch die Kritik an Selbstpulizieren nicht aus der Luft gegriffen. Leider sind viele Bücher nicht nur auf der Rechtschreib- und Grammatikseite, sondern auch auf der inhaltliche Seite nicht erfreulich. Dies trifft den Sachbuchbereich genauso wie den Romanbereich. Bei den Sachbüchern gibt es gut recherchierte, sorgfältig geschriebene Sachbücher, aber leider auch gerade im politischen Bereich sehr populistische Bücher, die vor allem Vorurteile und Ressentiments gegen die Politik pflegen, statt sich wirklich sauber mit ihren Themen auseinanderzusetzen. Die Möglichkeit für Scharlatane und Populisten, ihre Thesen in die Welt zu setzen, sind sicher durch das Selbstpublizieren verbessert worden.

Gleichwohl meine ich, daß es mehr Vor- als Nachteile bringt, und die schwarzen Schafe sicher in der Minderheit sind. Vermutlich werden unsere Bücher kritischer gesehen als jene der großen Verlage, aber ich auch schon in diversen Verlagsveröffentlichungen recht heftige Fehler entdeckt.

Also ich finde, daß wir uns nicht ständig selbst schlechtreden sollten. Insbesondere sollte das ehrliche und engagierte Anliegen von Amateuren und Hobby-Autoren nicht kleingedetet werden. Da gibt es sicher auch viele, die gute Bücher schreiben, auch wenn der ein oder andere Fehler durchgegangen sein mag.

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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (25.06.2013, 21:42)
Warum also schicken BoD-Autoren ihre Manuskripte nicht an Agenturen?


Ich kann natürlich nur für mich sprechen.
Meine Antwort: Ich will mein Werk nicht verbiegen lassen... :P

Kleiner Scherz.
Der wirkliche Grund ist, dass ich ein Macher bin, der lieber alles in Eigenregie macht anstatt Arbeiten abzugeben. Nur deshalb habe ich bisher eine Literaturagentur nicht in Erwägung gezogen. Ich hoffe, eines Tages den selben Weg einschlagen zu können wie Anne Plichota und Cendrine Wolf.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (26.06.2013, 07:04)
Richard Bercanay hat geschrieben:
Auch ich kann mir kein professionelles Lektorat leisten und prüfe meine Bücher mit Hilfe des Duden-Tools


Reine Verständnisfrage:
Das geht?

Welches Duden-Tool kann Lektorat?

Oder wird hier "Lektorat" mit "Korrektorat" verwechselt?

Ich verstehe unter Lektorat eine sprachliche, stilistische, vor allem aber inhaltliche Überprüfung eines Textes (an dieser Stelle verweise ich auf das Buch "Bestseller" von Al Zuckerman, wo ausführlich beschrieben wird, wie ein Lektor einen Roman untersucht und Rückmeldungen an den Autor gibt), während ein Korrektorat sich mit Dingen wie Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik befasst. Aber vielleicht habe ich da ein falsches Verständnis ... book:

Beispiele:
Ein Text ist gespickt mit Hilfsverben. Ein Korrektor wird keinen Fehler entdecken, ein Lektor wird den Autor darauf hinweisen, die Hilfsverben durch Vollverben zu ersetzen.

oder

Ein Text enthält Anglizismen und Modewörter, wo ein einfaches Wort angebracht wäre. Der Korrektor lässt das durchgehen, der Lektor nicht.
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Großstadtpoet
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Re:

von Großstadtpoet (26.06.2013, 09:09)
[quote="ZeroEnna"
Müssen die Eier unbedingt Bio-Eier sein oder reichen Eier aus Bodenhaltung?
[/quote]
Das ist egal. Aber die sollten zumindest rund sein. Eier mit vielen Dellen und Rissen wirken nicht gut auf potentielle Käufer (und Verkäufer).

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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (26.06.2013, 10:25)
Naja, ich habe noch keine eckigen Eier gefunden ;) Und ich habe auch nicht vor, der erste zu sein.

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Udo Ehrich
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Re:

von Udo Ehrich (26.06.2013, 11:05)
Bei jpc.de werden die E-Books zwar noch bei den Papierbüchern unten verlinkt, aber wenn man den Link anwählt wird darauf verwiesen, daß die Bücher derzeit nicht erhältlich seien.

http://www.jpc.de/jpcng/ebooks/detail/- ... um/1724139

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hawepe
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Re:

von hawepe (28.06.2013, 09:20)
Hallo ZeroEnna,

ZeroEnna hat geschrieben:
Aber sind fehlerhafte Bücher von bekannten Verlagshäusern eine Berechtigung, selbst schlechte Arbeit abzuliefern?


Selbstverständlich nicht. Ich frage mich nur, warum Indie-Autoren für solche Fehler (in Qualität und Quantität der Fehler) in Grund und Boden gestampft werden, während Verlage damit "durchkommen".


Was heißt, sie würden damit durchkommen? Meinst du wirklich, Bücher wie die von Simone Kaplan wären in klassischen Verlagen denkbar?

Aber eigentlich geht es auch gar nicht um diese Extrema, sondern um die breite Masse an Büchern. Sicherlich könnte bei den klassischen Verlagen da auch noch einiges getan werden, aber unvertretbar viele Fehler finden sich in deren Büchern in der Regel nicht. Bei Selfpublishing-Büchern sieht es damit jedoch sehr viel schlechter aus. Die Fehlerquote liegt bei ihnen um ein Mehrfaches höher.

Hast du dich mal bei einem Verlag beschwert, dass ein Buch zu viele Fehler aufwies? Ich ja. Dass die Fehler schöngeredet wurden, habe ich kein einziges Mal erlebt, sondern es wurde sich für die Hinweise bedankt oder natürlich auch gar nicht geantwortet.

Die Reaktion selbst veröffentlichender Autoren sieht dagegen ganz anders aus. Die Wenigstens schweigen oder bedanken sich, die Meisten reagieren mit mehr oder weniger unhöflichen Beschimpfungen, dass ich mich nicht so haben solle, dass es auf den Inhalt ankomme, dass das Thema wichtig sei usw.


Ich stelle nur die Hypothese auf, dass die BoD-Autoren, die sich selbst für ambitioniert halten, denen die Schuld geben, die eben nicht so ambitioniert sind.


Es gab Zeiten, da wurde hier wild geschimpft, wenn Korrektoren oder Lektoren angeblich oder auch tatsächlich nicht sorgfältig genug gearbeitet haben. Dass sie vielleicht einfach nur nicht ambitioniert genug waren, ging da nicht als Entschuldigung durch.

Zugleich gab es immer wieder die Frage, wie man als Autor die Spreu vom Weizen trennen kann.

Aber trotzdem sollte man die Inhalte eines BoD-Buchs nicht mit den Maßstäben eines Verlagsbuchs messen, auch wenn diese noch so schlecht und fehlerhaft sind.


Lesen als soziale Wohltat also?

Und meinst du wirklich, ein Buchhändler würde Bücher verkaufen, wenn er den Kunden erst einmal sagen muss, dass es sich um ein Hobbyprodukt von möglicherweise minderer Qualität handelt? Würdest du Brötchen bei einem Bäcker kaufen, der sie mit dem Hinweis anbietet, dass sie ein Freund gebacken hat, der eigentlich gar keine Ahnung, aber Lust zum Brötchen Backen hatte?

Aber (und das sage ich jetzt ganz neutral) ich finde es unfair, dass Autoren, die eben nicht das nötige Kleingeld haben, um das Buch professionell lektorieren zu lassen, von den "BoD-Profis" als Sündenbock missbraucht werden.


Dass Autoren, die ihr Handwerk kaum ansatzweise beherrschen, die "Profis" und genauso die Kunden missbrauchen, ist dagegen okay?

Klar ist es scheiße, wenn alle darunter leiden müssen, dass 90% der BoD-Bücher (für die meisten zähle ich garantiert auch dazu, weil ich eben kein Profi bin der solange am Text rumfeilt bis auch das letzte Komma perfekt sitzt) einfach nur grottenschlecht ist. Klar finde ich es auch scheiße, wenn mein Buch wegen solchen Vollpfosten nicht bei Thalia ausgestellt wird.


Eben.

Und wenn ich mir dann die Reaktionen auf meinen Beitrag ansehe frage ich mich immer mehr, welche Autoren überhaupt das Recht haben, Bücher zu veröffentlichen?


Es geht nicht um die Frage nach dem Recht. Dürfen tut jeder. Aber so wie jeder das Recht hat, jedes nicht gegen Gesetze verstoßendes Buch zu veröffentlichen, hat aber auch jeder das Recht, Bücher zu kritisieren.

Dass ich der Meinung bin, dass Kritiken nicht einfach hingehauen werden dürfen, habe ich hier oft genug geschrieben. Aber wenn Autoren Bücher veröffentliche, in denen kaum ein fehlerfreier Satz zu finden ist, sich dann aber über nicht sorgfältig genug verfasste Kritiken beschwerden, ist das für mich nur noch Frechheit.

Damit es keine Missverständnisse gibt, du bist damit auch nicht ansatzweise gemeint.

Wenn Qualität über alles geht....Ich verliere dank solcher Beiträge immer mehr die Lust, überhaupt etwas zu veröffentlichen. Es wird ja doch nicht den Ansprüchen der BoD-Profis genügen und als Beispiel angeführt, warum die kein einziges Buch in den Buchhandel bringen....


Ich denke, du differenzierst zu wenig. Es geht nicht um Bücher, in denen mal der eine oder andere Fehler oder die eine oder andere ungeschickte Formulierung zu finden ist, sondern bei denen, überspitzt formuliert, einfach nichts stimmt.

@hawepe: Ganz nebenbei schätze ich Deine Arbeit für eine bessere Qualität von BoD-Büchern, dein Buch über den Buchsatz steht auch in meinem Regal.


Danke :oops:

Dass man mit Geld automatisch Qualität erlangt, ist eine Mär.


Stimme ich zu, aber es kann ein rostiges Fahrrad wieder fahrtüchtig machen. Es kann einen guten Text zu einem Brillianten machen.


Ein rostiges Fahrrad kann dadurch wieder fahrtüchtig werden und ein guter Text zu einem sehr guten, aber niemals zu einem Brillanten.

Auch wenn ich Korrektorat und Lektorat für unverzichtbar halte, weiß ich natürlich, dass sich nicht jeder die Ausgaben leisten kann oder will. Aber wenn ich lese, dass Autoren nicht einmal den Duden oder Wahrig besitzen und auch nicht den Online-Duden befragen, dann liegt das an vielem, aber nicht am fehlenden Geld.

Beste Grüße

Heinz

okrim354
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Registriert: 20.05.2013, 21:02

Ich bin sauer auf den BoD !!!

von okrim354 (27.08.2013, 19:37)
Auch meine Bücher sind u.a. bei Hugendubel, Thalia, Jokers, Weltbild, Buecher.de, Ciando, Libri, ExLibris.ch (und wahrscheinlich noch einigen Anbietern mehr) verschwunden. Manchmal betrifft dies mein erstes, manchmal mein zweites Buch. Manchmal die Printausgabe und manchmal die Ebook-Version.

Wichtig: Bei allen Anbietern waren sie einmal in beiden Versionen vorrätig!

Nun frage ich Euch: Ich habe 1 Vertrag mit dem BoD abgeschlossen und die garantieren mir für 5 Jahre, dass sie meine Exemplare bei mehr als 1000 Onlineshops anbieten! (Diese Behauptung fand ich schon immer als sehr grossspurig, aber...) Dafür habe ich schliesslich bezahlt.
Sollten nun aber meine Bücher bei fast gar keinem (namhaften) Anbieter auftauchen, wie soll ich dann überhaupt was verkaufen?

Die entscheidene Frage: Verletzt der BoD nicht den bestehenden Vertrag???

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Udo Ehrich
Beiträge: 218
Registriert: 11.02.2012, 12:05

Re:

von Udo Ehrich (27.08.2013, 20:02)
Merkwürdig: Die neuen Veröffentlichungen sind mit E-Book bei buch.de und jpc.de erhältlich. Meine Bücher waren es anfangs auch, bei buch.de sind sie nur als Papier-Bücher erhältlich und die E-Bücher komplett weg. Bei jpc.de sind die E-Books zwar noch verlinkt, aber nicht mehr erhältlich.

Mal sehen, wie lange die neuen E-Bücher bei buch.de und jpc.de erhältlich bleiben.

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