Der Mind des Matrix-Hackers

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Yokai
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Re:

von Yokai (29.03.2010, 18:24)
Ich weiß es nicht.
Ich bin auch erfolglos abgedreht. War ich schon immer. Auch bevor ich wusste, was McDoof ist (seitdem aber noch mehr).
Vielleicht ist die Kunst des erfolgreichen Abdrehens einfach die, dass man drüber redet und kleinere Brötchen backt als andere oder gerade noch größere - jedoch mit dem Wissen, dass es nicht auf die Größe ankommt, sondern auf die Technik (mehr Schein als sein - du verstehst?).
Vielleicht ist es auch nur das - wie ich schon anmerkte - das "Nur so tun - das aber laut".
Siehe Matrix-Filme. Eine schon mehrfach dagewesene Idee ("Welt am Draht") optisch aufhübschen und so tun, als sei das ganze streng philosophisch und zwar derart, dass es für die Masse nicht zu verstehen ist - potentziell auch kompletter Unsinn ist - aber wer weiß das schon, denn das ist ja der Trick dabei, dass es niemand weiß und beides Sinn macht. Philosophie ist eh immer erstmal Unsinn. Manchmal komischer als anders.

Vielleicht machen die Abgedrehten ihre Kohle auch gar nicht mit ihren Filmen oder Büchern sondern einfach nur damit, dass sie sind - und dass jemand oder die Fangemeinde sowas sehen will.

Ich weiß es einfach nicht.

Wenn du das Rätsel löst, lass es mich wissen.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (29.03.2010, 18:28)
hawepe hat geschrieben:
Hallo Torsten,

Und warum versuchst du dann nicht einfach mal tinyurl.com?

Wenn das immer noch zu lang ist, bieten sich http://byt.ly und http://tr.im an.

Beste Grüße,

Heinz.


Hallo Heinz,

hat prima funktioniert (siehe Signatur). Vielen Dank!

Torsten
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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (29.03.2010, 19:05)
Danke für den Tipp, Heinz. In meinem Fall wird die Signatur so wieder zu lang. Aber ich glaub wie es ist erschließt es sich jedem.
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Bello
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Re:

von Bello (29.03.2010, 21:55)
Hallo Yokai!

Das Buch >Welt am Draht< hat mir sehr gut gefallen. Die Frage, ob diese Welt eine Illusion ist, ist nicht so abwegig, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Mit diesem Problem hat sich auch Pirsig, der hier schon erwähnt wurde, in seinem Buch >Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten< beschäftigt. Mit einem IQ von über 150 (da bin ich aber nicht mehr so sicher) wäre er über diese Frage fast geworden. Nahrung hat dieses Thema von der wissenschaftlichen Seite bekommen. Physiker, die sich im Dunstkreis des lucasischen Lehrstuhls (das ist der Lehrstuhl der Universität Cambridge - prominente Mitglieder: Newton und Hawking) bewegen, rechnen mit einer zwanzigprozentigen Wahrscheinlichkeit, dass alles nur eine Illusion ist. Beunruhigend an dieser Vermutung ist, dass nur ein intelligentes Wesen eine komplexe Computersimulation schreiben kann. Wenn weiter unterstellt wird, dass der darwinschen Evolutionstheorie ein ubiquitärer Ansatz zugrunde liegt, ist das diese Welt erschaffende Wesen ein Homo ludens. Sobald die Menschen die Simulation erkennen, steht zu befürchten, dass das Überwesen seine Freude am Spiel verliert. Es wird dann tun, was Kinder in dieser Situation gelegentlich auch tun: Es wird das Programm löschen! Woran erkennen wir die Simulation? Die Physiker sagen, wenn wir einen Programmfehler entdecken. Was könnte ein Programmfehler sein? Wenn beispielsweise eines Tages das Wasser für einen kurzen Moment keine Textur aufweist. Wer es genauer wissen will, sollte das Buch >Welt am Draht< lesen.

Gruß

Bello

Bello
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Re:

von Bello (29.03.2010, 21:58)
Hallo Zeitl0ch!

Verfügt dein Buch über die Funktion >search inside<? Ich würde gerne ein paar Seiten darin lesen.

Viele Grüße

Bello

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (29.03.2010, 22:11)
Hallo Bello!

Ich denke, in meinem Buch, um das es ja in diesem Thread ursprünglich geht, kann man noch allerlei finden, was dafür spricht, dass diese Wet eine Simulation sein könnte.
Aber wenn man dieser Sache auf die Schliche kommt, steht nach meiner Erfahrung eben nicht die Löschung des Programms an. Ich stelle auch gar nicht die Frage nach dem Schöpfer - ich als Sartreaner. Die eigene Freiheit ist vielmehr das, was dann deutlich wird.
Der Schöpfer übersteigt meinen Erkenntnishorizont. Und er hat mir auch nie was getan. Die Frage stellt sich erstmal gar nicht.
Nur, wenn ich schon im Leben weiß, dass es etwas anders als das Leben in der Simulation gibt, dann ändert sich das Leben.
Das lässt der Schöpfer, wenn es ihn denn gibt, erfahrungsgemäß alles mit sich machen.
Und es gibt uralte Überlieferungen, die diese Dinge andeuten. Darauf komme ich in meinem Buch zu sprechen.
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Bello
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Re:

von Bello (29.03.2010, 22:41)
Hallo Zeitl0ch!

Klügere Menschen als ich haben das Löschen der Simulation in Betracht gezogen. Es gibt Physiker, die der Frage nachgegangen sind, ob durch das Beobachten eine Veränderung des Kosmos herbeigeführt werden kann. Ist dies richtig, könnte die Betrachtung einer fernen Galaxie durch ein Fernrohr das Ende dieses Universums bedeuten. Eine nur auf den ersten absurde Idee.

Die theoretische Physik nähert sich immer mehr der Philosophie an. Fast hat man an den Eindruck als würden beide verschmelzen. Die Frage nach Gott ist keine rein theoretische mehr. Für Einstein gab es ihn auch nach den Entdeckungen in der Quantenphysik (Gott würfelt nicht). Hawking hat eine Zeitenwende eingeläutet. Es bedarf keines Schöpfers, um dieses Universum entstehen zu lassen. Allerdings gibt die moderne Physik noch Raum für einen Gott. Aber wie lange noch?

Vor dem Hintergrund der revolutionären Umwälzungen in der Physik ist die Reaktion der Kirche sehr verhalten. Und das,obwohl die Physik Gott heute mehr infrage als Galileo stellt.

Zum Glück ist der Glaube an Gott im eigentlichen Sinne keine existenzielle Frage.

Ich hoffe, ich trete hier niemanden vor´s Schienbein. Äußerungen zur Theologie und Religion sind oft ein heißes Eisen.

Gruß

Bello

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (30.03.2010, 16:52)
Meine Inspiration entstammt ja nicht vorrangig der Physik, sondern eher der Meditation und gewissen Erfahrungen mit spirituellen Praktiken. Zumindest bei solchen Unternehmungen erweist sich die Realität noch als relativ stabil.
Ich habe mich auch in meinem Buch bemüht klarzustellen, dass ich nicht etwa den Realismus und die Naturwissenschaft ablehne. Innerhalb der Welt haben diese volle Gültigkeit. Trotzdem kann das Ganze von einer anderen Perspektive aus als Simulation betrachtet werden.
Tibetische Lamas haben heutzutage DVD-Player. Ich las in einem Buch mit Texten von Lamas sogar mal den Vergleich mit den Matrix-Filmen.
Eine relative Gebundenheit an die Wechselfälle des realen Daseins bleibt auch trotz aller meditativer Erfahrung normalerweise erhalten. Auch Lamas, Zen-Meister und Yogis werden grau und klapprig. Aber aus der Erfahrung einer anderen Perspektive erwachsen trotzdem nicht nur veränderte Einstellungen, sondern auch ganz reale Verbesserungen.
Ich habe mich schon bemüht in meinem Buch Esoterik und Philosophie wieder einander anzunähern. Wenn die Physik auch noch stärker in den Dialog eintritt, wäre das absolut wundervoll.
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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (30.03.2010, 16:54)
Ach, und ich wollte noch sagen, dass mich die Veröffentlichung total happy macht, auch wenn das Buch nicht gerade wie ne Bombe einschlägt bis jetzt. Selbstverwirklichung macht glücklich.
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Bello
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Re:

von Bello (04.04.2010, 14:37)
Hallo Zeitl0ch!

Ein Buch fertigzustellen, hat etwas Magisches an sich. Die Selbstzufriedenheit wäre selbstredend größer, wenn das Buch einen großen Anklang in der Öffentlichkeit finden würde.

Warum manche Bücher ein Erfolg werden und andere nicht, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Aus den Verkaufszahlen auf die Qualität eines Buches zu schließen, ist zum Glück nicht möglich. Langfristig wird sich Qualität durchsetzen. Aber was heißt >langfristig<? Ich befürchte, dass es Jahre sein werden.

Immerhin, dein Buch hat mein Interesse geweckt. Sobald ich mich durch meine noch nicht gelesenen Bücher durchgewühlt habe, werde ich den Worten Taten folgen lassen.

Einen schönen Sonntag wünscht,

Bello

Jens Kramer
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Re:

von Jens Kramer (20.04.2010, 17:42)
Hallo ZeitlOch,

ich hab mir überlegt, ob ich Dir eine Rezension bei Amazon schreiben soll, täte das aber doch zu ungern, weil das für mich persönlich so etwas unangenehm Endgültiges an sich hat wie ein letztes Wort in einer Sache, ein abschließendes Urteil, und ich ganz besonders jemand bin, der erleben durfte, dass er eigene Ansichten korrigieren musste, und entsprechend unsicher ist. Für mich ist solch eine öffentliche Rezension zudem auch darum schon etwas Unschönes, weil sie als positive oder auch üble Nachrede sozusagen doch generell eben wie ein Reden hinter jemandes Rücken ist, der üblicherweise selbst dazu nicht direkt angehört wird. Vielleicht ist vom Nutzen her ja auch jedes Echo, also sogar auch eins, das der Sache nicht ganz oder auch gar nicht gerecht wird, besser als kein Echo, aber ich will halt lieber hier einen Kommentar schreiben, der dann selbst wieder rezensiert werden kann, ergänzt, relativiert usw. (Auch wenn das im Zusammenhang nicht ganz passend ist und ich dafür vielleicht noch eine Tomate an den Kopf krieg, ist es nun mal meine persönliche Meinung und ich sag's also trotzdem, dass ich z.B. die vielen Hegemann-Rezensionen da größtenteils für einfach nicht ganz zutreffend halte und einige auch für schon ziemlich unfair.)

Der Mind des Matrix-Hackers also ist für mich ein ganz zweckmäßig praktisches kleines Büchlein von größerem Nutzen. Wenn man ein Philosophie-Studium in Angriff nimmt, kann es einem passieren, dass man dabei in etwa über folgende Formulierung stolpert: „Ein Philosophiestudium ist nicht geeignet für Menschen, die geradezu von Fragen zerfressen sind und dringend Antworten suchen.“ Diesen Satz würde ich bis heute noch sofort unterschreiben und auch den, dass das in gewisser Weise zugleich als Armutszeugnis der Philosophie ausgelegt werden könnte (sie ist dafür auf andere Weise reich). Denn die Philosophie (insbesondere die „akademische“) ist eine nahezu unerträglich langatmige Angelegenheit, an welcher jemand, der Antworten sucht, hätte er nur im übertriebenen matrixmäßigen Sinne mehrere „Bonusleben“, sich auch gleich mehrfach totlesen könnte. Die Philosophie ist also alles andere als flink und befördert insofern vielleicht noch am ehesten eine Art Altersweisheit. Hinzu kommt dann, dass die Philosophie bei aller inneren Uneinigkeit auch noch auf elitäre Art ausgrenzend ist, sprich: bestimmten Anschauungen, Phänomenen und Aspekten gar keine Beachtung schenken will, die im Sinne der Suche nach umfassender Wahrheit eigentlich durchaus in ihr Metier fallen, und so wird ganz Wesentliches den Religionen überlassen, der Esoterik, der Parapsychologie etc. Praktische kleine Büchlein wie „Der Mind des Matrix-Hackers“ können dabei der Philosophie also das Handwerk legen, insofern sie leider auch ein begriffshülsenklappernder Zeitdieb ist. In diesem Sinne ist Der Mind für mich einerseits so etwas wie eine Stadtkarte der gigantischen Metropole Philosophie, in welcher man sich allzu leicht auch völlig verfranzen kann, zugleich aber auch eine Landkarte, in der einige nicht minder interessante umliegende Vororte verzeichnet sind, die aus deren Perspektive wiederum genauso gut die Philosophie als einen heillosen Stadtkern mit hoffnungslosem Wirrwarr bezeichnen könnten. Eine Karte kann schwerlich beurteilen bzw. bewerten, welcher der beste aller Orte ist, aber sie kann eben sagen: „hier ist schon mal dies und hier ist jenes und schau mal dort, da könnte es durchaus auch interessant sein“. Oder noch ein anderer Vergleich: Ein Kompass ist zwar noch kein „Faden der Ariadne“, in einem Labyrinth aber vollauf berechtigt!
So, ich hoffe, der Kommentar kommt nicht zu gestelzt rüber und haut halbwegs hin. Als Leser würden mich jetzt allerdings noch 2 Punkte interessieren: und zwar findest Du nicht, dass der Matrix-Gedanke auch etwas extrem Irritierendes und auch Beängstigendes an sich hat? und zweitens wie genau würdest Du Dir ganz persönlich im Rahmen der Matrix-Logik dann das Jenseits vorstellen?, dessen Vorhandensein in dieser Logik ja schon enthalten ist. Wahrscheinlich kannst Du (neben anderem Interessanten sowieso) zumindest letzteres hier nicht beantworten, weil Du dann schon den Inhalt des Buchs vorweg nehmen müsstest, aber spätestens bei einem weiteren Buch zu dem Thema würde ich Dir dann empfehlen, auf diese Punkte einzugehen.

Liebe Grüße

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (12.05.2010, 19:07)
Ich bin hier gerade nicht für längere Beiträge zu haben, da ich an einem neuen Kurzfilmprojekt arbeite.
Jens' Beitrag ist schön und interessant. Die Fragen werde ich zunächst mal offen lassen. Aber es freut mich riesig, dass mein Buch Respekt von einem Philosophen erntet, da ich ja wirklich alle Maßstäbe der Schulphilosophie missachtet habe, auch sprachlich.
Und dann melde ich an dieser Stelle noch kurz, dass sich das Buch sogar ein bisschen verkauft - ein bisschen! Ich habe den Preis bewusst niedrig gehalten, und so habe ich finanziell nicht viel davon. Aber ein Publikum ist da, und das freut mich über alle Maßen.
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