Geschäftsidee -eigene BoD Buchhandlung- was hält Ihr davon?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (03.04.2010, 16:38)
Hallo Kai-Uwe,
warum sollten denn bod-Autoren zusammenhalten? Abgesehen von der Gemenisamkeit, bei bod publiziert zu haben, müssen sie doch nichts gemeinsam haben! Hinsichtlich gemeinsamer Aktionen und gegenseitiger Unterstützung bedarf es m.E. mehr als nur die Tatsache, bei bod veröffentlicht zu haben.
Leider gibt es bei bod-Büchern eine ganze Menge Schrott, und ich habe absolut nicht das Bedürfnis, mich irgendeiner Weise dafür einzusetzen.
Es wurde oben mehrfach geschrieben, dass es in der Verantwortung jedes einzelnen Autors liegt, ein "ordentliches" Buch zu produzieren.
Mir bekannte Bücher, die meinen Qualitätskriterien (weitgehend) entsprechen, habe ich sowohl auf meiner Website vorgestellt als auch mit den entsprechenden Kollegen in einem gemeinsamen Flyer beworben.
Vielleicht sollten bod-Autoren mal von der Vorstellung abrücken, für 39 € ohne jede Zusatzkosten ein gescheites Buch UND gescheite Werbung
zu erhalten. Ein paar Hunderter (oder mehr) für ein Korrektorat wären schon angebracht für diejenigen, die einen umfassenden Verkauf anstreben.
Was hier z. T. publiziert wird, käme bei "richtigen" Verlagen schon nach der Lektüre der ersten 5 Zeilen in den Papierkorb.


Dies alles geht aber nicht zu Lasten von bod. Bod hat sein Konzept, und damit verbunden sind durchaus Vorteile für ordentlich arbeitende Autoren.


Gruß
Haifischfrau
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hawepe
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Re:

von hawepe (03.04.2010, 16:46)
Hallo Matthias,

mtg hat geschrieben:
Zweitens laufen nicht die Kunden (= Leser) vor BoD-Büchern davon, weil die meisten Leser (ich schätze mal 99%) sich nicht für den Verlag, sondern für den Autoren, den Inhalt, das Genre interessieren oder vom Titel angelockt werden.


Zwischen den Autoren bzw. Verlagen und den Lesern steht aber immer noch der Buchhandel. Und in dem sind book on demand veröffentlichte Bücher überwiegend sehr schlecht angesehen. Darüber kann man lamentieren oder es auch sein lassen, aber diese Hürde lässt sich nun einmal kaum überwinden.

Die BoD-Autoren laufen nach meiner Meinung vor den Lesern weg, weil sie Angst vor Öffentlichkeit haben und oft genug nicht zu ihrem Werk stehen.


Das ist hier auch schon häufig genug festgestellt worden. Aktive Öffentlichkeitsarbeit macht nur eine Minderheit.

Man muss nur mal die entsprechenden Threads durchforsten - hier gibt es eine Menge an kreativen, ungewöhnlichen und auch preiswürdigen Tipps zur Vermarktung. Oder man beschafft sich Termine für Lesungen - erfahrungsgemäß eine der besten Verkaufsstrategien. Oft genug lese ich, man würde es sich nicht trauen. Lese ich dann "trauen" oder lese ich nicht eher "zutrauen"? Wer es schafft, ein Buch zu schreiben, sollte auch öffentlich dahinter stehen (können) ... und wer sich nicht traut, darf sich nicht wundern, wenn es mit dem Absatz nicht klappt.


Oder man muss sich andere Methoden einfallen lassen.

Beste Grüße,

Heinz.

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mtg
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Re:

von mtg (03.04.2010, 16:51)
hawepe hat geschrieben:
Hallo Matthias,

mtg hat geschrieben:
Zweitens laufen nicht die Kunden (= Leser) vor BoD-Büchern davon, weil die meisten Leser (ich schätze mal 99%) sich nicht für den Verlag, sondern für den Autoren, den Inhalt, das Genre interessieren oder vom Titel angelockt werden.


Zwischen den Autoren bzw. Verlagen und den Lesern steht aber immer noch der Buchhandel. Und in dem sind book on demand veröffentlichte Bücher überwiegend sehr schlecht angesehen. Darüber kann man lamentieren oder es auch sein lassen, aber diese Hürde lässt sich nun einmal kaum überwinden.

Nichts anderes sage ich ja. Die Käufer bzw. Leser haben keine Probleme mit BoD, weil sie nach anderen - den genannten - Kriterien auswählen. Natürlich bedingt das zumindest, dass auch die Qualität stimmt. Das größere Problem ist natürlich der Handel - aber das habe ich ja nie bestritten ...

Daher sind und bleiben Lesungen die beste Möglichkeit, Bücher zu verkaufen, weil da der Handel ja quasi ausgeschaltet ist ...

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hawepe
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Re:

von hawepe (03.04.2010, 16:56)
Hallo,

Freudenberger hat geschrieben:
BoD-Autoren sollten wirklich zusammenhalten.
Wir sollten uns nicht als Konkurenz sehen, denn wir sitzen schon irgendwie im selben Boot.


Und weil wir alle in einem Boot sitzen, soll ich Bücher, für die ich mich schämen würde, verteidigen oder gar noch anpreisen? Nein, soweit geht mein Masochismus wirklich nicht.

Das kann doch nicht so schwer sein sich gegenseitig zu helfen oder zu unterstützen.


Es macht verdammt viel Arbeit. Maximal ein Zehntel der book on demand erschienenen Bücher, die ich mir anschaue, kommen für www.buchentdeckungen.de in Frage. 90 Prozent scheiden aus, weil sich auf jeder Seite mehrere Fehler befinden und/oder die Gestaltung den Eindruck erweckt, dass der Autor noch nie ein Buch aus einem klassischen Verlag aufgeschlagen hat.

Beste Grüße,

Heinz.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (03.04.2010, 18:31)
Freudenberger hat geschrieben:
[...] denn wir sitzen schon irgendwie im selben Boot.


Richtig! cheezygrin

Aber nur einer rudert, und acht andere feuern ihn an! cheezygrin cheezygrin cheezygrin

Grüße
Siegfried

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (03.04.2010, 18:36)
Anfeuern? Das wär ja schon mal was - ich habe eher den Eindruck, dass diese von Siegfried genannten 8 am Ufer liegen, warten und ein bisschen jammern.

haifischfrau
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büchernarr

Re:

von büchernarr (03.04.2010, 18:48)
Haifischfrau hat geschrieben:
Anfeuern? Das wär ja schon mal was - ich habe eher den Eindruck, dass diese von Siegfried genannten 8 am Ufer liegen, warten und ein bisschen jammern.

haifischfrau


So ist das halt unter den Tagträumern.
Gruß
Bernd

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (03.04.2010, 19:22)
mtg hat geschrieben:
Die Edition ist nicht im Buchhandel zu sehen, weil BoD die Listungsgebühren nicht bezahlen will, da die Autoren die bestimmt nicht übernehmen würden. Regalmeter sind teuer ...


Hallo Matthias,

weisst du das mit Sicherheit, oder gehst du nur davon aus? Wobei, wenn ich mir überlege, wie BoD Buchhandlungen mit Rezensionexemplare beliefert, um die Regale auszufüllen ... dann heisst es nicht mehr book-on-demand, sondern Buch-im-Regal.
Also, das mit der Buchhandlung wird wahrscheinlich nie funktionieren :wink:
LG,

Lisa

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mtg
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Re:

von mtg (03.04.2010, 19:31)
Warum sollte der Buchhandel anders funktionieren als z.B. der Lebensmittelhandel? Dort sind Listungsgebühren gang und gäbe ... und manche Handelsunternehmen überbieten sich im Erfinden von weiteren Gebühren, die sie ihren Lieferanten abknöpfen könnten.

Warum sollten Buchhändler, die, siehe Thalia, Hugendubel & Co., auch eine ganz schöne Marktmacht besitzen, ihre teuren Innenstadt-Quadratmeter kostenlos an Verlage - und erst recht an on-demand-Verlage - weggeben?

Die einzigen Buchhandlungen, bei denen man als BoD'ler Glück haben kann, sind regional ausgerichtete (bei entsprechenden Titeln) bzw. kleine Buchhandlungen, deren Inhaber noch richtig Spaß an Büchern haben. Aber auch dann gilt: Das Buch muss eine Mindestqualität besitzen! Daran hapert es - siehe Heinz' Beitrag - allerdings bei den meisten ...

So sehr ich es ja schätze, mit welcher Begeisterung hier manche Ideen in den Ring geworfen werden ... aber bei den meisten sind die kaufmännischen Fehler schon in der Idee enthalten ... dazu kommt noch gelegentlich eine bestimmte Form der Beratungsresistenz - das ergibt eine unheilvolle Allianz...

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (03.04.2010, 19:37)
mtg hat geschrieben:
Warum sollte der Buchhandel anders funktionieren als z.B. der Lebensmittelhandel? Dort sind Listungsgebühren gang und gäbe ... und manche Handelsunternehmen überbieten sich im Erfinden von weiteren Gebühren, die sie ihren Lieferanten abknöpfen könnten.

Warum sollten Buchhändler, die, siehe Thalia, Hugendubel & Co., auch eine ganz schöne Marktmacht besitzen, ihre teuren Innenstadt-Quadratmeter kostenlos an Verlage - und erst recht an on-dmenad-Verlage - weggeben?

Die einzigen Buchhandlungen, bei denen man als BoD'ler Glück haben kann, sind regional ausgerichtete (bei entsprechenden Titeln) bzw. kleine Buchhandlungen, deren Inhaber noch richtig Spaß an Büchern haben. Aber auch dann gilt: Das Buch muss eine Mindestqualität besitzen! Daran hapert es - siehe Heinz' Beitrag - allerdings bei den meisten ...


Nein, ich meinte, woher weisst du, dass BoD die Listungsgebühren nicht zahlen will ...
LG,



Lisa

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mtg
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Re:

von mtg (03.04.2010, 19:46)
Das weiß ich nicht - das nehme ich an. Aber ehrlich: Warum sollte BoD das tun? Das Geschäftsprinzip von BoD ist - und das ist keine Kritik, sondern eine Tatsache - möglichst viele Menschen zu bewegen, ein Buch zu veröffentlichen, denn mit der Veröffentlichung verdient BoD Geld, nicht mit dem Verkauf. Und da entfällt jegliche Intention, teure Handelsstrukturen zu bedienen.

Hätte ich ein on-demand-Unternehmen, ich machte es genauso. Ich ersparte mir eine Menge Ärger und Kosten (Vertreter, Remissionen etc.) und könnte mich darauf konzentrieren, möglichst teure Veröffentlichungs-Pakete (z.B. Comfort) zu verticken ...

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (03.04.2010, 19:47)
Hallo zusammen,

es liegt tatsächlich an den Listungsgebühren. Hier im Forum war das bereits mehrmals diskutiert worden, und es gab auch einige Links zu Zeitungsartikeln, in denen diese Praxis inbesondere großer Buchhandelsketten ausführlich beschrieben wurde. Ich versuch mal, diese Beiträge wiederzufinden und poste dann nochmals den Link.

Viele Grüße

Torsten
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (03.04.2010, 19:57)
Haifischfrau hat geschrieben:
Anfeuern? Das wär ja schon mal was - ich habe eher den Eindruck, dass diese von Siegfried genannten 8 am Ufer liegen, warten und ein bisschen jammern.


Die 8 fahren schon mit ... und feuern auch an: "Mach du! Mach du!" cheezygrin

Grüße
Siegfried

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (03.04.2010, 20:05)
mtg hat geschrieben:
Das weiß ich nicht - das nehme ich an. Aber ehrlich: Warum sollte BoD das tun? Das Geschäftsprinzip von BoD ist - und das ist keine Kritik, sondern eine Tatsache - möglichst viele Menschen zu bewegen, ein Buch zu veröffentlichen, denn mit der Veröffentlichung verdient BoD Geld, nicht mit dem Verkauf. Und da entfällt jegliche Intention, teure Handelsstrukturen zu bedienen.


Na ja, an mir hat BoD schon was verdient :wink: und Kiara Singer hat auch was da gelassen oder Ryu oder oder oder. Klar wäre für BoD unmöglich alle 100.000 Bücher in der Buchhandlung zu bringen. Wie gesagt, das sollte nur für die Edition BoD und/oder die Bestsellers gelten, denn davon hat auch BoD was ...
LG,



Lisa

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mtg
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Re:

von mtg (03.04.2010, 20:08)
Lisa_Sonnenblume hat geschrieben:
Na ja, an mir hat BoD schon was verdient :wink: und Kiara Singer hat auch was da gelassen oder Ryu oder oder oder.


Lisa - kaufmännisch gesehen, ist die Buchproduktion garantiert ausgesprochen eng kalkuliert, quasi kostendeckend + 'n bisschen DB. Da ist keine Luft für Vertriebskosten.

Die größte Gewinnspanne liegt eben in den neuen Abschlüssen ...

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