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Claire
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Re:

von Claire (21.03.2008, 20:06)
@ Julia

"Will einer reden über mich und die Meinen,
so gehe er nach Hause und betrachte die Seinen!"


Wohl war! thumbbup Nur manchmal muss man sie dahin "prügeln".

LG Claudia
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Zoba
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Re:

von Zoba (21.03.2008, 20:38)
Hi,

das verlagert sich von der Straße in Städten nur in die Wohnungen. Ich kenne so manchen Wohnblock, da gehts genauso schlimm (wenn nicht schlimmer) zu wie auf dem Dorf. Nur wenn einer eventuell Hilfe bräuchte, schaut man weg.

Ich habe eigentlich immer gern auf dem Dorf gelebt (kenne beides, Megagroßstädte wie Paris, London, Berlin und 150-Seelen-Käffer), allerdings lieber in Frankreich oder Italien, als in Deutschland.

Und ja, genau solche Nummern meine ich, wie die von der 100kg-Lady.
Gruß,

Zoba

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mtg

Re:

von mtg (21.03.2008, 22:47)
Claire hat geschrieben:
Im Englischen gibt es dazu auch eine Redewendung (fällt mir gerade nicht ein).


Keep up with the Jones.

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Judith
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Re:

von Judith (22.03.2008, 00:54)
Ich dachte, ich würde in einem Dorf in Deutschland wohnen. Aber anscheinend nicht, denn ich kenne das von hier nicht in der Form, wie ihr es beschreibt.

In bayerischen Dörfern jedoch habe ich schon erlebt, dass Neid und Missgunst an der Tagesordnung sind. Doch auch da gibt es Unterschiede. Wie auch anderswo.

Grüßle,
Judith
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Claire
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Re:

von Claire (22.03.2008, 09:10)
Genau die meinte ich! thumbbup Danke Matthias!

LG Claudia
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PvO
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Re:

von PvO (22.03.2008, 09:23)
Ich wohne auch in so einem "Kaff" und möchte mit keiner Großstadt tauschen, nie nich im Leben

Laura
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Re:

von Laura (22.03.2008, 12:18)
PvO hat geschrieben:
Ich wohne auch in so einem "Kaff" und möchte mit keiner Großstadt tauschen, nie nich im Leben
Na ja, irgendjemand muss sich in solchen Dörfern ja wohlfühlen, sonst wären ja schon alle in die Großstadt gezogen.

Wobei es hier ja auch nicht um die Diskussion Großstadt kontra Dorf - wo lebt es sich besser, geht sondern um Neid und Missgunst.
Vor einigen Monaten gab es mal eine Fernsehsendung zum Thema "Deutsche Neidkultur", die habe ich leider verpasst, aber der Titel sagt ja schon was aus über die Mentalität hierzulande.

Ich denke auch, dass an der Blockwartmentalität was dran ist und an der Meinung des von Zoba erwähnten französischen Bekannten. Denn um das 3. Reich so aufzuziehen, dass es so viele Opfer fordern konnte, braucht es Bürokratismus und "aufmerksame" Nachbarn. Gruß Laura

mtg

Re:

von mtg (22.03.2008, 12:24)
Ich wohne zwar in einer sog. Großstadt, aber mein Kiez ist wie ein - im positiven Sinne - gut funktionierendes Dorf. Hier habe ich Neid oder Missgunst in der beschriebenen Form noch nie erlebt und - ehrlich gesagt - passt so etwas auch gar nicht hier hin.

Letztlich reagiert die Umwelt aber immer als Antwort auf die eigenen Aktionen. Deshalb sind viele Lamentos fehl am Platze, weil derjenige, der sich darüber beklagt, oft genug selbst den Stein ins Rollen gebracht hat.

Ich finde es unerträglich, dass sich so viele Menschen (auch hier) über "die Anderen" beschweren, aber selbst nicht zu einer Verbesserung beitragen können /wollen ... Denn: Wenn es woanders wirklich besser ist - warum fängt dann keiner an, die ihm/ihr offensichtlich bekannten "besseren" Umstände in unsere ach so schlechte Gesellschaft zu übertragen? Kommt mir jetzt aber nicht mit "Ach - der Einzelne kann ja eh nichts ausrichten..." und ähnlichem Gesülze.

Insofern sind viele der Lamentos für mich absolut unqualifiziert.

Matthias

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Judith
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Re:

von Judith (22.03.2008, 12:28)
Mich erstaunt auch immer wieder, wen Deutsche über "die Deutschen" schimpfen. Nicht über "wir Deutsche". :shock::

Grüßle,
Judith
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Zoba
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Re:

von Zoba (22.03.2008, 12:33)
Hi,

@Judith: knapp 10.000 EW sind ja nun nicht wirklich mit "Kaff/Dorf" gleichzusetzen, das ist per definitionem eine Kleinstadt. cheezygrin

Die Ausprägungen mögen unterschiedlich sein, aber ich hab 's sowohl in Norddeutschland, wie in der Mitte, als auch im Süden zur Genüge erlebt.

Ausgeprägt ist er hierzulande jedenfalls deutlich, ich denke die Werte sind zwischenzeitlich noch gestiegen:

http://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2003_07_04_neidgesellschaft.html
Gruß,



Zoba



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Judith
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Re:

von Judith (22.03.2008, 12:34)
Zoba, ich wohne in einem Dorf mit 700 Einwohnern, davor in einem mit 1.050 Einwohnern.

Grüßle,
Judith
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Zoba
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Re:

von Zoba (22.03.2008, 13:06)
Hi nochmal Judith,

ich fühle mich nicht als "Deutsche", das steht nur im Personalausweis.

Es ist mir schon immer äußerst schwer gefallen, mich mit einem Land zu identifizieren, das einen Großteil meiner Familie vernichtete und dessen Mentalität der meinen ziemlich diamentral entgegengesetzt ist. Am wohlsten fühlte ich mich bisher in Irland, Frankreich und dem südlichen Eurasien.

Wirgefühl in Deutschland? An dem fehlt es mir zumindest völlig und ich sehe auch - abseits des "Wir sind Papst" und "Wir sind (Beinahe-)Fußballweltmeister" - wenig davon bei anderen. Wenn ein "wir" irgendwo auftaucht, dann hats regelmäßig eher ein sehr häßliches Gesicht. In etwa Wir Deutsche vs. Die Polacken oder Wir Deutsche vs. Die Türken.

Verbessern? Ganz ehrlich, ich bin nicht Herkules und sehe mich nicht in der Lage den Augiasstall ausmisten zu können. Da scheitern - stetig und immer wieder - ganz andere dran. Mentalitäten krempelt man nicht so einfach um, vor allem dann nicht wenn die Zeitläufte in die entgegengesetzte Richtung deuten. Ich bin auch keine Heilige, die sich selbst an einer unlösbaren Aufgabe aufreiben möchte, um irgendeine Seligsprechung zu erreichen. Mir reichen die Erfahrungen mit einigen wohlmeinenden Vereinen völlig aus, das ist dann zum Regen noch die Traufe, so ziemlich das Gegenteil dessen, was (vordergründig) erreicht werden soll.

In irgendeinem Zeit- oder Spiegelforum gabs mal eine Diskussion ums Auswandern. Witzig war, daß neben der fehlenden Arbeit mit weit höherer Zahl als Auswanderungsgrund ebendiese Neid- und Mißgunstgesellschaft genannt wurde. Und den zweiten Rang, auch noch vor der mangelnden Arbeit, wurde die Reglementierung genannt.

Ich habe übrigens noch ein "nettes" Beispiel, ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber fährt mir immer noch wie ein Hammer ins Gedärm: ein Freund von mir bezog längere Zeit Sozialhilfe. Er wohnte damals auf dem Land, der zuständige Beamte machte absolut sicher, daß jeder Nachbar Bescheid weiß (er rief an und erkundigte sich über meinen Bekannten). Ihm wurde plötzlich ein Großteil seiner Sozialhilfe aberkannt. Es stellte sich heraus, daß ihn sage und schreibe vier Nachbarn beim Amt angeschwärzt hatten, weil seine Vermieterin ihm mehrfach überzähliges Gemüse ins Haus brachte.

Was soll man da noch sagen oder machen? Da geht nix mehr. Das ist einfach nur noch widerlich. Warum sollte man sich mit derart ekelhaften Menschen auch noch irgendwie aufklärend beschäftigen? Die werden sich nicht ändern, das kommt aus deren tiefster Mentalität heraus, da verschleudert man seine Lebenszeit mit.
Gruß,



Zoba



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"In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat." - Carl von Ossietzky

mtg

Re:

von mtg (22.03.2008, 13:34)
Zoba hat geschrieben:
ich fühle mich nicht als "Deutsche", das steht nur im Personalausweis.

So kann - mit Verlaub - auch kein "Wir"-Gefühl aufkommen ... und da wunderst Du Dich????? :shock::
Zitat: "Wirgefühl in Deutschland? An dem fehlt es mir zumindest völlig..."

Es ist mir schon immer äußerst schwer gefallen, mich mit einem Land zu identifizieren, das einen Großteil meiner Familie vernichtete...

Das kann ich gut verstehen, aber es zwingt Dich niemand dazu, Dich mit diesem Land zu identifizieren. Mach nicht andere dafür verantwortlich, dass Du die Entscheidung getroffen hast, die deutsche Staatsbürgerschaft zu behalten und in diesem Lande zu leben. Übrigens - nur am Rande: Das Schicksal Deiner Familie ist nicht das einzige, das an unglaublichem und nicht wieder gut zu machendem Unrecht in diesem Lande passiert ist. Aber es gibt genügend Beispiele, in denen die Nachkommen eben solcher Familienschicksale konstruktiv und produktiv an die Neugestaltung gegangen sind. Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass in Deinem oben zitierten Satz unterschwellig so etwas wie Revanchismus und Sippenhaft mitschwingt ... ob das wirklich hilfreich sein kann?

... und dessen Mentalität der meinen ziemlich diamentral entgegengesetzt ist. Am wohlsten fühlte ich mich bisher in Irland, Frankreich und dem südlichen Eurasien.

Es soll Menschen geben, die aus genau diesem Gefühl heraus Konsequenzen gezogen haben. Aber Deine Formulierung klingt mir doch ein wenig sehr nach dem mit Wonne genossenen Bad im eigenen Selbstmitleid...

Verbessern? Ganz ehrlich, ich bin nicht Herkules und sehe mich nicht in der Lage den Augiasstall ausmisten zu können. Da scheitern - stetig und immer wieder - ganz andere dran.

Wenn andere daran scheitern, brauche ich ja gar nicht erst anzufangen... Das ist natürlich eine prima Position... thumbbup

Ich bin auch keine Heilige, die sich selbst an einer unlösbaren Aufgabe aufreiben möchte, um irgendeine Seligsprechung zu erreichen.

No comment. Eine dümmere Aussage habe ich noch nie gehört. Es geht bei Verbesserungen einer Situation nicht darum, ob jemand dafür selig gesprochen wird, sondern - qua Ausdruck - dass sich die Situation verbessert.

Was soll man da noch sagen oder machen? Da geht nix mehr. Das ist einfach nur noch widerlich. Warum sollte man sich mit derart ekelhaften Menschen auch noch irgendwie aufklärend beschäftigen? Die werden sich nicht ändern, das kommt aus deren tiefster Mentalität heraus, da verschleudert man seine Lebenszeit mit.

Ich habe zwar - im Gegensatz zu Dir - jetzt kein passendes Wikipedia, ekd oder irgend-ein-blog.de - Zitat zur Hand, sondern nur eine eigene Meinung - aber ich bin mir sicher, dass in diesem Land (und sicherlich nicht nur hier) wesentlich mehr "Lebenszeit" damit verschleudert wird, dass über die ach so schreckliche Situation lamentiert wird, ohne auch nur den Versuch zu starten, eine Verbesserung - und sei sie nur klitzeklein - zu erreichen.

Ich liebe die Theoretiker, die ihre Hörer oder Leser bei jeder passenden und unpassenden Stelle mit Zitaten aus dem "kleinen Prinz" (ja - das mit dem Herzen gut sehen) oder von Erich Kästner ("Es gibt nichts Gutes, außer man tut es") oder anderen tiefenpsychologischen Ergüssen (Lieblingszitat: "Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt") vergewaltigen, aber - wenn es um den zitierten ersten Schritt geht - sich als fußkrank abmelden.

Diese ganze Diskussion ist zum K...en, solange jeder alles besser weiß, aber keiner Verantwortung übernehmen will.

Dies ist mein Beitrag zum Osterfest.

Matthias

julia07
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Re:

von julia07 (22.03.2008, 13:38)
Sag mal Zoba,
warum bist du nur derart negativ eingestellt?

Das ist ja langsam unerträglich, wie du hier rumjammerst. Wenn mich ein Land oder dessen Bewohner so sehr anwidern würde, wie wir Gerne-Deutschen dich, dann würde ich lieber gestern als heute abhauen.

Was auch immer du hierauf antwortest, ich gebe gleich bekannt, dass ich darauf nicht antworten werde, denn mir hängt diese Hetze zum Hals raus.

Gruß,
Julia

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (22.03.2008, 13:42)
Allerdings ist auch das Klageverhalten der Deutschen beispielhaft für ihre Lebenseinstellung. Einerseits sich alle Freiheiten rausnehmen, anderseits aber nach der Obrigkeit schreien und Klage erheben, sobald es gegen die eigene Nase geht.

Wir sind leider ein Volk von Korinthenkackern und Kleingeistern. Wenn schon ein Haltverbot an der straße, dann bitte vor dem eigenen Haus, wenn es darum geht, das andere nicht parken dürfen. Aber selbst will man natürlich eine Ausnahmegenehmigung. Schließlich hat man Rechte.

Dieses Volk wird noch irgendwann an seinem Neid, seiner Rechthaberei und seiner dreisten Arroganz und seinem Eroberertum im Ausland ersticken. Oder einfach von der Landkarte gewischt.

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