Peter Denker, Pädagoge und Autor

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Peter Denker
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Peter Denker, Pädagoge und Autor

von Peter Denker (16.11.2013, 17:51)
Mein bürgerlicher Name ist Peter J. Reichard,
den ich als Autor von dem Tag an nicht mehr verwendet habe,
an dem Google alle Eintragungen über mich abgeschaltet hatte :( ,
nachdem ich aus einem kooperierenden Autorennetzwerk ausgeschieden war.
Eine Erfahrung der besonderen Art ':twisted:' !
Meine Reaktion darauf:
Dann versuche ich eben, eine ganz neue Identität aufzubauen.
Und die Namenswahl sollte meine hauptsächliche Beschäftigung wiedergeben.
Die Verwendung des Autoren-Alias ist also gewissermaßen Notwehr,
aber nicht - wie man meinen könnte - Eitelkeit oder Überheblichkeit.

Mit der Aufnahme und Verarbeitung von Gedanken (=Lernen book: )
und deren zum Lernen tauglicher Weitergabe (=Lehren smart2 )
war ich mein berufliches Leben lang beschäftigt: Eben als Lehrer.

Seit Eintritt in den Ruhestand fühle ich mich nicht mehr fremdbestimmt,
sondern endlich frei thumbbup !
Aber ich habe weder aufgehört zu lernen,
noch Gelerntes weiterzugeben.
Meine Autorenseite www.publicationes.de zeugt davon.

Das bislang größte und arbeitsintensivste Vorhaben
stellt mein Buch "Schule des Bewusstseins - Ein pädagogisches Lesebuch" dar,
das ich aus gutem Grund bei BoD veröffentlicht habe:
Von keinem Lektor oder Designer mochte ich mir hereinreden lassen.
So bin ich auch für das Dutzend inzwischen entdeckter Tippfehler
ganz allein verantwortlich :( .


Im Thread http://www.bod.de/autorenpool/schule-de ... tml#204031
findet sich eine Kurzbeschreibung des Buches.
Die Idee, der Pädagogik durch eine neue Sichtweise
ein zeitgemäßes und menschenfreundliches Gesicht zu geben,
damit künftige Erwachsene sich daran gern erinnern mögen,
ist anscheinend nicht sehr werbewirksam.
Bisher habe ich viel Ideen, Zeit und Geld für die Werbung aufgewendet
und immer noch nur erst einen kläglichen Erfolg.
Es scheint, als ob Schulleiter, Lehrer und Seminarleiter
mit den ihnen bisher vertrauten Ressourcen vollauf zufrieden sind
und 'ihre Welt' vor Veränderungen schützen möchten.
Die Tragweite und Wirksamkeit des Konzepts,
Erziehung bzw. Persönlichkeitsentwicklung
als Bewusstseinsbildung zu praktizieren,
ist ihnen entweder unklar - oder vielleicht sogar unheimlich :roll:.

Was die Vermarktung angeht,
scheint BoD die eigenen Angebote stärker zu bewerben
als die Produkte seiner Autoren.
Diesen Eindruck habe ich auf der Buchmesse in Frankfurt jüngst gewonnen.

Kurzum: Glück sieht anders aus. cool5
Aber: Wer aufgibt, hat bekanntlich verloren.
Ich werbe und schreibe also weiter! :P

thumbbup Inzwischen gibt es eine TV-Interview mit mir über das Buch:
http://youtu.be/N1yM83kqmxs .

Gespannt bin ich, ob jemand in diesem Forum mir einen Rat geben mag,
mit dem mein pädagogiches Anliegen ein breiteres Interesse finden könnte.

Allen, die bis hierher gelesen haben, sage ich schon mal: thanks:

Peter J. Reichard alias Peter Denker
Dateianhänge
Buchvorstellung.jpg
Mit bewusstseinsbildenden Methoden bekommt Erziehung als Persönlichkeitsentwicklung ein neues Image voller Empathie, Wertschätzung und Wirksamkeit.
Zuletzt geändert von Peter Denker am 17.07.2014, 11:09, insgesamt 3-mal geändert.
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W.Waldner
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Re: Peter Denker, Pädagoge und Autor

von W.Waldner (17.11.2013, 08:53)
Peter Denker hat geschrieben:
Gespannt bin ich, ob jemand in diesem Forum mir einen Rat geben mag,
mit dem mein pädagogiches Anliegen ein breiteres Interesse finden könnte.


Vielleicht geht es nur mir so, aber auf den ersten Blick hat man bei Deiner Buchvorstellung nicht den Eindruck, dass neue Einsichten geboten werden. Aus der eigenen Schulzeit haben die Leser ja begründete Vorurteile gegenüber Lehrern, die in aller Regel auch berechtigt sind:

Dass es da nämlich nichts geben wird, was den Schüler oder in diesem Fall Leser vom Hocker reißen könnte. cheezygrin

Wobei ich allerdings betonen möchte, dass der Verkaufserfolg durch reißerische neue Erkenntnisse nicht wesentlich besser wird. Die meisten Leser rennen in die Buchhandlung, wenn irgend ein Autor von Zeitung, Radio und Fernsehen empfohlen wird. Die Leser sind zu 99,99% von den Medien ferngesteuert und kaufen nur, was überall in Zeitung, Radio und TV diskutiert wird.

Dazu muss der Verlag oder Autor allerdings die beteiligten Journalisten angemessen schmieren, damit die ein Interesse haben, gerade dieses Buch zu empfehlen. Mit lauteren Mitteln geht da gar nichts.
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre

Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat

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Peter Denker
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SCHULE DES BEWUSSTSEINS - Ein pädagogisches Lesebuch

von Peter Denker (17.11.2013, 12:20)
Für Ihren Kommentar, sehr geehrter Herr Waldner danke ich Ihnen sehr.
Er hat mich veranlasst,
- dem Buch über dem Cover-Abbild eine Kurzbeschreibung voranzustellen und
- den Text über das Buch und seine mangelnde Akzeptanz zu ergänzen sowie
- einen Link auf den Thread mit der Buchvorstellung anzubringen:
http://www.bod.de/autorenpool/schule-de ... tml#204031

Ob damit die Bewusstseinsbildung als Alleinstellungsmerkmal meines pädagogischen Konzepts deutlicher wird?

Mein Anliegen ist ja gerade,
künftigen Schülergenerationen positive Erinnerungen an ihre Schulzeit zu ermöglichen,
nämlich an die Zeit,
in der Menschen ihnen bei ihrer Entwicklung behilflich waren,
die wertschätzend, symmetrisch, verständnisvoll, empathisch
und begeisterungsfähig mit ihnen umgegangen sind,
nicht herablassend oder entwürdigend,
nicht von oben herab, nicht besserwisserisch,
nicht emotionsarm und mehr oder weniger pflichtgemäß
mit selbstgestrickten Einwirkungsmethoden und Maßnahmen abschreckend oder einschüchternd.

Es geht um eine tragfähige, liebevolle Einstellung zum Heranwachsenden
und darum, wie man sich die aneignen und sie praktizieren kann.
Es ist eine Pädagogik, wie ich sie selten vorgefunden,
aber umso eifriger selbst erprobt und praktiziert habe.

Wie könnte ich Sie z.B. davon überzeugen, dass dieses Buch wirklich innovativ und lesenswert ist?

Mit freundlichen Grüßen
Peter J. Reichard alias Peter Denker
Lernen? Lebenslänglich!

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W.Waldner
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Re: SCHULE DES BEWUSSTSEINS - Ein pädagogisches Lesebuch

von W.Waldner (17.11.2013, 20:16)
Peter Denker hat geschrieben:
Wie könnte ich Sie z.B. davon überzeugen, dass dieses Buch wirklich innovativ und lesenswert ist?


Lieber Herr Reichard,

ich werde mir die nächsten Tage einmal ihre Videoclips ansehen und die Texte auf der Homepage. Nur jetzt unmittelbar gleich komme ich nicht dazu, es ist doch sehr umfangreich, aber die Videoclips und einige Texte auf Ihrer Homepage hinterlassen bei mir einen guten Eindruck.

Herzliche Grüße

Wolfgang Waldner
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Peter Denker
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Re:

von Peter Denker (17.07.2014, 11:15)
Nicht nur Herrn Waldner, auch andere Forumsgäste mag interessieren:
thumbbup Es gibt inzwischen ein TV-Interview http://youtu.be/N1yM83kqmxs mit mir über das Buch - mit etlichen erfreulichen Rückmeldungen.
Lernen? Lebenslänglich!

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Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (17.07.2014, 20:38)
Interessantes Interview, aber thematisch nichts wirklich neues.

Bardioc
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Re: Peter Denker, Pädagoge und Autor

von Bardioc (19.07.2014, 13:23)
Peter Denker hat geschrieben:
Und die Namenswahl sollte meine hauptsächliche Beschäftigung wiedergeben.
Die Verwendung des Autoren-Alias ist also gewissermaßen Notwehr,
aber nicht - wie man meinen könnte - Eitelkeit oder Überheblichkeit.

Nun ja, denken tun wir alle, unser Leben lang.

Das bislang größte und arbeitsintensivste Vorhaben
stellt mein Buch "Schule des Bewusstseins - Ein pädagogisches Lesebuch" dar,
das ich aus gutem Grund bei BoD veröffentlicht habe:
Von keinem Lektor oder Designer mochte ich mir hereinreden lassen.

Bei einem Lektorat geht es nicht darum, dem Autor hineinzureden, der Lektor findet Rechtschreibfehler, Grammatikfehler, ungeschickte Ausdrucksweisen, Unstimmigkeiten im Text sowie stilistische Fehler, die vom Autor nicht erkannt wurden. Ein Lektor sorgt also dafür, daß der Leser ein qualitativ hochwertiges Produkt angeboten bekommt.

Die Idee, der Pädagogik durch eine neue Sichtweise
ein zeitgemäßes und menschenfreundliches Gesicht zu geben,
damit künftige Erwachsene sich daran gern erinnern mögen,
ist anscheinend nicht sehr werbewirksam.

Woran mögen sich ''künftige Erwachsene'' gern erinnern? An die Pädagogik? Wird denn Pädagogik nicht automatisch weiterentwickelt?

Wenn man bedenkt, was man so von den Schulen mitbekommt, dann ist es wohl eher so, daß die Pädagogik ihrer Zeit voraus ist und Kindern bewußt einen bestimmten Weg aufzwingen will: Die Kinder sind unsere Zukunft, aber wir bestimmen, wo's langgeht! Damit bestimmen wir die Zukunft mit, denn nur wir kennen den richtigen Weg!

Bisher habe ich viel Ideen, Zeit und Geld für die Werbung aufgewendet
und immer noch nur erst einen kläglichen Erfolg.

Geht vielen von uns so!

Es scheint, als ob Schulleiter, Lehrer und Seminarleiter
mit den ihnen bisher vertrauten Ressourcen vollauf zufrieden sind
und 'ihre Welt' vor Veränderungen schützen möchten.

Es ist wahrscheinlicher, daß sie ihre Schüler vor pädagogischer Ideologie schützen wollen, zumindest vor einer Ideologie, die nicht mit ihren eigenen Vorstellungen übereinstimmt.

Die Tragweite und Wirksamkeit des Konzepts,
Erziehung bzw. Persönlichkeitsentwicklung
als Bewusstseinsbildung zu praktizieren,
ist ihnen entweder unklar - oder vielleicht sogar unheimlich :roll:.

Bewußtseinsbildung, das klingt nach einer Psychotechnik, und die sind wirklich unheimlich!

Sorry, aber ein Mensch, besonders ein Schulkind, möchte ernst genommen werden, möchte nicht psychologisiert, sondern wahrhaftig behandelt werden. Das ist etwas, was die meisten ''Pädagogen'' nicht zu verstehen scheinen. Ihnen z. B. geht es darum, daß die Kinder ''gute Erinnerungen an ihre Pädagogisierung'' zurückbehalten, was inhärent manipulativ ist.

Wenn ein Kind etwas Falsches getan hat, einen Fehler gemacht hat, dann ist die einzig ehrliche Vorgehensweise, daß man ihm das auch offen sagt, ob das nun eine schlechte Erinnerung gibt oder nicht. Nur so wird das Kind ernst genommen. Wenn ein ''Kind'' z. B. ein anderes mobbt, dann muß es auch mal ein Donnerwetter geben, um ihm damit klarzumachen, daß seine Verhaltensweise unakzeptabel ist und schwere Konsequenzen für sein Opfer haben kann. Ein Pädagoge, der hier nicht entsprechend handelt, ist schlichtweg unfähig, denn er läßt Schlimmes geschehen, ohne einzugreifen! Damit wird aber dem Opfer die Schulzeit zur Hölle gemacht. Wenn jetzt noch jemand mit einer manipulativen Bewußtseinstechnik kommt, mit der das Opfer nur schöne Erinnerungen zurückbehalten soll, dann ist das zum Davonlaufen.

Bardioc
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Registriert: 18.03.2014, 15:54

Re: SCHULE DES BEWUSSTSEINS - Ein pädagogisches Lesebuch

von Bardioc (19.07.2014, 13:59)
Peter Denker hat geschrieben:
Mein Anliegen ist ja gerade,
künftigen Schülergenerationen positive Erinnerungen an ihre Schulzeit zu ermöglichen,
nämlich an die Zeit,
in der Menschen ihnen bei ihrer Entwicklung behilflich waren,
die wertschätzend, symmetrisch, verständnisvoll, empathisch
und begeisterungsfähig mit ihnen umgegangen sind,
nicht herablassend oder entwürdigend,
nicht von oben herab, nicht besserwisserisch,
nicht emotionsarm und mehr oder weniger pflichtgemäß
mit selbstgestrickten Einwirkungsmethoden und Maßnahmen abschreckend oder einschüchternd.

Haben Sie sich schon mal gefragt, ob ''künftige Schülergenerationen'' überhaupt wollen, daß man ihnen bei ihrer Entwicklung behilflich ist? Ich habe nie gewollt, daß mir jemand ungefragt ''bei meiner Entwicklung behilflich ist''.

Die Intervention eines Gutmenschen in solchen Dingen führt eher zu grotesken Ergebnissen, insbesondere auch zu Haß dem Lehrer oder der Schule gegenüber. Verständnisvoller Umgang des Lehrers mit seinen Schülern sollte doch eine Selbstverständlichkeit sein, nicht aber Teil einer Psychotechnik. Auch die anderen Dinge, die Sie aufführen, sind Selbstverständlichkeiten, sie sind Voraussetzung für ein harmonisches Miteinander. Ein Lehrer hat heute eine entsprechende pädagogische Ausbildung, außerdem gibt es gesetzliche Richtlinien, wie er Schüler zu behandeln hat, d. h. was als erzieherische Maßnahme erlaubt ist und was nicht. Ihre ''selbstgestrickten Einwirkungsmethoden und Maßnahmen'' sind also eher an den Haaren herbeigezogen.

Andersherum, glauben Sie wirklich, daß sich Schüler heute noch von ihren Lehrern einschüchtern lassen? Die wissen eher besser Bescheid, was ein Lehrer darf und was nicht. Wenn sie mobben, dann bedienen sie sich ebenfalls einer Psychotechnik und wissen genau, wie weit sie gehen dürfen. In meiner Schulzeit gab es eine Gruppe von Mobbern, die sogar Lehrer zur Verzweifelung brachte. Unsere Klasse war berüchtigt dafür, und die Lehrer haben tatenlos zugeschaut. Ich hätte eher Angst vor Lehrern, die mich auf die sanfte Tour einlullen und manipulieren wollen. Das Problem bei Psychotechniken ist, daß man sich kaum dagegen wehren kann, wenn man ihre Anwendung nicht wünscht. Generell würde ich die Anwendung von Psychotechniken als Grund sehen, einen Menschen vollständig abzulehnen und mich von ihm zu distanzieren, denn er hat damit mein Vertrauen mißbraucht.

Es geht um eine tragfähige, liebevolle Einstellung zum Heranwachsenden
und darum, wie man sich die aneignen und sie praktizieren kann.
Es ist eine Pädagogik, wie ich sie selten vorgefunden,
aber umso eifriger selbst erprobt und praktiziert habe.

Als Lehrer sollten Sie möglichst keine ''tragfähige, liebevolle Einstellung zum Heranwachsenden'' anstreben, sonst besteht die Gefahr, daß man Sie als pädophil einstuft.

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Siegfried
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Re: SCHULE DES BEWUSSTSEINS - Ein pädagogisches Lesebuch

von Siegfried (20.07.2014, 00:41)
Peter Denker hat geschrieben:
Mein Anliegen ist ja gerade,
künftigen Schülergenerationen positive Erinnerungen an ihre Schulzeit zu ermöglichen,
nämlich an die Zeit,
in der Menschen ihnen bei ihrer Entwicklung behilflich waren,
die wertschätzend, symmetrisch, verständnisvoll, empathisch
und begeisterungsfähig mit ihnen umgegangen sind,
nicht herablassend oder entwürdigend,
nicht von oben herab, nicht besserwisserisch,
nicht emotionsarm und mehr oder weniger pflichtgemäß
mit selbstgestrickten Einwirkungsmethoden und Maßnahmen abschreckend oder einschüchternd.


Ein sehr typischer Ansatz für einen Lehrer. Sehr theoretisch - nur wie ist der zu bewerkstelligen?

In einer Schulklasse von 34 Schülerinnen und Schülern, die ihren Lehrer oder ihre Lehrerin drei Mal die Woche für eine Doppelstunde sehen, macht das etwa 8 Minuten individuelle Betreuung pro Schüler/Schülerin. Jede/r diese/r 34 Schüler/innen ist empathisch anders zu behandeln, anders wertzuschätzen, anders zu begeistern. Wie macht man das in 8 Minuten?

Mein Problem mit Lehrern: Sie machen auf einer Schule ihr Abitur, gehen auf die Universität, bekommen dort eine Menge Theorie beigebracht und kehren damit an die Schulen zurück. Was haben Lehrer vom realen Leben mitbekommen, was sie an die Schüler und Schülerinnen weitergeben können? Nichts - außer Schule, Studium und erneut Schule.

Wenn man Schüler und Schülerinnen wirklich ernst nehmen will, warum bringt man ihnen nicht das bei, was sie später im Leben wirklich brauchen? Ich habe beruflich u. a. mit Menschen zu tun, die sich im Berufsfindungsjahr befinden, also direkt nach dem Schulabgang, und denen der Lern-Frust nur so aus den Poren quillt. Da bin ich nur zu 20 % als Wissensvermittler gefordert, bei den restlichen 80 % bin ich ausschließlich Motivator, damit die Leute mir nicht abspringen. Dafür vielen Dank an die Lehrerschaft.

Warum wird jungen Menschen an der Schule der Spaß am Lernen, die Freude am Entdecken so gründlich und konsequent ausgetrieben, dass mit spätestens 12 Jahren (6. Schulklasse) nur noch Frust herrscht - und dann das gegenseitige Mobbing eintritt?

Warum werden alle drei Jahre die Schulkonzepte über den Haufen geworfen (aktuell gerade das G8/G9 Abitur, der Inklusionsunterricht oder die Abschaffung der Schreibschrift in den Grundschulen)?

Meine Vermutung: Weil Theoretiker jungen Menschen erzählen wollen, wie das reale Leben aussieht - und sie selbst davon keine Ahnung haben.

Wenn Lehrer darüber jammern, dass sie 25 Unterrichtsstunden pro Woche zu geben haben, kann ich darüber nur herzhaft lachen. Ich habe in der Erwachsenenbildung (Vorbereitungskurs für Berufsumschüler auf eine verkürzte Berufsausbildungszeit) seit Anfang Mai - also jetzt 11 Wochen - pro Woche 60 Unterrichtsstunden gegeben. Liebe Lehrer, ob ihr es glaubt oder nicht: Das geht!

Geh mir weg mit Schullehrern! Wenn ich nur daran denke, wie demotivierend die arbeiten ... Brrrrr!
Korrektorat, Buchcover, Buchlayout. Brotberuf: Dozent (ohne Uni-Besuch) in der Erwachsenenbildung. (MichaelHA 11.02.2017 17:33: Und übrigens: nicht studiert haben, aber dann Leute indoktrinieren (vulgo: unterrichten) das geht m.E. gar nicht)

Bardioc
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Re: SCHULE DES BEWUSSTSEINS - Ein pädagogisches Lesebuch

von Bardioc (21.07.2014, 10:15)
Siegfried hat geschrieben:
Warum wird jungen Menschen an der Schule der Spaß am Lernen, die Freude am Entdecken so gründlich und konsequent ausgetrieben, dass mit spätestens 12 Jahren (6. Schulklasse) nur noch Frust herrscht - und dann das gegenseitige Mobbing eintritt?

Ich wurde schon seit der ersten Klasse geärgert -- gemobbt --, aber ab der 5. Klasse, d. h. mit 10 Jahren, wurde es wirklich extrem. Damals kamen wir von einer kleinen Grundschule in eine riesige Gesamtschule. Die Mobbing-Terroristen waren meiner Einschätzung nach mindestens 2 Jahre älter, also mindestens 12. Vermutlich waren sie sitzengeblieben.

Warum werden alle drei Jahre die Schulkonzepte über den Haufen geworfen (aktuell gerade das G8/G9 Abitur, der Inklusionsunterricht oder die Abschaffung der Schreibschrift in den Grundschulen)?

Meine Vermutung: Weil Theoretiker jungen Menschen erzählen wollen, wie das reale Leben aussieht - und sie selbst davon keine Ahnung haben.

Oder weil es Leute gibt, die ein Interesse daran haben, daß die schulischen Leistungen in möglichst vielen Staaten sinken! Der PISA-Test dient da nur zur Erfolgskontrolle!

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