Whiskey, Tränen und die Onkelz

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Gränzer
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Whiskey, Tränen und die Onkelz

von Gränzer (07.02.2010, 20:43)
Titel: Whiskey, Tränen und die Onkelz
Autor: Torsten Gränzer

Verlag: BoD
ISBN: 978-3-8391-3295-1
Seiten: 348
Preis: 20 Euro

Der Autor über das Buch:

Fauxpas war immer (m)ein Seelenstrip und dieses Buch ist vermutlich auch einer. Es ist selbstdarstellerische Lektüre, ein Ego-Trip, Erinnerungen, die manchmal nicht einfach niederzuschreiben waren. Lange habe ich überlegt, ob es richtig sei, diese Gedanken jedem zugänglich zu machen. Manchmal schämte ich mich meines Tuns, auf anderes war ich stolz. Aber war das alles wirklich ich, oder hatte diese Dinge jemand anderes erlebt? Manches kommt mir heute surreal vor, manchmal frage ich mich, ob irgendein anderer mich durch diese Zeit gesteuert hat. Und doch ist mir klar: Das alles war ich selbst und doch nicht wirklich ich. Wie viel ist davon noch übrig? Oft kamen mir gerade beim Schreiben andere Gedanken und neue Erkenntnisse, die im Gegensatz zu meinen damaligen Sichtweisen stehen. Dieses Buch entstand über viele Jahre, immer in aktuellen und individuellen Bezügen zur jeweiligen Zeit. Vielleicht ist ja morgen manches noch einmal ganz anders und diese Worte sind dann schon längst wieder Geschichte. Wer weiß das schon? Es geht hierbei um Momentaufnahmen, die Momente aus über zwölf Jahren Fauxpas. Keine Bandbiographie, sondern autobiographisches Erleben, mein ganz persönliches, angreifbares. Aber warum diese Nabelschau? Ich wurde ermuntert, es zu tun. Ich wurde von Menschen beflügelt, die mir sagten, dass sie das alles gerne lesen würden. Menschen, die diese Band liebten, Menschen, die mir nahe stehen baten mich, aus diesen Geschichten ein Buch zu machen. Nun habe ich es getan, vielleicht auch, um es gleich wieder wegzulegen, um mir selbst Klarheit verschafft zu haben, um den Schritt in ein neues Leben zu vollziehen...

Wir standen als Band in der Öffentlichkeit. Oft wurde ich gefragt, ob ich ein Verrückter, Nazi oder sonst was sei. Vielleicht gibt dieses Buch Antworten auf einige Fragen. Bei der Beantwortung möchte ich ehrlich sein, zu anderen und zu mir selbst. Möglich, dass ich dadurch auch verletze. Das ist nicht meine Absicht. Ich möchte mich nicht entschuldigen und nicht aus falschen Gründen Rücksicht nehmen. Wir verletzen immer, das ist leider so. Wir tun es bewusst, unbewusst, vorsätzlich, aus Versehen, ob wir es wollen oder nicht. Nicht mehr verletzen zu wollen hieße für mich Unehrlichkeit, Stillstand, Anpassung und das Verleugnen meines Ichs. Trotzdem glaube ich, nun einiges anders zu machen, als noch vor ein paar Jahren. Im Gegensatz zu früheren, in Auszügen veröffentlichten Versionen dieses Buches, habe ich heute einige Passagen nachbearbeitet. Ich hoffe, die Persönlichkeitsrechte derjenigen zu wahren, mit denen ich die Veröffentlichung nicht absprechen konnte. Ich will keinen Menschen verurteilen, denn ich weiß, dass wir alle Fehler machen und bestenfalls sogar daraus lernen. Ich möchte lediglich eine Geschichte erzählen, will nicht werten, im Höchstfall nur für mich persönlich. Vorrangig möchte ich die Dinge beleuchten, wie sie aus meiner Sicht geschehen sind. Viele Menschen sind mir in meinem Leben begegnet. Hier sollen einige von denen Platz finden, die meine Denkweise beeinflusst haben und hier sollen Menschen erwähnt sein, denen ich mich verbunden fühle. Es geht mir nicht um „gut“ und „böse“, es geht nicht darum, zu belehren, sondern eher um Erinnerungen an unglaublich schöne, aber auch traurige Momente, die wir zusammen erlebten. Meine Sicht ist nicht unbedingt die meiner Bandkollegen oder Freunde und wahrscheinlich erst recht nicht die meiner Feinde. Habe ich wirklich Feinde? Ich glaube, viele Feinde würden sich relativieren, wenn wir uns Zeit füreinander nehmen würden. Sicher ist es schwierig, gerade in unserer Zeit, die wir uns so schnelllebig gestalten, Raum dafür zu schaffen. Aber mitunter könnte sich das lohnen. Sicher würden wir nicht alle Freunde werden, aber vielleicht müssten wir uns dann nicht mehr so gnadenlos bekämpfen. Vielleicht ist dieses Buch ja auch ein wenig Erkenntnis, vor allem für mich selbst. Ich sehe es nicht als Entschuldigung, Beschönigung, oder Anklage, sondern vielleicht als ein Stück Versöhnung, nicht unbedingt mit der großen weiten Welt da draußen, aber vielleicht hilft es mir, mich mit mir selbst zu versöhnen. Ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst, mich über den Teil meines Lebens zu begleiten, der lange Zeit der wichtigste für mich war...


Klappentext:

Es begann in der Januarkälte 1996 in einer Kneipe, als vier Brandenburger eine Rockband gründeten. Schnell wurde sie zum Lebensinhalt. Über zwölf Jahre lang kämpfte sich die Band durch viele Widrigkeiten, zerbrach oft fast, stand wieder auf und machte weiter. Als endlich das Publikum größer wurde und ein Plattenvertrag unterschrieben werden sollte, gab es eine Trennung...

Torsten Gränzer, Sänger und Texter von Fauxpas, beleuchtet die Jahre seines Lebens, die er mit dieser Band verbracht hat. Er bezieht Stellung zu Rechtsradikalismus und Suchterkrankung, beschreibt Studioaufenthalte, zwischenmenschliche Beziehungen und deren Ende. Er lässt uns an Konzerten teilhaben, gibt Einblicke in Therapieerfahrungen und zieht Verbindungen zu den Böhsen Onkelz, die lange Zeit Idole und Vorbilder der Band waren. In autobiographischer Form beschreibt Gränzer offen seine Sichtweise der Dinge, taucht tief in sein persönliches Erleben ein und gibt dabei einiges von sich preis.


Inhalt:

Hier möchte ich Euch mein zweites Buch vorstellen, dass bei BoD erschienen ist.

Bestellt werden kann es auf meiner Homepage, bei amazon und überall, wo es Bücher gibt, aber das wisst Ihr ja...

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Goetkowski
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Re:

von Goetkowski (07.02.2010, 22:07)
Hallo, Torsten,

ich vermute mal, dass Dein Buch die Bezeichnung "in his own words" verdient. Wenn es sich so verhält und Du Dich im Buch der Sprache bedienst, die Du auch in dieser Vorstellung benutzt, werde ich es mir zulegen.

Ich habe einige Biographien und (Pseudo-) Autobiographien großer Rock-Stars gelesen (Keith Richards, Bill Wyman, Kurt Cobain, Falco . . .) und hielt mich während meiner Party-Ära selber im Dunstkreis kleiner lokaler Bands auf. Da ist es sehr verlockend für mich, einmal einen (ungeschönten) Einblick in die Sphären einer Band zu erhalten, die ich bis jetzt noch nicht kannte . . .

Gruß, Uwe

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Gränzer
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Re:

von Gränzer (07.02.2010, 22:26)
Hallo Uwe,

das freut mich zu lesen. Ja, es ist in my own words...

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MarleneGeselle
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Re:

von MarleneGeselle (08.02.2010, 10:11)
Meinen Glückwunsch thumbbup thumbbup thumbbup
Es gibt kein größeres Laster als Tugend im Übermaß.
www.marlenegeselle.de

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Thorsten Peter
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Re:

von Thorsten Peter (08.02.2010, 12:20)
Hi Torsten,

das hört sich ja mal richtig interessant an. thumbbup

Rockige Grüße
Thorsten

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Goetkowski
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Re:

von Goetkowski (08.03.2010, 17:40)
Hallo, Torsten,

ich habe Dein Buch heute in der Buchhandlung abgeholt und bereits gut 50 Seiten gelesen. Erstens natürlich aus Neugier, zweitens, um Dir schon mal ein kleines Feedback geben zu können.

Dann will ich Dich also nicht weiter auf die Folter spannen, hier meine Kritik: Dein Schreibstil gefällt mir noch besser, als es das "Intro" hier im Thread vermuten ließ. Aber es ist logisch, dass Du den Inhalt nicht in dieser ungeschminkten Art & Weise darstellen konntest.

Der Text liest sich absolut flüssig und ich sehe ihn praktisch als Film. Bereits jetzt konnte ich einige Situationen erkennen, in denen auch ich der Protagonist hätte sein können. Außerordentlich gut gefällt mir auch die bissige Selbstironie, mit der Du Dein damaliges Leben beschreibst, wie es besser wohl kaum möglich ist.

Textpassagen wie z. B. " . . dass auch Westdeutsche nicht immer auf Daunen gebettet werden müssen, bewiesen Jarausch, die völlig unkonventionell unter offenem Himmel im Wald übernachteten . ." entlocken mir mehr als nur ein Grinsen. Meine Meinung: Jeder, der einen detaillierten Einblick in die Underground-Szene erhalten und dabei sehr gut unterhalten werden möchte, sollte sich dieses Buch* antun.

Spritzig, melancholisch, bitter-humorig, chaotisch, asozial - geil thumbbup !!!

Gruß, Uwe

*: . . und natürlich auch mein Buch, bei dem halt der Rockband-Faktor ausgeklammert ist - und es muss erst noch verlegt werden dozey: .

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