Wer Lust hat . . .

Präsentiert euren Roman, Thriller, Fantasy-, Science-Fiction-, Romance-Titel oder euer Kinderbuch.


g.c.roth

Re:

von g.c.roth (13.09.2009, 15:16)
Siegfried schrieb:
Ich hab mir mal den Spaß gemacht
:

Ich mach den Spaß mal mit und zeige auf, was ich an Siegfrieds Version ändern würde (in grün :D ):

Helen hätte am liebsten geschrien.
Langsam wich sie zurück, bis sie gegen die Mauer stieß und den rauen Putz durch ihre Bluse stechen fühlte.
Langsam wich sie zurück, bis sie gegen die Mauer stieß, deren rauer Putz sich durch ihre Bluse bohrte.
Geh weg! Verschwinde!, wollte sie schreien. Doch ihre Stimme versagte.
Die Gestalt, die sich vor ihr zu voller Größe aufrichtete, starrte sie mit einem herzlosen Grinsen an. Um die Schultern trug sie einen schwarzen Umhang, und eine Maske von gleichem Schwarz verdeckte das halbe Gesicht. Lautlos glitt die Gestalt heran.
Helen wurde gepackt, an den Armen, am Hals, (wie viele Hände hat die Gestalt? In diesem Fall müssten es drei sein.) und erbarmungslos gegen die Wand gepresst.
Etwas stach ihr spitz in den Rücken. (Der Satz klingt an dieser Stelle für mich überflüssig. Es sticht ja oben schon)
Das Gesicht der Gestalt kam näher und näher. Helen fühlte den Atem auf ihrer Wange. Ein eiskalter Atem. Aus einem Mund mit blutleeren Lippen.
"Für dich ist alles vorbei, meine Liebe", hauchte die Gestalt tonlos.
"Geh weg!", schluchzte Helen und wandt sich im Griff der Gestalt hin und her.
"Du sollst für immer an mich denken." (Widerspruch, wenn alles vorbei ist, kann Helen nicht mehr für immer an ihn denken).
Wieder lachte die Gestalt (Wieso wieder? Hat sie schon gelacht?) heiser und drängte sich mit aller Gewalt an Helen heran.
Helen schrie. Sie schrie aus Leibeskräften. Sie schrie, wie sie es noch nie in ihrem Leben getan hatte. Ein unerträglicher Schmerz jagte durch ihren Körper. Etwas lief ihr feucht über Kinn und Hals, tropfte auf Bluse und Hose.
Blut.
Ihr Blut.
Helen wurde schwarz vor Augen. Dann sackte sie zusammen.



So, und jetzt meine Version.
Da findet sich auch sicher noch Kritikwürdiges. Immer her damit. Ich sortiere mir dann, was ich übernehmen möchte, und was nicht.
thumbbup

Ihre Stimme versagte, als sie schreien wollte: „Nein, nein! Lass mich!“ Entsetzt wich sie zurück bis an die kalte Wand. Das in einen schwarzen Umhang gehüllte Wesen, bäumte sich vor ihr auf und zeigte sein verächtliches Grinsen, auf seinem halbseitig von einer Maske bedeckten Gesicht. Immer näher kam es, ergriff ihre Schultern und presste sie schmerzhaft an die raue Wand. „Für dich ist alles vorbei, meine Liebe“, zischte es bedrohlich in ihr Ohr. Dann riss es ihren Kopf mit beiden Händen herum, sodass ihre Lippen sich fast berührten. Ihr stockte der Atem. Im gleichen Augenblick spürte sie einen Schmerz, der von ihren Lippen aus, den ganzen Körper durchfuhr. Warme Flüssigkeit lief über ihr Kinn und der metallische Geruch von Blut, raubte ihr die Sinne, als ihr schwarz wurde vor Augen. Ohnmächtig sackte sie zusammen.


Je mehr unterschiedliche Versionen man zur Verfügung hat, desto deutlicher wird meiner Ansicht nach, ob das, was man mit einem Text ausdrücken will, auch so beim Leser ankommt.

Benutzeravatar
AngelaB.
Beiträge: 395
Registriert: 18.05.2009, 16:12

Re:

von AngelaB. (13.09.2009, 15:36)
So, Leute!

Jetzt reicht es aber!

1. Ich habe um Kritik gewünscht, ja!
und die habe ich auch erhalten!
doch wenn einige Schlaumeiern von euch,
behaupten zu wissen, dass ich NUR LOB
einsacken möchte, dass ich NUR GUTES und
NICHTS SCHLECHTES hören möchte, der irrt
sich gewaltig!

Es kann doch nicht sein, dass ich einen so KURZEN
Text reingebe und wissen möchte, ob es euch
gefällt oder nicht! Und einige so gescheit sind, ihre
blöden, unpassenden Kommentare loszuwerden, finde
ich nicht gerecht! Nicht gerecht gebenüber mir, Walter,
Pooky oder sonst wem!

2. Ich sehe hier nicht ein, dass ihr Walter volle Kanne
fertig macht, nur weil er seine Meinung über Siegfrieds
Verbesserung hier niedergeschrieben hat!
Das finde ich echt nicht in Ordnung und auch wenn ich
mir jetzt hier ein paar Feinde schaffen werde:
Das - ist - nicht - normal !!!!

3. Walter hat ja auch Recht!
Hättet ihr die vorherigen Geschehnisse gelesen, die
vor dem Angriff auf das Mädchen stattfanden, dann
hättet ihr auch den Sinn dieses kleinen Textes
verstanden!
Ich jedoch habe ihn deshalb reingestellt, um zu erfahren
ob ich SCHEIßE schreibe oder nicht.

Ich bin nunmal kein Profi wie ihr es seit, auch stecke ich
noch immer in den Babyschuhen!

Doch die Einzigen, die den Sinn, warum ich den Text
reingestellt habe, verstehen, sind nunmal niemand
anderes als Walter, Pooky und ein paar andere.

Doch wenn noch einmal mir jemand unter die Nase reibt,
ich würde keine Kritik vertragen, . . . .
Denn Kritik vertrage ich sehr wohl!

Doch was das jetzt soll? Wundert euch nicht,
ich habe die Schnautze einfach nur voll.

57 Antworten für die Katz und mehr als 20 Leute, die
am Ende ihrer Nerven sind.
Wenn ich am Himmelszelt mit den
Sternen schreiben könnte, dann würde
ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

Benutzeravatar
T.Tharun
Beiträge: 142
Registriert: 07.09.2009, 17:52

Re:

von T.Tharun (13.09.2009, 17:49)
Richtig Angela =)
Und nein, du schreibst keine scheiße.
Außer vielleicht in deinem Beitrag grade eben, da kann man einiges Verbessern, aber der steht ja nicht zur Debatte. Liest sich sehr impulsiv.

Sag doch bitte ein wenig mehr über den Kontext, würde die Bewertung des eigentlichen Textes auf jeden Fall erleichtern.

Liebe Grüße,
T.Tharun

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5861
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (13.09.2009, 18:28)
Ursula Prem (Moderator) hat geschrieben:
Was aber, wenn der Abschnitt beispielsweise lautet:
"Na, Karl, wie geht es dir?", fragte Egon grinsend. "Hast du deine Schwiegermutter endlich um die Ecke befördert?"
"Ich bin rundherum zufrieden", lachte Karl. "Sie liegt nun mit Betonklötzen an den Füßen auf dem Grunde des Rheins. Zuhause herrscht nun eine geradezu köstliche Ruhe."

Es ist eben immer alles eine Frage des inneren Zusammenhangs, denke ich.


Ich glaube nicht, dass es eine Frage des Zusammenhangs ist. Ich stelle mir immer vor, meine Figuren stehen auf einer Theaterbühne und bekommen von mir ihre Dialoge vorgegeben. Und dann sage ich zu einer meiner Figuren: "Diesen Satz musst du lachen."

Wie macht man das, einen Satz lachen? :shock::

Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (13.09.2009, 18:36)
Siegfried hat geschrieben:
Wie macht man das, einen Satz lachen? :shock::


Hallo Siegfried,

das ist eine Frage des Subtextes, den man in einem Buch natürlich nur durch die Verwendung entsprechender Verben rüberbringen kann. Ausdruck, Tonfall, u.s.w.
Du kannst beim gesprochenen Vortrag ein und denselben Satz so unterschiedlich betonen, dass er genau das Gegenteil bedeutet.
In einem geschriebenen Text benötigst du dafür andere Mittel. Man könnte natürlich auch schreiben: ...", sagte er lachend. Hierbei taucht dann aber das missliebige Problem auf, dass, wie in einem schlechten Schulaufsatz, in jedem zweiten Satz das Verb "sagen" erscheint.

LG,
Ursula

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5861
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (13.09.2009, 18:38)
[quote="g.c.roth (Moderator)"]So, und jetzt meine Version.
Da findet sich auch sicher noch Kritikwürdiges. Immer her damit. Ich sortiere mir dann, was ich übernehmen möchte, und was nicht.


Nein, mache ich nicht mehr.
Weil - es will sich ja niemand verbessern.
Es will ja niemand anstregende und kritische Textarbeit leisten - weder von Autoren- noch von Kritikerseite.

Bleiben wir also lieber beim technischen Support, wie man Titelbilder in EasyCover hochlädt oder mit Open Office PDF-Dokumente erzeugt (mein Vorschlag).

Oder sollte es hier doch noch jemanden geben, der seine Schreibe wirklich verbessern will? :roll:

Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Marcel R.
Beiträge: 266
Registriert: 02.06.2009, 10:42

Re:

von Marcel R. (13.09.2009, 18:46)
Na gut dann mische ich mich auch mal kurz ein ...

Geht es hier eigentlich noch um Angelas Text oder nur noch über Kritik zu den Kritiken etc ...

@Siegfrid: lass es doch einfach mal auf sich beruhen. Das könnte dir sehr viel kostbare Lebenszeit ersparen ...
Ich bin ein 16 Jähriger Thrillerautor, der Momentan an seinem ersten richtigen Buch arbeitet.

www.twitter.com/marcelr93

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5861
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (13.09.2009, 18:50)
Ursula Prem (Moderator) hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
Wie macht man das, einen Satz lachen? :shock::


Du kannst beim gesprochenen Vortrag ein und denselben Satz so unterschiedlich betonen, dass er genau das Gegenteil bedeutet.
In einem geschriebenen Text benötigst du dafür andere Mittel. Man könnte natürlich auch schreiben: ...", sagte er lachend. Hierbei taucht dann aber das missliebige Problem auf, dass, wie in einem schlechten Schulaufsatz, in jedem zweiten Satz das Verb "sagen" erscheint.


"... sagte er lachend" überzeugt auch nicht. "... sagte er" ist ohnehin überflüssig, weil man durch die Anführungszeichen sieht, dass etwas gesagt wird. Ich versuche, dieses "sagte" weitestgehend zu vermeiden. Dafür nehme ich den Dialogsatz, beende oder unterbreche ihn, und lasse die Figur etwas tun.

"Ich bin rundherum zufrieden." Karl lachte.

"Ich bin rundherum zufrieden." Karl griff nach seiner Jacke und holte eine Schachtel Zigaretten aus der Innentasche.

"Ich bin rundherum zufrieden." Karl drehte sich mit ausgebreiteten Armen im Kreis und begann zu tanzen.

"Ich bin rundherum zufrieden." Karl setzte sich in den Sessel, schlug die Beine übereinander und legte die Arme weit ausgebreitet über die Rücklehne.


Kein "lachte er", kein "sagte er", kein "sagte er lachend".

Finde ich deutlich schöner (und auch logischer), als ein "lachte er". Denn ich glaube noch immer nicht, dass man Sätze lachen oder grinsen kann.

(Hinweis für andere: Das ist meine Meinung! Kein Urteil von oben. Keine Universalweisheit. Sondern mein Ergebnis anhand von Hinweisen von Lektoren und professionellen Autoren)

Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (13.09.2009, 18:56)
Siegfried hat geschrieben:
Finde ich deutlich schöner (und auch logischer), als ein "lachte er". Denn ich glaube noch immer nicht, dass man Sätze lachen oder grinsen kann.


Hallo Siegfried,
doch, ich glaube schon, dass man Sätze lachen kann. Würde man diese Sätze in wörtlicher Rede bringen, würden sie beispielsweise so aussehen:
"I-hi-hich bi-hin ru-hu-hundrum zu-hu-frie-hie-hieden!"

LG,
Ursula

Pooky
Beiträge: 35
Registriert: 19.08.2009, 18:45
Wohnort: Salzbergen

Re:

von Pooky (13.09.2009, 19:02)
Also mir ist durchaus bekannt, dass man "lachte er" schreibt. Habe ich auch schon benutzt, glaube ich.

Und einen ganzen Text ohne "sagte", "fragte", "keuchte", "wisperte", und so weiter, zu gestalten halte ich für fragwürdig.

Spätestens beim Vorlesen, weißt NUR du, wie die personen die Sätze sagen. Dieses muss auch anderen klar werden und lässt sich nicht immer aus dem Kontext schließen.

"Ich habe dich gestern mit dieser Frau gesehen", schluchzte sie und richtete den Blick auf den Boden.
"Ich habe dich gestern mit dieser Frau gesehen", brüllte sie ihm mit all ihrem Zorn entgegen.

Ich hoffe du verstehst, was ich meine.

Benutzeravatar
AngelaB.
Beiträge: 395
Registriert: 18.05.2009, 16:12

Re:

von AngelaB. (13.09.2009, 19:05)
HALLO??? So, das reicht!

Aufhören mit dem Schreiben!!

Und du, lieber Siegfried, hör auf zu schmollen!

Du benimmst dich doch genauso kindisch, wie dein hässlicher
Fratz auf deinem Avatar!


Hör - auf - damit! Das Thema is schon längst begraben! 8)
Wenn ich am Himmelszelt mit den

Sternen schreiben könnte, dann würde

ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5861
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (14.09.2009, 00:19)
Pooky hat geschrieben:
Also mir ist durchaus bekannt, dass man "lachte er" schreibt. Habe ich auch schon benutzt, glaube ich.


Mag sein. Ich halte es weiterhin für handwerklich schlecht (Achtung! Private Meinungsäußerung!) und für einen Punkt, weshalb Verlagslektoren eingereichte Manuskripte ablehnen

Pooky hat geschrieben:
Und einen ganzen Text ohne "sagte", "fragte", "keuchte", "wisperte", und so weiter, zu gestalten halte ich für fragwürdig.


Das habe ich auch nicht geschrieben. Ich habe geschrieben dass man sich das "sagte" sparen kann. Die Art und Weise, wie etwas gesagt wird, kann (und muss) man sehr wohl benutzen:

flüstern, schreien, brüllen, hauchen, keifen, murmeln, brummen, säuseln, deklamieren, skandieren, leiern, babbeln, brabbeln, plappern, tuscheln, schnattern, zetern ... Die volle Bandbreite. Nur "sagen" ist eben recht ... äh ... nichtssagend

Pooky hat geschrieben:
Spätestens beim Vorlesen, weißt NUR du, wie die personen die Sätze sagen. Dieses muss auch anderen klar werden und lässt sich nicht immer aus dem Kontext schließen.

"Ich habe dich gestern mit dieser Frau gesehen", schluchzte sie und richtete den Blick auf den Boden.
"Ich habe dich gestern mit dieser Frau gesehen", brüllte sie ihm mit all ihrem Zorn entgegen.

Ich hoffe du verstehst, was ich meine.


Wenn es um die Ausdrucksweise geht (schluchzte vs. brüllte), dann siehe oben.

Wenn es um die Erkennbarkeit des Sprechers geht, sind Sprecherverben nicht notwendig. Weil - zumindest bei mir - bei einem Sprecherwechsel ein Absatz kommt und damit recht eindeutig ist, wer spricht. Und wenn es in einem Dialog recht heftig hin und her geht, dann kann ich eine Figur innerhalb des Absatzes handeln lassen, womit der Dialog wieder eindeutig einer Figur zuzuordnen ist.

Beispieltext:

    Der Arzt kam, und Minetta beobachtete ihn stillschweigend, als er den Verband vom Oberschenkel nahm. Die Wunde war bis auf einen schmalen Spalt neuen rosafarbenen Fleisches ganz verheilt. Der Arzt schmierte eine rote antiseptische Salbe darauf, legte aber den Verband nicht mehr an. Minettas Herz schlug rasend. Sein Kopf zitterte und war leer wie ein Loch.
    Der Klang seiner Stimme überraschte ihn. »He, Doktor, wann komme ich raus?«
    »Was ist los mit Ihnen?«
    »Ich weiß nicht, ich bin heute morgen aufgewacht - wo bin ich eigentlich?« Minetta lächelte verwirrt. »Ich besinne mich, dass ich mit meinem Bein in einem anderen Zelt lag, und jetzt bin ich hier. Was hat das zu bedeuten?«
    Der Arzt sah ihn ruhig an. Minetta zwang sich zurückzustarren, aber trotz aller Anstrengung endete es mit einem schwachen Grinsen.
    »Wie ist Ihr Name?", fragte der Arzt.
    »Minetta.« Er gab seine Nummer an. »Kann ich heute raus, Doktor?«
    »Ja.«
    Minetta hatte ein gemischtes Gefühl von Beruhigung und Enttäuschung. In diesem Augenblick wünschte er geschwiegen zu haben.
    »So, und dann, Minetta, wenn Sie sich angezogen haben, möchte ich mit Ihnen sprechen.« Der Arzt wandte sich ab und sagte über die Schulter: »Entwischen Sie mir aber nicht! Das ist ein Befehl, ich muss mit Ihnen sprechen.«
    »Ja, Sir.« Minetta zuckte die Achseln. - Was ist los, fragte er sich.


Ein einziges (und zudem hinleitendes) Sprecherverb. Trotzdem kann der Leser dem Dialog folgen und das Gesprochene den jeweiligen Figuren zuordnen.

Ansonsten:
http://www.bod.de/autorenpool/dialoge-f ... ialog.html

Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Benutzeravatar
Thomas Becks
Beiträge: 2747
Registriert: 04.09.2007, 17:47
Wohnort: Ruhrgebiet

Re:

von Thomas Becks (14.09.2009, 03:14)
AngelaB. hat geschrieben:
Du benimmst dich doch genauso kindisch, wie dein hässlicher
Fratz auf deinem Avatar!


:lol: , lachte Thomas. Sorry, Siegfried.

Ps: Ich vermeide auch das "sagte ..." etc. und lasse meine Figuren erst nach ihren Handlungen sprechen. Beim Drehbuchschreiben geht das z.B. gar nicht. Deshalb eignet sich auch ein fertiges Drehbuch hervorragend für die Adaption zu einem Roman. Umgekehrt ist es wesentlich schwieriger.

Gruß Thomas

Ursula Prem (Moderator)

Re:

von Ursula Prem (Moderator) (14.09.2009, 07:18)
Siegfried hat geschrieben:
Pooky hat geschrieben:
Also mir ist durchaus bekannt, dass man "lachte er" schreibt. Habe ich auch schon benutzt, glaube ich.


Mag sein. Ich halte es weiterhin für handwerklich schlecht (Achtung! Private Meinungsäußerung!) und für einen Punkt, weshalb Verlagslektoren eingereichte Manuskripte ablehnen


Hallo Siegfried,

ein Punkt, weshalb Verlagslektoren eingereichte Manuskripte ablehnen. Hm.
Dann hat jemand wie Frank Schätzing aber Glück gehabt, dass der Verlag den "Schwarm" angenommen hat! Ich zitiere mal einen Satz von S. 707 der Taschenbuchausgabe, wo es heißt:
"Lächeln, Leon!", lachte Roscovitz. "Wir werden gefilmt."

Nicht nur ob eines solchen Ritterschlags für diese Ausdrucksweise bleibe ich dabei, (ebenfalls meine private Meinung!): Ich halte dies für keinen handwerklichen Fehler, sondern für eine legitime Form (von mehreren Möglichkeiten), innere Befindlichkeiten in knapper Form darzustellen. Ich bin mir nicht sicher, ob man einem Buch einen Gefallen tut, wenn man aus Vermeidungsgründen jede emotionale Regung mittels einer äußeren Vorgangsbeschreibung zu umschreiben sucht.

LG,
Ursula

Benutzeravatar
frauGeier83
Beiträge: 211
Registriert: 08.02.2009, 14:32
Wohnort: Riedlhütte

Re: Kritik

von frauGeier83 (14.09.2009, 09:01)
WalterJoergLangbein hat geschrieben:

Du hast am Text Angelas kein einziges »gutes Haar« gelassen.


Ich glaub, auch wenn es mich rein theoretisch nichts angeht, ist es Zeit, dass ich mich auch mal einmische. Dass mit dem >>guten Haar<< ist ein altbekanntes Problem. War bei meinem Text auch so. Da wurde genörgelt bis zur Unkenntlichkeit.

@Angela: Nimm es dir nicht so zu Herzen. Es wird immer jemand geben, der an deinen Texten kritisiert bis du glaubst, kein Mensch mehr zu sein. (Du bist sehr wohl kritikverträglich - Nur mal so angemerkt.) Versuche herauszufinden, was an diesen Kritiken für dich hilfreich ist. Alles andere, trage mit dem nächsten Müll zur Tür hinaus. Mir ist dasselbe passiert und Anfangs war ich echt der Meinung, ich sollte mein ganzes Buch löschen. Hab ich aber dann doch nicht getan, was wirklich gut war.

@Walter: Ich kann dich vollkommen verstehen. Es kann einfach nicht sein, dass man dermaßen kritisiert wird, dass einem Hören und Sehen vergeht. Ich finde solche Anmaßungen schade, denn kein Text kann so schlecht sein, dass man nicht das Beste darin findet. Es freut mich auch, dass endlich mal jemand sich getraut ha,t den Mund aufzumachen.

@Sigfried: *Bitte nicht allzu persönlich nehmen, da ich dich ja nicht kenne* Ich weiß nicht, ob du Antworten überliest oder einfach nicht lesen willst. Dir sind alle bisher freundlich begegnet, obwohl eigentlich kein Grund dazu bestünde. Du schaffst es bei jedem, das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl in den Keller zu jagen. Hast du schon mal davon gehört, wenn man Kritik übt, auch Lob üben sollte? Nur so wird die Kritik erfolgreich aufgenommen. Aber anscheinend willst du das nicht. Es hat sich ein Schema in deinen Kritiken abgezeichent, das alles andere als schön ist. Du kritisierst nur, sagst abert nie, ob auch was Gutes dabei war. Das geht auf den Geist!

Liebe Grüße
Simone

Liebe Grüße
Simone

PS: @Angela: Ich habe den Text verstanden... Und wenn du meine Meinung dazu willst, dann sag bescheid. Ich begeb mich hier nicht mit nackten Füßen auf glühende Kohlen :wink:
Zuletzt geändert von frauGeier83 am 14.09.2009, 09:09, insgesamt 1-mal geändert.
Bild

Zurück zu „Buchvorstellung: Belletristik“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.