Neues von der Sam

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SamanthaCapule
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Neues von der Sam

von SamanthaCapule (12.05.2010, 15:33)
Der Text ist für alle die gern mal wieder etwas von mir lesen wollen *lach*
Denkt bitte an meine Rechtschreibschwäche, ansonsten bin ich für Kritik und Anregungen gern offen.


1836 Halbinsel Hela

Der Mond fiel fahl durch die locker zusammengezimmerten Holzbretter und hinterließ schwache Spuren im Heu. Der Wind, der schwach über das Land wehte, schien an jedem Holzpfahl einzeln zu rütteln. Sie konnte durch die Lücken ihres Gefängnisses das Meer sehen, dort wo das sanfte grün des Grases in Wasser überging. Wie gern hatte sie früher einfach nur dort gestanden und die dünnen Gräser zwischen ihren Zehen gespürt. Wenn dann das Meer die Wellen zu ihr herangetragen hatte war das kühle Wasser stets eine willkommene Erholung gewesen. Ihr fehlten diese Momente, in denen ihre Seele frei sein konnte, es scheinbar keine Grenzen für sie gab.
Nun gab es nur das immer gleiche triste Mondlicht das in der Nacht hereinfiel und das Heu unter ihren Füßen, das ihr die Haut zerkratzte. In der Blütezeit ihres Lebens hätte diese primitive Hütte sie nie gehalten, doch so viel hatte sich geändert. Am Tage, wo früher einst eine helle, freundliche Sonne geschienen hatte, blieb seit Monaten bereits eine dichte Wolkendecke bestehen.
Seit sie denken konnte war Hela ihre Heimat gewesen und sie hatte sie bis zum letzten Baum und Strauch geliebt. Doch nun war alles Fremd, so unvertraut kalt.
Sie kannte die Welt außerhalb der kleinen Holzhütte nicht mehr, auch wenn sie diese durch die Lücken ihres Gefängnisses sehen konnte. Das halbtrockene Stroh und der zischende Wind gehörten allmählich zu ihrem Alltag. Draußen knackte es leise und sie schloss leicht die Augen. Auch das war ein wohlbekanntes Bild.
Die provisorische Tür öffnete sich und eine dunkel verhüllte Gestalt trat ein. Sie atmete flach und schnell, ihre Ketten raschelten im Stroh als sie sich aufrichtete.
„Du bist früh dran.“
Die verhüllte Gestalt blieb stumm und starrte sie nur aus der Dunkelheit heraus an. Sie zuckte mit den Achseln und wandte sich leicht von der Figur ab, die sie immer noch sorgsam studierte.
„ Draußen erblühen bereits die ersten Obstbäume, bald ist es Zeit um sich auf die nächste Ernte vorzubereiten…“
Sie hatte mehr zu sich selbst gesprochen als mit dem dunklen Schatten ihr gegenüber.
„ Es wird keine Ernte mehr geben.“
Überrascht blickte sie auf.
„ Wovon sprichst du Zenon?“
Mit einer raschen Bewegung streifte er die Kapuze vom Kopf und sein goldblondes Harr kam zum Vorschein.
„ Du weißt es, bereits seit einigen Tagen und doch hast du es mir nicht gesagt. Lyandra, wieso nicht?“
Sie wendete den Blick nicht von ihm ab, doch sie sah ihn nicht länger an. Wie hätte sie auch?!
Es war vor ein paar Tagen geschehen, als die Sonne hoch am Himmel gestanden hatte. Ein klagender, langgezogener Schrei hatte die Luft zerrissen und sich in ihr Gedächtnis eingebrannt. Die Tochter des Dorfältesten war einer schwerwiegenden Krankheit erlegen die das ganze Dorf heimgesucht hatte. Es hatte kurz nach dem Winter begonnen, sie hatte Zuflucht gesucht in diesem abgeschiedenen Dorf. Zuerst hatte sich ein Ausschlag gebildet und bald darauf starben einigen von ihnen Körperteile ab, wie Arme und Beine. In dieser Gegend nannte man es das Antonius Feuer.
Die hier lebenden Leute waren vorwiegend einfache Menschen, Bauern, Fischer. Der Verlust von Körperteilen kam hier einem Todesurteil gleich.
Sie hatte alles getan um die Krankheit zu heilen, doch letztendlich scheiterte sie und wurde der Hexerei bezichtigt. Bis vor wenigen Tagen hatte jeder die Krankheit überlebt, doch nun war eine der ihren Tot und für sie gab es keine Gnade mehr.
„ Es macht keinen Unterschied mehr, das Urteil wurde lange zuvor gefällt.“
Seine grauen Augen zogen sich eng zusammen und sie fühlte dass er wütend war.
„ Ich genieße unter den Altak noch immer großes Ansehen, ich könnte dafür sorgen dass du an einen sicheren Ort gelangen könntest. Du musst das nicht geschehen lassen, ein Wort genügt.“
Es war ein gequältes Lächeln das ihren Mund um spiegelte.
„ Meine Art, mein Volk ist Tot, ich bin die letzte Überlebende. Dank der Altak gibt es nichts wohin ich gehen könnte, denn mein Leben wurde lange vor diesem Tag zerstört. Mein Todesurteil durch diese Menschen kommt fast meiner Erlösung gleich.“
Seine Hände umschlossen nun ihre Schultern und sie genoss diesen kurzen Moment der Menschlichkeit. Er schüttelte ihren schwachen Körper.
„Sag das nicht, Lyandra. Denn nichts könnte meinen Schmerz stillen der durch die Lücke entstehen würde die du hinterlassen würdest.“
Bitter schüttelte sie ihren Kopf und ihre goldbraunen Locken sprangen wild um ihren Kopf. Sie würde nicht anfangen sich zu verkriechen, das war nicht die Lebensart der Hyadren. Zenon würde sie einsperren, in einem Käfig halten, wie dieser hier. Nur würde er ein größeres und bequemeres Gefängnis für sie schaffen.
„ Wir haben uns lange vor diesem Tag für den Weg entschieden den wir nun gehen. Vertraue meinen Worten wenn ich sage dass nichts in diesen Tagen sinnlos geschieht. Unter den Hyadren lebt der Glaube dass wir alle Sternenkinder sind. Von den Sternen stammen wir, Gefallene auf Erden, zu den Sternen kehren wir zurück. Ein Lebewohl für begrenzte Zeit.“
Seine Hände fassten sie fester, als wolle er sie halten, das Geschehene ungeschehen machen. Und der Mond schenkte ihr einen letzten Augenblick der Gnade.
Durch die Lücken ihres Käfigs drangen helle Mondstrahlen herein und tauchten sie in silbernes Mondlicht. Das Band was ihre Harre zusammen gehalten hatte zerriss und wild umspielten die Locken ihr Gesicht. Ihre Augen färbten sich in ein sanftes Gold und ein zarter Schimmer umhüllte sie. Ihr war bewusst das Zenon geschützt gegen ihren Zauber war, doch der Macht, die ihre beiden Herzen verband, war er schon lange erlegen. Die Menschen nannten es Liebe und als sich ihre Lippen im Sturm des Momentes berührten konnte sie keine bessere Bezeichnung dafür finden.
Hyadren waren nicht zum Lieben geboren, es gehörte nicht zu ihrer Art und doch konnten sie solche Gefühle entwickeln. Es war die Strafe des Universums, bittere Ironie von Unsichtbaren Kräften das sie fähig war so zu Empfinden.
Als sie am nächsten Morgen durch die Sonnenstrahlen erwachte war Zenon längst verschwunden und auch der Glanz der vergangenen Nacht wirkte nun eher wie ein langsam verblassender Traum.
Die Tür wurde knirschend aufgestoßen und ein großer, bärtiger Mann füllte den Rahmen aus. In seiner Hand hielt er eine lange, schlichte Angel und seine Kleidung war von oben bis unten mit Schmutz bedeckt. Draußen konnte sie das raunen der Menge hören.
„ Steh auf, Zauberin der dunklen Künste, dein Urteil erwartet dich.“
Mühsam richtete sie sich auf. Die provisorische Eisenkette, die zum fesseln benutzt wurde, war schwer und bohrte sich schmerzhaft in ihr Fleisch. Ihr Rücken schien von hunderten Messern durchbohrt zu werden, doch ihr Stolz ließ sie aufrecht gehen. Langsam trat sie hinaus zu der lauernden Menge. Sie schrien wüste Beschimpfungen durcheinander und zielten mit herumliegenden Steinen auf sie. Lyandra versuchte ihr Gesicht zu schützen, doch von allen Seiten schien die wütende Menge zu toben. Ein unerwarteter, fester Schlag in die Kniekehle zwang sie zum niederknien.
„Lyandra von Hel, vor einigen Monaten gewährten wir dir Asyl in unserem Dorf. Wir nahmen dich in unserer Mitte auf wie eine von uns und gerade meine Tochter Adriana kümmerte sich wie eine Schwester um dich. Für ihre tugendhafte Handlung hast du sie einen hohen Preis bezahlen lassen, vor wenigen Stunden nahm unser Schöpfer sie in sein Reich auf. Du hast die Fische unserer Fischer und das Brot unserer Bauern vergiftet und das Antonius Feuer über uns gebracht.
Als Strafe für deinen Pakt mit dem Teufel verurteilen wir dich zur Wasserprobe. Sie wird zeigen ob du die Wahrheit sprachst, als du deine Unschuld beteuertest oder ob dein Geschwätz dem Mund einer Hexe entsprang.“
Kreischendes Geschrei und jubelnde Zustimmung rann durch die Menge. Der alte Fischer, der gesprochen hatte, packte Lyandra an den Harren und zerrte sie aus dem Dorf hinaus. Sie spürte wie die Haut an ihren Füßen zerschnitten wurde als sie über die scharfen Felsen, direkt am Meer, gezerrt wurde. Der Schmerz war so heftig das er ihr Tränen in die Augen trieb.
Ein starker Wind wehte nun über die Klippen und Lyandra, nur bekleidet durch ein dünnes Kleid, spürte die Kälte an jedem Knochen nagen. Der Fischer hatte sie losgelassen und auch die restlichen Dorfbewohner waren am neuen Ort des Schauspiels angekommen.
Vor ihr lag die Weite des Meeres und auf eine sonderbare Weise beruhigte sie das. Lyandra wusste das es bald vorüber sein würde, sie hatte so lange darauf gewartet das es endlich geschehen würde.
Der Älteste sprach einige Worte, Worte die sie nicht verstehen und nicht hören wollte. Sie schloss ihre Augen fest und in Gedanken drehte sie die Zeit um ein paar Stunden zurück. Genau an jenen Punkt als sie erschöpft in Zenons Armen gelegen hatte und der Wind von draußen leis geraunt hatte. Er hatte sie fest in seinen Armen gehalten und ihr ins Ohr geflüstert, viele Dinge die waren und jene die sie sich erwünscht hatte. Als sie ihn dann zum gehen aufgefordert hatte versuchte er ein letztes Mal sie umzustimmen. Denn sie war die letzte ihrer Art, so hatte er argumentiert.
Sie hatte nur gelächelt und ihn fortgeschickt, die Wahrheit konnte sie selbst ihm nicht verraten.
Die Menschenmenge begann immer wieder einen Spruch zu rufen, gleich einer Beschwörung.
„Lass das Wasser nicht empfangen den Körper dessen der, vom Gewicht des Guten befreit durch den Wind der Ungerechtigkeit empor getragen wird.“
Sie hatten ihre Hände gefaltet und blickten Ehrfürchtig in Richtung des Himmels. Lyandra glaubte nicht an einen Gott, den kein Wesen von solch einer Größe hätte zugelassen das sich Wesen wie sie entwickelten. Die Hyadren waren nicht von Grund auf Böse, das wusste sie besser als alle anderen. Trotz alledem lag in ihren Seelen Macht und der Wille diese zu benutzen, das machte sie so gefährlich. Es war die Hoffnung die Lyandra in die Zukunft legte, die sie bis zum Äußeren gehen lies.
Für sie würde heute alles enden und in Anbetracht ihres geschundenen, schmerzenden Körpers war sie froh dass es zu Ende ging. Für die Hyadren jedoch würde ihr Tot ein Neubeginn bedeuten, eine Chance. Auf ihren Lippen lag kein Gebet, keine unausgesprochenen Worte als man sie in die Tiefe stürzte. Sie verließ diesen Körper noch eher er das Wasser berührte.
Als in Zenons Haus ein Wind aufkam und die Kerze verlosch die nunmehr seit mehreren Monaten gebrannt hatte, wusste er das es vorüber war.


LG Sam angle:
Selbst in der tiefsten Dunkelheit gibt es irgendwo ein funken Licht, die Kunst ist genau hinzusehen wenn er aufleuchtet.

Bela
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Re:

von Bela (12.05.2010, 16:11)
Also Sam,

deine Texte entwickeln sich immer mehr.
Ich möchte wissen wie es weitergeht!!

Schreib so viel du kannst.

Mach bitte unbedingt weiter!!!

LG Bela
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man schönes bauen. J.W. v. Goethe

Maxi
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Re:

von Maxi (12.05.2010, 18:52)
Ich kann mich Bela nur anschließen. thumbbup
Schön wieder was von Dir zu lesen.
Maxi

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kleine woelfin
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Rechtschreibschwäche?

von kleine woelfin (12.05.2010, 23:24)
Hi Samantha,

du schreibst sehr bildhaft, einfühlsam und packend. Genau die Art "Schreibe", die süchtig macht und bei der ich immer mehr und weiter lesen möchte.

Deine Anspielung auf eine Rechtschreibschwäche hat mich veranlasst den Text mit Word zu prüfen. Das scheinst du ja auch schon gemacht zu haben und so sind die restlichen 2 Fehlerchen auch Word anzulasten. Das Porgramm scheint nicht zu wissen, dass "das Grün" groß geschrieben wird und "sie schrieen" wird auch nur in der Extrarechtschreibprüfung markiert, was bedeutet, dass Word manchmal nach der alten Rechtschreibregel geht. Kommata kennt Word wohl nicht, sind heute auch nicht mehr so beliebt und somit ist doch alles gut. ;-)

Ich finde es sehr mutig von dir, dass du die Texte veröffentlichst, wenn du eine solche Schwäche hast. Das traut sich auch nicht jeder.

Ist der Text aus einem Buch von dir?

LG

KW
Ich wünsche entspannte Zeiten.

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buchselstabe
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Re:

von buchselstabe (12.05.2010, 23:49)
Hallo Sam,
da es schon spät ist, möchte ich nur zwei kleine Anregungen geben:

Der Mond fiel fahl durch die locker zusammengezimmerten Holzbretter und hinterließ schwache Spuren im Heu. Der Wind, der schwach über das Land wehte, schien an jedem Holzpfahl einzeln zu rütteln.


Du läßt das Mondlicht fallen und zwar hier und etwas weiter unten noch.
Wie wäre es mit Abwechslung und statt fallen gibts noch scheinen, leuchten etc.
Übrigens es gibt keine Spuren im Heu. Das würde bedeuten, dass man das bei Tageslicht sehen kann (z.B. Bleichspuren, Brandspuren etc.)
Du meinst sicherlich so etwas ähnliches wie:
...warf Schatten ins Heu
oder
.. zeichnete blasse Linien etc. etc.

Ein schwacher Wind kann nicht an einem Pfahl rütteln, denn dann wäre er ein starker Wind, oder ein Sturm oder mehr.


scheinbar keine Grenzen für sie gab.
Nun gab es nur das immer gleiche triste


Zweimal hintereinander gab. Läßt sich sicherlich vermeiden.


Am Tage, wo früher einst eine helle, freundliche Sonne geschienen hatte, blieb seit Monaten bereits eine dichte Wolkendecke bestehen.

Unglücklicher Satz. Zumindest eine Wolkendecke bleibt nicht bestehen. Ich würde es umschreiben mit verdecken, versperren, eintrüben etc.
Dass die Sone üblicherweise am Tag scheint ist klar.
Evtl. läßt sich das umschreiben.
Während früher die Sonne freundlich vom Himmel schien bedeckte seit Monaten eine dichte Wolkendecke ....

Just my 2ct

Gruß Uwe
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (13.05.2010, 00:18)
buchselstabe hat geschrieben:
Hallo Sam,
da es schon spät ist, möchte ich nur zwei kleine Anregungen geben:

Der Mond fiel fahl durch die locker zusammengezimmerten Holzbretter und hinterließ schwache Spuren im Heu. Der Wind, der schwach über das Land wehte, schien an jedem Holzpfahl einzeln zu rütteln.


Du läßt das Mondlicht fallen und zwar hier und etwas weiter unten noch.
Wie wäre es mit Abwechslung und statt fallen gibts noch scheinen, leuchten etc.


Nee, nee, nee ... cheezygrin

Da steht, dass der Mond durch die Holzbretter gefallen ist, nicht das Mondlicht. Und wenn so ein Mond auf einen Heuschober fällt, dann hinterlässt das einige Spuren, die man sogar bei Nacht sieht ... cheezygrin

Also das schon mal zum ersten Satz. Nun zum zweiten: :twisted:

Richtig erkannt: Ein Wind, der schwach über das Land weht, rüttelt an jedem Holzpfahl. Irgendwie werden ich das Gefühl nicht los, dass Adjektiv und Verb nicht unbedingt zusammenpassen. cheezygrin

Das könnte natürlich absichtlich so formuliert sein. Wenn dem so ist ... dann streichel ich der Sam knallhart durchs Gesicht! :twisted:

Grüße
Siegfried

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kleine woelfin
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von kleine woelfin (13.05.2010, 00:43)
buchselstabe hat geschrieben:
Hallo Sam,
da es schon spät ist, möchte ich nur zwei kleine Anregungen geben: ...
"Der Wind, der schwach über das Land wehte, schien an jedem Holzpfahl einzeln zu rütteln."
Ein schwacher Wind kann nicht an einem Pfahl rütteln, denn dann wäre er ein starker Wind, oder ein Sturm oder mehr. ...



Hi Uwe,

es ist immer noch spät und mir fällt zu dem Satz über den Wind ein, dass es Ansichtssache oder besser gesagt ein Stilmittel sein könnte.
Samantha schreibt, dass es so schien, als würde der Wind, der schwach .... an jedem Pfahl .... usw.
Es kann ebenso eine subjektive Empfindung der Protagonistin sein, dass der Wind, der objektiv nur schwach ist, ihr jedoch so vorkommt, als würde er lautstark an jedem einzelnen Pfahl rütteln.

Einfacher ausgedrückt, wenn jemand einen Kater nach einem Rausch hat, dann kommt ihm jedes noch so leise Geräusch vor, als wäre es überlaut.

interpretierende Grüße

KW
Ich wünsche entspannte Zeiten.

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buchselstabe
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Re:

von buchselstabe (13.05.2010, 08:31)
Hallo KW,
guten Morgen.

Diese Interpretation finde ich gut - aber dann müßte mich Sam in dem Text auch dahin bringen, so einen Zustand zu erkennen.

In den nachfolgenden Zeilen ist das aber nicht der Fall.

Wenigstens lese ich ihn so.

So, nun ein Käffchen ...

Gruß Uwe

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SamanthaCapule
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Re:

von SamanthaCapule (13.05.2010, 11:39)
Guten Morgen alle zusammen!

Ich finde es schön das mein Text zu so einer intressanten Diskussion geführt hat. Eure Anregungen haben mir bisher sehr weitergeholfen und ich werde mich gleich an den Text setzten und einige Passagen zu überarbeiten.
Der Text ist ein Prolog aus einem unfertigen Werk von mir.
Über weitere Tipps und Hinweise würde ich mich natürlich sehr freuen, dadurch kann ich nur besser werden!

LG Sam angle:
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Hinweise

von kleine woelfin (13.05.2010, 16:55)
buchselstabe hat geschrieben:
Diese Interpretation finde ich gut - aber dann müßte mich Sam in dem Text auch dahin bringen, so einen Zustand zu erkennen.

In den nachfolgenden Zeilen ist das aber nicht der Fall.



Hi Uwe,

eine Andeutung finde ich in folgender Zeile.

"Ihr fehlten diese Momente, in denen ihre Seele frei sein konnte, es scheinbar keine Grenzen für sie gab."

Vielleicht wäre eine kleine Verstärkung in folgendem Sinne hilfreich für manche Leser?

"Was gäbe sie dafür wieder so frei zu sein, wie der Wind dem sie nun lauschte. "


Gruß

KW
Ich wünsche entspannte Zeiten.

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