Anthologien? - Lohnt sich Teilnahme oder nicht?

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Dein-Lieblingsbuch
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Anthologien? - Lohnt sich Teilnahme oder nicht?

von Dein-Lieblingsbuch (08.02.2010, 20:20)
Hallo liebe Autoren,

unzählige große und kleine Verlage schreiben
jährlich für Anthologien aus.
Macht ihr bei solchen Aktionen mit,
wenn ja warum und was bewegt euch
dazu an Anthologien teilzunehemen...

Liebe Grüße

FLO
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Maro
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Re:

von Maro (08.02.2010, 20:48)
Hallöle FLO,

Ich mache oft und gerne bei Schreibwettbewerben mit, einfach, weil es mri Spaß macht, zu den Themenvorgaben eine Idee zu spinnen und aufzuschreiben, wenn mir denn was anständiges einfällt. Wenn schon ncihts dabei herum kommt, so hatte man doch zumindest eine gute Fingerübung und die Texte, wenn sie so wie sie sind nicht viel her machen, sind zumindest ein Ersatzteillager in dem Gelungene Wendungen oder auch Grundideen zwischengelagert werden können. Später kann man dann einfach das eine oder andere wieder herausziehen.
Außerdem ist es zumindest für mich jedes mal ein unheimlicher Motivationsschub gewesen zu sehen, dass einem mein Text so gut gefallen hat, dass er ihn anderen Texten vorgezogen hat. Und wenn ich nicht durchkam, dann hab ich mir die Anthologie gekauft und gelesen und mir entweder "Holla, kein Wunder dass ich nicht durchkam", oder" "Den Schund nehmen sie, meinen Text lehnen sie aber ab", gedacht. Insgesamt macht es einfach Spaß und es ist ein erhebendes Gefühl, seinen Text gedruckt zu sehen, wenn auch nur in einer Anthologie eines Kleinstverlages.

Gruß
Maro

PS: Natürlich schwebt über allem immer noch der Wunschtraum, dass irgend ein gewitzter REdakteur gerade die Anthologie in die FInger bekommt, in der man selbst drinnen steht und einen so entdeckt. Aber das ist wohl ziemlich unproffessionelle Träumerei als PSSSST, nicht weiter sagen!

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (08.02.2010, 21:14)
Hallo Flo,
ich mache nur dort mit, wo die Konditionen stimmen und wo mir das Thema passt - ansonsten bin ich lieber zielstrebig und arbeite an meinen Büchern.

Gruß
Haifischfrau

Dein-Lieblingsbuch
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Re:

von Dein-Lieblingsbuch (08.02.2010, 21:16)
Ich auch, ich mach auch nur dort mit wo mir das Thema gefällt und zu dem ich besten Falls schon einen Text habe :-)
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Bücherwurm
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Re:

von Bücherwurm (08.02.2010, 21:28)
Guten Abend Flo,

ich habe einige Jahre lang regelmäßig in Anthologien eines Kölner Verlages veröffentlicht. Neben der Übung, in kurzen Texten ein bestimmtes Thema unterzubringen, haben Veröffentlichungen in Anthologien den Vorteil, dass sie alle drei Jahre bei der Sonderausschüttung der VG Wort gemeldet werden können.


Grüße, Gabi
Titel bei BoD:
Hunger auf Leben - Ein Mädchen kämpft gegen den Krebs
Anna und das Traumland
Kinderbuch

Lennet

Re:

von Lennet (08.02.2010, 21:33)
Ich habe mit 21 am Kurzgeschichtenwettbewerb eines großen Verlags teilgenommen. Man durfte zwei Geschichten einreichen und das habe ich getan - um meine Chancen zu erhöhen - und weil ich eine extrem kreative Phase hatte. Die Geschichten habe ich an einem launigen Abend bei Kerzenschein geschrieben, und eine wurde dann letztendlich in die später veröffentlichte Anthologie aufgenommen. Dazu gab es noch ein Preisgeld von DM 200.-.

Ich nahm teil, weil mich das Thema interessierte und weil ich von meinen Geschichten überzeugt war. Es war ein schönes Gefühl die Korrekturfahnen zu bekommen und später das fertige Buch in Händen zu halten. Für mich war es ein Schlüsselerlebnis, das mich bis heute geprägt hat. Leider hatte ich seitdem nicht mehr das Bedürfnis an Wettbewerben teilzunehmen und wenn, dann entsprach ich nicht den Teilnahmekriterien (falsches Alter, Geschlecht, Ort usw.).

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (08.02.2010, 22:07)
Ich halte es da wie die Haifischfrau ...

(Bin über die Jahre bereits in etlichen Anthos vertreten :-)

hwg
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Re:

von hwg (09.02.2010, 07:20)
Bis jetzt wurde ich zu einer Teilnahme an Anthologien stets eingeladen
und machte, wenn die Konditionen meinen Vorstellungen ent-
sprachen, auch mit.

Wenn vom Autor eine Druckkostenbeteiligung verlangt wird, lasse ich
jedoch seit jeher die Finger davon!

In den mir bekannten Buchhandlungen verkaufen sich Anthologien
allerdings sehr schlecht.

Eine erfreuliche Ausnahme war das "Grazer Tagebuch - Die Stadt im Spiegel ihrer Literaten" (Steirische Verlagsgesellschaft/Leykam-Verlag 2004) anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2003, dessen Texte vorab auch in der auflagenstärksten Tageszeitung abgedruckt worden waren und deshalb auch doppeltes Honorar einbrachten.

Bei Veröffentlichungen in von Kolleginnen und Kollegen - zum Beispiel auch aus diesem Forum - herausgegebenen Anthologien verzichte ich
aus Solidaritätsgründen auf ein Honorar.
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

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Peyton
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Re:

von Peyton (09.02.2010, 07:28)
An Anthologien beteilige ich mich überhaupt nicht. Lieber schreibe ich meine Romane cheezygrin

LG
Peyton
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hawepe
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Re:

von hawepe (09.02.2010, 08:20)
Hallo Hans,

hwg hat geschrieben:
In den mir bekannten Buchhandlungen verkaufen sich Anthologien
allerdings sehr schlecht.


Deshalb wird meistens auch auf viele kurze Geschichten unterschiedlicher Autoren wert gelegt. Die meisten Autoren sind so stolz auf ihre Beteiligung, dass sie den Band großzügig an Freunde und Verwandte verschenken.

Wird die Ausschreibung dann noch an bestimmte Bedingungen wie Alter und regionalen Bezug gelegt, gibt es häufig Fördergelder und finden sich Sponsoren. Ein regionaler Bezug erleichtert zudem Marketing und Werbung.

Abgesehen vom regionalen Bezug stellen Anthologien ansonsten meistens ein ziemliches Sammelsurium dar. Sie bieten für viele Leser etwas, aber für kaum einen Leser viel.

Beste Grüße,

Heinz.

hwg
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Re:

von hwg (09.02.2010, 08:36)
Guten Morgen Heinz!

Klar, die Aufnahme in eine Anthologie dient dem Autor auch - ein bisschen mehr oder weniger - zur Selbstbeweihräucherung. :lol:

Ich blättere nicht ungern in einer solchen Geschichtensammlung.

Allerdings profitieren meistens nur die Herausgeber und der Verlag von den öffentlichen Förderungen, sehr selten jedoch die Autoren (und diese schon gar nicht, wenn ihnen noch dazu einen Druckkostenbeitrag abverlangt wird).

Herzlichen Gruß!
Hans
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Re:

von Dein-Lieblingsbuch (09.02.2010, 19:56)
Hey,

vielen Dank für eure Meinungen, gerne noch mehr :-)

Habe selbst auch schon mit anderen Autoren eine Anthologie
veröffentlicht, die ging eigentlich ganz gut im Verkauf...
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hwg
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Re:

von hwg (10.02.2010, 08:28)
Wenn sich eine Anthologie gut verkauft, ist das wohl die berühmte Ausnahme von der Regel. :lol:

Anthologien-Herausgeber bzw. deren Verlage sind oft an der Teil-
nahme möglichst vieler Autoren mit relativ kurzen Texten interessiert
und rechnen ja (auch) damit, dass jeder veröffentlichte Autor mehrere
Bände (mitunter zum Vorzugspreis) erwirbt und weiterverkauft (oder
auch verschenkt). Wenn's funktioniert, ist ein nennenswerter Absatz
(vor allem bei Kleinauflagen) garantiert.

Aus meiner Sicht eine vernünftige Vorgangsweise. Allergisch bin ich
jedoch gegen das Ansinnen, sich mit einem Druckkostenbeitrag an einem Anthologieprojekt zu beteiligen. Derartige "Angebote" wandern sofort
in einen meiner großen Papierkörbe. cheezygrin
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (10.02.2010, 08:30)
Dein-Lieblingsbuch hat geschrieben:
Hey,

vielen Dank für eure Meinungen, gerne noch mehr :-)

Habe selbst auch schon mit anderen Autoren eine Anthologie
veröffentlicht, die ging eigentlich ganz gut im Verkauf...



Was heißt dennn "eigentlich ganz gut"?

Gruß
Haifischfrau

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Maribella
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Re:

von Maribella (10.02.2010, 17:08)
hwg hat geschrieben:
...
Anthologien-Herausgeber bzw. deren Verlage sind oft an der Teil-
nahme möglichst vieler Autoren mit relativ kurzen Texten interessiert
und rechnen ja (auch) damit, dass jeder veröffentlichte Autor mehrere
Bände (mitunter zum Vorzugspreis) erwirbt und weiterverkauft (oder
auch verschenkt). Wenn's funktioniert, ist ein nennenswerter Absatz
(vor allem bei Kleinauflagen) garantiert. ...


Dem will ich nicht widersprechen. Allerdings bin ich jemand, der keine Anthologien erwirbt, um sie zu verschenken oder zu verkaufen. An mir verdient also kein Herausgeber. Fast alle Anthologien, in denen ich vertreten bin, habe ich als Belegexemplare umsonst erhalten. Zwei, in denen meine ersten beiden Veröffentlichungen abgedruckt wurden, habe ich erst nach ca. einem Jahr erworben. Generell gilt für mich: Geschichte in einer Antho "geparkt" - Sache abgehackt.
Letztes Jahr habe ich kaum an Wettbewerben teilgenommen. Dieses Jahr ist für mich auch nichts Passendes dabei.

Ich habe gehofft, durch kleine Veröffentlichungen in Anthologien würden meine Chancen, bei einem seriösen Verlag unterzukommen, wachsen. Aber ich schätze, wenn das MS nicht stimmt, dann kann man die Bonbons (Veröffentlichungen in Anthos) in der Vita vergessen.

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