Space Hotel 2054

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Snapshot
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Space Hotel 2054

von Snapshot (06.08.2009, 16:06)
Titel: Space Hotel 2054
Autor: Stefan Petersohn

Verlag: BOD
ISBN: 978-3-8391-1424-7
Seiten: 212
Preis: 14,90

Der Autor über das Buch:

Mein erster veröffentlichter Roman befaßt sich mit dem allseits beliebten Themenkomplex "Im Weltall hört dich keiner schreien!". Ausgehend von meist doch realistischen Zukunftsvisionen der Marke Bladerunner,
Minority Report und Renaissance 2054 bannte ich ein (auf jetzigen Entwicklungen, Prototypen und Plänen basierendes) düsteres Setting zwischen zwei Buchdeckel. Hard-SF mit Unterhaltungsanspruch dürfte hierfür wohl die treffende Beschreibung sein. Es gilt generell: Wer neben einem realistischen Blick in die Zukunft der Menschheit, auch eine gute Prise "Die Hard in Space" goutiert, wird hier garantiert seine helle Freude haben! Leseprobe folgt!

Klappentext:

2054... Reisen in den Weltraum sind auch für Normalsterbliche möglich, vor allem das legendäre Space-Hilton zieht Touristen aus aller Welt magisch an. Der Ingenieur Alek Karpovitch fliegt mit seiner Tochter auf die Station, um die ehrgeizigen Ausbaupläne weiter voranzutreiben.
Was er nicht ahnt: Das Böse hat mit ihnen eingecheckt – und der vermeintliche Traumurlaub wird zum tödlichen Albtraum. Nur eine kleine Gruppe Passagiere überlebt die erste Angriffswelle und muss sich einer schwer bewaffneten Übermacht stellen. In den Schächten, Gängen und Tunneln der Station entbrennt ein gnadenloser Kampf – dessen Ausgang das Schicksal der Menschheit für immer verändern wird...

Inhalt:

3 Mexico City

Der Flughafen wurde von einer gigantischen halbtransparenten Kuppel überspannt. Sie sorgte für natürliches, ungebrochenes Licht und eine gleichmäßige Temperatur. Außerdem schönte sie den trüben Ausblick in den versmogten Himmel. Während der Rest der Welt fleißig an den neuen Klimaschutzzielen arbeitete, ging die Entwicklung hierzulande deutlich langsamer voran. Die dritte Welle der internationalen Vernetzung, der Rush der Anlegerkombinate und die weltweiten Auswirkungen des panasiatischen Krieges waren über Mexiko gekommen wie eine Urgewalt. Die zahlenmäßig ohnehin nicht sehr große Mittelschicht hatte sich so gut wie aufgelöst. Ihre kläglichen Überreste waren nach oben gespült oder nach unten gedrückt worden. Eingekeilt zwischen der stark angeschlagenen Hegemonialmacht der Vereinigten Staaten von Amerika und dem roten Block im Süden, drohte das Land in eine dauerhafte Krise zu taumeln. In den angrenzenden Staaten sah es nicht viel besser aus. Inzwischen war Mexikos Präsident Morales schon gezwungen, die Grenzbefestigungen massiv auszubauen, um die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Venezuela und Kolumbien fern zu halten. Alek senkte den kreditkartengrossen, elektronischen Reiseführer, der die desolate Situation in blumigen Worten umschrieb. Im glitzernden Herzen der Hauptstadt wollte man von Problemen nichts wissen. Inmitten des gigantischen Flughafenbaus war ein Einkaufsstadt auf fünf Ebenen entstanden. Drei davon waren unterirdisch und verfügten über eine eigene Metrobahnstation. Die Ausmaße dieses Teils des Komplexes erstreckten sich sogar noch weit über das oberirdische Flughafengelände hinaus. In der obersten Ebene, knapp unterhalb des Spanndachs und der Kuppel, saß er mit seiner Tochter Elena hinter der kugelsicheren Plexiglasscheibe eines Burger-King-Restaurants. Weit unter ihnen wimmelte die Menge, strebten tausende Menschen ihren jeweiligen Zielen entgegen. Elena war in einer anderen Welt versunken. Sie beugte sich über eine fußballgroße, mit einer bunten Hartplastikschale und zwei stabilen Gummigriffe! n verseh ene Monitorfolie. Ihre langen, dunkelblonden Haare umflossen zwei rosa Kopfhörer, die jegliche störende Interaktion mit ihrer Umwelt ausschalteten. Alek sah ihr über die Schulter. Wenn man in den Monitor hineinschaute, war es, als ob jemand ein Loch in die echte Welt geschlagen hatte. Die dreidimensionale, plastische Darstellung der altmodischen Stadtkulisse wirkte fast schärfer und echter als die Realität um sie herum. "Geh ins Plaza und schau dich nach Gegnern um." sagte Elena und berührte mehrmals schnell den Touchscreen. Alek ließ seinen Blick weiter schweifen, kaute am letzten Bissen seines Burgers und spülte den standardisierten Geschmack mit eiskalter Cola weg. Das Gerät war ein billiges Spielzeug aus Taipeh und Elena mit elf Jahren eigentlich schon fast zu groß um damit zu spielen. Trotzdem ließ er sie gewähren - in ihrem Alter war er schließlich kaum anders gewesen. Mit dreizehn hatte er allerdings nur eine gebrauchte Playstation zum Spielen gehabt. Ein kaum drei Millimeter großer Chip in seiner Ohrmuschel begann leicht zu vibrieren. "Hallo, Alek." flüsterte eine charmante weibliche Stimme. "Entschuldige die Störung. Ich sollte dich daran erinnern, dass euer Bus um acht Uhr losfährt. Das sind noch neunundzwanzig Minuten und zehn Sekunden."
"Alles klar." sagte er und begann sein Tablett aufzuräumen. "Außerdem möchte ich dich darauf hinweisen, dass dieses Fastfood, trotz der gegenteiligen PR des Herstellers, nicht gut für dich ist. Deine Ernährung weicht in dieser Woche stark vom Idealprogramm ab."
"Danke!" sagte er nachdrücklich und die Stimme in seinem Ohr verstummte. Er tippte seiner Tochter auf die Schulter. Elena pausierte das Spiel und schaute genervt hoch. "Nimm die Kopfhörer ab!" sagte er und untermalte es mit einer entsprechenden Geste. "Wir müssen los."
"Ist doch noch genug Zeit!" protestierte sie.
"Du kannst im Bus weiterspielen." sagte er in seinem besten Hier-wird-nicht-verhandelt-Tonfall. Elena seufzte und knickte ihr Gerät in der Mitte durch. Sie schob es gegenläufig in sich zusammen und die so entstandene kleine Plastikkugel verschwand in ihrem Jack Wolfskin-Reiserucksack.

"Wir kommen schon nicht zu spät." sagte sie, als sie auf der Passage in die Menge eintauchten. "Immer machst du dir Sorgen."
"Das stimmt doch gar nicht." antwortete Alek und wollte sie instinktiv an der Hand nehmen. Elena entzog sich und funkelte ihn böse an. Ihre Stimme wurde zu einem beleidigten, präpubertären Fauchquicken.
"Ich kann alleine gehen!" sagte sie. "Okay?!"
"Na gut." antwortete er. "Aber bleib dicht bei mir. Ich hab keinen Bock dich zu suchen." Sie erreichten die dreispurige Laufbandstrecke und ließe sich durch die riesige Halle transportieren. Während sie dahinglitten und Elena von den allgegenwärtigen holographischen Werbetafeln und deren verführerischen Klimpern und Flüstern gebannt war, konnte er einen ausgiebigen Blick auf die Konstruktion des gewaltigen Kuppelbaus über ihnen werfen. Die Streben waren aus ultrahochfestem Beton. Wegen seiner fast porenfreien Konsistenz war er fast zehnmal so stabil wie gewöhnlicher Beton und ermöglichte filigranste Architektur. Es war eine gute Arbeit, meilenweit weg vom Baukastenprinzip der vollautomatisierten Baustellen, die in allen Städten der Welt mit beängstigender Lautlosigkeit in den Himmel wuchsen. Sie passierten die Abfertigungsbereiche, die Schlafwaben für die Kurzentschlossenen und jene Unglücklichen, die sich trotz Arbeit kein Zuhause leisten konnten. Die Infozellen, die anachronistischen kleinen Zeitungskioske, in denen man noch unter dem Ladentisch Tabakwaren und Pornographie erwerben konnte. Die Fillialen internationaler Ketten: Douglas, Starbucks, Grey`s und viele andere. Und natürlich die Duty-Free-Shops mit den Unmassen glänzender Luxusartikel in den Schaufenstern. "Dad?" fragte Elena. Sie deutete auf eine gut zehn Meter große eurasische Holoschönheit, die in einem blauweißen Farbenregen über die Hallenwand rechts von ihnen tanzte. "Haben die da oben jetzt Pepsi?" Er war einen Moment lang verwirrt als er seinen Blick von den gewaltigen Dimensionen der Kuppel löste und auf den kleinen Menschen neben sich herunterschaute. "Nein, Schatz." sagte er sanft. "Die Coca-Cola-Company hat einen Exklusivertrag mit dem Hilton. Schau mal. Siehst du die schillernden Stücke da oben? Das ist Chromiume...."
"Das hast du mir schon erzählt!" Ihr Blick heftete sich wieder auf das
Hologramm. Alek zuckte mit den Schultern und sah auf eine der digitalen Anzeigen, die knapp unter der Kuppel schwebten. Sie lagen gut in der Zeit. In wenigen Stunden würden sie am Raumhafen sein. Es machte keinen Sinn gegen den leichten Jetlag anzuschlafen, also nahm er einen auf seinen Metabolismus angepassten Upper ein. Er schloss die Augen als die Wirkung einsetzte und Adrenalin durch seinen Körper pumpte. Der Busfahrt sah er mit leichtem Unbehagen entgegen. Er hatte diese altmodische Art der Fortbewegung nie gemocht. Aber er war weit davon entfernt sich über die Strapazen zu beschweren. Wieviele Menschen konnten sich diesen ganzen organisierten Wahnsinn schon so oft wie er von oben anschauen? Von ganz, ganz oben? "Das Rollband ist gleich zu Ende." informierte sie das Rollband. "Bitte passen Sie auf."

4 Der Weg zu den Sternen I

Als der Konvoi den Bahnhof verließ, verschwand der Schriftzug an den Seiten und wurde wie von Geisterhand durch ein neutrales Blau ersetzt. Es galt, keine neidischen Reaktionen zu provozieren. Tatsächlich fanden die Jugendlichen in den verarmten Vororten Gefallen daran, den Unmut über die herrschenden Verhältnisse offen zu zeigen. Oft bewarfen sie die Fahrzeuge der Hilton-Company mit Steinen, Flaschen und Straßenmüll. Langsam rollte der Buskonvoi auf die Straße und fädelte sich in den zäh dahinfließenden Berufsverkehr ein. Alek arbeitete weiter an seinen Plänen.
Nachdem sie das Zentrum der drittgrößten Stadt der Welt, und auch die weitauslaufenden Vororte hinter sich gelassen hatten, kamen sie stetig schneller voran. Elena kehrte gerade von der Bordtoilette zurück und drängelte sich auf ihren Fensterplatz.
"Da vorne sitzt Chow Weng gesehen!" verkündete sie aufgeregt.
"Der Skyracer?" fragte Alek.
"Yep!" bestätigte sie. Obwohl ihn das Celebrityfieber eigentlich kalt ließ, stand Alek kurz auf. Er nahm er sich Zeit beim Ausstrecken und Gähnen, spähte die Sitzreihen ab. Tatsächlich sah er das breite Gesicht Wengs in der zweiten Sitzreihe. Er trug eine Baseballkappe und las die Financial Times. Sah entspannt und vollkommen normal aus. "Neunmal war er Weltmeister." sagte Elena, als er sich wieder setzte. "Das letzte Mal 2050." Sie erforschten die Datenbanken des World Wide Web über ihr Handy. "2048 egalisierte Chow Weng bei den Off-Limits-Rennen um die ganze Erde den Rekord von Jason Chaser." las sie vor. "Dieser Mann hat Nerven aus Stahl und von Natur aus Reflexe wie ein Digit." Alek grunzte anerkennend und sah nach draußen. Er war nicht besonders an körperlosem Sport interessiert. Außerdem hatte der Konvoi gerade angehalten. Die Motoren verstummten. Mitten im Nichts der Wüste flimmerten Zugschienen in der Sonne. Ein brandroter Betonblock, eine Ampelanlage und eine Weiche waren die einzigen Markierungen für den Einstiegspunkt. Sie warteten einige Minuten, bis in der Ferne ein Zug erschien. Langsam verringerte die Elektrolok ihre Geschwindigkeit, bis sie schließlich in schnellem Schritttempo bei ihnen ankam. Waggon um Waggon schob sich vorbei, bis langsam alles zum Stehen kam. Daraufhin setzte sich ihr Bus in Bewegung. Er fuhr auf die Gleise und korrigierte seine Position so lange, bis seine Räder parallel zu ihnen standen. Dann ging ein Vibrieren durch den ganzen Rumpf und das Gefährt begann mit einem lauten Zischen abzusinken, als die Reifen sich langsam in das Innere zurückzogen. Die zwischen den Gummirädern montierten Stahlräder setzten auf den Gleisen auf. Ein Warnton erklang. Die Busse vor und hinter ihnen durchliefen die gleiche Prozedur. Die akustischen Rückmeldung über die erfolgreiche Ankopplung der Magnetscharniere erfolgte und Elena hielt sich maulend die Ohren zu. Der alte Latino mit dem schweren Koffer blickte beunruhigt zu ihm herüber. Es war ein wenig seltsam, dass der Mann so unsicher ! in Bezug auf die Hybridtechnik war. Und das in einer Zeit, in der selbst die letzten Hinterwäldler einen elektronischen Assistenten hatten. Und wie hatte er eigentlich den Gesundheitscheck überstanden? Der Motor sprang wieder an und der Konvoi bewegte sich auf Schienen weiter. Alek fiel sein eigener Assistent ein. "Laura?" murmelte er. "Stell eine Verbindung zu Rivers her." Eine kurze Pause, dann antwortete Laura: "Die Nummer ist belegt. Soll ich die Verbindung herstellen sobald es möglich ist?" Alek überlegte kurz und schüttelte dann den Kopf. "Nicht so wichtig." sagte er. Aber Laura hatte noch was auf dem digitalen Herzen. "Ich möchte dich darauf hinweisen, dass die UV-Strahlung in diesen Gebiet schädlich für deine Haut ist. Ich empfehle verstärkten Sonnenschutz, wenn du dich im Freien aufhältst."
"Ist gebongt. Und jetzt hör auf zu nerven!"

Kaum dass sich die Passagiere an die neue Form der Fortbewegung gewöhnt hatten, erschien auf den Monitoren aller Rückenlehnen eine junge Frau. Sie war eine attraktive brünette Erscheinung, hatte große rehbraune Augen. Alek kannte sie bereits von den früheren Reisen. Die "Super-Durchschnittsfrau" hatte Thursby sie einmal genannt. Eine computergenerierte Schönheit mit perfekter Symmetrie und genau den Gesichtszügen von denen die Neurobiologen und Evolutionspsychologen behaupteten, dass sie den neugierigen Typus Mensch maximal ansprach. Jenen, den es zu den Sternen zog. "Willkommen an Bord." flötete sie mit ihrer sexy Stimme. "Auch wenn Sie es beim Blick aus dem Fenster vielleicht noch nicht glauben, befinden Sie sich bereits auf der schönsten Reise Ihres Lebens. Unser Team freut sich schon darauf, Sie in weniger als zwei Stunden in unserem Raumhafen begrüßen zu dürfen. Dort haben Sie die Gelegenheit sich zu erfrischen und letzte Besorgungen zu machen, bevor Sie die Erde in Richtung der Hilton-Raumstation verlassen." Sie verstummte kurz. Eine kalkulierte Pause, um das eben Gesagte beim reizüberfluteten Durschnittskonsumenten sacken zu lassen. Alek seufzte leise. Er konnte den Text inzwischen fast mitsingen. Seine Mitreisenden starrten gebannt auf ihre Monitore.

"Vor dem Start haben Sie außerdem die Möglichkeit, die Piloten persönlich kennen zu lernen und ihnen alle Fragen zu stellen, die Sie rund um Ihren ersten Überorbitalflug haben." Er drehte die Lautstärke herunter und lehnte sich zurück. Versuchte, den Monitor ganz auszuschalten, aber diese Funktion war für die Dauer der kleinen Ansprache anscheinend deaktiviert. "Freuen Sie sich auf ein Erlebnis, von dem Sie noch Ihren Enkeln erzählen werden. Erfüllen Sie sich einen uralten Menschheitstraum und reisen Sie zu den Sternen. Im Gegensatz zur Erde, auf der Sie überall permanent überwacht und gescannt werden, ist das Space Hilton ein Hort der Privatsphäre." Oder auch nicht, dachte Alek und trank einen Schluck Sprite. "An Bord der luxuriös ausgestatteten Hotelstation werden Sie eine ganz neue Perspektive auf unseren Planeten genießen. Vielleicht wird sich auch Ihre ganz persönliche Perspektive für immer verändern." Alek lächelte grimmig. Ja, es war durchaus ein magischer Anblick. Aber alle, die insgeheim auf den göttlichen Fingerzeig warteten, der den Weg aus ihrem verkorksten Leben wies, würden bitter enttäuscht sein. Die Sensation, seine Schritte auf einen von Menschen geschaffenen Boden zu setzen, der mehr als dreihundertfünfzig Kilometer über der Erde schwebte, war, um genau zu sein, eher gedanklicher Natur. Natürlich gab es die edel designte Aussichtsplattform, auf der sich zu jeder Zeit Passagiere aus aller Welt befanden und wie hypnotisiert auf den blauen Erdball starrten. Es gab ein Fitness-Studio, einen Schweberaum und den Kristallgarten. Die dreifach gesicherten Fenster, überall in den Zimmern, Kabinen und Gängen. Aber das war nichts, was sich nicht in einer 3D-Simulation in besserer Qualität ins eigene Wohnzimmer holen ließ. Trotzdem ging auch im neunten Jahr, in dem es für den Massenmarkt geöffnet war, eine ungebrochene Anziehungskraft von Hiltons am besten ausgelasteten Hotel aus. Das alltägliche Leben in den unzähligen Hochburgen der Zivilisation glich sich mit großer Geschwindigkeit immer weiter a! n. Gleic hzeitig war es der Gesellschaft, aus Gründen, über die heftig gestritten wurde, nicht gelungen, das Gerechtigkeitsloch zu stopfen - Im Gegenteil. Das frei verfügbare Eigentum in der westlichen Hemisphäre stagnierte. Siebzig Prozent aller Löhne und Gehälter wurden von etwa zehn Prozent der Bevölkerung verdient. Der Rest war nicht begeistert, hielt aber zumeist still - aus den verschiedensten Gründen. Die meisten dieser Menschen im arbeitsfähigen Alter waren gar nichts anderes gewohnt. Das Utopia der Vollbeschäftigung und des flachen Lohngefälles für die unterschiedlichen Tätigkeiten, die eine Gesellschaft definierten, hatte lange vor ihrer Zeit existiert. Und all das würde niemals zurückkommen. Aufgrund der Vollautomatisierung gab es inzwischen einfach nicht mal mehr annähernd genug Arbeitsplätze für alle. Die Zerstreuungsmöglichkeiten für die arbeitslosen Massen waren jedoch schier endlos. Die virtuellen Parallelwelten näherten sich der absoluten Perfektion: Ein gut gefüllter Geschenkkorb, nur das er jetzt für alle im Prinzip gleich gepackt war. Es gab sie, die sagenumwobene Kaste der Reichen und Superreichen, die eine Ausnahme bildete und eigenen Regeln folgte. Ihre zahlenmäßige Größe wuchs stetig, war aber geringer, als man es anhand der Medienberichterstattung hätte vermuten können. Die Fluktuation innerhalb dieser Gruppe war sehr gering, ihre bevorzugten Spielfelder waren die Politik und der internationale Finanzmarkt. Die öffentlichkeitswirksame Ausübung exklusiver und dekadenter Hobbies wurde inzwischen fast ausschließlich von Showgrößen, Sportlern und gewöhnlichen Millionären besorgt. Nein, diese Männer und Frauen setzten schon lange keine wichtigen Trends mehr; Genau wie die klassischen Medien waren sie zumindest auf dieser Ebene nahezu irrelevant geworden. Jeder Normalbürger war heute in der Lage, mit den einfachsten Mitteln in ein eigenes Multiversum voller unbegrenzter Möglichkeiten abzutauchen. In der nicht so kreischbunten realen Welt waren die möglichen Karrierewege durch die Einschränkunge! n des Mi lieus, in das man geboren wurde, wieder schmaler geworden. Trotzdem: Die Überwindung der gesellschaftlichen Zersplitterung durch die zwangsläufige Uniformität maximaler Effizenz war ein Fakt. Doch der Preis dafür war hoch. Viele sehnten sich mehr denn je nach einer Auszeit von diesem ganzen Stress. Einer totalen Auszeit. Zwanzig Meilen über dem Meer. Das Ticket buchen, solange ein Trip ins All noch den Hauch von Einzigartigkeit hatte. Insofern war es eine glückliche Fügung, dass die aktuellen Hiltoneigner nicht das Geringste von Last-Minute-Tickets und Billigaktionen hielten.

Der Bot kam zu einem Ende und ein Werbespot der US-Army wurde eingespielt. "Sie haben immer gehofft, das Ihr Kind die richtigen Freunde findet." sagte ein unsichtbarer Sprecher während Jungen und Mädchen in Elenas Alter in einem Park Touchfootball spielten. "Aber haben Sie je daran gedacht, dass es diese Freunde auch anführen könnte?" Der Mann redete immer weiter, aber Alek hörte nicht mehr hin und sah stattdessen aus dem Fenster. Eine karge, Landschaft, weitauslaufende Ebenen, in denen nur wenige Lebensformen heimisch waren. Der Raumhafen lag sehr nahe am Äquator, was früher den Raketen und heute den Raumfähren einen beträchtlichen Vorteil beim Start verschaffte. Die Luft da draußen war heiß und trocken, die Sonnenstrahlung mörderisch - Im Grunde lebensfeindliche Bedingungen. Wie sie auch an dem Ort herrschten, der auf sie wartete. Er klappte sein Notebook auf und vertiefte sich wieder in seine Arbeit. Obwohl er mit dem Konstrukt vertraut war, schüchterte ihn der Umfang des geplanten Ausbaus immer noch ein. Die Station war weit mehr als nur eine immense Manifestation der Möglichkeiten und der Hybris menschlichen Fortschrittsdenkens. Es gab nichts Vergleichbares in dieser Größenordnung auf der Erde oder an einen anderen Ort. Das Space Hilton war wie ein gigantisches Artefakt aus der Zukunft, das aus unerklärlichen Gründen im Jahr 2054 aufgetaucht war. Es gab den Menschen die Möglichkeit am eigenen Leib zu erfahren, was für ihre Kinder (vielleicht auch erst für ihre Kindeskinder) bereits zur unspektakulären Normalität gehören würde. Schon die schiere Größe des Weltraumhotels hatte ihn beim ersten Studium der Pläne in Erstaunen versetzt. Man konnte sich, einen mäßigen Orientierungssinn vorausgesetzt, tatsächlich auf der Station verlaufen; Die dazugehörigen I was lost in Space (Hilton) - Shirts verkauften sich wie geschnitten Brot. Aber von Anfang an hatte sich eine harte Konkurrenz im All entwickelt: Zu den zahlreichen kleineren Anbietern von Orbitalflügen auf der ganzen Welt war 2025 ein Konzernkonglomera! t rund u m Virgin Galactic gestoßen. Die Gruppe hatte ihre Jahrzehntealten Pläne in die Tat umgesetzt und ihr Weltraumprojekt zum Jahreswechsel 2031 gelauncht. Dieses Hotel und seine beiden Nachfolger waren aber wenig mehr als eine Ansammlung von teuren, aufblasbaren Schläuchen im tiefen Erdorbit. Lange nicht so stabil und komfortabel wie der gigantische Hiltonpalast. Aber dessen Eignerclan hielt nichts davon sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Noch größer und noch exklusiver sollte es werden, Geld spielte dabei keine Rolle. Und sein Konstrukteursbüro ließ sich die Arbeit fürstlich bezahlen. Hatten sie doch beim Bau der Station einen guten Job gemacht. Dazu polierten sie das ohnehin gute Image der Hotelkette weiter auf. Ihr stetiger Support, sorgte dafür dass es keine kritischen Störfälle gab. Zumindest keine, die öffentlich bekannt wurden.


Wer noch ein wenig tiefer in die Welt des Jahres 2054 eintauchen möchte, kann dies unter

www.space-hotel-2054.de tun. Möge die Macht mit euch sein. cool5


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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (06.08.2009, 16:14)
Meinen Glückwunsch, das liest sich ja gigantisch! thumbbup
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
www.marlenegeselle.de

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Peter-Pitsch
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Re:

von Peter-Pitsch (06.08.2009, 20:41)
Hallo Stefan!

Möge die Macht mit Dir und Deinem vielversprechenden Werk sein. Der Countdown läuft ...

Gruß

Peter

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Snapshot
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Re:

von Snapshot (05.10.2009, 15:58)
Ich will euch nur darauf aufmerksam machen, dass im Oktober der neue Roman von Frank Schätzing in den Handel kommt. In "Limit" geht es um einen Weltraumaufzug und eine Mondstation , ein Weltraumhotel und um die Erde in der nahen Zukunft. Dort ist das Öl am Ende und neue Formen der Energiegewinnung rücken in den Fokus. Die Hauprotagonisten sind eine Gruppe von unterschiedlichen, teils sehr wohlhabenden Menschen aus aller Welt, die eine riesige Katastrophe verhindern müssen - all dies und noch mehr wird den aufmerksamen Lesern meines Romans sehr bekannt vorkommen... book:

... allen fünf! Herr Schätzing hingegen, wird seinen Roman mindestens eine halbe Millionen mal verkaufen. Und so riesig ist der Qualitätsunterschied dann auch wieder nicht, meine Dialoge sind z.B. deutlich besser, usw.

Mann, ich will doch einfach nur einen Verlag :( ... also einen richtigen und nicht diesen Druckkostenzuschußmist. Ich kann massentauglich und anspruchsvoll schreiben, ich habe einen guten Instinkt etc., pp.

Nur: Andere Leute machen das Geld und ich schaue in die Röhre.

Un-fai-hair!

Wißt ihr...manchmal frage ich mich... dozey:

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (05.10.2009, 16:11)
Hallo, Stefan.
Snapshot hat geschrieben:
all dies und noch mehr wird den aufmerksamen Lesern meines Romans sehr bekannt vorkommen... book:

... allen fünf!

:lol: :wink:
Snapshot hat geschrieben:
Und so riesig ist der Qualitätsunterschied dann auch wieder nicht, meine Dialoge sind z.B. deutlich besser, usw.

Mann, ich will doch einfach nur einen Verlag :( ... also einen richtigen und nicht diesen Druckkostenzuschußmist. Ich kann massentauglich und anspruchsvoll schreiben, ich habe einen guten Instinkt etc., pp.

Nur: Andere Leute machen das Geld und ich schaue in die Röhre.

Un-fai-hair!

Wißt ihr...manchmal frage ich mich... dozey:

Nimm's nicht persönlich, aber jammern hilft da genauso wenig weiter wie deine Selbsteinschätzung. Du bist von deinem Talent sichtlich überzeugt. Nun musst du nur noch Verleger davon überzeugen - das schaffst du aber sicher nicht, indem du dich im öffentlichen Bereich eines Forums ausweinst.

Ich bediene mich hier mal etwas härterer Wörter, wie geschrieben, nimm es nicht persönlich! Aber wozu Mitleid verteilen, wenn du mit konstruktiver Kritik viel mehr erreichen kannst. Also: Raff dich auf, schreib weiter deine Texte und begib dich auf die Suche nach einem Verlag - wenn du es denn wirklich willst - denn an Kreativität mangelt es nicht. thumbbup

Im Übrigen finde ich das Buchcover sehr gut gelungen! Ist das Foto aus einem Film oder Spiel oder wurde es eigens für dein Buch entworfen? Bei Amazon habe ich einen ersten Blick ins Buch riskiert. Fazit: Der Buchsatz hätte dringend eine Korrektur nötig. Das spricht aber nicht gegen den Inhalt, den ich übrigens sehr ansprechend finde, da ich auch die von dir angesprochenen Filme schätze.

Herzliche Grüße,
Thorsten

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Snapshot
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Re:

von Snapshot (05.10.2009, 16:24)
Nimm's nicht persönlich, aber jammern hilft da genauso wenig weiter wie deine Selbsteinschätzung. Du bist von deinem Talent sichtlich überzeugt.


Ich jammere selten, aber als ich heute über das "Duplikat" meines Romans gestolpert bin, die Leseproben konsumiert habe und dann auch noch die Startauflage (400.000!) verdauen mußte...

Und natürlich bin ich von meinen Talent überzeugt. Ich würde das hier nicht tun, wenn es anders wäre.

Nun musst du nur noch Verleger davon überzeugen - das schaffst du aber sicher nicht, indem du dich im öffentlichen Bereich eines Forums ausweinst.


*schnüff* Na hascht nu wohl Recht! cry::


Ich bediene mich hier mal etwas härterer Wörter, wie geschrieben, nimm es nicht persönlich! Aber wozu Mitleid verteilen, wenn du mit konstruktiver Kritik viel mehr erreichen kannst. Also: Raff dich auf, schreib weiter deine Texte und begib dich auf die Suche nach einem Verlag - wenn du es denn wirklich willst - denn an Kreativität mangelt es nicht. thumbbup


Ich weiß. Danke.

Im Übrigen finde ich das Buchcover sehr gut gelungen! Ist das Foto aus einem Film oder Spiel oder wurde es eigens für dein Buch entworfen? Bei Amazon habe ich einen ersten Blick ins Buch riskiert. Fazit: Der Buchsatz hätte dringend eine Korrektur nötig. Das spricht aber nicht gegen den Inhalt, den ich übrigens sehr ansprechend finde, da ich auch die von dir angesprochenen Filme schätze.


Wurde von einem professionellen Graphiker extra für das Buch entworfen - war ein Schnäppchen, er unterstützt ab und zu ambitionierte private Projekte. Seine Web-Adresse findst du auch im Impressum.
Der Buchsatz wurde von einem Kollgen kostenlos gemacht - er ist Amateur, dafür finde ich es okay, habe den Kritikpunkt nun aber schon öfter gehört. Wo siehst du da das Problem bzw. was gefällt dir daran nicht?

MfG

Stefan

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (05.10.2009, 16:32)
Dein Gefühl bei solch einer Nachricht ist verständlich. "Trauere" ruhig heute, das gehört dazu, und es wäre unmenschlich, wenn man es leugnen würde, dass es so ist. Aber morgen wirst du sehen, dass es weitergehen muss. thumbbup

Zum Buchsatz fasse ich mich kurz: Pro Seite gibt es 35 Zeilen, das ist in Ordnung. Ich hätte aber die Schriftart etwas größer gewählt. Dadurch wäre der Zeilenabstand gestiegen, sodass es später noch 32-33 Zeilen hätten sein können. Eine größere Schrift deswegen, weil so zu viele Zeichen in einer Zeile vorliegen. Dazu fehlt eine einwandfreie Silbentrennung; oft sind die Lücken zwischen den Wörtern zu groß. Erstzeileneinzüge, auch bei Dialogen sehr wichtig, fehlen ganz, sodass das Lesevergnügen schnell nachlässt.

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (05.10.2009, 16:42)
@ Snapshot

ähm, noch mal zum Mitmeisseln für die ganz Langsamen, derer ich einer bin: heisst das, dass dein Roman geklaut wurde? von diesem Schätzing?

:roll:

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Snapshot
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Re:

von Snapshot (05.10.2009, 17:36)
chnuppesaager hat geschrieben:
@ Snapshot

ähm, noch mal zum Mitmeisseln für die ganz Langsamen, derer ich einer bin: heisst das, dass dein Roman geklaut wurde? von diesem Schätzing?

:roll:


GENAU SO IST ES! :twisted:

Und das kommt auch quer auf das Cover der neuen Auflage :
"Der Roman, dessen Idee Frank Schätzing schamlos gestohlen hat!"

Nein, kleiner Scherz. Da ich in der Vergangenheit von ein paar ( vage mit den Medien assozierten) Gestalten, im Internet gestalkt wurde und in der deutschen Medienszene jeder mit jedem verwandt ist, habe ich das für zwei Zehntelsekunden sogar erwogen. Es spricht aber alles gegen diese wilde Theorie. Das SF-Genre hat nur eine begrenzte Anzahl von Settings zu bieten, er recherchiert und schreibt immer zwei Jahre, ich habe gerade vor etwas über einem Jahr mit dem Schreiben meines Romans angefangen usw...

In den USA hätte ich mit einer Kamikaze-Klage vielleicht sogar eine Chance, die Paralleleln sind wirklich da. Rowland und Stephanie Meyer hat es ja auch erwischt. Ich denke aber, es war insgesamt einfach Zeit für so einen Roman. Der reguläre Weltraumtourismus ist zum Greifen nahe und es gibt einfach noch überraschend wenig Bücher die sich mit sowas wie Weltraumhotels u.ä. beschäftigen. Die Parallelen sind aber wie gesagt (ich habe das Ding noch nicht gelesen) verblüffend. Ob USA gegen China oder USA gegen Russland, ob Mondgas als neue Energiequelle oder die kalte Fusion... ist ja im Prinzip Rolex.

Die Ungerechtigkeit der Welt nagt also stetig an meinen Gebeinen und ich musste das mal loswerden.

PS: Du bist ein ganz Langsamer und dazu noch Schweizer?
Habe ich ja noch nie gehört. cheezygrin :wink:

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (05.10.2009, 17:46)
Ja, bin Schweizer, aber nicht aus Bern, denn da sind die ganz ganz langsamen her. Ich bin zwar auch langsam, aber nicht ganz ganz langsam. Uff.

cheezygrin

Gut, das nervt bisschen mit deinem Roman; andererseits: Du kannst ja echt was, schreib einfach was neues. Grosses Kompliment, hat mir sehr gut gefallen die Leseprobe. Eine der besten Leseproben, die ich hier bisher gelesen habe.

thumbbup

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (05.10.2009, 18:23)
Die mehr oder weniger direkte Unterstellung, Schätzung habe deinen Roman "geklaut" finde ich schon ziemlich happig: Das dürfte Schätzung nicht nötig haben!
Das Cover gefällt mir, aber der Buchsatz - hm! Die Schrift ist sehr gewöhnungsbedürftig und die "..." sind nicht richtig gesetzt. Üblicherweise verwendet man im Buch die Guillemets.
Wenn du "deine 5 Leser" quasi als sich selbsterfüllende Prophezeiung formulierst, nimmst du dir doch selber den Schwung!
Es sei dir unbenommen, deine Formulierungen besser als die von Schätzung zu finden, entscheiden wird dies der Leser.
Ich wünsche dir viel Erfolg

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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hawepe
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Re:

von hawepe (05.10.2009, 19:03)
Hallo Stefan,

bein Buch ist nicht mein Genre, aber es liest sich, wie auch andere bereits feststellten, gut :-)

Deshalb würde ich an deiner in den sauren Apfel beißen und eine Neuauflage herausbringen.

Jetzt ist es wirklich sehr anstrengend. Der Zeilenabstand ist eindeutig zu gering. Wenn du schon die Segoe verwenden möchtest, dann gönne ihr Platz. Sonst sehen die Seiten wie Bleiwüsten aus.

Fehlende Erstzeileneinzüge wurden schon genannt, ebenso die verkehrten Anführungszeichen. Dazu kommen noch unzählige Kommafehler in den wörtlichen Reden :-(

Der Umschlag gefällt mir, allerdings hätte ich die Jahreszahl nicht kleiner gesetzt. Sie gehört doch untrennbar zum Titel.

Der Klappentext dagegen ist wieder sehr leseunfreundlich. Die Schrift läuft viel zu schmal, als dass sie sich gut lesen ließe.

Ansonsten wünsche ich dir mit deinem Buch viel Erfolg. Rühre die Werbetrommel, dann solltest du auch Leser finden.

Beste Grüße,

Heinz.

malschaun
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Registriert: 29.05.2009, 17:31

Re:

von malschaun (06.10.2009, 17:31)
Snapshot hat geschrieben:

... allen fünf! Herr Schätzing hingegen, wird seinen Roman mindestens eine halbe Millionen mal verkaufen. Und so riesig ist der Qualitätsunterschied dann auch wieder nicht, meine Dialoge sind z.B. deutlich besser, usw.




Hochmut kommt vor dem Fall :wink:

Dass Deine Zeichensetzung eine absolute Katastrophe ist, weißt Du sicher inzwischen. Ich bin nach einigen Zeilen der Leseprobe ausgestiegen. Besonders die Fehler in- und außerhalb der "Wörtlichen Rede" sind extrem störend. Ich würde unbedingt die jetzige Auflage stoppen und eine korrigierte Version herausbringen.

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Re:

von Snapshot (07.10.2009, 10:54)
Die mehr oder weniger direkte Unterstellung, Schätzung habe deinen Roman "geklaut" finde ich schon ziemlich happig: Das dürfte Schätzung nicht nötig haben!


Um allen Mißverständnissen vorzubeugen: Hat er natürlich nicht.
Die Paralellen sind mir nur aufgefallen und ich war etwas gefrustet.
Ich habe Schätzings Bücher schon gelesen, bevor "der Schwarm" ihn in den Olymp katalpultierte. Er ist auch noch ein besserer Autor als ich. Aber ich bin besser als viele die bei regulären Verlagen veröffentlicht werden.
Das Posting hatte also folgnde Intention: Ach Menno, das Leben ist unfair! :D
Zuletzt geändert von Snapshot am 07.10.2009, 11:25, insgesamt 3-mal geändert.

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Re:

von Snapshot (07.10.2009, 11:18)
malschaun hat geschrieben:
Ich bin nach einigen Zeilen der Leseprobe ausgestiegen. Besonders die Fehler in- und außerhalb der "Wörtlichen Rede" sind extrem störend. Ich würde unbedingt die jetzige Auflage stoppen und eine korrigierte Version herausbringen.

Willkommen in der Realität cheezygrin



Da hast du aber nicht viel Geduld aufgebracht, obwohl du natürlich nicht ganz unrecht hast. Ich weise darauf hin, dass ich das Korrektorat in vertrauensvolle Hände gelegt habe, was sicher ein Fehler war.

Das du natürlich kein Wort zum Inhalt verlierst (und darauf bezog sich mein Qualitätsanspruch) ist typisch deutsch. Du spitzt bestimmt auch deine Bleistifsammlung auf DIN-Größe :wink: und stichst damit alles tot was nicht in deine Welt paßt.

Aber ich will mich gar nicht weiter mit dir herumärgern.
"Space" war ein Versuch, der mir eigentlich ein paar hundert Euro einbringen sollte. Hat nicht funktioniert, ist also gestorben.

Ich mach was Neues und hoffe einen kleinen Verlag zu finden der
Talent erkennt und Chancen sieht - und nicht nur daran denkt was die Nachbarn denken könnten.

Und noch was, malschaun: Laß dich nicht täuschen:

Dumm-Land ist einzigartig auf der Welt und NICHT die Realität! cool5

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