Wer hat wirklichen Erfolg mit seinen Büchern?

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mtg
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Re:

von mtg (28.01.2010, 08:17)
Da kann ich CeKaDo nur unterstützen. Zuerst ein wenig ungläubiges Staunen, dann für einen Moment so etwas wie Ehrfurcht ... und dann das Wesentliche: Interesse. Daa gilt zumindest für meine Chroniken, wie die Marken- und Firmenchronik von Bullrich-Salz (über 180 Jahre alt), über die älteste Kneipe in Berlin-Charlottenburg (fast 120 Jahre alt) oder ganz aktuell über das Haus in Solingen, in dem ich aufgewachsen bin (fast 180 Jahre alt).

Bei "Endlich mal was Positives" liegt der Fall anders: Da spielt das "boah, ey ... der ist aber mutig" eine große Rolle - dann die Erkenntnis, dass man selbst über HIV nix weiß und dann oft die (mitlerweile sehr häufig in die Tat umgesetzte) Absicht, das Buch zu kaufen.

Vom Schreiben wird man nicht reich (es sei denn, man ist eine der berühmten Ausnahmen) - aber Spaß machts. Meine Kosten hab ich wieder drin, im Moment bekomme ich ziemlich viel Presse, habe sogar einen Buchauftrag - und viele schöne neue Themen im Kopf.

Und das ist es doch, was zählt: das Gefühl, dass sich etwas bewegt, weil ich etwas bewege.

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Patricia Kay Parker
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Re: Arbeite nicht mehr als Chostwriter!

von Patricia Kay Parker (28.01.2010, 09:28)
Hallo Dorothe,

ich hab jetzt nicht alle Beiträge hier im Thread gelesen, aber ich möchte kurz auf diesen hier eingehen *smile*

jetset hat geschrieben:
Ich habe mich mal als Chostwriter versucht, aber das war nicht das richtige für mich. Habe das aber eigentlich aus meinem Profil genommen?


Das magst du aus deinem Profil genommen haben aber nicht aus deiner Signatur. Steht also unter jedem deiner Beiträge.


jetset hat geschrieben:
Ich greife alle (fast) alle Themen auf. Mein erstes Buch ist eine Autobiographie. Das zweite ein Jungend - Fantasy Roman auch für Erwachsene. Das dritte war ein Foto- Gedichtsband. Der letzte Roman: Ein Schicksals- Roman mit dem Thema Familie und Krebs


Das könnte auch ein Verkaufs-Problem sein. Du hast keine genaue Zielgruppe. Finde ich am Anfang einer Autorenkarriere ganz praktisch, sich zunächst auf eine Gruppe einzuschießen. Denn wenn der Gruppe dein Buch gefällt, dann wird sie auch ein weiteres Buch von dir kaufen wollen. Doch was soll ein Jugendlicher, der einen Fantasy-Roman lesen möchte, mit einem Gedichtband, einer Autobiographie oder einem Schicksalsroman anfangen??? Der wird sich einem anderen Autor zuwenden.

Meine Bücher sprechen zwar eine Randgruppe an, aber wie ich festgestellt habe, eine stetig wachsende.
Das erste Buch (Roman) ging schleppend, klar, ich war ja auch "unbekannt"...das zweite trifft vielleicht nur einen kleineren Teil der Zielgruppe (erotische Kurzgeschichten sind nicht jederfraus Sache), aber der Name war schon mal bekannter und wurde in der Presse (Magazin der Zielgruppe) erwähnt. Ich war in Internetcommunitys, hab in spezifischen Internetshops sowie in Läden, die das Buch ansprechen könnte, vorgesprochen etc. Klinkenputzen...anstrengend aber notwendig.
Die folgenden beiden Bücher (sind als Lebenshilfe zu sehen) treffen wieder die Zielgruppe und noch eine breitere Masse darüber hinaus. Sie verkaufen sich schon wesentlich besser *freu* Von Teil 1 sind schon über 800 bei BOD geordert worden *strahl* Teil 2 ist gerade erschienen und ich hatte sofort Vorbestellungen und auch schon eine Einladung zur Lesung, die ich wohl annehmen werde (ist meine Erste!).
Aber ohne Arbeit ging das nicht. Hab allen Frauenberatungszentren, allen Familienberatungsstellen, den Buchläden, die sich für das Thema interessieren könnten, der Presse etc. (naja, allen die ich im Internet recherchieren konnte) die Ankündigung der Neuerscheinung mit Flyer gemailt.

Arbeit, die sich aber jetzt auszahlt.

Wünsche euch allen viel Erfolg mit euren Büchern!

Lieben Gruß
Patricia Kay Parker

PS: Natürlich wollen wir Erfolg und Reaktionen auf unsere Bücher...aber, haben wir sie nicht geschrieben, weil die Worte einfach aus uns heraus wollten? Den ersten Roman und die Kurzgeschichten hab ich damals geschrieben, weil ich es einfach mal wollte. Ob die Bücher jemand liest, war mir im Endeffekt fast egal *smile*
Zuletzt geändert von Patricia Kay Parker am 28.01.2010, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
Lesen macht sexy!
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skipteuse
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Re:

von skipteuse (28.01.2010, 09:52)
Toll Patricia!
PS. Ich habe ähnliche Erfahrungen. Und auch diese: Erst einmal schreibe ich um "meinetwillen" ,-)

Matthias hat es schön einem Satz zusammengefasst:

"Und das ist es doch, was zählt: das Gefühl, dass sich etwas bewegt, weil ich etwas bewege."

Beste Grüße,
Barbara

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Judith
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Re:

von Judith (28.01.2010, 11:34)
Anfangs habe ich auch Werbung für meine Bücher gemacht, Postkarten drucken lassen, Flyer ausgelegt etc. Ich glaube aber nicht, dass das viel gebracht hat, vermutlich war ich auch zu lasch oder schüchtern mit meiner Werbung. Trotzdem ist es so, dass sich meine BoD-Bücher, vor allem "Hannahs Nachtgeschichten" aber auch "Hannahs kunterbunte Geschichten" gut verkaufen, wenn auch nur ca. 100 Stück im Jahr. Immerhin habe ich damit keinen Aufwand und bekomme auch nach Abzug der Systemgebühr noch ein nettes Sümmchen ausbezahlt. Mein Ziel war bei den BoD-Büchern, die Kosten reinzubekommen und das habe ich mehr als erreicht, also bin ich zufrieden.

Die Bücher, die ich über Verlage herausgebracht habe, laufen natürlich wesentlich besser. Zwar ist der amazon-Verkaufsrang teilweise niedriger oder gar recht mies, aber da werden eben die meisten Bücher über den Buchhandel oder den Verlag verkauft. Die Verkäufe liegen im Schnitt zehn mal höher als bei BoD und ich muss auch nichts dazu tun.

Grüßle,
Judith
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skipteuse
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Re:

von skipteuse (28.01.2010, 12:17)
Liebe Judith,

das klingt echt gut:

"Die Verkäufe liegen im Schnitt zehn mal höher als bei BoD und ich muss auch nichts dazu tun. "

:-)))

Weiterhin viel Erfolg!

Schecki24
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Re: Wer hat wirklichen Erfolg mit seinen Büchern?

von Schecki24 (28.01.2010, 12:49)
jetset hat geschrieben:
Ich habe 3 Bücher geschrieben und noch nicht einmal den Einsatz rausbekommen. Obwohl ich viel positives Feedback, auch durch die Presse erhalten habe, ist der Verkauf gleich Null. Ich habe alles versucht meine Bücher an den Mann zu bringen. Alles außer Buchmesse! Das kann ich mir als Arbeitslose nicht leisten. Was kann ich noch tun, damit man auf mich aufmerksam wird?


Ein Buch ist ein Produkt wie jedes andere, wie ein Kochtopf oder Spielzeug, oder sonstwas. Soll ein Produkt verkauft werden, muss es in die Regale des Handels, damit der Endverbraucher das Produkt sieht und sich gegebenfalls dafür entscheiden kann. Er muss es in die Hand nehmen können.

Das ist ein ganz normaler Vorgang, der in jeder Branche funktioniert - nur nicht im Buchmarkt!

Dieser hat Strukturen, die einen freien Wettbewerb unmöglich macht.
Das habe ich als Spielzeughersteller, der nun auch als Verlag erste Schritte macht, bitter erfahren müssen. Es ist fast unmöglich, als kleiner, neuer, unbekannter Verlag und Autor sein Produkt in die Regale des Buchhandels zu bringen. Die großen Buchhandlungen und Ketten werden von den großen Verlagen dominiert, die auch im Handel mitbestimmen.
Kleine Buchhandlungen können sich nicht das Risiko leisten, einen unbekannten Verlag als Ladenhüter zu bekommen.

Sucht man den Weg über den Handel, bleibt nur die Möglichkeit, kleineren Buchandlungen das Buch auf Kommission anzubieten. Es ist schließlich egal, ob es zu Hause liegt oder dort im Regal steht, die Chance ist größer.

Eine weitere Möglichkeit ist der Weg, den Endverbraucher selber auf das Buch aufmerksam zu machen, damit er es im Buchhandel oder bei einem selber bestellt.

Man muss entweder in Anzeigen investieren, oder die Medien für sich gewinnen.

Das gelang mir mit dem ungewöhnlichen Thema meines Buches, es ist das Einzige mit erotischen Geschichten aus dem DDR-Alltag, dazu noch die ungewöhnliche Hintergrundgeschichte, die zu dem Buch führte.
Bei Erscheinen berichtet sofort die Bild am Sonntag, dann andere Zeitungen, die Einladung zu der MDR-Talkshow "unter uns" erfolgte und es liegt bereits eine zweite Einladung des Fernsehens vor. Das alles zog sich allerdings über ein Jahr hin!!!

Aber wir haben auch Flyer verteilt, Eisenach ist eine Touristenstadt, auf den Parkplätzen an die Scheibenwischer geklemmt und in Läden ausgelegt, Poster geklebt. Bescheidenheit bringt da nicht weiter.

Die dritte Auflage muss vorbereitet werden. Das Thema stimmt, Erotik geht immer, dazu 20 Jahre Mauerfall und schließlich die Hintergrundgeschichte, dass ein Spielwarenhersteller nach einem Brandanschlag ein Erotikbuch schreibt, um schneller wieder auf die Beine zu kommen. Im Buch hinten wird ein zweiter Teil angekündigt, für diesen liegen schon zahlreiche Bestellungen vor.

Mein Buch steht in etlichen Hotels als "Betthupferl, sogar in einigen Tankstellen und Gaststätten, da habe ich gar keine Imageprobleme.

Auf der Leipziger Buchmesse hatte ich auch schon einen 2x2 m Stand, (schräg gegenbüber von BoD!) die Kosten sind überschaubar. Aber es bringt trotzdem nichts, man müsste direkt am Stand verkaufen können wie zu unseren Hobbymessen in Leipzig.

In dieser Branche mit jährlich ca. 80.000 Buchneuheiten fehlt eine Zeitschift, die über Buchneuheiten berichtet. Alls mögliche gibt es, zig Frauenzeitungen, Autozeitungen, Spielzeugzeitungen, nur keine Bücherzeitung.

Ich würde einfach raten, Buchhandlungen ein Kommissionsangebot zu machen. Viel Glück dazu!


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Ngoci
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Re:

von Ngoci (29.01.2010, 19:15)
oder diese Methode, habe es nicht ausprobiert, aber es gilt auch als kleine Werbung für die Bücher cheezygrin
Versuche in einer Bücherei deine Bücher aufzunehmen. damit möglichst viele Leute dein Buch lesen können. Vil. klappt es thumbbup
Mit Lieben Grüßen Ngoci
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MarkusGronotte
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Blupp

von MarkusGronotte (31.01.2010, 18:51)
xyz
Zuletzt geändert von MarkusGronotte am 22.03.2010, 12:11, insgesamt 1-mal geändert.

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Lisa_Sonnenblume
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Re: Blupp

von Lisa_Sonnenblume (31.01.2010, 19:50)
MarkusGronotte hat geschrieben:

PS: Mir ging es auch in erster Linie darum, einen ersten Schritt zu unternehmen, den Islam etwas ... nunja... "umzugestalten"... (weil ich das für dringend notwendig halte) :wink:


Hallo Markus,

wie meinst du das? Muslime sind da sehr leidenschaftlich, wenn es um den Koran geht :wink:
LG,

Lisa

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Franz Hansmann
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von Franz Hansmann (13.02.2010, 11:57)
Vor ein paar Tagen habe ich eine Sendung im TV gesehen. Die uns allen im Grunde klar machen kann wie das System Marketing funktioniert. Zwei Redakteure dieser Sendung haben jeder ein, wie ich finde, sinnfreies Video gedreht und diese dann bei Youtube und Myvideo eingestellt. Beide haben unterschiedliche Ansätze gewählt um die Videos bekannt zu machen und möglichst hohe Zugriffszahlen zu erzeugen. Innerhalb von 4 Wochen hat es das eine Video immerhin auf ca. 50.000 Zugriffe gebracht. Marketing muss man breit aufsetzen. Hier ein paar Tipps dazu:

1. Sammle die Email-Adressen von Zeitungen, Rundfunksendern und TV-Anstalten ein. Im Impressum der Seiten steht meist auch eine Email-Adresse der Redaktion. Sende Infos über ein neues Buch ann alle diese Adressen. Trete nicht nur an Zeitungen heran, die Deinem Genre entsprechen.

2. Erstelle eine Homepage, auf der Deine Bücher professionell vorgestellt werden.

3. Ein Demovideo kann auch nicht schaden.

4. Setze die Demovideos in alle einschlägigen Seiten.

5. Fütttere die Social-Networks wie z.B. Facebook mit diesen Informationen.

6. Trage Informationen in jedes Forum ein, dass für Deine Bücher in Frage kommt.

7. Klappere die Buchläden in Deiner Umgebung ab und stelle Dein Buch persönlich vor. Vielleicht kannst Du gleich eine Leseung vereinbaren.

8. Verweist immer auf die Möglichkeit der kostenlosen Rezensionsexemplare.

Das sind alles Multiplikatoren, die Deinen Bekanntheitsgrad steigern. Fällt Euch noch mehr ein?

Das schreibt hier jemand, der selber über die Punkte 1, 5 und 8 noch nicht hinaus gekommen ist, obwohl er die technischen Möglichkeiten dazu hätte cheezygrin . Zeit ist leider manchmal ein knappes gut.
Ich weiß, ich weiß nichts.
www.net4web.de

RyuTakahashi
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Registriert: 20.01.2010, 14:43

Re:

von RyuTakahashi (13.02.2010, 12:08)
Weiß jemand, wie oft man Gutschriften in fremder Währung auf sein Margenkonto bekommt? 1x im Monat?

Ich habe vor Kurzem ca. 1.800 Bücher meines deutschen Werkes in USD verkauft, allerdings mit Datum 01.01.2010 - angezeigt wurde es erst Mitte Februrar.

Danny P.
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Re: Hallo zusammen und vielen Dank!

von Danny P. (13.02.2010, 12:26)
Hallo Dorothé,

ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen, die du auf deine Frage bekommen hast. Aber interessant ist dieses Thema garantiert, zumal jeder diese Nuss knacken muss.
Ich würde dir zwei Dinge empfehlen: Direktmarketing und Netzwerken.
Vor einigen Monaten habe ich eine Uni-Seminararbeit zum Thema Autorenselbstmarketing geschrieben und daher auch einige Ratgeber darüber gesehen. Ich muss sagen, was darin vorgeschlagen wird, hört sich oft viel einfacher an, als es sich dann wohl umsetzen lässt. Aber irgendwie muss man ja anfangen ...

Viel Erfolg

Danny

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (13.02.2010, 12:50)
@Franz:

Ich habe fast alles gemacht, wozu du da rätst, und es hat die Verkaufszahlen kein bisschen angehoben, ausgenommen die direkten Verkäufe bei Lesungen.
Blog, Literatur, Videos, Buchbestellung und mehr hier
www.stefansoeffky.de.to

Schecki24
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Re:

von Schecki24 (13.02.2010, 13:23)
Jetzt versuche ich die einfachste Lösung.

Die Webadresse der Buchhomepage www.DDR-Erotikgeschichten.de inseriere ich künftig in Anzeigenblättern, die kostenlos jeder Haushalt bekommt. Das ist finanziell überschaubar. Mal sehen, was geschieht.

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