Mitleid mit den Opfern?

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Peyton
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Mitleid mit den Opfern?

von Peyton (09.11.2009, 10:38)
Hallo zusammen,
kennt Ihr das auch, Ihr schreibt einen Krimi, Thriller & Co., baut Eure Protagonisten auf, haucht ihnen eine "Seele" ein, und dann kommt so ein mulmiges Gefühl, wenn der Killer sich sein Opfer holt?

Mein neuestes Manuskript ist jetzt im Rohbau fertig und nun empfinde ich tatsächlich so etwas wie "Mitleid" mit dem Opfer.

Habt Ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?

LG

Peyton
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Ruth
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Re:

von Ruth (09.11.2009, 10:50)
Hallo Peyton,

ich schreibe zwar keine Krimis, aber dennoch habe auch ich meinen Protagonisten Leben eingehaucht und fühle mit ihnen.

Das wird sich bei deinem Roman bestimmt gut auf den Leser auswirken, der dann mitfiebert, ob das Gute oder das Böse siegt, aber das wirst du ja hier sicherlich nicht verraten cheezygrin

Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Spaß beim Weiterschreiben! thumbbup
Meine Bücher bei BoD:

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Peyton
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Re:

von Peyton (09.11.2009, 11:25)
Danke, liebe Ruth.

Es wird nur so viel verraten, dass es ehrlich gesagt bereits zwei verschiedene Manuskripte gibt, die in der Rohbaufassung fertig sind.

Das eine ist ein Psycho-Thriller, der wirklich nichts für schwache Nerven ist und das andere ist eine Romantik-Mystery-Story, eher etwas zum Träumen.

Doch jetzt fällt die Entscheidung schwer, welches Buch wird als Erstes veröffentlicht? (Puh, das sind Probleme :wink: )

Und zum Mitfiebern sind beide Bücher geeignet. Denn selbst in der Romantik-Story gibt es böse Antagonisten cheezygrin

LG

Peyton
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AngelaB.
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Re:

von AngelaB. (09.11.2009, 11:39)
Dasselbe Problem hatte ich auch . . . :?

Das Ende meines Buches sollte durch den Tod
einer Protagonisten gekrönt werden, doch
dann tat sie mir Leid und ich fand schließlich doch
noch einen anderen Weg, das Ende zu einem
Fiasko zu machen cheezygrin

Jedenfalls: Das Töten von irgendwelchen Rollen ist
nich immer nötig. :wink:
Bei dir ist es aber natürlich etwas anderes, du schreibst
ja einen Krimi :P

angi
Wenn ich am Himmelszelt mit den
Sternen schreiben könnte, dann würde
ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

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Valerie J. Long
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Re: Mitleid mit den Opfern?

von Valerie J. Long (09.11.2009, 14:43)
Peyton hat geschrieben:
Hallo zusammen,
kennt Ihr das auch, Ihr schreibt einen Krimi, Thriller & Co., baut Eure Protagonisten auf, haucht ihnen eine "Seele" ein, und dann kommt so ein mulmiges Gefühl, wenn der Killer sich sein Opfer holt?

Hallo Peyton,
ja, das kenne ich - ich habe geheult wie ein Schlosshund, als ich meine erste Protagonistin umgebracht habe.
Das hat mich nicht daran gehindert, bei "Seelensauger" meine einzige Hauptperson zur Hölle zu schicken! (Und ich habe wieder geheult.)
:twisted:
Valerie


(Um mit Bruce Darnell zu sprechen: Drama, Baby. Drama!)

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (10.11.2009, 09:18)
Guten Morgen Peyton,

also bei mir ist das ja schon Alltag. cheezygrin Im Ernst: Es ist ganz normal, mit seinen Helden zu leiden. Aber man muss dabei aufpassen, dass der Gegner dabei nicht dämonisiert wird, dann hat man schnell ein unglaubwürdiges Schwarz-Weiß. Denk dran, ohne Grund werden die wenigsten umgebracht. cheezygrin cheezygrin

Liebe Grüße
Marlene
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
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FraRa
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Re:

von FraRa (10.11.2009, 10:06)
Bauern sagen nicht umsonst: gib deinen Kaninchen keine Namen. Das ist natürlich für einen Autor etwas schwierig. Eine gewisse innere Brutalität muss man deshalb als Krimiautor zur Berufstauglichkeit wohl aufbringen.
(Ich schreibe selbst keine Krimis, was meine Figuren mit Dankbarkeit quittieren. Sie werden meistens nicht einmal krank.)
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houdini
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Re:

von houdini (10.11.2009, 16:29)
Generell finde ich in diesem Genre: Je mehr der Held leidet desto besser ist die Geschichte.

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Boris.Cellar
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Re:

von Boris.Cellar (10.11.2009, 18:22)
Ich finde es sogar recht spannend, wenn ein gut ausgearbeiteter Charakter, den mal als Autor und als Leser lieb gewonnen hat, über den Jordan geht. Man ist da in die Geschichte emotional viel stärker eingebunden und die Geschichte wird dementsprechend intensiver.

Ganz wichtig finde ich für einen Autor! Trenne inplay und outplay. Das sind ROMANFIGUREN, keine lebenden Freunde. Was man diesen Charakteren antut, ist kein Gefühle und Wünsche ausleben, sondern die Werkzeuge zu einer tollen Geschichte.

Als Autor sollte man genügend Abstand zu seinen "Werken" haben, um nicht selbst ein Teil davon zu sein (obwohl man das sicher nicht immer verhindern kann). Selbst wenn man eine "Ich"-Geschichte erzählt, so soll dieser Erzähler nicht der Autor sein ...

Boris

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Peyton
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Re:

von Peyton (10.11.2009, 18:39)
Hi nochmal,
es freut mich, dass mein Thread so viel Feedback bekommt :D

Und Boris hat Recht, natürlich sind es nur Romanfiguren, die nicht wirklich existieren, es sind halt keine richtigen Freunde.

Aber, und Ihr werdet es vielleicht irgendwann lesen, ist der Psycho-Thriller sehr emotional und man leidet sehr mit dem armen Opfer.

LG

Peyton

PS: Wahrscheinlich wird jedoch erst die Romantik-Mystery-Story veröffentlicht, dann kommt der Psycho-Thriller, aber mal sehen ...
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MaKü
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Re:

von MaKü (16.11.2009, 16:29)
Bei einer Geschichte, die ich mal geschrieben hatte, habe ich Mitleid mit dem Täter gehabt :shock:: Es kam, wie es kommen mußte - ich habe mich total in eine Sackgasse geschrieben. Da das nicht veröffentlicht werden sollte, war es nur halb so schlimm. Es ist aber schon seltsam, wie man sich in die Figuren hineindenkt und mitfühlt.

LG
Maren
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oliver
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Re:

von oliver (16.11.2009, 16:40)
Hallo Peyton,

die Frage die sich mir stellt ist folgende...wenn ich beschließe ein Buch zu schreiben und die Geschichte im Kopf habe, in wie weit verarbeitet man seine eigenen Gefühle darin. Und ist es manchmal nicht auch davon dann abhängig einen Held sterben zu lassen. Ihn einfach nur sterben zu lassen weil man selber etwas verloren hat oder einen Rückschlag hinnehmen musste?
Ich möchte das auf keinen Fall verallgemeinern aber ich für meinen Teil habe diese Erfahrungen gemacht. Ich habe noch kein Buch veröffentlicht, arbeite aber an zwei Projekten in den das mir auffält.

LG, Olli

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (17.11.2009, 09:37)
Hallo Oliver,

keiner kann - oder will - ganz ausschließen, dass ein Roman autobiografische Züge trägt. In Maßen ist das i.d.R. auch sehr gut, weil dadurch die Charaktere lebendig und glaubwürdig werden.

Allerdings muss man auch aufpassen, dass man nicht zuviel von sich verrät oder Personen so gut beschreibt, dass hinterher der Anwalt kommt. :twisted:

Liebe Grüße
Marlene
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oliver
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Re:

von oliver (17.11.2009, 10:14)
@ Marlene

Ja da hast du völlig Recht...naja und das mit dem Anwalt stimmt auch!
Denn ich war ja dabei Autobiografisch etwas zu schreiben, werde es aber wenn es völlig zu ende geschrieben ist noch einmal als Roman umschreiben. Denn sicher ist sicher.

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Peyton
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Re:

von Peyton (17.11.2009, 10:18)
Hallo nochmal,
also, für den Psycho-Thriller wird es die perfekte Lösung geben cheezygrin , die natürlich noch nicht verraten wird.

Das Manuskript ist jetzt bereits beim Korrigieren.

Ich habe mir bezügl. der Situation des Opfers etwas für den Leser sehr Überraschendes ausgedacht. Aber, wie oben schon erwähnt, das bleibt noch ein Geheimnis!

LG

Peyton

PS: In meinen Büchern findet sich nichts authobiogr. von mir. Das sind alles nur Geschichten, völlig frei erfunden. Daher ist es auch nicht so leicht, sich in die Rolle der Opfer bzw. Täter hineinzufühlen. Aber, es ist machbar.
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