Autorengage bei Lesungen

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Rigolo
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Autorengage bei Lesungen

von Rigolo (20.11.2009, 15:02)
Hallo Zusammen

Ich starte demnächst eine kleine Lesetour. Natürlich ist da auch die Gage ein Thema. Kennt sich jemand von euch damit aus? Gibt es irgendwelche Richtpreise? Oder weiss jemand wieviel man verlangen darf? Die Lesungen dauern ca. 60 - 90min. Ich freue mich auf eure Feedbacks.

Liebe Grüsse aus der Schweiz

Marco Rota

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streng vertraulich
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Re:

von streng vertraulich (20.11.2009, 17:40)
ich hatte nicht gewust das man auch noch geld bekommt,
ich dachte die sagen: "du kannst froh sein das du hier werbung machsen darfst".
oder du must sogar noch dafür zahlen das du überhaupt erst erscheinen darfst.

holz

Re:

von holz (20.11.2009, 19:36)
ein Artikel zum Thema (zweite Hälfte lesen)

http://journalistin.writingwoman.de/ind ... gshonorar/

Rigolo
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Re:

von Rigolo (20.11.2009, 23:04)
Danke für den super Bericht!

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (21.11.2009, 15:07)
Sehhhhr interessant!

Umso schwieirger durchzusetzen - vor allem in Berlin, oder wie sieht es bei euch in anderen Regionen / Ländern so aus ...?

Nachdenkliche Grüße von Barbara

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Amos
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Re:

von Amos (21.11.2009, 15:16)
Im Ländle sieht das auch nicht einfach aus.
Mal ist es möglich, mal schauen die Buchhändler, als hätte man weiß Gott was gefordert.
Das aktuelle Buch: Die bösen Tage sind vorbei Planungshilfen für den beruflichen Erfolg.
ISBN 3-8334-4103-8
www.amos-ruwwe.de

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ricochet
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Re:

von ricochet (18.12.2009, 14:55)
Die Interessengemeinschaft der österreichischen Autoren sieht einen Richtwert von € 300,-- vor. book: Ich halte das für übertrieben. Fakt ist, dass man hoch zufrieden sein kann, überhaupt ein Honorar zu erhalten.
Außerdem scheint es mir notwendig zu differenzieren. Lesungen in einer Verleihbibliothek, Schule oder ähnliches werden meistens ohne Honorar abgewickelt, und das sehe ich ein. Zumindest solange ich kein Bestseller-Autor bin. Gegenüber Buchhändlern können wir Autoren damit argumentieren, dass dieser auf dem Weg über den Verkauf mitverdient.
Unser Problem ist, dass unser Name keine Massen anzieht. Wir müssen uns das einmal offen eingestehen. Damit haben wir schlechte Karten. Ein Buchhändler sagte mir mal: "Was glauben Sie, wieviel unbekannte Autoren bei mir lesen würden, wenn ich auch nur einen Fünfziger zahlen würde?"
In unserer Riege konkurrenzieren wir uns gegenseitig und die Wirtschaftskrise lässt viele Veranstalter sehr knickerig werden. Trotzdem stimmt es natürlich: Was nichts kostet, ist nichts wert.
Ich weiss auch nicht, was das Gelbe vom Ei ist.

LG

rico
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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (18.12.2009, 16:21)
Ich habe meistens in Kulturvereinen gelesen und bin selbst in einem engagiert. Zum Beispiel dort darfst du nicht mit einer festen Gage rechnen. Das Aber kommt noch.
Kulturvereine sind meist sehr offen für Veranstaltungen. Das ist ein Riesenvorteil. Reich sind die aber meist nicht, müssen sehen, wie sie das Ding finanziert bekommen. Es kann aber schon mal sein, dass ein Betrag bis höchstens 50 Euro aus der Vereinskasse abfällt. Nicht beleidigt sein, wenn's weniger ist.
So und jetzt komm dir mal bei meinem folgenden Vorschlag nicht blöd vor! Lass einen Hut rumgehen! Bitte um Spenden! Der Hut kann natürlich auch ein Schüsselchen oder sonstwas ein. Auf die Art kann tatsächlich noch ordentlich was zusammen kommen.
Außerdem, selbst Bücher Verkaufen bei einer Lesung bringt auch was ein! Nirgendwo war mein Publikum kaufbereiter als bei meinen Lesungen.
Das alles ist natürlich am besten für Lokalitäten in deiner Nähe geeignet. Eine weite Lesereise so finanzieren zu wollen, wäre eher riskant.
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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (18.12.2009, 16:38)
Oder natürlich: Eintritt verlangen! Das musst du mit dem Veranstalter absprechen. Wir haben zum Beispiel mal eine "Lesungsshow" in einem Programmkino gemacht. Der Kinoinhaber möchte dann natürlich Geld haben, weil man den Saal blockiert, wo sonst ein Film gezeigt würde. Dann teilt man sich mit ihm den Eintritt. Sonst jemanden haben, der mit Kassette am Eingang sitzt!
2 bis 3 Euro sind Leute bereit zu zahlen, die lieber zu ner Kulturveranstaltung gehen als vor dem Fernseher zu sitzen.
Einfach: Hand auf, weil ich hier lese, zur Person, der zufällig die Räumlichkeiten gehören - so läuft's meist nicht.
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ricochet
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Re:

von ricochet (18.12.2009, 17:09)
Ich habe bei der Präsentation meines Romanes "Ein Hund tritt in den Saal" in der Steirischen Landesbibliothek um freiwillige Spenden gebeten. Durchschnittlich ließen die Leute € 5,-- pro Kopf und Nase da. Und ordentlich verkauft habe ich auch. Ich habe allerdings auch LiveMusik (Gitarre und Geige) und ein kleines Buffet nachher geboten.
Von € 300,-- die Stunde war ich natürlich weit entfernt ...

Rico
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hwg
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Re:

von hwg (18.12.2009, 18:03)
Mein Honorarsatz beträgt entsprechend den Richtlinien der IG Autoren
300 Euro pro Stunde - und dieses Geld bekomme ich auch. Da ich meine
Bücher nicht selbst verkaufe, macht dies immer ein örtlicher Buchhändler.

Manchmal dauert meine Lesung aber auch nur eine halbe Stunde, besonders dann, wenn wir zu zweit "auftreten" und der Abend auch noch in dieser Zeitspanne musikalisch bereichert wird. Dann ist das Einzelhonorar selbstverständlich geringer.

Ausgenommen sind Leseveranstaltungen für karitative Vereinigungen, dafür verlange ich nur einen Spesenersatz für die Anreise, wenn ich dafür
eine Strecke von mehr als 50 Kilometern zurücklegen muss.

Übrigens, ich lese nicht allzuviel aus meinen Büchern vor, denn diese sollen ja gekauft werden. :lol: Typoskripte, die noch einer Print-Veröffentlichung harren, sind zudem genügend vorhanden, so
dass ich jeden Abend anders gestalten kann. Denn "ewige" Wiederholungen öden mich an.
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (18.12.2009, 18:51)
@hwg:

Das ist dann wohl der Unterschied zwischen Profi und Anfänger. :lol:
Aber für Anfänger geht's auch unter den richtigen Umständen ganz gut, so wie ich gesagt habe. So in etwa wird's auch die Band aus der nächsten Garage machen.
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hwg
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Re:

von hwg (19.12.2009, 09:02)
Hallo Rico!

Weil Du von der Lesung in der Landesbibliothek schreibst - meine allererste Lesung war tatsächlich auch in der Landesbibliothek, an einem Sommerabend in den 1960er Jahren.

Eingeladen dazu wurde ich damals von einer Wiener Literatenorganisation, weil mein erstes Büchlein
das Licht der Verlagsszene erblickt hatte. Inzwischen
ist diese Organisation Legende - und die "Sicherungen"
(so der Titel der Kurzgeschichtensammlung) sind längst
vergriffen. Auch den Verlag gibt es nicht mehr.

Wenn ich mich richtig erinnere, betrug das Lese-Honorar damals
400 Schilling, das wären heute rund 30 Euro.

Kollegialen Gruß!
Hans
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hwg
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Re:

von hwg (19.12.2009, 09:06)
Guten Morgen Zeitl0ch!

Klar! Wie ich vorhin getippt habe, waren seinerzeit die Honorare ebenfalls viel geringer. Damals hatte ich keine Ahnung, wieviel man für einen
Leseabend verlangen darf. In der Zwischenzeit habe ich auch diesbezüglich "dazugelernt"... :lol:

Kollegialen Gruß!
Hans
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