Epubli oder Books on Demand?

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Danny P.
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Epubli oder Books on Demand?

von Danny P. (13.02.2010, 16:11)
Hallolo,

kurze – nun ja, vielleicht doch etwas längere ... – Frage: Was sagt euch mehr zu, BoD oder epubli? Oder ganz allgemein: Ein Onlineanbieter, bei dem man alles selbst zusammensetzen und hochladen muss? Oder ein Anbieter wie Books on Demand, der einem bei diesen technischen Dingen richtig hilft?
Ich finde epubli nicht schlecht. Allerdings gefällt mir nicht so gut, dass ich jedes Jahr für die ISBN bezahlen muss. Schließlich muss das Unternehmen sie ja auch nur einmal für mich generieren. Das ist dann doch etwas anderes, als wenn ich bei BoD jeden Monat Datenhaltungskosten bezahle, weil die damit ja schließlich auch jeden Monat etwas für mich tun.
Gut, das ist nur Kleinklein.
Aber auch ganz grundsätzlich: Ich komme beim Preisrechner von epubli nicht auf einen Ladenpreis, der meinen Vorstellungen entspräche. Wie ich die Faktoren auch ändere, er ist immer zu hoch ...
Und so würde mich interessieren: Welche Erfahrungen habt ihr hier gemacht?

Mit herzlichen Grüßen

Danny

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Beckinsale
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Re:

von Beckinsale (13.02.2010, 16:49)
Du zahlst pro Jahr. Das ist bei allen Anbietern so. Wie die das nennen, das ist nicht relevant. Rechne aus, was du zu zahlen hast und entscheide nach dem Betrag. Der (potenzielle) Anbieter "Schnudelwudel" nennt das, wofür du zahlen sollst, vielleicht "Klaus". Und dann? :))

epubli kenne ich nun nicht, aber das istk ein Problem. Du mußt einfach nur schauen, welcher Anbieter dir für dein Geld am meisten von dem bietet, das du nicht selber machen kannst oder willst. Und die Entscheidung liegt aufm Tisch.

My.

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Franjo
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Re:

von Franjo (15.02.2010, 22:38)
Epubli ist meiner Meinung nach noch nicht "fit for POD market", obwohl Epubli zur großen "Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck" gehört. Seit Anfang des Jahres hat Epubli einen neuen CEO und es stehen offenbar starke Änderungen an. Ich denke, Epubli will sich als Mitwettbewerber von BoD positionieren. Nach eigenen Aussagen Epublis sollen größer Änderungen beim Buchshop und Marketing im ersten Quartal folgen.

Bislang schaut es noch so aus:
Epublis Bookshop bietet keine Suchfunktion. Dass bedeutet, dass dort nicht wirklich mit Werbungswirkung zu rechnen ist, wird das eigene Buch nicht andauernd gekauft. Beispiel: Schaue ich beispielsweise bei Epublis "Bestseller"-Liste und füttere Booklook.de mit "Engel haben keine Flügel" dann spuckt mir Booklooker.de nicht das Buch von Rainer Eckhardt aus sondern zwei andere gleich bzw. ähnlich lautende Titel. Die Epubli-Veröffentlichung taucht dort nicht auf. Erst im Bookbutler.de finde ich das Buch an letzter Stelle mit zwei Kaufmöglichkeiten: Amazon-Marketplace und Lehmanns und nur Lehmans ist versandkostenfrei, während beim beliebten Amazon noch drei Euro hinzu kommen, weil es ein Marketplace-Angebot des Anbieter "Epubli" ist.

Momentan kostet die ISBN und der Eintrag ins VLB 19,95 Euro im Jahresabo. Kündigungsfrist des Autorenvertrags ist 30 Tage. Also keine Ablöse wie bei BoD.

Epubli plant nach eigenen Aussagen nicht nur eine Verbesserung der Vertriebmöglichkeiten, des eigenen Bookshops sondern auch das Angebot von E-Books. Wann die Erstellungsmöglichkeit und der Vertrieb von E-Books starten soll, konnte mir Epubli nicht mitteilen. Es hieß nur, dass es in diesem Jahr passieren wird.

Epubli taugt meiner Ansicht nach einstweilen für Privatdrucke ohne ISBN oder für den engagierten Eigen-Vertrieb mit ISBN. Ein Probedruck, den ich dort in Auftrag gab, wurde mir im großen Ganzen ohne starke Auffälligkeiten ausgeliefert.

Ich denke, Epubli sollte man einstweilen im Auge behalten. Genauso wie Lulu. Für Veröffentlichungen würde ich jedoch BoD oder Shaker Media einstweilen vorziehen. Ich hoffe, dass Epublis Engagement den Markt positiv verändern wird.

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (16.02.2010, 07:34)
Wie ist die Vertragslage heute?
Vor zwei Jahren habe ich mir epubli angeschaut.

Im Autorenvertrag stand damals drin:
- Ausschliessliche Nutzungsrechte bei epubli
- Der Autor räumt das Recht zum vollständigen unentgeltlichen Abdruck ein...

Das war für mich ein klares K.O. Ich verschenke meine Werke nicht.

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Franjo
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Re:

von Franjo (17.02.2010, 19:06)
Das ist immer noch so. Der erste findet sich ja auch bei BoD wieder. Im Unterschied gibt es bei Epubli 30 Tage Kündigungsfrist, bei BoD läuft der Vertrag über die bekannten 5 Jahre.
Der zweite findet sich hier wieder:
"2.1.3 das Recht, je nach erfolgter Bestimmung durch den Autor, Ausschnitte des Werks oder das ganze Werk zum Zwecke der Bewerbung unter Verwendung des Namens des Autors öffentlich zugänglich zu machen, d.h. das Recht, Ausschnitte des Werks oder das ganze Werk zum Zwecke der Bewerbung drahtgebunden oder drahtlos der Öffentlichkeit in einer Weise zugänglich zu machen, dass es Mitgliedern der Öffentlichkeit von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich ist;
2.1.4 das Recht, das Werk im Umfang der eingeräumten Rechte, auch unentgeltlich, durch ganzen oder teilweisen Abdruck, Sendung oder sonstige Wiedergabe, auch im Internet, zur Werbung für epubli oder Dritte (insbesondere Vertriebspartner), einschließlich für dessen/deren Produkte, entgeltlich oder unentgeltlich zu nutzen, auch nach Beendigung dieses Vertrags mit der inhaltlichen Beschränkung dahingehend, ohne Abdruck des Werks nur mit dem Titel des Werks, nebst Erscheinungsjahr und erstellter Buchausgabe sowie dem Namen des Autors für epubli und/oder Dritte zu werben."
Quelle:

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https://www.epubli.de/publish/autorenvertrag/

Aber auch hier gilt, der Autorenvertrag ist eine Vertragsvorlage. Wer einfach abzeichnet, ohne mit denen über strittige Punkte zu verhandeln, der handelt falsch.
Ich schaue ja momentan gen Lulu. da tut sich wieder was für den deutschen Markt. Und ich hoffe, es passiert da wirklich was.

Speedy
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Re:

von Speedy (20.02.2010, 13:33)
Mit epubli habe ich im lezten Jahr auch experimentiert und hatte zunächst einen sehr guten Eindruck. Man kann und muss eine Menge selbst machen, doch das Ergebnis war wirklich sehr gut. Der große Haken, der mich letztendlich bewog, mein neues Buch bei Tredition zu verlegen, war der Einzelhandelspreis. Der war so weit weg von gut und böse, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, bei epubli wrklich viele Bücher verkaufen zu können. Sollte sich jedoch hier etwas bewegen, ist epbli auf jeden Fall eine erneute Überlegung wert.

Ich selbst bin, wie gesagt, zu tredition gewechselt und bislang sehr zufrieden. Einziger Kritikpunkt hier sind die sehr begrenzten Möglichkeiten zur kostenlosen Covergestaltung. Davon abgesehen ist es aber ein sehr gutes Projekt, das von sehr engagierten Leuten geführt wird, die doch tatsächlich auch ein Interesse an guten Verkaufszahlen haben.

Shaker war für mich dagegen ein Megaflop. Alle Arbeit und Anstrengungen, die ich in mein dortiges Buch steckte, verpufften fast wirkungslos, weil die Handelsanbindung unterirdisch ist. Aber zumindest kam das alles meinem BOD-Roman zugute und war so dann doch nicht ganz vergebene Liebesmüh.

Danny P.
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Re:

von Danny P. (28.02.2010, 20:11)
Hallo Speedy,

je mehr ich mich informiere und mit anderen Erfahrungen austausche, desto verwirrter fühle ich mich.
Tredition, das dir so zugesagt hat, spricht mich nämlich überhaupt nicht an. Das klingt alles so halb-professionell. Und der Ladenpreis, den der Provisionskalkulator (oder wie das Ding heißt) mir errechnet hat, liegt höher als bei ePubli (bei einem Buch von ca. 320 Seiten). Oder was habe ich da falsch gemacht?

Danny

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