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Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


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hawepe
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Re:

von hawepe (28.09.2009, 11:08)
Hallo Maren,

MaKü hat geschrieben:
Also würdet ihr mir abraten, in Rechtschutz zu gehen?


Falsche Fragestellung.

Die Frage ist vielmehr, findest du eine bezahlbare Rechtsschutzversicherung, die solche Auseinandersetzungen abdeckt? Und welchen Weg findest du, dass sie die Kosten übernimmt, obwohl der rechtliche Beginn des Rechtsstreits in der Vergangenheit liegen dürfte.

Aber wie kann ich das sonst machen, daß ich heile aus dem Vertrag rauskomme und die Rechte zurückkriege?


Wenn die vertraglich vereinbarte Auflage verkauft ist, hast du wieder die alleinigen Nutzungsrechte. Da der DKZV die Bücher - zumindest offiziell - allerdings gedruckt haben dürfte, dauert das, wenn du die Auflage nicht selbst aufkaufst.

Wenn du eine reale Chance siehst, die Bücher verkaufen zu können, verhandele mit Wagner über eine Vertragsauflösung. Aber ich befürchte, dass du eine Auflagenhöhe jenseits von gut und böse vereinbart hast. Dann würde ich es lassen und die Bücher lieber bedarfsgerecht zum Eigenvertrieb kaufen. Dann kommen sie wenigstens unter das Volk und du butterst nicht noch weiter Geld dazu.

Beste Grüße,

Heinz.

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Ruth
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Re:

von Ruth (28.09.2009, 11:31)
@ Maren:

Mich würde mal eine ganz andere Frage interessieren: Nämlich, wie du überhaupt an so einen DKZV gekommen bist? Das ist echt der Hammer, 8000 Euro für die 2 Bücher zu bezahlen. Haben da bei dir nicht die Alarmglocken ALARM geschlagen???
Meine Bücher bei BoD:

- Herzklopfen und Sachertorte
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MaKü
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Re:

von MaKü (28.09.2009, 15:11)
Tjaaa... Gute Frage. Erstmal habe ich mich überreden lassen, meine Bücher drucken zu lassen. Denn eigentlich wollte ich lieber alles für mich behalten. Wenn man es ironisch sieht, ist es ja jetzt irgendwie so, wie ich es haben wollte :lol: Nur, daß ich Ärger am Hacken habe. Jedenfalls habe ich mich überreden lassen und im Internet einen Verlag gesucht. Auf der Seite vom Wagner Verlag hörte sich alles so toll an, vor allem, weil sie nicht viel am Text ändern - und ich wollte doch, daß der Text von MIR ist (sehr kindisch, nicht wahr?). Ich habe also meine Manuskripte hingeschickt. Bald schon kam Antwort, daß ich "so lebendig" geschrieben hätte, daß sie "begeistert" wären, bla, blubb. Anbei war ein Vertrag, den ich, wenn ich immer noch Lust hätte, da ein Buch drucken zu lassen, zurückschicken sollte. Da standen die Preise drin. Erst war ich geschockt. Doch passenderweise lief gerade da im Radio ein Beitrag über Hobby-Schriftsteller. Und diese Hobby-Schriftsteller sagten, es wäre ganz normal, wenn man als Laie dafür bezahlen müßte. Okay, dachte ich, wenn die das sagen... So kam ich zu meinem ersten Buch. Ein Jahr später - ich habe da noch keine Probleme mit dem Verlag gehabt - wurde ich wieder überredet, die Fortsetzung drucken zu lassen. Ich dumme Kuh habe gehört und das gemacht. So wurde ich eine Menge Geld los und habe dafür Probleme bekommen, die ich, hätte ich nicht auf die liebe Familie gehört, nie gehabt hätte. So war das.
Viele Grüße
Maren
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hawepe
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Re:

von hawepe (29.09.2009, 07:38)
Hallo Maren,

MaKü hat geschrieben:
So wurde ich eine Menge Geld los und habe dafür Probleme bekommen, die ich, hätte ich nicht auf die liebe Familie gehört, nie gehabt hätte.


Hoffentlich hast du daraus gelernt, dass man Vorschläge anderer Menschen immer gründlich prüft, bevor man sie aufgreift.

Ich schreibe das nur, weil es auch in diesem Thread Vorschläge gibt, die sehr teuer werden können.

Dazu gehört auch die leichtfertige Empfehlung, einfach einen Rechtsanwalt zu konsultieren. Auch die sogenannte "Erstkonsultation" kostet im Gegensatz zur landläufigen Meinung bereits Geld, und das unabhängig davon, ob sie in der Anwaltskanzlei oder am Telefon stattfindet. War gerade Thema in einer Webdesign-Mailingliste.

Beste Grüße,

Heinz.

MaKü
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Re:

von MaKü (29.09.2009, 09:33)
Das nächste Mal höre ich auf mein Bauchgefühl smart2 Und wenn nicht, bin ich selbst schuld, wenn was ist. Unter uns: So blöd kann man ja nicht immer sein. Ich habe dazu gelernt. Nur leider auf die harte Tour.

Viele Grüße
Maren
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Ruth
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Re:

von Ruth (29.09.2009, 15:07)
@ Maren:

Ich weiß nicht, aber ich glaube, jeder Hobbyautor ist schon mal an einen DKZV geraten, oder?

Als ich von einem Verlag hörte, der neue junge Autoren suchte, schrieb ich natürlich auch hin und schickte ein Manuskript bei. Die Antwort war berauschend: Toller Stil, super Geschichte - und anbei ein Vertrag, ich hätte auch um die 4000 Euro zahlen sollen.

Da stand ich nun: Der Traum, den ich seit Kindheit hatte, ein Buch zu veröffentlichen, in greifbarer Nähe.

Doch dann meldete sich mein Verstand, der sagte: Das kann nicht sein. Ich müsste doch Geld vom Verlag bekommen, für das was ich schreibe? Warum soll ich dafür noch zahlen?

Das heißt: Ich habe das Angebot nicht angenommen, sonst hätte ich mich womöglich als Auszubildende komplett ruiniert.

Heute bin ich froh, mehr über solche Verlage zu wissen und um sie einen großen Bogen mache.

Ich hoffe, du kommst da gut raus und bist mit BoD erst mal auf der sicheren Seite, denn die Preise und Leistungen kennst du auf einen Blick, da kommen keine versteckten Kosten auf dich zu.

Liebe Grüße
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skipteuse
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Re:

von skipteuse (29.09.2009, 16:31)
Vielleicht versuchst es mal beim Verbraucherschutz - evtl. kann man dir dort weiterhelfen oder dich weitervermitteln ...

Ganz lieben Gruß und: Kopf hoch: Jetzt ist das "Kind zwar in den Brunnen gefallen", aber noch ist keiner ertrunken ... angle:


Barbara

MaKü
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Re:

von MaKü (29.09.2009, 16:49)
Ich habe dem Verlag eine Mail geschrieben. In zwar nicht frechem, aber doch energischem Ton habe ich geschrieben, daß meine Bücher praktisch nirgends zu haben sind; gefragt, wie das denn sein kann; ich habe gefragt, warum die Großhändler die nicht mehr haben; warum ich 20 Euro im Minus stehe u.s.w.
Sie antworteten mir ziemlich schnell (mit der Post hätte es Wochen gedauert). Das mit den Großhändlern haben sie begründet, wie Marc auch schon geschrieben hat; daß diese die nichtlaufenden Bücher zurückschicken. Okay, kann ich verstehen, ist ja ihr Geschäft. Ausgebildete Buchhändler würden aber schon wissen, wie sie an die gewünschten Bücher kommen, wenn sie jemand bestellen möchte. "Es kommt immer darauf an, wie groß das Interesse des Buchhändlers ist, ein Buch zu besorgen." schreiben sie.
Was den Minusbetrag angeht, verstehe ich leider immer noch Bahnhof. Ich habe eben eine Mail zurückgeschrieben, mit ein paar Fragen zu der Erklärung. Ich frage mal euch, wie ihr das verstehen würdet:
"... Falls Sie ein Minus in Ihrer Abrechnung haben, liegt das an zurückgesandten Büchern der Großhändler. Diese haben die Möglichkeit, das Buch nach Erhalt drei Jahre später wieder zurückzusenden. Sie als Autor haben aber für diese Bücher bereits Ihr Honorar erhalten, so dass wir nun leider gezwungen sind den Betrag wieder abziehen zu müssen."
Das mit den Großhändlern ist - wie gesagt - einleuchtend. Mit den 3 Jahren habe ich so meine Probleme. Es sind noch keine 3 Jahre um und trotzdem wurden sie schon lange zurückgeschickt. Oder könnte es "innerhalb von drei Jahren" bedeuten? Das mit dem Honorar bereitet mir Kopfzerbrechen. Ich verstehe das so, daß ich für die ganze Auflage schon Honorar bekommen haben soll, egal ob verkauft oder nicht - und jetzt ziehen sie mir das Honorar für die zurückgekommenen Bücher wieder ab. ABER: Ich habe nur ein paar Eurochen für an Leser verkaufte Bücher erhalten. Sonst nichts. Verstehe ich da was falsch? Oder versteht ihr das genauso? Irgendwie wird man ja ganz blöd dabei.
Der Minusbetrag wird auch immer größer. Ich frage mich warum? Das habe ich auch eben in der Mail gefragt. Ebenso habe ich nach Nachweisen für Werbung ihrerseits verlangt. Mal sehen, ob da was kommt. Mal sehen, was sie noch so schreiben.
Das Fazit kann ich mit den Worten Fausts beschreiben: Da steh ich nun, ich armer Thor und bin so schlau als wie zuvor!
Wenn ich das so sehe, habe ich doch keine realen Chancen, da herauszukommen, oder nicht? Einen Rechtsschutz zu finden, der so einen Fall übernehmen würde, ist fast unmöglich und zudem teuer. Einen Anwalt zu finden, der sich mit sowas auskennt ist genauso fast unmöglich und teuer. Bleiben folgende Möglichkeiten:
1. Ich kündige und kaufe die Bücher ab, um sie dann selbst unter die Leute zu bringen. Das dürfte aber bei 2000 Exemplaren je Roman mehr als teuer werden. Abgesehen von der Lagerung.
2. Ich kündige und lasse den Verlag die Restauflage verkaufen. Das hat aber auch Nachteile, weil ich meine Rechte erst dann wiederkriege, wenn alle Bücher restlos verkauft wurden - was wohl niemals der Fall sein wird.
3. Ich lasse alles so, wie es ist. Der Minusbetrag wird wahrscheinlich dann noch weiter wachsen - und ich werde den Ärger niemals los.
Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Jedenfalls sehe ich keine. Eine schwere Entscheidung. Ich könnte mich in den Allerwertesten beißen! Wie konnte ich nur so blöd sein? Und das auch noch zweimal?
Danke für eure Tips! Ohne euch würde ich vielleicht ebenso blauäugig wieder irgendeinen Mist machen! Danke!

Viele Grüße
Maren
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Arachne
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Re:

von Arachne (29.09.2009, 18:14)
MaKü hat geschrieben:
Ich frage mal euch, wie ihr das verstehen würdet:
"... Falls Sie ein Minus in Ihrer Abrechnung haben, liegt das an zurückgesandten Büchern der Großhändler. Diese haben die Möglichkeit, das Buch nach Erhalt drei Jahre später wieder zurückzusenden. Sie als Autor haben aber für diese Bücher bereits Ihr Honorar erhalten, so dass wir nun leider gezwungen sind den Betrag wieder abziehen zu müssen."
Das mit den Großhändlern ist - wie gesagt - einleuchtend. Mit den 3 Jahren habe ich so meine Probleme. Es sind noch keine 3 Jahre um und trotzdem wurden sie schon lange zurückgeschickt. Oder könnte es "innerhalb von drei Jahren" bedeuten? Das mit dem Honorar bereitet mir Kopfzerbrechen. Ich verstehe das so, daß ich für die ganze Auflage schon Honorar bekommen haben soll, egal ob verkauft oder nicht - und jetzt ziehen sie mir das Honorar für die zurückgekommenen Bücher wieder ab. ABER: Ich habe nur ein paar Eurochen für an Leser verkaufte Bücher erhalten. Sonst nichts. Verstehe ich da was falsch?


Hallo Maren,

Ja, bestimmt heißt das "innerhalb von 3 Jahren".

Und das andere ist grundsätzlich auch bei BOD-Anbietern so. Nehmen wir mal an, Amazon ordert 20 Deiner Bücher. Dann bekommst Du von - sagen wir Shaker - Deine Marge für diese Bücher im nächsten Monat ausbezahlt. 6 Monate später schickt Amazon 15 Bücher wieder zurück. Dann würdest Du mit der Marge für diese 15 Bücher belastet, solange bis Du wiederum 15 verkauft hast. Und deshalb wird das Minus wahrscheinlich größer, weil eben keine mehr verkauft werden.

Das muß doch in Deinem Vertrag geregelt sein. Was steht denn da zu dem Thema Ausschüttung?

Sigrid

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hawepe
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Re:

von hawepe (29.09.2009, 23:22)
Hallo Maren,

MaKü hat geschrieben:
Bleiben folgende Möglichkeiten:
1. Ich kündige und kaufe die Bücher ab, um sie dann selbst unter die Leute zu bringen. Das dürfte aber bei 2000 Exemplaren je Roman mehr als teuer werden. Abgesehen von der Lagerung.


Selbst mit vielen Lesungen dürften sich 4000 Bücher kaum verkaufen lassen.

2. Ich kündige und lasse den Verlag die Restauflage verkaufen. Das hat aber auch Nachteile, weil ich meine Rechte erst dann wiederkriege, wenn alle Bücher restlos verkauft wurden - was wohl niemals der Fall sein wird.


Genau. Andererseits: Warum möchtest du die Rechte wiederhaben? Um die Titel neu aufzulegen? Dann könntest du auch die vorhandenen Bücher verkaufen.

3. Ich lasse alles so, wie es ist. Der Minusbetrag wird wahrscheinlich dann noch weiter wachsen - und ich werde den Ärger niemals los.


Du könntest natürlich auch aktiv in die Vermarktung deiner Bücher einsteigen. Dann wirst du wenigstens diese Zahlungen los und bekommst vielleicht auch ein paar Euro Honorar.

Andere Möglichkeiten gibt es nicht.


Doch. Du könntest dir überlegen, ob du dem Verlag die Auflage unter Verzicht auf alle Honoraransprüche überlässt.

Beste Grüße,

Heinz.

MaKü
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Re:

von MaKü (30.09.2009, 09:49)
Hallo Heinz! Ich glaube, du bist hier der Fels in der Brandung!
Meine Rechte wiederzubekommen - hm, warum ist mir das wichtig? Neu drucken lassen möchte ich nicht. Ich möchte eben einfach, daß meine Romane wieder ganz alleine MIR gehören. Daß ich damit machen kann, was ich will.
Was die Vermarktung betrifft... Nun ja, da bin ich ziemlich geteilter Meinung. Einerseits wäre es schön, einen Teil des Geldes wieder reinzubekommen. Andererseits - und das ist auch u.a. der Grund, warum ich mich in den letzten Monaten mit Werbung so schwer tue - ich habe mich schriftlich weiterentwickelt. Wenn ich jetzt in meine Bücher schaue und drin stöbere, dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln, was ich teilweise für einen Stuß geschrieben habe, bzw. wo ich denke, das hätte ich so oder so (be)schreiben sollen. Schon vor dem Druck war ich mit meinem Geschreibsel nicht 100%ig zufrieden. Und jetzt... Ich bin da sehr selbstkritisch und wenn ich mir die Bücher ansehe und dran denke, für sowas weiterhin Werbung zu machen, dann sperrt sich da was in mir. Das ist mein Problem. Ziemlich doof von mir, nicht wahr? Aber so bin ich nun mal. Deshalb hätte ich gerne einen Schlußstrich unter alledem. Natürlich denke ich auch öfter an Werbung und so. Das ist ja mein Problem. Mal bin ich so, mal so. Hm, ein Anwalt würde wohl an mir verzweifeln :wink:
Heinz, was meinst du mit auf Honorare verzichten und die Auflage dem Verlag überlassen? Ist das nicht sowas wie mein 2. Punkt?
Wegen der Honorare steht da:
"Der Autor erhält für jedes verkaufte und bezahlte Exemplar der ersten Auflage ein Honorar in Höhe von 20% des Nettopreises."
"Pflicht-, Prüf-, Werbe-, und Besprechungsexemplare sind honorarfrei. Diese darf der Verlag kostenfrei versenden."
Heißt "verkaufte und bezahlte Exemplare" also, daß damit auch die an Großhändler verkauften Bücher gemeint sind? Aber warum habe ich dann nur so ein paar Euro bekommen? Bei 20% des Nettopreises hätte ich doch viel mehr Honorar bekommen müssen. Langsam komme ich zu der Erkenntnis, daß ich den Vertrag jemanden hätte zeigen sollen, der sich damit auskennt. Dann würde ich jetzt nicht wie Klein Doofie dastehen und euch mit Fragen löchern. Scheinen vielleicht also "nur" Mißverständnisse zu sein.

Viele Grüße
Maren
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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (30.09.2009, 10:05)
hallo,
mir ist bei dem Ganzen vor allem die Frage hochgekommen:
existieren die Bücher überhaupt in einer gewissen Auflage?
Du schreibst von 2000 Exemplaren
- bei 500 Seiten müssen das schon mindestens 2-3 Paletten sein (pro Buch)
Mach Dir doch mal den Spaß und fahr Deine Bücher besuchen...
book:
Gruß Birgit
Mimi und der große Brand
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Maxi
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Re:

von Maxi (30.09.2009, 12:18)
Ruth hat geschrieben:
@ Maren:

Mich würde mal eine ganz andere Frage interessieren: Nämlich, wie du überhaupt an so einen DKZV gekommen bist? Das ist echt der Hammer, 8000 Euro für die 2 Bücher zu bezahlen. Haben da bei dir nicht die Alarmglocken ALARM geschlagen???


Ruth, das ist ganz einfach,
bei mir war es das Abenteuer: Die Suche, wo gibt es Verlage die gut und bekannt sind. blink3
(Denkt man jedenfalls)
Nur jetzt kommts! Bekannter Verlag, ist nicht gleich gut für Jungautoren!
Aber zu dieser Erkenntniss, bin ich erst später gekommen.
Zuerst also: Expose´per Mail an den Verlag geschrieben.

-Antwort, ebenfalls per Mail zurück:
über Ihre Anfrage habe ich mich sehr gefreut. Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Verlag und für Ihr Vertrauen.

Mit Freude und Interesse habe ich Ihr Manuskript gelesen. Die mit ausgezeichneter Wortwahl anschaulich beschriebenen Episoden sind sowohl spannend als auch tiefgründig. Der Leser hat nach kurzer Zeit das Gefühl, die Darsteller zu kennen bzw. direkt an den Geschehnissen teilzunehmen. Ihre anschauliche Schreibweise versetzt den Leser sehr schnell in die Geschichte hinein und die Personen beeindrucken durch persönliche Stärken und Schwächen. U. a. empfand ich folgende Passage inhaltlich wie schriftstellerisch als sehr gelungen

dann wurden einige Passagen aus einem Kapitel eingefügt die ihm besonders gut gefallen hatten

-Wir können uns sehr gut Ihr Buch in unserem Programm vorstellen und haben uns entschlossen, Ihnen einen Vertrag anzubieten (wir bieten nur einer begrenzten Anzahl von Autoren monatlich einen Vertrag an, damit eine sehr gute Betreuung durch unsere Verlagsmitarbeiter gewährleistet ist).

Mit freundlichen Grüßen
Hauke Wagner
Geschäftsführer und Inhaber

Wagner Verlag GmbH
D-63571 Gelnhausen


-Da sagt man doch als Jungautor: „Hossa, jawoll einen Verlag gefunden!“
Dann liest man sich den Vertrag durch und denkt: “Mist, wo bekomme ich jetzt 4000€ Ökken her?“
-Also überlegen, nachfragen, auch zum glück im BoD Forum ,ob und was es den nun für Tipps gibt in solchen Situationen.
Es dann, nach einigen Antworten von euch, die Sache mit dem den Vertrag einfach sein lassen.
Einen Grund dafür hatte ich auch deswegen noch, weil es einige merkwürdige Antworten in der Mail danach noch gaben.



-Wenn Sie Fragen oder Wünsche haben, schreiben Sie mir einfach eine Mail - ich antworte Ihnen gerne. Wenn Sie lieber telefonieren oder einen Gesprächstermin in unserem Verlag vereinbaren möchten, können Sie gerne mit Frau Manes Kontakt aufnehmen, sie wird Ihnen alle Informationen geben. (Ich selbst telefoniere nicht so gerne, da ich schlecht höre und am Telefon nicht vom Mund ablesen kann.) Die Betreuung zu Ihrem Buch übernehme ich gerne per E-Mail.


- Ja da kann man lange warten dass der Chef persönlich ans Telefon geht...

Oder das hier:

-Da wir nur ein sehr kleiner Verlag sind, kann ich Buchveröffentlichungen nur mit einer Beteiligung verwirklichen (wenn 500 Exemplare des Buches an Endkunden verkauft und bezahlt wurden, erhalten Sie Ihre Beteiligung in voller Höhe zurück). Einen unbekannten Autor und sein Buch bekanntzumachen, erfordert ein hohes Budget. Ihre Beteiligung ist dabei daher unerlässlich.

-Gilt aber nur dann, wenn alle die genannten Bücheranzahl, direkt beim Verlag gekauft wurden. Von einem Kunden, nicht von Amazon oder Buchhändler.

Gruß Maxi

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chiquitita
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Wohnort: Bayern

Re:

von chiquitita (30.09.2009, 12:34)
Birgit Fabich hat geschrieben:

Mach Dir doch mal den Spaß und fahr Deine Bücher besuchen...
book:
Gruß Birgit


Birgit, dass ist ein toller Tipp. Das würde ich an Marens Stelle auch machen. Mal kurz dort klingeln:"Hallo, ich möchte mal meinen Büchern 'guten Tag' sagen" :lol: :lol: :lol: Das doofe Gesicht von denen möchte ich dann sehen.
Ich glaube nicht, dass diese Bücher auf Lager sind. Die wissen doch von vorne herein, dass eine Auflage von 2000 nicht verkauft wird. Wenn es dann zu Streitereien kommt und man die Bücher abkaufen soll oder muss, dann drucken sie erst.
Gruß Uschi

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hawepe
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Re:

von hawepe (30.09.2009, 15:49)
Hallo Maren,

MaKü hat geschrieben:
Heinz, was meinst du mit auf Honorare verzichten und die Auflage dem Verlag überlassen? Ist das nicht sowas wie mein 2. Punkt?


Vermutlich nicht. Ich kenne zwar den Vertrag nicht, aber einfach kündigen wirst du ihn nicht können. Immerhin würde Wagner damit alle Ansprüche an dich verlieren. Immer möglich ist dagegen eine einvernehmliche Vertragsauflösung.

Heißt "verkaufte und bezahlte Exemplare" also, daß damit auch die an Großhändler verkauften Bücher gemeint sind? Aber warum habe ich dann nur so ein paar Euro bekommen?


Ich denke ja.

Bei 20% des Nettopreises hätte ich doch viel mehr Honorar bekommen müssen.


In den Abrechnungen müsste doch stehen, wieviele Exemplare verkauft und wieviele remittiert wurden.

Beste Grüße,

Heinz.

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