Buchformat - Seitenformat

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H.M.
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Buchformat - Seitenformat

von H.M. (14.10.2009, 09:37)
Hallo.
Mein Name ist Heinz und ich bin recht neu in diesem Forum.
Ich habe mir überlegt ein Sachbuch zu schreiben und auch bereits damit begonnen.
Natürlich stellt sich auch die Frage der Veröffentlichung und so fand ich in diese Forum.
Nach dem Lesen der Informativen Beiträge stellen sich mir nun Fragen die, wie ich hoffe, von euch beantwortet werden können.

1. Welches Format wählt man für ein Sachbuch mit ca 120 (DinA4) Seiten?
Es gibt ja mehrere Formate und ich dachte eigentlich an ein ungefähres Maß von 15X21.

2. Ich habe bisher mit MS Word geschrieben und einfach ein DinA4 Format gewählt mit umlaufendem Rand von 30mm.
Muss ich nun alle Seiten auf das zukünftige Buchformat ändern?
Und wenn ja, wie sollten die Ränder bemaßt werden?

Ich bin absoluter Anfänger und war bisher immer der Meinung das ich einfach alles auf DinA4 schreiben könnte und der Verlag würde das ganze dann einfach verkleinern und einpassen.
Da hab ich wohl zu einfach gedacht...

Gruß
Heinz

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hawepe
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Re: Buchformat - Seitenformat

von hawepe (14.10.2009, 10:09)
Hallo Namensvetter :-)

H.M. hat geschrieben:
Ich habe mir überlegt ein Sachbuch zu schreiben und auch bereits damit begonnen.


Dann würde ich es erst einmal schreiben. Alles andere hat Zeit. Achte nur darauf, dass du vorzugsweise mit Formatvorlagen arbeitest und auf harte Formatierungen verzichtest.

1. Welches Format wählt man für ein Sachbuch mit ca 120 (DinA4) Seiten?
Es gibt ja mehrere Formate und ich dachte eigentlich an ein ungefähres Maß von 15X21.


Wie gesagt, schreib dein Buch erst einmal. Und dann schaue, welche Formate dir selbst zusagen und wie sich die verschiedenen Formate auf den Buchpreis auswirken.

2. Ich habe bisher mit MS Word geschrieben und einfach ein DinA4 Format gewählt mit umlaufendem Rand von 30mm.
Muss ich nun alle Seiten auf das zukünftige Buchformat ändern?


Jetzt noch nicht. Aber eigentlich ist es egal. Ich mag es, mir zwischendurch immer schon mal den zukünftigen Buchblock anzuschauen. Ob es wirklich bei dem jeweiligen Format bleibt, weiß ich dann hinterher cheezygrin

Und wenn ja, wie sollten die Ränder bemaßt werden?


Die Ränder unten und außen sollten doppelt so breit sein wie innen und oben, wobei in den unteren Rand noch die Seitenzahl plaziert wird. Innen muss man noch etwas als Bindekorrektur zugeben, d.h. etwa ein Drittel bis die Hälfte des Buchrückens.

Ich bin absoluter Anfänger und war bisher immer der Meinung das ich einfach alles auf DinA4 schreiben könnte und der Verlag würde das ganze dann einfach verkleinern und einpassen.


Wenn du einen Verlag findest, ist das auch richtig so. Wenn du bei einem Book-on-Demand-Dienstleister veröffentlichen willst, musst du dich selbst um die fertige Druckvorlage kümmern.

Beste Grüße,

Heinz.

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H.M.
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Re:

von H.M. (14.10.2009, 11:03)
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich werde deinen Rat befolgen und das gesamte Werk erst einmal fertigstellen.
Du schreibst etwas von Formatvorlagen die ich benutzen soll.
Was ist darunter zu verstehen und was sind harte Formatierungen?

Ich schreibe mit MS Word, benutze die Schriftart Arial in der Größe 12.
Dies ist auf dem DinA4 Blatt mit umlaufendem 30mm Rand sehr übersichtlich und gut zu lesen.

Meine Bedenken gingen dahin das ich später evtl. alles ändern muss und dann die Seiten wieder unübersichtlich erscheinen oder das Gesamtbild nicht mehr stimmt.
Ich habe die einzelnen Kapitel in verschiedenen Ordnern abgelegt und die Seiten nach Unterpunkten verfasst.
Beispiel:
Ordner mit Kapitel 1, darin die Unterpunkte 1.1 , 1.2 usw auf eigenen Seiten.
Wenn ich es nun richtig verstanden habe muss ich später dann alle Seiten zusammenfassen, in das jeweilige Format bringen und in PDF umwandeln.
Wäre es da nicht sinnvoller direkt die Seiten auf das passende Format einzurichten und dann erst zu schreiben?

Sorry für die vielen Fragen,aber ich bin absoluter Neuling.

Gruß
Heinz

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hawepe
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Re:

von hawepe (15.10.2009, 08:13)
Hallo Heinz,

H.M. hat geschrieben:
Du schreibst etwas von Formatvorlagen die ich benutzen soll.
Was ist darunter zu verstehen und was sind harte Formatierungen?


Eine kurze Erklärung zu Formatvorlagen gibt es z.B. unter http://de.wikipedia.org/wiki/Formatvorlagen Und ansonsten detaillierter in der Online-Hilfe von Word. Das hier alles zu erklären, wäre zu aufwendig, zumal ich Word nur installiert habe, um mal schauen zu können, wie etwas funktioniert, aber nicht, um es zu benutzen.

Alle Formatierungen, die nicht über Formatvorlagen zugewiesen werden, sind harte Formatierungen. Will man letztere ändern, muss man alle entsprechenden Auszeichnungen einzeln ändern. Wurden Formatvorlagen verwendet, kann man diese verändern, so dass sich alle mit der entsprechenden Vorlage formatierten Stellen automatisch ändern.

Meine Bedenken gingen dahin das ich später evtl. alles ändern muss und dann die Seiten wieder unübersichtlich erscheinen oder das Gesamtbild nicht mehr stimmt.


Logisch. Wenn du die Formatierung änderst, ändert sich das Layout. Deshalb sollte man auch erst einmal das Manuskript fertigstellen und sich dann den gesamten Buchblock vornehmen.

Ich habe die einzelnen Kapitel in verschiedenen Ordnern abgelegt und die Seiten nach Unterpunkten verfasst.
Beispiel:
Ordner mit Kapitel 1, darin die Unterpunkte 1.1 , 1.2 usw auf eigenen Seiten.


Wenn es die Übersichtlichkeit beim Schreiben fördert, würde ich es so machen. Meine Reiseführer habe ich jeweils als eine Datei angelegt, die anderen Bücher kapitelweise verteilt auf mehrere Dateien.

Wenn ich es nun richtig verstanden habe muss ich später dann alle Seiten zusammenfassen, in das jeweilige Format bringen und in PDF umwandeln.
Wäre es da nicht sinnvoller direkt die Seiten auf das passende Format einzurichten und dann erst zu schreiben?


Für das Layout ist es egal. Ich schreibe meistens gleich in das voraussichtliche Format. Welches Format es tatsächlich wird, entscheide ich erst zum Schluss. Meine Reiseführer habe ich z.B. ursprünglich einspaltig angelegt. Weil es nicht ganz meinen Erwartungen entsprach, habe ich es testweise mal zweispaltig umformatiert - und war begeistert.

Beste Grüße,

Heinz.

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H.M.
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Re:

von H.M. (15.10.2009, 09:17)
Vielen Dank.
Jetzt wird das ganze schon etwas klarer.
Ich schreibe ja, wie bereits erwähnt, ein Sachbuch und stelle mir vor das dieses im Format 14,8 X 21 am besten wirkt.
Sonstige Fachbücher zu ähnlichen Themen sind auch in diesem Format und sehr übersichtlich.
Ich habe daher einmal eine Vorlage in diesem Format erstellt und bereits einige der fertigen Seiten dort hinein kopiert.
So erhalte ich schon einmal einen Überblich wie das Buch wirken wird.
Aber nun werde ich erst einmal weiter schreiben denn von den vorgesehenen 6 Kaiteln mit je 5-6 Unterpunkten sind grade einmal 2 fertig und die anderen erst teilweise geschrieben.
Nochmals Danke für die Infos.

Gruß
Heinz

Arachne
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Re:

von Arachne (15.10.2009, 18:47)
Hallo Heinz,

nochmal ein Beispiel für den Sinn von Formatvorlagen (erstellen tust Du sie unter Format - Formatvorlage - Neu):

nehmen wir an, Du hättest Deinen gesamten Text ursprünglich in Arial geschrieben, und die Überschriften in irgendeiner Zierschrift. Nun möchtest Du aber am Schluß den Fließtext in z.B. Garamond haben. Einfach "alles markieren" und Schriftart neu einstellen geht nicht, weil dann auch aller Überschriften so formatiert würden. Wenn Du Pech hast, mußt Du jeden einzelnen Absatz per Hand formatieren! Vor allem kommen dadurch auch leicht Fehler hinein, die man bei der pdf-Erstellung bemerkt, weil plötzlich Schriften auftauchen, die man eigentlich gar nicht mehr im Dokument hat, die sich aber irgendwo versreckt haben. Hast Du eine Formatvorlage für den Fließtext, kannst Du mit einem Mausklick ausprobieren, ob Dein Text in Garamond, Palatino oder sonstewas besser aussieht.

In die Formatvorlage kommt auch alles übrige rein, z.B. Zeilenabstand vor und nach dem Absatz, Zeilenabstand im Absatz, Einzug, Ausrichtung etc. etc.

Für mein Buch hatte ich viele Formatvorlagen:
Fließtext ohne Erstzeileneinzug (für Anfang des Kapitels und unter Abbildungen)
Fließtext mit Erstzeileneinzug
Überschrift (ich hatte nur eine Sorte, wenn man das Buch aber stark gliedern will, braucht man viele verschiedene)
Bildunterschrift
Tabellenüberschrift
Quellenangabe (Fußnoten)
u.a.


Es lohnt sich sehr, damit zu arbeiten!

Sigrid

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