Persönlicher Weblog, bloggen als die ideale Werbung?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


hwg
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Re:

von hwg (24.02.2008, 13:39)
Habe meinen Namen "gegoogelt" und mich über den (das) Blog von mir gewundert. Da im Profil und in etlichen inzwischen gelöschten Beiträgen nicht nur falsche, sondern auch ehrenrührige Behauptungen aufscheinen bzw. aufgeschienen sind, habe ich bei unserer Polizeiinspektion eine Sachverhaltsdarstellung abgegeben.

Es besteht ein Verdacht gegen einen offenbar geistig labilen Mann, der vor Monaten auf Empfehlung eines Bekannten hin eine Reparatur an meinem PC durchgeführt und den Rechner dabei ruiniert hat. Damals habe ich noch nicht gewusst, dass dieser Mann schon mehrmals wegen seines Geisteszustandes polizeiauffällig geworden ist. Auch aus anderen Gründen laufen gegen ihn Anzeigen. Offenbar ist der Verursacher jedoch nicht strafmündig.

Versailles
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Re:

von Versailles (24.02.2008, 13:49)
nicht strafmündig? Das heisst, der darf tun und lassen, was er will, solange er niemandem "ernsthaft" schadet? dozey:

Ich erinnere mich mit Grauen an den Mörder in dem Roman "Die Chemie des Todes" (Beckett)
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Laura
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Re:

von Laura (24.02.2008, 17:03)
Ich wundere mich sowieso, dass heutzutage jeder sein Bild ins Internet setzt und damit dem Missbrauch Tür und Tor öffnet.
Natürlich kann der eigene Name auch ohne Bild missbraucht werden, aber der Missbrauch von Bildern ist doch ein Leichtes. Gruß Laura

julia07
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Re:

von julia07 (24.02.2008, 17:05)
Naja, nachdem ich nicht so aussehe wie Pamela Anderson oder Dolly Dollar, sehe ich für mich da keine übergroße Gefahr cheezygrin

hwg
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Re:

von hwg (24.02.2008, 17:14)
Bin ja selber überrascht gewesen, als ich Fotos von mir in mehreren Suchmaschinen entdeckt habe. Die Technik ist mir ohnehin schon längst über den "Kopf" gewachsen. Warum sollte es beim Internet anders sein?
Und mit Idioten (wie meinem Blog-"Doppelgänger") muss man eben auch zu leben lernen.... :lol: Inzwischen nehm' ich's ohnehin mit (Galgen-)Humor. cheezygrin

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julia-viola
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Re: Persönlicher Weblog, bloggen als die ideale Werbung?

von julia-viola (24.02.2008, 18:01)
Klärus hat geschrieben:

Meine ist übrigens neu gestaltet!!!! Danke für die schonungslosen Tips.


Ist dir sehr gut gelungen, finde ich! Gratuliere!
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Judith
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Re:

von Judith (24.02.2008, 21:51)
Amalia, du hast mich ertappt. :lol: Ich habe für Lissy einen Blog, aber selbst gebastelt (eine HP in Tagebuchform) und mit Passwort versehen. Zwar kann man über mich übers Internet fast alles erfahren, incl. Schuhgröße, und ich habe damit (Laura, trotz Bild) gute Erfahrungen gemacht. Aber was ich am Sonntagnachmittag um vier mit wem unternehme, das muss nicht immer jeder wissen. :wink:

Grüßle,
Judith
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thomas
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Re:

von thomas (24.02.2008, 21:56)
ich hab mit dem bloggen begonnen, nachdem ich von holm friebe und sascha lobo "wir nennen es arbeit" gelesen hatte. das buch kann ich - auch unabhängig von weblogs - jedem sehr empfehlen, denn es gibt einen ausblick auf die technische entwicklung, die uns möglicherweise bevorsteht, fast ein bischen "1984" mäßig, auch wenn es ein sachbuch ist. wer wissen will, was bei mir dabei herausgekommen ist: http://playlist-magazine.blogspot.com/

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (25.02.2008, 07:09)
Ich blogge seit nun bereits im vierten Jahr. Das Bloggen ist für mich eine Art Mischung aus Tagebuch, Kolumne und Ideentest. Das Feedback meiner Kommentatoren führt zur Selbstkritik und ich stelle mich mit so manchen Einfällen der breiten Öffentlichkeit.

Was mir beim Bloggen auffällt, daß mich das schnelle Schreiben kurzer Beiträge beim Schreiben meiner Kurzgeschichten blockiert. Ich schreibe anders und daher weniger das, was in Geld umgewandelt werden kann. Allerdings verweigere ich konsequent Fremdwerbung im Blog, weil mich Blogs mit Werbebanner hier und Google-Anzeigen dort mächtig annerven.

Mein "Übernächtliches" ist im Blog entstanden. Ich schrieb irgendwann in der Nacht die erste Geschichte und das Feedback war berauschend. Es folgten in kurzer Folge und dann täglich neue Kurzgeschichten zur festgesetzten Zeit. Irgendwann habe ich sie alle in einer Word-Datei zusammen gefasst und feststellen können, daß ja *hups* ein Buch draus geworden ist. Und so entstand eben das Buch, daß auch noch heute mehr über meine Webseiten, als im Buchhandel verkauft wird.

Der Blog ist für mich mit seinen durchschnittlich zur Zeit rund 2.900 Besuchern täglich die beste Werbeplattform, die ich habe. Allerdings würde ich nicht bloggen, um damit ein Buch nach oben zu bringen. Dazu hätte ich zu wenig mitzuteilen.

Was die Aussage "Links sind out - Bloggen ist in" angeht, so grinse ich mächtig breit. Blogs erhalten ihre Besucher über Links, wie andere Webseiten auch. Blogs sind nur eben neben den statischen Links auch noch dynamisch innerhalb ihrer Anbieterebene oder eben in den Beiträgen verlinkt. Und letztlich sollte derjenige, das wurde hier schon richtig erwähnt, der bloggt, auch Zeit und Ideen dazu haben. Denn ein Blog, der nicht mindestens täglich etwas von sich gibt, verschwindet sehr schnell in der Landschaft aller verwaisten Webseiten.

Klärus

Re:

von Klärus (25.02.2008, 11:27)
Halleluja, so viel Resonanz.
Ehrlich gesagt, als ich mir den Blog der „kompetenten“ Autorin angeschaut habe, tränten recht schnell meine Augen vor lauter schauen, um was es denn da geht. War recht verwirrend. Da ist wirklich so viel drin an individuellen Gedankenblitzen, die im Moment mit mir überhaupt nichts zu tun haben. Und da reinarbeiten möchte ich mich nicht. Das ist wirklich ein Medium, das stets bearbeitet sein will. Da ist die HP schon angenehmer. Die kann man einfach mal so stehen lassen.
„Kompetent“ in Anführungsstrichen deswegen, weil die Frau mit Bestimmtheit, angereichert mit einer Portion Aggressivität ihr Wissen präsentiert, dass ich sie einfach schmunzelnd für „kompetent“ in Anführungsstrichlein rübergebracht habe. :wink: Verrate aber nicht den Blog cheezygrin , da ich diese Frau wertschätze, obwohl ich sie nicht kenne. Liebe Amalia, wir alle sind auf unsere Weise kompetent. Ob wir das für jemanden anderen sind, entscheidet seine Art der Wahrnehmung durch eine bereits entstandene Norm. Ich selbst habe schon viele Leute erlebt, die sich für kompetent hielten. Das halt auf ihrem Stand des Bewusstseins. Andere haben vielleicht schon ein anderes Bewusstsein.
Übrigens, es gibt hier im Forum auch viele „kompetente“ Autoren. blink3
Dank an alle Schonungslosen und an all die, welche meine HP jetzt besser finden. Danke Julia, Judith, Laura.
Ich möchte mich aber nicht mit fremden Federn schmücken, denn ich habe fremde Hilfe in Anspruch genommen. Mea Culpa! Jemand der`s halt kann. Jemand „kompetentes“. Ich habe zwar zahllose Stunden Lebenszeit benutzt, aber sicherlich in dieser Zeit auch etwas gelernt, z.B. wähnte ich mich kompetent im Homepage erstellen und bin eines Besseren belehrt worden. Das Leben ist immer in Bewegung.
Das was du, lieber hwg erlebt hast, ist natürlich heftiger Missbrauch. Das ist halt das Risiko welches wir mit unserer gläsernen Internetpräsens eingehen. Und du, Laura, hast deswegen kein Bild im Forum.
Grüße an euch alle
Klärus

Laura
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Re:

von Laura (25.02.2008, 11:34)
Judith hat geschrieben:
Zwar kann man über mich übers Internet fast alles erfahren, incl. Schuhgröße, und ich habe damit (Laura, trotz Bild) gute Erfahrungen gemacht. . :wink:

Grüßle,
Judith


Genau das meine ich: Jeder kann sich übers Internet über jeden informieren, das hasse ich, deswegen gebe ich nur sehr dosiert Informationen preis. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat man hierzulande den Datenschutz sehr ernst genommen, das ist weitgehend verloren gegangen, und darin sehe ich eine Gefahr. Gruß Laura

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Judith
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Re:

von Judith (25.02.2008, 12:01)
Hallo Laura,

ich kann dich sehr gut verstehen. Jeder muss für sich überlegen, was er preisgeben will. Ich habe auch schon von Leuten, die sich anonym glaubten und viel Mist im Internet bauten, mit ein wenig Recherche die Wohnungsadresse herausgefunden. :twisted:

Bisher hatte ich Glück. Einen einzigen blöden Anruf auf meinen AB (und das war einer von o.g.), ansonsten eher Postkarten und Weihnachtspäckchen. :D

Foren (wie dieses) sind übrigens besonders "gefährlich", da sie in Suchmaschinen schnell gefunden werden. Was man hier schreibt weiß schnell alle Welt.

Grüßle,
Judith
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hawepe
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Re:

von hawepe (25.02.2008, 14:06)
Hallo Laura,

Laura hat geschrieben:
Jeder kann sich übers Internet über jeden informieren, das hasse ich, deswegen gebe ich nur sehr dosiert Informationen preis. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat man hierzulande den Datenschutz sehr ernst genommen, das ist weitgehend verloren gegangen, und darin sehe ich eine Gefahr.


So pauschal trifft deine Aussage natuerlich zu. Ich finde es auch immer wieder erstaunlich, wie bereitwillig viele Menschen ganz persoenliche Daten herausruecken.

Aber immer mehr Menschen verdienen eben ueber das Internet auch ihr Geld (bzw. bildet dieses ein Standbein neben anderen), und wenn ich ueber mich nichts preisgebe, werde ich auch kaum auf mich aufmerksam machen koennen. Oder wer soll meine Texte kaufen, wenn ich aufpasse, dass aber auch garantiert niemand ueber sie erfaehrt?

Und wenn ich das Internet als Medium zum Informationsaustausch nutze, dann gebe ich eben immer ganz zwangslaeufig etwas von mir preis.

Natuerlich kann man versuchen, nicht allzu viel zu verraten, aber je laenger man sich im Internet bewegt, desto mehr Informationen verteilt man unweigerlich.

Beste Gruesse,

Heinz.

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jola
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Re:

von jola (25.02.2008, 15:20)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Habe meinen Namen "gegoogelt" und mich über den (das) Blog von mir gewundert. Da im Profil und in etlichen inzwischen gelöschten Beiträgen nicht nur falsche, sondern auch ehrenrührige Behauptungen aufscheinen bzw. aufgeschienen sind, habe ich bei unserer Polizeiinspektion eine Sachverhaltsdarstellung abgegeben.


Meine Tochter hat ihre Diplomarbeit über Cyberstalking geschrieben. Es ist erschreckend, was da alles im bzw. übers Internet passieren kann. Zwei Tipps von ihrer Website www.cyberstalking.at und aus ihrem Ratgeber für Betroffene, der demnächst erscheint:

(1) "google yourself": so alle paar Monate sollte man seinen Namen bei Google eingeben und schauen, was man so in den Weiten des Internets über sich finden kann. Das hat nichts mit Paranoia zu tun. Es gibt beispielsweise Studien, nach denen jede 3. Firma bei Bewerbungen die Bewerber zuerst einmal übers Internet "überprüfen" läßt.

(2) Sofort zur Polizei! Man braucht sich nicht alles gefallen zu lassen, das Internet ist kein gesetzfreier Raum.



@hawepe:
> Natuerlich kann man versuchen, nicht allzu viel zu verraten, aber
> je laenger man sich im Internet bewegt, desto mehr
> informationen verteilt man unweigerlich.

Es hängt trotzdem davon ab, welche Informationen man über sich verteilt! Manche verwechseln z.B. ein Forum mit einem Tratsch in einer Kneipe oder einem Telefonat mit der besten Freundin. Ich weiß nicht, ob das nur an einem enormen Maß an Naivität liegt oder einfach nur daran, dass manche keinen Intimbereich mehr kennen.

Vor vielen, vielen Jahren, als das Internet gerade in der Babywiege lag, hat ein Uniprof uns immer gepredigt: schreib nur das in eine Email und im Internet, was du auch auf eine Postkarte schreiben würdest. Denn alles ist wie bei einer Postkarte von allen lesbar.


@Blog ja oder nein:
Ein Blog macht gewaltig viel Arbeit, sollte regelmäßig mit neuen Beiträgen versorgt und "gewartet" werden d.h. man muss sich auch um die Einträge/Antworten von anderen kümmern. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass ein Blog anfangs riesen Spaß macht, doch spätestens, wenn man einfach keine Zeit zum Schreiben hat und wochenlang keine neuen Beiträge erscheinen, bleiben die Besucher weg.

Ich bezweifle, dass man über ein Weblog wirklich mehr Bücher verkaufen kann als über eine Website. Ein Blog ist im deutschen Sprachraum derzeit lediglich eine Modeerscheinung, ein ziemlicher Hype. Nur wer einen Blog hat, ist "in", so wie vor wenigen Jahren jeder unbedingt ein Gästebuch haben mußte. Bis man darauf gekommen ist, dass Gästebücher meist nur mit "Schleimereien" gefüttert oder als kostenlose Spamschleuder benutzt wurden. Nachdem der Gesetzgeber die Gästebuchbetreiber (endlich) auch in Verantwortung genommen hat, ist der Hype ums Gästebuch wieder abgeflaut.

lg,
jola

Versailles
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@ Klärus

von Versailles (25.02.2008, 16:36)
Hallo,
zuerst einmal und mit ein wenig Verspätung: Deine Website gefällt mir gut. Sie ist klar strukturiert und der Inhalt lockt mich, wiederzukommen, was ich gewiss auch bald tue.

Entschuldige, wenn die "Kompetenz"-Frage (und mein Kommentar dazu) zusammen gelesen vielleicht missverständlich von mir herüber kam. Ich wollte keineswegs jemanden - den ich nicht kenne - in Mißkredit bringen. Eben: jeder ist auf seine eigene Weise in einem oder mehreren Themen kompetent. Ich weiß, dass ich nicht viel weiß und lerne gern dazu cheezygrin

Einen guten Start in die Woche wünscht
Amalia
DIE COMTESSE ab sofort als "EDITION BOD"

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Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen (2007)

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