Geschäftsidee -eigene BoD Buchhandlung- was hält Ihr davon?

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (03.04.2010, 20:12)
mtg hat geschrieben:

Die größte Gewinnspanne liegt eben in den neuen Abschlüssen ...


So ein .... blink3
LG,

Lisa

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hawepe
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Re:

von hawepe (03.04.2010, 20:14)
Hallo Siegfried,

Siegfried hat geschrieben:
Die 8 fahren schon mit ... und feuern auch an: "Mach du! Mach du!" cheezygrin


Oder sie versuchen PR/Marketing - siehe http://www.bod.de/autorenpool/witze-sprueche-t9954.html - durch Witze zu ersetzen :twisted:

Beste Grüße,

Heinz.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (03.04.2010, 20:46)
Hier sind die versprochenen Links:

http://www.zeit.de/2009/42/DOS-Dick-und-doof?page=6

und Informationen zur Platzierung bei Thalia findet ihr vor allem hier:

http://www.kurt-wolff-stiftung.de/Grafik/jetzt.pdf
Heiteres Gartenlexikon - Heiteres Heimwerkerlexikon - Irgendwas mit Wuppertal - Im Dutzend witziger

http://www.NIMMSmitHUMOR.de
Twitter: @NIMMSmitHUMOR
Amazon: http://tinyurl.com/tbuchheit

Lennet

Re:

von Lennet (03.04.2010, 21:02)
mtg hat geschrieben:
Das weiß ich nicht - das nehme ich an. Aber ehrlich: Warum sollte BoD das tun? Das Geschäftsprinzip von BoD ist - und das ist keine Kritik, sondern eine Tatsache - möglichst viele Menschen zu bewegen, ein Buch zu veröffentlichen, denn mit der Veröffentlichung verdient BoD Geld, nicht mit dem Verkauf. Und da entfällt jegliche Intention, teure Handelsstrukturen zu bedienen.

Hätte ich ein on-demand-Unternehmen, ich machte es genauso. Ich ersparte mir eine Menge Ärger und Kosten (Vertreter, Remissionen etc.) und könnte mich darauf konzentrieren, möglichst teure Veröffentlichungs-Pakete (z.B. Comfort) zu verticken ...


Wenn es das generelle Prinzip von BoD ist und bleibt, dass jeder Ramsch veröffentlicht wird und auf Qualität generell kein Wert gelegt wird, dann kann man vom Buchhandel nicht erwarten, dass er fehlerhafte und überteuerte Ware in seine überfüllten Regale legt. Auch ein BoD-Laden würde da nicht viel bringen: Bei so viel Ausschussware (ich glaube da mal Heinz) geht der Laden schnell wieder pleite.

Ohne Qualitätssicherung und Hervorhebung seiner wenigen qualitativ hochwertigen Bücher, durch z.B. besondere Werbemaßnahmen ist da nichts zu machen. Es ist ein Fehler, dass BoD seine wenigen Bestsellerautoren zu etablieren Verlagen gehen lässt - und nicht versucht sie selbst zu fördern und aktiv zu bewerben. Das geht auch ohne ein Millionenbudget.

Es ist eher ein Schuss ins eigene Bein, dass BoD nichts für vielversprechende Talente bzw. seine eigenen Bestseller tut. Mir fiel jedenfalls noch keine Werbemaßnahme für Autoren auf, die die teuren Pakete erwarben. Das hauseigene Blättchen sehe ich nicht als wirklich aktive Werbung, da sie die breite Masse nicht trifft.

Man sollte mit den Verantwortlichen von BoD das Gespräch suchen und in Erfahrung bringen, welche Richtung BoD zukünftig einschlagen will z.B. bezüglich Autorenförderung, Werbung, E-Book-Vertrieb, Hörbücher oder auch Qualitätssicherung.

Wenn sich nicht viel ändern wird, außer dass alle paar Monate ein Buch einen hübschen Rahmen und den Titel "BoD-Edition" bekommt, dann bleibt alles beim Alten: Qualität geht im Ramsch unter, Autoren bleiben auf sich allein gestellt. Und wenn sich mal ein Bestsellerautor herauskristallisiert, dann wird er als "neuer Autor" von einem etablierten Verlag übernommen.

Wichtig wäre auch, dass BoD keine mangelhafte Ware mehr ausgeliefert wird. Hardcover z.B. haben nicht welliges dickes Papier als Cover zu haben,Seiten gehören in die richtige Reihenfolge und die Folien-Verpackung sollte die Ware ansprechend präsentieren und nicht verunstalten. Haarsträubend, was hier manchmal zu lesen war.

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (03.04.2010, 21:06)
Lennet hat geschrieben:
mtg hat geschrieben:
Das weiß ich nicht - das nehme ich an. Aber ehrlich: Warum sollte BoD das tun? Das Geschäftsprinzip von BoD ist - und das ist keine Kritik, sondern eine Tatsache - möglichst viele Menschen zu bewegen, ein Buch zu veröffentlichen, denn mit der Veröffentlichung verdient BoD Geld, nicht mit dem Verkauf. Und da entfällt jegliche Intention, teure Handelsstrukturen zu bedienen.

Hätte ich ein on-demand-Unternehmen, ich machte es genauso. Ich ersparte mir eine Menge Ärger und Kosten (Vertreter, Remissionen etc.) und könnte mich darauf konzentrieren, möglichst teure Veröffentlichungs-Pakete (z.B. Comfort) zu verticken ...


Wenn es das generelle Prinzip von BoD ist und bleibt, dass jeder Ramsch veröffentlicht wird und auf Qualität generell kein Wert gelegt wird, dann kann man vom Buchhandel nicht erwarten, dass er fehlerhafte und überteuerte Ware in seine überfüllten Regale legt. Auch ein BoD-Laden würde da nicht viel bringen: Bei so viel Ausschussware (ich glaube da mal Heinz) geht der Laden schnell wieder pleite.

Ohne Qualitätssicherung und Hervorhebung seiner wenigen qualitativ hochwertigen Bücher, durch z.B. besondere Werbemaßnahmen ist da nichts zu machen. Es ist ein Fehler, dass BoD seine wenigen Bestsellerautoren zu etablieren Verlagen gehen lässt - und nicht versucht sie selbst zu fördern und aktiv zu bewerben. Das geht auch ohne ein Millionenbudget.

Es ist eher ein Schuss ins eigene Bein, dass BoD nichts für vielversprechende Talente bzw. seine eigenen Bestseller tut. Mir fiel jedenfalls noch keine Werbemaßnahme für Autoren auf, die die teuren Pakete erwarben. Das hauseigene Blättchen sehe ich nicht als wirklich aktive Werbung, da sie die breite Masse nicht trifft.

Man sollte mit den Verantwortlichen von BoD das Gespräch suchen und in Erfahrung bringen, welche Richtung BoD zukünftig einschlagen will z.B. bezüglich Autorenförderung, Werbung, E-Book-Vertrieb, Hörbücher oder auch Qualitätssicherung.

Wenn sich nicht viel ändern wird, außer dass alle paar Monate ein Buch einen hübschen Rahmen und den Titel "BoD-Edition" bekommt, dann bleibt alles beim Alten: Qualität geht im Ramsch unter, Autoren bleiben auf sich allein gestellt. Und wenn sich mal ein Bestsellerautor heraus kristallisiert, dann wird er als "neuer Autor" von einem etablierten Verlag übernommen.

Wichtig wäre auch, dass BoD keine mangelhafte Ware mehr ausgeliefert wird. Hardcover z.B. haben nicht welliges dickes Papier als Cover zu haben,Seiten gehören in die richtige Reihenfolge und die Folien-Verpackung sollte die Ware ansprechend präsentieren und nicht verunstalten. Haarsträubend, was hier manchmal zu lesen war.


Ken - perfekt thumbbup
LG,



Lisa

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mtg
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Re:

von mtg (03.04.2010, 21:59)
Ken, leider vermischt Du wieder einmal Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.

Solange es um die Druckqualität geht, ist BoD definitiv in der Pflicht und muss Ersatz für alles leisten, was sie verbocken.

Ansonsten ist BoD eben kein Verlag, sondern ein Verlagsdienstleister, d.h. BoD stellt den Autoren Technik, Vertriebsmindestleistungen und zusätzlich buchbare Leistungen zur Verfügung, mit denen Du Dein gewünschtes literarisches Menü zusammenstellen kannst.

BoD ist nichts anders als McDonald's. Du stellst Dir Dein Menü zusammen oder akzeptierst einen Menüvorschlag. Aber Einfluss auf den Küchenchef hast Du nicht. Und da kannst Du auch lange darüber räsonieren und Überlegungen anstellen ... Du wirst den Einfluss nicht bekommen.

BoD ist ein WYSIWYG (what you see is what you get). Es zwingt Dich niemand, die Dienstleistungen von BoD in Anspruch zu nehmen. Aber zu glauben, durch schlichtes Handauflegen aus einem Verlagsdienstleister einen klassischen Verlag zu machen, ist reichlich naiv ...

Tut mir leid, Lisa ... leider war Kens Beitrag eben nicht perfekt (außer, man bevorzugt Wunschdenken).

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (03.04.2010, 22:20)
mtg hat geschrieben:
Tut mir leid, Lisa ... leider war Kens Beitrag eben nicht perfekt (außer, man bevorzugt Wunschdenken).


Für mich schon Matthias, du brauchst nicht zuzustimmen und darfst deine Meinung haben cheezygrin
LG,



Lisa

Lennet

Re:

von Lennet (03.04.2010, 23:05)
mtg hat geschrieben:
Ken, leider vermischt Du wieder einmal Dinge, die nichts miteinander zu tun haben.

Solange es um die Druckqualität geht, ist BoD definitiv in der Pflicht und muss Ersatz für alles leisten, was sie verbocken.

Ansonsten ist BoD eben kein Verlag, sondern ein Verlagsdienstleister, d.h. BoD stellt den Autoren Technik, Vertriebsmindestleistungen und zusätzlich buchbare Leistungen zur Verfügung, mit denen Du Dein gewünschtes literarisches Menü zusammenstellen kannst.

BoD ist nichts anders als McDonald's. Du stellst Dir Dein Menü zusammen oder akzeptierst einen Menüvorschlag. Aber Einfluss auf den Küchenchef hast Du nicht. Und da kannst Du auch lange darüber räsonieren und Überlegungen anstellen ... Du wirst den Einfluss nicht bekommen.

BoD ist ein WYSIWYG (what you see is what you get). Es zwingt Dich niemand, die Dienstleistungen von BoD in Anspruch zu nehmen. Aber zu glauben, durch schlichtes Handauflegen aus einem Verlagsdienstleister einen klassischen Verlag zu machen, ist reichlich naiv ...

Tut mir leid, Lisa ... leider war Kens Beitrag eben nicht perfekt (außer, man bevorzugt Wunschdenken).


Ich vermische da nichts. Ich sage, wenn alles so bleibt, wie es ist, dann braucht man sich nicht beschweren, dass der Buchhandel kein Interesse an BoD hat und der Dienstleister als solcher keinen guten Ruf in der Branche hat.

BoD-Läden zu fordern oder auf die Beine zu stellen ist ein hoffnungsloses Unternehmen, das mit dieser aktuellen und unsortierten Ware nicht funktioniert. Das wird so nicht gesagt, da man ja dem befreundeten Autor nicht auf den Schlips treten möchte.

Ich habe aufgeschrieben, was sich ändern müsste, wenn man die Situation verändern wollte. Eben dass BoD gewissen Aufgaben erledigen müsste, die sonst nur Verlagssache sind. Wie sonst soll ein BoD-Buch in den allgemeinen Buchhandel kommen? Und genau das ist doch das ständig wiederkehrende Thema. Leider wird dabei jedes Mal ausgeblendet, dass dafür nicht jedes BoD-Werk geeignet ist. Alle sitzen in einem Boot - und wer will schon dem befreundeten Autor sagen, dass dessen Buch (nett formuliert) kommerziell schwer verwertbar ist.

Ich glaube nicht daran, dass sich etwas an der Situation ändert und wollte nur aufzeigen, wo die Probleme liegen, die eben viele nicht sehe wollen: Eine Vielzahl BoD-Bücher ist einfach zu schlecht. Das BoD-Geschäftsprinzip beruht aber gerade da drauf, dass ALLEN das Gefühl gegeben wird, dass sie alle potentielle Autoren sind.

Es geht nicht darum aus BoD einen klassischen Verlag zu machen. Aber wenn sich am Image von BoD etwas ändern soll, dann müssen qualitative Bücher gefördert und heraus gestellt werden. Die BoD-Edition ist ein Feigenblatt, genau wie das interne Werbeblättchen oder die hochpreisigen Buchpakete.

Ich habe kein Problem mit diesem Prinzip, finde solche Diskussionen nur sehr naiv, wie BoD-Bücher beworben werden sollen, ohne dem Problem in die Augen zu sehen, dass eben NICHT alle in einem Boot sitzen. Einige ragen weit heraus und andere stehen mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß oder haben im Allgemeinen vielleicht Probleme sinnvolle Gedankengänge zu Papier zu bringen.

In diesem Thread geht es um Marketingstrategien. Die beste Werbestrategie wäre es, den Ruf von BoD zu verbessern und der (oft kritischen) Öffentlichkeit qualitativ hochwertige Bücher vorzustellen - nicht darum NUR noch solche heraus zu bringen, sondern diese endlich hervor zu heben. BoD hätte sogar die Möglichkeit potentielle Bestseller in die offiziellen Bestsellerlisten zu bringen. DAS ware eine Marketingstrategie, dass bei BoD theoretisch jeder Bestsellerautor werden kann. Die abgeworbenen Autoren sind verschenkte Chancen.

BoD könnte, wenn es wollte - und investieren wollte - etwas für die eigene Entwicklung und Reputation tun. Ein erster Schritt war das kluge Integrieren des Autorenforums. Wenn BoD - wie ein kluger Dienstleister - auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingeht, dann wäre allen geholfen. Einige Autoren hier haben großes Potential auch im regulären Buchhandel zu bestehen. Das nicht zu nutzen ist geschäftsschädigend. Selbst für eine reine Buchdruckfirma.
Zuletzt geändert von Lennet am 03.04.2010, 23:27, insgesamt 1-mal geändert.

malschaun
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Re:

von malschaun (03.04.2010, 23:23)
mtg hat geschrieben:
Ansonsten ist BoD eben kein Verlag, sondern ein Verlagsdienstleister, d.h. BoD stellt den Autoren Technik, Vertriebsmindestleistungen und zusätzlich buchbare Leistungen zur Verfügung, mit denen Du Dein gewünschtes literarisches Menü zusammenstellen kannst.


Wer gut genug ist, findet einen Verlag ...
Wer sein Werk unbedingt veröffentlichen will ... findet BoD.
Was ist daran nicht ok?
So wie es jetzt ist, ist es gut! thumbbup

Willkommen in der Realität!

Lennet

Re:

von Lennet (03.04.2010, 23:38)
malschaun hat geschrieben:
mtg hat geschrieben:
Ansonsten ist BoD eben kein Verlag, sondern ein Verlagsdienstleister, d.h. BoD stellt den Autoren Technik, Vertriebsmindestleistungen und zusätzlich buchbare Leistungen zur Verfügung, mit denen Du Dein gewünschtes literarisches Menü zusammenstellen kannst.


Wer gut genug ist, findet einen Verlag ...
Wer sein Werk unbedingt veröffentlichen will ... findet BoD.
Was ist daran nicht ok?
So wie es jetzt ist, ist es gut! thumbbup

Willkommen in der Realität!


Es ist naiv zu glauben, dass schriftstellerisches Können eine Verlagsveröffentlichung garantieren könnte. Genauso falsch ist die Annahme, dass man bei BoD nur veröffentlicht, weil man von keinem Verlag genommen wurde oder unbedingt irgendwo veröffentlichen müsste.

Mir gefällt bei BoD, dass man alles in der eigenen Hand hat und ich möchte für ein bestimmtes Projekt keinen herkömmlichen Verlag. Sicherlich könnte ich mit dem Buch irgendwo unter kommen - aber es ist ein persönliches Projekt, bei dem ich von Satz über Design und Vermarktung alles selbst machen möchte.

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mtg
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Re:

von mtg (04.04.2010, 00:01)
Lennet hat geschrieben:
Mir gefällt bei BoD, dass man alles in der eigenen Hand hat und ich möchte für ein bestimmtes Projekt keinen herkömmlichen Verlag. Sicherlich könnte ich mit dem Buch irgendwo unter kommen - aber es ist ein persönliches Projekt, bei dem ich von Satz über Design und Vermarktung alles selbst machen möchte.


Das ist exakt der Grund, weshalb ich mich bewusst für BoD entschieden habe.

Trotzdem - um vorzubeugen: Nein. Ich sitze nicht mit allen BoD-Autoren in einem Boot. Ich mag auch nicht alle Menschen in meiner Straße. Ich suche mir meine Freunde - und Bootsbegleiter - schon selbst aus ... sogar, wenn sie keine Bücher veröffentlichen. Trotzdem sind einige BoD-Autoren darunter ... aber das ist eher dem Grund geschuldet, dass wir uns in diesem Forum kennengelernt haben. Und festgestellt haben, dass uns weit mehr verbindet, als ein bisschen Druckerschwärze.

Das betrifft nur diese ausgesuchten Menschen. Und mit denen mache ich auch "gemeinsame Sache". Aber nicht wegen BoD oder on-demand ... sondern weil ich sie - und sie mich akzeptieren. Oder aber, ich kann mit ihnen diskutieren und Ideen austauschen - weit über das Forum hinaus. Auch dann mache ich "gemeinsame Sache". Zur Zeit gibt es z. B. ein Projekt, zu dem sich sechs Leute aus diesem Pool zusammengefunden haben. Obwohl alle Mitglieder die Chance hatten, waren es "nur" sechs, die sich gemeldet haben. Ich finde das schon viel. Und ich freue mich auf und über die Zusammenarbeit. Das ist ein Kriterium für das "selbe Boot" - und sonst nüscht. Also kommt mir nicht mit "zusammenhalten" und "zusammen sind wir stark" und so einem Quatsch. Das ist eine hübsche Theorie. Leider. Aber - alte rheinische "isso"-Regel: Das isso.

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hawepe
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Re:

von hawepe (04.04.2010, 00:09)
Hallo Ken,

Lennet hat geschrieben:
Das wird so nicht gesagt, da man ja dem befreundeten Autor nicht auf den Schlips treten möchte.


Egal, um welchen Wirtschaftszweig es sich handelt, kein Kunde lässt es sich gefallen, wenn ihm Fehler oder Schwächen vorgehalten werden. Ob ein Autor einen bestsellerreifen Roman veröffentlichen will oder ein unverständliches Gestammel - als bezahlende Kunden haben beide den Anspruch, gleich behandelt zu werden.

Ich habe aufgeschrieben, was sich ändern müsste, wenn man die Situation verändern wollte.


Nur gibt es für BoD aus betriebswirtschaftlicher Sicht offensichtlich keinen Grund, dies wirklich zu wollen.

Eine Vielzahl BoD-Bücher ist einfach zu schlecht. Das BoD-Geschäftsprinzip beruht aber gerade da drauf, dass ALLEN das Gefühl gegeben wird, dass sie alle potentielle Autoren sind.


Das muss gar nicht BoD tun, sondern das tut eine Vielzahl an Autoren. Wie oft sind schon Forumsteilnehmer als Oberlehrer und ähnliches beschimpft worden, weil sie kritisierten, dass es in einem Text nur so von Fehlern wimmele. Viele Autoren sind sogar stolz darauf, weil sie damit angeblich ihre Kreativität und Nonkonformität unter Beweis stellten.

Aber wenn sich am Image von BoD etwas ändern soll, dann müssen qualitative Bücher gefördert und heraus gestellt werden.


Dass ist aber bestenfalls ein Wunsch einer kleiner Minderheit von Autoren.

BoD könnte, wenn es wollte - und investieren wollte - etwas für die eigene Entwicklung und Reputation tun. Ein erster Schritt war das kluge Integrieren des Autorenforums.


Nein, man hat sich nur einen kostenlosen Support an Land gezogen und unliebsame Werbung für andere Dienstleister eliminiert. Klug war das allerdings.

Wenn BoD - wie ein kluger Dienstleister - auf die Bedürfnisse seiner Kunden eingeht, dann wäre allen geholfen.


Und das Bedürfnis ist eben nicht Qualität. Wie oft konnte man schon in diesem Forum lesen, dass alles relativ sei und es deshalb keine Qualitätskriterien geben könne.

Die Stärke des Book-on-Demand-Konzepts ist zugleich auch seine Schwäche. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar.

Übrigens habe ich schon kurz nach der Gründung dieses Forums ein Qualitätssiegel nach dem Vorbild des Reise-Know-hows ins Gespräch gebracht. Ganz unabhängig davon, ob solch ein Konzept umzusetzen wäre, war die Resonanz eindeutig ablehnend. Man wolle sich nicht in Raster pressen lassen, hieß es, und lehne deshalb alles ab, was auch nur ansatzweise das Konzept des Book on Demands tangieren könnte.

Beste Grüße,

Heinz.

Lennet

Re:

von Lennet (04.04.2010, 01:39)
@ Matthias

Gratuliere, dass du so ein passendes Boot gefunden hast! Vielleicht erfährt man ja demnächst Näheres über das Projekt!


@ Heinz

du hast sicher in allen Punkten Recht. Ich wäre allerdings auch beunruhigt, ob mein Buch den Qualitätscheck bestehen würde. Geschmäcker sind verschieden und ein Autor kann sein eigenes Werk oftmals nur schwer selbst objektiv einschätzen. Die neue deutsche Rechtschreibung treibt mich noch heute in den Wahnsinn.

Ich habe mich mit BoD so arrangiert, dass für mich die Vorteile überwiegen und BoD für eins meiner Projekte der richtige Dienstleister ist - vielleicht nicht der optimale, aber im Vergleich mit den Mitbewerbern schneidet er ganz gut ab, wenn man alles selbst machen möchte.
Zuletzt geändert von Lennet am 04.04.2010, 02:11, insgesamt 1-mal geändert.

Titus

Re:

von Titus (04.04.2010, 02:03)
Ich denke was die Buchprojekte anbelangt sind viele schon im Vornherein etwas pessimistisch eingestellt.
Viele wollen einfach mal ein Buch rausbringen. Sagen: Das ist mein Werk! Nun bin ich Autor!
(Bemerkung: Natürlich schreiben Autoren nicht dafür, aber es gibt viele, die ihren Texten durchaus kritisch gegenübertreten)
Wenn ein Exemplar erscheint, rechnet man natürlich nicht mit dem großen Durchbruch.
Es gibt so viele Bücher, die neu erscheinen. Die Konkurrenz ist riesig, und wenn dann ein Manuskript von einem richtigen Verlag angenommen wird (*freu*), dann muss man in der Regel noch obendrein massig Geld reinstecken, damit man allein die Chance erhält, dass man etwas wird.
Meiner Meinung nach (und mir sind hier durchaus BoD-Bestseller bekannt) hat hier keiner von uns diesen Durchbruch geschafft.
Da strebt schafft es jemand in eine Fernsehsendung, da gibt es ein Zeitungsartikel, da hat es einer doch wirklich in das Radio geschafft. Von dem Müll der Medien, womit wir tagtäglich beworfen werden, geht das (und ich spreche jetzt für mich) interessenlos unter.
Bei der Wahl der Bücher, wende ich mich schon in der Regel an Buchhandlungen, will ja schließlich mal ein Buch durchblättern. Ein BoD-Buch wird so einfach nie wirklich berühmt werden, weil es einfach die 2. Klasse ist.
Wenn man wirklich von seiner Arbeit überzeugt ist, sollte man sich einen richtigen Verlag suchen.
Aber ich gebe zu, eine BoD-Ecke im Buchhandel hätte schon was. Aber ich glaube nicht, dass das so einfach was wird.

Grüße
Titus

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (04.04.2010, 02:22)
Lennet hat geschrieben:
Ich sage, wenn alles so bleibt, wie es ist, dann braucht man sich nicht beschweren, dass der Buchhandel kein Interesse an BoD hat und der Dienstleister als solcher keinen guten Ruf in der Branche hat.


Da dürfte der Denkansatz falsch sein.

Damit deine Argumentation stimmt, muss BoD ein Interesse daran haben, Bücher zu verkaufen - also Auflage zu produzieren. Das dürfte nur ein sekundäres Ziel des Unternehmens sein.

Auch das Argument nach einem guten Ruf von BoD beim Buchhandel greift nicht. Warum sollte BoD dieses Ziel anstreben? Ein guter Ruf - wie der etwa von Suhrkamp im Büchermarkt - führt zur Beachtung von Kritikern, aber nicht bei den Käufern, die ein Buch zum Bestseller machen.

BoD hat, und das muss man im Wirtschaftsleben schlicht akzeptieren, nur ein Interesse: Möglichst viele verschiedene Bücher zu produzieren. Das vorrangige Ziel von BoD ist, pro Tag 20 oder 25 oder 30 neue Aufträge zu generieren, weil das den Umsatz bringt. Alle anderen Leistungen, die BoD anbietet, sind für das Unternehmen "nice to have", weil es ein paar Euro extra abwirft.

Warum aber sollte BoD als Massenanbieter das Risiko von Autorenpflege oder Werbung zum Zwecke der Auflagenerhöhung eingehen? Das setzt neben erheblichen finanziellen Mitteln auch reichlich Arbeitskraft voraus - beides wird BoD aus verständlichen Gründen nicht investieren. Wozu auch? Wenn BoD Geld mit dem Veröffentlichungsdrang von - ich sag's jetzt mal ganz krass - Hinz und Kunz verdient, warum das gut verdiente Geld für riskante Werbeaktionen rauswerfen?

Die Grundidee des "on demand" ist eben die Nicht-Bindung von Kapital. Im Optimalfall bei Druckdienstleister und Autor. Und wenn sich das Buch eines Autors wirklich gut verkauft - herzlichen Glückwunsch! Dann verdienen beide. Und sollte der Autor tatsächlich von einem Publikumsverlag übernommen werden, es stehen ausreichend neue Autoren bereit, die dessen Platz einnehmen.

Mir wird einfach nicht klar, warum BoD als Unternehmen im Buchhandel kostenintensiv an seinem Image herumbasteln soll. Die Kosten-Nutzen-Rechnung diesbezüglich dürfte kaum aufgehen. Schließlich - das haben wir ja schon an anderer Stelle, wenn auch unter anderen Vorzeichen, gelernt - kauft niemand ein Buch, nur weil es in einem bestimmten Verlag erschienen ist. cheezygrin

Grüße
Siegfried

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