It's my life!

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Tanzmaus
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Re:

von Tanzmaus (04.11.2009, 14:17)
Heey.
Vielen Dank für die Hilfen. Ich werde sie mir jetzt nocheinmal genau durchlesen und versuchen auf meine Text anzuwenden. Nochmal danke
und ich werde jetzt mal nachschauen wie ich das einarbeiten kann.

Noch ein paar Sachen ...

Zitat:
Zum Geschehen: Mona ist die Hauptperson. Sie hat Joe, ihren besten Freund, aus Versehen geküsst. Und das auch noch auf den Mund! Jetzt will sie mit ihrem Freund Jesse reden, der, natürlich, total sauer war, als sie es ihm erzählt hat. Also geht sie zu ihm nach Hause ...

T.Tharun
So würdest du das nichtmal deiner schlechtesten Freundin erzählen, das klingt absolut platt, ausgelutscht und emotionslos. Das muss nicht unbedingt an der Story an sich liegen (ok, ich gebe zu, die Story ist platt...aber immerhin nicht gezwungenermaßen emotionslos), aber du präsentierst das hier nicht ordentlich in meinen Augen, vor allem dieses "Und das auch noch auf den Mund!" klingt absolut furchtbar. Daran musst du noch üben, jetzt im Forum stört es dich vermutlich nicht wenn es mich stört, aber es wird dich sehr wahrscheinlich stören wenn der Leser dein Buch mit einem hämischen Grinsen übergeht weil der Klappentext eine Katastrophe ist.

... hm. also das war jetzt ehrlich gesagt nicht für die Geschichte gesagt, sondern nur für euch als kurze Information. Die Textstelle ist im 7. Kapitel.

So. zu dem ,,Klopf, klopf!'' Haha, ich musste selber richtig lachen. Das ist echt irgendwie total blöd, was ich da geschrieben habe. Aber immerhin fällt es euch und auch mir auf.

Ach ja, zu dem 'Ich schlucke' ... ich finde es eig. ganz in Ordnung das zu schreiben. Es steht ja auch in vielen anderen Büchern drin, aber das ist ja schließlich Ansichtssache. ;)

Zitat:
Ich schlinge mir die Arme um die Brust.
,,Du hast mich falsch verstanden.''

T.Tharun:
Sie verschränkt die Arme. Aber wieso? Sie ist ziemlich frech. Seine Reaktion ist nachvollziehbar. Willst du das? Willst du dass der Leser deine Prota nicht mag weil sie so dreist ist?

... ich meinte damit nicht, dass sie ihre Arme VERSCHRÄNKT sondern sie um die Brust schlingt. Es sollte nicht dreist herüberkommen, aber ich denke das müsste von mir umformoliert werden.

Zitat:
,,Ich habe mich zur Seite gedreht, weil ich … einfach wenn du dich verabschiedest gehst du ja auseinander und dabei habe ich mich zur Seite gedreht. Es war ein Versehen, Jesse.''

T.Tharun:
Ich würde ihr nicht glauben. Das ist so abwägig und schlecht erzählt, dass es nur eine Lüge sein kann..."Einfach wenn du dich verabschiedest gehst du ja auseinander..." Hä? Normalerweise hätten sich, in einer realen Welt, die beiden, die sich da "aus versehen" geknutscht haben, totgelacht. Hat dieser Jesse das nicht mitbekommen? Oder war deine Protagonistin wirklich so blöd und hat so einen, ich nenne es man dämlichen Unfall, ihrem Freund gebeichtet weil sie ihm alles sagen will weil sie will dass er ihr vertraut? Sowas ist utopisch und lächerlich, tut mir Leid wenn ich das so sage, aber das hat nix mit realem Leben zu tun.

Zu dem was sie sagt: ... hm, ich dachte mir, dass sie das stammelt, dass sie nicht wirklich genau weiß, was sie sagen soll.
Das sie das ihrem Freund erzählt, finde ich persönlich völlig in Ordnung. Weil ich denke, dass dies ehrlich ist. Ich jedenfalls würde es erzählen, alleine schon wegen der Vertrauensbasis.
Aber dazu hat ja jeder seine eigenen Meinung.

Danke, dass du den Text so genau und ausführlich bewertet hast. Einige Dinge haben mir sehr die Augen geöffnet.

@ Solamoon: ja, das mit dem Synonymen muss ich mal machen! :)

Danke auch an Siegfried und die anderen. Finde es super, dass ich euch mit meinem Text so beschäftigt.

Also ... jetzt werde ich mich mal an meine Text heransetzen. book:
;)

Liebe Grüße,
Nicole

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Siegfried
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Re: It's my life!

von Siegfried (04.11.2009, 14:35)
Schorsch24 hat geschrieben:
dass mit dem dreimaligen überarbeiten halte ich sehr sehr untertrieben. Soetwas habe ich noch nie gehört. Bis zu dreissig Mal wäre noch im Limit.
Mag ja sein dass es diesem und jenem lockerer von der Hand geht, dass kann man von der übrigen Masse an Schreiberlingen garnicht erwarten.
MFG J.


Ich spreche nicht vom fortwährenden Korrigieren beim Schreiben oder der Durchsicht, wie sie in einem Artikel von Andreas Eschbach beschrieben wurde (lag - oder liegt - dem Programm "Papyrus Autor" bei).

Ich rede vom "Draft", d. h. eine Geschichte ist so weit fertig gestellt, dass sie jemandem vorgelegt werden kann (Lektor, Testleser, qualifizierter Autorenkreis, dem Publikum im Forum), sie also das "Licht der Welt" erblickt. Bei Durchsicht auf Rechtschreibfehler, Substantivstil, vermurkste Metaphern, logische Brüsche usw. kommen natürlich mehr als nur drei Überarbeitungen heraus. Das war damit aber nicht gemeint. Einen 600-Seiten-Roman 30 Mal komplett schreiben - das wäre eine 10-Jahres-Arbeit!

Grüße
Siegfried
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Ruth
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Re:

von Ruth (04.11.2009, 15:45)
@ Tanzmaus: Nimm die Kritiken zu deinem Text einfach an, bau Änderungen in deine Story ein und lerne daraus, dann kannst du echt gut werden! Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen. Da man ja bekanntlich über Meinungen streiten kann und dir jeder was anderes sagen wird, pick das heraus, was für dich wichtig erscheint, du wirst ja selbst merken, wo du noch Schwachstellen hast.

LG
Meine Bücher bei BoD:

- Herzklopfen und Sachertorte
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Tanzmaus
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Neu gemacht :)

von Tanzmaus (11.11.2009, 18:54)
Hallo an alle,

ich habe mir eure Beiträge und Hilfen genau durchgelesen und habe versucht es etwas umzuändern. An manchen Stellen habe ich meine Probleme sofort erkannt, an einigen erst später.
Noch einmal vielen Dank an alle, ich finde es super klasse, dass ihr euch Zeit nehmt, meinen Text durchzulesen / zu bewerten.

Genug der Rede, hier mein Text.
Liebe Grüße,
Nicole


Langsam gehe ich die Treppe hoch, Stufe für Stufe und es kommt mir alles so bekannt vor, als sei es ein Teil von mir. Doch die hellroten Wände, die normalerweise leuchtend auf mich wirken, strahlen heute nicht. Nicht für mich.
Als ich vor seiner Tür stehe, halte ich einen Moment inne. Warum musste das alles überhaupt so kommen? Wenn ich mich nicht zur Seite gedreht hätte, dann wäre das vielleicht nie passiert. Aber es bringt nichts darüber nachzudenken, es ist geschehen und es gibt kein Zurück. Ich muss es jetzt hinter mich bringen. Du schaffst das schon, Mona, rede ich mir gut zu.
Leise klopfe ich an die Tür, während mein Herz wie verrückt pumpt, denn ich habe Angst, dass er mir nicht vertraut, mir nicht zuhört.
Plötzlich öffnet Jesse die Tür und ich schaue in sein ausdrucksloses Gesicht.
,,Hallo'', flüstere ich. Jesse sagt nichts, er lässt mich legendlich herein und setzt sich wieder auf seinen Schreibtischstuhl.
Unschlüssig bleibe ich an der Tür stehen.
,,Was willst du hier?'', sagt er, ohne mich anzuschauen.
Ich schlucke. ,,Mit dir reden.''
Mit einem Ruck dreht er sich auf seinem Schreibtischstuhl um und funkelt mich mit Kälte in seinen Augen an. ,,Und wozu soll das gut sein?''
Seine plötzliche Kühlheit erschreckt mich, so habe ich ihn noch nie erlebt. Warum glaubt er mir bloß nicht?
Ich senke den Blick. ,,Du hast mich falsch verstanden.''
Er schaut mich wortlos an, weiterhin mit Kälte in den Augen.
,,Jesse …'', flüstere ich.
Als ich seinen Namen sage, zuckt er zusammen, für einen kurzen Moment sieht er schrecklich verletzlich aus.
,,Was habe ich falsch verstanden? Du hast Joe geküsst. Nach dem Kinobesuch. Was gibt es denn da falsch zu verstehen?'' Seine Stimme hat etwas Abwertendes.
,,Du hast mir nicht mehr zugehört, ich … ich wollte das doch alles garnicht'', stammle ich hilflos.
Jesse schaut mich einen Moment ausdruckslos an, dann sagt er leise: ,,Weißt du eigentlich, wie es ist, wenn dir gesagt wird, dass deine Freundin jemand anderen geküsst hat?''
,,Es war ein Versehen, Jesse'', sage ich leise, während meine Augen sich mit Tränen füllen.
,,Das du ihn geküsst hast war ein Versehen? Oh, Entschuldigung, ich habe gerade jemanden geküsst? Seit wann küsst man jemanden aus Versehen?'', ruft er entzürnt.
Eine Träne läuft mir die Wange herunter. ,,Ich wollte das wirklich nicht, Jesse. Joe hat mich umarmt und mir einen Kuss auf die Wange gegeben … ''
,,Ja … und dann hast du ihn geküsst!'' knurrt er.
,,Nein, eben nicht!'', unterbreche ich ihn, meine Stimme ist jetzt lauter als eben und zittert und mein Hals fühlt sich an wie zugeschnürt, als würde jemand mir die Luft wegnehmen. Mit meinem Ärmel wische ich die Träne weg.
,,Als Joe mich auf die Wange geküsst hat, habe ich mich aus Versehen zur Seite gedreht. Weder für Joe noch für mich hat das irgendeine Bedeutung, weil ich dich liebe, Jesse.''
Eine Weile sagt er nichts.
,,Bitte, glaub mir.''
Er sagt immer noch nichts.
,,Sag doch etwas.''
,,Was soll ich denn sagen?''
Er schweigt weiter.
,,Jesse …'', flüstere ich erneut.
Meine Stimme bricht weg, während meine Augen sich erneut mit Tränen füllen.
Doch Jesse starrt nur weiter die Wand an.

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T.Tharun
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Re:

von T.Tharun (11.11.2009, 21:58)
Huhu Tanzmaus,

,,Hallo'', flüstere ich. Jesse sagt nichts, er lässt mich legendlich herein und setzt sich wieder auf seinen Schreibtischstuhl.

legendlich = letztendlich oder lediglich oder kenne ich das Wort einfach nicht? Klär mich bitte auf.


Ansonsten gefällt mir dein Text im Großen und Ganzen recht gut, muss dich loben, vor allem dafür dass du wirklich die Kritik annimmst. Weiter so! thumbbup

Liebe Grüße,
Tim

Tanzmaus
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Re:

von Tanzmaus (12.11.2009, 15:59)
Hallo Tim,

erst mal: Dankeschön :) - habe mir auch echt Mühe gegeben ;)

Zu legendlich. Haha, es heißt eigentlich lediglich - und das kennst du ja :D ich verwechsel das immer, habe es mir irgendwie falsch eingeprägt.

Naja, jetzt weiß ich es ja wieder,
dankeschööööön angle:

Liebe Grüße,
Nicole

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Aston Skovgaard
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Wohnort: Lübeck

Re:

von Aston Skovgaard (13.11.2009, 14:58)
Hallo Nicole !

Also sicherlich musst du noch ein bisschen an deinem Text pfeilen.

Aber das Thema finde ich sehr interessant weil es sehr aus dem Leben gegriffen ist und immer wieder Probleme in Freundschaften bringt.

Das macht Freundschaften zwischen Mann und Frau so schwierig!!!

Bleib an dem Thema dran...

LG Aston

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Berénicé
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Re:

von Berénicé (13.11.2009, 15:55)
Hallo Nicole,

den Text hast du sehr gut verändert und mit dem Thema stimme ich Aston zu. Bleib dabei und übe weiter. Ich persönlich finde es sehr schwer wörtliche Rede mit hineinzubringen.
Veränder die Menschen positiv in deiner Umgebung und du hast die Welt gerettet

Tanzmaus
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Re:

von Tanzmaus (14.11.2009, 10:40)
Danke an Aston und Berénicé

@ Aston: Ja, das stimmt wohl. Manche sagen ja, es KANN garkeine Freundschaften zwischen Mann/Frau geben ... einerseits stimmt das ein bisschen, weil man einfach so verschieden ist.. dozey:

@ Berénicé: Wörtliche Rede finde ich ehrlich gesagt auch nicht immer leicht. Ich habe es als ich weitergeschrieben habe gestern, einmal ausprobiert das ich schreibe: Sie sagt, dass es ihr gut geht, er lächelt sie an und erklärt ihr: ,,...''
Das man auch manchmal beschreibt was sie sagen, weil sonst für mich manchmal zu langweilig wird.

Liebe Grüße,
Nicole

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