Ich schaff das nicht !

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Soll ich weiterschreiben oder nicht ?

Auf jeden Fall - Du MUSST !!!
10
43%
Warum nicht, ist ganz okay !
5
22%
Vielleicht - das musst du selbst entscheiden !
3
13%
Ich würds an deiner Stelle bleiben lassen !
2
9%
AUF GAR KEINEN FALL - FURCHTBARE SCHREIBWEISE !
3
13%
 
Abstimmungen insgesamt: 23

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (31.01.2010, 16:22)
Ich persönlich habe Bedenken, wenn jemand so viele Worte braucht, um so wenig zu sagen.
Dein Posting ist für mich eher eine Warnung, Deine Prosa zu meiden. Außerdem mag ich es nicht, wenn sich jemand dauernd innerhalb seines Textes entschuldigt, dass er/sie - übertrieben ausgedrückt - geboren wurde. Das ist mir zu Mitleid heischend.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (31.01.2010, 18:40)
chnuppesaager hat geschrieben:
Aber ob eine Forumsdiskussion bei diesen tiefer gehenden Problemen helfen kann, das wage ich zu bezweifeln.


So tief gehen die Probleme vielleicht gar nicht. Das von Moni angerissene Thema der Psychotherapie ist mir zu persönlich und geht m. E. auch zu weit.

Mir ist aufgefallen, dass der Spaß am Schreiben das erste Mal verloren ging, als die Wünsche von den Blog-Lesern kamen. Auch solche Aussagen wie "Am liebsten möchte ich das Ende meines Buches ändern" lassen bei mir einen gewissen Verdacht entstehen. Ds Kernproblem ist nicht die Rechtschreibung - da könnte man relativ schnell ändern. Oder auch der Einwand am langatmigen Schreibstil. Auch das lässt sich relativ leicht beheben.

Wo ist also der Hund begraben?

Sandra will sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen und ein ganzes Buch schreiben. Legitimer Wunsch. Aber: Ein ganzes Buch zu schreiben ist was anderes, als ein paar Beiträge in einem Forum oder in einem Blog. Deshalb habe ich eine gewisse Abneigung gegen die Ratschläge: "Shreib einfach!" Das wird vermutlich zu den gleichen Reaktionen führen, die jetzt auch schon da sind. Unzufriedenheit mit dem Inhalt, mit dem Stil, mit dem Ende der Geschichte.

Ich vergleiche das Buchschreiben gerne mit einem Urlaub. Da kann man die Pauschalreise buchen, bei der alles inklusive ist: Mit dem Auto zum Flughafen, mit dem Flieger an den Urlaubsort, mit dem Bus zum Hotel, dann 14 Tage entspannen und schließlich zurück. Beim Buchschreiben entspricht das dem Ghostwriter. Man erzählt, worum es gehen soll, und jemand anderes macht die Arbeit.

Die Alternative ist natürlich, alles selbst zu machen. Also mit dem Auto in den Urlaubsort, Hotel suchen, 14 Tage Urlaub machen, dann die Fahrt zurück. Das setzt aber etwas ganz Bestimmtes voraus: Man muss vorher wissen, wohin man will.

Selbstverständlich kann man sich auch in sein Auto setzen und an jeder Kreuzung darüber nachdenken, ob man links, rechts oder geradeaus weiterfährt. Das kann sehr spannend werden, aber ob man mit dieser Methode zum Urlaub am Mittelmeer kommt und sich nicht zufälligerweise in den Karpaten wiederfindet?

Ich habe hier im Forum bereits mehrfach die Position vertreten, dass ich an so etwas wie "Schreibhemmung" nicht glaube. Sandras Beitrag hat genau das belegt: Ein sehr. sehr langer Text. Da ist keine Schreibhemmung. Was da ist, sind fehlende Kenntnisse, konzeptionell zu schreiben. Das ist wie die Autofahrt, wo man sich an jeder Kreuzung neu überlegt, wie es weitergeht. Wer in München startet und nach Hamburg will, kennt sein Ziel und weiß, wo die wesentlichen Markierungen auf der Strecke sind. Wenn Sandra sagt, sie empfinde die erzählte Geschichte sei banal und das Ende würde sie am liebsten neu machen, dann deutet das nach meinem Empfinden ganz stark darauf hin, dass das Ziel und die Zwischenmarkierungen auf dem Weg dorthin nicht bekannt waren.

Vielleicht hängt es aber auch damit zusammen, dass ein ganzes Buch deutlich mehr Arbeit macht, als eine Kurzgeschichte oder ein etwas längerer Blogeintrag. Deshalb ein paar Fragen:

a) Bist du bereit zur Arbeit (ich wiederhole: Arbeit - denn genau das ist es) an einem Buch?

b) Kennst du dich in dem Genre aus, in dem du schreiben willst?

c) Kannst du in 60 Worten zusammenfassen, worum es in deiner Geschichte gehen soll (60 Worte, und keines mehr!)

d) Kennst du die Hauptfiguren aus deiner Geschichte wirklich so gut, dass du auf jede noch so blöde Frage eine Antwort hättest?

e) Fühlst du dich vom Thema deiner zu erzählenden Geschichte emotional so angesprochen, dass du mitleidest oder dich tierisch darüber aufregen kannst?


Wer "nur" eine tolle Idee hat, der hat noch keine Geschichte. Ein guter Anfang oder ein gutes Ende reichen nicht aus für 200 Seiten - da muss auch eine gute Mitte hin.

Ich denke, Sandra hat das Gefühl des Scheiterns nicht, weil sie die Rechtschreibreform nicht umsetzen kann oder weil der von ihr gewählte Sprachstil zu langatmig ist, sondern weil sie bei ihrem Buch schlicht die Orientierung verloren hat.

Grüße
Siegfried
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SillyCow28
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Re:

von SillyCow28 (31.01.2010, 21:22)
Wow, erstmal ein dickes Danke für all die vielen Antworten. Ich bin echt beeindruckt.
VIELEN LIEBEN DANK.
Nun muss ich mich wohl erstmal durch all die Beiträge kämpfen, also… schön der Reihe nach:

@CaDeKo:
DANKE für deine Worte.
Ich muss sogar ehrlich gestehen, dass genau dieser Kommentar von Dir, aus einem anderen Thread, mir anfangs sehr weiter geholfen, sehr gut getan hatte:

CeKaDo hat geschrieben:
Ich möchte Dir zu all den guten Sachtipps hier noch etwas von mir mitgeben:

Auf der Rückseite von "Ich möchte es perfekt machen" steht "Ich habe Angst zu versagen!"

Nichts auf dieser Welt kann perfekt sein und der Weg in das Perfekte führt immer durch die Angst und wird nie enden. So einfach ist das.

Es hilft also, irgendwann einfach loszulassen und mit dem Unperfekten zuleben. Das macht ja gerade den Charme aus, den ein persönliches Buch mit sich bringt. Das schwierige Thema Mißbrauch braucht Persönlichkeit, Unperfektes, Verzweiflung und keineswegs sachliche und diskussionsfreie Sätze.

Ich denke mir, Dein Buch soll zeigen, bewegen, aufrütteln und lehren. Und das kann es am besten, wenn es lebendig ist. Perfekt ist nicht lebendig, nicht voller Wärme. Perfekt ist kalt.


Das klingt wirklich toll, und machte echt Mut.
Dann häuften sich wieder die Meinungen, wie wichtig, wie unverzichtbar, gute Rechtschreibung ist. Und plötzlich war er wieder da, der viel zu starke Druck unbedingt perfekt sein zu wollen, sein zu müssen. Wieder stand ich vor einer Mauer.
Ich lass mich viel zu sehr von Worten beeinflussen, oder :(

CeKaDo hat geschrieben:
Für jemanden, der etwas mitteilen möchte, ist Perfektionismus und dieses "Nicht fertig werden" und "Nicht sicher sein" die größte Hemmschwelle überhaupt. Den Punkt, sein geistiges Produkt zunächst einmal in die Welt zu entlassen, fühlt sich dann irgendwann fast wie eine verzweiflungstat an.

Macht jedoch frei!

Dein Wort in Gottes Ohr.
Ich denke ohnehin, das heißt, ich hoffe wohl eher, das erste Buch ist das Schwierigste. Wenn das erstmal raus ist, dann ist der Druck auch raus, die Tore offen für Weitere, die dann leichter fallen sollten.
Bitte sag, dass es so ist :D
Aber das Erste erstmal fertig zu bekommen, gehen zu lassen, auf eigenen Beinen stehen zu sehen… Im Moment, für mich, noch sehr sehr schwierig.

CeKaDo hat geschrieben:
Eigentlich hast Du Dir Deine Umfrage schon im Text selbst beantwortet. Du willst auf jeden Fall weiter schreiben, weil Dein Herz diesen tiefen Wunsch sein Leben lang schon mit sich herumträgt. Es gilt jetzt nur, den Druck loszuwerden.

Ja, das trifft meinen viel zu langen Text wohl genau auf den Punkt.
Irgendwo tief in mir spüre ich, dass ich einfach schreiben muss und das ich es doch auch kann – wenn ich nur nicht so ein Feigling und ewiger Zweifler wäre.
Ein schweres Los.

CeKaDo hat geschrieben:
Und wenn Du es noch selbst in den Händen hältst, ist das das schönste Gefühl der Welt cheezygrin

Das glaub ich dir gern. Ich hoffe nur, ich schaff es überhaupt so weit.

Beste Grüße
Sandra

@Moni
Vielen Dank für dein herzliches Willkommen angle:

Tja, vielleicht ist auch genau das mein Problem, mich nicht aufs Wesentliche beschränken zu können.
Ich bewundere Leute, die einfach und knapp genau das formulieren können, was sie sagen wollen. Übersichtlich, auf den Punkt gebracht und ohne jeglichen Schnickschnack. Herrlich. Ich kann das nicht.
Als ich irgendwann einmal jemanden darauf ansprach, dass ich ihn für seine kurzen Texte bewunderte, hieß es nur: „Um Himmels willen, was ist daran gut ? Sicher ist es ab und zu ganz nützlich, alles kurz, knapp und übersichtlich auf den Punkt zu bringen, aber ich würde sonst was dafür tun so viel ausführlicher schreiben zu können wie du.“
In sofern, wahrscheinlich wie fast alles im Leben, mal wieder Ansichtssache ;-)

Moni hat geschrieben:
3. Beim Lesen entstand bei mir immer stärker der Eindruck, dass Gott Dir das Schreiben in die Wiege gelegt hat und ... dass es Deine Berufung werden soll. Doch wie das so ist, im Leben gibt es ständig Personen, Gedanken, Emotionen oder was weiß ich noch alles, um uns von unserer Berufung abzubringen. :twisted: An dieser Stelle eine Ermutigung von mir: "Lass Dich nicht verunsichern, weder von Dir selbst, noch von anderen!"
Stärke Dein Selbsbewusstsein! Kannst Du Dir vorstellen, diesen allzu mächtigen Satz in Dir: "Ich schaff das nicht!" mit Hilfe einer Psychotherapie zu zerbrechen?
Mir hat eine solche Therapie und viel Gebet bei enorm großen Hindernissen geholfen (und hilft mir immer noch thumbbup ). Denk da mal drüber nach.

Tja, scheint fast so als komme ich da nicht drum herum, hmm ?
Ich fürchte dieses „Ich schaff das nicht“ liegt wirklich verdammt tief in mir.
Lustigerweise (hmm, ob das am Ende wirklich so lustig ist) ist auch genau das Thema meines Buches. Vielleicht so eine Art „Selbsttherapie“ ?
Aber wie gesagt, ich kämpfe noch mit dem Schluss. In der momentanen Version sterben am Ende alle Hauptpersonen, weil sie eben diesem ganzem Druck nicht standhalten können - aber vielleicht ist das ja doch etwas sehr dramatisch. Ich gestehe ich hab nen echten Hang zur Dramatik und entschieden etwas gegen Happy Ends, vor allem wenn sie bereits zum Anfang des Buches mehr als vorhersehbar sind und die Geschichte viel zu durchschaubar ist. Aber irgendwie so einen „Mittelweg“ zu finden, gerade wenn man selbst so in dem Dilemma steckt, ist irgendwie gar nicht so einfach.

VIEL ERFOLG für dein Buch :)
Leider bin ich nicht so gläubig wie du. Ich hadere mit dem Glauben an Gott, wie ich mit meiner eigenen Existenz hadere, aber ich glaube daran, dass es irgendwas zwischen Himmel und Erde gibt, das uns lenkt, oder es zumindest versucht. Auch mag ich das Wort Schicksal und mir ist schon zu viel „Merkwürdiges“ passiert, als das ich den Gedanken an einen „Aufpasser“ da oben (oder wo auch immer) völlig vom Tisch werfen dürfte. Nur mit der Bibel tu ich mich verdammt schwer, also mit dem (Märchen-)Buch kann ich gar nicht. Sorry !
Gebetet hab ich als junges Mädchen oft – nur gebracht hat es nie etwas. Nicht dass ich Wunder erwartet hätte, aber wenn irgendwer da oben Gebete erhören kann und auf Erden wirklich was beeinflussen – warum dann passiert so vieles schlechtes auf der Welt ? Warum lässt er Kriege zu, Gewalt, all den Hass und Neid, der so stetig zu wachsen scheint ? Warum lässt er zu, dass Kinder von den Eltern, die sie doch eigentlich lieben sollten, weggesperrt, verwahrlost, misshandelnd und erniedrigt werden ? Warum legt er einem etwas mit in die Wiege, wenn dieser damit einfach nicht umgehen, es nie wirklich für sich nutzen kann ?
Bin ich einfach nicht stark genug ?
Sind manche Gebete „wichtiger“ als andere ?
Oder ist es am Ende doch nur der starke, feste Glaube, der einen sich selbst helfen lässt ?
Verzeih mir, aber ich habe wirklich versucht zu glauben, aber irgendwie spricht, für mich, einfach zu viel dagegen als dafür. Manchmal wünscht ich es wäre anders, aber so sehe ich es nun einmal :(

DANKE auch für deinen Liedtext, klingt wirklich gut.
VIELE DANK für die Ermutigung :)

Lieben Gruß
Sandra

@Wero:

Auch Dir lieben Dank für deine Antwort.
Natürlich ist auch deine Stimme wichtig, vielleicht sogar gerade ganz besonders, weil auch du noch wenig Ahnung von der Materie hast. Aber, im Gegensatz zu mir, hast du dein Buch bereits auf Reisen geschickt, bist mir also bereits einen (einige !) Schritt(e) voraus :)
DANKE FÜR DEINE WORTE !
Vielleicht sollte ich dazu noch erwähnen, dass ich noch nie FÜR jemanden geschrieben hab, sondern immer nur FÜR mich. Will heißen, ich schreibe nicht, um zu gefallen (weder in Foren, noch damals in Aufsätzen und ich hab es auch nicht für meine evt. Bücher vor), ich schreibe für mich, was da ist, was gerade heraus will. Wenn das zufällig auch noch anderen gefällt, super. Aber wenn ich mir vorstellen müsste, nur noch das schreiben zu dürfen, was andere hören wollen, den größten Erfolg verspricht oder ja viele Meinungen abdeckt, dann würde es für mich nicht mehr stimmen, dann könnte ich wirklich nicht mehr schreiben. Das wär dann nicht mehr ich !

Auf eine gute Reise ;-)
VIEL GLÜCK FÜR DEIN BUCH :)

Beste Grüße
Sandra

Klaus D. Klimke hat geschrieben:
Hallo Sandra,
setz dich hin und schreib.

Gruß von
Klaus


Hallo Klaus,

DANKE, wie du siehst (oder auch nicht ;-) ) sitz ich grad und schreib :)

Gruß
Sandra

@ chnuppesaager:
VIELEN DANK für deine Worte, tat wirklich gut deinen Beitrag zu lesen.

chnuppesaager hat geschrieben:
Dann aber ging's mir so, dass ich tatsächlich das ganze Dingens gelesen habe - es hat mich einfach interessiert. Ich denke, das Schreiben ist sicherlich etwas, was untrennbar zu Dir gehört; ich traue Dir zu, ein Buch zu schreiben - und zwar ein gutes.

Na, wenn das nicht runtergeht wie Öl :D

chnuppesaager hat geschrieben:
Ich kann es zwar nicht mit 100% Sicherheit sagen, aber ich könnte mir vorstellen, dass Du Dich möglicherweise blockierst durch eine übermäßige Erwartungshaltung an Dich selbst. Sicher: auch wenn man Perfektion nie erreichen kann, sollte man sie anstreben - einfach um das Maximum herausholen zu können. Man sollte aber immer wissen, wann man die Zügel locker lassen muss, einfach um sich nicht selbst zu blockieren.

Ich würde mal sagen, 100% getroffen. Aber wie ändere ich das ?
Wie lerne ich, die Zügel lockerer lassen zu können, zu dürfen ?

Klar professionell geht’s nur mit Lektorat, allerdings hab ich auch da, hier schon Beiträge zu gelesen, dass auch das nicht hundertprozentige Sicherheit verspricht.
Und, wie gesagt, ein „wirklicher“ Verlag kommt für mich, so, im Sinne von Texte einreichen und geduldig warten, im Moment ohnehin absolut nicht in Frage. Ich bring ja grad kaum den Mut auf meine Arbeit zu beenden und für 40 Euro zu veröffentlichen, wie kann ich mich da an einen großen Verlag wenden dürfen ?

DANKE :)

Lieben Gruß
Sandra

@Ngoci
Auch dir ganz lieben Dank.
Naja im Prinzip hab ich genau das, das ganze letzte Jahr auch getan, mich jeden Tag hingesetzt und geschrieben. Es tat so gut wieder zu schreiben und es floss auch nur so an Ideen und Text.
Allerdings ist es manchmal mit Wollen nicht einfach so getan. Und auch harte Arbeit ist nicht immer die Lösung. Manchmal kann man noch so sehr wollen und noch so hart dran arbeiten, es geht einfach nicht. Manchmal braucht es vermutlich mehr – vor allem aber die richtige Einstellung dazu.

Ngoci hat geschrieben:
Wenn man mit Freuden schreibt, wird einem irgendwann den Durchbruch gelingen. Es passiert immer dann, wenn man es wenigstens Erwartet thumbbup

Ja, wahrscheinlich hast du recht. Hoffentlich :)

Lieben Gruß
Sandra

@Denise
Denise hat geschrieben:
Ehrlich gesagt: ich habe das Gefühl, dass du davon überzeugt bist, dass du Bücher schreiben kannst, und dass du eher mit dir haderst, ob du es bei BoD veröffentlichen willst.
Wenn du dir so viel Mühe machst, ein ellenlanges Posting zu verfassen, zu reflektieren etc., dann solltest du doch auch in der Lage sein, zu wissen, was du willst, oder?

Liebe Denise,
lass es mich mal so sagen. Wenn ich nicht davon überzeugt wäre wenigstens ein bisschen Schreib-talent zu besitzen, hätte ich das Schreiben vermutlich wirklich irgendwann gelassen bzw. würde mich nicht immer wieder so dazu verleiten lassen es doch wieder zu versuchen. Aber genau das ist ja mein Problem: Ich weiß, ich kann. Ich weiß nur nicht, ob es reicht. Ich meine, schreiben kann im Prinzip jeder. Es ist nicht wie mit dem Singen oder dem Malen: Entweder man hat eine gute Stimme oder eben nicht. Oder entweder man kann drei Striche richtig auf ein Blatt Papier platzieren und es sieht toll aus oder es bleiben einfach, drei Striche. Beim Schreiben, finde ich, ist es einfach schwieriger, zwischen gut und schlecht zu entscheiden, zwischen Können und einfach nur Tun.
Was ich auf keinen Fall möchte, ist zu den einfach nur „tuenden“ zu gehören. Das mag für viele nett sein, ein Buch von sich selbst, seine eigenen gedruckten Worte sehen zu dürfen, ist sicher ein tolles Gefühl und vielleicht ist es auch für einige einfach nur dies „mein Auto, mein Haus, mein Buch“ Gefühl, aber, wenn ich ehrlich bin, ich will mehr. Das soll gar nicht eingebildet klingen, aber was ich damit zu sagen versuche und warum ich mit BoD hadere, ist, dass dies wirklich eine ganz neue Möglichkeit zu bieten scheint, einfach nur seinem Ego streicheln zu wollen.
Vielleicht bin ich einfach nur zu anspruchsvoll oder gar doch zu eingebildet (wer weiß) aber ich tu mich etwas schwer mich an den Gedanken zu gewöhnen mit diesen „mein Buch - Proleten“ in einer Reihe zu stehen oder mich gar damit anzufreunden zu müssen, vielleicht auch längst zu ihnen zu gehören.
Will ich am Ende auch einfach NUR ein Buch von mir in den Regalen stehen sehen ?
Ist das alles, so einfach: Ein Buch – und noch ein Häkchen auf der „was man im Leben mal gemacht haben sollte“ Liste ?!
Tja, ich denke wenn ich wüsste was ich wollte, wär mein Posting nicht so lang geworden, bzw. hät ich wahrscheinlich nicht mal geschrieben. Oder ?

Beste Grüße
Sandra

@ Zeitl0ch:
Auch dir DANKE für deinen Beitrag.
Klar, seriöse Verlage verlangen kein Geld, aber die nehmen eben auch nur wirkliche Qualität, schon zu ihrem eigenem Schutz, soll sich ja auch gut verkaufen.
So gut muss man aber erstmal sein, so mutig, sich an diese Verlage zu wenden.
Und BoD ist ja eben, weil es bezahlbar ist, eine gute Alternative, sich erstmal etwas auszuprobieren, zu sehen, ob man wirklich gut genug ist, für die „großen“ Verlage reicht. So zumindest hab ich das Angebot, für mich, verstanden.
Im Moment seh ich es etwas kritischer wenn ich die Ergebnisse und Kommentare hier im Forum so lese. Zwar halte ich niemanden, der wenig für sein Buch auszugeben bereit ist für einen Betrüger oder zwingend schlechteren Schreiber, aber einen komischen bitteren Beigeschmack hinterlässt es schon, angesichts so vieler schlechter Arbeiten.
Tja, es stimmt wohl, dass die wirklich guten Autoren wohl nie auf die Idee kämen für ihre Werke „Startgeld“ zahlen zu müssen. Aber so überzeugt muss man halt erstmal sein !

Zeitl0ch hat geschrieben:
Und ansonsten stehst du dir im Weg und bemühst dich ständig, dir selbst Probleme zu machen. So wie ich das verstehe, ist dein Buch fertig. In jedem Manuskript findet man erstmal noch Rechtschreibfehler, und die werden dann korrigiert. Das ist bei allen Autoren so, also mach es einfach und nöl nicht weiter rum.

Ja, das ist es wohl – ganz einfach – ich steh mir – wie immer – mal wieder nur selbst im Weg.
Tja, wenn das nur auch so einfach zu ändern, wie zu diagnostizieren wär !

Zeitl0ch hat geschrieben:
Dir würde etwas exitenzialistische Zen-Einfachheit gut tun. Die Zeit läuft vorwärts, nicht rückwärts. Du hast ein Projekt. Bis es fertig ist, gibt es ein paar Dinge zu tun. Sieh die Möglichkeit, sie zu tun, und tu! Dann wird es fertig. Ganz einfach!

Tja im Prinzip hab ich bis vor kurzen auch noch so einfach gedacht. Dann wurd ich krank, konnte meinen Zeitplan nicht mehr einhalten und kam ins Grübeln.
Man darf mir einfach keine Zeit zum Denken geben :(
Augen zu und durch ? So einfach ?
Leicht gesagt ;)

Beste Grüße
Sandra

@Maxi:
Ja, dass ich mir selbst im Weg steh, weiß ich ja, im Prinzip. Und das Jammern dagegen nicht hilft, ist mir auch bekannt. Aber was hilft dann ?
Klar ist ein Buch zu schreiben, Arbeit, das war mir von Anfang an bewusst, aber dass es dann gerade die Rechtschreibung und der selbst auferlegte Druck war, der es noch schwieriger machte diesen Traum zu erfüllen, das war dann vielleicht doch zu viel, da brach ich dann wohl ein.

Maxi hat geschrieben:
Also hör auf dich selbst runter zu machen, in dem du immer an dir zweifelst. Versuch es. Immerhin hast du hier ja auch, fast schon ein Roman über deine Zweifel geschrieben.
Maxi

DANKE :)

Besten Gruß
Sandra

@Bodo:
Auch dir herzlichen Dank für all deine Worte.
Tja warum zöger ich ?
Ich kann es, ich will es, warum tu ich es dann nicht einfach ?
Vielleicht ist da wirklich was dran. Einfach tun.

Bodo hat geschrieben:
Also, Druck raus und Freude rein. - Schreib Dein Buch und stell es hier vor! - Ich bin jedenfalls schon gespannt!

DANKE :)

Beste Grüße
Sandra

@Manu
Tja, wenn ich das Geld für ein professionelles Lektorat hätte, hätte ich vermutlich längst geschrieben (oder schließen das die, viele tausend Euro verlangenden, Verlage nicht mit ein ?). Da ich das aber nicht hab, sah ich in dem 40 Euro Angebot MEINE CHANCE.
Vielleicht etwas zu naiv !
Ja irgendwie häng ich bei meiner Geschichte wohl grad am Ende fest, irgendwie fällt mir einfach nicht ein, wie ich da noch irgendwie „die Kurve kriegen kann“, ohne es zu dramatisch enden zu lassen.
Tja auf den Geistesblitz wart ich auch noch, im Moment versuch ich mich grad mit dem Überarbeiten des „fertigen“ Materials abzulenken, aber wenn ich nicht bald auch ein gutes Ende finde, bringt mir der ganze Anfang vermutlich auch nicht viel oder ?
VIEL GLÜCK für deinen Geistesblitz, auf das er dich bald trifft :)

Liebe Grüße
Sandra

@ Siegfried:
VIELEN DANK für deine Worte.
Ja, wie bereits gesagt, nettes Geplänkel hilft nur wenig, auf gut gemeinte Sprüche kann man nicht wirklich bauen. Was ich suche, ist hilfreiche Kritik, irgendwelche Ideen, wie ich diese Mauern einbrechen lassen kann. DARUM schrieb ich hier.
Was den Spaß am Schreiben betrifft, so hab ich ihn mit dem Schreiben des Buches wiederfinden dürfen. Vielleicht nicht mehr so einfach und leicht wie früher, aber es hat wirklich Spaß gemacht daran zu arbeiten. Auch bezog ich mein als banal empfundenes, zu weitschweifiges Schreiben auf das Schreiben in den damaligen Foren. Irgendwie machte das Schreiben dort einfach keinen Sinn mehr für mich.
Aber du hast recht, das Problem ist nicht einfach mit der Überarbeitung meiner Arbeit getan, die „Blockade“ sitzt viel tiefer.
DANKE für diesen Beitrag :)

Liebe Grüße
Sandra

@ Frangsen
Tja, wie gesagt, an Ideen mangelt es mir nicht (vielleicht auch schon kurios an sich. Warum so viele Ideen, wenn man sie nicht auch umsetzen soll ?) und die Arbeit an dem Buch machte auch Spaß, die meiste Zeit war ich schon hoch motiviert und hab mich sehr darauf gefreut daran zu arbeiten.
Mein Problem ist, technisch gesehen, die Überarbeitung und der Schluss. Tja, und dann noch die eigentliche Sinnfrage, die Überwindung aller Blockaden !
Bleibt wohl die Frage, ob ich mein „Handwerk“ verstehe oder was mein Handwerk eigentlich ist ?
Wie findet man das raus ? Erst nach Veröffentlichung des ersten Buches ?
Ich meine, meine Aufsätze waren zu Schulzeiten gut, meine kleinen Geschichten konnten begeistern, selbst meine Forenbeiträge und Mails wurden gerne gelesen – aber ist das genug „Handwerk“ um auch ein Buch schreiben zu dürfen, zu können ? Wie gesagt, die Idee alleine ist noch gar nichts, auch die Umsetzung muss stimmen und am Ende das ganze Buch „in sich stimmig“ sein.
In sofern war meine „Eingangsidee“ vielleicht doch nicht so verkehrt: Buch über BoD veröffentlichen und erstmal sehen wie es ankommt, ob das „Handwerk“ stimmt ?!

DANKE :)
Beste Grüße
Sandra

@ Seshmosis

Auch dir vielen Dank für deine Kritik.
Wie bereits weiter oben erwähnt, finde ich meine Texte auch des öfteren zu lang, zu nichtssagend, zu weitschweifig, und ich bewundere jeden, der etwas knapp und präzise auf einen Punkt bringen kann wofür ich Seiten brauche. Nur, ich kann es einfach nicht und, wie mir oft gesagt wurde, sollte ich es auch nicht versuchen, da gerade meine langen Ausführungen den Charme meines Schreibens ausmachen würden.
Auch dass ich mich ewig entschuldigen „muss“ gefällt mir nicht, aber das ist so drin in mir, irgendwie werd ich das wohl einfach nicht los. In mir schreit es erneut mich auch für diesen Satz entschuldigen zu müssen, aber ich werde mal versuchen dies zu unterdrücken.
Ich hab noch viel zu lernen :(
Mitleid brauch und will ich nicht, davon kann ich mir nichts kaufen und daran lern ich nichts.
Warum ich hier schrieb war, weil ich Hilfe suche, nicht um zu jammern oder um Mitleid zu bekommen.
Vielleicht schreib ich manchmal etwas zu emotional (und nein dafür entschuldige ich mich jetzt nicht, auch wenn`s mich ganz schön Überwindung kostet), aber ganz sicher nicht um Mitleid einzufordern.

Beste Grüße
Sandra

Okay, inzwischen ist noch ein Beitrag dazugekommen,
DANKE „zurück“ Siegfried ;)

Tja, wie bereits gesagt, ich bin mir der Problematik ein Buch zu schreiben, durchaus bewusst. Da konnten Aufsätze, Mails und Postings noch so gut gewesen sein, ein Buch verlangt einfach mehr.
Dazu muss ich sagen, technisch gesehen hab ich längst ein Buch geschrieben. Nicht so umfangreich wie ich heute eins plane(n würde), aber doch, von vorn bis hinten ein ganzes Buch.
Ich war damals noch ein Teenager und leider besitze ich es heute nicht mehr (kam irgendwann von einem der vielen Leser nicht mehr zurück, verschwand einfach spurlos), daher weiß ich auch nicht mehr wie umfangreich es war, geschweige denn (was mich heute am meisten ärgert) wie gut es war. Damals jedenfalls schien es zu gefallen und als „richtiges“ Buch durchzugehen.
In sofern, denk ich schon, dass ich mich nicht hinter alten Aufsätzen oder Kurzgeschichten verstecken muss, ich denke ich weiß schon wo ich welche Kreuzung nehmen soll ;-)
Dazu muss ich aber auch wohl auch erklären, wie ich schreibe.
Zum einen hab ich eine Grundidee, ich weiß was ich will, wovon die Geschichte handeln soll und wie sie ungefähr ablaufen soll. Den Rest lass ich einfach passieren. Irgendwann verselbstständigt sich jedes Projekt, bekommt sein Eigenleben und oft überschneidet sich sogar, auf wundersame Weise, und völlig unbeabsichtigt, einiges der Geschichte. Ich erklär mir das immer so, als würde ich ein rotes Wollknäuel nehmen, es auf den Boden setzen und anstupsen. Das Knäuel rollt so frei durchs Zimmer, stößt höchstens mal an irgendwelche Zimmerwände, um nicht völlig aus dem Rahmen zu fallen und hinterlässt überall seinen roten Faden. Manchmal muss ich etwas Faden wieder einrollen weil es zu weit ausgebrochen ist und manchmal eben kreuzt es sich, greift altes wieder auf, weil es einfach gerade passt. So schreibe ich. Ich mache mir auch keine Notizen oder Pläne, auch nicht über meine Figuren. Sie sind einfach da, ich fühle sie, ich weiß wer sie sind und merkwürdigerweise vergess ich auch weder ob sie blaue oder grüne Augen oder ob sie besonders groß oder klein waren – wobei das nur kleine Nebensächlichkeiten wären, die ich vermutlich eh nicht so oft erwähnen würde, es sei denn es handelt sich um Hauptpersonen, von denen ich natürlich noch klarere Vorstellungen von ihrer Person habe.
Ich kann das Alles nicht erklären. Es ist einfach so. Es ist einfach in mir.
Noch so ein Grund, warum ich einfach (irgendwo tief in mir) nicht glauben kann, dass all dies (Ideen, gute Texte, liebe zum Schreiben, diese Art nicht nur zu schreiben sondern es förmlich zu leben) umsonst, völlig nutzlos und unbedeutend sein sollte. Oder ?
Wie vorher schon mal gesagt, wozu gibt einem der liebe Gott (oder wer auch immer) derartige Fähigkeiten, wenn sie dann für nichts gut sein sollen, eher hinderlich als förderlich ?!
Ob ich deinen Fragen standhalten könnte… Mal sehen.
Zu a.) Ja, wenn du mir sagst es lohnt sich, dann bin ich auch bereit daran zu arbeiten. Denn genau das war ja meine Eingangsfrage: Lohnt es sich für mich überhaupt weiterzuschreiben oder ist mein Schreiben so furchtbar, das ich mir jegliche Weiterarbeit sparen kann. Klar ist ein Posting was anderes als ein ganzes Buch, aber ich finde schon dass man auch so, einen gewissen „Schreibfluss“ oder lauter „Staudämme“ entdecken bzw. aufspüren kann, oder nicht ?
Zu b.) Ich denke schon, dass ich mich in dem Genre gut auskennen, da ich auch viele ähnliche Bücher lese und immer schon solche Geschichten geschrieben habe. Ich denke dieses Gebiet liegt mir einfach und ich weiß, was ich nicht schreiben kann. Zum Beispiel könnt ich nie ein Sachbuch schreiben (dafür bin ich einfach nicht strukturiert genug) oder ein Kinderbuch (geht einfach nicht, kann ich nicht) und dessen bin ich mir absolut bewusst, also versuch ich es auch gar nicht.
Zu c.) Kurze Inhaltsangabe in 60 Worten – mal eben nachzählen (diese ist nämlich längst geschrieben :D )! Ohje, NEIN :( Es sind 130, mehr als doppelt so viele, aber ich denke, wenn ich etwas kürze ;)
Zu d.) Ich denke schon dass ich jede blöde Frage auf meine Hauptpersonen beantworten könnte, ich leb sie ja praktisch, ich spür sie, sie sind, für mich, immer wenn ich daran arbeite, ja auch da. Abgesehen davon erfährt der Leser ja ohnehin nur was ich ihm preiszugeben bereit bin. Es handelt sich ja, letzten Endes, nicht um wirklich existierende Personen, also wer sollte mich mit blöden Fragen bombardieren wollen ?
Zu e.) Ja, definitiv. Ich lebe meine Geschichten IMMER mit und ich versinke völlig in ihnen. Ob ich das nun gut oder schlecht mache, zu emotional, zu objektiv oder zu sehr von außen, kann ich so nicht wirklich sagen, das müssen am Ende wohl andere entscheiden, aber bislang hab ich noch keinen klagen hören, sie würden meine Geschichten zu unrealistisch halten ;)

Hmmm, und ob ich die Orientierung verloren hab, will ich so auch nicht unterschreiben. Ich hab ja Anfang, ich hab Mitte und eigentlich sogar den Schluss, aber DER war dann wohl doch zu emotional, zu dramatisch, riecht einfach zu sehr nach „nur schnell fertig werden“. Also… ja mir fehlt grad die gute Idee die Geschichte neu enden zu lassen, aber orientierungslos würd ich es nicht unbedingt nennen !

DANKE für deinen schönen Beitrag, tat gut sich damit auseinanderzusetzen :)

Beste Grüße
Sandra

So, ich hoffe ich hab Nichts und Niemanden vergessen. Es war gar nicht so einfach auf so viele Beiträge zu antworten. Mit so vielen Beiträgen hab ich gar nicht gerechnet.
Nochmals VIELEN DANK dafür.
Ich bin mir zwar noch nicht ganz sicher, was ich nun machen, ob ich meinem Buch eine Chance geben werde, aber zumindest werd ich wohl erstmal einfach weitermachen, weiter überarbeiten, auf den „Geistesblitz“ für ein gutes Ende hoffen und dann werde ich mich entscheiden, ob ich es wage oder nicht.

DANKE EUCH ALLEN :)

Beste Grüße
Sandra


Tja und die Umfrage ist ja auch „lustig“ geworden, sehr bunt gemischt.
Dummerweise bin ich nun genauso schlau wie vorher, bzw. vielleicht sogar noch verwirrter.
Es gibt wirklich 4 Leute, die mir davon abraten würden (davon 3 dringend) weiter zu schreiben – würd gern deren Begründung hören ! Dagegen auch über doppelt so viele, die mir sagen ich sollte es zumindest versuchen, davon sogar die meisten, die denken ich MUSS unbedingt. Und doch wiegen irgendwie die 4 „schlechten“ Abstimmer mehr als all die, über doppelt so vielen, „Guten“. Verrückt ! :(

Titus

Re:

von Titus (01.02.2010, 01:54)
Sorry, aber der Text war mir eindeutig zu lang, sodass ich nur den Anfang lesen konnte und dir deshalb nur darauf antworte, wie ich das mit der Karriere als Schriftstellerin sehe.
Jeder von uns hat Träume. Einige gehen davon in Erfüllung, andere nicht.
Superstar wird nicht jeder. Schriftsteller schon eher. Ich meine bei BoD kann jeder ein Buch verlegen lassen, ob es jetzt gut ist oder nicht.
Deshalb ist die Frage gar nicht mal so entscheidend, ob due Schriftsteller werden solltest oder nicht. Vielmehr, ob du eine gute Schriftstellerin werden solltest.
Ich weiß nicht, genau, in welche Richtung du schreibst, habe halt nicht alles gelesen, aber ich vermute mal, dass deine Aufsätze im Unterricht zum großen Teil auch Berichte waren. Vielleicht solltest du mal probieren einen Artikel in der zeitung zu veröffentlichen. Leserbrief etc.
Das zeigt dir erstamal ob du wirklich aus dem Stil rausgekommen bist oder doch noch in ihm steckst. Und dann arbeite an dir. Kritik ist gut, macht einen aber immer besser. Superstar wirst du vielleicht nicht, aber eine gute Schriftstellerin vielleicht doch.
Kopf hoch!!!! Das wird schon!!!! ,-)

Oh, meinem smilie fehlt ein Auge! So, jetzt ist er schön ;-)

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (01.02.2010, 06:56)
Es gibt woanders im Netz Leute, die empfinden meine Forenbeiträge und Mails als ungewöhnlich lang. :wink: Nach ein paar solchen Beiträgen von mir schrieb mal jemand, bei der Länge der Beiträge hätte ich ja in der Zeit einen weiteren Roman schreiben können. :wink:
Also solche Beiträge zu verfassen wie Sandra kostet schon eine Menge Zeit. Sicher ist ein Roman nicht mal eben so geschrieben. Aber wenn man nun weiß, was zu ändern ist, was noch zu tun ist, könnte man in der Zeit, in der man so lange Beiträge schreibt, auch ziemlich weit kommen, wenn man sich mal an die Arbeit begibt.
Also mir schienen auch schon Dinge schwer zu erledigen. Aber wenn ich mich dann mal daran begeben habe, waren sie manchmal in zwei Stunden erledigt. :wink:
Ich bin ja Anhänger der existenziellen Psychoanalyse nach Jean-Paul Sartre. Danach kann man so manche "Neurose" durch Entscheidungen heilen. Also einfach mal Entschlossenheit an den Tag legen und tun, was man eigtl. tun will. Seine Gedanken ständig um die Bedeutung des Möglichen kreisen zu lassen könnte unwichtiger nicht sein. So ändert sich nämlich überhaupt nichts.
Ich meine, Sandra, wenn es dir Spaß macht, die dich hemmenden Komplikationen immer weiter auszuarbeiten, dann wird dich niemand bremsen können. Aber deine Mitmenschen werden schnell das Interesse daran verlieren. Den dritten so langen Beitrag von dir wird wahrscheinlich keiner mehr lesen. Die Autoren hier interessieren sich auch für andere Dinge und haben oft auch anderes zu tun. Wieso sollten sie auch dir ihre Zeit widmen, wenn das einzige, was helfen kann, deine eigenen Entscheidungen sind?
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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (01.02.2010, 07:17)
Es gibt in diesem Fall genau drei Möglichkeiten:
a) Sandra macht sich jetzt daran ihren Roman zu vollenden.
b) Sandra verschiebt die Vollendung des Romans auf später, nimmt eine Auszeit, macht was anderes.
c) Sandra vollendet ihren Roman nicht.
Wo ist nun das Problem? Die Entscheidung kann einzig Sandra selbst fällen. Sandra kann auch erstmal was anderes machen und offen lassen, ob es nun Möglichkeit b) oder c) wird. Der einzige Souverän in dieser Frage ist Sandra selbst. Und das einzige Heilmittel ist eine Entscheidung. Da haben andere Leute gar nichts mit zu tun.
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Denise
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Re:

von Denise (01.02.2010, 08:00)
Mhm, wenn du so denkst, solltest du dich tatsächlich nicht in die Reihe der Ego-Schmeichler einreihen...
Liebe Grüße
Denise

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W.Waldner
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Re:

von W.Waldner (01.02.2010, 11:05)
Hallo Sandra,

vielleicht wäre es einen Versuch wert, nicht gleich das ganz große Buch schreiben und veröffentlichen zu wollen, sondern mit einem Büchlein zu beginnen.

Habe selber damit gute Erfahrungen gemacht. Mein erstes Projekt war ein Booklet, das ich einfach aus dem großen Thema herausgeschnitten habe. Also ein Teilthema, das dann den Umfang von 48 Seiten bekam. Dabei habe ich technisch noch viel "falsch" gemacht, aber inhaltlich ist es gelungen. Es ist ein Sachbuch, aber mit einem Romanprojekt lässt sich das ganz genau so machen.

Du könntest also aus Deinem großen Buchthema einfach eine kleine Geschichte herausziehen. Realisiere es mit BoD, das ist nicht teuer und mache es ohne Lektorat. Später kann man immer noch eine verbesserte Auflage publizieren, kein Fehler ist endgültig und für alle Ewigkeit passiert.

Nach zwei oder drei Jahren gibt es einfach eine Neuauflage und vielleicht gilt bis dahin schon wieder eine andere Rechtschreibreform. :wink:

Zuerst aber steht nur der Inhalt im Mittelpunkt und sonst nichts.

Mit dem ersten kleinen Büchlein hat man viel gelernt und kann das zweite schon etwas umfangreicher werden lassen. Erst beim dritten Buch habe ich mich dann an eine große Schwarte gewagt. Das war dann auch sehr anstrengend und ich war froh, schon etwas Routine und Erfahrung zu besitzen.
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hawepe
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Re:

von hawepe (01.02.2010, 11:31)
Hallo,

W.Waldner hat geschrieben:
Du könntest also aus Deinem großen Buchthema einfach eine kleine Geschichte herausziehen.


Auch wenn ich jetzt vielleicht anecke, aber genau das scheint doch Sandras Problem zu sein: Si schafft es nicht, irgendwo auf den Punkt zu kommen, sondern verbraucht für jede Kleinigkeit ein Dutzend Sätze.

Beste Grüße,

Heinz.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (01.02.2010, 12:00)
hawepe hat geschrieben:
Auch wenn ich jetzt vielleicht anecke, aber genau das scheint doch Sandras Problem zu sein: Si schafft es nicht, irgendwo auf den Punkt zu kommen, sondern verbraucht für jede Kleinigkeit ein Dutzend Sätze.


Mein Reden. cheezygrin Wenn ich nicht weiß, wohin ich will, fahre ich viele leere Kilometer. cheezygrin

Grüße
Siegfried
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Peyton
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Re:

von Peyton (01.02.2010, 12:48)
Hallo Silly,
habe aus Zeitgründen diesen Thread nur "überflogen".

Warum fängst Du nicht mit Kurzgeschichten an und veröffentlichst diese dann erstmal als FUN-Version? Dann hast Du schon mal Dein eigenes Buch in den Händen.

Aus Erfahrung weiß ich, dass Kurzgeschichten ein guter Einstieg sind, um das Feeling für das Schreiben zu bekommen.

LG
Peyton
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Wero
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Re:

von Wero (01.02.2010, 22:22)
Hallo Sandra,

ich kalkuliere, wir sehen Dein Buch schneller als Du und wir zur Zeit denken. Die Korrektur eines "Endes" ist kein wirkliches Problem, und bei den nächsten Schritten (Formatierung, cover) findest Du, denke ich, jederzeit Unterstützung. Wenn Du, in aller Ruhe, eins nach dem andern machst, kommst Du voran wie ein Pfeil. Am Abschluss der Arbeiten ist die Funktion FUN eine exquisite Hilfe.

Viele Grüsse
Wero

SillyCow28
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Re:

von SillyCow28 (26.02.2010, 12:43)
Hallo Zusammen,

Entschuldigt bitte die späte “Antwort”, aber genaugenommen hab ich euch längst geantwortet, ich hab es nur nicht abgeschickt ;) Denn als ich die Länge meiner Antwort sah, bekam ich große Zweifel ob ich Euch das wirklich antun sollte. :(
Also hab ich mir stattdessen all eure Ideen und Vorschläge zu Herzen genommen und beschlossen einen Gang runterzuschalten, meine Energien anders zu nutzen.
Will heißen, ich habe mich vorerst von meinem Buchprojekt verabschiedet und werde mich erst einmal auf ein paar Kurzgeschichten konzentrieren. So blockiere ich mich nicht durch zu unüberschaubare Arbeiten, sammle erste BoD Erfahrungen und halte zumindest schon einmal, bald mein erstes Buch in Händen, dem ich dann Weitere sich leichter folgen lassen kann.
Wahrscheinlich war meine große “Schreib einen mindestens 200 Seiten Roman” Idee doch etwas zu hoch angesetzt. Nur spiel ich eben schon sehr lang mit diesem Gedanken und irgendwie kam für mich, als bekennender Vielleser (“ein Buch braucht mindestens 300 Seiten um lang genug interessant zu bleiben !”) schon immer irgendwie nur ein großes Projekt in Frage. Dank dem BoD Buchpreisrechner musste ich mich ja ohnehin bereits auf 200 Seiten kappen lassen. Wer kauft schon ein überteuertes Buch, wenn er woanders spannende Bestseller für `n Drittel kriegen kann ? Also, was liegt dann noch näher, als sich gänzlich “kürzen” zu lassen und es gleich mit Kurzgeschichten zu versuchen ? Übrigens auch ein guter “Test”, wie meine Schreibe so ankommt :D Und wer weiß, vielleicht findet ja Jemand meine Kurzgeschichten (und auch noch gut :D ), so dass ich ein größeres Projekt gleich in voller Länge in einem bezahlbarem Rahmen drucken lassen darf ;)

In diesem Sinne
DANKE noch einmal für all die Antworten und Reaktionen, ihr habt mir wirklich sehr geholfen :)

Beste Grüsse
Sandra

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