Liste mit DKZV

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Maxi
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Liste mit DKZV

von Maxi (03.09.2009, 08:27)
[Anmerkung des Admin: Der der erste Beitrag dieses Threads wurde aus rechtlichen Gründen entfernt.]



Danke für die Info hawepe thumbbup
LG Maxi

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Amos
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Re:

von Amos (03.09.2009, 10:37)
Jetzt habe ich schon wieder was übersehen, sorry Hawepe,
Das aktuelle Buch: Die bösen Tage sind vorbei Planungshilfen für den beruflichen Erfolg.
ISBN 3-8334-4103-8
www.amos-ruwwe.de

frangsen
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DKZV -- Was sonst im wissenschaftlichen Bereich?

von frangsen (12.12.2009, 00:47)
"Druckkostenzuschussverlage" (DKZV) haben einen relativ schlechten Ruf in diesem Forum. Die Betrachtung mag für Literatur im Allgemeinen zutreffen, das kann ich nicht beurteilen. Was in diesem Zusammenhang aber auch erwähnt werden sollte, ist, dass universitär-wissenschaftliche Bücher so gut wie ausschließlich durch Druckkostenvorschüsse finanziert werden. Die wenigstens Veröffentlichungen wissenschaftlicher Arbeiten (Diplomarbeiten, Dissertationen) kommen ohne Druckkostenzuschüsse aus, selbst wenn es um populärwissenschaftliche Themen geht. Welcher Verlag ist also kein DKZV im wissenschaftlichen Bereich? (Wohl kaum einer.) Die Liste der DKZV ist daher um eine Vielzahl von (renommierten) Verlagen zu ergänzen für den wissenschaftlichen Bereich.

VGe
Frangsen

malschaun
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Re:

von malschaun (12.12.2009, 09:26)
und BoD steht auch auf der Liste, was ja nur konsequent ist.

Mittlerweile sehe ich das mit den DKZV etwas "milder".
Die meisten Autoren wollen doch ihr Buch um jeden Preis veröffentlichen. Naja, nicht um "jeden Preis", sondern wohl um den Preis, den sie irgendwie zahlen können. Und dann muss man sich, wie immer im Leben, informieren und mehrere Druckangebote einholen / Preis vergleichen.

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (12.12.2009, 10:14)
DKZ-Verlage kennzeichnen sich doch dadurch, dass sie ihre Kunden regelrecht abzocken. Oder sehe ich das falsch?

BoD mit diesen Verlagen in einen Topf zu werfen, ist in keinster Weise gerechtfertigt. BoD ist ein seriöses Unternehmen, was m.M.n. noch nie
im Verdacht gestanden ist, seine Kunden abzuzocken.

Grüße,

Ch.

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AngelaB.
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Re:

von AngelaB. (12.12.2009, 11:09)
Dachte ich mir auch gerade blink3
Wenn ich am Himmelszelt mit den
Sternen schreiben könnte, dann würde
ich deinen Namen als erstes schreiben wollen.

Hanna
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Re:

von Hanna (12.12.2009, 12:26)
chnuppesaager hat geschrieben:
DKZ-Verlage kennzeichnen sich doch dadurch, dass sie ihre Kunden regelrecht abzocken. Oder sehe ich das falsch?


Das Argument mit der Abzockerei stimmt ein Stück weit. Nur kann jeder, der sich bei einem DKZler meldet im Vertrag lesen, für was er wieviel bezahlen muss. Und sich dann entscheiden. Gezwungen wurde noch nie jemand.

Das DKZ-Problem liegt viel eher darin, dass diese Verlage alles annehmen was Buchstaben hat. Und dadurch von Buchhändlern nicht ernst genommen werden. Da kommt so mancher Autor auf die Welt. Habe ich am eigenen Leib erfahren. Seither rate ich von solchen Verlagen ab.
Herzliche Grüsse
Hanna
www.hanna-steinegger.ch

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Yokai
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Re:

von Yokai (12.12.2009, 14:29)
Ja, man sollte die alle verbieten. Besser noch, unter Strafe stellen. Derart mit den Gefühlen der Menschen zu spielen.

Genauso wie diese Sex-Hotlines. Die gehören auch verboten. Ich spreche da aus Erfahrung.
Vor rund drei Wochen hat mich aus dem Fernseher heraus so eine Frau angesprochen. Die war fast nackt! Sie meinte, dass sie es kaum aushalten würde und dass ich sie jetzt sofort anrufen müsse, weil sie sonst platzen würde. Sie würde auch auf mich warten, wenn ich etwas länger brauchen würde. Ich fand das nett. Da hat die Frau tatsächlich einen Fernshspot gemacht, nur um mit mir in Kontakt zu treten und mit mir eine tiefergehende, soziale Bindung einzugehen.
Klasse!
Natürlich habe ich dann sofort angerufen, ich konnte die Frau, die ja offensichtlich so viel Geld für den Spot ausgegeben hatte, dass sie sich nichts mehr zum Anziehen leisten konnte, nicht so furchtbar leiden lassen.
Wir haben uns auch prima unterhalten. Drei Stunden, glaube ich. Ich war mir auch sicher, dass es ihr danach deutlich besser ging. Ich dagegen hatte nach dem Gespräch mit eigenartigen Blähungen zu kämpfen, aber was tut man nicht alles für seinen Nächsten.

Eine böse Überraschung habe ich dann zwei Wochen später erlebt. Das Gespräch hat mich doch tatsächlich Geld gekostet! Und zwar unheimlich viel! Unverschämtheit! Die Frau wollte doch was VON MIR! ICH habe ihr doch bei ihrem Problem geholfen! Eigentlich hätte ICH dann Geld bekommen müssen!
Ich hab dann nochmal bei ihr angerufen, und sie gefragt, was denn jetzt mit unserer Beziehung sei und ob sie mich denn noch lieben würde.
Soll ich euch was sagen? Sie konnte sich nichtmal mehr an meinen Namen erinnern. Und das nach drei Stunden harter Arbeit mit ihr.
Ich bin echt fassungslos.
Diese Hotlines gehören wirklich verboten.

frangsen
Beiträge: 275
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Re:

von frangsen (12.12.2009, 17:42)
Wenn eine "Abzockerei" schon zu dem Begriff des Druckkostenzuschussverlags gehört, lässt sich nicht sagen, dass es seriöse DKZV gibt, weil dann ja der Begriff des DKZV eine Unseriosität ("Abzockerei") voraussetzt. Die Möglichkeit, davon zu sprechen, dass es seriöse DKZV gibt, sollte man sich aber nicht schon auf einer sprachlichen und begrifflichen Ebene abschneiden. Der Begriff des DKZV ist daher von einer Unseriosität zunächst einmal zu trennen.

Im Bereich der Wissenschaft gibt es denn auch zahlreiche seriöse Druckkostenzuschussverlage. Dabei mag es sein, dass vereinzelt kein Zuschuss anfällt, wenn es z.B. um die Veröffentlichung wissenschaftlicher Werke geht durch anerkannte Fachleute. Aber auch für derlei Veröffentlichungen dürfte ein gewisser zu erwartender Mindestabsatz Voraussetzung sein. Vermutlich verlangen die Verlage auch einen Druckkostenzuschuss von einem anerkannten Fachmann, wenn sein Werk sich etwa als zu speziell erweist und daher kaum eine Nachfrage zu erwarten ist.

Nicht jeder DKZV ist ein "Abzockverein". Im wissenschaftlichen Bereich dürften sämtliche Verlage - wenn nicht in erster Linie, so zumindest auch - Druckkostenzuschussverlage sein.

VGe
Frangsen

Thorsten Boose

Re:

von Thorsten Boose (12.12.2009, 17:58)
Hallo, zusammen.

Bei aller Fairness, aber einer gesamten Branche Abzocke vorzuwerfen, ist nicht sehr durchdacht. DKZV heißt Druckkostenzuschussverlag und bedeutet allgemein, dass sich Verlag und Autor die Druckkosten für einen Druckauftrag teilen. Wie diese Teilung speziell aussieht, ist vertraglich von Verlag zu Verlag verschieden und sollte nicht über einen Kamm geschoren werden. Bei dem August-von-Goethe-Verlag mag man den mahnenden Finger wegen utopisch hoher Summen an Selbstbeteiligung heben, bei BoD hebt man i.d.R. aber den lobenden Daumen. Warum? Weil hier der hohe Betrag wegfällt und das System ein anderes ist. Doch was viele übersehen, ist einfach die Tatsache, dass auch bei BoD für eine Veröffentlichung Geld verlangt wird (siehe BoD Classic). Warum sollte man BoD dann nicht als DKZV im Sinne eines Dienstleistungsunternehmens benennen? Schade, dass sich DKZV als Schimpfwort durchgesetzt hat. Denn in jedem Vertrag stehen alle gesetzlichen Punkte drin, die für eine Veröffentlichung bei dem jeweiligen Verlag rechtskräftig sind; der Autor sollte sie nur gewissentlich und vorausschauend lesen. Von Abzocke kann man reden, wenn sich der Verlag über gewisse Punkte im Vertrag hinwegsetzt und somit unrechtlich handelt. Wer einen Vertrag unterschreibt, in dem steht "Hiermit erkläre ich mich bereit, monatlich 1000 € Datenerhaltungskosten an den Verlag XY zu überweisen", darf im Nachhinein nicht von Abzocke reden - er hätte es vorher besser wissen sollen, dass er hier über den Tisch gezogen wird.

Herzliche Grüße,
Thorsten

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (12.12.2009, 19:09)
gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 10:01, insgesamt 1-mal geändert.

chnuppesaager

Re:

von chnuppesaager (12.12.2009, 19:15)
@ Thorsten

Danke für den Hinweis.

Wenn in Foren oder in den Medien von "DKZV" die Rede ist, sind eigentlich immer die unseriösen gemeint; jedenfalls hatte ich das in letzter Zeit
immer so erlebt, kann mich an keinen Fall erinnern, wo von "DKZV"
im Rahmen einer positiven Berichterstattung die Rede war.


Viele Grüße

franziska rechperg
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Druckkosten

von franziska rechperg (12.12.2009, 20:03)
Und was ist dann, wenn ein Autor ein Buch im Eigenverlag herausbringt? Er zahlt dann zwar an keinen Verlag Druckkostenzuschüsse, aber er muss alles selbst stemmen - Über das Technische (Layout, Cover usw.) das Lektorat, Korrekturen bis zur Druckerei, die Veröffentlichung, Buchhandlungen etc. Ein sogenannter Druckkostenverlag macht ja im Wesentlichen nichts anderes, als dem Autor das alles mehr oder weniger abzunehmen! Dass es natürlich, wie bei jedem Gewerbe, eine Menge schwarzer Schafe gibt, das ist klar. Aber man sollte schon differenzieren.
Es gibt Autoren, die absolut begabt sind (wenn auch hier schon behauptet wurde, dass eigentlich jeder ein Buch schreiben kann), der Welt einiges zu sagen haben, und keinen "normalen" Verlag in einem angemessenen Zeitraum finden, der ihr Buch verlegt. Es ist beileibe nicht jeder ein Egomane, der sein Werk veröffentlicht sehen will!
Solche Dinge sollte man sich überlegen, bevor man einfach urteilt. Ich persönlich fühle mich immer noch bei BOD gut aufgehoben, zumal ich gottlob vom Schreiben nicht leben muss. book:
Aber ich gebe auch ehrlich zu, dass ich nichts dagegen habe, wenn in absehbarer Zeit mir bei der Veröffentlichung meiner Bücher ein "richtiger Verlag" unter die Arme greift! :D
Franziska Rechperg
www.franziskas-buchwelt.de

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (12.12.2009, 22:14)
@Yokai:

Du hast den Humor eines jungen Life P., ein einstiger studentischer Gossenliterat, der der Literatur abschwor und zum Gossenliedermacher wurde und ein alter Freund von mir ist. Leider sah ich auch ihn einst einen in meinen Augen allzu teuren Vertrag unterschreiben.
Als der mittlerweile verstorbene Thomas Kling davon Wind bekam, schrieb er mir "Hätte Bukowski das geil gefunden?"
Ich fand es schon damals nicht geil, und habe mich deshalb der Unterschrift enthalten. Die Groschen für BoD konnte ich entbehren, da BoD ja auch mit einer Marge lockte für Bücher, die sich nun nicht verkaufen.
Aber damals als Studenten glaubten wir immer genau so zu sein wie einst die Romantiker, die Impressionisten, die Expressionisten, die Beats bei Wein und Rauchwaren - unzufrieden mit der Verarsche, dichtend um zu zeigen, dass Subjektivität ein unumstößliches Faktum ist, und wir uns nicht zu Robotern erklären lassen und schon gar nicht zur Masse.
Die Flagge des Absurden weht weiter, und wichtig ist schon gar nicht mehr dass man sich erinnert, sondern dass die Flagge nicht einfach abknickt. Erinnern wird man sich an den, der dieser Tage zwei Minuten mit der Handy-Kamera voll auf ein Stück Hundekot draufhielt und das bei YouTube präsentierte.
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Yokai
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Re:

von Yokai (13.12.2009, 00:19)
@ Zeitl0ch:
Versteh ich jetzt nicht. Kannst du mich mal anrufen?

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