Geschützte Begriffe ?

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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Sascha V
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Geschützte Begriffe ?

von Sascha V (29.08.2009, 12:56)
Hallo liebe Autorenfreunde :)
Ich habe eine Frage bezüglich geschützter Namen und Begriffe.

Ich hatte mein Manuskript bereits an mehrere Verlage geschickt, einer war sogar interessiert (wollte aber viel Geld für die Vermarktung), bemerkte aber, dass einige meiner Begriffe/Namen "besetzt seien".
Dabei handelte es sich ZB. um die Namen 'Alkatras','Gonzo' sowie den Begriff 'Stadt der Engel'.
Muss ich diese Begriffe umbenennen ? Da ich BoD Classic für die Veröffentlichung wählen werde, habe ich ja kein Lektorat und ich habe keine Lust auf nachträgliche Beanstandungen oder Belange wegen Urheberrechtsverletzungen.

Danke schonmal für eure Antworten ;)

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LordKotz
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Re:

von LordKotz (29.08.2009, 13:44)
Das kann ich Dir nicht sagen!
Ich weiß es nicht, sehe aber häufiger folgenden Spruch auf Websites
und in Blogs:

Alle hier genannten Namen, Waren- und Markenzeichen sind physisches und/oder geistiges Eigentum der jeweiligen Urheber und dienen hier lediglich zu Informationszwecken.
Es wird keine Sponsorenschaft, Zugehörigkeit oder Unterstützung der Produkte, Dienstleistungen oder Organisation des jeweiligen Urhebers behauptet, ebenso werden keine anstößigen oder pornografische. bzw Gewaltverherrlichende Angaben gemacht.


Naja so ganz bekomme ich es nicht zusammen aber so in etwa steht es da.
Ob Dich das vor findigen Anwälten oder "beleidigten" Urheberrechts Inhabern schützt vermag ich nicht zu sagen.
Wenn Du es mit selbstherrlichen Arroganzlingen zu tun hast, lächle einfach in dem Wissen, dass Arroganz die Karikatur des Stolzes ist.
www.oliver-wehse.de

Maxi
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Re:

von Maxi (29.08.2009, 14:27)
Als unbekannter Autor hat man es immer schwer. :(
Ich habe das Buch Treuepunkte von Susanne Fröhlich gelesen.
Wenn ich soviel Werbenamen in mein Buch mit eingebracht hätte, wäre ich jetzt schon am Ende, weil ich dauernd auf Unterlassung verklagt würde.
Wer einen Namen hat darf fast alles, Satire mit eingeschlossen.
Man muss sich als No-Name Autor mehr darüber Gedanken machen, wie man diese Worte so ausdrückt, das jeder weis worum es geht, aber die Firmen oder Promis, einem nichts anhaben können. Das ist Kunst thumbbup
Genau wie die Automarke Poge 900F aus Russland cheezygrin
Was soll man tun wenn die Heldin im Buch einen Porsche fährt, aber den Namen nicht nennen darf?

L.G.Maxi

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Sascha V
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Re:

von Sascha V (29.08.2009, 15:17)
Danke für eure Antworten. Da es sich um einen Fantasy Roman handelt werde ich keine Probleme mit irgendwelchen Marken haben, die gibt es in meiner Welt sowieso nicht :)
Ich werde jetzt mal google zu Rate ziehen was so alles geschützt ist, was ich verwendet habe.

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joasch
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Es ist eine interessante Frage.

von joasch (29.08.2009, 15:56)
Hallo!

Du stellst eine interessante Frage. Beim Verfassen meiner Werke habe ich mich sehr ähnlich mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Es ging mir eben auch um die Nennung der Namen von Persönlichkeiten, die ich kenne und die in autobiographischen Abhandlungen erwähnenswert waren. Mir war es zu umständlich, betroffene Personen um Erlaubnis zu bitten, sofern sie überhaupt noch lebten. Geholfen habe ich mir, indem ich Namen in allgemein gebräuchliche Spitznamen umwandelte und so in den Abhandlungen erscheinen ließ. Markennamen habe ich grundsätzlich nicht verwendet. Es heißt dann nicht Coca-Cola sondern Cola (letzteres genießt keinen Markenschutz). Außerdem wich ich bei der Beschreibung von Personen aus dem wirklichen Leben auf Eigenschaften aus. Zum Beispiel heißt es dann nicht mehr "Fritzchen Müller" sondern "Der Boss"; nicht BMW sondern "das noble, sportliche Auto". Auf diese Weise hatte ich noch niemals Probleme mit dem Vorwurf der unerlaubten Werbung, Urheberrechtsverletzung, Verleumdung einer lebenden Person.

Interessant finde ich außerdem die Begriffe, die Du hier genannt haßt. Alkrataz? Ein berühmtes Gefängnis in den USA, soweit ich weiß. Ich kann mir nicht vorstellen, daß Du hier eine Urheberrechtsverletzung begangen hast. Ansonsten mag ich Dir anraten, fragwürdige Begriffe einfach umzubenennen. Ich glaube allerdings auch, daß der Verlag, von dem Du gesprochen hast, Dir eine Pappnase aufsetzen wollte, um Deinen Preis zu drücken. Ich hätte keine Lust, mich mit solchen Verlagen auseinander setzen zu müssen.

Abschließend mag ich auf ein Gerichtsurteil aus dem vergangenen Jahr, ergangen in Frankfurt/M., hinweisen. Hier ging es um die Klage einer Frau, die ihren schreibenden Mann auf Schadensersatz verklagte, weil der in einem Roman das gemeinsame Liebesleben (unter Nennung des Namen seiner Geliebten?) beschrieben hatte. Soweit ich es richtig erinnere, wurde der Autor zu einem Schadensersatz inhöhe von 60.OOO EUR verurteilt. So sehr ist der Mißtbrauch von Namen in eigenen literarischen Werken ernstzunehmen. Ich gab mir deshalb schon immer große Mühe, diese Möglichkeit durch Verzicht auszuschließen.

Grüße von joasch
... und erfuhr mancherlei des Tages und inmitten der Nacht und mein Atem stockte und mein Geist ward ganz gebannt.

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