Ich schaff das nicht !

Euer Forum rund um kreatives Schreiben, lesergerechtes Texten und spannende Plots.


Soll ich weiterschreiben oder nicht ?

Auf jeden Fall - Du MUSST !!!
10
43%
Warum nicht, ist ganz okay !
5
22%
Vielleicht - das musst du selbst entscheiden !
3
13%
Ich würds an deiner Stelle bleiben lassen !
2
9%
AUF GAR KEINEN FALL - FURCHTBARE SCHREIBWEISE !
3
13%
 
Abstimmungen insgesamt: 23

SillyCow28
Beiträge: 12
Registriert: 30.01.2010, 21:03

Ich schaff das nicht !

von SillyCow28 (31.01.2010, 05:52)
Erstmal Hallo Zusammen
und SORRY, dass ich einfach so drauf losschreibe, ich hoffe der Thread ist wenigstens richtig, wusste nicht genau wohin sonst damit.
Aber …
Ich schaff das einfach nicht.
Solange ich zurückdenken kann, träum ich nun schon davon, einmal im Leben ein Buch zu schreiben. Früher in der Schule schien dies auch noch gar nicht so unmöglich. Früher träumten viele von uns davon Rockstar, Ballerina oder Feuerwehrmann zu werden. Warum als nicht auch Schriftstellerin ?
All die guten Zensuren in den Aufsätzen, die ich dann selbstverständlich auch immer vorzulesen hatte, die positive Reaktionen auf meine Arbeiten, all meine Geschichten, die durch die Schule wanderten wie heute vielleicht bestenfalls noch gute Comicheftchen. All das sprach doch förmlich für sich selbst. „Die Sandra wird einmal Schriftstellerin, gar keine Frage“ hatten sie damals alle gesagt, Lehrer wie Schüler. Mein Weg schien bereits beschlossene Sache, nahezu selbstverständlich - für alle - nur nicht für mich ! Ich war und bin und bleibe wohl immer meine größte Kritikerin - ewig zweifelnd und doch auch irgendwie immer hoffend, dass sich vielleicht, irgendwann einmal, doch noch die Chance meines Lebens ergeben könnte.
So zog sich dieses Wechselspiel (Zweifel/Hoffnung) durch mein komplettes Leben - nicht nur, was die Schriftstellerei betraf, aber eben auch.
Nie hätte ich den Mut aufgebracht, irgendetwas von meinen Arbeiten je an einen Verlag zu schicken - auch nicht mit dem Hintergedanken, dass auch viele, heute ganz große Schriftsteller mehrmals abgelehnt wurden, ehe ihnen irgendwann der große Durchbruch gelang. Nicht dass ich mich für so eingebildet halten würde, mich mit ihnen auf eine Stufe stellen zu dürfen, ganz im Gegenteil. Mich hätte eine Absage – und mehr hätte ich es auch sicher gar nicht werden lassen - ganz sicher nur weiter darin bestärkt, dass ich nicht gut sein konnte und mir sämtliche (letzte) Hoffnungen genommen. Also wagte ich diesen Schritt nie und hoffte weiter auf ein Wunder, das nie passierte.
Ich wurde älter, das Leben ging weiter, ich hatte andere Aufgaben, die meine volle Konzentration forderten und irgendwie, irgendwann verabschiedete ich mich wohl im Laufe der Jahre schleichend von meinem großen Traum. Es gab zwar hin und wieder Momente, in denen mir nette „dein Weg zum eigenen Buch“ Anzeigen ins Haus flatterten oder wo ich auf irgendwelche Verlage aufmerksam gemacht wurde, die damit warben, einem die Schriftstellerei zu erleichtern, in denen mein alter Traum wieder auflebte, teilweise neu entflammte. Aber waren und blieben sie allesamt (für mich) unbezahlbar. Schnell kehrte ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück - mehre tausend Euro für ein Buch konnte ich einfach nicht aufbringen. Vielleicht irgendwann - blieb meine leise Hoffnung, eine kleine leise Stimme in meinem Kopf, vor allem aber wohl in meinem Herzen.
Doch die Zweifel waren stärker.
Lohnte es sich wirklich weiter auf so einen Traum zu bauen, zu hoffen, zu sparen, wenn er sich am Ende doch nur bestenfalls in Luft auflösen und schlimmstenfalls in böser Kritik enden würde ?
Selbst wenn ich wollte, ich hatte keine Chance, ich bekam diese Zweifel einfach nicht von mir, wurde diese Angst zu versagen einfach nicht los.
Wieder gab ich kampflos auf.
Irgendwann fand ich dann, vor den spitzen Scherben meines großen Traumes stehend - ganz entfernen ließ er sich irgendwie nicht - den Weg ins World Wide Web. Dort erstmal etwas eingelebt entwickelte ich dann auch sehr schnell eine gewisse Liebe zu einigen, sehr interessant erscheinenden Foren, in denen ich mich dann erstmal ordentlich an sämtlichen Themen austoben konnte. Ich hatte zu Allem und Nichts eine Meinung, fand für jedes Problem eine Lösung und fand ständig neue interessante Themen um die Foren am Laufen zu halten. Ich fühlte mich pudelwohl und meine Postings kamen derart gut an, dass sich nicht einmal jemand über meine viel zu langen Texte, für die ich mich ewig entschuldigte, beschwerte - ganz im Gegenteil, sie schienen gar nicht lang genug sein zu können. Selbst einige „nur das Nötigste“ - Leser schien ich für meine Texte begeistern zu können.
Es lief toll, ich blühte förmlich auf, mir wuchsen regelrecht Flügel und auch wenn ein paar (zu viele) Zweifel immer blieben, so schien ich meinem Traum doch erneut (gefährlich) näherzukommen. Zu gefährlich. Nach einigen Jahren intensiver „Forenarbeit“ kam dann der Absturz. Plötzlich konnt ich nicht mehr schreiben. Es fehlten nicht nur Worte und Gedanken, es fehlte schlichtweg auch einfach an Energie. Es war fast als hätte ich bereits alles gesagt und geschrieben, was es zu schreiben gab, mein Kontingent längst aufgebraucht. Ich konnte einfach nicht mehr. Die Akkus waren leer.
Leider akzeptierte dies niemand, nahm es niemand wirklich ernst. Am Allerwenigsten die Forenbetreiber. Immer wieder baten sie mich hier und da doch noch was zu schreiben, irgendetwas, Hauptsache, die Leute blieben, schrieben weiter, hielten die Foren weiter am Leben.
Dumm, naiv und viellicht sogar einfach viel zu nett, versuchte ich ihnen ihre Wünsche zu erfüllen. Aber immer öfter musste ich schließlich immer größere Schreibpausen einlegen. So blieb ich oft tagelang, manchmal wochenlang, allen Foren, später sogar ganz dem Computer, fern. Zwar hörte ich immer wieder von den anderen Mitgliedern, dass ich nicht gehen dürfe, nicht aufhören sollte zu schreiben, dass ich schreiben müsse, weil es einfach zu mir gehörte, in mir war, raus musste, weil es mein Schicksal sein wollte, aber letztendlich war einfach nicht mehr genug Energie da. Ich lief, funktionierte längst schon auf Sparflamme, aber niemand schien das verstehen zu können oder verstehen zu wollen. Ich fand meine Sätze waren schrecklich eintönig geworden, meine Inhalte schlichtweg dumm, viel zu oft wiederholte ich mich und überhaupt fand ich nur noch überall Fehler, alles doof, schlichtweg einfach keinen Sinn mehr in meinem Tun. Also verabschiedete ich mich irgendwann ganz aus allen Foren und irgendwie wohl auch vom Schreiben.
Es ging einfach nicht mehr.
Scherben wegräumen, einen alten Traum endgültig begraben, einmal tief durchatmen und endlich anfangen zu leben - jetzt, im Hier, mit beiden Beinen fest auf der Erde.
Glücklicher wurde ich dadurch nicht, nicht einmal „erdverbundener“ oder „standfester“ und auch das Gefühl noch immer den falschen Weg entlang zu laufen war irgendwie geblieben. Es hatte keine Erleichterung gegeben, kein plötzliches „erwachen“ aus dem „falschen Traum“, keine plötzlich sehr viel bessere, klarere Sicht.
Irgendetwas machte ich noch immer verkehrt. Nur was ?
Irgendwann, etwas später, lernte ich dann zufällig über eBay eine nette Frau kennen, die meine (kurzen) Mitteilungen scheinbar spannend genug fand, um den Kontakt aufrecht zu erhalten und schließlich gar nicht wieder damit aufhörte mich mit Fragen, Informationen und kleinen Geschichten von ihrem Arbeitstag zu „bombardieren“. Aus diesen immer länger werdenden kurzen eBay-Mitteilungen entwickelte sich dann mit der Zeit eine längere Mailfreundschaft. Irgendwann erzählte sie mir dann sie habe mich für einen professionellen Schreiber gehalten, eine Journalistin, Schriftstellerin, vielleicht auch „nur“ Deutschlehrerin, aber sie war sich so sicher gewesen, dass ich irgendwas in dieser Art machen würde, auf jeden Fall viel schreiben und veröffentlichen.
Sie irrte sich. Und sie erschrak mich.
Ich hatte so oft in den Foren gehört, dass ihnen meine Texte, selbst wenn sie noch so lang waren, immer gefallen hatten, dass sich selbst Wenigleser dazu hinreißen ließen, weiterlesen zu wollen, obwohl sie sonst vor langen Texten eher zurückschraken und ich die Leser dort, selbst mit Kritik, wirklich begeistern und zu langen Diskussionen anregen konnte. Immer wieder hatte man mir vorgeschlagen, mich ermutigt, doch einmal ein Buch zu schreiben. Sie schienen so sicher, ich könnte das. Aber sie wussten ja auch von meiner Liebe zu Wörtern, zu Wortspielen, zum Schreiben. Sie lasen meine Postings, verfolgten meine Geschichtchen und ich hatte sogar einige Fans, die scheinbar nie müde wurden, mir immer wieder zu erzählen, wie toll ich schreiben würde und wie gern sie meine Sätze lasen.
All diese Infos hatte die „eBay“ Bekanntschaft nicht, und doch reagierte sie ganz ähnlich.
Warum ? Was sehen andere Menschen in meinen Texten, was ich selbst nicht sehen kann, was mir nicht genug Hoffnung gibt, wirklich an mich zu glauben ? Ich weiß es nicht. Ich versteh es nicht.
Aber irgendetwas, ganz tief in mir, scheint es zumindest zu ahnen - nur hat es offensichtlich nicht vor, mich an seinem Wissen auch teilhaben zu lassen. Stattdessen quält es mich lieber mit haltlosen Träumen, die sich doch nie erfüllen, mit Unmengen an Ideen, die ich nicht ausarbeiten kann, nicht ausarbeiten darf und einem viel zu starken inneren „Gefühl“, dem ich nicht gewachsen zu sein scheine. Warum nur diese Quälerei ?
Zu allem „Überfluss“ passierte dann kurz darauf noch etwas „sehr seltsames“.
Ende vorletzten Jahres, pünktlich zu meinem Geburtstag, fand ich eine Tschibo-Werbemail in meinem Mailpostfach. Erst dachte ich, das kann nur ein Scherz sein und da ich solche Werbung meistens zu ignorieren versuche, nahm ich es auch nicht wirklich ernst, war aber schließlich doch neugierig genug, es mir wenigstens einmal anzusehen. DAS klang einfach alles zu gut: Ein Buch für 40 Euro ! Konnte das wirklich wahr, wirklich seriös sein ?
Ich las es mir lange, immer und immer wieder durch, informierte mich auf der BoD Seite, versuchte mich etwas durch das Angebot zu schlagen, mich davon zu überzeugen, dass dies kein Werbegag, kein haltloses Versprechen sondern wirklich echt war. Am Ende beschloss ich, es einfach zu wagen.
War das etwa meine große Chance, auf die ich all die Jahre gewartet hatte ? Das Schreiben am Ende doch mein Schicksal ?
Ich musste es wenigstens versuchen.
Es schien alles wie ein Zeichen, eine schicksalhafte Fügung, als sollte all das genau so passieren. Also nahm ich dieses „Geschenk“ an und machte mich gleich an die Arbeit.
Doch trotz jeder Menge Ideen - daran mangelt`s sicher nicht, allein mit all meinen Buchideen könnt ich ganze Regale füllen - wollte es mir einfach nicht gelingen das Richtige für einen ersten Roman, einen ersten Versuch, herauszufiltern. Ich fing immer wieder neu an, war nie zufrieden, machte es mir selbst schließlich nahezu unmöglich wirklich etwas zu schaffen. So brauchte ich fast das ganze letzte Jahr um mich dann endlich für eine Geschichte zu entscheiden und - vor allem – auch dabei zu bleiben.
Das Schreiben lief relativ problemlos, wenn ich auch hier und da mal wieder kurz davor stand alles zu verwerfen und noch einmal neu zu beginnen. Aber ich hatte den Jahreswechsel im Blick, bis dahin wollte ich es schaffen, also musste ich dranbleiben. Ich denke dieser „Druck“ war auch gar nicht so verkehrt, vielleicht genau das, was ich brauchte, um das Projekt gar nicht mehr kippen zu können.
Ich wurde dann tatsächlich auch noch kurz vor Weihnachten fertig und gab es einer Freundin zum lesen – vier Augen sehen oft mehr als zwei, gerade wenn diese Zwei täglich draufstarrten und all die Worte und Sätze kaum noch sehen mochten ! Sie war dann auch ruck zuck durch (bei 200 Seiten – musste mich etwas zurückhalten, um den Buchpreis nicht ins Unbezahlbare sprengen zu lassen) und schien ganz zufrieden - den Inhalt fand sie gut und vor allem gut lesbar, für einige wenige Sätze hätte sie vielleicht andere Formulierungsvorschläge, ein paar Zeilen markierte sie, die man vielleicht rausnehmen sollte, aber alles in allem fand sie es ganz gelungen und veröffentlichbar. Lediglich ein paar Rechtschreibfehler bemängelte sie ernsthaft und schlug vor den Text noch einmal durch ein Rechtschreibprogramm zu jagen.
Rechtschreibfehler ? So auffällige Rechtschreibfehler, dass sie sogar so zu bemängeln waren, dass ein Rechtschreibprogramm nötig sein würde um sie zu beseitigen – oder noch schlimmer, um sie überhaupt erstmal zu finden ? Der Schlag saß.
Zu Schulzeiten hatte ich NIE Rechtschreibprobleme, ich konnte Fehler auf Kilometerentfernung sehen und auch mit den Satzzeichen stand ich, abgesehen von meinen viel zu langen Sätzen, nie auf Kriegsfuß. Ich und Rechtschreibfehler - ein Schock. Warum war mir das nur Selbst nie aufgefallen ?
Gut, diese blöde neue Rechtschreibung - einfacher soll alles sein, DANKE, nicht für die, die vorher KEINE Probleme damit hatten !!! Früher sah es einfach „richtig“ aus, hörte sich „richtig“ an, und es war richtig. Heute sieht es nur noch „komisch“ aus - oftmals fehlt mir einfach der Sinn dabei ! Früher hab ich gar nicht nach einem Sinn gesucht - es war einfach so, völlig logisch. Hört man doch, sieht man doch - ist einfach so.
Wann hab ich dieses Gespür dafür verloren ? Wann ist mir mein gutes Deutsch abhandengekommen ?
Etwas ernüchtert nahm ich mir den Text noch einmal vor.
Mir lief langsam aber sicher wirklich die Zeit weg. Und dann erwischte mich auch noch kurz nach Weihnachten eine dicke Erkältung, die mich schließlich komplett lahmlegte, auch über den Jahreswechsel hinweg, den ich fast verschlafen hätte.
Also nix mit Buchstart für 2010 ! Zumindest nicht sofort.
Ich sah ein, ich war zu naiv gewesen, ich brauchte vermutlich doch mehr Hilfe als ich angenommen, als ich gehofft hatte. Also wühlte ich mich hier etwas durch die Seiten.
Ich muss gestehen, ich lese in diesem Forum schon eine ganze Weile mit. Anfangs nur, um mir Tipps zu holen, hier und da mal, wenn ich konkret irgendeine Information brauchte. Aber die letzten Tage lese ich fast alles, was ich irgendwie erwische, finde oder herauskramen kann, und es juckt mir immer mehr in den Fingern mitschreiben zu wollen. Eigentlich wollte ich nie wieder einem Forum beitreten und in diesem frühestens, wenn ich mit meiner Arbeit fertig bin, das Buch gedruckt und vorgestellt werden will. Aber ich fürchte ich schaff es ohnehin nicht.
Nach ein paar kritischen Worten und hilfreichen Tipps, die ich hier zum Thema Rechtschreibprüfung las, hab ich mir dann schließlich den Duden Korrektor besorgt und meinen Text einfach mal durchgejagt.
Momentan hab ich noch nicht mal ein Drittel durch und bin schon am verzweifeln. Dauernd will der mir irgendwelche Satzzeichen aufdrängen, die mir gar nicht schmecken, mir irgendwie übertrieben erscheinen und ständig hat er Probleme mit meinem Genitiv und Dativ. Ich steh echt kurz vorm Zusammenbruch. Wahrscheinlich bin ich schlichtweg zu doof (geworden !) ein Buch zu schreiben, war viel zu naiv diesem Traum überhaupt nachzujagen. Was hab ich mir nur dabei gedacht ?
Darum auch dieses (viel zu lange - Sorry !) Posting.
Eigentlich wollte ich ein Buch schreiben, einfach, bequem, billig, das war mein Ziel. Diesen „Versuch“ dann, erstmal auf den Markt geschickt, beobachten, was so passiert. Wie sind die Reaktionen ?
Die gleichen wie all „meine“ Leser vorher, einfaches "Blümchen"-Lob, Desinteresse, brauchbare Kritik oder am Ende gar lauter böse Stimmen ?
DAS war mir wichtig. DAS sollte mir genug Mut geben, weiter zu machen oder mir, ganz deutlich, endlich zeigen, dass ich keinerlei Chancen hatte. DAS wollte ich daraus mitnehmen. DAS wollte ich damit erreichen.
DARUM wollte ich diese Chance.
Da ich nun aber nicht weiß, ob das Buch überhaupt noch realisierbar ist (ich brauch neben der Grammatikkorrektur sicher auch noch mindestens zwei, drei, wahrscheinlich sogar mehr, weitere - inhaltliche - Überarbeitungen, wobei ich an Layoutgestaltung, vor allem das Cover betreffend, noch gar nicht denken mag ! Und auch das Ende gefällt mir gar nicht mehr, da muss ich ebenfalls noch einiges ändern), habe ich mich schließlich dazu entschieden erstmal hier ins Forum zu schreiben und die Reaktionen auf dieses Posting abzuwarten.
Einfacher gesagt und auf den Punkt gebracht: Lohnt es sich überhaupt für mich weiter zu machen oder ist dies bereits so mies, langweilig, einfach nicht lesenswert, schlichtweg bescheuert und unzumutbar, dass ich es besser gleich lassen sollte ?
ABER EHRLICH BITTE !
Nette, sicher lieb gemeinte, aber leider nur wenig nützliche, tröstende Worte, Phrasen und Bemerkungen helfen mir gar nichts. Ich kann nur an Kritik wachsen. Also HER DAMIT !
Wobei wir bei einem weiterem Thema sind, das mir irgendwie auf dem Herzen liegt.
Als ich die Anzeige von BoD las und mich damit anfreunden konnte wirklich ein Buch zu schreiben, da sah ich dies wirklich als DIE GROSSE CHANCE für mich. Endlich ein bezahlbares Buch. Mein "Wunder".
Leider hat mich, gerade erst kürzlich (auch darum dieses Posting als kleiner Test VOR dem großen Buch !), die Einstellung vieler BoD Mitglieder etwas plump auf den Boden zurückgeholt. Ich hab es erst nicht glauben wollen, nicht ernst genommen, aber nachdem ich dann einige, von diesen Autoren so hochgepriesenen, angeblich so vielversprechenden, Leseproben angesehen hatte, bin ich schlichtweg vom Stuhl gefallen. Nicht nur Rechtschreibfehler ohne Ende oder Kapitel, die fließend ineinander übergehen oder Bücher, die scheinbar nur aus Dialogen zu bestehen scheinen, es las sich größtenteils auch grauenvoll und holprig. Ich will mich nicht aufspielen, was weiß ich schon, dass ich Kritik üben darf (erstrecht bei kurzen Leseproben !), aber wenn ich ehrlich bin, bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich mich in diesen Reihen wirklich bewegen will.
Wenn ich nicht schreiben kann, dann lass ich es auch gerne, schon zu meinem eigenen Schutz, wer will sich schon gern blamieren ? Aber sich dann auch noch für perfekt halten und keine Kritik annehmen können, einen Verlag in Verruf bringen, den andere gern nutzen würden, um wirklich ernsthaft zu schreiben – finde ich einfach schade, oder nicht ?
Ich sah BoD als Chance, nun zweifle ich, ob es wirklich eine so gute Idee war diesen Gutschein zu kaufen, einen alten Traum wieder aufleben zu lassen.
Denn wenn ich es wirklich nicht kann, keinerlei Talent besitze diese Idee weiter zu verfolgen, dann habe ich wirklich Angst zum blinden (geblendeten) Idioten zu werden (nur weil es möglich ist, weil es bezahlbar ist, weil es mein Traum ist) und Andere, die es wirklich können damit am Ende nur zu schaden.
Aber auch, weil ich, falls ich es doch kann, wirklich schreiben sollte, am Ende vielleicht gar nicht neben so vielen „vom Verfasser nicht ernst genug genommen“ Büchern stehen mag !
Wie gesagt, das ist das, was ich so aus den letzten Tagen, meinem Lesen im Forum und auch aus vielen (hauptsächlich bemängelten) Leseproben (um mir selbst ein Bild machen zu können) mitgenommen habe. Und ich habe auch einiges Gutes lesen dürfen, wobei mir, gerade aktuell, ein Buch aufgefallen ist, dessen Autor nie, zumindest nicht soweit ich es gefunden hab, in der Kritik stand oder sich verteidigen musste, ich sein Werk also eher aus Neugierde und durch Zufall (geposteten Link) fand und nicht um mir eine eigene Meinung bilden zu müssen – nicht zwingend jetzt zumindest. Und zu diesem Buch kann ich nur sagen, die Leseproben haben mir wirklich derart gefallen, dass ich mir überlege, mir das Buch auch wirklich zu holen. Ich würde auch gern zur Vorlesung kommen, aber leider etwas weit weg – wobei in meinem Fall vermutlich alles sehr weit weg ist, so gut wie ich mich hier versteckt hab ;-)
Aber das nur ein Beispiel von einigen Büchern, die mir auch vorher schon positiv aufgefallen, allerdings auch dementsprechend erfolgreich sind – wenn sich die Autoren auch manchmal noch mehr Verkäufe wünschten ;-)
Aber zurück zum Thema und meinem immer länger werdendem Text – SORRY – aber langer Rede kurzer Sinn: Ich hadere hier grad etwas mit mir, meinem Schreiben und der Möglichkeit hier billig (aber nicht zu billig !) meinen alten Traum zu verwirklichen.
Ich fürchte ich brauche etwas Hilfe.

VIELEN DANK IM VORAUS (all denen, die sich überhaupt durch all den Text gewühlt haben und besonders denen, die sich auch noch zu einer Antwort hinreißen lassen konnten !)
DANKE

Beste Grüße und einen schönen Sonntag
wünscht
Sandra

P.S. hmmm vielleicht setz ich noch ne kleine Umfrage dazu, für lieber anonym bleibende Kritiker ;-)
VIEL SPASS !

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (31.01.2010, 09:03)
Allein der lange Text zeigt mir doch schon, daß Du in der Lage bist, etwas aus Dir heraus zu schreiben. Auch wenn das sicherlich für Leser in einem Forum sehr mühsam ist und nicht unbedingt zu Antworten verlockt. Als Buch wäre das völlig ok. :wink:

Vielleicht hilft es Dir, Deine sicherlich schon notierten Bruchstücke einfach mal konkret in einem Dokument zusammenzufassen. Beim Nachlesen stellst Du Lücken fest und kannst diese füllen. In Episoden zu schreiben ist eine simple Technik, die auch irgendwann das Buch ergibt.

Natürlich ist dann auch noch die Sache mit dem Selbstvertrauen, den Zweifeln und dem Streben nach Perfektem. Ich hatte darüber schon in einem anderen Thread ausführlich geschrieben. Das Streben nach dem Perfektem ist nichts anderes als die Angst vor dem Versagen.

Für jemanden, der etwas mitteilen möchte, ist Perfektionismus und dieses "Nicht fertig werden" und "Nicht sicher sein" die größte Hemmschwelle überhaupt. Den Punkt, sein geistiges Produkt zunächst einmal in die Welt zu entlassen, fühlt sich dann irgendwann fast wie eine verzweiflungstat an.

Macht jedoch frei!

Eigentlich hast Du Dir Deine Umfrage schon im Text selbst beantwortet. Du willst auf jeden Fall weiter schreiben, weil Dein Herz diesen tiefen Wunsch sein Leben lang schon mit sich herumträgt. Es gilt jetzt nur, den Druck loszuwerden.

Weißt Du, im Grunde reicht es auch aus, wenn Dein Buch als Deine gesammelten Aufzeichnungen von Deinen Erben veröffentlicht werden. Zeit ist also noch genug, es ist nie zu spät!

Und wenn Du es noch selbst in den Händen hältst, ist das das schönste Gefühl der Welt cheezygrin

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Moni
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Du schaffst das!

von Moni (31.01.2010, 09:11)
Liebe Sandra,

herzlich Willkommen hier im Forum.
Ich gratuliere Dir ganz herzlich zu Deinem mutigen und sehr offenen ersten Beitrag angle: .
Und ich danke Dir auch dafür. In vielem erkenne ich mich wieder und kann Dich richtig gut verstehen.

Ich zähle mich zu den Schreibanfängern (von unzähligen Forenbeiträgen abgesehen) und werde Dir einfach meinen persönlichen Eindruck mitteilen:

1. Stimmt, Dein Beitrag ist echt sehr lang und ich konnte mich dennoch dazu hinreißen lassen, ihn vom Anfang bis zum Ende durchzulesen. Wahrscheinlich sollte das aus irgendeinem Grund so sein.
Also ... die Länge Deines Beitrags ist Dir verziehen :wink: . Ich bin sicher, Du schaffst es, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

2. Es stimmt auch, dass Du teilweise sehr lange Sätze benutzt. Doch seltsamerweise hat mich das nicht am Durchlesen gehindert, bzw. mich aufgeben lassen, eben weil Du einfach so offen und ehrlich berichtet hast und offenbar wirklich bereit bist, etwas zu ändern, anstatt Dich in Zukunft so viel entschuldigen zu müssen angle:

3. Beim Lesen entstand bei mir immer stärker der Eindruck, dass Gott Dir das Schreiben in die Wiege gelegt hat und ... dass es Deine Berufung werden soll. Doch wie das so ist, im Leben gibt es ständig Personen, Gedanken, Emotionen oder was weiß ich noch alles, um uns von unserer Berufung abzubringen. :twisted: An dieser Stelle eine Ermutigung von mir: "Lass Dich nicht verunsichern, weder von Dir selbst, noch von anderen!"
Stärke Dein Selbsbewusstsein! Kannst Du Dir vorstellen, diesen allzu mächtigen Satz in Dir: "Ich schaff das nicht!" mit Hilfe einer Psychotherapie zu zerbrechen?
Mir hat eine solche Therapie und viel Gebet bei enorm großen Hindernissen geholfen (und hilft mir immer noch thumbbup ). Denk da mal drüber nach.

4. Ich schreibe gerade auch mein erstes Buch (christliches Vollwertkochbuch). Ohne Gottes Hilfe ginge das gar nicht!
Du könntest diesen ganzen Beitrag und wie es Dir damit geht, Gott vor die Füße legen und in der Art beten: "Lieber Vater im Himmel, bitte hilf mir, meine Gaben nach Deinem Willen einzusetzten ... "
Wenn Du Gebetsunterstützung haben möchtest, bist Du bei mir an der richtigen Adresse. Ich würde Dich auf diese Weise gerne begleiten, wenn Du es möchtest.

Für Gott ist nichts unmöglich!
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Wero
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Re:

von Wero (31.01.2010, 09:39)
Hallo Sandra,

ich bin mit Sicherheit keine gewichtige Stimme, denn
ich hab erst vor paar Tagen mein erstes Büchlein
heiss gestartet und entsprechend wenig Erfahrung.
Aber ich hab eine Meinung:

1. Vergiss solche Dinge wie grosser Traum
oder Durchbruch oder so. Mach einfach ein Buch, weil
es Dir Freude bereitet, und weil Deine Schreibe
gern gelesen wird. Fertig.

2. Wirf den Duden in die Ecke.

3. Abfahrt!

Viele Grüsse
Wero

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (31.01.2010, 09:47)
Hallo Sandra,
setz dich hin und schreib.

Gruß von
Klaus

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Ngoci
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Re:

von Ngoci (31.01.2010, 10:33)
Du hast doch schon Erfahrung mit dem Schreiben. Also setzt Dich hin und versuch jeden Tag zu schreiben.

Wenn man etwas will dann schafft man es auch! Man muss nur hart daran Arbeiten!

Schreibt man nicht, weil es einem Freude bereitet?
Nun wenn Du damit professionell Geld verdienen möchtest muss Du dein Buch an einen größeren Verlag schicken, die Wahrscheinlichkeit das Du eine Absage bekommst, ist hoch.

1. Setz Dich hin und fang an!
2. Erwarte nicht zu viel von Dir
3. Wenn man mit Freuden schreibt, wird einem irgendwann den Durchbruch gelingen. Es passiert immer dann, wenn man es wenigstens Erwartet thumbbup
Mit Lieben Grüßen Ngoci
------------------------------------

Denise
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Re:

von Denise (31.01.2010, 10:37)
Ehrlich gesagt: ich habe das Gefühl, dass du davon überzeugt bist, dass du Bücher schreiben kannst, und dass du eher mit dir haderst, ob du es bei BoD veröffentlichen willst.
Wenn du dir so viel Mühe machst, ein ellenlanges Posting zu verfassen, zu reflektieren etc., dann solltest du doch auch in der Lage sein, zu wissen, was du willst, oder?
Liebe Grüße
Denise

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Re:

von Zeitl0ch (31.01.2010, 11:06)
Hallo Sandra!

Zunächst mal musst du eine Sache lernen: Seriöse Verlage bezahlen die Autoren, nicht umgekehrt! BoD bezahlt die Autoren auch entsprechend der Verkäufe. Es gibt nur das kleine Startgeld vom Autor.
Dass dieses Startgeld zwei- und nicht vierstellig ist, unterscheidet BoD ganz deutlich von den üblichen Druckkostenzuschussverlagen (DKZVs), weiterhin die Tatsache, dass BoD den Vertrieb übernimmt und für Buchhandelsanbindug sorgt, wenn auch leider nicht für Publicity.
DKZVs gelten vielen Autoren hier im Forum mehr oder weniger als Betrüger, fast als Kriminelle.
Ganz wichtig: Ein Autor, der etwas auf sich hält, zieht gar nicht erst in Erwägung für sein Buch vierstellige Summen zu zahlen, sondern erwartet, für seine Arbeit bezahlt zu werden!
Und ansonsten stehst du dir im Weg und bemühst dich ständig, dir selbst Probleme zu machen. So wie ich das verstehe, ist dein Buch fertig. In jedem Manuskript findet man erstmal noch Rechtschreibfehler, und die werden dann korrigiert. Das ist bei allen Autoren so, also mach es einfach und nöl nicht weiter rum.
Sagen Probeleser ansonsten, dein Buch ist lesbar, spannend oder interessant? Dann kann es so bleiben.
Dir würde etwas exitenzialistische Zen-Einfachheit gut tun. Die Zeit läuft vorwärts, nicht rückwärts. Du hast ein Projekt. Bis es fertig ist, gibt es ein paar Dinge zu tun. Sieh die Möglichkeit, sie zu tun, und tu! Dann wird es fertig. Ganz einfach!
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Maxi
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Re:

von Maxi (31.01.2010, 11:16)
Wenn ich mir so die oberen Zeilen von dir durchlese, habe ich das Gefühl du stehst dir selbst im Weg.
Jammern und an die gute alte Zeit denken hilft da nix.
Entweder du glaubst an dich und du setzt dich hin und schreibst, oder du lässt es.
Ein Buch zu schreiben ist nicht nur,"ich will", ein Buch schreiben und das wars. Sondern es verlangt viel Zeit und Geduld.
Also hör auf dich selbst runter zu machen, in dem du immer an dir zweifelst. Versuch es. Immerhin hast du hier ja auch, fast schon ein Roman über deine Zweifel geschrieben.
Maxi

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Moni
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Zweifeln und Staunen

von Moni (31.01.2010, 11:57)
Liebe Sandra,

hier habe ich einen Liedtext, der mir und anderen schon sehr zum Staunen verholfen hat:

1. Wer nicht wagt zu glauben, wird noch staunen,
Unverhofftes wartet längst auf ihn.
Gott ist nah, in allen Zweifeln
und der Himmel kommt zur Erde.

2. Und wer nach dem Weg fragt, wird ihn finden,
leichte Schritte in ein neues Land.
Gott ist nah, auf allen Wegen
und der Himmel kommt zur Erde.

3. Und wer nach dem Sinn fragt, der soll hören,
leise Worte nur für ihn gesagt,
Gott ist nah, in allen Fragen
und der Himmel kommt zur Erde.

Refrain:
Da kann man nur staunen, staunen,
wir sind nicht allein.
Gott will bei uns Menschen sein.
Da kann man nur staunen, staunen,
Gott zeigt sein Gesicht
und Dunkelheit verwandelt sich in Licht.

So viel für Dich zur weiteren Ermutigung, die Du sicher gut gebrauchen kannst angle:

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Bodo
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Re:

von Bodo (31.01.2010, 13:27)
Hallo Sandra!

Du willst ein Buch schreiben? - Du kannst ein Buch schreiben? - Dann schaffst Du auch ein Buch zu schreiben!
Du kannst schreiben, wie Du gezeigt hast und Du willst es offensichtlich auch. Also, warum zögerst Du?
Rechtschreibfehler ziehen Dich runter? Nimm Dir ein ordentliches Schreibprogramm, den Duden-Korrektor hast Du ja schon und auf geht's. Du kannst übrigens Dein Manuskript hundert Mal lesen und es werden immer noch Fehler dasein. Ist das schlimm, hier und da 'mal einen Fehler zu haben? Ich glaube nicht. Schließlich kannst Du am Ende mit Stolz behaupten, dass es Dein Werk ist: Du hast es geschrieben, Du hast Dein Cover selbst gemacht. Es ist von vorne bis hinten Dein Werk! Und wenn dieses dann noch ein paar weitere Menschen lesen und gut finden, hast Du doch alles erreicht, oder?
Also, Druck raus und Freude rein. - Schreib Dein Buch und stell es hier vor! - Ich bin jedenfalls schon gespannt!

Liebe Grüße

Bodo bash:
Ne schöne Jrooß ahn all die, die unfählbar sinn!

Kippenlaster - Stephans Weg durch den blauen Dunst (ISBN 978-3-8391-1278-6, Paperback, 256 Seiten)

www.bodomanstein.bodautor.de

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Manu
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Nicht den Kopf in den Sand stecken

von Manu (31.01.2010, 14:23)
Hallo Sandra,

ich gestehe, ich habe den Text nur überflogen, weil er mir einfach zu lang war. Dennoch sehe ich vor allem, dass du dir selber eine (nur in deiner Phantasie existierende) Hürde der "Perfektion" aufgebaut hast, an der du scheiterst.
Ich hatte von mir auch gedacht, dass ich gut in Rechtschreibung bin und wunderte mich dann, dass ich ein Manuskript voller Anmerkungen aus dem Lektorat zurückgebekam.
Keiner kann überall perfekt sein. Ich kann dir nur empfehlen, das Geld für ein professionelles Lektorat/Korrektorat auszugeben.

Was Schreibblockaden betrifft, damit sollte jeder Autor rechnen. Sie kommen, manchmal schleichend, manchmal ganz plötzlich. Ich habe mich bei meiner nächsten Geschichte gerade an einer Stelle "festgefressen" und komme nicht weiter. Ich hab alles an die Seite gelegt und kümmere mich derzeit um die Werbung und Homepage meines ersten Krimis. Das hat Vorrang. Ich bin mir sicher, dass mein Unterbewusstsein inzwischen schon an einer Lösung arbeitet und die richtige Idee eines Tages als "Geistesblitz" hervorbringt. Vertraue darauf.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (31.01.2010, 14:42)
Mal eine Frage:

Helfen Sandra solche Ratschläge wie "Duden Korrektor benutzen", "akzeptier einfach Rechtschreibfehler" oder "setz dich hin und schreib" wirklich? Oder wird da nur an Symptomen herumgedoktort?

Ich würde viel mehr versuchen, die wirklichen Ursachen für Sandras Probleme herauszufinden. Warum findet sie ihre Texte plötzlich banal, ihr Schreibweise zu ausschweifend, ihre Erzählungen zu langweilig? Und warum - so schreibt sie ja - will sie ein fertiges Buch jetzt umschreiben, weil ihr bestimmte Teile, insbesondere das Ende, nicht mehr gefallen?

Ich glaube nicht, dass ihr der Einsatz eines Duden-Korrektors oder eines Lektorats den Spaß am Schreiben zurückbringen. Der Text von Sandra ist zwar irre lang, aber er kratzt bei den Problemen nur an der Oberfläche. Da geht's meiner Meinung nach um ganz andere Dinge, als um die Verzweiflung über die Rechtschreibreform.

Grüße
Siegfried
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Moni
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Re:

von Moni (31.01.2010, 15:20)
@ Siegfried:

Genau das ist auch mein starker Eindruck von dem, was ich gelesen habe.
Psychotherapie kann da wahre Wunder wirken.
Nur leider ist dieses Wort dermaßen negativ besetzt, dass die wenigsten Betroffenen darüber reden/schreiben.
Schade, denn eine Therapie kann eine echte Hilfe sein.

Ich habe schon Schuldirektoren, Ärzte, Sozialpädagogen und manche andere Leute kennengelernt, bei denen ich niemals vermutet hätte, dass sie eine Therapie nötig haben.

Es ist ja nur eine Überlegung, aber wie schon gesagt, Gott hat da alle Möglichkeiten, die wir uns als Bodenpersonal überhaupt gar nicht vorstellen können zwinker::

frangsen
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Re:

von frangsen (31.01.2010, 16:10)
Siegfrieds Analyse stimme ich zu und möchte ergänzen:

Ohne eine Idee davon, was man schreiben möchte, wird Schreiben zum bloßen Selbstzweck. Das macht keinen Spaß und frustriert bloß. Ohne Inhalt geht es nicht. Solange man gar nicht weiß, was man schreiben möchte, führt der bloße Wunsch, "schreiben zu wollen", in die Unzufriedenheit.
Und das Umgekehrte gilt genauso: Je besser die Idee und je konkreter ihre Umsetzung vorangeschritten ist, desto höher die Motivation, sich ans Werk zu machen (bzw. dieses fortzusetzen).

Allerdings genügt wiederum allein eine gute Idee auch nicht, wenn man nicht weiß, wie man sie umsetzen kann. Dabei dürfte es sich dann in erster Linie um ein handwerkliches Problem handeln. Eine Idee für einen Roman hätte ich zum Beispiel. Aber ich kann einerseits keinen Roman schreiben (bin Autor eines Sachbuchs), jedenfalls traue ich mir das nicht zu, vor allem, weil mir das Handwerkszeug dafür fehlt - ganz abgesehen davon, dass die Idee auch nur einen einzigen Handlungsstrang umfasst, und schon deshalb unzureichend sein dürfte. Wahrscheinlich gilt aber hier das Umgekehrte ebenfalls ein Stück weit: Je besser man sein Handwerk versteht, desto eher fällt einem eine Idee - bzw. konkrete(re) Ideen - ein (??).

Vielleicht liegt das Problem irgendwo im Bereich dieser Gesichtspunkte?

Viele Grüße
Frangsen

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