Zeitungsartikel Buch : Oberflächlich

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


malschaun
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Zeitungsartikel Buch : Oberflächlich

von malschaun (21.12.2009, 17:49)
Hi,

wie tief taucht ein Redakteur eigentlich in die Materie (Buch) ein, wenn er dieses in einem Zeitungsartikel vorstellt?
Ich lese hier öfters im Forum Artikel über Bod-Buchvorstellungen, aber meistens hört sich das nur nach einem "Redakteur hat Exposee gelesen" an.

Wieviel Seiten schaut sich denn ein Redaktuer meistens so an? Was ist üblich? Wieviel Mühe gibt er sich?

Je größer die Zeitung, desto eher nimmt ein Redakteur sich die Zeit, um das Buch überhaupt mal durchzublättern. Kann man das so sagen?

Grüße

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (21.12.2009, 18:13)
bei mir war eine Reporterin der SÜDWESTPRESSE und ich hatte den Eindruck, dass sie sich mit meinem Buch sehr ausführlich auseinandergesetzt hat. Zumindest haben wir ausführlich über das Thema gesprochen. Nun mag es so gewesen sein, dass sie sich fürs Auswandern nach Spanien selber interessiert hat und deshalb das Buch auch gelesen hat. Es kommt wahrscheinlich schon sehr darauf an, ob den Redakteur oder Reporter das angebotene Thema interessiert.
Gruß
chiquitita Uschi

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Ruth
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Re:

von Ruth (21.12.2009, 20:34)
Also ich kann nur aus Erfahrung sprechen und sagen, dass sich die Redakteure, die sich meine Bücher bisher angeschaut und darüber geschrieben haben, Mühe gegeben haben. Sie waren interessiert an meinem Buch und an meiner Person, was ja auch nicht gerade selbstverständlich ist, da es für mich ja ein Hobby ist, aber man nicht gerade behaupten kann, dass die Welt auf mein Buch gewartet hätte. Deshalb bin ich den Zeitungen auch sehr dankbar, über mein Buch berichtet zu haben; es dienst ja schließlich auch Werbezwecken.
Meine Bücher bei BoD:

- Herzklopfen und Sachertorte
- Wenn du jetzt gehst

www.ruthelisabethmeisner.de

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Cornelia
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Re:

von Cornelia (21.12.2009, 21:42)
Hallo,

ich glaube nicht, dass es von der Größe der Zeitung abhängt, wieviel Zeit sich ein Redakteur für ein Buch nimmt.
Es hängt auf jeden Fall davon ab, wie interessant er die Buchveröffentlichung für seine Zeitungsleser findet.

Mir haben mehrere Mitarbeiter erklärt, dass es in der Redaktion auf jeden Fall darauf ankommt, dass der Artikel, der veröffentlicht werden soll nicht nur als reine Werbung verstanden wird.

Außerdem muss man Zeitungsartikel unterscheiden, die eine Rezension über das Buch sind, und solche, die eher den Autor in den Vordergrund rücken.
Letzteres scheint insbesondere die regionale Presse mehr zu interessieren.

Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich die einzelnen Journalisten, die mich persönlich getroffen haben, sehr viel Zeit genommen haben.

Bei den auf meiner homepage gezeigten Zeitungsartikeln war es so, dass bei den beiden letzten Artikeln freie Mitarbeiter der Zeitung sich jeweils über eine Stunde mit mir unterhalten haben, sie haben auch die Fotos an dem Termin gemacht.

Bei dem ersten Artikel war meine Pressemappe Hauptinformation und ein kurzes Telefongespräch.

Bei dem kleinen Artikel (NW) ist der angemeldetet Journalist kurzfristig ausgefallen (wichtige Termine im Rathaus), da hat dann der erschienene Fotoreporter kurze Angaben neben der Pressemappe aufgenommen.

http://www.battys-reise.de/Presse.html

Viele Grüße
Cornelia

hwg
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Re:

von hwg (22.12.2009, 09:20)
Cornelia hat die Vorgangsweise gut beschrieben.

Es gibt den Bericht über eine Buchpräsentation,
eine "Homestory" über den Autor oder eine tief-
schürfend(er)e Rezension. Das kommt ganz auf
die jeweilige Blattlinie an.

"Richtige" Rezensionen erscheinen meistens nur
in Literaturzeitschriften oder im Feuilletonteil großer
Tageszeitungen.

Die anderen Beiträge sind eher in Lokal-, Regional-
und mitunter in Gratiszeitungen zu finden.

Alles hat seine Berechtigung und macht die Leser
jedenfalls auf das Buch aufmerksam.

Sich über einen aus Sicht des Autors "unsachlichen"
Bericht aufzuregen, macht wenig Sinn. Denn
auch für Journalisten gilt in der Regel das Recht auf
freie Meinungsäußerung (solange der Chefredakteur
diese zulässt... :lol: )
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

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Birgit Fabich
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Re:

von Birgit Fabich (22.12.2009, 09:51)
außerdem - wie heißt es so schön....
Hauptsache der Name ist richtig geschrieben cheezygrin
Mimi und der große Brand
Geschichten für ....
www.blix-derneueselbstverlag.de
www.geschichtenfuer.blogspot.com

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Blanca Imboden
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Re:

von Blanca Imboden (22.12.2009, 09:58)
Da ich selber für eine Zeitung schreibe, kann ich hwg nur Recht geben.
So ist es.
Und im Notfall muss man sich trösten, wie Birgit richtig gesagt hat: Die Hauptsache, der Name ist richtig geschrieben und der Titel vom Buch wird erwähnt...
Blanca
Mein BOD-Buch:
«Allein in Afrika», 2005
www.blancaimboden.ch

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Bender
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Re:

von Bender (22.12.2009, 10:11)
@hwg also für die Buchbesprechungen interessiert sich der chefredakteur bei uns gar nicht:-) das will der von der Kulturseite zwar nicht hören, aber Weltgeschehen geht vor

ich kann zu dem Geschrieben nicht viel dazu fügen, als was ich das letzte Mal geschrieben habt: macht einen guten Kaffee, wenn die Leutz von der Presse kommen und der Rest passt. Vor allem verliert die Illusion, dass ein Redakteur ähnlich einem Germanistik-Professor euer Buch in die Epochen der großen Weltliteratur einordnen wird:-)

er schreibt für die Leser der Zeitung und die wollen wissen:
Woooos? jemand bei uns, ein Nachbar vieleicht hat ein Buch geschrieben?
Um was gehts denn da?
Vieleicht kauf ichs...ah Aufmerksamkeitsspanne zu Ende...schau mal da, der Tiger hat ne 15te Affaire gehabt!


nix für ungut - gehts immer zur Lokalpresse: die macht euch berühmt!

der Bender

hwg
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Re:

von hwg (22.12.2009, 16:44)
Hallo Bender,

das mit dem Chefredakteur bezieht sich nicht (nur) auf
Buchbesprechungen. Ich habe nur darauf hinwei-
sen wollen, dass zwischen freien Artikelschreibern, ange-
stellten Redakteuren und deren Oberhaupt oft Meinungs-
unterschiede über die "Qualität" eines Beitrages bestehen.

Und bei lokalen Zeitungen ist der Chefredakteur nicht selten
auch der einzige Redakteur und zugleich der Herausgeber
des Blattes.. :lol:

Für einen noch nicht bekannten Autor ist auch die "Be-
rühmtheit" in der Region sicher nicht von Nachteil :wink:

Gruß Hans
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hawepe
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Re: Zeitungsartikel Buch : Oberflächlich

von hawepe (22.12.2009, 17:52)
Hallo,

malschaun hat geschrieben:
Je größer die Zeitung, desto eher nimmt ein Redakteur sich die Zeit, um das Buch überhaupt mal durchzublättern. Kann man das so sagen?


Nein. Es hängt nicht von der Größe einer Zeitung ab, sondern von der Einstellung des Rezensenten und den Qualitätsansprüchen der Redaktion.

Viele Zeitungsrezensionen sind genaugenommen nichts weiter als Inhaltsangaben. Dafür braucht man ein Buch nur zu überfliegen. Für zwei oder drei Sätze Leseempfehlung reicht es trotzdem noch.

In der Regel wird vorher noch geschaut, wie andere Kritiker das Buch besprochen haben, denn wenn die es gelobt haben, ist es am sichersten, es selbst auch zu loben. Bei Book on Demand erscheinenden Büchern funktioniert letzteres alelrdings selten, was diese Bücher in den Redaktionen noch zusätzlich unbeliebt macht.

Ein Minderheit der Rezensenten liest die Bücher von der ersten bis zu letzten Seite, aber angesichts der nur symbolischen Honorierung kann man sich das eigentlich gar nicht leisten.

Beste Grüße,

Heinz.

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