Erfahrungen mit BOD

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houdini
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Re:

von houdini (30.10.2009, 14:03)
Das Gerücht das jemand der bei BOD veröffentlicht hat niemals einen richtigen Verlag finden würde ist natürlich Quatsch.

Allein hier im Forum gibt es ja zahlreiche Autoren die das Gegenteil beweisen.

@Blanca Imboden
Glückwunsch! Also das ist doch schon eine ziemlich coole Sache.

BOD Bestseller "Star" Kiara Singer hat ja nun auch einen Verlag gefunden wie ich irgendwo gehört habe. ISt ja auch kein Wunder, wer so viele Hits nacheinander schreibt den wird garantiert nicht von den großen ignoriert.

Paul H.
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Re:

von Paul H. (12.12.2009, 16:06)
Hallo alle Miteinander,

Mit meinem ersten Buch (Dezember 2003) bin ich mächtig auf die Nase gefallen. :( Damals war ich aber bei einem anderen Verlag – und nicht bei BOD.
Kurz nachdem mein Buch veröffentlicht war, machte der Verlag pleite. :roll: Für mich bedeutete das ungefähr 3000 Euro Verlust, einen Haufen Nerven, den Wegfall der „lebenslangen Verfügbarkeitsgarantie“ und noch eine Menge anderer Nachteile. Das schlimmste war aber die mangelhafte Qualität meines Buches, die IMMER auf den Autor zurückfällt, egal ob er etwas dafür kann oder nicht. :(
Ich habe es bis jetzt noch nicht wieder veröffentlicht. Für die Nachbearbeitung war noch keine Zeit. :shock::

Wenn sich nicht trotzdem rund 95 Prozent der mir damals bekannten Leser positiv zum Inhalt geäußert hätten, hätte ich nie wieder eine Tastatur angefasst. So aber, habe ich weiter gemacht. book:

Im Frühjahr 2009 habe ich es dann mit „Henochs Uhr“ eben mal bei BOD probiert und bin bis heute positiv überrascht. thumbbup Sicher gibt es immer und überall Verbesserungsmöglichkeiten, doch bisher bin ich mit der Qualität durchaus ‚zufrieden‘. Auf jeden Fall ist das Preis-Leistungsverhältnis mehr als 75-Mal besser als bei obigem Verlag. cheezygrin Das bisschen Mehrarbeit kann man dafür ruhig in Kauf nehmen.

Beste Grüße

Paul H.

Flora Grün

Re:

von Flora Grün (29.12.2009, 18:34)
Hallo Leute,

meine Erfahrungen mit BOD sind sehr gut. Ich war mit einem der großen Verlage in Kontakt, der zuerst Interesse zeigte, aber ich hätte das Ganze radikal umarbeiten müssen, dass es in eine ihrer Reihen passte. Dann haben sie mich eine Weile warten lassen, und schließlich ist das Interesse doch eingeschlafen, so dass ich mich für BOD entschloss, um das fertige Manuskript nicht in der Schublade vergammeln zu lassen.

Ich habe beim Buch alles selbst gemacht und deshalb nicht mehr als 160 Euro ausgegeben (incl. der fünfjährigen Lagerhaltungskosten), aber schon im ersten Jahr über 400 verdient. Freu! cheezygrin Werbung mache ich keine, das Buch verkauft sich aufgrund des Themas.

BOD ist sehr zu empfehlen, wenn man halbwegs mit Textverarbeitung und ggf. einem Layoutprogramm für das Cover umgehen kann. Sobald man die zusätzlichen Dienste von BOD in Anspruch nimmt, wachsen die Kosten ins Astronomische, sind aber immer noch fairer als bei einem Zuschussverlag. Ich denke mal, von solchen Leuten lebt BOD letztlich, nicht von denen, die nur die minimalen 160 Euro bezahlen.

Beste Grüße,
Flora

Akayania
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Servicewüste BoD - Ein Erfahrungsbericht

von Akayania (11.01.2010, 12:23)
Ich habe bei BoD zwei Bücher veröffentlicht. Eins mit BoD Comfort und eins mit BoD Classic. Was ich bisher erleben musste, ist wirklich haarstäubend.

BoD Comfort (wurde mit dem Ziel gekauft, um dabei zu lernen)

Was sich zu Beginn sehr verheissungsvoll anliess, entwickelte sich fast vollständig zum Desaster. Anrufen bei BoD mutiert zu einer Straftat, nämlich die der Lärmbelästigung. Im Zweifel sind die Damen und Herren nicht erreichbar, Rückrufwünsche werden nicht ernst genommen und schon gar nicht erfüllt. Das Angebot, persönliche Beratung in Norderstedt zu bekommen, geht gar nicht. Offenbar haben die Damen und Herren Angst, sich eine ansteckende Krankheit einzufangen, sobald ein Kunde bei Ihnen auftaucht. Zuhören und vor allem die e-Mails richtig lesen ist auch ein Kapitel für sich.

Was soll man tun? Ehrfürchtig auf Knien nach Norderstedt kriechen und Abbitte leisten, dass man die Damen und Herren in Ihrer Ruhe stört?

Vom Druck der Referenzexemplare will ich gar nicht reden.


BoD Classic (wurde gekauft, weil ich zwischenzeitlich die Erstellung von druckfertigen Dateien gelernt habe, nach intensiver Beschäftigung wohlgemerkt)

Der Druck des Buches ist ein Desaster. Nach dem hochladen wurde die Druckvorschau angezeigt und alles war in bester Ordnung. Nachdem ich mein Buch bei Amazon gefunden hatte, bestellt ich es für mich im Buchhandel.

Was ich dann erlebte verschlug mir die Sprache. Ich bekam ein vollkommen verschoben gedrucktes Exemplar, dass man keinem Menschen anbieten kann.

@Heinz, wenn du sagst, dass man das vorher über BoD Fun überprüfen soll, kann ich das zum Teil unterschreiben. Nicht aber, wenn man bereits a) ein Buch veröffentlicht und b) die Masse genau nach den BoD Vorgaben abgeliefert hat.

Ich reklamierte das Ganze bei BoD und was dann zurück kam, liess mich - mit Verlaub - fast zur Salzsäule erstarren. Ich bekam einen Screenshot zurück und war entsetzt, wie schief meine hochgeladene Datei bei BoD ankommt. Das ist inakzeptabel. Das Ganze ist so verschoben, dass man am unteren Rand einen ca 0.5 cm breiten, weissen Streifen sieht und am rechten Buchrand ist der Streifen ca. 0.1 cm breit. Der Buchrücken befindet sich auf der Rückseite des Covers. Eine Katastrophe vor dem Herren.

Wer hat nun Schuld? Natürlich der Kunde. Obgleich nachgewiesen werden kann, dass meine Dateien korrekt erstellt worden sind.

Was lernen wir daraus?

Das Einzige, was bei BoD stört, ist der Kunde.

Hier geht es um eine reine Geschäftsbeziehung. BoD ist ein Dienstleistungsunternehmen und Dienstleistung kommt von "dienen" und "leisten". Der Kunde sollte König sein und nicht Bettler.
Ein guter Kundenservice wären bereits 2/3 der Miete für ein Unternehmen wie BoD. Im Normalfall müsste BoD daran interessiert sein, seine Kunden zufrieden zu stellen. Denn damit verdient das Unternehmen - zur Erinnerung - sein Geld.

Offenbar kennen die Verantwortlichen von BoD folgende Statistik nicht:

Ein zufriedener Kunde bringt dem Unternehmen mindestens 4 potentielle Neukundenverbindungen.

Ein unzufriedener Kunde vernichtet dem Unternehmen mindestens 25 potentielle Neukundenverbindungen.

Ein guter Rat an BoD:

1. Führen Sie eine Beschwerdestatistik und werten Sie diese regelmässig
aus. So erkennt man Schwachstellen und kann diese beseitigen.
2. Investieren Sie in eine Warenendkontrolle. Somit lassen sich
Reklamationen reduzieren resp. vermeiden.

snats
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Re:

von snats (11.01.2010, 13:02)
Mit den E-mails kann ich leider bestätigen. Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, auf Mails zu antworten.
Zumal die BoD-Autoren ja den Laden überhaupt erst am Laufen halten.
Siegmund Natschke: Politik und Jugendarbeitslosigkeit - Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Deutschland im Vergleich.
ISBN: 384233544X
www.jugenderwerbslosigkeit.de

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Blanca Imboden
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Re:

von Blanca Imboden (11.01.2010, 13:21)
Ich habe mein BoD-Buch 2005 herausgegeben und ich wurde sehr wohl in Noderstedt empfangen, bin sogar extra aus der Schweiz angereist, um die Daten zu übergeben und Details zu besprechen.
Kann sein, dass sich mit der grösseren Kundschaft, der neuen Möglichkeit billig und noch billiger bis fast gratis alles alleine zu machen, die Lage geändert hat?
Blanca
Mein BOD-Buch:
«Allein in Afrika», 2005
www.blancaimboden.ch

Akayania
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Re:

von Akayania (11.01.2010, 13:25)
Zum besseren Verständnis hinsichtlich der e-Mails:

Ich wollte damit nicht sagen, dass die e-Mails nicht beantwortet werden, sondern dass man selbige nicht richtig liest.

Das führt dann dazu, dass es zusätzlichen Aufwand gibt, wenn den Anweisungen der Autoren nicht Folge geleistet wird. Das klingt ein bisschen hochtrabend, lässt sich treffender aber nicht anders beschreiben.

:roll: :lol:

Akayania
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Re:

von Akayania (11.01.2010, 13:39)
Hallo Blanca

Das ist gut möglich, was du schreibst.

Ein höheres Arbeitsaufkommen rechtfertigt aber noch lange nicht die Abweisung und die Verhinderung persönlicher Termine durch die Mitarbeiter von BoD. Ich habe mit BoD Comfort eine persönliche Beratung gekauft.

Ich weiss nicht, ob ich ein Einzelfall bin (kann ich mir auch nicht vorstellen, nachdem was ich über BoD so alles gelesen habe), aber ich finde es erschreckend, dass so gar nichts klappt und ich permanent hinterher laufen muss.

Bisher ist so ziemlich alles schief gegangen, was schief gehen kann.

Wie soll ich meine Bücher anständig bewerben, wenn es BoD noch nicht mal schafft, wenigstens gute Qualität abzuliefern. Die Beschwerden der Leser kommen beim Autor an und die Konsequenz ist, wie Steve schrieb, dass die Bücher über den Handel nicht mehr verkauft werden können. Auf dem Schaden bleibt schlussendlich der Autor sitzen.

Will BoD seine Kunden behalten und vor allem neue Kunden hinzugewinnen, müssen sie was tun und zwar schnell. Die Konkurrenz schläft nicht.

Bisher kann ich BoD nicht mit ruhigem Gewissen weiter empfehlen.

Akayania

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Re:

von hawepe (11.01.2010, 13:51)
Hallo Akayania,

Akayania hat geschrieben:
Ich habe mit BoD Comfort eine persönliche Beratung gekauft.


... aber nicht bekommen. Trotzdem hast du ein zweites Buchprojekt nachgeschoben :-( Und du bist kein Einzelfall.

Warum sollte BoD also seine Umgangsformen überdenken, wenn die Kunden zwar schimpfen, aber weiter bei BoD veröffentlichen? Die sind ein Wirtschaftsunternehmen und kein Wohltätigkeitsverein. Solange das Geschäft floriert - und es floriert - gibt es keinen Anlass für grundlegende Veränderungen.

Beste Grüße,

Heinz.

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (11.01.2010, 14:02)
...und das ist bei einigen anderen Print-On-Demand-Dienstleistern nicht besser.

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Re:

von Akayania (11.01.2010, 14:28)
Hallo Heinz

Die Bücher sind parallel entstanden. Nachdem ich mit BoD Comfort begonnen hatte, versuchte ich das Classic Programm für das zweite Buch. Ich konnte ja nicht ahnen, dass die BoD Programmierer nichts von ihrem Handwerk verstehen :roll:

Ich werde mir sicher schwer überlegen, ob ich weiter Bücher über BoD veröffentliche, oder ob ich mal versuche, das Ganze auf eigene Füsse zu stellen.

Ich weiss schon, was du jetzt sagen willst :lol: Mit ist natürlich klar, dass das jede Menge Arbeit bedeutet und auch professionelle Unterstützung. Aber weisst du, ich hab schon so viel verbockt in meinem Leben, dann schaffe ich das auch noch. Ich lasse es dich wissen, wenn es soweit ist . book: smart2 :lol:

Du hast natürlich recht, so lange das Geschäft floriert, haben die keinen Grund für Veränderungen. Normalerweise müsste die Autorengemeinschaft BoD dazu zwingen. Aber leider ziehen nicht alle Kunden an einem Strang.

Ich werde diesen schlechten Service und die schlechte Qualität sicher nicht klaglos hinnehmen. Schlussendlich hat sich BoD vertraglich verpflichtet gute Ergebnisse abzuliefern. Oder steht in irgendeiner Vereinbarung, dass man das hinzunehmen hat, was sich BoD da leistet?

Wenn wir immer alles hinnehmen, können wir irgendwann einpacken und die Tür abschliessen. Im Übrigen, der Letzte macht das Licht aus ...... :lol:

Herzliche Grüsse

Akayania

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Re:

von Bärentante (11.01.2010, 14:49)
Akayania hat geschrieben:
Normalerweise müsste die Autorengemeinschaft BoD dazu zwingen. Aber leider ziehen nicht alle Kunden an einem Strang.


Logisch, denn nicht alle haben Deine Erfahrung gemacht.
Meine beiden Bücher (2003 und 2009) sind genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte.
Liebe Grüße
Christel

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Re:

von Akayania (11.01.2010, 14:54)
Ich dachte immer, Autorengemeinschaft = Solidargemeinschaft :roll:

Das war böse, ich weiss .......... :lol: :lol:
(ich hoffe, du verstehst den Spass)

Aber mal ernsthaft, ich freu mich für dich, dass du diese Erfahrungen nicht machen musstest. Ich hätte auch gerne darauf verzichtet.

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Re:

von Haifischfrau (11.01.2010, 15:31)
Hallo Akayana,
wie Christel schon schrieb: nicht alle haben die gleichen Erfahrungen gemacht wie du mit bod. Insofern gibt es überhaupt keine Grundlage für die von dir recht deutlich geforderte Solidarisierung.
Ich weiß, dass auch schon andere Probleme mit der Druckqualität hatten - und inzwischen steht es in fast jedem Thread: IMMER erst eine FUN-Version drucken lassen.
Im Übrigen ist m.E. die einzige Konsequenz eines unzufriedenen Kunden: Keine Geschäfte mehr mit diesem Laden (dabei ist es völlig wurscht, ob es sich dabei um bod, eine Bank, ein Kaufhaus oder ein Handwerker handelt).

Gruß
Haifischfrau

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Re:

von Akayania (11.01.2010, 17:38)
Hallo Haifischfrau

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich die Autorensolidarisierung eingefordert habe und schon gar nicht mit aller Deutlichkeit. Wenn ich etwas verpasst habe, klär mich bitte auf.

Es wäre natürlich schön, wenn sich die Autoren und Autorinnen in irgendeiner Form zusammenschliessen um gemeinsam ihre Interessen zu vertreten. So lange jeder für sich wurschtelt, wird es so bleiben, wie Heinz es gesagt hat ..... BoD sieht keine Veranlassung etwas zu verändern.

Wer sagt dir denn mit 100 %iger Sicherheit, dass du nicht auch mal Probleme haben könntest mit BoD und dann vielleicht froh darüber bist, wenn du Hilfe bekommst von vielleicht einem BoD-Autorenverband. Oder ist BoD so furchteinflössend, das man sich die Gründung einer solchen Vereinigung nicht traut?

Auf das Thema mit der FUN-Version habe ich bereits hingewiesen, warum ich das nicht gemacht habe. Es ist im Grunde auch nicht notwendig, wenn die von BoD bereitgestellten Tools funktionieren.

Akayania

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