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chiquitita
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Re:

von chiquitita (05.03.2008, 18:52)
ich will ja jetzt keine neue Diskussion über die Qualität von Büchern anstoßen, aber ich bin gestern abend durch Zufall bei Amazon auf deren derzeitige No. 1 gestoßen (Feuchtgebiete von Charlotte Roche). Schaut Euch mal die Rezensionen an. Ich frage mich tatsächlich muss man alles drucken, was einem so im verquerten Hirn herumspukt? Wenn ich solche Dinge lese und den Erfolg bedenke, den diese "Dame" hat, möchte ich meinen Bleistift in die Ecke werfen, den Computer gleich hinterher und nie wieder ein Wort schreiben.
Eine total verwirrte Uschi

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Zoba
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Re:

von Zoba (05.03.2008, 19:01)
Hi Uschi,

cheezygrin cheezygrin cheezygrin

In Zeiten in denen BDSM in der Mitte der Gesellschaft angekommen´ist und Schwule/Lesben schon lange etabliert sind, in den positiv urteilende Filme über Pornokings gedreht werden und Gewalt oder Sex an sich keinen mehr hinterm Ofen hervorlockt, muß man sich halt bei den Tabubrüchen schwer anstrengen, um noch etwas zustande zu bringen, das allgemeine Aufmerksamkeit erregt.

So einfach.
Gruß,

Zoba

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Claire
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Re:

von Claire (05.03.2008, 19:59)
Seshmosis meint:

Güzelses ist anscheinend "natur pur schräg" und wirklich so.


Sorry, aber hier konnte ich mir ein Lachen nicht mehr verkneifen. :lol:
Wir "armen Schweine" machen uns hier 'nen Kopf um unseren Ruf und das Buch wird wahrscheinlich der Renner, eben weil es und sie so schräg sind. Mir wird gerade ganz anders!

LG Claudia
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SandraR
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Re:

von SandraR (05.03.2008, 20:46)
Seshmosis hat geschrieben:
http://www.bod.de/index.php?id=296&auto_id=140165
dort findet man die BoD-Autorin Askim Güzelses.

Güzelses ist anscheinend "natur pur schräg" und wirklich so. Leider.
Telefon hat die Dame trotzdem keines dozey: uebrigens die Dame ist Erzieherin :? also ich tue mich schwer zu Glauben.......tja und Uschi die Feuchtgebiete haben mir auch schon zu denken gegeben :roll: . Die Menschheit scheint wirklich immer wie duemmer zu werden und Guezelses werden dann noch ein Seller schreiben :roll:
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Nom
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Re:

von Nom (05.03.2008, 21:27)
Lach. Lach. Lach. Hihihi. Ihr seid einfach zu köstlich.

Aber ich muss euch leider mitteilen, dass ich ein Buch gefunden habe, das mich schier umgeworfen hat, weil unglaublich schlecht geschrieben. Da ist diese Zeilenpupserei (mir fällt partout kein anderes Wort ein :? ) von Askim harmlos.
Die Schreiberein dankt am Ende "meinem Lektor". Da sie ihn nicht namentlich aufführt, bin ich der festen Überzeugung, dass es sich um den Herrn Word Rechtschreibprüfung, vorletzte Version, handeln muss. Anders kann es gar nicht sein. So einen Lektor, der von vorn bis hinten so versagt, kann es einfach nicht geben.
Das Buch heißt Wüstenlied und ist von Senait G. Mehari geschrieben. Ich zweifle ihre Geschichte nicht an, aber sie schreibt so unmöglich, dass man sich als Vielleser nach kürzester Zeit auf die Stilhämmer, die unrichtigen Zeiten und Selbstdarstellungen konzentriert.
Leider ist es mir nicht möglich, euch Beispiele zu bringen, da ich nicht die Hälfte des Buches, nämlich über 150 Seiten abtippen will.

Also. Nur kein Gedrängle, Frau Askim. Bis Sie so schlecht sind, müssen Sie noch gewaltig üben!

cheezygrin

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kante
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Re:

von kante (07.03.2008, 00:25)
Mal ganz duemmlich gefragt:
Natuerlich gibt es kein Qualitaetssiegel oder aehnliches - und einen Lektor, der Buecher aussiebt will man auch nicht unbedingt haben. Einen Verlag zu finden, ist andererseits auch schwer.

Was mir gerade im Kopf herumspukt: Was waere denn, wenn eine (dann doch wohl groessere) Gruppe von Leuten, so etwas wie einen eigenen "Verlag" gruendet. Nicht kommerziell ausgerichtet, sondern eher als besagten Filter: Da durch BoD und den Verzicht auf eine kommerzielle Ausrichtung kaum wirkliche Kosten entstehen und auch kein Gewinn angestrebt wird, koennen Manuskripte, die (z.B. von den Mitgliedern hier) fuer Lesenswert erachtet werden, durch den Verlag veroeffentlicht und durch BoD gedruckt werden - somit waere der Verlag quasi so etwas die die BoD Edition, nur von Autoren fuer Autoren. Die Vermarktung des Buches liegt dann wieder beim Autor selbst.

Ich weiss nicht ob das umsetzbar oder wuenschenswert waere, aber so spontan nachgedacht (ich bin gerade auf Arbeit und hab nicht wirklich viel Zeit um mich mit "Hirngespinsten" zu beschaeftigen gerade cheezygrin) haette das zwei grosse Vorteile:

1) Eine Art Qualitaetsfilter - "ungeeignete" Buecher koennen immer noch ueber BoD, aber halt nicht durch den "Verlag" veroeffentlicht werden
2) Die BoD Vorurteile bei Buchhaendlern koennten sich mindern lassen, da eben nicht mehr BoD als Verlag erscheint.

Ist das zu einfach gedacht?

Gruss, Mike

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SandraR
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Re:

von SandraR (07.03.2008, 06:38)
Mike, es ist nicht zu einfach, es gibt ja Buchreihen (z.B. uns:)))die dank BoD existieren cheezygrin . Tatsaechlich ist BoD eine Chance fuer kleine Verlage oder Buchreihen sich vor dem Mainstream von Feuchtgebieten jeder Art abzugrenzen cheezygrin .
BoD machts also tatsaechlich moeglich.
Sandra
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hawepe
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Re:

von hawepe (07.03.2008, 08:00)
Hallo Mike,

kante hat geschrieben:
Was mir gerade im Kopf herumspukt: Was waere denn, wenn eine (dann doch wohl groessere) Gruppe von Leuten, so etwas wie einen eigenen "Verlag" gruendet. Nicht kommerziell ausgerichtet, sondern eher als besagten Filter: Da durch BoD und den Verzicht auf eine kommerzielle Ausrichtung kaum wirkliche Kosten entstehen und auch kein Gewinn angestrebt wird, koennen Manuskripte, die (z.B. von den Mitgliedern hier) fuer Lesenswert erachtet werden, durch den Verlag veroeffentlicht und durch BoD gedruckt werden - somit waere der Verlag quasi so etwas die die BoD Edition, nur von Autoren fuer Autoren. Die Vermarktung des Buches liegt dann wieder beim Autor selbst.


Im Prinzip geht dies in die Richtung, die ich am Beispiel des Labels Reise Know How zu erklaeren versucht habe.

Die Tuecke des Objekts steckt natuerlich im Detail:

Wer definiert, was lesenswert ist? Reicht es, dass ein Manuskript jemandem gefaellt? Muessen bestimmte objektive Kriterien erfuellt sein? Wie und von wem werden diese Kriterien entwickelt?

Wer kann und will es sich leisten, sich ehrenamtlich durch eine mehr oder weniger grosse Zahl von Manuskripten durchzuarbeiten, sie zu bewerten und sein Urteil zu formulieren?

Wer gruendet einen Verlag mit allen seinen rechtlichen und finanziellen Folgen?

Ich weiss nicht ob das umsetzbar oder wuenschenswert waere,


Ich war viele Jahre Mitglied im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt und habe mich da auch wiederholt als Mitherausgeber speziell in der Fischer-Taschenbuch-Reihe beteiligt.

Da Genre und Themen wechselten, mussten wir auch immer wieder Kriterien entwickeln, anhand derer wir Texte beruecksichtigten oder ablehnten. Ohne sehr, sehr viel Idealismus waere das niemals moeglich gewesen. Obwohl ich seitdem noch in etlichen anderen Organisationen taetig war, bin ich nie wieder auf ein aehnliches ehrenamtliches Engagement gestossen.

2) Die BoD Vorurteile bei Buchhaendlern koennten sich mindern lassen, da eben nicht mehr BoD als Verlag erscheint.


Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen, dass BoD weiterhin als Verlag erscheint, es muss fuer den Buchhandel nur deutlich werden, dass bestimmte Titel einen klar definierten Mindeststandard erreichen. Genaugenommen muessten diese Kriterien ueberhaupt nicht an BoD gebunden werden.

Beste Gruesse,

Heinz.

Weasel

Re:

von Weasel (07.03.2008, 09:00)
Wer gruendet einen Verlag mit allen seinen rechtlichen und finanziellen Folgen?


Wie wärs mit dir? cheezygrin

Dann wäre ich auch dabei!

Gruß Weasel

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Claire
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Re:

von Claire (07.03.2008, 09:12)
Heinz schreibt:

Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen, dass BoD weiterhin als Verlag erscheint, es muss fuer den Buchhandel nur deutlich werden, dass bestimmte Titel einen klar definierten Mindeststandard erreichen.


Prinzipiell stimme ich dem zu. Die Frage ist nur, wie man so etwas umsetzen kann. Wo setzt man bei den Mindestkriterien an und wo hört man auf?

LG Claudia
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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (07.03.2008, 10:51)
Ich denke, man braucht das gar nicht so hoch aufhängen,
es wäre doch schon eine Möglichkeit,
wenn das fertige Manuskript durch zwei, drei Lesehände (aus dem Forum z.B. ) mit Korrektur gehen würde,
dann könnte es daraufhin überarbeitet werden und der einzelne ginge etwas zuversichtlicher in den Druck.

[Ich habe einen Kreis von Leuten, die die Geschichten auf Sinn und Fehler lesen,
danach kommen sie zur Schriftsetzerin, die dann noch mal jedes Wort umdreht (auf Orthographie und Sinn)]

dieser nicht kostenfreie Teil muß ja nicht sein, wenn man den ersten Schritt mit etwas härteren Leuten durchführt,...

wie schon an anderer Stelle erwähnt muß man dafür aber sich genügend von seinem Baby abgenabelt haben, denn die Kritik ist zwar immer konstruktiv, aber man muß sie auch annehmen können.

Gruß Birgit

hwg
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Re:

von hwg (07.03.2008, 11:03)
Die Idee, einen Verlag mit eigenem Namen zu gründen und die Bücher dann bei BoD Norderstedt produzieren zu lassen (BoD Norderstedt scheint dann lediglich als Druckunternehmen auf), haben ja schon mehrere Leute in die Tat umgesetzt.

Allerdings erfährt man von diesen Eigen- bzw. Kleinverlagen selten etwas über Verkaufszahlen ihrer Bücher. Und wenn sich an einem, wie hier vorgeschlagen, noch zu gründenden Verlag die künftigen Autoren wieder an den Kosten beteiligen müssten, wäre das Unternehmen nichts anderes als ein zusätzliches Druckkostenzuschussunternehmen.

Da kann man als Autor ja doch gleich entweder bei BoD bleiben oder sich weiterhin auf Suche nach einem "richtigen" Verlag begeben.

Oder sehe ich da etwas gänzlich falsch?

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hawepe
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Re:

von hawepe (07.03.2008, 22:11)
Hallo Hans,

hwg (Moderator) hat geschrieben:
Oder sehe ich da etwas gänzlich falsch?


Ja.

Zumindest mir geht es nicht um einen Verlag, sondern um ein vorzeigbares Qualitaetslabel.

Ich versuche mal ein Gespraech zu rekonstruieren, das ich vor ueber 20 Jahren mit Peter Rump ueber die von ihm kreierte Marke Reise Know How fuehrte. Anlass war der Boom an Globetrotter-Reisefuehrern, der natuerlich auch viele Trittbettfahrer ermunterte. Gemeinsam mit anderen Kleinverlegern entwickelte er deshalb dieses Label, das nur Buecher tragen durften, die bestimmten Kriterien entsprachen. Gerichtet war es gleichermassen an den Handel wie an die Gruppe der potentiellen Globetrotter.

Bereits eine knappe Handvoll Verlage unter einen Hut zu bringen, war nicht einfach. Und das, obwohl das Genre sehr leicht zu beschreiben ist.

Wie sich solche Ueberlegungen im Book on Demand umsetzen lassen koennten, ist mir deshalb auch noch voellig schleierhaft. Aber ich kann auch voellig verkehrt liegen.

Beste Gruesse,

Heinz.

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kante
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Re:

von kante (08.03.2008, 00:58)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Und wenn sich an einem, wie hier vorgeschlagen, noch zu gründenden Verlag die künftigen Autoren wieder an den Kosten beteiligen müssten, wäre das Unternehmen nichts anderes als ein zusätzliches Druckkostenzuschussunternehmen.

Da kann man als Autor ja doch gleich entweder bei BoD bleiben oder sich weiterhin auf Suche nach einem "richtigen" Verlag begeben.

Oder sehe ich da etwas gänzlich falsch?


Nunja, die Idee die ich habe, ist ja weniger ein Verlag als ein "Qualitaetslabel". Und ein Druckkostenzuschussunternehmen waers ja insodern nicht, da es nicht kommerziell aufgezogen werden sollte. Nur ein Gedankenspiel: Ein Manuskript geht durch diverse Haende hier im Forum und nachdem die Mehrheit das OK gibt, wird halt das Verlagslabel draufgepappt und im Auftrag bei BoD gedruckt. Das Label waere auf keine Zielgruppe ausgerichtet, sondern garantiert lediglich einen gewissen Standard, da solche Buecher wie die des OP nicht dessen Label tragen wuerden.

Kostenmaessig machts keinen Unterschied, da die Buecher ja immer noch nur on demand gedruckt werden. Ob ein Autor nur BoD Classic waehlt und die Buecher nur ueber Amazon verkauft, oder ob ein Autor direkt 1000 Autorenexemplare bestellt - diese Entscheidung bleibt ja immer noch beim Autor.

Ob und wie das umzusetzen waere - keine Ahnung, da bin ich ganz ehrlich. Ich frage mich nur, ob die Idee an sich es ueberhaupt wert waere, sich den ganzen daraus entstehenden Aufwand anzutun.

Mike

hwg
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Re:

von hwg (08.03.2008, 05:17)
Danke Euch für die Aufklärung. Da habe ich das Anliegen wohl total missverstanden. Die Idee mit dem "Qualitätslabel" ist eine gute, bei der Manuskripte-Auswahl würde ich in diesem Fall, wenn gewünscht, mitmachen.

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