Hat jemand...

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hawepe
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Re:

von hawepe (04.09.2009, 22:14)
Hallo,

ich fasse mal die Antworten zu mehreren Postings zusammen.

Ursula Prem (Moderator) hat geschrieben:
Aber es ist durchaus interessant für die Frage, ob man sich die Mühe macht, eine Website zu erstellen und z.B. Verkaufslinks draufzusetzen. Wenn das Buch nur über Umwege erhältlich ist, bestellt das kein Mensch.


Maren könnte sich natürlich ein paar Exemplare hinlegen und selbst verkaufen. Würde ich allerdings wegen der vielen rechtlichen Fallstricke nicht machen.

Ebenso könnte sie aber auch auf den Wagner-Shop verlinken. Okay, dann hat sie keine Kontrolle mehr, wieviel wirklich verkauft wird, aber grundsätzlich ausschließen würde ich diese Variante nicht.

Maxi hat geschrieben:
Diese Bücher kommen aber nicht von Privatpersonen sondern von so einer Art Resterampe für Bücher. Kommt mir seltsam vor...


Seltsam schon, aber ohne Testkäufe kommt man da nicht weiter.

Richymuc hat geschrieben:
Vielleicht hilft Dir ja ein Anwalt, um aus dem Vertrag herauszukommen.


Kostet aber Geld. Im Gegensatz zu einigen anderen DKZV ist Wagner in der Vergangenheit kaum negativ aufgefallen, wenn man mal die Quellenlage bei Google zugrunde legt. Ich denke, verdienen würde dabei vermutlich nur der Anwalt.

Christoph S. hat geschrieben:
Und das ist ja mal eindeutig nicht der Fall.


Hier verspricht Wagner natürlich etwas vollmundig Leistungen, die sie überhaupt nicht garantieren können. Bloß vermutlich steht das so nicht im Vertrag. Und maßgeblich ist nur der, jedoch nicht das Marketinggedöns auf der Homepage.

@Maren: Fühl doch mal bei Wagner vor, welche Möglichkeiten es gibt, aus dem Vertrag auszusteigen. Dann kannst du ggfs. auch ausrechnen, was die für dich günstigste Lösung wäre.

Ich würde übrigens nicht schreiben, sondern anrufen. Manchmal merkt man in solchen Gesprächen, wo man ansetzen könnte. Aber vorher sehr genau überlegen, was du sagen willst.

Beste Grüße,

Heinz.

xenia

Re:

von xenia (04.09.2009, 22:32)
Ursula Prem (Moderator) hat geschrieben:
xenia hat geschrieben:
Zum Vergleich, mein bescheidenes 39 Euro BOD Buch ist in 42 Läden zu finden. Logisch- je mehr Anbieter, desto mehr besteht die Chance für einen Buchverkauf.


Schon mal nach den Lieferzeiten geguckt? :shock::


Hallo Xenia,

in welchem Verlag hast Du denn Deine Bücher veröffentlicht? Und wie sind dort die Lieferzeiten?

LG,
Ursula


Richys Aussage bezog sich auf SEINE Anbieter, wohl um deutlich zu machen, wie komfortabel er im Netz vertrieben wird. Wenn dabei heraus kommt, dass es Tage und Wochen dauert, bis sein Buch von diesen Anbietern geliefert werden kann, muss doch jedem klar werden, dass der Vergleich mit Amazon hinkt.

Außerdem ist es egal, bei wievielen Internetshops ein Buch angeboten wird. BoD = Libri und wird deshalb bei einigen Trittbrettanbietern gelistet. Schön, aber nicht das Maß der Literaturszene. Die meisten Bücher werden immer noch in echten Läden gekauft und genau das ist der Unterschied.

Was bezweckst du mit der albernen Frage, wo ich veröffentliche? Das hat doch mit dem Thema nix zu tun? Du kannst ja - wäre nicht zum ersten Mal - meinen Beitrag löschen, wenn er der Botschafterin nicht gefällt. :cry:

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (05.09.2009, 06:51)
xenia hat geschrieben:

Richys Aussage bezog sich auf SEINE Anbieter, wohl um deutlich zu machen, wie komfortabel er im Netz vertrieben wird. Wenn dabei heraus kommt, dass es Tage und Wochen dauert, bis sein Buch von diesen Anbietern geliefert werden kann, muss doch jedem klar werden, dass der Vergleich mit Amazon hinkt.

Außerdem ist es egal, bei wievielen Internetshops ein Buch angeboten wird. BoD = Libri und wird deshalb bei einigen Trittbrettanbietern gelistet. Schön, aber nicht das Maß der Literaturszene. Die meisten Bücher werden immer noch in echten Läden gekauft und genau das ist der Unterschied.

Was bezweckst du mit der albernen Frage, wo ich veröffentliche? Das hat doch mit dem Thema nix zu tun? Du kannst ja - wäre nicht zum ersten Mal - meinen Beitrag löschen, wenn er der Botschafterin nicht gefällt. :cry:


Hallo xenia,

warum fühlst Du Dich durch eine einfache Frage so angegriffen? Und welcher Deiner Beiträge wurde "gelöscht, weil er der Botschafterin nicht gefällt?" Es ist offensichtlich, dass Du meinen Einfluss hier im Forum weit überschätzt.

LG,
Ursula

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lyd
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Re:

von lyd (05.09.2009, 08:57)
Hallo Maren,

wenn du dem Verlag die Nutzungsrechte übertragen hast, dann ist er nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet die Rechte zu nutzen. Tut er dies nicht - sprich, zeigt er keine Bemühungen, deine Bücher auch zu vermarkten, so kannst du vom Vertrag zurücktreten und die Rechte zurückfordern. Schau mal hier:

http://www.mediafon.net/ratgeber_hauptt ... 20ae12d708

Musterschreiben Rechterückruf nach § 41 Urheberrechtsgesetz:

http://www.mediafon.net/ratgeber_detail ... 57a&lang=1

Musterschreiben Rücktritt vom Verlagsvertrag nach § 17 Verlagsgesetz:

http://www.mediafon.net/ratgeber_detail ... 57a&lang=1

Ich wünsche dir viel Glück & Erfolg.

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (05.09.2009, 09:01)
lyd hat geschrieben:
Hallo Maren,

wenn du dem Verlag die Nutzungsrechte übertragen hast, dann ist er nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet die Rechte zu nutzen. Tut er dies nicht - sprich, zeigt er keine Bemühungen, deine Bücher auch zu vermarkten, so kannst du vom Vertrag zurücktreten und die Rechte zurückfordern. Schau mal hier:

http://www.mediafon.net/ratgeber_hauptt ... 20ae12d708

Musterschreiben Rechterückruf nach § 41 Urheberrechtsgesetz:

http://www.mediafon.net/ratgeber_detail ... 57a&lang=1

Musterschreiben Rücktritt vom Verlagsvertrag nach § 17 Verlagsgesetz:

http://www.mediafon.net/ratgeber_detail ... 57a&lang=1

Ich wünsche dir viel Glück & Erfolg.


Hallo lyd,

wow! Das sind wirklich handfeste und brauchbare Links, die Du da herausgesucht hast! thumbbup

Da könnte für Maren wirklich was dabei sein.

LG,
Ursula

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lyd
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Re:

von lyd (05.09.2009, 09:36)
Danke Ursula! Hier ist noch ein Link dazu, der die betreffenden Punkte zusammenfasst:

http://www.mediafon.net/ratgeber_detail ... 20ae12d708

Ich würde einfach die Musteranschreiben nutzen, und dann sehen, wie der "Verlag" darauf reagiert. Sperrt er sich, kann man danach immer noch zum Anwalt gehen. Allerdings sollte man den Anwalt sorgfältig auswählen, denn längst nicht alle Anwälte kennen sich wirklich mit Verlags- und Urheberrechten aus.

Aber ich halte es für wahrscheinlicher, dass gar kein Anwalt erforderlich sein wird. Denn gerade die Leute, die fragwürdige Verträge aufsetzen, wissen meist selbst am besten, dass sie damit im Falle einer Klage vor Gericht schlechte Karten hätten. Solche Knebelverträge setzten in erster Linie (und meist erfolgreich) auf Einschüchterung des Gegenübers.

Wenn es für den Laien so aussieht, als käme man aus dem Vertrag nicht mehr heraus, dann scheut man als Laie meist den Gang zum Gericht. Und genau darauf bauen die schwarzen Schafe der Branche. Macht man aber deutlich, dass man nicht mehr so dumm ist, wie einst bei der Vertragsunterzeichnung und inzwischen seine Rechte kennt, dann wird der "Verlag" vermutlich die Kosten eines Rechtsstreits scheuen und den Vertrag lieber auflösen.

@Heinz: Beim Verlag "vorfühlen" und anfragen welche Möglichkeiten es gibt, würde ich auf gar keinen Fall. Meines Erachtens hilft da nur eine ganz dicke Portion Selbstsicherheit und die ganz selbstbewusste Rückforderung der Rechte.

MaKü
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Re:

von MaKü (05.09.2009, 09:46)
Wow! Danke für eure vielen Meinungen! Die Links werde ich mir gleich mal ansehen und ausdrucken.
Nun zu manchen Anregungen von euch. Beim Thema Anrufen beim Verlag habe ich sehr geschmunzelt. Das habe ich schon oft genug versucht, damals, als mein Buchdruck nicht in die Socken kam. Was war? WENN man mal jemanden ans Telephon bekommen hat, dann waren sie nicht zuständig, der Chef nicht da und so weiter. Also habe ich vor einigen Monaten mal per E-Mail versucht, Kontakt herzustellen. Siehe da - es klappt wenigstens da einigermaßen. Da habe ich schon nachgefragt, wie das mit einer Kündigung aussähe. Gut, daß ich da erst nachgefragt habe und nicht einfach losgelegt habe. Denn man hat mir geschrieben: "... Wenn eine Vertragsauflösung gewünscht wird, kann diese in die Wege geleitet werden - dann bekommt der Autor seine Rechte am Buch zurück - es muß nur geklärt werden, was mit den Büchern geschieht, die es noch gibt - in der Regel darf der Verlag diese weiterverkaufen bis alle verkauft wurden - dann bekommt der Autor alle Rechte zurück - dann darf der Verlag auch keine Bücher mehr verkaufen." Sehr lustig. Ich würde mal sagen, würde der Verlag ohne mich meine Bücher verkaufen wollen, würde es auf einmal klappen. Also, ohne einen Anwalt würde ich nicht einfach so kündigen wollen. Nachher soll ich noch meine eigenen Bücher abkaufen oder so, wie ich schon mal an anderer Stelle gehört habe. Nein, nein. Ich würde zwar gerne kündigen, aber zur Zeit ist mir das noch zu unsicher.
Meine Bücher werden also verramscht... Hilfe!
Was die Verkaufszahlen betrifft: Manchmal glaube ich auch, daß mir Verkäufe vorenthalten werden. Vor allem, weil ja dieser Mann, der mich angerufen hatte, damals genau die gleiche Auflistung verkaufter Bücher bekommen hatte (nichts verkauft, Bücher wurden von Händlern zurückgeschickt, deshalb 10€ im Minus). Ich weiß seinen Namen, habe schon gegoogelt - aber bis jetzt ohne Erfolg. Ich muß wohl weitersuchen. Und vielleicht wie er einige andere Autoren vom Wagner Verlag anrufen. Aber was nutzt mir das? Jedenfalls hatte er damals auch gesagt, daß er die Verkaufszahlen nicht so ganz glauben kann. Deshalb wollte er notfalls vor Gericht gehen - wenigstens um Einsicht in die Bücher zu bekommen, ob alles so ist, wie der Verlag schreibt. Im Gegensatz zu mir kann er sich einen Anwalt leisten.
Ich werde erstmal bei libri anfragen, warum meine Bücher bzw Bücher vom Wagner Verlag nicht mehr im Sortiment sind. Denn es sind ja nicht nur meine Bücher, die es in etlichen Internetshops nicht mehr gibt. Ich halte euch auf dem Laufenden.

LG
Maren
Tut ein Schilf sich doch hervor
Welten zu versüßen
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(Goethe)

Wind des Schicksals ISBN 3-86683-021-1 + 978-3-86683-021-9
Im Kreis des Lebens ISBN 978-3-86683-222-0
www.wagner-verlag.de

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hawepe
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Re:

von hawepe (05.09.2009, 14:14)
Hallo Maren,

MaKü hat geschrieben:
Beim Thema Anrufen beim Verlag habe ich sehr geschmunzelt. Das habe ich schon oft genug versucht, damals, als mein Buchdruck nicht in die Socken kam. Was war? WENN man mal jemanden ans Telephon bekommen hat, dann waren sie nicht zuständig, der Chef nicht da und so weiter.


Okay, den Telefon-"Trick" kennen sie.

Denn man hat mir geschrieben: "... Wenn eine Vertragsauflösung gewünscht wird, kann diese in die Wege geleitet werden - dann bekommt der Autor seine Rechte am Buch zurück - es muß nur geklärt werden, was mit den Büchern geschieht, die es noch gibt - in der Regel darf der Verlag diese weiterverkaufen bis alle verkauft wurden - dann bekommt der Autor alle Rechte zurück - dann darf der Verlag auch keine Bücher mehr verkaufen." Sehr lustig. Ich würde mal sagen, würde der Verlag ohne mich meine Bücher verkaufen wollen, würde es auf einmal klappen.


Klar, lohnt sich doch für sie mehr. Immerhin müsstest du damit nicht noch immer weiter zahlen. Bloß selbst erneut auflegen könntest du die Bücher vermutlich nie, weil sie offiziell vermutlich immer lieferbar blieben.

Also, ohne einen Anwalt würde ich nicht einfach so kündigen wollen.


Zumindest solltest du dir ihre Vorschläge sehr genau durchlesen und sie ggfs. dann natürlich auch von einem Anwalt checken lassen.

Nachher soll ich noch meine eigenen Bücher abkaufen oder so, wie ich schon mal an anderer Stelle gehört habe.


Das wäre aber die einzige Möglichkeit, wieder frei über die Manuskripte verfügen zu können. Bloß inzwischen ahnst du vermutlich längst, dass sich die Auflage die nächsten Jahre oder gar Jahrzehnte nicht verkaufen lassen wird.

Ich würde zwar gerne kündigen, aber zur Zeit ist mir das noch zu unsicher.


Wenn du wenigstens kündigen könntest, aber so einfach geht es eben nicht. Du müsstest dich schon mit Wagner über eine einvernehmliche Vertragsauflösung einigen.

Manchmal glaube ich auch, daß mir Verkäufe vorenthalten werden.


Du hättest natürlich schon längst mal ein Buch kaufen können. Notfalls auch über einen Strohmenschen, damit Wagner nicht aufmerksam wird.

Aber was nutzt mir das?


Zum einen haben mehrere Menschen meistens auch mehrere Ideen. Und dann tritt es sich gemeinsam meistens besser auf als nur alleine auf sich gestellt. Allerdings geht man auch das Risiko ein, dass die Gegenseite immer bereits im vorab informiert wird.

Deshalb wollte er notfalls vor Gericht gehen - wenigstens um Einsicht in die Bücher zu bekommen, ob alles so ist, wie der Verlag schreibt.


Diesen Anspruch hat man nach dem Verlagsgesetz auch so. Praktisch nutzt es einem überhaupt nichts. Oder traust du dir zu, eine vermutlich nicht gerade einfache Verlagsbuchhaltung auf Manipulationen hin erfolgreich zu prüfen?

Die Links zum Rücktrittsrecht sind übrigens nett, haben aber leider mit deinem Problem nichts zu tun. Der Verlag hat deine Bücher gedruckt, also sein Nutzungsrecht wahrgenommen. Die Bücher sind erhältlich, wenn auch momentan nur über dessen Homepage.

Beste Grüße,

Heinz.

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (05.09.2009, 14:29)
hawepe hat geschrieben:
Die Links zum Rücktrittsrecht sind übrigens nett, haben aber leider mit deinem Problem nichts zu tun. Der Verlag hat deine Bücher gedruckt, also sein Nutzungsrecht wahrgenommen. Die Bücher sind erhältlich, wenn auch momentan nur über dessen Homepage.


Hallo Heinz,

nun, das hängt ab von der Formulierung im Vertrag. Wenn es dort heißt, die Bücher werden im Buchhandel beziehbar sein, und sie stehen dann nicht mal bei Amazon als Neuware drin, dann kann man nicht wirklich von einer Wahrnehmung des Nutzungsrechts sprechen. So wie eine einzelne Schwalbe noch keinen Sommer macht, macht eine einsame Homepage noch keinen Buchhandelsanschluss.
Also ich würde es darauf ankommen lassen und die Sache juristisch abklären.

Kommt außerdem hinzu: Wenn der Verlag zugesichert hat, Maßnahmen in Sachen Werbung zu ergreifen, dann dürfte eine Homepage auch nicht ausreichend sein, wenn man den Preis betrachtet, den MaKü bezahlt hat.

LG,
Ursula

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hawepe
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Re:

von hawepe (05.09.2009, 14:41)
Hallo Ursula,

Ursula Prem (Moderator) hat geschrieben:
nun, das hängt ab von der Formulierung im Vertrag. Wenn es dort heißt, die Bücher werden im Buchhandel beziehbar sein, und sie stehen dann nicht mal bei Amazon als Neuware drin, dann kann man nicht wirklich von einer Wahrnehmung des Nutzungsrechts sprechen.[...]

Kommt außerdem hinzu: Wenn der Verlag zugesichert hat, Maßnahmen in Sachen Werbung zu ergreifen, dann dürfte eine Homepage auch nicht ausreichend sein,


Wenn das wirklich deutlich im Vertrag steht, aber bisher war immer nur von Versprechungen auf der Wagner-Homepage die Rede.

Natürlich kann man es trotzdem juristisch durchzusetzen versuchen, aber das Risiko, dabei noch mal Geld (an die Anwälte und das Gericht) zu verlieren, sollte man nicht unterschätzen.

Ich habe vor Jahren mal mit Hilfe eines Anwalts ein noch nicht veröffentlichtes Manuskript freibekommen. Aber zum einen hatte auch der Verlag kein großes Interesse mehr und zum anderen übernahm für mich der gewerkschaftliche Rechtsschutz die Kosten.

Beste Grüße,

Heinz.

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Aengus
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Re:

von Aengus (05.09.2009, 14:46)
@MaKü

Mir stellen sich die Haare auf, aber ich kenne das schon. Ein Bekannter hat über einen Bezahlverlag veröffentlicht und schlappe 12 000 Euro investiert. Schmerz!
Das dann noch nicht einmal die Bücher vernünftig angeboten werden, oder gar nicht einmal zu haben sind ist eine glatte Frechheit.
Bei uns von BoD kann man jederzeit die Umsätze einsehen und auch sehr gut nachverfolgen ob alles mit rechten Dingen zugeht. Was es bei mir auch tut!
Überhaupt kann ich BoD in den meisten Punkten nur loben. Wenn ich auch gleich wieder einmal über die Preisgestaltung meckern muss, denn bei längeren Romanen liegt der Verkaufspreis einfach sehr hoch. So bin ich das auch mal wieder losgeworden.
Aber sonst ist BoD wirklich spitze.
Tut mir leid für dich, dass du nun derart abgezockt wurdest und nicht einmal Service dafür erhältst.
Drücke dir die Daumen, dass sich das noch ändert.

LG
Wenn Reden silber ist und Schweigen gold, dann ist das Schreiben der Diamant unter den Ausdrucksformen!

www.sylviaseyboth.cms4people.de

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Re:

von MaKü (28.09.2009, 10:08)
Also: Ich habe bei libri angefragt, warum sie meine Bücher nicht mehr vertreiben. Man hat mir geantwortet, das wäre eine Sache zwischen ihnen und dem Verlag. Punkt.
Nun bin ich am überlegen, ob ich nicht vielleicht vorsichtshalber eine Rechtschutzversicherung abschließen sollte. Die Frage ist aber, welche Sparte ich da in meinem Fall nehmen soll. Weiß da jemand Bescheid? Ich kann ja schlecht hingehen und sagen, ich habe Ärger mit meinem Verlag und will mich versichern lassen, damit ich mir später einen Anwalt nehmen kann und fragen, welche Sparte für mich geeignet wäre. Da würde ich doch niemals die Versicherung kriegen. Oder? Was meint ihr? Lohnt sich eine Rechtschutzversicherung? Wenn ja, welche Sparte wäre für meinen Fall geeignet (Vertragskündigung / -auflösung und Rechte zurückbekommen)? Ich weiß, daß ich erst einige Zeit versichert sein muß, um einen Anwalt zu nehmen. Das wäre aber kein Problem für mich, da ich sowieso Testkäufe machen werde - und die nächste Auflistung verkaufter Bücher kommt erst zwischen Dezember und Ende März, um zu sehen, ob diese Bücher aufgelistet werden. Solange wollte ich sowieso noch abwarten. Inzwischen werde ich dem Verlag einen Brief schreiben, wie das alles sein kann, daß meine Bücher nirgends mehr zu haben sind. Mal sehen, wie sie sich da wieder rausreden.

Viele Grüße
Maren
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hawepe
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Re:

von hawepe (28.09.2009, 10:17)
Hallo Maren,

MaKü hat geschrieben:
Nun bin ich am überlegen, ob ich nicht vielleicht vorsichtshalber eine Rechtschutzversicherung abschließen sollte. Die Frage ist aber, welche Sparte ich da in meinem Fall nehmen soll.


Frage einfach bei verschiedenen Rechtsschutzversicherungen nach, ob sie solche Auseinandersetzungen überhaupt absichern. Privatrechtsschutzversicherungen tun das jedenfalls in der Regel nicht, weil es sich um geschäftliche Auseinandersetzungen dreht.

Ganz abgesehen davon hilft dir eine Rechtsschutzversicherung in diesem Fall ohnehin nichts mehr, weil ein rückwirkender Rechtsschutz gesetzlich ausgeschlossen ist.

Das ist ein häufiges Thema bei uns in der Gewerkschaft. Der Mitgliedsbeitrag ist den Kollegen zu teuer. Erst wenn sie ihre Kündigung erhalten oder sonst Ärger am Arbeitsplatz haben, kommen sie und wollen ganz schnell in de Gewerkschaft eintreten, um billig an einen Rechtsschutz zu kommen. Eintreten können sie natürlich, aber in dem strittigen Fall gibt es dann alleine schon aus rechtlichen Gründen trotzdem keinen Rechtsschutz.

Beste Grüße,

Heinz.

M.Hartmann

Re:

von M.Hartmann (28.09.2009, 10:20)
Das Geld für die Rechtschutzversicherung kannst du dir sparen. Keine Versicherung würde einen solchen Fall übernehmen.
Was deine Bücher angeht, die keiner kauft, nun ja so etwas soll es geben, selbst wenn 100 Klicks zu deine Buchvorstellung zu verzeichnen sind.
Da kannst du niemanden die Schuld zuschieben.
Was Libri betrifft, die schmeißen jedes Buch nach einem halben Jahr raus, was sich nicht verkauft.

Gruß

8) Marc

MaKü
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Re:

von MaKü (28.09.2009, 10:52)
Also würdet ihr mir abraten, in Rechtschutz zu gehen? Aber wie kann ich das sonst machen, daß ich heile aus dem Vertrag rauskomme und die Rechte zurückkriege?
@marc: Ich gebe niemandem die Schuld für die nichtverkauften Bücher. Ich gebe auch den Händlern keine Schuld dafür. Es interessiert mich eben.

Viele Grüße
Maren
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