Erfahrungen: Negativ-Rezension bei amazon.de

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Franjo
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Re:

von Franjo (12.01.2010, 18:58)
Vorweg, "Drehbuch-schreiben" ist nicht mein Ding, somit falle ich als potentieller Kunde deines Buches raus.

Generell: Wenn ich mir als Kunde bei Amazon etwas einkaufe (sei es ein Buch, sei es eine Bridgekamera, sei es ein Staubsauger, sei es ein Handy), dann lese ich mir die Rezensionen schon durch. Mein erster Klick ist direkt auf den Link unter "Durchschnittliche Kundenbewertung". Dieser zeigt mir die besten und die schlechtesten Bewertungen an. Bei deinen Kundenbewertungen steht es - um es vorweltmeisterschaftlich auszudrücken - "4:1". Gut, "5:0" macht sich besser, denn fünfmal Jubeln kommt einfach toller als nur viermal "TOOOOOOOR!" und einmal "Scheiße!".

Auf diese Weise verfahre ich nicht nur bei amazon, sondern auch bei anderen Online-Händlern. Denn ich will wissen, ob das Produkt meinen Erwartungen entsprechen könnte. Würde jemand schreiben "Karl May ist Scheiße, weil die Buchcover so langweilig sind", würde so eine Stellungnahme nicht von mir weiter beachtet werden. Das gleiche gilt für den Satz "Nur wer bei 'WortArt' veröffentlicht, ist ein wahrer Kabarettist".
Punkt.

Du erwähnst es bereits unter deinem 5. Punkt:
5. Auf den Inhalt des Buches wird überhaupt nicht eingegangen!


Der Rezensent schreibt viel, er füllt unheimlich viel Platz, aber vom Inhalt des Buches erfahre ich weniger als bei den anderen Rezensionen. Ich erfahre lange nichts, was das Buch mit ihm macht. Welcher Eindruck bei ihm persönlich als Erfahrung zurück bleibt.

Lediglich ein Satz von Rezensent bleibt mir trotz seines Negativismus positiv für das Buch hängen:
dass das Buch kein kompletter Reinfall war, immerhin hab ich mir dadurch Gedanken darüber gemacht, wie man es besser machen könnte.

Das wirkt, wie bereits "Haifischfrau" schrieb. Also hat das Buch doch einen "Aha"-Erfekt für "Drehbuch"-Schreiber. Also doch nicht wertlos. Und mehr wert als nur ein Stern.

Nebenbei, ständen da jetzt fünf Belobigungen, ich würde mich erst einmal weiter umschauen. Denn Bücher dieses Inhalts, welche nicht zu Kontroversen anregen, sind blasser, als wenn es unterschiedliche Stellungnahmen dazu gibt.

Dieses Rumreiten auf Argumente wie "BoD-Autoren werden aufgrund ihres Verlages diskriminiert" o.ä. - da gehe ich vollkommen mit "hawepe" konform - sind kontraproduktiv.

Und noch ein nebenbei: Nicht nur BoD-Autoren können Mist schreiben. Autoren klassischer Verlage schaffen das auch. Und selbst Autoren klassischer Verlage müssen sich mit Verrissen herumschlagen (siehe auch der Klassiker des Verrisses von Grass Buch durch Reich-Ranitzki).

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hawepe
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Re:

von hawepe (12.01.2010, 19:02)
Hallo Jürgen,

storyabc hat geschrieben:
Das alles wundert mich schon ein wenig und lässt mich spekulieren... :?


Dann spekuliere ich doch gleich mal weiter. Drei der vier Fünf-Sterne-Rezensionen stammen von Lesern, die nur dieses eine Buch und sonst keines rezensiert haben.

Ich will dir wirklich nicht unterstellen, dass du Freunde und Bekannte um eine Rezension gebeten hat, aber auffällig ist es doch. Allerdings fällt auch dies nicht nur bei deinem Buch, sondern bei vielen Book-on-Demand-Autoren auf. Darf ich also weiter spekulieren?

Ganz nebenbei finde ich zumindest die Rezensionen von Moritz H. und H. Walther ziemlich dünn. Argumentationsreich sind sie nicht gerade. Warum also an diese Rezis nicht den gleichen Maßstab anlegen wie an die Ein-Sterne-Kritik? Okay, das Messen mit zweierlei Maßstäben ist auch nicht neu.

Beste Grüße,

Heinz.

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Yokai
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Re:

von Yokai (12.01.2010, 19:02)
Das ist es!
Warum bin ich da nicht selber drauf gekommen!?
Heyne, Lübbe, Piper, Goldmann, Ullstein etc. beschäftigen eigens Mitarbeiter dafür, um bei Amazon schlechte Kritiken über Bod-Bücher zu schreiben!
:shock::
Nein, ich glaube nicht. Die sind vielmehr damit beschäftigt, selber gute Kritiken bei Amazon für die eigenen Bücher zu schreiben.
cheezygrin

Und bei Bod verdient man ja auch soviel esser als bei einem Vertrag über z.B. drei Bücher bei Heyne mit Vorschuss ... und das selbst gebastelte Cover und Layout sieht ja auch viel besser aus ...

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (12.01.2010, 19:05)
storyabc - das sehe ich aber ganz anders als du!
bod ist doch in keiner Weise eine Konkurrenz für etablierte Verlage!
Deine excessive Überbewertung der Rezi ist nicht nachvollziehbar und ich weiß wirklich nicht, was du inzwischen damit bezweckst. Überhaupt sind Rezis auf Amazon zu 90 % keine wirklichen Rezensionen, sondern schlicht und einfach Bewertungen, meist ohne kritische Auseinandersetzung mit dem Inhalt (und damit meine ich, dass vom Inhalt meist wenig oder nichts in der Rezi steht). Amazon-Rezis sind ganz nett - aber sie interessieren mich nicht wirklich. Mich interessieren richtige Rezis in entsprechenden Medien.

Gruß
Haifischfrau

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Yokai
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Re:

von Yokai (12.01.2010, 19:07)
hawepe hat geschrieben:
Ganz nebenbei finde ich zumindest die Rezensionen von Moritz H. und H. Walther ziemlich dünn. Argumentationsreich sind sie nicht gerade. Warum also an diese Rezis nicht den gleichen Maßstab anlegen wie an die Ein-Sterne-Kritik? Okay, das Messen mit zweierlei Maßstäben ist auch nicht neu.

Beste Grüße,

Heinz.


Du hast das Prinzip nicht verstanden. Positive Rezensionen - egal von wem - sind ein Geschenk, ein Gefallen, eine ehrliche Stellungnahme.
Negative Rzensionen - egal von wem - sind geschäftsschädigend.

Ilse Höfels
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Rezension bei Amazon

von Ilse Höfels (17.01.2010, 18:47)
Hallo,

also, ich habe kein Problem mit Amazon. Über mein Buch "Die Eiche" wurde eine Rezension mit 5 Sternen geschrieben. Das ist die höchste Auszeichnung, die man bekommen kann. Aber glauben Sie bloß nicht, dass irgendjemand daraufhin das Buch gekauft hätte! Folglich ist es offensichtlich schnurzegal, wie ein Buch bewertet wird. :roll:

Fröhliches Schreiben!
Ilse Höfels

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (17.01.2010, 19:04)
Yokai hat geschrieben:
Der Hinweis auf Bod als gehaucht Bösartig zu bezeichnen, ist ... nun ja. Genauso gerne hacken Bodautoren auf DKZV herum. Im Grunde das selbe Prinzip. dozey:


:shock:: Nein :shock:: wie kommst du denn darauf?
LG,

Lisa

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (17.01.2010, 19:17)
Yokai hat geschrieben:
Und bei Bod verdient man ja auch soviel esser als bei einem Vertrag über z.B. drei Bücher bei Heyne mit Vorschuss ... und das selbst gebastelte Cover und Layout sieht ja auch viel besser aus ...


Also, ich frage mich langsam langsam, wenn du sowieso eine so gute Meinung über das BoD-Verfahren hast ... warum schreibst du überhaupt hier im Forum?

Als ich mein Buch bei BoD rausgebracht habe, hatte ich echt keine Ahnung, dass BoD so ein Ruf hat. Wer das Buch verlegt ist mir ziemlich egal. Diskriminierungen sind mir sowieso fremd.
Und ich bin auch kein Snob.

Klar achte ich auf Cover und Layout, sowie Ihnalt. Aber nicht alles, was von BoD kommt, muss schlecht sein. Das hat mein Buch nicht verdient !!!
LG,



Lisa

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Yokai
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Re:

von Yokai (17.01.2010, 20:29)
Ich habe nie behauptet, dass alles, was von Bod kommt, schlecht ist. Das hast du gesagt.
Das Bod-Prinzip als solches habe ich auch gar nicht kritisiert. Allenfalls der Umgang mancher Autoren damit und die nicht ausbleibende Tatsache, dass aufgrund des Umstandes, dass Bod alles druckt, auch Schrott dabei herauskommen kann und dadurch der Verkauf nicht so läuft, wie man es sich vielleicht erwartet hat.
(Fokus bitte auf KANN und VIELLEICHT)
Übrigends gilt das grundsätzlich für alle Verlage, denen es egal ist, was in den Büchern steht. Nicht nur für Bod.

Aber ich sehe schon.
Wer nicht zu 100% für Bod und alles, was damit zu tun hat, ist, hat hier nichts zu suchen.
Manche Sachen dürfen halt nicht angesprochen werden. Gewisse Wahrheiten schmerzen. Dann doch lieber weiter im Luftschloss wohnen - rosabebrillt.
dozey:

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (17.01.2010, 20:57)
Yokai hat geschrieben:
Ich habe nie behauptet, dass alles, was von Bod kommt, schlecht ist. Das hast du gesagt.
Das Bod-Prinzip als solches habe ich auch gar nicht kritisiert. Allenfalls der Umgang mancher Autoren damit und die nicht ausbleibende Tatsache, dass aufgrund des Umstandes, dass Bod alles druckt, auch Schrott dabei herauskommen kann und dadurch der Verkauf nicht so läuft, wie man es sich vielleicht erwartet hat.
(Fokus bitte auf KANN und VIELLEICHT)
Übrigends gilt das grundsätzlich für alle Verlage, denen es egal ist, was in den Büchern steht. Nicht nur für Bod.

Aber ich sehe schon.
Wer nicht zu 100% für Bod und alles, was damit zu tun hat, ist, hat hier nichts zu suchen.
Manche Sachen dürfen halt nicht angesprochen werden. Gewisse Wahrheiten schmerzen . Dann doch lieber weiter im Luftschloss wohnen - rosabebrillt.
dozey:


Keine Ahnung, ich besuche keine Insekten-Foren, wenn mich Insekten nicht interessieren, oder ich Insenkten schlecht finde.
Glaubst du, du bist die Erste mit diesem Satz? "Manche Sachen dürfen halt nicht angesprochen werden. Gewisse Wahrheiten schmerzen" Nein, bist du nicht. Das ist schon oft diskutiert worden, ob sich je was daran ändern wird, weiss ich nicht. Aber eine Frage habe ich an dich: zwingt dich jemand, dort wo bist, BoD-Bücher zu kaufen? Ich denke nicht, oder zumindest, ich hoffe es für dich ...
Man kann, wie du gesagt hast, ein schlechtes Buch schon am Cover, Klappentext usw erkennen. Also, wo ist denn das Problem? Wenn ich so ein Buch sehe (weil mir auch Qualität wichtig ist), dann suche ich mir ein anderes Buch aus. Problem gelöst, oder?
LG,



Lisa

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Yokai
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Re:

von Yokai (17.01.2010, 21:09)
Mücken mag ich gar nicht. Käfer finde ich aber klasse.
Ach, zwei Seelen wohnen in meiner Brust. Die eine summt, die andere knackt, wenn man drauf tritt.

Wenn ich nicht der erste mit meinen Sprüchen bin, scheint ja ein gewisser Diskussionsbedarf zu bestehen. Soll man nun darüber schweigen, weil es ein paar nervt?
Nein, mich zwingt niemand, Bod Bücher zu kaufen. Aber es scheint einen Zwang zu geben, Bod Bücher nur positiv zu rezensieren.

Wen das Cover und das Buch schlecht ist, muss ich es nicht kaufen. Aber man darf es doch sagen.
Schweigt man, wird das Cover beim nächsten Mal bestimmt nicht besser. Das Buch auch nicht.
Vermeidet man es, auf gewisse Umstände hinzuweisen, wird der Ruf von Bod dadurch auch nicht besser - eher im Gegenteil.

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (17.01.2010, 21:26)
Yokai hat geschrieben:
Mücken mag ich gar nicht. Käfer finde ich aber klasse.
Ach, zwei Seelen wohnen in meiner Brust. Die eine summt, die andere knackt, wenn man drauf tritt.

Wenn ich nicht der erste mit meinen Sprüchen bin, scheint ja ein gewisser Diskussionsbedarf zu bestehen. Soll man nun darüber schweigen, weil es ein paar nervt?
Nein, mich zwingt niemand, Bod Bücher zu kaufen. Aber es scheint einen Zwang zu geben, Bod Bücher nur positiv zu rezensieren.

Wen das Cover und das Buch schlecht ist, muss ich es nicht kaufen. Aber man darf es doch sagen.
Schweigt man, wird das Cover beim nächsten Mal bestimmt nicht besser. Das Buch auch nicht.
Vermeidet man es, auf gewisse Umstände hinzuweisen, wird der Ruf von Bod dadurch auch nicht besser - eher im Gegenteil.


Ich glaube nicht, dass der Zwang, Bücher nur positiv zu rezensieren, ein BoD Problem ist. Das ist sowas von normal geworden in der Branche (Verlag) oder denkst du, dass eine Kerstin Gier sich zu fein für sowas ist? Vielleicht jetzt nicht mehr, aber am Anfang? Hat Sie nicht vielleicht Freunde gefragt? Also keine Ahnung ob Sie das je gemacht hat oder nicht, aber meine Hand für Sie ins Feuer legen würde ich nie ... du vielleicht?

Sicher darfst du sagen/schreiben, dass ein Buch schlecht ist, aber warum hier im Forum, so allgemein und ohne ein konkretes Buch anzusprechen? Klar fühle ich mich angesprochen, wenn alles über ein Kamm geschert wird, und nicht nur ich fühle so. Ich habe für mein Buch (bei BoD rausgebracht) das Beste gemacht: habe eine Lektorin bezahlt, ein Künstler für das Cover, und die Arbeitsstunden investiert, um das Buch zu schreiben. Glaubst du, ich bin die Einzige hier, die das gemacht hat?
LG,



Lisa

Bello
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Re:

von Bello (17.01.2010, 23:46)
Hallo!

Mit schlechten Kritiken muss man leben. Was nicht sein sollte ist, dass der Rezensent ein Buch schlecht beurteilt, weil er zu einer Thematik eine andere Auffassung vertritt als der Autor des rezensierten Buches.

Zur Qualität der Bücher von Bod-Autoren ist schon viel geschrieben worden. Bedauerlicherweise leiden die besseren Autoren unter den Elaboraten der weniger guten. Letztlich ist es so, dass der Kunde entscheidet, was gut ist und was nicht. Rechtschreibung und Zeichensetzung fällt in eine andere Kategorie. Hier gibt es in der Regel ein richtig oder falsch. Das beherzigen nicht alle Autoren bei BoD.

Jeder Autor freut sich über eine gute Kritik. Gute Kritiken wirken sich regelmäßig auch verkaufsfördernd aus. Damit will ich nicht gesagt haben, dass Rezensionen Werbemaßnahmen ersetzen.

Viele Grüße

Bello

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Yokai
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Re:

von Yokai (18.01.2010, 00:34)
Lisa_Sonnenblume hat geschrieben:
Ich glaube nicht, dass der Zwang, Bücher nur positiv zu rezensieren, ein BoD Problem ist. Das ist sowas von normal geworden in der Branche (Verlag) oder denkst du, dass eine Kerstin Gier sich zu fein für sowas ist? Vielleicht jetzt nicht mehr, aber am Anfang? Hat Sie nicht vielleicht Freunde gefragt? Also keine Ahnung ob Sie das je gemacht hat oder nicht, aber meine Hand für Sie ins Feuer legen würde ich nie ... du vielleicht?

Lass es mich anders ausdrücken: Ich finde es nicht schlimm, wenn man sich von Freunden positive Rezensionen schreiben lässt. Wie du selbst schreibst, ist das auch normal. (Auch wenn die immer gleichen (Bod-Forum)Namen bei den positiven Rezensionen zu Bod Büchern doch manchmal etwas auffällig sind). Sich aber als (Bod)Autor so furchtbar über negative aufzuregen, selbst wenn sie begründet sind, sorgt dafür, dass die anderen Bod Autoren, die man ernst nehmen könnte, auch nicht ernst genommen werden. Das "Problem" ist doch, dass Hinz und Kunz für ein Appel und ein Ei ein Buch machen können, ohne sich auch nur halbwegs mit der Materie Buchmachen auseinander setzen zu müssen. Da werden Tchibo-Gutscheine verkauft. "Machen Sie doch mal ein Buch. Schreiben Sie doch mal irgendeinen Quark und veröffentlichen Sie es. Ist ja ganz billig!"
Ich hab hier auch schon gelesen, dass man sein Buch einfach mal "aus Spaß" veröffentlichen (nicht nur produzieren, sondern veröffentlichen) kann.
Wer soll denn bei einer solchen Verkaufspolitik Bod Autoren noch ernst nehmen?
Ich habe nichts gegen Bod. Ich habe etwas dagegen, was manche "Autoren" mit dem Prinzip Bod machen. Weil es das Ansehen derjenigen Autoren, die wirklich Arbeit in ihre Sachen stecken, beschädigen.


Sicher darfst du sagen/schreiben, dass ein Buch schlecht ist, aber warum hier im Forum, so allgemein und ohne ein konkretes Buch anzusprechen? Klar fühle ich mich angesprochen, wenn alles über ein Kamm geschert wird, und nicht nur ich fühle so. Ich habe für mein Buch (bei BoD rausgebracht) das Beste gemacht: habe eine Lektorin bezahlt, ein Künstler für das Cover, und die Arbeitsstunden investiert, um das Buch zu schreiben. Glaubst du, ich bin die Einzige hier, die das gemacht hat?


Wenn du wirklich Lektoren beschäftig hast und Grafiker etc., dann hast du es ja "venünftig" gemacht.
Und nein, ich glaube nicht, dass du die einzige bist. Es gibt aber genügend, die das nicht gemacht haben. Es gibt genügend selbstgemachte Cover, die man in die Tonne kloppen kann, vom Satz, Layout ganz zu schweigen.. Und selbst wenn diejenigen fragen, wie man das Cover finden würde und man ihnen begründet, warum es Mist ist, wird es trotzdem noch verteidigt.
Wie oft wird hier gesagt, dass die Autoren Times als Schrifttyp verwenden - für einen Roman. Wie viele lassen sich überzeugen, dass Times dafür unpassend ist? Und wie viele kommen wieder mit Times an?
Ich will das nicht pauschalisieren. Aber so manche Bod Autoren sind einfach unverbesserlich. Wobei das im Grunde alle einschließt, denen die Möglichkeit gegeben wird, völlig eigenständig ihre Bücher zu veröffentlichen.
Und nun - bei allen aufgeführten Unzulänglichkeiten - sich über negative Kritiken aufzuregen, die ggf. genau diese Punkte ansprechen, ist das, was ich meine.


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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (18.01.2010, 01:29)
[quote="Yokai"][quote="Lisa_Sonnenblume"]
Ich glaube nicht, dass der Zwang, Bücher nur positiv zu rezensieren, ein BoD Problem ist. Das ist sowas von normal geworden in der Branche (Verlag) oder denkst du, dass eine Kerstin Gier sich zu fein für sowas ist? Vielleicht jetzt nicht mehr, aber am Anfang? Hat Sie nicht vielleicht Freunde gefragt? Also keine Ahnung ob Sie das je gemacht hat oder nicht, aber meine Hand für Sie ins Feuer legen würde ich nie ... du vielleicht?

Lass es mich anders ausdrücken: Ich finde es nicht schlimm, wenn man sich von Freunden positive Rezensionen schreiben lässt. Wie du selbst schreibst, ist das auch normal. (Auch wenn die immer gleichen (Bod-Forum)Namen bei den positiven Rezensionen zu Bod Büchern doch manchmal etwas auffällig sind). Sich aber als (Bod)Autor so furchtbar über negative aufzuregen, selbst wenn sie begründet sind, sorgt dafür, dass die anderen Bod Autoren, die man ernst nehmen könnte, auch nicht ernst genommen werden. Das "Problem" ist doch, dass Hinz und Kunz für ein Appel und ein Ei ein Buch machen können, ohne sich auch nur halbwegs mit der Materie Buchmachen auseinander setzen zu müssen. Da werden Tchibo-Gutscheine verkauft. "Machen Sie doch mal ein Buch. Schreiben Sie doch mal irgendeinen Quark und veröffentlichen Sie es. Ist ja ganz billig!"
Ich hab hier auch schon gelesen, dass man sein Buch einfach mal "aus Spaß" veröffentlichen (nicht nur produzieren, sondern veröffentlichen) kann.
Wer soll denn bei einer solchen Verkaufspolitik Bod Autoren noch ernst nehmen?
Ich habe nichts gegen Bod. Ich habe etwas dagegen, was manche "Autoren" mit dem Prinzip Bod machen. Weil es das Ansehen derjenigen Autoren, die wirklich Arbeit in ihre Sachen stecken, beschädigen.


Ok, da ich mein Buch nicht aus Spaß geschrieben habe, und viel Zeit und Geld investiert habe, kann ich dir sagen: ich fühle mich überhaupt nicht in mein Ansehen ruiniert cheezygrin Es ist mir einfach egal, wer oder was bei BoD verlegt. BoD ist für mich die Druckerei, die es möglich macht, dass mein Buch beim Leser ankommt. Wer sein Spaß-Buch rausbringen will und keine Ahnung hat (haben will), wie man es am besten machen sollte, na ja, er will nicht das erreichen, was ich erreichen will.
Mein Buch steht für sich allein da, und hat mit dem Spaß-Buch nur das Papier gemeinsam ...


Sicher darfst du sagen/schreiben, dass ein Buch schlecht ist, aber warum hier im Forum, so allgemein und ohne ein konkretes Buch anzusprechen? Klar fühle ich mich angesprochen, wenn alles über ein Kamm geschert wird, und nicht nur ich fühle so. Ich habe für mein Buch (bei BoD rausgebracht) das Beste gemacht: habe eine Lektorin bezahlt, ein Künstler für das Cover, und die Arbeitsstunden investiert, um das Buch zu schreiben. Glaubst du, ich bin die Einzige hier, die das gemacht hat?


Wenn du wirklich Lektoren beschäftig hast und Grafiker etc., dann hast du es ja "venünftig" gemacht.
Und nein, ich glaube nicht, dass du die einzige bist. Es gibt aber genügend, die das nicht gemacht haben. Es gibt genügend selbstgem
achte Cover, die man in die Tonne kloppen kann, vom Satz, Layout ganz zu schweigen.. Und selbst wenn diejenigen fragen, wie man das Cover finden würde und man ihnen begründet, warum es Mist ist, wird es trotzdem noch verteidigt.
Wie oft wird hier gesagt, dass die Autoren Times als Schrifttyp verwenden - für einen Roman. Wie viele lassen sich überzeugen, dass Times dafür unpassend ist? Und wie viele kommen wieder mit Times an?
Ich will das nicht pauschalisieren. Aber so manche Bod Autoren sind einfach unverbesserlich. Wobei das im Grunde alle einschließt, denen die Möglichkeit gegeben wird, völlig eigenständig ihre Bücher zu veröffentlichen.
Und nun - bei allen aufgeführten Unzulänglichkeiten - sich über negative Kritiken aufzuregen, die ggf. genau diese Punkte ansprechen, ist das, was ich meine.

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Aber diese Bücher haben nichts mit meinem Buch zu tun. Daher rege ich mich überhaupt nicht darüber auf, was andere Autoren machen. Klar, beide Bücher werden von BoD gedruckt, na und?
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