Köhler, die Wahrheit und die anderen

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Arno Abendschön
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Köhler, die Wahrheit und die anderen

von Arno Abendschön (01.06.2010, 11:09)
Unser Bundespräsident ist also zurückgetreten. Wie er es tat, das kam einer Sturzgeburt gleich. Wie lange war er schon damit schwanger gegangen? Wir wissen es nicht. Immerhin hatte es Wehen gegeben – die dissonanten Resonanzen auf jene „Äußerungen“ von ihm. Sie stehen nach seinem Rückzug wieder im Mittelpunkt der Debatte. Durfte er, konnte er, hätte er ---?

Köhler hat noch vor seinem Rücktritt richtig gestellt, erläutern lassen, was er gemeint hatte und was nicht. Damit hätte es sein Bewenden haben können. Doch dann trat die paradoxe Situation ein, dass Köhler in dem Sinne verteidigt wurde, als ob er nichts klar gestellt hätte. Wer solche Verteidiger hat, muss sich selbst in sein Schwert stürzen. Armer Köhler, einmal sich unbedacht geäußert, es ist nicht wieder gutzumachen.

Sehen wir uns einmal diese merkwürdige Argumentation pro Köhler und pro Militäreinsatz im Wirtschaftsinteresse - in einem Atemzug - genauer an. Sie weist zwei Stereotypen auf: Köhler hat die Wahrheit gesagt. Und: Die im Ausland sehen das überall so wie Köhler.

Sarrazin hat bekanntlich auch die Wahrheit gesagt. Die arme unterdrückte Wahrheit … In Wahrheit ist Wahrheit ein philosophischer Begriff, der in der Politik wenig zu suchen hat, zumal nicht, wenn es um Bündnisse, Militärstrategie, um Krieg und Frieden geht. In diesen Fragen sind die Kategorien: Gesetzlichkeit und Zweckmäßigkeit. Moral? Meinetwegen auch. Also, Wahrheit, geschenkt, setzen!

Die zweite Keule – für die anderen draußen sind diese Einsätze selbstverständlich, nur für uns nicht – folgt dem altbekannten Muster: Der Prophet gilt nichts im eigenen Land. Wobei wir es hier mit einem doppelten Propheten zu tun haben: mit Köhler und dem selbst ernannten Interpreten dessen, was Köhler gesagt, aber womöglich so nicht gemeint hat. Ja, dieses dumme Volk, die Deutschen, da lob ich mir die Amerikaner, Briten und Franzosen. Ach ja?

Wir müssten wirklich sehr dumm sein, wenn wir uns diesen Humbug weismachen lassen würden. Die interventionistische Politik – um das hässliche Wort neoimperialistisch mal zu vermeiden – ist in allen westlichen Ländern stark umstritten. In Großbritannien war die Mehrheit der Bevölkerung stets gegen das Kriegsabenteuer im Irak, es konnte nur dank eines im Kern undemokratischen Mehrheitswahlrechts begonnen und fortgesetzt werden. (Nebenbei: Dieses Mehrheitswahlrecht installiert gerade die Herrschaft von Minderheit über die Mehrheit.) Weiter: Der Zusammenhang von Globalisierung und Krieg ist eines der großen Themen von Attac, einer in vielen Ländern verwurzelten Nichtregierungsorganisation. Oder: Einer der meist gelesen amerikanischen Schriftsteller, Gore Vidal, geißelt seit Jahrzehnten die interventionistische Politik der USA – und wird hierzulande kaum wahrgenommen. Ja, orientieren wir uns an den anderen Ländern des Westens. Streiten wir uns wie sie im Innern.

Ihr Kriegslüsternen, wer so dümmliche Propaganda macht wie ihr, um dessen Kriege ist mir jetzt schon bange. Das kann nicht gut gehen.
Geschichten werden niemals richtig erlebt, nur manchmal, sehr selten, richtig erzählt. (Alfred Polgar)

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Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (01.06.2010, 12:05)
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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (01.06.2010, 12:46)
Um was geht es einer sensiblen Person, die so in der Öffentlichkeit steht? Doch eigentlich nur darum, dass man den Aufgaben gerecht wird, die an einen herangetragen werden. Und dass die Welt dies dann zu schätzen weiß, und recht freundlich mit einem umgeht.
Köhler wurde doch seit einem dreiviertel Jahr von den Medien nur noch lächerlich gemacht. Und man merkte es ihm an. Es tat ihm weh, und Worte formulierte er immer verkrampfter.
Er konnte mit den Verletzungen nicht mehr umgehen. Es raubte ihm den Schlaf, das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude.
Und da war keiner von Format, der dies erkannte und ihm beiseite sprang.
Und da wird man mit zunehmendem Alter auch nicht dickhäutiger. Soll man sich mit 67 noch zum Deppen machen bzw. machen lassen? Oder kann man die verbleibenden Lebensjahre nicht doch noch besser für sich und seine Lieben nutzen. Diese Frage hat er für sich bejaht. Ich find's in Ordnung.
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (01.06.2010, 13:04)
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (01.06.2010, 13:26)
Wer glaubt, Köhler ist wegen der Kritik an seinem Interview zurückgetreten, der irrt. Bereits vor Monaten wurden Meldungen aus Schloss Bellevue nach außen getragen, dass die Mitarbeiter des Bundespräsidenten alles andere als zufrieden mit ihrem Chef waren - trotz aktueller gegenteiliger Meldungen.

Köhler spielte den Bürgerpräsidenten, war aber offensichtlich doch zu sehr von seiner Rolle als einflussreicher Bänker zunächst beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband, später bei der EBWE (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) und als Geschäftsführender Direktor des allmächtigen Internationalen Währungsfonds (IWF) geprägt. Dort hatte er das Sagen, und seine Befehle gingen von oben nach unten - wie es in solchen Unternehmen nun mal usus ist. Die Debatte, die Diskussion, der Kompromiss, die Kritik, all diese Dingen waren und sind Köhler fremd. Er wurde im Laufe der Zeit nicht dünnhäutig, er war es von Beginn an.

Als die Finanzkrise um die Welt tobte (der Zusammenbruch der Lehman-Brothers-Bank), als der Euro ins Schleudern kam (die Griechenland-Krise), tauchte Bundespräsident Köhler als anerkannter Finanzfachmann ab. Nicht nur die Kenner der Szene, selbst die Massenmedien wunderten sich, wo "Super-Horst" sich monatelang versteckt hielt. Dessen Reaktion in der Krisenzeit ist nachvollziehbar, wenn man davon ausgeht, dass jede Äußerung eine öffentliche Diskussion ausgelöst hätte. Genau das aber ist nicht Köhlers Ding.

Die Untergebenen von Köhler im Schloss Bellevue haben die Behandlung von oben herab nicht mitgemacht. Altgediente Mitarbeiter des Bundespräsidialamtes klagten, die Stimmung im Haus sei noch nie so schlecht gewesen. Köhler galt bei seinen Redenschreibern als Pendler zwischen rauem Umgangston und hilfloser Verzweiflung. Irgendwann hat dann sein Hauptredenschreiber die Brocken hingeworfen, weil Köhlers Vorgaben zu ungenau waren, die fertigen Reden von Köhler aber ständig kritisiert wurden. Mitunter waren 15 Neuschriften erforderlich.

Den Abgang, den Köhler jetzt geboten hat, empfinde ich als jämmerlich - zumal er mit dem Argument erfolgte, Schaden vom Amt des Bundespräsidenten abwenden zu wollen. Der Blitzabgang führt genau zu dem, was er angeblich zu verhindern sucht. Es wäre ehrlicher gewesen, wenn Köhler sein Amt mit den Worten von König Friedrich August III. von Sachsen beendet hätte: "Macht euern Dreck alleene!"

Mit stellt sich jetzt die Frage, ob Deutschland auf eine Staatskrise zuläuft. Wir haben einen Außenminister, der während der Euro-Krise beim Schließen von taktischen außenpolitischen Bündnissen jämmerlichst versagt (man vergleiche dazu die Aktivitäten Frankreichs), wir haben eine Regierung, die sich im Nichtstun ergeht (Finanzprobleme werden erst nach der NRW-Wahl angegangen - als ob wir die Zeit dafür gehabt hätten), das Land steckt bis zu den Ohrläppchen in Schulden und die Regierung steuert in der kommenden Woche auf ihre nächste Krise zu (wie verhält sich die FDP in der Koalition, wenn es doch zu Steuererhöhungen kommt?), von Euro- und EU-Krise ganz zu schweigen. Und nun die Baustelle Bundespräsident.

Egal, wer der neue Bundespräsident wird, ob Mann oder Frau, er oder sie muss politisch integer, selbstbewusst, zusammenführend von Politik und Bevölkerung anerkannt sein und vor allem: Ein "Standing" haben. Denn jetzt ein schwacher Bundespräsident von Merkels Gnaden würde die Krise noch verschärfen.

Wer also könnte Kandidat sein? Böse Zungen möchten Westerwelle in dieser Position sehen - damit er seinem Nichtstun samt große Sprüche klopfen weiterhin frönen kann. Andere setzen auf Schäuble, aber damit würde die Regierung ihren derzeit besten, weil standhaftesten Mann verlieren. Mein Lieblingskandidat aus der CDU-Riege ist leider zu alt: Kurt Biedenkopf. Und die SPD kann nominieren, wen sie will, die CDU-Mehrheit in der Bundesversammlung wird alle Oppositions-Kandidaten abbügeln.

Bleibt also wohl doch nur Dieter Bohlen ... cheezygrin

Grüße
Siegfried

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (01.06.2010, 14:03)
Ich bin für den Horst Köhler, den man besser als "Guildo Horn" kennt.
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

julia07
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Re:

von julia07 (01.06.2010, 14:49)
@ Siegfried
Ich stimme Dir von A bis Z zu thumbbup

Kohls "Mädchen" wird diesmal garantiert dafür sorgen, dass der/die Kandidat(in) nicht zu mutig im Kritik üben ist. Bei Köhler hat sie sich da offenbar etwas verschätzt. Wäre allerdings die Finanzkrise nicht so heftig über uns eingebrochen, hätte Köhler aber auch kaum ein anderes Thema zum Kritik üben gehabt.

Eben habe ich gerade gehört, dass Frau von der Leyen im Gespräch bei der CDU ist. brrrrrrrrrr

LG, Julia

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (01.06.2010, 15:07)
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Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 10:17, insgesamt 1-mal geändert.

Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (01.06.2010, 16:56)
Danke für die bisherigen Reaktionen. Dem Gesagten stimme ich weitgehend zu.

Besonderen Dank an Siegfried für die Hintergrundinformationen. Umso befremdlicher ist es, dass Köhler nach dem Rücktritt im Volk ungeheuer populär wird. Da wird an einem neuen Barbarossa-Mythos gebastelt. Der Politkitsch schlägt immer höhere Wellen.

Übrigens beschäftigt sich mein Text primär nicht mit der Person Köhler, sondern mit einer bestimmten Art von Verarbeitung des Falles durch andere.

Arno Abendschön
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Hanibal

Re:

von Hanibal (01.06.2010, 16:57)
Hallo!

Da Siegfried mit seinem Beitrag die Misere um Herrn Köhler so treffend geschildert hat, kennt er auch sicher auch einen Ort, wohin ein 70-jähriger Mann - samt Anhang - auswandern könnte, wenn einer der von ihm ins Spiel gebrachten Kandidaten Bohlen und Westerwelle
zum Präsidenten unserer Republik gewählt würde.

Schaumschläger haben wir schon genug in Regierung und Opposition. Bei Frau von der Leyen würde ich im Land bleiben.

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (01.06.2010, 17:28)
Hanibal hat geschrieben:
Bei Frau von der Leyen würde ich im Land bleiben.

Warum auch nicht? Wenn Du nicht langzeitarbeitslos bist, brauchst Du auch nicht fegen. Und ne BPin hat doch sowieso nix zu sagen. Im Zuge der Sparmaßnahmen wäre es sinnvoll, das Amt aufzulösen. Und seine wenigen wichtigen Funktionen auf den Bundesratspräsidenten zu übertragen.
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Susanne Henke
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Re:

von Susanne Henke (01.06.2010, 17:42)
Jämmerlich und extrem verantwortungslos. Herr Köhler lässt Respekt vor dem Amt vermissen, nicht die anderen. Mehr öffentliche Sympathie mag er sich mit dem tränenfeuchten Abgang verschafft haben, Mir kommen die Tränen, wenn ich die Liste der wahrscheinlichsten Kandidaten sehe, aus der jetzt in nur 30 Tagen ein Nachfolger bestimmt werden soll

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 86,00.html


Susanne

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (01.06.2010, 19:55)
Frau von der Leien-se-mal-ne-euro als BPin wäre besser, als dort, wo sie jetzt ist. Am besten nach ihren Abgang gleich das Amt für Arbeit und Soziales dicht machen, denn 10.000.000 Arbeitslose gehen nun kehren und das Amt ist überflussig geworden.
Dafür ist Deutschland auch das sauberste Land der Welt.

Was muss in Deutschland passieren, damit Neuwahlen stattfinden?

Irgendwie passiert alles auf einmal: erstmal Koch hier in Hessen (juhuu), jetzt Köhler, fehlt nur noch Guido (hoffen kann man ja, ist kostenlos).

Es sind sehr spannende Zeiten, das auf jeden Fall ...
LG,

Lisa

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.06.2010, 00:23)
Lisa_Sonnenblume hat geschrieben:
Frau von der Leien-se-mal-ne-euro als BPin wäre besser, als dort, wo sie jetzt ist. Am besten nach ihren Abgang gleich das Amt für Arbeit und Soziales dicht machen, denn 10.000.000 Arbeitslose gehen nun kehren und das Amt ist überflussig geworden.


Politik ist die Kunst des Machbaren ... von daher ist die Variante "U.v.d.L" als BPin in ihrer Ablauflogik sehr interessant:

U.v.d.L wird BPin und räumt damit das Arbeitsministerium
Dort hinein stößt Pofalla, derzeit Chef des Bundeskanzleramtes - und schon seit längerem scharf auf einen echten Ministerposten.
Pofallas alter Posten wird dann von Rüttgers übernommen, der durch das Wahldebakel in NRW ohnehin stark zurechtgestutzt ist, dann in Berlin unter direkter Kontrolle vom Merkel steht und durch seinen Wechsel die Große Koalition der CDU mit der SPD in NRW möglich macht - selbst mit einer Ministerpräsidentin Kraft von der SPD.

Das ist wie Domino-Steine umwerfen ...

Fragt sich nur, ob eine Frau wie U.v.d.L. sich auf einen Posten wie den der BPin hieven lässt, wenn ihr eigentliches Naturell das der "Macherin" ist.

Grüße
Siegfried

Detlef Schumacher
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Re:

von Detlef Schumacher (02.06.2010, 08:32)
Auch in Deutschland sind drastische Sparmaßnahmen angesagt. Weshalb nicht auch das Amt des Bundespräsidenten einsparen! Das lecke Staatsschiff wird auch ohne Galionsfigur durch die wild tosende See schlingern.

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