Pressearbeit mit Hilfe von BoD

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Benutzeravatar
joasch
Beiträge: 19
Registriert: 24.08.2009, 22:30
Wohnort: Suhlendorf

Pressearbeit mit Hilfe von BoD

von joasch (14.09.2009, 16:05)
Hallo zusammen,

ich habe heute ein weiteres Mal einen ganzen Tag damit verbracht, Pressearbeit mit dem Pressepaket von BoD zu leisten. Ich mag von meinen Erfahrungen hiermit gerne einmal berichten.

Tatsächlich hatte ich mir das große Pressepaket bei BoD bestellt. Zuerst voller Zweifel, ob ich nicht übertreibe, fand ich während dieser Pressearbeit mancherlei Grund, mich zu freuen. Es freute mich, von BoD so zuverlässig bedient zu werden. Das persönliche Beratungsgespräch empfand ich insofern als recht hilfreich, weil ich mich auf die daran anschließenden Kontaktaufnahmen mit den Zeitungsverlagen zumindest einstimmen konnte. Die Tips empfand ich als sehr tauglich; in jeder Hinsicht hilfreich.

Dann erreichte mich das Paket von BoD per Post. Erstmal ´reingucken, dann staunen. Der Pressetext, frei verfaßt und interessant wie professionel war als erstes von mir gelesen. Ebenso die Autorenvita. Dann ging es los!

Erste Anrufe bei den von meinem Wohnort am nächsten gelegenen Redaktionen und höfliches Anfragen, ob ein Interesse an Rezensionen überhaupt bestünde. Keiner lehnte mein Angebot ab und ich versand meine Pressemappe mit e-mail, wenige auch mit der Post.

Ich glaube, vier Wochen arbeite ich bereits mit dem Paket, auf dem ja allerhand Adressen vermerkt sind. Ich arbeite mich durch. Inzwischen grase ich den mitteldeutschen Raum ab, landete in Dortmund und in Frankfurt außerdem in Erfurt. Der Süden ist gleich mit angesprochen. Sehr nett wars auch in München. Und ich bleibe weiterhin gespannt.

Tatsächlich ist es so, daß keiner der persönlich angsprochenen Redaktöre bisher auch nur ein Rezensionexemplar angefordert hat. Doch halt, das stimmt nicht ganz. Eines verschickte ich aus privatem Besitz nach Berlin, eines landete in der Redaktion meiner Heimatzeitung. Es ist vielleicht ein wenig enttäuschend, bisher noch nicht mehr Zuspruch gefunden zu haben. Allerdings mag ich mich damit vertrösten, daß, was noch nicht ist, aber noch kommen kann. Außerdem bin ich schon ganz froh, überhaupt Interessenten für meine Pressemappe gefunden zu haben. Auch so komme ich mit meinem Roman ganz langsam durch. Gut Ding braucht Weile, mag ich mich trösten.

Vielleicht hat der eine oder andere von euch ja einen Tipp, wie man die Pressearbeit noch effizienter getalten kann. Toll ist übrigens, in dieser Angelegenheit überall in Deutschland herumzutelefonieren und zu mailen. Wie klein das Land hierbei wird und ich denke, es nimmt mir die natürlichen Hemmungen, mich überhaupt in der Öffentlichkeit mit meinem Anliegen einer Buchveröffentlichung zu äußern.

Grüße von joasch :twisted:
... und erfuhr mancherlei des Tages und inmitten der Nacht und mein Atem stockte und mein Geist ward ganz gebannt.

Benutzeravatar
MarleneGeselle
Beiträge: 981
Registriert: 09.02.2009, 13:27
Wohnort: Hettingen

Re:

von MarleneGeselle (15.09.2009, 09:55)
Guten Morgen Joasch,

deinen Frust kann ich nur zu gut verstehen. Es ist mehr als schwierig, die Leute in den Redaktionen und Buchläden dazu zu bringen, sich mit BoD-Büchern zu befassen. Ein paar nette, nichtssagende Worte - und massives Desinteresse dahinter!! In vielen Redaktionen ist die Personaldecke mittlerweile so dünn, dass nur noch Fertiges von den großen Presseagenturen genommen wird. Dazu ein wenig Polizeiberichte und Vereinsgeschichten aus der Provinz, fertig ist das Blättchen. Man muss schon Geschäftsmann mit großem Werbeetat sein, wenn man vom Lokalredakteur oder gar vom Literatur-Kultur-Ressort bemerkt werden will. :twisted:

Bessere Erfahrungen habe ich mit Internet-Foren gemacht. In einigen bin ich ja auch aktiv, dort kann ich meine Leseproben reinsetzen und ein wenig Werbung machen. Wenigstens die wird gelesen. cheezygrin Kostenlose Newsblogs oder Online-Magazine sind auch eine Möglichkeit. Diese werden von Leuten gelesen, die sich keine klassische Zeitung halten.

Einigermaßen preiswerte Anzeigen lassen sich auf Portalen diverser Spezielgebiete schalten, wie z. B. Mittelalterportale bei historischen Krimis, Fachzeitschriften bei Sachbüchern usw.

Schau dich doch einfach mal in dem Bereich um.

Liebe Grüße und thumbbup
Marlene
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
www.marlenegeselle.de

Benutzeravatar
hawepe
Beiträge: 7138
Registriert: 15.04.2007, 21:26
Wohnort: Berlin

Re:

von hawepe (15.09.2009, 11:06)
Hallo Marlene,

MarleneGeselle hat geschrieben:
Man muss schon Geschäftsmann mit großem Werbeetat sein, wenn man vom Lokalredakteur oder gar vom Literatur-Kultur-Ressort bemerkt werden will. :twisted:


Nein, man muss als book on demand veröffentlichender Autor bloß - und mit dem folgenden spreche ich ausdrücklich nicht dich an - von seinem hohen Ross herabsteigen.

Leider neigen sehr viele von ihnen zu maßloser Selbstüberschätzung ihrer literarischen Möglichkeiten. Dummerweise widerspiegelt sich das nicht nur in ihren Werken, sondern genauso in den Texten, mit denen sie den Redaktionen ihre Bücher schmackhaft zu machen versuchen.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr annähernd 100.000 Titel neu aufgelegt. Aus ihnen können die Redaktionen nur Bruchteile von Promille auswählen, um sie ihren Lesern oder Hörern vorzustellen. Warum sollte gerade das eigene Werk ausgewählt werden?

Natürlich gibt es dafür Begründungen. Aber die in diesem Forum übliche, "weil es so phantastisch ist", löst in Redaktionen bestenfalls müdes Gähnen aus. Das steht nämlich in jeder zweiten Produktvorstellung.

Läst sich für eine Redaktion ein lokaler oder regionaler Bezug herstellen, ist es leichter, einen Fuß in die Tür zu bekommen. Aber man braucht nur die hier zahlreich eingestellten oder verlinkten Presseberichte lesen. In diesen Fällen geht es fast ausschließlich um den "Autor aus unserer Region". Literarische Fragen bleiben da weitgehend ausgeklammert.

Bessere Erfahrungen habe ich mit Internet-Foren gemacht. In einigen bin ich ja auch aktiv, dort kann ich meine Leseproben reinsetzen und ein wenig Werbung machen. Wenigstens die wird gelesen.


Eben, du bist dort aktiv. Leider meinen die meisten book on demand veröffentlichenden Autoren, sie müssten dort nur einmal ihre Werbung abkippen, um positive Beachtung zu finden.

Einigermaßen preiswerte Anzeigen lassen sich auf Portalen diverser Spezielgebiete schalten, wie z. B. Mittelalterportale bei historischen Krimis, Fachzeitschriften bei Sachbüchern usw.


Zielgruppen-spezifische Werbung ist natürlich immer die sinnvollste.

Ein paar Vorschläge für Werbung und Pressearbeit habe ich ansonsten unter http://www.pahlke-online.de/buchsatz/faq.html zusammengetragen.

Beste Grüße,

Heinz.

Benutzeravatar
joasch
Beiträge: 19
Registriert: 24.08.2009, 22:30
Wohnort: Suhlendorf

Hallo Marlene, grüß Dich, Hawepe

von joasch (15.09.2009, 16:50)
Marlene, der Frust stellt sich tatsächlich immer wieder ein, allerdings ist er mir auch in den meisten Fällen von den Redaktionen genommen, bei denen ich mich zuvor telefonisch meldete. Insgesamt habe ich eben auch begriffen, daß man nicht allzu große Erwartungen setzen sollte. Und dann sehe ich den Sinn meiner Aktivität mit dem Pressekapet eben darin, überhaupt auf das Werk aufmerksam zu machen. Und eben auch auf mich, dem Autoren.

Dein Hinweis auf das Internet ist sicherlich sehr wertvoll. Und hier habe ich auch bereits einige Werbungen gestartet. Was eine Erfolgsaussicht insgesamt anbelangt, so galube ich, muß man für sich selbst herausfinden, wo man hierbei die Priorität setzt. Und dann darf ich eben feststellen, daß ich mit der Buchveröffentlichungen, gleichermaßen auch mit der Pressearbeit, den hauptsächlichen Erfolg erreicht habe: er bedeutet mir das Erscheinen eines Buches als Resultat meiner schriftstellerischen Bemühungen. Pressearbeit gehört inzwischen zu meinem Renomee.



Hawepe, Du gibts auch mir interessante Hinweise hauptsächlich was eine Buchveröffentlichung bei BoD anbelangt. Leider redete ich mir selbst ein, BoD sei kein vollwertiger Verlag. Das hängt auch damit zusammen, daß kritische Stimmen anderer, auch die der Organe, die Autoren von BoD sehr leichtfertig herabwürdigen. Ich kann von mir sagen, daß ich viel lieber in diesem Verlag veröffentliche, weil mir so eine schleimige Klinkenputzerei bei anderen, womöglich großen Verlagen erspart bleibt. Durch BoD bin ich weiterhin als Schriftsteller aktiv, die Qualität der Bücher ist hinsichtlich der Buchausstattung sicherlich nicht schlechter, sondern wenigsten gleichwertig, wenn nicht sogar besser, als bei anderen Verlagen. Außerdem ist die Präsentation meines Buches gut. So gesehen, gibt es keinen Unterschied zu anderen Verlagen; außer den, das BoD sogar preiswerter ist. Ich glaube, daß muß man erst begriffen haben. Dann will ich es mir und anderen nämlich schnell ausreden, das BoD nicht gut verlegen würde. Ich ertappe mich bei einem eigenartigen Verlags-und Buch-Fetischismus, wenn ich mir einreden würde, daß der Buchveröffentlichung bei BoD irgend etwas fehlt, was andere dem Autoren vielleicht zu bieten hätten. Ich glaube dort ist dem Autoren die Chance zum persönlichen Engagement sehr leicht genommen und die Sachen liegen nur herum, geraten ins Hintertreff, bis sie ganz verschwinden. - Ohne, daß man etwas dagegen tun kann.

Herzlichen Dank für Eure wertvollen Beiträge und

liebe Grüße von joasch book:
... und erfuhr mancherlei des Tages und inmitten der Nacht und mein Atem stockte und mein Geist ward ganz gebannt.

Benutzeravatar
Seshmosis
Beiträge: 644
Registriert: 09.10.2007, 20:49
Wohnort: Binzwangen

Re:

von Seshmosis (15.09.2009, 17:14)
joasch hat geschrieben:
So gesehen, gibt es keinen Unterschied zu anderen Verlagen; außer den, das BoD sogar preiswerter ist.

Äh, wie bitte?
Ich sehe da schon einen Unterschied:
Ich habe meinen Roman "Der Nomadengott" zuerst bei BoD veröffentlicht und dafür bezahlt. Dann gewann er den BoD Autoren Award und wurde für mehrere Literaturpreise nominiert.
Dann hat der Heyne Verlag den Roman übernommen, und hat mich dafür bezahlt. Mit einem Garantiehonorar und Verträgen für weitere bezahlte Romane.
Das ist für mich ein gewaltiger Unterschied!

Sorry, für das off topic.

Benutzeravatar
Haifischfrau
Beiträge: 3844
Registriert: 04.02.2008, 15:07

Re:

von Haifischfrau (15.09.2009, 17:32)
Hallo zusammen,

mit dem Werbepaket von BoD kommt man nicht weit - das ist KEINE Kritik an BoD, sondern eine Tatsache, die den Gesetzmäßigkeiten des Marktes unterliegt.

Man muss die Zielgruppen ansprechen - und das sind i.d.R. nicht die Medien - bestenfalls Fachmedien, man muss Lesungen halten und dabei die Zielgruppen motivieren, zum Zuhören zu kommen (und das Buch zu kaufen).

BoD ist kein Verlag im klassischen Sinne. Dies hat auch Vorteile: jeder kann selbstbestimmt veröffentlichen, kann sich die mühsame und meist frustrierende Suche nach "richtigen" Verlagen ersparen. Dies ist zugleich auch ein Nachteil, weil eben auch Bücher bei BoD veröffentlicht werden können, die die Zumutbarkeitsgrenze überschreiten (dies ist aber auch bei DKZV der Fall).

"Richtige" Verlage übernehmen die Werbung - was allerdings auch keine Garantie für hohe Verkaufszahlen darstellt. Und auch diese Verlage publizieren einiges an Mist - allerdings ist dieser Mist dann wenigstens lektoriert, von Rechtschreib- und Grammatikfehlern bereinigt. Und oft ist es so, dass anspruchsloses Gedöns (z.B. Charlotte Roche) sich besser verkauft, als niveauvolle, herausfordernde Lektüre.

Und schließlich: ob dieses Forum sich als Werbeplattform eignet, wage ich zu bezweifeln.

Gruß
Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

Benutzeravatar
joasch
Beiträge: 19
Registriert: 24.08.2009, 22:30
Wohnort: Suhlendorf

Hallo Seshmosis, Haifischfrau!

von joasch (15.09.2009, 20:15)
Dann hat der Heyne Verlag den Roman übernommen, und hat mich dafür bezahlt. Mit einem Garantiehonorar und Verträgen für weitere bezahlte Romane.
[/list]

Womit für Dich aber auch BoD der Einstieg gewesen ist. Du hattest viel Glück, möchte ich meinen. Meine Erfahrung beim Schriftverkehr mit renomierten Verlagen, wobei ausgerechnet der Heyne-Verlag von mir nicht kontaktiert wurde, allerdings andere, bot mir eine Arroganz im Umgang mit meinen Anliegen, die von einer Dekadenz zeugt, wie sie tatsächlich unerhört ist. Ich glaube, gerade durch dieses Verhalten können dann auch plötzlich dubiose Literatur-Agenten auf den Plan treten, die hilfesuchende Autoren schlichtweg fertig machen. Auch hier habe ich gelegentlich Erfahrungen gemacht, die von einer Dekadenz zeugen, wie sie nur im Geschäftsverkehr des Bordellwesens üblich ist.

Ich glaube, dann verzichtet man lieber auf vertraglioche Bindungen und bleibt in seinen Ansprüchen ausreichend bescheiden. Dann bleibe ich wenigstens unerpressbar.

Und schließlich: ob dieses Forum sich als Werbeplattform eignet, wage ich zu bezweifeln.


Ich stimme Dir mit diesem zitierten Argument vollkommen zu. So ist dieses Forum auch nicht gedacht. Es dient ausdrücklich dem Austausch. Was meine Erfahrung mit Werbung anbelangt, ist diese natürlich bisher nicht sehr aufwendig gewesen. Die Anzeigen die ich geschaltet habe, brachten sogar keinerlei Verkaufszunahmen, soweit ich es überblicken konnte. Werbung provoziert und schreckt vielfach nur ab. Deshalb muß man sie auch nur dezidiert einsetzen. Aber durch sie sah ich meinen Roman immerhin bereits in einer Gesellschaft renomierter Erfolgs-Romane wie Harry Potter o. andere. Der Roman war da. Solange man ein Publikum nicht bedrängt , bleibt es langfristig gewogen und vielleicht sogar interessiert. Garantien gibt es sicherlich keine.

Grüße von joasch

Benutzeravatar
Seshmosis
Beiträge: 644
Registriert: 09.10.2007, 20:49
Wohnort: Binzwangen

Re:

von Seshmosis (15.09.2009, 20:44)
jaosch hat geschrieben:
Du hattest viel Glück, möchte ich meinen.

Meinst Du?
Vielleicht habe ich ja auch einfach nur ein gutes Buch geschrieben?
Eines, das handwerklich in Ordnung war, das eine gute Geschichte ansprechend und spannend erzählt?
Einen Roman, den eine große deutsche Tageszeitung dann als täglichen Fortsetzungsroman gedruckt hat.
Glück?
Nicht alles im Leben läuft über Lotterielos und Lottoschein.

Und erpressbar bin ich durch meine Romane beim Heyne Verlag sicher nicht. Ich habe sie genauso geschrieben, wie ich sie schreiben wollte.
Áußerdem habe ich die Freiheit, weiterhin bei BoD, Shaker und auch kleinen und mittleren Verlagen meine Projekte zu realisieren.
Da steht nicht mal ein böser, schwarzer Mann von der Bücher-Mafia vor der Tür, der mir die Schreibfinger bricht.

Benutzeravatar
joasch
Beiträge: 19
Registriert: 24.08.2009, 22:30
Wohnort: Suhlendorf

Ja, das glaube ich Dir sogar!

von joasch (15.09.2009, 20:56)
Seshmosis hat geschrieben:
jaosch hat geschrieben:
Du hattest viel Glück, möchte ich meinen.

Meinst Du?
Vielleicht habe ich ja auch einfach nur ein gutes Buch geschrieben?
Eines, das handwerklich in Ordnung war, das eine gute Geschichte ansprechend und spannend erzählt?
Einen Roman, den eine große deutsche Tageszeitung dann als täglichen Fortsetzungsroman gedruckt hat.
Glück?
Nicht alles im Leben läuft über Lotterielos und Lottoschein.

Und erpressbar bin ich durch meine Romane beim Heyne Verlag sicher nicht. Ich habe sie genauso geschrieben, wie ich sie schreiben wollte.
Áußerdem habe ich die Freiheit, weiterhin bei BoD, Shaker und auch kleinen und mittleren Verlagen meine Projekte zu realisieren.
Da steht nicht mal ein böser, schwarzer Mann von der Bücher-Mafia vor der Tür, der mir die Schreibfinger bricht.


übrigens bin ich selbst mit einer Erstveröffentlichung beschäftigt und begab mich erst seit Anfang des Jahres auf Erfahrungssuche. Ich bin hierbei auch nicht auf den Bauch gefallen, mußte aber einige Entäuschungen einstecken und nur ein dubioses Angebot abwehren. Hierbei entwickele ich Standpunkte und entwerfe neue Strategien (hoffnunggetragen). Zurück zum Pressepaket: Es hilft natürlich enorm bei der Öffentlichkeitsarbeit und die ist Schriftstellern auf ewig unerlässlich. Und man will ja auch schließlich nicht nur für den Verkauf seiner Werke sorgen, sondern ich will schreiben. Und ich denke mir dann, was auch geschieht, bei BoD liegen dann die Werke bereit und man kann jederzeit darauf zurück greifen. Eine gute Chance für neue Gelegenheiten.

joasch
... und erfuhr mancherlei des Tages und inmitten der Nacht und mein Atem stockte und mein Geist ward ganz gebannt.

xenia

Re:

von xenia (15.09.2009, 21:56)
? ? ? Ich glaube, du hast Seshmosis` Stellungnahme nicht richtig verstanden. :roll:

Benutzeravatar
joasch
Beiträge: 19
Registriert: 24.08.2009, 22:30
Wohnort: Suhlendorf

Hallo!

von joasch (16.09.2009, 09:57)
Ja, es kann sein. Aber vielleicht etwas von dem, was er zu sagen hatte. Wie dem auch sei, irgendwie kann man schon etwas für sich herausziehen.

Liebe Grüße von joasch

(ps. plötzlich erscheint mein Synomym so verdreht in der Anzeige. Weiß gar nicht, wie man es korrigieren kann.)
... und erfuhr mancherlei des Tages und inmitten der Nacht und mein Atem stockte und mein Geist ward ganz gebannt.

Benutzeravatar
Seshmosis
Beiträge: 644
Registriert: 09.10.2007, 20:49
Wohnort: Binzwangen

Re: Hallo!

von Seshmosis (16.09.2009, 10:57)
joasch hat geschrieben:
(ps. plötzlich erscheint mein Synomym so verdreht in der Anzeige. Weiß gar nicht, wie man es korrigieren kann.)

Der Buchstabendreher stammt von mir, weil ich Deinen Nick von Hand eingefügt hatte.

Ich weiß allerdings nicht, wie Du meinen Beitrag verstanden hast.
Ich wollte damit sagen, dass es zu allererst darauf ankommt, ein gutes Manuskript bzw. Buch zu schreiben - unabhängig vom "Glück" ist das die Voraussetzung..
Und ich wollte darauf hinweisen, dass die "großen Verlage" nicht der große böse Wolf sind, der den Autoren-Geißlein auflauert.
Allerdings muss man sich auch dort als Autor für sein Buch einsetzen und aktiv werden.
Wenn man nicht zu den 10 Premium-Titeln pro Halbjahr gehört, ist persönlicher Einsatz gefragt.

Benutzeravatar
Judith
Beiträge: 3903
Registriert: 05.08.2007, 10:45
Wohnort: Schwobaländle

Re:

von Judith (16.09.2009, 12:21)
Ich muss Sesh zustimmen, ich habe auch keine schlechten Erfahrungen mit den großen Verlagen gemacht. Gut, bisher gab es nur Absagen, aber wenn bei den Großen (wie ich nun schon mehrmals von Verlagsseite gehört habe) nur eines von 2.000 oder 2.500 unverlangt eingesandten Manuskripten pro Jahr drucken können, dann muss man schon verdammt gut sein, ins Konzept passen, nicht gerade ein Thema haben, das schon abgedeckt ist (also auch ein kleines bisschen Glück). Manchmal bekomme ich nur Formbriefe (Random House fehlt sogar der Hinweis, um welches Manuskript es sich handelt), doch habe ich auch von mehreren großen Verlagen (z.B. dtv) schon sehr freundliche Absagen mit mehrseitiger Beurteilung des Manuskripts bekommen. Gerade gestern war wieder eine im Kasten. Zunächst eine Ablehnung, dann aber:

Allerdings haben mir Ihr Sprachstil und Ihr Ideenreichtum gut gefallen. Daher würde ich mich freuen, wenn Sie mich auf dem Laufenden halten würden ...

Das finde ich nun nicht dekadent.

Ich habe die Lektorin angerufen und gefragt, ob es ein Formbrief sei, sie meinte es aber ernst und bittet um weitere Manuskripte. Bei einem anderen Verlag (einer der größten im Kinder- und Jugendbuchbereich) durfte ich auch schon das komplette Manuskript einsenden und wurde erst bei der Programmleitung "ausgesiebt", wiederum mit detaillierter Begründung und der Bitte, weitere Texte zu schicken.

Anfangs bekam ich nur Formabsagen. Dann habe ich verstärkt gelesen, was veröffentlicht worden ist und mich daran orientiert. Und siehe da: Immerhin bei einem kleinen und einem mittelgroßen Verlag bin ich untergekommen und (unabhängig davon, weil schon vor den Veröffentlichungen) von großen wahrgenommen worden. Ohne "Vitamin B" oder sonstiger Hilfsmittel. Nun muss ich noch das fehlende Stück besser werden, damit ich eine von den 2.500 werde. Man darf sich nicht ausruhen und denken, man sei schon perfekt genug, denn die Konkurrenz ist sehr, sehr groß.

Grüßle,
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Benutzeravatar
joasch
Beiträge: 19
Registriert: 24.08.2009, 22:30
Wohnort: Suhlendorf

Hallo Seshmosis

von joasch (16.09.2009, 17:13)
Schön daß Du Dich meldest. Wichtig ist mir folgende Aussage aus Deinem letzten Beitrag:

Allerdings muss man sich auch dort als Autor für sein Buch einsetzen und aktiv werden.


Ich glaube, daran haperte es bis hier hin noch am meisten bei mir. Und ich habe auch schon eine nette Absage bekommen, die mich nicht geärgert hatte. Es handelte sich allerdings auch um das erste Manuskript, das ich lektoratsreif abgeschickt hatte. Mir war außerdem auch sehr nett mitgeteilt, daß mein Manuskript nicht in das Verlagsprogramm passe. Mit dem Hinweis auf andere Verlage, die sich vielleicht doch interessieren.- So schlecht ist meine Erfahrung dann auch nicht.

Deine oben zitierte Bemerkung will ich wirklich beherzigen. für eine Buchveröffentlichung ist sicherlich Einsatz gefragt.

Grüße von joasch
Zuletzt geändert von joasch am 16.09.2009, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.
... und erfuhr mancherlei des Tages und inmitten der Nacht und mein Atem stockte und mein Geist ward ganz gebannt.

Benutzeravatar
joasch
Beiträge: 19
Registriert: 24.08.2009, 22:30
Wohnort: Suhlendorf

Hallo Judith!

von joasch (16.09.2009, 17:33)
Ich habe eben Deine Homepage aufgeschlagen und ich stelle fest, daß Du ja eigentlich im Buchhandel als Schriftstellerin etabliert bist. Trotzdem immer noch die Absagen; ich finde es schade für Dich.

Deine sehr ausführlichen Schilderungen in Deinem Kommentar finde ich sehr hilfrich, gleichermaßen sehr mutmachend. Ich schätze Dich, so wie ich eben Deine Cover studierte, eher als eine Erzählerin ein. Das bin ich in meinen Werken übrigens auch. Die letzten drei Arbeiten, die ich schrieb, haben allerdings einen lyrischen Anspruch. Und Lyrik hat in der Bücherszene eben auch einen besonderen Platz, der als besonders schwer zu behaupten gilt. Seit langem habe ich eine "Mir-ganz-egal-Haltung" dazu angeeignet; ich habe beschlossen, mich nicht zu kompromitieren. Und ich entwickelte einen schönen Zweck-Optimismus in meinem Anliegen.

Vieles aus Deiner Erfahrungs-Schatz-Kiste habe ich sehr gerne gelesen und ich will manches davon beherzigen. Zum Pressepaket möchte ich anmerken, daß es in der Hauptsache für einen relativen Bekanntheitsgrad sorgen kann. Und man wird auch bei allen Aktivitäten hierbei feststellen, daß alles, was man so wollte, nicht geht. So scheint es mir in der Bücherszene, vielleicht im ganzen Öffentlichen Leben zu sein: Nur das Unmögliche streben wir an, wie wir es gleichermaßen sofort wieder ausschließen. - (Ach, ich weiß nicht!)

Herzliche Grüße von joasch
... und erfuhr mancherlei des Tages und inmitten der Nacht und mein Atem stockte und mein Geist ward ganz gebannt.

Zurück zu „Self-Publishing“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.