DER RAT DER PLANETEN - Science-Fiction-Pentalogie

Präsentiert euren Roman, Thriller, Fantasy-, Science-Fiction-, Romance-Titel oder euer Kinderbuch.


Benutzeravatar
Tino
Beiträge: 48
Registriert: 22.06.2007, 15:51
Wohnort: Naunhof

DER RAT DER PLANETEN - Science-Fiction-Pentalogie

von Tino (11.09.2009, 10:47)
Titel: Der Rat der Planeten - Trilogie Science Fiction
Autor: Tino Hemmann

Verlag: Engelsdorfer Verlag
ISBN: 978-3-86901-519-4 (I. Band)
ISBN: 978-3-86901-656-6 (II. Band)
ISBN: 978-3-86901-700-6 (III. Band)
ISBN: 978-3-86901-903-1 (IV. Band)

Seiten: gesamt: ca. 1650
Preis: pro Band 12 Euro

http://www.rat-der-planeten.de

Der Autor über das Buch:

Trotzdem oder gerade weil alle Welt sagt, Science Fiction lassen sich nicht mehr verkaufen, erfülle ich mir seit zwei Jahren einen Traum und schreibe eine Weltraum-Pentalogie, die sich als Persiflage auf die amerikanischen Star Wars-Filme versteht, jedoch auch die aktuelle Politik der Menschen in ein dreigeteiltes Universum exportiert.
Wahrscheinlich werden die eBooks besser verkauft, die findet Ihr zum Beispiel unter http://www.beam-ebooks.de/ebook/9158 oder bei Libri.


Klappentext (I. Band:

Das gewaltige, fremde Raumschiff nähert sich Adams Heimatplaneten. Ein Universitätsstudent erahnt die Aggressivität der Fremden, gemeinsam mit vier weiteren Menschen wird ein Sternstraßenschiff geklaut, mit dem sich die Besatzung hinter dem Mond versteckt und der Vernichtung der Menschheit auf diesem Planeten ohnmächtig zusehen muss. An Bord des Schiffes ist auch Adam, der vorschlägt, das Sternstraßenschiff an den Raumkreuzer der Fremden zu heften, um deren Geschwindigkeit zu erreichen. Schon bald werden Adam und der Roboter Kozabim ins Innere des ikonischen Schiffs geholt und gefangen. Während der Junge sich befreit und mit einem kleinen Plasmakatapult den Raumkreuzer der Ikonier zerlegt, versucht Kaiserin Amelia aus dem Dritten Distrikt des Universums Adam zu finden, der von seinen besonderen Fähigkeiten noch nichts ahnt und für den Herrscher der Ikonier – Admiral Alyta – von höchstem Interesse ist. Die Ikonier haben längst den Rat der Planeten unterwandert. Der Krieg gegen die Menschen und um die Vorherrschaft in den drei Distrikten ist für die Ikonier legitimiert und entbrannt!

Die weiteren Bände:

Das II. Buch: "Invasion der Robomutanten" wurde am 1.11.2009 veröffentlicht und das III. "Die Rache der Zwillinge" soll Anfang 2010 erscheinen.

Leseprobe aus dem 1. Band "Der Rat der Planeten"

[...]
„Adam beherrscht die Sprache der Ikonier nicht“, erklärte Kozabim, der vorsichtig durch den Flur rollte.
Der Junge war dicht hinter dem Roboter, lugte durch die schmalen Sehschlitze des Helms, den er dem Lecoh-Legionär Efeins abgenommen hatte. „Na und? Mach dir nicht ins Hemd, Kozabim. Sie verstehen meine Sprache schließlich auch nicht. Pass lieber auf, dass du Sirena nicht verlierst. Wir könnten sie eventuell noch gebrauchen! – Halt, warte“, flüsterte er in diesem Moment.
Sogleich hielt der Roboter an und schwankte.
„Schau um die Ecke, ob da wer ist!“, forderte Adam.
Zögernd fuhr Kozabim einen Arm aus und hielt das Ende ein wenig in den Neunzig-Grad-Knick, den der Gang nun vollzog. Sogleich zog er den Arm wieder ein. „Oh, Adam, lass uns zurück ...“, brummte er.
„Was ist da?“ Der Junge wartete nicht auf die Antwort, er blickte selbst um die Ecke. „Müssen wir da lang?“, fragte er schließlich. „Das sind wenigstens zwanzig dieser Lecoh-Legionäre. Und sie stehen in Reih und Glied an der Wand.“
„Zum Abstellraum 714 sind es noch vierundsiebzig Meter. Wir müssen an ihnen vorbei.“ Adam hatte das Gefühl, als schwinge etwas Angst in der Stimme seines künstlichen Kameraden mit.
„Worauf wartest du dann?“, fragte der Junge. „Ich bin doch einer von ihnen, siehst du das nicht? Und du wirst ja ihre Sprache mittlerweile begriffen haben.“
„Sie tragen aber keine Turnschuhe“, warf Kozabim ein, doch Adam stolzierte bereits durch den Gang, in jeder Hand einen Letonator und beide Daumen am Auslöser.
Die Lecoh-Legionäre kümmerten sich zunächst nicht um die beiden Fremdlinge. Immerzu huschten die Blicke unter Adams Helm von einem zum nächsten Krieger. Fast alle von ihnen standen regungslos in einer Linie an der weißen Wand des Flurs. Nur zwei der Legionäre unterhielten sich. Adam erkannte, dass diese beiden nicht synthetisch erschaffen waren. Er streckte sich und lief langsam im Stechschritt an den beiden vorbei. In diesem Moment spürte er eine Hand auf der Schulter.
„Kawu waku kakaduwo!“, forderte die Stimme des Lecoh-Legionärs.
„Du mich auch“, antwortete Adam frech.
„Zu welcher Einheit du gehörst, will er wissen“, übersetzte Kozabim.
„Sag ihm, ich wäre kaputt und du bringst mich in die Quarantänestation“, wies der Junge den Roboter an.
Der zweite nicht künstliche Krieger der Ikonier baute sich neben dem ersten auf.
„Kukak wakuwo ... kokokuda ... Quarantänestation“, plärrte Kozabim. „Für Quarantänestation finde ich leider keine Übersetzung.“ Der Roboter rollte sicherheitshalber zwei Meter von Adam weg.
„Das könnte uns eventuell verraten haben“, stellte der Junge fest, denn die Krieger bewegten sich augenblicklich.
Einer der Legionäre hob seinen rechten Arm. Die anderen standen noch immer regungslos im Flur. „Kokuda kadu!“, rief er laut.
„Was will er jetzt schon wieder?“, fragte der Junge.
„Die Übersetzung heißt so viel wie ‘Folge mir!’“, dolmetschte Kozabim. „Das ist nicht gut, Adam. Das ist gar nicht gut.“
„Was heißt ‘da ist’ in ihrer Sprache?“, flüsterte Adam unter dem Helm.
„Da ist? Entschuldige bitte, aber ich finde, dass jetzt nicht der günstigste Augenblick ist, ihre Sprache zu erlernen.“
„Verdammt noch mal, Kozabim! Du sollst übersetzen!“
„Wie du willst, Adam. ‘Da ist’ in Bezug auf einen Gegenstand oder in Bezug auf eine Person?“
Der Junge drehte den Kopf ein wenig zu seinem Roboter. „Person“, flüsterte er.
„Die gesuchte Vokabel heißt ‘Kukda’“, übersetzte Kozabim nun endlich.
„Kukda? Hätte ich mir ja denken können. Gleich müssen wir rennen!“ Adam wendete sich wieder den beiden Lecoh-Legionären zu. Ganz plötzlich hob er den Arm, zeigte in die Richtung, aus der er gerade gekommen war und schrie: „Kukda! Insaidia!“
Die beiden Legionäre wendeten sich erstaunt und ehrfurchtsvoll um, in Erwartung ihres Vizeadmirals und starrten in den Flur, der aber bis auf die künstlichen Krieger leer blieb. Als sie sich zurückdrehten, waren Adam und Kozabim bereits verschwunden.
„Los, komm schon!“, rief der Junge.
„Höchstgeschwindigkeit erreicht“, plärrte Kozabim und verschwand in einem Raum, dessen Tür sich gerade öffnete.
Adam war bereits einige Schritte weitergelaufen und schaute sich erstaunt um. „Kozabim? Wo bist du?“
In diesem Moment kamen am Ende des Ganges mehrere Lecoh-Legionäre angerannt. Die Ersten knieten sich auf den Boden und eröffneten das Feuer. Der Junge schoss gleichzeitig mit beiden Letonatoren in die Gruppe der Krieger. Funken sprühten, Schreie waren zu hören. Auf dem Boden kriechend erreichte Adam die Öffnung zum Abstellraum 714, warf sich hinein und schrie: „Mach schon zu, Kozabim!“
Im gleichen Moment schloss sich die Tür mit einem scharfen Quietschen.
„Ändere den Zugangscode!“
„Bist du verletzt?“, fragte der Roboter. „Code geändert.“
„Zum Glück haben sie mich nicht erwischt“, erklärte der Junge und beruhigte seinen Atem. „Aber ich habe vier von ihnen ausgeschaltet.“ Er sah sich in dem finsteren Raum um. „Gibt es hier so etwas wie Licht?“
„Ich versuche die Lichtquelle zu steuern. Das Signal kommt … jetzt.“
Ein bläulicher Schein tauchte den Abstellraum in eine spärliche Helligkeit. In den Wänden befanden sich von einer glasartigen Substanz verschlossene Nischen mit diversen Dingen dahinter. Zunächst legte Adam die Verkleidung der Lecoh-Legionäre ab und lief schließlich an der Wand entlang, die fremdartigen Gegenstände hinter den Gläsern betrachtend. „Die haben schon ziemlich viel eingesammelt“, stellte er fest. „Siehst du irgendwo mein MDB?“
Kozabim stützte sich mit seinen langen Greiferarmen auf dem Boden ab und drückte seinen Körper an der Wand hinauf. In vier Meter Höhe hielt er inne. „Ich habe das Mini-Datenbuch gefunden.“
„Dann hol es raus!“, forderte der Junge.
Das Kopfsegment von Kozabim drehte sich um siebzig Grad, dann leuchtete ein Lichtstrahl auf, dessen Ende sich in die glasartige Substanz fraß und einen kreisrunden Sektor herausschnitt. Der Roboter verlagerte sein Gewicht auf einen der Greifer, während der zweite das Datenbuch ergriff und Adam hinunterreichte.
„Da ist es ja.“ Adam schaute sich weiter um. „Was könnte das hier sein?“, fragte er und zeigte in ein Fach, in dem nur ein Griff lag. Der Gegenstand fiel Adam auf, weil er den schlichtesten Eindruck von all den Dingen hinter der Wand machte.
Kozabim suchte im Katalog der allgemeinen Objektsteuerung des ikonischen Kampfkreuzers nach Eintragungen über das Objekt, das im Fach 4718 aufbewahrt wurde. „Die Eintragungen melden, dass es sich um eine Waffe der ehemaligen Bevölkerung des Planeten VF17 handelt.“
„VF17?“, fragte der Junge. „Welcher Planet ist das gewesen?“
„Unsere Wissenschaftler führten ihn unter der Bezeichnung KL 581 c.“
Adam schluckte die Spucke herunter. „Heißt das, es hat die Kalaner wirklich gegeben?“
Kozabim gab die Worte gefühllos von sich: „Nach den Aufzeichnungen der Ikonier gibt es zwei Hauptrassen intelligenter Zivilisationen im Universum. Sie unterscheiden sich in menschliche Rasse und ikonische Rasse. Beide Rassen entwickelten sich parallel auf verschiedenen Planeten. Die Bewohner des Planeten KL 581 c gehörten – so wie die von FV1 und die des Dritten Distrikts des Reiches Altoria – zur menschlichen Rasse.“
„Also versucht Vizeadmiral Insaidia die Menschheit auszurotten?“
„Das geht aus den Aufzeichnungen der Ikonier nicht hervor, Adam. Aber es ist anzunehmen. Allerdings scheint Vizeadmiral Insaidia nur ein Auftragnehmer zu sein.“
Adam sah Kozabim fragend an. „Worauf bezieht sich deine Vermutung?“
„Vizeadmiral Insaidia erhält Befehle von einer unbekannten Gegenstelle. Diese Befehle führt er aus.“
Mittlerweile hatte Kozabim auf den Boden zurückgefunden. Adam lief im Kreis. Schließlich blieb er wieder vor dem Fach 4718 stehen und zeigte darauf. „Hol mir bitte das Ding raus!“, forderte er schließlich.
Kozabim führte den Befehl sogleich aus. Und kurz darauf hielt Adam den merkwürdigen Gegenstand in der linken Hand. Es handelte sich um einen gegabelten Griff, dessen zwei obere Enden durch einen dehnbaren Draht verbunden waren. Der Griff war so gefertigt, dass er in den Fingern einen guten Halt hatte und die Fingerkuppe des Zeigefingers an der Seite des Griffes einen Knopf drücken konnte. Der Junge hielt das Ding von seinem Körper weg und drückte auf den Knopf. Nichts geschah. Dann zeigte er Kozabim die Waffe. „Kannst du bestimmen, welche Funktion das Ding ausübt?“
Ein Strahl erhellte den merkwürdigen Gegenstand der Kalaner, während der Roboter die Untersuchungsergebnisse auswertete. „Die Waffe birgt ein sehr großes Energiefeld, das sich von der kinetischen Umgebungsenergie nährt. Außerdem erkenne ich zwei Röhren mit jeweils unbekannten Substanzen. Durch das Ziehen des Drahtes, der die beiden oberen Enden der Gabel verbindet, und dem gleichzeitigen Drücken des Auslösers werden die Röhren kurzzeitig geöffnet und eine Substanz tritt aus dem Fuß der Gabel. Leider kann ich nur die mechanischen Funktionen erklären.“
Erneut hielt Adam die Waffe hoch. „Du meinst, es ist ein Katapult? So etwas hatte ich mir als Kind gebastelt, allerdings aus Holz und einem Gummi. Dann ist das aber eine ziemlich billige Waffe aus dem Mittelalter.“ Er nahm das Katapult in die rechte Hand, legte den Zeigefinger auf den Auslöser und zog mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand den biegsamen Draht in Richtung seiner Nase. Nun drückte er den Knopf und ließ den Draht los, der wie ein herkömmlicher Gummi in die Ausgangslage schnippte. Während das geschah – im Laufe einer Zehntelsekunde, fuhr ein winziger, leuchtender Ball aus der Gabelung des Katapultes und wurde von dem Knopf in die Schussrichtung gejagt, was einem Blitz glich. Als das Objekt in der gegenüberliegenden Fächerwand einschlug, entstand eine Druckwelle, die Adam und Kozabim gegen die Wand hinter ihnen schleuderte. Gleichzeitig zerbarsten sämtliche Glasfächer und unzählige Scherben und Gegenstände rieselten auf Adam herunter, der es gerade noch schaffte, sich die Arme schützend über den Kopf zu halten.
Als wieder Ruhe eingekehrt war, wühlte sich der Junge aus dem Schutt. „Bums …“, flüsterte er. „Das Ding scheint doch nicht aus dem Mittelalter zu stammen. Wenigstens nicht aus unserem.“
Kozabim stellte seine Vibration auf höchste Stufe und schüttelte die Scherben von sich. „Ich habe das Geschoss gescannt“, brummte er. „Es handelte sich um eine Energie-Plasma-Kugel.“
Vorsichtig erhob sich Adam und näherte sich der gegenüberliegenden Wand, in der ein kreisrundes Loch glühte. „Geiles Ding, Kozabim“, flüsterte er. „Also ein Plasmakatapult. – Ist der Raum noch sicher?“ Er steckte sich das Katapult in die Beintasche der Schulhose.
„Das Kraftfeld, dessen Sicherungs-Parameter ich sekündlich ändere, ist nach wie vor aktiv.“
„Gut.“ Adam dachte einen Moment lang nach. „Ich bin verdammt müde, Kozabim.“ Er fegte mit den Füßen Glas weg, legte sich den Umhang von Efeins zurecht und sich selbst darauf. „Wecke mich in zwei Stunden. Außerdem bekomme ich schon wieder Hunger. In der Zwischenzeit kannst du nachforschen, wie wir nachher am schnellsten zu unserem Sternstraßenschiff gelangen.“
„Gute Nacht Adam. Ruhemodus aktiv in fünf … vier … drei … zwei … eins … jetzt!“
Gähnend flüsterte Adam: „Und mach das Licht aus.“
Sofort wurde es dunkel.

Adam schwebt in einem Bett ohne Boden. Er öffnet die Augen und blickt in eine farbenfrohe, jedoch verschwommen wirkende Umgebung.
„Adam?“, fragt eine weiche, angenehme Frauenstimme. „Hörst du mich?“
„Wer bist du?“, flüstert das Kind. „Ich kann dich nicht sehen.“
„Du kannst mich nicht sehen, lieber Junge. Du hörst mich durch deine synusischen Organe. Ich bin Amelia. Ich werde dich retten lassen.“
„Synusische ... was?“, haucht Adam.
„Du wirst es noch lernen, damit umzugehen“, antwortet die Frau. „Ich lass dich zu mir nach Fees bringen. Alles andere spielt keine Rolle. Dann wirst du lernen, deine synusischen Möglichkeiten zu nutzen.“
„Woher kennst du mich?“, flüsterte der Junge und suchte mit den Blicken in einem Wirrwarr aus Wolken und Farben.
„Ich bin ... du wirst es noch erfahren. Achte auf die Feesen, die dich aus dem ikonischen Kampfkreuzer holen werden.“
„Wie ...“
„Bis bald, Adam! Bis bald!“
[...]

Mehr auf http://www.tino-hemmann.de
Dateianhänge
rdp1voiskl.jpg
1. Band "Der Rat der Planeten"
rdp1voiskl.jpg (8.82 KiB)
1999 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Tino am 30.06.2010, 13:42, insgesamt 4-mal geändert.

Benutzeravatar
MarleneGeselle
Beiträge: 981
Registriert: 09.02.2009, 13:27
Wohnort: Hettingen

Re:

von MarleneGeselle (11.09.2009, 14:41)
Herzlichen Glückwunsch, ich drück dir ganz fest die Daumen. thumbbup
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
www.marlenegeselle.de

SeFish
Beiträge: 35
Registriert: 17.04.2009, 19:02

Re:

von SeFish (01.10.2009, 19:56)
Viel Erfolg thumbbup

Benutzeravatar
Bodo
Beiträge: 142
Registriert: 01.09.2009, 21:20
Wohnort: Schleswig-Holstein

Re:

von Bodo (01.10.2009, 20:04)
Die Daumen ich drücke! - Erfolg viel! zwinker::

Liebe Grüße

Bodo 8)
Ne schöne Jrooß ahn all die, die unfählbar sinn!

Kippenlaster - Stephans Weg durch den blauen Dunst (ISBN 978-3-8391-1278-6, Paperback, 256 Seiten)

www.bodomanstein.bodautor.de

Benutzeravatar
Frank K.
Beiträge: 51
Registriert: 30.05.2009, 00:26
Wohnort: NRW

Re:

von Frank K. (01.10.2009, 20:06)
...interessant das ist...

Ob Erfolg Du hast? Ungewiss die Zukunft ist...!

Möge die Macht mit Dir sein... :wink:


Tino,
wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem Projekt.

Gruß,

Frank
Der gesunde Menschenverstand ist nur die Summe aller Vorurteile, die einem in der Kindheit eingebleut worden sind.

http://kossi.jimdo.com/

Benutzeravatar
Tino
Beiträge: 48
Registriert: 22.06.2007, 15:51
Wohnort: Naunhof

Vielen Dank für die Wünsche.

von Tino (02.10.2009, 16:19)
Zwischenstand nach 6 Wochen:
28 eBooks und 6 Printausgaben verkauft. Für alle, die 's interessiert. SF ist nicht mehr ganz einfach. Ich bleibe aber dran, weil es mir Spaß macht, genau so etwas zu schreiben. Band II ist gerade beim Lektor, schwer wird der dritte Band, denn eine Steigerung muss ja irgendwie möglich sein.

Wer sich für die Fortsetzung interessiert, hier ist der Klappentext zu Band II "Invasion der Robomutanten". Es wird verdammt haarig im Universum, auch ohne Möter:

Vierzehn Jahre lang verstecken sich Adam, Gladiola und die Überlebenden von FV1 auf dem blauen Planeten Erde. Während dieser Zeit erblicken die Zwillinge Anna und Malte das irdische Licht. Kurz vor deren neuntem Geburtstag erfährt Adam, der amtierende Kaiser des Reiches Altoria und oberster Führer der menschlichen Rasse, dass der gefährliche Admiral Alyta in den Ersten Distrikt einfallen will, um Adam zu vernichten. Alyta hat die Zeit genutzt, auf dem Planeten FV1 eine gigantische Armee von Robomutanten zu schaffen, die über synusische Fähigkeiten verfügen. Auf dem Weg in den Zweiten Distrikt wird das Raumschiff angegriffen, Gladiola und die Zwillinge werden von Menschenhändlern entführt und während sie mit Hilfe ihrer ausgeprägten Fähigkeiten die Verschleppten befreien, wird Gladiola schwer verletzt. Adam hingegen versucht auf dem noch einzig freien Menschen-Planeten Universus den Rat der Planeten neu zu installieren. Am Tag seiner Rede wird ein schwerer Anschlag auf die kaiserliche Delegation verübt. Drahtzieher sind die Ikonier. Alyta ist auf dem Weg zur Erde, um das ewige Leben zu finden, der Synus wird angegriffen, Dissidenten kämpfen im gesamten All gegen die Robomutanten. Das Zünglein an der Waage sind die Ikonier, die Adam in seinem Hass verfolgen, einsperren und töten lässt. Währenddessen verschlägt es die Zwillinge auf den Planeten FV1, wo sie die Macht des Admirals zu untergraben versuchen. Doch auch Ikonier und Menschen wollen genau diesen Planeten unabhängig voneinander auslöschen. Adams Kinder sind in größter Gefahr!
Dateianhänge
rat_2_mi.jpg
Das zweite Buch. Die Bild-Lizenzen sind wieder bei Fotolia gekauft, die Copyrights stehen im Buchimpressum. Bis auf den Sonnenaufgang im Hintergrund, den habe ich am Rand der Sahara selbst geknippst. Den Cover-Satz mach ich immer selbst.

Benutzeravatar
Tino
Beiträge: 48
Registriert: 22.06.2007, 15:51
Wohnort: Naunhof

Homepage "Rat der Planeten"

von Tino (22.10.2009, 16:17)
Jetzt habe ich doch noch in eine Homepage zur Trilogie investiert, da der zweite Band in den nächsten Tagen vom Lektor kommt. Wenn ihr Lust und Laune habt, vor allem, wenn ihr euch für Science Fiction interessiert, dann besucht die Seite. Einen Blog habe ich auch installiert und hoffe, dass er funktioniert.

Ihr findet die Seite hier:
http://www.rat-der-planeten.de

Herzliche Grüße
Tino Hemmann

Benutzeravatar
Tino
Beiträge: 48
Registriert: 22.06.2007, 15:51
Wohnort: Naunhof

Re:

von Tino (09.11.2009, 18:56)
Der Rat der Planeten - 2. Buch: Invasion der Robomutanten gibt es nun als Printausgabe und eBook. Es ist ein Taschenbuch mit 350 Seiten
die ISBN ist die 978-3-86901-656-6.
Momentan arbeite ich mit Hochdruck am Dritten Buch "Die Rache der Zwillinge". ISBN wird die 978-3-86901-700-6. Dieses Buch erscheint voraussichtlich Anfang 2010, vielleicht auch ein bisschen eher.

Klappentext des dritten Bandes:
Nachdem Admiral Alyta durch Anna, die Tochter von Adam, vernichtet wurde, gibt es nur noch zwei Menschenkinder mit synusischen Fähigkeiten im All: Malte und Anna. Auf Ikonia bricht scheinbar die Demokratie aus, eine Wahl ernennt den neuen Präsidenten. Doch Abgesandter der Ikonier im Rat der Planeten ist Insaidia, der feige Anschläge durchführen lässt und die Menschen – allen voran Norana von Universus – unter Druck setzt. Der Frieden mit den Ikoniern muss teuer bezahlt werden. Die Zwillinge verbannt man auf den Strafplaneten Z’foh, nur die Thronarios Efzet, Heeroo, Sirena und der Roboter Kozabim dürfen die Kinder begleiten. Die Flotte der Erde wird gezwungen, bewacht vom gigantischen Kriegsschiff AMELIANIA in den Ersten Distrikt zurückzukehren. Im Übergang jedoch wird die EUROPANIA mit Tämmler und Kollegen gestoppt. Die Zwillinge müssen gerettet werden! – Die Kinder wissen sich derweil selbst zu helfen, finden einen Verbannten und beenden dessen Werk, eine fast menschliche Roboterfrau zu erschaffen. Die letzten Bauteile entstammen den Thronarios. Das äußerst attraktive Einzelstück erhält den Namen M.A.M.I. – Mechanische Alternative menschlicher Intelligenz. Die Rache der Zwillinge und die Jagd auf Insaidia darf beginnen!

Es geht wieder mächtig zur Sache. Mittlerweile gab es auch die ersten Rezensionen, in denen vor allem festgestellt wurde, dass die Bücher für einen breiten Leserkreis (ab 11 Jahren) geeignet sind.

Die Homepage http://www.rat-der-planeten.de habe ich ausgebaut und viele der Charaktere beschrieben und auch mit Abbildungen verdeutlicht. Zu den ersten beiden Bänden gibt es Leseproben.

Das Projekt entwickelt sich.

Benutzeravatar
Tino
Beiträge: 48
Registriert: 22.06.2007, 15:51
Wohnort: Naunhof

Der dritte Band ist in Sichtweite! ... Leseprobe Band II

von Tino (25.11.2009, 18:15)
Nun soll er doch noch vor Weihnachten erscheinen, die Veröffentlichung von Buch III ist für den 14.12.2009 avisiert.

Auf besonderen Wunsch ist hier eine Leseprobe aus Band II:

[...]
Während Malte unten im Schacht saß und darauf warten musste, dass die Pumpen den Wasserspiegel allmählich senkten, flog Efzet heran und landete sanft auf dem Schoß des neunjährigen Jungen.
»Was ist los?«, fragte Malte und fuhr über die glänzende Metallkonstruktion, auf der es kaum Unebenheiten gab.
»Lord Floda hatte mich programmiert, dass ich ihn verteidigen sollte. Er mag ja ein Menschenhändler gewesen sein, doch zu mir war er stets loyal und aufrichtig«, summte das Thronario. »Und ich war es auch zu ihm.«
»Und warum erzählst du mir das?« Malte fror ein wenig und seine Finger zitterten.
»Ich habe diese Loyalität auf dich und Anna übertragen. Nur der Austausch der Zielpersonen. – Wirst du auch aufrichtig und loyal zu mir sein?«
»Was fragst du das, Efzet? Natürlich, du bist mein Freund.«
Einen Moment lang herrschte Stille. Nur das Glucksen des Wassers war zu hören. »Der Zwischenfall im Versteck der Seemler ... War es ein Unfall?«, fragte das künstliche Geschöpf plötzlich.
»Was meinst du damit?«
»Ich meine den Gesamtvorgang. Ich kann es schwer einordnen und deshalb nicht damit umgehen.«
»Der Gesamtvorgang? Es war ein kleiner Befreiungskrieg. Mehr nicht. Und es gab leider Opfer auf beiden Seiten.«
»Es gab wirklich viel zu viele Opfer«, stellte das Thronario fest. »Ein Krieg also war es? Demzufolge kann man die Handlungen beider Seiten als den Umständen entsprechend einordnen?«
Malte dachte nach. »Ja«, sagte er schließlich.
»Meiner Programmierung zufolge wurde Lord Floda massiv und mit Waffengewalt bedroht. Gemeinsam mit anderen Thronarios flogen wir hinaus, um ihn und seine Leute zu verteidigen. – War das legitim?«
»Was bedeutet legitim?«, fragte das Kind.
»War unsere Handlung legal? Siehst du unsere Handlung als richtig an?«
»Ihr wart so programmiert. Also war es richtig von euch, die Mannschaft der SOPHISMA zu verteidigen.«
»Auch wenn wir damit den Menschenhandel unterstützt haben?«
»Ja doch.« Malte hob das Thronario hoch. Doch konnte er so etwas wie ein Gesicht nicht finden. Efzet offenbarte menschliche Züge, das kam dem Jungen äußerst seltsam vor.
»Wir flogen also hinaus und bekämpften in erster Linie die bewaffneten Angreifer. Das war ein Mensch, der auf eines unserer ikonischen Besatzungsmitglieder schoss. Ich nahm ihn ins Visier. Es ging alles sehr schnell.«
»Und?«, fragte Malte, weil Efzet eine Redepause machte.
»Der Mensch wurde von einem anderen Thronario getroffen. Mein Laser war bereits abgefeuert.«
»Und?«, fragte der Junge wieder.
»Der bewaffnete Mensch wurde von dem anderen Thronario getroffen und ging zu Boden. Und mein Schuss traf einen unbewaffneten Menschen, der genau hinter dem bewaffneten stand.«
Malte schüttelte wütend das Thronario. »Und?«
»Dieser Mensch wurde schwer verletzt.«
»Das Wasser ist fast vollständig abgeflossen«, lenkte Malte ab, während sein Gehirn arbeitete. »Wir sollten Anna Beistand leisten.«
In Efzets Körper war ein leichtes Vibrieren zu hören. Er schwebte ein wenig vorweg, während der Junge sich erhob und Schmutz von den Sachen klopfte. »Ich bin noch nicht am Ende.« Leise klang die Stimme des Thronarios im Schacht. »Der Mensch, den ich traf und fast getötet hätte ... es handelte sich um eine menschliche Frau.«
Malte hielt inne. Seine Ahnung hatte ihn nicht getäuscht. Er hielt plötzlich das Laserkatapult in den Fingern, Tränen schossen in seine Augen, die Hände zitterten deutlich. »Sag, dass du es nicht getan hast!« Der Junge heulte. »Sag es, los, Efzet! Sag, dass du es nicht warst!«
Das Thronario näherte sich. »Du meintest, es wäre legitim gewesen. So legitim, wie du gerade die beiden Robomutanten zerstört hast. – Ja, ich habe deine Mutter schwer verletzt. Und wenn du willst, dann schieß mich jetzt ab!«
Langsam spannte der Junge den Draht der Schleuder und berührte den Auslöser. »Nein, Efzet!« Er weinte noch stärker. »Du kannst das nicht gewesen sein! Du bist doch mein Freund!« Er zielte auf das Thronario. »Sag, dass du es nicht warst!«, brüllte Malte.
»Ich war es, der sie getroffen hat. Und ich bin froh, dass du es nun weißt. Auch Anna soll es wissen. – Schieß, bitte!« Efzet schwebte nur wenige Schritte von dem Kind entfernt ruhig im Schacht. »Als ich erfuhr, dass sie eure Mutter war, als ich erfuhr, dass ihr Kinder seid, ich hätte mich am liebsten selbst zerstört. Doch dazu fehlten mir die Möglichkeiten. Und als man mir mitteilte, dass deine Schwester Lord Floda getötet hatte, hätte ich sie umbringen müssen. Doch ich konnte es nicht tun. Da war so etwas wie eine Sperre, die es mir verbot. Bitte schieß jetzt!«
Tränen wuschen helle Streifen in Maltes Gesicht. Er ließ den Spanndraht los, eine Plasmakugel raste durch den Schacht und bohrte sich in eine der Wände. Efzet schwebte noch immer regungslos vor dem Kind, das auf die Knie sank, den Kopf vergrub und schrecklich weinte.
Das Thronario landete direkt vor dem Jungen. »Das, was wir hier tun, tun wir auch für deine Mutter, Malte. Ich wusste, dass du mich nicht treffen würdest. Wenn ich könnte, würde ich dich jetzt an mich drücken.«
Der Junge schaute mit glänzenden Augen auf. »Wirklich?«
»Ich bin so alt, ich könnte dein Urgroßvater sein. Ich habe so viel erlebt, meine Speicher sind mit Erinnerungen gefüllt, bis zum Rand. – Gehen wir jetzt?«
Malte erhob sich und lief los. Efzet folgte dicht hinter ihm. »Sag Anna nichts davon«, meinte der Junge.
»Sie wird es früher oder später erfahren«, sagte Efzet.
»Von wem denn?«
»Wenn du schläfst, dann ruft Anna dein Kurzzeitgedächtnis ab. Ich hab es mehrmals beobachtet.«
Malte drehte sich um. »Das macht sie tatsächlich?«
Das Thronario holte auf und flog nun wieder neben dem Jungen in Kopfhöhe. »Manchmal lacht sie dabei. Und manchmal schüttelt sie den Kopf.«
Eilig stampfte Malte weiter. »Meine Zwillingsschwester ist eben ein Mädchen. Die sind immer neugierig.«
Der Schacht führte noch lange Zeit abwärts. All das hatte noch vor kurzem unter Wasser gestanden. »Immerhin«, summte Efzet.
»Immerhin was?«, fragte Malte. Sie hatten eine zerschossene Tür erreicht.
»Immerhin ist deine neugierige Schwester den gesamten Weg getaucht. Und sie hat sich unter Wasser den Weg freigeschossen. – Sind wir trotzdem Freunde?« Efzet hielt vor Malte inne, der eigentlich gerade durch das Loch in der Schleuse vor ihm steigen wollte.
»Du bist das merkwürdigste Stück Eisen, das mir jemals begegnet ist.« Malte lächelte. »Ja. Lass uns weiter Freunde sein, Efzet.«
Es schien fast, als wäre das Thronario erleichtert, da es mit Schwung den Weg in den Turm fortsetzte.
Kurz darauf stand Malte vor dem alten Aufzug. Er schaute hinauf in den Turm und sah ganz oben den schmalen Steg, auf dem Anna gekämpft hatte. Nun erst wurde ihm bewusst, was die Schwester dabei für Ängste ausgestanden haben musste.
Ein quietschendes Geräusch erklang. Malte starrte hinauf. Der Käfig des Aufzuges näherte sich. Als er sich mit dem Jungen hinaufbewegte, flog Efzet dicht daneben. Das Thronario war nicht auf den Lift angewiesen.
Ein deutliches Grummeln machte sich im Magen des Kindes bemerkbar, das sich verstärkte, je näher er der Turmspitze kam. Knirschend hielt der Aufzug. Malte ging, angesichts des schmalen Stegs, der hinüber in den Kontrollraum führte, zunächst einen Schritt rückwärts im Lift – der dabei bedrohlich wackelte. Er sah den baumelnden Robomutanten, aus dessen Fingern, die das blanke Kabel umklammerten, noch immer hin und wieder Funken schlugen.
»Ich kann da nicht rüber«, flüsterte Malte plötzlich.
Efzet schwebte neben ihm. »Der Steg ist stabil. Hast du Angst, weil er in großer Höhe ist?«
»Ich habe keine Angst«, legte Malte fest.
»Das sehe ich ganz anders!« Anna schaute aus dem Kontrollraum heraus. »Ich dachte schon, ihr beiden schafft es nie bis hier hoch. Du darfst nicht hinuntersehen. Bilde dir ein, es wäre ein Brett, das auf dem Boden liegt.«
Ein pfeifender Ton erklang. Er kam von unten aus dem Schacht.
»Was ist das?«, fragte Malte. Sein Herz pochte stark.
»Du solltest schnell in den Kontrollraum gehen!«, schrie Efzet und feuerte los.
»Schnell, Malte!« Anna hielt die Arme auf und starrte immer wieder hinunter. »Bitte! Beeil dich!«
Nun setzte ihr Bruder einen Schritt vor und blickte ebenfalls nach unten in den Turm. Aus dem Abgrund näherte sich ein pfeifendes Geschoss!
Hektisch atmend setzte Malte einen Fuß vor den anderen.
»Schnell!«, brüllte Anna, ging dem Bruder entgegen und streckte einen Arm aus. »Komm!«
Das Geschoss näherte sich zusehends. Noch vier Schritte musste Malte gehen, dann würde er die Hand der Schwester ergreifen können. Efzet stellte seinen Beschuss ein, weil er damit keine Wirkung erzielen konnte. Er raste in den Kontrollraum.
Eine Druckwelle rüttelte den Aufzugkäfig kräftig durch, auch der Steg wackelte und vibrierte. Ein Kabel löste sich, der hängende Robomutant rutschte daran hinab und stürzte in die Tiefe. Nach einigen Metern traf er mit dem Geschoss zusammen. Eine heftige Explosion wurde ausgelöst.
»Spring!«, schrie Anna und griff nach ihrem Zwillingsbruder, der sich mit einem Satz in den Kontrollraum rettete. In diesem Moment wurde der Steg aus den Ankern gehoben und stürzte mit einem gewaltigen Krachen in die Tiefe. Der Aufzugkäfig folgte ihm, nur eine Sekunde später.
Hinter den Zwillingen schloss sich die Tür des Kontrollraums, der jetzt wie in einem Beben durchgeschüttelt wurde. Eine Druckwelle fegte das Spitzdach über dem Raum vom Turm, Glas splitterte. Ein erneutes Beben ließ den gesamten Turm wanken, es ruckte heftig unter den Füßen der Kinder, die in diesem Moment nur Schreie von sich geben konnten. Über ihnen war plötzlich der graue Himmel des Planeten FV1 zu sehen. Wieder ein Rumsen, und kurz darauf gab der Boden einen halben Meter nach.
»Der Turm stürzt ein!«, verkündete Efzet monoton. »Verhaltet euch ruhig! Kreuzt eure Hände und ergreift die Handgelenke des anderen! Schnell!«
Malte und Anna standen sich gegenüber. Ihre Unterarme bildeten ein Viereck, sie hielten sich gegenseitig an den Handgelenken fest. Efzet schwebte unter das Viereck aus Armen und Händen und drückte sich dann hinauf. »Festhalten!«, rief er und schwebte etwas höher. Die Kinder hingen an dem Thronario, ihre Füße zappelten in der Luft.
Ein ohrenbetäubendes Krachen ließ die Kinder aufschreien, viel Dreck wurde aufgewirbelt, die Wände des Kontrollraums rauschten vor den Augen der Zwillinge in die Tiefe.
Efzet schwebte verhältnismäßig schnell hinab und dann etwas zur Seite, um aus der Dreckwolke herauszukommen, die der Einsturz des Turmes verursacht hatte. Die Kinder schrien noch einmal kräftig, als sich der Boden mit hoher Geschwindigkeit näherte, doch dann landeten sie sanft, weil Efzet den Fall im letzten Moment gebremst hatte.
Ungläubig blickten sie auf den großen Schuttberg, der sich noch vor wenigen Momenten als stolzer Turm in die Höhe erhoben hatte.
»Efzet! Du hast uns das Leben gerettet«, sagte Malte.
»Für einen Freund tut man das«, antwortete Efzet, dann fiel er krachend auf den Boden.
Der Junge kniete sofort neben dem Thronario. »Efzet!«, rief er, »Was ist mit dir?«
»Er hat sich völlig verausgabt«, sagte Anna, die sofort neben dem Bruder hockte. »Seine Akkus sind leer.« Sie hob Efzet vom Boden auf und blickte sich um. »Wir sind genau dort angekommen, wo wir gelandet sind.«
»Und nun?« Malte erhob sich. »Was machen wir jetzt?«
»Der Raum oben im Turm ... Wir hatten beide gespürt, dass dort synusische Kräfte gewirkt haben. Die kamen keinesfalls von dem einen Robomutanten«, erklärte Anna.
»Sondern?«
»Der Turm hatte mehrere Aufgaben. Und es gibt jede Menge dieser Türme. Früher musste er synusische Energie hinausleiten, so dass die Robomutanten gesteuert werden konnten. Das übernahm inzwischen eine große Anzahl von Satelliten.« Anna sah den Bruder intensiv an und schwieg einen Moment. »Efzet war es, der auf Mama geschossen hat?«, flüsterte sie schließlich und betrachtete das Thronario in ihren Händen.
Malte nickte vorsichtig. »Efzet hat seine Pflicht getan. Nicht mehr und nicht weniger. Das mit Mama war zudem ein Unfall. Wir haben uns ausgesprochen. Erstaunlich ist, dass er es mir erzählt hat. Gerade so, als hätte dieser Roboter ein Gewissen. Er legt außerdem großen Wert darauf, dass wir Freunde sind.«
»Und? Seid ihr Freunde?«, fragte die Zwillingsschwester.
Malte streckte die Arme aus. »Gib ihn mir.«
Anna übergab das Thronario an den Jungen, der mit dem Ärmel Staub von Efzets Oberfläche wischte.
»Ja. Wir sind Freunde. Und jetzt erst recht.«
Anna schlug dem Bruder leicht auf die Schulter und zwang sich ein Lächeln ins Gesicht. »Komm, lass uns hier verschwinden. Irgendjemand weiß, dass wir hier sind.«
Malte stolperte dem Mädchen hinterher. »Wohin willst du?«
»Wir müssen Cerebius finden.«
»Cerebius? Was ist das?«
»Cerebius ist der Verwalter der synusischen Energien, die unserem Onkelchen abgezapft werden.«
»Du meinst Prinz Sinep?«
»Genau.«
»Und wie wollen wir Cerebius finden?«, fragte Malte, der Efzet fest in den Armen hielt.
»Ich weiß, wo er ist.«
»Und woher weißt du es?«
Anna hielt an. »Ich habe es im Kontrollraum erfahren. Das Ding dort war ziemlich redselig. Es schien froh darüber zu sein, dass ich den Turm aktiviert habe.« Sie setzte ihren Weg fort.
Beide Kinder liefen auf einem Geröllweg und befanden sich außerhalb der Umgrenzung des früheren Turmbereiches.
»Und wo ist das?«, fragte Malte und stolperte erneut über einen Stein.
»Ziemlich weit weg.«
»Stimmt es, dass du meine Gedanken liest, wenn ich schlafe?«, wollte der Junge wissen, nachdem sie wortlos einen längeren Weg zurückgelegt hatten.
Anna lächelte. »Wer hat dir diesen Unsinn erzählt?«
Malte hielt Efzet hoch. »Der hier.«
Seine Schwester lief im gleichen Tempo weiter. »Ja, es stimmt«, sagte sie schließlich. »Ich weiß alles über dich.«
Der Junge verzog das Gesicht zu einer Grimasse. »Warum tust du das?«
»Wir sind Zwillinge!«, rief Anna. »Wir sind uns so ähnlich. Und meistens denkst du sowieso das Gleiche wie ich. – Vor dem Steg, ganz oben im Turm, wir hatten die gleiche Angst hinüberzugehen. Es ist doch merkwürdig, oder? Als Efzet dir sagte, dass er es war, der Mama ... Ich habe mir gewünscht, dass du daneben zielst. Wir sind nur gemeinsam stark und dazu gehört auch, der Austausch unserer Erinnerungen und Gedanken.«
Malte stolperte vorwärts, ohne ein weiteres Wort zu verlieren. Vielleicht hatte Anna Recht.


Invasionen


»Nicht gut ich mich sonderlich fühle«, raunte Komsomolzev. Er hockte neben den anderen Dissidenten und beobachtete den Monitor. Irgendwie hatte es Kozabim fertiggebracht, dass auf dem Bildschirm die Außenaufnahmen zu sehen waren.
Das Schiff der Robomutanten, von denen nur ein defekter an Bord war, trat mit sinkender Geschwindigkeit in den Orbit von Fees-Zwei ein. Der Nachbarplanet von Fees-Eins, der eigentlichen Heimat der Feesen, war ein reiner Produktions- und Handelsplanet. Seine Oberfläche und auch sein Inneres wurden komplett genutzt, es gab weder Landschaften noch eine Tier- oder Pflanzenwelt. Die Atmosphäre wurde einst künstlich erschaffen.
Sirena stand mit Kozabim in ständigem Kontakt. Während der Roboter sich selbst an die Schiffscomputer angeschlossen hatte, konnte Sirena diesen Zugang nutzen, um weitere Informationen abzurufen. Kuusoo hingegen holte sich die Informationen von Sirena. Angesichts dessen war es nicht verwunderlich, dass alle drei gleichzeitig ein lautes Alarmsignal ausstießen: »Notalarm!«
Peen Fah duckte sich hinter Komsomolzevs breitem Kreuz. »Was geschieht jetzt?«, fragte er laut.
Die Antwort war ein extremes Rütteln und Krachen des Schiffes. »Wir werden beschossen!«, Kozabims Stimme krächzte. »Treffer am unteren Heck! Der Bordcomputer bezeichnet sie als wirkungslos.«
»Gemerkt sie haben, dass wir hier sind, die Robomutanten?« Komsomolzev streckte den Kopf hinter einem Aggregat hervor.
Das Rütteln ließ bereits wieder nach, der Angriff schien beendet.
»Ich vermute eher, es sind unsere eigenen Dissidenten, die das Schiff beschossen haben«, flüsterte Peen Fah. »Es gibt sie auch auf Fees-Zwei.«
»Möglich sein kann das. Nicht zu beweisen es ist«, sagte der Kandare und beruhigte sich allmählich wieder.
Das Schiff schwebte auf eine unheimlich große Plattform zu und verringerte die Geschwindigkeit extrem. Die Landedüsen zündeten.
»Der intergalaktische Raumhafen Akrollam! Einst war er unser wichtigster Handelsplatz. Bedeutsam und bekannt im gesamten Dritten Distrikt«, erklärte Peen Fah. »Die vielen kleinen Punkte«, er zeigte auf den Monitor, »scheinen alles Robomutanten zu sein.«
Ein knirschendes Geräusch ertönte, dann fuhren die Triebwerke herunter. Auf einem zentral gesteuerten Kraftfeld wurde das Raumschiff näher in einen Hangar? gebracht und dockte an einer halbrunden Vertiefung des mächtigen Gebäudes an. Dann herrschte Stille.
Kozabim löste sich vom Bordcomputer und rollte ebenfalls hinter das Aggregat, hinter dem sich bereits Komsomolzev, Peen Fah und die restlichen sieben Dissidenten versteckt hatten.
»Nun und?«, flüsterte Komsomolzev.
»Die Luke öffnet sich«, erklärte Sirena.
Fünf Minuten herrschte andächtiges Schweigen.
»Nun und?«, flüsterte Komsomolzev erneut.
»Vier Robomutanten nähern sich mit einem Gefährt! Sie steigen aus und kommen in das Schiff«, sagte das Thronario Sirena und schwebte ebenfalls hinter das Aggregat. Allmählich wurde es dort eng.
»Vermutlich sind sie erstaunt, dass keine Robomutanten ausgestiegen sind«, sagte einer der Dissidenten.
Alle hielten ihre Waffen in den Händen. Kuusoo schwebte zur Luke, durch die man die Brücke betreten musste, und schwebte weit oben über einem hervorstehenden Kasten.
Die Luke öffnete sich. Nacheinander kamen die Robomutanten herein, drehten die Köpfe und traten zu ihrem zerschossenen Kollegen, der regungslos vor der Steuerung stand.
Ein: »O – o!« gaben die vier Gäste gleichzeitig von sich. Für längere Ausführungen blieb ihnen keine Zeit. Kuusoo blitzte viermal auf. Gleichzeitig kippten die Robomutanten um. Das Thronario hatte ihre Köpfe geschmolzen.
»Folgt mir!« Kuusoo flog rasch aus der Zentrale in einen Flur des Schiffes. Sogleich rannten ihm alle hinterher.
Nur Kozabim schimpfte: »Nicht so schnell! So wartet doch, ich bin ein alter Roboter!« Er rollte ungleichmäßig auf der unebenen Oberfläche und schaukelte ständig vor und zurück. Unten, an der geöffneten Ladebordluke, hätte er fast die Dissidenten überrollt. Die warteten auf Kuusoos Aufklärungsarbeit. Das Thronario schwebte außerhalb des Schiffes und kontrollierte das Umfeld im Hangar.
»Ist die Luft rein?«, fragte Kozabim, als Kuusoo wieder auftauchte.
»Rein? Die Luft auf Fees-Zwei ist schon immer eine Katastrophe«, antwortete das Thronario. »Wir benutzen das Transportgefährt. Ich kann es von der Allgemeinen Objektsteuerung abkoppeln und selbst steuern. Versteckt euch darin. Ich werde es näher heranbringen. Ringsum sind viele Robomutanten beschäftigt. Menschen habe ich noch nicht entdeckt.«
Peen Fah griff sich an die Schläfen. »Ich habe starke Kopfschmerzen«, sagte er. Die anderen Menschen, einschließlich Komsomolzev, fühlten diese Schmerzen ebenfalls.
»Die räudigen Roboter es sind. Die Menschen sie quälen damit«, meinte Komsomolzev. »Um auszuschalten sie, ihre Gehirne-Kapseln zerquetschen man muss!«
Kuusoo war längst hinausgeschwirrt. Das Gefährt, mit dem die Robomutanten gekommen waren, bewegte sich nicht auf Rädern, sondern mit Hilfe der Schwerkraft. Nun mussten die Dissidenten von der Luke des Raumschiffes aus beobachten, dass dieses Gefährt zunächst vorwärts preschte, dabei einen Stapel Blechkisten rammte, der zunächst nur wankte, dann jedoch mit einem unheimlichen Getöse umfiel. Währenddessen raste der Transporter rückwärts und knallte gegen die Wand des Schiffes, so dass die Wartenden umgeworfen wurden. Nur Kozabim hielt sich auf den Stahlbeinen, weil er blitzschnell die Greifer als Stützen ausfuhr.
»Worauf wartet ihr?« Kuusoo schwebte ein wenig aus dem Transporter heraus. »Wir könnten entdeckt werden und haben keine Zeit zu verlieren.«
»Wie soll uns jemand entdecken, wo du doch so ein umsichtiger Fahrzeugführer bist!«, schimpfte Peen Fah.
Die Menschen krochen in den hinteren Laderaum, der im oberen Teil durchsichtig und im unteren aus einem Metall gefertigt war, legten sich auf den Boden und hielten einander fest.
Sirena schwebte vorn in den Bedienraum zu Kuusoo und Kozabim und stand unschlüssig am Transporter. »Wo ist Platz für mich?«, fragte er. »Wo ist mein Platz?«
Kuusoo drehte sich einmal um die Längsachse. Im Transporter war tatsächlich kein Platz für den Roboter vorhanden. »Du bist zu dick«, stellte er fest.
Eine Kolonne von Robomutanten näherte sich. Jeder von ihnen sah genau auf das Transportfahrzeug und entdeckte natürlich Kozabim, der unentschlossen davor stand. Erneut war ein deutliches »O – o!« von ihnen zu hören.
Dem Thronario blieb nichts weiter übrig, als den Transporter in Bewegung zu setzen. Er zog ihn sogleich in eine scharfe Kurve, die Menschen im Laderaum wurden gegen die Wand gedrückt. Bevor die Robomutanten handeln konnten, hatte Kuusoo sie bereits mit einer Breitseite gerammt.
Kozabim stand noch immer an der Rampe und rief: »Hallo! Ihr habt mich vergessen!«
Kuusoo flog eine enge Acht und senkte die Geschwindigkeit, als er in der Nähe von Kozabim war. »Festhalten!«
Schnell fuhr Kozabim die oberen Armgreifer aus, klammerte sich hinten an einen Bügel des Transporters und wurde abgeschleppt. Die Geschwindigkeit erhöhte sich rasch und die Fußrollen unter Kozabim schlugen Funken.
Nun hatten wohl alle Robomutanten mitbekommen, dass mit dem Transporter etwas nicht stimmte. Die Ersten nahmen die Verfolgung auf und schossen auf den Transporter, der seine Runden auf dem Platz flog, da Kuusoo noch keinen Ausgang entdeckt hatte.
»Traust du dir zu, das Gefährt zu lenken?«, fragte das Thronario plötzlich.
Sirena war erstaunt. »Meinst du mich?«
»Natürlich!«, plärrte Kuusoo, während er durch eine Gruppe der Robomutanten raste und Kozabim springen musste, weil ihn die umherfliegenden Teile sonst zerstört hätten. »Wen denn sonst? Such nach einem Fluchtweg!«
Kuusoo übertrug in einem Moment die Objektsteuerung an Sirena und verließ die Steuerkanzel des Transporters. Er sauste zu Kozabim und heftete sich auf dessen Kopfsegment. Sogleich begann er, in fast alle Richtungen zu schießen.
»Was machst du da?«, rief Kozabim. »Ich fühle mich so eingeengt!«
»Jetzt lernst du einen echten Groo-Ritter kennen!« Ununterbrochen zischten die Strahlenschüsse aus dem kleinen Thronariokörper. Unzählige Robomutanten verloren dabei ihren Kopf und liefen zum Teil völlig orientierungslos auf dem Platz herum.
Komsomolzev zog sich etwas nach oben, wobei er einen anderen Dissidenten fast zerquetscht hätte und blickte hinaus. »Die LORIAN ich gesehen habe!«, rief er überrascht. Im nächsten Moment schlug vor seiner Nase ein Schuss in den durchsichtigen Kunststoff ein, durchbrach ihn jedoch nicht. Sogleich verschwand der Kandare wieder im unteren Bereich.
In diesem Moment entdeckte Sirena einen schmalen Durchgang zwischen zwei Gebäuden, der lediglich durch ein Tor gesichert war. Sie drehte noch eine Schleife, dann raste sie in den Durchgang, dass die Hallensäulen vorbeizischten. Kozabim schlingerte stark und wäre fast gegen eine Wand geknallt. Im gleichen Moment aber krachte der Transporter durchs Tor, das aus den Angeln gerissen wurde und über das Dach des Fahrzeuges flog. Blitzschnell fuhr Kozabim seine Arme auf Maximum aus, erhielt dadurch eine extreme Schräglage und das Stahltor zwitscherte dicht über seinem Kopfsegment hinweg und damit auch an Kuusoo vorbei.
Stück für Stück fuhr Kozabim die Arme wieder ein und heftete sich fast an das Heck des Transporters.
»Großartige Leistung!«, gab Kuusoo von sich. »In deinem Alter!«
»Mit meinen alten Gelenken hätte es nicht funktioniert!«, rief Kozabim. »Der Austausch vor dem Abflug von der Erde hat sich gelohnt!«


[...]

Bilder und nähere Beschreibungen der im Buch aktiven Menschen und Nichtmenschen unter
http://www.rat-der-planeten.de

Michael Abenath
Beiträge: 47
Registriert: 15.10.2009, 23:49
Wohnort: Recklinghausen

Re:

von Michael Abenath (25.11.2009, 23:26)
Ich wünsche Dir viel Erfolg thumbbup

Michael
Ein Video von mir zu Thema der Romane:
http://youtu.be/0mLicvseYyc

Worte und Klänge
http://www.dara-scope.jimdo.com

Benutzeravatar
Tino
Beiträge: 48
Registriert: 22.06.2007, 15:51
Wohnort: Naunhof

III. Band ist auf dem Markt

von Tino (04.12.2009, 11:49)
Michael Abenath hat geschrieben:
Ich wünsche Dir viel Erfolg thumbbup

Michael


Vielen Dank, Michael. Das wünsche ich Dir selbstverständlich auch.

Ein bisschen Hoffnung habe ich durchaus. Es ist das erste Mal, dass eines meiner Bücher bereits vor der Veröffentlichung eine halbwegs passable Platzierung bei Amazon hat - so geschieht es gerade mit Band III. Auch die ersten Rezensionen besagen, dass ich einen Treffer landen könnte.

Ab Montag ist nun der dritte Band lieferbar, gerade noch vor Weihnachten geschafft ... Das eBook gibt es bereits bei Beam-eBook in drei Varianten.

Nachdem nun meine Dreijährige Schreibarbeit abgeschlossen ist, ein Batzen Geld für Lektoren ausgegeben wurde, beginnt nun die eigentliche Arbeit, die Vermarktung.

Bild

Hier nun die Leseprobe aus dem III. Buch der Trilogie "Der Rat der Planeten" unter dem Titel "Die Rache der Zwillinge":

[...]
Ein dumpfer Knall war zu hören, dann vibrierte der Boden kurzzeitig. Bu ließ kurz darauf ein sehr tiefes Pfeifen erklingen. Er kroch zur Schleuse des Containers, der Anna und Malte seit Wochen als Wohnhaus diente.
»Was war das für eine Explosion? Was ist los, Bu?«, rief Anna und schaute hinaus.
Sogleich stand Malte neben der Schwester. »So merkwürdig hat er sich lange nicht verhalten«, flüsterte der Junge.
Bu lehnte sich an den Container, schob seinen schlanken Körper in die Höhe und ruderte mit den kurzen Vorderbeinen. Immer wieder ertönte das tiefe Pfeifen. In diesem Augenblick erklang ein lautes Krachen aus großer Entfernung, begleitet von kurzen, dumpfen Explosionen.
Hydraulische Geräusche zeugten davon, dass M.A.M.I. herbeieilte. »Was ist los, Kinder?«, fragte die Roboterfrau, deren Panzer im Sonnenlicht glänzte. »Ich nehme seismische Erschütterungen wahr. Die Umgebungstemperatur ist sprunghaft angestiegen.«
»Und Bu scheint etwas gewittert zu haben.« Anna streckte den Hals lang, konnte jedoch noch immer nichts erkennen.
Mit einer Hand graulte Malte den Ypsinenhund zwischen den abstehenden Ohren. »Was ist los, Bu? – Schade, dass er nicht reden kann.«
Anna verdrehte die Augen. »Schade, dass du sprechen kannst. Seit wann können Tiere reden?«
M.A.M.I. trat gänzlich aus dem Container heraus. »Ich werde die Lage erkunden. Ihr bleibt hier!«
Mit offenen Mündern beobachteten die Kinder, was nun geschah. Die Roboterfrau knickte in den Knien ein, beugte sich nach vorn, fuhr die Arme deutlich aus, hob den Kopf und begann zu zischen. Staub und Blätter wirbelten auf, als sie vom Boden abhob, sich lang streckte und in die Höhe flog. Auch sie nutzte die Schwerkraftregulatoren, die von den Thronarios stammten.
»Ich war mir nie sicher, ob es wirklich funktioniert«, rief Malte.
Währenddessen drehte M.A.M.I. in beachtlicher Höhe ihre Kreise. Bald schon landete sie etwas ungeschickt in der Nähe des Containers, erhob sich und nahm ihre normale Form an. M.A.M.I. sah die fragenden Augen der Zwillinge. Im Speichergehirn der Roboterfrau arbeitete es. Ihre Lüfter rauschten deutlich hörbar.
Ein gewaltiges Krachen erschütterte den Container, Kozabim kam herausgefahren. »Alles durcheinander! Was für eine Unordnung!«, plärrte er.
Bu versteckte sich hinter Malte.
»Was ist das, M.A.M.I.?«, versuchte Anna den Lärm durch lautes Schreien zu übertönen. »Was hast du gesehen?«
»Ich kann keine annehmbare Lösung unseres Problems finden. Wir müssen diesen kontinentalen Abschnitt Z’fohs sofort verlassen. Er ist tektonisch instabil und verkleinert sich rapide.«
Das Bersten von Stein und die Explosionen nahmen zu. Schwefeldampfwolken stiegen auf und hüllten die Umgebung des Containers in gelblichen Qualm. Dort, wo zuvor eine dichte Vegetation war, stand plötzlich eine Feuerwand.
Unruhig zappelten die Zwillinge, Malte nahm Bu auf den Arm. »Was ist los?«, brüllte Anna.
»Jo, jo. Schnell, wir müssen handeln! Kozabim! Schutzanzüge!« M.A.M.I. bewegte sich nun mit hoher Geschwindigkeit. Sie suchte rasch im Containerhaus einige Utensilien zusammen. Nahrungsrationen, Bekleidung für die Kinder und wichtige Instrumente. »Das muss reichen. Wir haben keine Zeit.«
Kozabim reichte Anna und Malte die Schutzanzüge. Der Junge setzte den Ypsinenhund auf den Boden und kroch in den Schutzanzug, der kurz darauf den ganzen Körper einhüllte. Anna strauchelte beim Ankleiden und wäre fast gestürzt. Malte half ihr. M.A.M.I. drückte den Kindern Tornister in die Hände, einen weiteren befestigte sie an Kozabim. Wieder machte sie sich zum Abflug bereit. »Anna! Steig auf mich drauf und halte dich fest!«, zischte sie. Während das Mädchen sich auf den Rücken schwang und an M.A.M.I klammerte, rief die Roboterfrau in das erneute Krachen hinein: »Alle anderen warten hier!«
Sogleich hob sie sich und schoss in die Höhe.
Malte stand zitternd neben Kozabim, der mit Bu in seinen Armen zitterte. Kalt war es keineswegs, im Gegenteil, die Umgebungstemperatur stieg rasch an. Bu hustete, die Dämpfe machten ihm schwer zu schaffen. Erneut krachte und polterte es gewaltig. Keine einhundert Schritte entfernt, bildete sich ein großer Riss im Boden, eine Scholle der Oberfläche brach weg und verschwand in der Tiefe. Lava-Fontainen spritzen weit hinauf, Klumpen stürzten vom Himmel und entzündeten alles Brennbare.
»Komm Kozabim!« Malte hechtete zurück in den Container.
»Oh weh!«, brummte der Roboter. »Was geschieht hier? Ist das unser Ende?«
»Nicht doch, Kozabim«, brüllte der Junge. »M.A.M.I. wird uns retten. Ich weiß zwar nicht, wie sie dich tragen will, aber mich schafft sie bestimmt.«
»Du machst mir sehr viel Mut.« Kozabims Kopfsegment drehte sich unablässig. »Was für ein Chaos. Oh, was für ein Chaos!«, plärrte er. »Ich bin für solche Extremsituationen nicht ausgelegt! Ich bin doch lediglich ein kybernetisches Objekt zur allgemeinen Betreuung interstellarer Missionen mit der Herstellungsbezeichnung 2022 K3, in der dritten Generation. Ich ...«
»Wir sind auf einer interstellaren Mission, Kozabim!«, rief Malte, der Bu in den Tornister steckte, so dass nur der Kopf des Ypsinenhundes herausschaute.
Der Krach wurde extremer, der Container vibrierte, wackelte und schwankte. Durch die offene Tür sah Malte die Roboterfrau, die sich im Anflug befand und direkt vor dem Container landete.
»Ich weiß nicht, ob ich mehr Angst habe, hier zu verbrennen, oder vor dem Flug mit ihr!«, schrie Malte. Er drückte den Roboter und sprang hinaus. Bu im Tornister pfiff aufgeregt.
»Beeil dich! Die Zeit wird knapp.«
»Das sehe ich selbst, M.A.M.I.!« Malte kletterte sofort auf den Rücken der Roboterfrau, fühlte den Druck, der sich unter beiden aufbaute, und klammerte sich fest, so gut es nur ging. Zunächst schloss er die Augen, doch nach kurzer Zeit schlug er sie wieder auf.
Durch die Nebelschwaden musste er erkennen, dass von der kontinentalen Scholle fast nichts mehr übrig war. Die gesamte Gegend, in der sich einst die Höhle von Naoma befand, war wie von der Lava gefressen in der Tiefe verschwunden. Unablässig brachen an den Rändern Teile der Scholle ab, die mittlerweile klein und überschaubar wurden. Glücklicherweise hatte sich der Standort des Containers so ziemlich im Zentrum der Scholle befunden, doch von oben schien es, als würde auch diese Stelle lichterloh brennen.
Bald darauf sah Malte nur noch den brodelnden Abgrund. M.A.M.I.s Geschwindigkeit war extrem hoch, allerdings musste sie etwas in die Tiefe gehen, da ansonsten die Schwerkraftabsorber versagt hätten. Bu gab keinen Ton mehr von sich.
Plötzlich erschien eine Felswand vor den Augen des Kindes. Während Malte die Augen schloss und brüllte, schoss M.A.M.I. hinauf. Es gab einen mächtigen Ruck, dann spürte der Junge bewachsenen Boden unter sich. Als er sich bewusst wurde, dass er auf der anderen Seite des Abgrundes gelandet war, flog M.A.M.I. bereits zurück.
Anna half dem Bruder auf, dessen Beine weich und wacklig waren. »Wir sind gerettet«, sagte das Mädchen und holte Bu aus Maltes Tornister. »Und Bu auch! – Ob M.A.M.I. Kozabim tragen kann?«
»Ich weiß nicht so recht.« Malte drehte es schrecklich. Er setzte sich ins Gras und sofort kletterte Bu auf seinen Schoß. »Doch wenn ich bedenke, dass Efzet uns beide tragen konnte, und dass M.A.M.I. drei Thronarios in sich vereint, dann müsste sie es eigentlich schaffen.«
[...]
Malte und Anna liefen unruhig hin und her. Sie befanden sich nahe dem Abgrund, in dem es brodelte und röchelte. Von weither war noch immer das tektonische Rumoren zu hören. Es schien, als wäre bereits unheimlich viel Zeit vergangen, da M.A.M.I. davonflog, um Kozabim zu retten.
»Ich glaube nicht, dass wir sie wiedersehen«, sagte Malte mit weinerlicher Stimme. »Was sollen wir nur tun, ganz allein?«
Anna legte die Hände auf die Schultern des Jungen. »Bleib ruhig, Brüderchen. Immerhin sind wir in Sicherheit.«
Ein abartiges Heulen erklang, Bu versteckte sich wieder im Tornister. Die Geschwister starrten sich an. Das Heulen wurde lauter, es kam vom Inneren der kontinentalen Scholle, auf der M.A.M.I. die Kinder abgeladen hatte.
»Was ...« Malte war regelrecht versteinert.
Anna hingegen ließ den Bruder los und zog ihren Letonator aus der Tasche. »Es klingt, als wären es Tiere«, flüsterte sie und lief einige Schritte vorwärts.
Malte hielt plötzlich das Plasmakatapult zwischen den Fingern. »So warte doch, Anna!«, rief er und folgte dem Mädchen.
Nebeneinander krochen die Kinder einen kleinen Hügel hinauf und blieben schließlich auf den Bäuchen liegen. Maltes Mund ließ sich nicht mehr schließen. Er brachte nur ein Röcheln heraus.
»So viele sind das nicht«, flüsterte Anna. »Wir müssen still sein.«
Keine fünfzig Schritte entfernt, näherten sich Hunderte merkwürdiger Tiere. Die Horde wirkte keineswegs friedlich. Lange, spitze Zähne ragten aus den Mäulern, die Köpfe waren bullig und derb, die Tiere selbst schlank und groß, hatten lange Beine und dunkelgraues Fell. Was Malte jedoch am meisten schockte, war der Umstand, dass die Raubtiere sich unablässig näherten und allesamt zum Hügel starrten, auf dem die beiden Kinder lagen, deren Herzen verräterisch laut klopften.
»Es sind doch zu viele«, gab Malte endlich von sich. »Wenn sie uns einkreisen, dann ...«
»Lass uns zurück zum Krater gehen. Dann können sie wenigstens nicht von hinten kommen«, flüsterte Anne und begann rückwärts zu kriechen.
Im selben Moment kam Bewegung in die Tierherde. Die Angreifer bildeten bereits einen Halbkreis und erhöhten das Tempo.
»Lauf!«, rief das Mädchen, erhob sich und rannte los.
Malte stürzte ihr nach, doch er stolperte und fiel auf den Boden. Schon hörte er das Zähnefletschen der wilden Tiere, ringsum heulte es ohrenbetäubend.
Anna kam zurück, half dem Jungen auf und eröffnete das Feuer auf die ersten Tiere. Rücken an Rücken standen die Kinder, fühlten sich vollständig eingekreist. Malte ließ die erste Plasmakugel aus dem Katapult. Mehrere der Tiere verbrannten oder verletzten sich. Die anderen jedoch näherten sich bereits auf fünfzig Schritte. Unablässig feuerten die Zwillinge, lichteten die Reihen der Angreifer, doch immer mehr von ihnen rückten nach. Die ersten jener Raubtiere holten zu großen Sätzen aus und sprangen auf die Kinder zu, sie konnten noch im Sprung getroffen werden.
Anna wusste nicht, ob das Heulen von Malte oder von den Tieren kam. »Du musst schneller schießen!«, schrie sie und schoss längst selbst im Dauerfeuer. An die Rücken gelehnt, drehten sich die Kinder langsam im Kreis.
»Es werden nicht weniger!«, brüllte Malte. »Wir haben keine Chance!«
[...]
Bu schaute nicht mehr aus dem Tornister heraus. Die wilde Horde der Angreifer machte nicht nur ihm große Angst. Die Zwillinge standen Rücken an Rücken, drehten sich dabei und schossen auf alles, was sich bewegte. Trotzdem erkämpften sich die zahlenmäßig deutlich überlegenen Angreifer Meter um Meter, hatten Malte und Anna längst eingeschlossen.
Einige der Kreaturen setzten zu großen Sprüngen an und flogen durch die Luft auf die Kinder zu. Die sahen nur die riesigen, spitzen Zähne, glühende Augen und lange zangenförmige Krallen. Malte ballerte eine Plasmakugel nach der anderen, das getroffene Wesen zerbröselte zu Asche, doch stets war sofort ein neues zur Stelle. Gerade zog der Junge wieder den Spanndraht durch und ließ ihn schnipsen. Dieses Mal wurde keine Plasmakugel auf den vorbestimmten Weg geschickt.
»Meine Energie ist alle!«, brüllte Malte.
Ein Tier setzte zum Sprung auf den Jungen an.
»Was ist?«, rief Anna, während ihr Letonator ununterbrochen zischte.
»Das Katapult! Es ist leer!« Malte sah, dass die Kreatur vor ihm vom Boden abhob und durch die Luft flog. »Anna!«, kreischte er.
Aus der Luft entzündete sich in letzter Sekunde ein Strahlenfeuer. Zunächst wurde das Tier zerstäubt, dessen Krallen schon fast das Gesicht des Jungen berührt hatten. Ein feiner Ascheregen fiel hernieder.
Malte starrte nach oben. »M.A.M.I.!«
Ein regelrechtes Blitzgewitter entzündete sich. Die Roboterfrau raste über die Herde hinweg und schoss ununterbrochen. Die Tiere kreischten erbärmlich, die ersten von ihnen sprangen davon.
Anna ließ den Letonator sinken. »Manchmal ist es tatsächlich vorteilhaft, wenn man eine Mami hat!«, schrie sie.
Sekunden später herrschte gespenstische Ruhe. In der Ferne sahen die Kinder noch die leuchtenden Augen der hässlichen Kreaturen. Trotzdem mussten sie in höchster Anspannung lächeln, denn Kozabim näherte sich und schwatzte brummend: »Womit habe ich das nur verdient? Ihr wisst wohl nicht, wofür der Name Kozabim steht? Kozabim heißt, dass ich ein kybernetisches Objekt zur allgemeinen Betreuung interstellarer Missionen. Ich bin also kein Flugobjekt. Und schon gar nicht bin ich dazu geeignet, über die Abgründe eines brodelnden und instabilen Planetenkerns zu schweben. Und dann diese Geschöpfe! Sind das etwa Lebewesen? Oh, wie schrecklich! Mit solchen Wesen möchte ich nichts gemeinsam haben. Schließlich bin ich ein künstliches Objekt. Es verwundert mich, dass ihr noch am Leben seid ...«
Malte ließ sich auf den Hosenboden fallen und streckte die Arme aus. »Das wundert mich auch, Kozabim. Wenn M.A.M.I. nicht gewesen wäre, dann ...« Er setzte sich und hielt kurz inne. »Oh, so ein Mist. Ich habe mir eingepinkelt«, flüsterte der Junge. »Das leere Plasmakatapult ist schuld daran.«
»Du hast was?«, fragte Anna, die Bu im Tornister zu beruhigen versuchte.
M.A.M.I. mischte sich ein. »Lass deinen Bruder in Ruhe, Anna. Das Urinieren im bekleideten Zustand kann als Folgereaktion eines Schockzustandes auftreten. Was wohl hättest du getan, wenn dein Letonator versagt hätte?«
»Auf jeden Fall hätte ich mir nicht in die Hosen gemacht. Wahrscheinlich hätte ich eines der Viecher mit dem Letonator erschlagen.« Anna hielt die Hand auf. »Gib mir dein Katapult!«, forderte sie von Malte. Der reichte es ihr. »Kein Wunder, dass es versagt hat. Die Energiereserven sind erschöpft.« Sie gab die Schleuder an M.A.M.I. weiter. »Kannst du das Ding aufladen?«
Die Roboterfrau nahm das Plasmakatapult in ihre glänzenden Hände. »Jo, jo. Das kann ich!« Der Zeigefinger ihrer linken Hand fuhr eine Steckverbindung aus, die im Gegenstück des Katapults verschwand. »Der Ladevorgang dauert drei Minuten und vierundzwanzig Sekunden.«
Ein dumpfes Grollen erklang in unmittelbarer Nähe. Baumartige Gewächse raschelten, beugten sich seitwärts oder kippten lärmend um.
Die Zwillinge hielten den Atem an. »Was ist denn das schon wieder?«, flüsterte Anna. »Das klingt irgendwie groß.«
»Und es klingt gar nicht gut«, stimmte Kozabim zu und versteckte sich hinter M.A.M.I., die sich wiederum vor die Zwillinge stellte und »Ruhig bleiben!« befahl.
Malte zitterte. »Meine Hose ist noch nicht mal trocken, und es geht schon wieder los!«
»Ich muss meine letzte Aussage widerrufen! Wir können doch nicht ruhig bleiben«, stellte die Roboterfrau nun fest, da ein riesiges Zähne fletschendes Ungetüm am Rande des Waldes erschien, das mit den Krallen der Vorderpfoten scharrte und dabei metertiefe Gräben hinterließ. »Versteckt euch!«, rief sie und machte sich zum Abflug bereit.
Das Exemplar, mit dem sie es nun zu tun bekamen, besaß die zehnfache Größe der Kreaturen des Rudels von vorhin, sah allerdings den Kleinen ähnlich. Es brüllte in diesem Moment so stark, dass der Boden unter den Füßen der Kinder erzitterte.
»Ich denke, das Vieh ist sauer«, flüsterte Anna. »Wahrscheinlich haben wir gerade seine Kinderchen zerlegt, die uns frühstücken wollten.«
»Wo verdammt noch mal sollen wir uns hier verstecken?«, brüllte Malte außer sich.
Bu pfiff ängstlich. Die Kinder schnappten sich ihre Tornister und rannten zurück zum Abgrund, während M.A.M.I durch die Luft von Z’foh zischte. Kozabim versuchte ihnen zu folgen, stürzte jedoch und blieb reglos liegen. Anna kroch an den Abgrund heran. In der Tiefe loderte die Glut. »Das ist die Hölle!«, rief das Mädchen, packte den kreischenden Malte an den Oberarmen und schubste ihn hinunter!
[...]

Die bildhafte Beschreibung vieler Protagonisten, Roboter, Raumschiffe und Planeten aus meinem Universum findet ihr unter
http://www.rat-der-planeten.de

zum Beispiel:
Bild
Kozabim: kybernetisches Objekt zur allgemeinen Betreuung interstellarer Missionen - Herstellungsbezeichnung 2022 K3, stammt aus dem Sternstraßenschiff von FV1

malschaun
Beiträge: 481
Registriert: 29.05.2009, 17:31

Re:

von malschaun (07.12.2009, 17:35)
cool 8)

Das sieht nach verdammt viel Arbeit aus. Ich wünsche Dir viele Leser.

Weil Du "Lektoren" erwähnst. Hattest Du für diese umfangreiche Werke immer den gleichen Lektor, oder verschiedene? Warst Du mit deren Arbeit zufrieden? Man hört ja immer wieder, dass es da viele schwarze Schafe gibt, die zu viele Fehler hinterlassen.

Benutzeravatar
Tino
Beiträge: 48
Registriert: 22.06.2007, 15:51
Wohnort: Naunhof

Re:

von Tino (07.12.2009, 17:50)
malschaun hat geschrieben:
cool 8)

Hattest Du für diese umfangreiche Werke immer den gleichen Lektor, oder verschiedene? Warst Du mit deren Arbeit zufrieden? Man hört ja immer wieder, dass es da viele schwarze Schafe gibt, die zu viele Fehler hinterlassen.


Oh ja, davon kann ich ein Lied singen. Meinen Bestseller "Hugo. Der unwerte Schatz" habe ich bisher sieben Mal lektorieren lassen. Die Kosten waren nicht unerheblich, verglichen mit den 2500 verkauften Exemplaren ist das Schreibgeschäft ganz einfach Idealismus (zu diesem Buch habe ich über 100 Lesungen gemacht).
Ich bin jetzt seit einigen Jahren bei einem Lektor, der sein Geld wert ist, mit dem ich zufrieden bin: Rainer Stecher (Berlin) Email: rs.helmut(at)freenet.de Er investiert viel Zeit in die Manuskripte und baut auch den Kontakt zum Autor auf, um strittige oder unklare Dinge zu besprechen. Natürlich hat auch er seinen Kostensatz, er muss ja davon leben. Schlussendlich muss jeder Autor für sich selbst entscheiden, wie viel er in ein Lektorat investiert. Klar ist aber zweifellos, dass die Verkaufschancen abfällig werden, wenn ein Manuskript fehlerhaft ist und das z.B. bei Amazon in einer Rezension steht. Diese Erfahrung musste ich einst auch sammeln und habe daraus gelernt.
Herzliche Grüße
Tino

Adinofis
Beiträge: 1
Registriert: 22.12.2009, 22:55
Wohnort: Berlin

Rezension zur Roman-Trilogie "Der Rat der Planeten"

von Adinofis (22.12.2009, 23:02)
Hallo miteinander,

habe die Trilogie gelesen - man kann dem Autor dazu nur gratulieren.

Hier meine Rezension!

„Der Rat der Planeten“ ist eine Trilogie, die von mitreißenden Protagonisten bevölkert ist und deren charakterliche Ausstattung geschickt in die Handlungsstränge eingebaut wurde. – Adam der mit synusischen Fähigkeiten ausgestattete zwölfjährige Held der Geschichte muss versteckt in einem Raumschiff hinter dem Mond mit ansehen, wie das Leben auf seinem Heimatplaneten von einer außerirdischen Rasse vernichtet wird, mit an Bord sein Halbbruder Müllermann und dessen Freunde. Gemeinsam folgen sie dem fremden Raumschiff, werden entdeckt und gefangen genommen. Während sich Adam befreit, versucht die Kaiserin Amelia aus dem Dritten Distrikt des Universums den Jungen zu finden, der auch für den Herrscher der Ikonier – Admiral Alyta – von höchstem Interesse ist. Alyta, der den Rat der Planeten unterwandert hat und die Vorherrschaft über die drei Distrikte des Universums erlangen will, entfesselt einen Krieg zwischen Ikoniern und Menschen. Um seine Ziele zu erreichen, braucht er aber die synusischen Fähigkeiten des Jungen, der zum Kaiser gekrönt wird und den Rat der Planeten von Alytas Expansionslust unterrichtet. Doch das Blatt wendet sich gegen Kaiser Adam. Durch geschicktes Lügen kann Alyta den Rat überzeugen, das Adam der Drahtzieher der galaxialen Kriege ist. Gemeinsam mit Gladiola, seiner Frau und Mutter der Zwillinge Anna und Malte, flüchtet er in den Ersten Distrikt, während Alyta auf dem Planeten FV1 eine Armee mit synusische Fähigkeiten produziert.

Jahre später erfährt Adam, seine Zwillinge Anna und Malte sind inzwischen geboren, dass Alyta in den Ersten Distrikt einfallen will, um die Erde zu erobern! Adam stellt sich dem Admiral entgegen, während die Zwillinge von Menschenhändlern entführt werden und Gladiola bei einem Befreiungsversuch schwer verletzt um ihr Leben ringt. Adam versucht nun das Unmögliche – auf dem Planeten Universus einen neuen Rat zu installieren, als der Ikonier Insaidia einen schweren Anschlag auf ihn anzettelt, bei dem der Kaiser getötet wird. Alyta lässt sich nun nicht mehr aufhalten. Mit dem Raumschiff Sophisma, das der verletzten Gladiola zu Hilfe eilt, gelangt auch Alyta zur Erde, um dort das ewige Leben zu finden. Die von ihm entfesselte Schlacht brennt indes an allen Fronten, der Synus wird angegriffen und überall kämpfen Dissidenten gegen die Robomutanten, während es die Zwillinge auf den Planeten FV1 verschlägt, wo sie die Macht des Admirals zu untergraben versuchen. Als Alyta Annas Mutter Gladiola tötet, dringt das Zwillingsmädchen mit ihren synusischen Fähigkeiten ins Gehirn des Admirals ein und lässt ihn qualvoll zugrunde gehen.

Die Schlacht endet schließlich an allen Fronten, auf Ikonia wird demokratisch eine neue Regierung gewählt und im Rat der Planeten, angeführt von Insaidia, beschließt man, die Zwillinge auf den Strafplaneten Z'foh zu verbannen. Während die Zwillinge dort Gefahren ausgesetzt sind, beenden sie das Werk eines Verbannten, die Schaffung einer fast menschlichen Roboterfrau mit dem Namen M.A.M.I. Mechanische Alternative menschlicher Intelligenz. Doch Insaidia geht die Verbannung nicht weit genug, er fürchtet die Zwillinge wegen ihrer synusischen Fähigkeiten und beauftragt den Terroristen Nedalnib, die Zwillinge zu töten. Doch die Familie des angeblichen Terroristen vereinigt sich mit den Erdenmenschen und gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen Insaidia und seine Helfershelfer im Rat der Planeten und der Ikonischen Regierung auf – ein Kampf, der letztlich siegreich für die Zwillinge ausgeht.

Der Plot ist logisch und einprägsam strukturiert. Trotz zahlreicher handelnder Haupt- und Nebenfiguren, die sich bei den Protagonisten über vier Generationen erstrecken, verliert man nie den Faden des Geschehens, das wendungsreich und spannend geschrieben wurde und für eine Verfilmung bestens geeignet scheint. Leicht und flüssig zu lesen, beeindruckt Tino Hemmann, der übrigens schon zahlreiche Romane geschrieben hat, durch eine klare, unkomplizierte Sprache. Inhaltlich gewiss von „Star Wars“ inspiriert eröffnet uns der Plot ein fein gestricktes Muster von Erzählung, Dialog und Spannung, bei dem die Handlungsstränge bündig und schlüssig sind. Bemerkenswert hierbei ist die Entwicklung des Charakters von Adam – selbst noch ein Halbwüchsiger, reift er (und das ist im realen Leben nicht selten zu beobachten, wenn auch unter anderen Gesichtspunkten) angesichts der Zerstörung seines Heimatplaneten schnell zu einem selbstbewusst auftretenden jungen Mann heran, dessen Tun einzig darauf gerichtet ist, Gerechtigkeit zu schaffen. Auch die Entwicklung von Malte beschreibt der Autor in eindrucksvollen Sequenzen. Vor allem wird dies deutlich, wenn Malte wiederholt seine Ängste in aussichtslos scheinenden Situationen überwinden muss und dabei von seiner Schwester Anna mal sanft und mal derb geführt wird.

Fazit: Die Trilogie bietet alles, was von einem Plot dieses Genres erwartet werden darf: Spannung in einer bildgewaltigen Geschichte und geschmeidig formulierte Dialoge, ohne Sperrigkeit oder Verlegenheitsfloskeln, Raumschiffe, futuristische Waffen und fast menschliche Roboter, Liebe, Treue, Heldentum und Schlachten im All. Aber auch Intrigen, Betrug und schnöde Mordtaten gewährleisten ein atemloses Lesevergnügen, von dem sich nicht nur Jugendliche sondern ebenso begeisterungsfähig die älteren Science Fictions-Fans hinreißen lassen werden.
Berühre die Herzen der Menschen und du gewinnst ihren Verstand!

Benutzeravatar
Tino
Beiträge: 48
Registriert: 22.06.2007, 15:51
Wohnort: Naunhof

Der vierte Band ist in Arbeit

von Tino (16.02.2010, 16:53)
Es läuft besser, als anfangs gedacht. Daher arbeite ich momentan am vierten Band.

Der Rat der Planeten - IV. Buch: Das intergalaktische Trauerspiel
erscheint vorraussichtlich im Jahr 2010 irdischer Zeitrechnung

Soviel sei verraten:

Fau Holl, ein m’baganianischer Schmuggler, entdeckt im Zweiten Distrikt einen weiteren Übergang zum Ersten. Somit sind die drei Distrikte komplett miteinander verbunden. Die neue Erkenntnis will der M’baganianer profitbringend an den Rat der Planeten verkaufen. Handelspartner ist ausgerechnet der gewissenlose und ebenso geldgierige Berater der Präsidentin Norana, Amabo von Universus, der in unzähligen militärindustriellen Kartellen des Reiches Altoria viel Geld verdienen könnte, wenn es zu neuen Kriegen kommt. Nachdem er von dem Übergang erfuhr, tötet Amabo den Schmuggler vom Planeten M’baga. Doch vernichtet er lediglich ein synthetisches Double und erfährt zunächst nichts von der Besonderheit des neuen Übergangs. Fau Holl brachte ein druckfrisches Buch Goethes „Egmont“ aus dem Jahre 1810 von der Erde mit. Auch, wenn sein Thronario Tobobo dies bestreitet, beweist er damit den Einfluss des Übergangs auf die Zeitlinie im Ersten Distrikt. Er will die gegenwärtige Erde vor Amabo warnen, der durch fingierte Anschläge ein neues Feindbild entstehen lässt. Derweil entdecken die Zwillinge auf der Erde die in einem Museum archivierten Kram; Goldkugeln mit Hologrammen der Gegenwart, die es im Jahr 1810 in irdischen Gefilden noch nicht geben konnte. Korrupte Delegierte im Rat der Planeten rufen zum Erstschlag gegen die Erde auf, der in der Vergangenheit stattfinden könnte ...

http://www.rat-der-planeten.de
Dateianhänge
USrat_4_kl.jpg
So soll das Cover vom IV. Buch über den Rat der Planeten aussehen.

Zurück zu „Buchvorstellung: Belletristik“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.