Buchautorenberatung

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


augustina
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Buchautorenberatung

von augustina (23.05.2010, 19:53)
Hallo alle zusammen,

habe lange nicht mehr reingeschaut. Kann sein, dass folgende Sache schon mal besprochen wurde. Also - kennt jemand einen Buchautorenberater Andreas Hofmann?

Seine per Post ins Haus geflatterte Werbung klingt interessant: "Ich suche die Marklücke für Ihr Buch. Erstelle Ihnen ein Marketingkonzept. Helfe, Ihren Buchverkauf anzukurbeln." Er hat ein Buch geschrieben und als Selbstverleger in 10 Jahren fünfstelligen Verkaufszahlen erreicht; angeblich. Dazu zählt er 10 Städte in der ganzen Welt auf, von Buenos Aires über Tokyo bis Pretoria.

Super hab ich gedacht, aber da scheint ein Haken zu sein: Keine Website, auf der er seine Dienstleistung vorstellt. Kein Hinweis, wie das Buch heißt, das er so grandios vertrieben hat, keine Telefonnummer, aber zwei verschiedene Postadressen, Kontakt nur per E-Mail oder man soll sich von ihm anrufen lassen.

Hat jemand von dem Herrn etwas gehört oder auch so eine Werbung bekommen? Ich will ihm nicht Unrecht tun und mir/Euch keine Chance entgehen lassen, aber was haltet Ihr davon?

Bin auf Eure Antworten gespannt :wink:

augustina
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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (23.05.2010, 20:05)
Ich habe auch diese Werbung von Herrn Andreas Hofmann bekommen.
Er hat darin übrigens sein Buch erwähnt:
"...und er begann zu weinen"
http://www.amazon.de/begann-weinen-Andr ... 409&sr=1-1

Der überzeugende Bestseller im fünfstelligen Berecih scheint das aber nicht zu sein ...
Es stammt aus dem Jahre 1999 und rangiert derzeit bei Amazon auf Verkaufsrang: Nr. 787.881

Die Rezensionen, die nicht vom Autor selbst stammen (tritt als "Ein Kunde" auf, kein Link zu nichts), sprechen Bände.

Außerdem ist es wohl das einzige Werk dieses Herrn, was weder für eine erfolgreiche Autoren-, noch für eine erfolgreiche Vermarkterkarriere spricht.

Aber 75,- Euro pro Beratung - davon kann man auch leben, wenn genug mitspielen.

LG Sesh / Gerd

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (23.05.2010, 20:33)
Hallo in die Runde,

ich habe auch so ein Schreiben bekommen (habs gerade nochmal aus dem Altpapiercontainer gefischt). Leider sagt es nicht viel über den Autor aus. Auf der beiliegenden Karte steht: "Beratungen ab 75 Euro". Super. Was bedeutet "ab"? Was beinhaltet die Leistung? Besteht wirklich die Möglichkeit, den Verkauf so anzukurbeln, daß das Geld wieder reinkommt? Wirklich viele Referenzen sind ja nicht im Schreiben enthalten. Fünfstellige Verkäufe habe ich auch (wenn ich die Kommastellen mitzähle :wink: ).

Ein wenig mehr kann man sich über Herrn Hofmann orientieren, wenn man "andreas hofmann und er begann zu weinen" in Google eingibt.

Das ist ein Link auf seine Website:

http://www.terminal-verlag.de/leseprobe.html

So insgesamt habe ich für mich nicht das Gefühl, daß mir eine Beratung hier viel bringt. Aber trotzdem ich habe mich sehr geschmeichelt gefühlt: Da nimmt mich endlich mal wer als Autor ernst und hat sich sogar die Mühe gemacht, meine Anschrift rauszubekommen und mir einen Werbebrief zu schreiben. Dafür meinen innigsten Dank. thumbbup

Viele Grüße

Torsten
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Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (23.05.2010, 20:43)
gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 10:31, insgesamt 1-mal geändert.

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guenther klein
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Buchautorenberatung

von guenther klein (23.05.2010, 21:06)
Hi, ich habe auch von dem Herrn Hofmann den allseits bekannten Brief bekommen.

Der Brief wirkt gestoppelt, verwendet das Ich recht häufig.

Wer ich sagt, meint nicht wir.

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malschaun
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Re:

von malschaun (23.05.2010, 21:29)
Ich habe nix bekommen, da ich keine Signatur / Homepage-Angabe habe, die auf eine mögliche Adresse schließen lässt. Der Kerl hat wohl das BoD-Forum hier als Werbeplattform missbraucht.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (23.05.2010, 22:36)
Na ja, mißbraucht ist ein recht hartes Wort. Vermutlich hat er sich von den Autorenwebsites die Adressen besorgt. Das ist das generelle Problem: man kann zwar anonym veröffentlichen, aber bei einer kommerziellen Website kommt man um das Impressum nicht herum.

Auf der anderen Seite ist es aber auch nicht verboten, Werbebriefe zu schicken. Werbeanrufe dagegen schon. Wenn jemand da per Brief seine Geschäftsidee verwirklichen möchte: bitte sehr. Ich komm klar damit.

Wie schon gesagt, Altpapiercontainer. Man ist ja für den Umweltschutz. cheezygrin
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Dein-Lieblingsbuch
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Re:

von Dein-Lieblingsbuch (24.05.2010, 07:45)
Oh den Brief haben noch mehr erhalten, wie toll...

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hawepe
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Re:

von hawepe (24.05.2010, 13:02)
Hallo Torsten,

Torsten Buchheit hat geschrieben:
Na ja, mißbraucht ist ein recht hartes Wort.


Man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Wir sind heir doch in einem Autorenforum. Hier ist ja nicht erst einmal ganz ernsthaft diskutiert worden, dass Werbung Teufelswerk ist. Warum also nicht wieder einmal daran anknüpfen? Werbung ist pfui, und wer sie betreibt, hat es wohl nötig. Vielleicht verzichten auch deshalb so viele Book-on-Demand-Autoren auf Werbung, denn wer will schon pfui sein :twisted:

Vermutlich hat er sich von den Autorenwebsites die Adressen besorgt. Das ist das generelle Problem: man kann zwar anonym veröffentlichen, aber bei einer kommerziellen Website kommt man um das Impressum nicht herum.


Aber man könnte doch völlig auf eine Website verzichten. Wenn Werbung ohnehin verpönt ist, sollte man doch wenigstens konsequent sein. Aber wie so häufig gilt wohl auch hier wieder, dass verdammungswürdig nur das ist, was andere tun. Für einen selbst gilt das natürlich nicht :twisted:

Beste Grüße,

Heinz.

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hawepe
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Re: Buchautorenberatung

von hawepe (24.05.2010, 13:15)
Hallo Augustina,

augustina hat geschrieben:
Super hab ich gedacht, aber da scheint ein Haken zu sein: Keine Website, auf der er seine Dienstleistung vorstellt. Kein Hinweis, wie das Buch heißt, das er so grandios vertrieben hat, keine Telefonnummer, aber zwei verschiedene Postadressen, Kontakt nur per E-Mail oder man soll sich von ihm anrufen lassen.


Das spricht alles nicht gerade für große Professionalität.

Ich will ihm nicht Unrecht tun und mir/Euch keine Chance entgehen lassen, aber was haltet Ihr davon?


Wenig.

Andererseits sind 75 Euro auch nicht gerade eine große Investition.

Eine Anzeige in den BoD-Novitäten oder eine Messebeteiligung unter dem Dach von BoD kosten mehr und bringen nach übereinstimmenden Berichten die Kosten nicht herein. Trotzdem erfreuen sie sich einiger Beliebtheit, weil damit Präsenz gezeigt würde, wie es meistens zur Begründung heißt.

Natürlich darf man keine Wunder erwarten. Sieht man sich die Honorarspiegel großer PR-Agenturen an, gäbe es für das Geld maximal eine Stunde Beratung. Für 75 Euro kann man keine auf den Buchtitel zugeschnittenen Vorschläge erwarten. Ich würde eher von allgemeinen Vorschlägen ausgehen, wie Pressemitteilungen schreiben und verschicken, an geeigneten Stellen Flyer auslegen, Mails und Forenbeiträge signieren, eine Autorenhomepage erstellen, usw.

Okay, wer hier im Forum die entsprechenden Threads liest, sollte das alles wissen. Andererseits ist es vielen zu mühselig, die Beiträge selbst zusammenzusuchen. Warum ihnen dann nicht eine Zusammenfassung liefern?

Beste Grüße,

Heinz.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (24.05.2010, 17:50)
hawepe hat geschrieben:
Wenn Werbung ohnehin verpönt ist, sollte man doch wenigstens konsequent sein.


Hallo Heinz,

man kann ja noch konseqenter sein, in dem man das Cover seines Buches schwärzt und BoD gerichtlich verbietet, das Buch an den Handel auszuliefern, damit ja keiner vom Buch erfährt.
cheezygrin

Ich denke auch, daß für das Geld die aus dem Forum schon mehrfach benannten Tipps und Tricks kommen, denn letztendlich kann der Anbieter auch nur mit Wasser kochen. Aber statt 75 Euro zu löhnen, lese ich doch lieber mal einige Threads im Forum durch. Wer sich für das Geld lieber beraten läßt: bitte, ist ein freies Land. Und wenn sich damit jemand etwas Geld verdient, warum denn auch nicht?

Allerdings: wenn jemand für sein Buch eine Marktlücke sucht, ist es am einfachsten und effektivsten, das Buch im Forum vorzustellen und um Hilfe bei der Marktlückensuche zu bitten. Schließlich sind hier genügend erfahrene Autoren versammelt, und die Hilfe ist sogar kostenlos.

Viele Grüße

Torsten
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augustina
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Re:

von augustina (24.05.2010, 17:55)
Also nix mit großer Vertriebshilfe. Offenbar hat keiner gute Erfahrungen mit dem Herrn gemacht. Übrigens Heinz - die 75 EUR sind der "Einstieg", er will dann ein richtiges Konzept erarbeiten, bei dem man schon mal auf 250 EUR kommt. Riecht nach Geldschneiderei.

Andererseits - mich verlockten seine weltweiten Kontakte, die schon da sein müssten, wenn er so propper damit wirbt. Will sagen: Es gibt weltweit Gemeinschaften von deutschsprachigen Auswanderern, vor allem ältere Menschen, und von denen hat nicht jeder Zugriff auf amazon. Ich hatte vermutet, dass der Herr selbst Kontakte geknüpft hat und über sie bestimmte Bücher in den Städten direkt anbieten kann. Das wäre eine tolle und für BOD-Autoren nützliche Sache. Vielleicht überhaupt eine überdenkenswerte Vertriebsidee? ...

Na, vielleicht liest der Herr hier mit und rückt mal raus mit der Sprache.

Danke für Eure Beiträge! thumbbup

augustina
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hawepe
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Re:

von hawepe (24.05.2010, 19:40)
Hallo Augustina,

augustina hat geschrieben:
Übrigens Heinz - die 75 EUR sind der "Einstieg", er will dann ein richtiges Konzept erarbeiten, bei dem man schon mal auf 250 EUR kommt. Riecht nach Geldschneiderei.


Möglich, aber muss nicht sein. 250 Euro hören sich viel an, aber wenn da z.B. ein guter Presseverteiler bei ist, relativiert sich das schon. Die für Pressemitteilungen geeigneten Empfänger herauszusuchen, macht nämlich eine Heidenarbeit. Man müsste eben wissen, was man für dieses Geld bekommt.

Eine ganz andere Frage ist dann noch, ob man diese Investition jemals hereinholt. Ich halte das für unrealistisch. Aber wenn ich dann wieder lese, dass Autoren lieber zu einem DKZV als zu BoD gehen, wie es gerade in einem Parallelthread zu lesen war, sehen das doch etliche Autoren ganz anders.

Ich hatte vermutet, dass der Herr selbst Kontakte geknüpft hat und über sie bestimmte Bücher in den Städten direkt anbieten kann. Das wäre eine tolle und für BOD-Autoren nützliche Sache.


Davon war aber nicht die Rede. Er vermarktet nicht, sondern er erstellt Marketingkonzepte. Die Bücher an die Leser bringen müsstest du auch weiterhin selber.

Wie gesagt, ich würde dieses Angebot nicht annehmen. Aber es melden sich hier immer wieder Autoren, die angeben, für eigene Recherchen keine Zeit zu haben. Für die könnte es eine interessante Alternative darstellen.

Beste Grüße,

Heinz.

Susanne Henke
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Re:

von Susanne Henke (25.05.2010, 17:58)
Hallo zusammen,

als ich den Brief aufgemacht habe, habe ich gedacht, Superidee, warum bin ich nicht selbst drauf gekommen ;-))
Persönlich finde ich das Schreiben nicht so ansprechend, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es eine Menge Leute gibt, die eine solche Beratung gut gebrauchen können. Wenn ich mir hier so anschaue, wer aktiv Fragen beantwortet, sind das fast alles einschlägig vorbelastete Leute aus der Werbung und/oder dem Medienbereich. An den Fragen, die zum Teil gestellt werden, kann man aber sehen, dass es für jemanden, der nicht aus diesem Bereich kommt, schwer sein kann, überhaupt die richtige Frage zu stellen, den Einstieg zu finden ;-)

Herzliche Grüße

Susanne

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Artus
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Re:

von Artus (25.05.2010, 18:53)
Mich würde mal interessieren, wo A.Hofmann die Adressen der BoD-Autoren her hat... :shock::

Paranoide Grüße
Artus

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