Köhler, die Wahrheit und die anderen

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Lydia Thies
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Köhler und die anderen

von Lydia Thies (02.06.2010, 09:47)
Eine hochbezahlte Führungskraft tritt zurück, tritt wegen Respektlosigkeit zurück, da offenbart sich der in seinem Selbstverständnis beleidigte Narziss schlechthin. Ich stimme der Ansicht zu, dass Köhler offenbar einen Führungsstil pflegte, der durch lange Gewöhnung an die Befehl- und Gehorsam-Struktur hierarchischer Führungsstile geprägt war, eine Umstellung dieser durch solche Praxis allzu gefestigten Psyche zu einem Selbstverständnis, das aus einem inneren Antrieb heraus seine Umwelt zu gestalten sich bemüht, und sich auch durch Rückschläge nicht entmutigen lässt, weil es die interaktiven Mechanismen in den Strukturen versteht, denen ein Selbst ausgesetzt sein mag, ist ihm wohl nicht gelungen.
Mehr Persönlichkeit ist bei jedem Vollzeit arbeitenden Menschen zu finden, der ein Leben lang Frustrationen ohne Ende aushalten muss, der persönlich beinahe in jedem Augenblick seines Arbeitslebens beleidigt wird, weil sein Körper in der Funktion missbraucht wird, seine Psyche nicht gefragt ist, nicht einmal sein Intellekt in einer Vielzahl von Fällen.
Natürlich haben wir eine Staatskrise, weil wir in der heftigsten Krise der Menschheit keine fähigen Leute an der Spitze und in der Führungsriege haben. Diese Ansammlung von Akrobaten im System, das keine Wahrheiten zulässt, weil diese ausgesprochen zuerst die eigene Existenz im selben bedrohen, sind doch nur eine Handvoll von Grüßaugusten in diverse Richtungen, dass das Genaze noch zusammenhängt, liegt gewiss nicht an unseren Politikern in Amt und Würden sondern am Rest unserer Gesellschaft, die so gut es eben geht und gehen muss, die notwendigen Funtkionen aufrecht erhält. Sogenannte Chefnaturen wie Köhler verdienen kein Mitgefühl, wieso auch, er verzieht sich mit einem ordentlichen materiellen Gewinn in das Privatleben, und wenn hier alles den Bach heruntergeht, so hat er dennoch ein schönes Leben, wahrscheinlich noch bejubelt ob seines hohen Amtes, das er einmal ausfüllte...Was nicht stattfinden wird, das ist die Reflexion darüber, wie solche Psychologieen zu soviel Macht gelangen konnten - ich bitte euch, er hatte die Macht des Wortes, wer hätte die nicht gern und muss endlos schweigen, und wusste sie nicht zu nutzen!

Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (02.06.2010, 10:56)
Ausdrückliche Zustimmung zu Detlef Schumachers Vorschlag, das Amt des Bundespräsidenten abzuschaffen. Schon der Begriff "Staatsoberhaupt" ist ein Anachronismus. Die notariellen Aufgaben im Zusammenhang mit der Gesetzgebung können auch anders und mit weniger Brimborium erledigt werden, z.B. vom Bundestagspräsidenten.

Arno Abendschön
Geschichten werden niemals richtig erlebt, nur manchmal, sehr selten, richtig erzählt. (Alfred Polgar)

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Dein-Lieblingsbuch
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Re:

von Dein-Lieblingsbuch (02.06.2010, 11:15)
Was muss in Deutschland schief gelaufen sein,
dass sogar schon unser Staatsoberhaupt sein
Handtuch wirft???
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.06.2010, 15:25)
Dein-Lieblingsbuch hat geschrieben:
Was muss in Deutschland schief gelaufen sein,
dass sogar schon unser Staatsoberhaupt sein
Handtuch wirft???


Gar nichts - wir tun nur so, als sei das etwas Besonderes.

Grüße
Siegfried

Susanne Henke
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Re:

von Susanne Henke (02.06.2010, 17:39)
Fragt sich nur, ob eine Frau wie U.v.d.L. sich auf einen Posten wie den der BPin hieven lässt, wenn ihr eigentliches Naturell das der "Macherin" ist.


Hätte sie denn eine Chance, nein zu sagen?


Susanne

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (02.06.2010, 20:47)
Susanne Henke hat geschrieben:
Hätte sie denn eine Chance, nein zu sagen?


könnte man vielleicht mal ihren Papa fragen.
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.06.2010, 22:45)
Gerhard Schulz hat geschrieben:
Susanne Henke hat geschrieben:
Hätte sie denn eine Chance, nein zu sagen?


könnte man vielleicht mal ihren Papa fragen.


Der Papa ist schwerst dement, den kann man gar nichts mehr fragen.

Grüße
Siegfried

julia07
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Re: Köhler und die anderen

von julia07 (03.06.2010, 08:34)
Lydia Thies hat geschrieben:
[...]Was nicht stattfinden wird, das ist die Reflexion darüber, wie solche Psychologieen zu soviel Macht gelangen konnten [...]

Wozu auch? Wie er dorthin gekommen ist, weiß man ja. Bereits seine erste Wahl war nicht überragend, den soweit ich mich erinnere, war sein Vorsprung gegenüber Frau Schwan denkbar knapp.
Bei der zweiten Wahl hat es mich sehr gewundert, dass er überhaupt noch angetreten ist. Schon damals war erkennbar, dass er doch nichts Merkels Traummann ist. Ich hatte fest damit gerechnet, dass er nicht mehr kandidieren würde. Wie konnte er nur so selbstverliebt sein, das bei seinen Überlegungen nicht zu berücksichtigen?

LG, Julia

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (03.06.2010, 10:10)
Siegfried hat geschrieben:

Der Papa ist schwerst dement, den kann man gar nichts mehr fragen.

Grüße
Siegfried

es gibt genetische Programmierungen, die wirken über die Gesundheit hinaus.
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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (03.06.2010, 19:10)
aber jetzt scheint ja sowieso einer der Nachfolger des Papas Angies Favorit zu sein.
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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (03.06.2010, 20:55)
Gerhard Schulz hat geschrieben:
aber jetzt scheint ja sowieso einer der Nachfolger des Papas Angies Favorit zu sein.


Ob das nicht geplant gewesen ist? Zuerst eine Kanditatin nennen, die einem Angst und Schrecken einflößt, danach wirkt Kanditat Nr. 2 armlos.
Ach die Angie ist ein Genie, sie hätte mich beinahe drangekriegt cheezygrin
LG,

Lisa

julia07
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Re:

von julia07 (04.06.2010, 00:01)
Lisa_Sonnenblume hat geschrieben:
... danach wirkt Kanditat Nr. 2 armlos.

Lieber "arm-" als kopflos cheezygrin

Mit dem aktuellen Kandiaten wurde für mich ein Übel durch das nächste erstetzt. :(

LG, Julia

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (04.06.2010, 00:45)
der Köhler hat jetzt lebenslänglich das Recht auf Büro, Staatskarosse, Bodyguards und seine Bezüge.

http://www.augsburger-allgemeine.de/Hom ... ,4290.html

Dafür, dass der Amtsträger eigentlich nichts zu sagen hat, ist seine Bedeutung für den Steuerzahler doch nicht unerheblich.
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (04.06.2010, 01:10)
Gerhard Schulz hat geschrieben:
Dafür, dass der Amtsträger eigentlich nichts zu sagen hat, ist seine Bedeutung für den Steuerzahler doch nicht unerheblich.


Dafür, dass der Bundespräsident eigentlich nichts zu sagen hat, verursacht seine Verweigerung der Unterschrift unter ein Gesetz ganz schön Wirbel! cheezygrin

Oder wenn er sich des Rechtes auf Begnadigung bedient (siehe Diskussion um die vorzeitige Entlassung der RAF-Terroristen)

Es ist eine interessante Frage, ob die Zusammenführung der Funktion "Staatsoberhaupt" und "Regierungschef" in einem Amt nicht einen einzelnen Politiker zu mächtig macht. Der letzte Politiker, der in Deutschland gleichzeitig Kanzler und Präsident war, hat mit dieser Machtposition eine ziemliche Schei** angerührt! dozey:

Grüße
Siegfried

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mtg
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Re:

von mtg (04.06.2010, 08:28)
Lisa_Sonnenblume hat geschrieben:
Zuerst eine Kanditatin nennen ... danach wirkt Kanditat Nr. 2 armlos.

Das klingt ja so, als wäre der/die Bundespräsident/in ein Mann/eine Frau der Tat - dabei haben sie vorwiegend eine repräsentative Funktion (abgesehen von den unbedeutenden ( cheezygrin ) Details, die Siegfried erwähnte).

Ich empfehle dazu die Art. 54 - 61 des GG.

Oder, falls die Wikipedia-Kurzform bevorzugt wird:

»Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Durch das Grundgesetz ist seine Macht im politischen System des Landes beschränkt und umfasst vor allem repräsentative Tätigkeiten, weshalb er auch als pouvoir neutre (neutrale Gewalt) bezeichnet wird. Mit der Entscheidungsgewalt über die Auflösung des Deutschen Bundestages im Falle der vom Bundeskanzler verlorenen Vertrauensfrage und bei der Wahl einer Minderheitsregierung kommt ihm jedoch auch eine wichtige staatspolitische Bedeutung zu. Der Bundespräsident kann der Exekutive zugeordnet werden, er hat allerdings auch Befugnisse außerhalb der Exekutive und wird deswegen teils als „über den drei Gewalten“ stehend betrachtet.«

Besonders der letzte Satz impliziert für mich übrigens auch eine Überparteilichkeit, die wieder mal geschickt umgangen wurde. Aber das ist kein Problem der schwarz/gelben Koalition – das ist ein Problem der jeweils herrschenden Masse ... (wobei das Wort »Masse« bewusst gewählt wurde; die »Klasse« im Sinne von inhaltlicher Qualität fehlt mir nämlich ...)

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