Ein Bod-Buch im Buchladen vor vier Wochen bestellt

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (19.11.2007, 15:41)
Durch meinen BoD-AutorenAward wurde ich für Fernsehaufnahmen des NDR auch nach Norderstedt eingeladen und durfte mir dort die Produktion ansehen. Das war zwar schon 2004, aber das Prinzip hat sich nicht verändert.
Bevor hier also weiter "im Nebel herum gestochert" wird: Das System von BoD/Xerox erlaubt durch die Computersteuerung durchaus die Herstellung von Einzelstücken eines Titels. Die Bänder laufen Format entsprechend, es gibt Abzweigungen für Farbseiten und am Schluss teilt sich's für Paperback und die Hardcover-Versionen und dann wird eingeschweißt. Alles in einem einzigen Laufband-System.

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass durch die Preissenkung auf 39,- Euro für BoD Classic und die BoD Fun-Aktionen in Norderstedt "der Bär steppt" und sie nicht mehr nachkommen. Schade ...

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (19.11.2007, 16:51)
Ich habe das Phänomen mit dem angeblich nicht verhandenen Buch ebenfalls in einigen Buchhandlungen erlebt. Es trifft keineswegs nur BoD, sondern auch die anderen, kleineren Verlage.

Es weigern sich manche Menschen hinter dem Kassentresen tatsächlich, in eine andere Liste als die ihrer Großhandelskette zu schauen. Auch wenn im VlB das Buch, der Verlag und sogar die Kontaktmöglichkeiten gelistet sind, so scheut man sich, das Buch anzufordern.

So mußte ich einen Testkauf meines Buches in der eigenen Stadt abbrechen, obwohl eine einfache Anforderung per Mail oder Telefon dazu geführt hätte, daß der Händler das Buch am anderen Tag gehabt hätte. für satte 40 Prozent Buchhandelsrabatt!

Mein Verlag, in den ich (so ganz nebenher erwähnt) ab Januar aktiv in die Mitarbeit einsteige (seit gestern ist die Katze im Sack sozusagen *g*), hat nahezu immer genügend Exemplare auf Vorrat gedruckt liegen. So könnten jederzeit Anfragen des Handels befriedigt werden und entsprechend mit Rabatten belohnt werden.

In meiner Eigenschaft als Autor würde ich es als äußerst unbefriedigend empfinden, wenn meine (zukünftigen) Kunden länger als ein paar Tage auf mein Produkt warten müßten.

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (19.11.2007, 16:51)
bärentante hat geschrieben:
Aber bestellen wollte man es trotzdem nicht. Begründung: Zu kompliziert in der Abwicklung, daran verdient man nichts mehr.


genau das Gefühl habe ich auch. Es ist den Buchhändlern einfach zu viel Arbeit, außerdem müssen die sich eventuell noch anraunzen lassen, wenn es so lange dauert.

versailles hat geschrieben:
Als du, Uschi, mir vor vier Wochen - ist es wirklich schon so lange her? - erzähltest, dass du meinen Titel bewusst über eine Buchhandlung bestellen wirst, war ich noch guter Dinge.
Aber jetzt stelle ich den Vertriebsweg Buchhandlung/BoD in Frage. Solange Großbestellungen eingehen, wird fleissig gedruckt, denn meine Eigenauflage kam bisher recht zügig (8-14 Tage - alles super), aber Einzelstücke versauern irgendwo im Nirgendwo?


ja, das Buch habe ich am 23.10. bestellt und - es ist immer noch nicht da.
Aber vielleicht ist es ja wirklich das 1 verkaufte Exemplar. Hurra, dann wird mich der Buchhändler ja bald anrufen! Meine Eigenauflage ist auch immer schnell da.

Jutta Ploessner hat geschrieben:
Deshalb hatte ich dann auch bei KNO angerufen. Wobei mir zum ersten Mal klar wurde, dass BoD-Autoren offenbar nur Autoren dritter Klasse sind und ich wünschte, nichts damit angefangen zu haben ...


das wünschte ich auch langsam.

seshmosis hat geschrieben:
Ich kann mir allerdings vorstellen, dass durch die Preissenkung auf 39,- Euro für BoD Classic und die BoD Fun-Aktionen in Norderstedt "der Bär steppt" und sie nicht mehr nachkommen. Schade ...

Der Meinung bin ich auch und ich glaube auch, dass dadurch BoD-Bücher noch mehr in Verruf geraten. Ja, das ist schade ...
Grüße Uschi

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (19.11.2007, 17:29)
Hallo,

nachdem mein Buch in einer auflagenstarken Tageszeitung rezensiert wurde, wollten einige Leser das Buch in verschiedenen Buchläden kaufen.
Der Roman war nirgends zu bestellen. Einige potentielle Kunden landeten glücklicherweise bei einer Buchhändlerin, die zehn Bücher in Kommission genommen hatte. Die sorgte schließlich dafür, dass mein Buch bei Könemann (http://www.buch-service.net/), einem sehr großen Barsortiment gelistet wurde. Dort wird "ORÁCOLI" mit einer gelb blinkenden Ampel geführt. Grün: sofort lieferbar, Gelb: eine Woche Lieferzeit, Rot: nicht mehr lieferbar. Könemann liefert zweimal täglich und kostenfrei aus. Eine Bekannte von mir hat früher einmal in einem renommierten, Recklinghäuser Buchladen gearbeitet. Sie sagte mir, dass Könemann eine Topp - Adresse (speziell fürs Ruhrgebiet) sei.
Mein Tipp: Nehmt Kontakt zu einem Buchhändler auf, und versucht ihn/sie für Euer Buchprojekt zu gewinnen, denn ohne Fürsprache geht hier wohl auch nix.
Gruß
Thomas

Friederieke Jakob

Re:

von Friederieke Jakob (19.11.2007, 19:53)
:P
Zuletzt geändert von Friederieke Jakob am 08.12.2007, 22:32, insgesamt 2-mal geändert.

Versailles
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@ Seshmosis

von Versailles (19.11.2007, 20:37)
Bevor hier also weiter "im Nebel herum gestochert" wird: Das System von BoD/Xerox erlaubt durch die Computersteuerung durchaus die Herstellung von Einzelstücken eines Titels. Die Bänder laufen Format entsprechend, es gibt Abzweigungen für Farbseiten und am Schluss teilt sich's für Paperback und die Hardcover-Versionen und dann wird eingeschweißt. Alles in einem einzigen Laufband-System.
Ich kann mir allerdings vorstellen, dass durch die Preissenkung auf 39,- Euro für BoD Classic und die BoD Fun-Aktionen in Norderstedt "der Bär steppt" und sie nicht mehr nachkommen. Schade ...


hey, danke für den Einblick! So langsam lichtet sich der Nebel der Ahnungslosigkeit ein wenig mehr.
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Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (19.11.2007, 23:09)
Ich bin jetzt zwar noch nicht allzu lange dabei, aber meine Erfahrungen für Bestellungen eines BoD-Buches im Buchhandel liegen derzeit bei ca. 8 - 10 Tagen. Im Internet (Amazon.de und Buch.de) ein paar Tage weniger. Ich kann mich also bis dato nicht beschweren. Ich denke allerings, daß sich das Ganze im Zeitalter der Digitalisierung durchaus beschleunigen ließe.

Das Gerücht, daß BoD und auch andere Verlage, welche mit selbigem Druckverfahren arbeiten, Aufträge sammeln, um diese Stapelweise zu drucken, hält sich schon eine ganze Weile. Allerdings halte ich dieses, auch aus eigenen Erfahrungen, eher für eine Mythos. Dieses Druckverfahren wurde ja gerade deshalb entwickelt, um die Möglickeit zu bieten, Bücher in Kleinstauflagen oder Einzelexemplare zu drucken und auszulliefern.

Ein letztes: Buchhändler denen es zu aufwändig ist, um sich die Beschaffung eines Buches zu bemühen, geht es scheinbar noch zu gut. Gerade über solche Dienstleistungen haben Buchhändler die Möglichkeit, zu beweisen, daß deren Dasein im Zeitalter des Internet und Onlinehandels noch eine Berechtigung hat. Also das beste Argument, diesen Händler zu meiden - dies möglichst mit einem Hinweis darauf.

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Axel
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Preisverfall

von Axel (20.11.2007, 08:02)
Meine Erfahrungen mit BoD waren früher auch besser. Das erste Buchprojekt 2001 kostete umgerechnet ca. 300 Euro, wurde aber perfekt abgewickelt, die Bücher waren sofort im Handel lieferbar und es gab keine Probleme mit Amazon.
2005 kostete das Projekt noch etwas mehr als 200 Euro, da gings auch noch, Anfragen wurden noch in angemessener Zeit beantwortet.
Und jetzt 2007, habe ich im Juli noch die 149.-Euro bezahlt und ich muss sagen, die Neuauflage meines Buches von 2001 geht bei Amazon gar nicht mehr, ist auch sonst kaum noch lieferbar. Ich kann mir vorstellen was mit den Projekten passiert, die nur noch 39.- Euro kosten.
Wenn das so weitergeht hat sich BoD für mich erledigt. Ob nun die Buchhändler oder BoD daran schuld sind, ist mir eigentlich egal. In dem Fall bin ich als Autor Kunde und möchte, dass sich Großhandel, Buchhandel und BoD an einen Tisch setzen, um die Probleme zu klären, die da ganz offensichtlich existieren.

Laura
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Re:

von Laura (20.11.2007, 10:12)
Hallo Uschi, Kurzgeschichten zu schreiben, ist auf jeden Fall eine Alternative. Ich mache das sehr gerne und reiche sie dann bei Wettbewerben ein und habe dabei - nicht unter "Laura Anders" sondern unter meinem richtigen Namen - schon eine Menge veröffentlicht.

Aber auch da gibt es Wermutstropfen: Sehr oft bekommt man nicht mal ein Belegexemplar sondern nur Bücher zum Autorenrabatt, dh., genaugenommen, zahlt man auch da etwas für seine Arbeit. Ich habe allerdings nur Erfahrungen mit Kleinverlagen und kleinen Magazinen, die von Hobbyautoren herausgegeben werden.

Richtig ärgerlich wird es, wenn man mehr oder weniger direkt unter Druck gesetzt wird, möglichst viele Bücher zum Autorenrabatt zu bestellen. Dazu ist zu sagen, dass ich meine Bücher nur an Bekannte und Verwandte verschenken, nicht verkaufen, kann, und die kann ich auch nicht städnig mit Büchern überschütten, jetzt zu Weihnachten ist es natürlich günstig.

Aber wenn mehrere Verlage, bei denen ich in einer Antho vertreten bin, ihre Bücher rechtzeitig vor Weihnachten herausbringen, muss ich auch kalkulieren, wieviele Bücher ich von welchem Verlag bestelle, selbst wenn ich alle Gebrutstage des kommenden Jahres mit einbeziehe. Gruß Laura

Versailles
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Re:

von Versailles (20.11.2007, 11:13)
Hallo Laura,

meine Kommentar zielt auf ein ganz anderes Thema ab als in diesem Thread besprochen. Hoffe, das ist so okay. Du schreibst:

Richtig ärgerlich wird es, wenn man mehr oder weniger direkt unter Druck gesetzt wird, möglichst viele Bücher zum Autorenrabatt zu bestellen.
darf ich fragen, wo dir das schon mal passiert ist? War das in der Ausschreibung in dem Umfang nicht klar definiert? Ich denke, sonst hättest du doch nicht teilgenommen, oder?

Liebe Grüße
Amalia
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Friederieke Jakob

Re:

von Friederieke Jakob (20.11.2007, 12:40)
cool1
Zuletzt geändert von Friederieke Jakob am 08.12.2007, 22:32, insgesamt 1-mal geändert.

Friederieke Jakob

Re:

von Friederieke Jakob (20.11.2007, 12:44)
Versailles hat geschrieben:
Hallo Laura,

meine Kommentar zielt auf ein ganz anderes Thema ab als in diesem Thread besprochen. Hoffe, das ist so okay. Du schreibst:

Richtig ärgerlich wird es, wenn man mehr oder weniger direkt unter Druck gesetzt wird, möglichst viele Bücher zum Autorenrabatt zu bestellen.
darf ich fragen, wo dir das schon mal passiert ist? War das in der Ausschreibung in dem Umfang nicht klar definiert? Ich denke, sonst hättest du doch nicht teilgenommen, oder?

Liebe Grüße
Amalia



HALLO AMALIA!
Zwar bin ich hier nicht angesprochen, aber ich weiß, dass es beim Novumverlag und beim August-Goethe-Verlag so ist. Dein Anthologietext wird angenommen. Du musst die Publikationskosten zahlen (Abrechnung pro Seite) und/oder eine bestimmte Anzahl deiner Bücher erwerben. In der Regel 25 oder 30 Exemplare.
Es steht dir kein Referenzexemplar zu und du wirst auch nicht am Umsatz beteiligt.
Eigene Erfahrung von mir... Bin aber noch rechtzeitig abgesprungen. cheezygrin

Friederieke Jakob

Re: Preisverfall

von Friederieke Jakob (20.11.2007, 12:48)
Axel hat geschrieben:
Meine Erfahrungen mit BoD waren früher auch besser. Das erste Buchprojekt 2001 kostete umgerechnet ca. 300 Euro, wurde aber perfekt abgewickelt, die Bücher waren sofort im Handel lieferbar und es gab keine Probleme mit Amazon.
2005 kostete das Projekt noch etwas mehr als 200 Euro, da gings auch noch, Anfragen wurden noch in angemessener Zeit beantwortet.
Und jetzt 2007, habe ich im Juli noch die 149.-Euro bezahlt und ich muss sagen, die Neuauflage meines Buches von 2001 geht bei Amazon gar nicht mehr, ist auch sonst kaum noch lieferbar. Ich kann mir vorstellen was mit den Projekten passiert, die nur noch 39.- Euro kosten.
Wenn das so weitergeht hat sich BoD für mich erledigt. Ob nun die Buchhändler oder BoD daran schuld sind, ist mir eigentlich egal. In dem Fall bin ich als Autor Kunde und möchte, dass sich Großhandel, Buchhandel und BoD an einen Tisch setzen, um die Probleme zu klären, die da ganz offensichtlich existieren.



Für mein erstes Buch hatte ich ein Rundumpaket. Habe fast eineinhalb Tausend Euro bezahlt. Bis auf die Umschlaggestaltung klappte rein gar nichts.
Allerdings funktioniert(e) die Auslieferung meiner Bücher bisher gut.

Ich denke auch, dass die Probleme nun entstanden sind durch die Preissenkung für BoD-Classic auf 39 Euro und BoD sich nicht mehr retten kann vor Aufträgen.
Ich kann da jetzt schlecht den Kosten-Nutzenfaktor abschätzen für BoD, denke aber, dass das ein ganz großes Eigentor wird, wenn es mit der Auslieferung nicht bald besser wird.
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hawepe
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Re:

von hawepe (20.11.2007, 12:51)
Hallo,

Friederieke Jakob hat geschrieben:
August-Goethe-Verlag so ist. Dein


Sagt doch alles :-( Zur Not einfach mal Googlen, aber nicht hier posten.

Beste Gruesse,

Heinz.

Friederieke Jakob

BoD verspricht Lieferung innerhalb von vier bis fünf Tagen

von Friederieke Jakob (20.11.2007, 16:20)
Wen es interessiert... Habe heute ein wenig bei BoD recherchiert. Nach Aussage von BoD werden die Bücher innerhalb von vier bis fünf Tagen ausugeliefert. Der Link führt zur Seite mit dem betreffeneden Abschnitt.

http://www.bod.de/index.php?id=570



:P

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