Köhler, die Wahrheit und die anderen

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Lydia Thies
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von Lydia Thies (08.06.2010, 20:55)
Wie meinst du das?

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (09.06.2010, 10:58)
Viele Journalisten sind sich darin einig, dass bei einer Abstimmungsniederlage des Herrn Wulff die Ära Merkel auch beendet sei. Würde der BP vom Volke gewählt, und würde sich der im Internet erkennbare Trend (bei facebook etc.) verifizieren, dass nämlich Volkes Gunst dem Gauck zufiele, hätten wir im Juli schon wieder einen Bundestagswahlkampf.
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

Klaus D. Klimke

Re:

von Klaus D. Klimke (09.06.2010, 11:15)
gelöscht
Zuletzt geändert von Klaus D. Klimke am 30.11.2010, 08:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (09.06.2010, 14:04)
Klaus D. Klimke hat geschrieben:
Diejenigen, und hiermit seien nicht nur Politiker etc. sondern auch die Bürgerinnen und Bürger benannt, die dann dieses Erbe antreten (wollen und müssen), sind wahrlich nicht zu beneiden.

vor allem muss ein Gesetz her, dass den Politikern, die beim Ausscheiden den Bundeshaushalt desolater hinterlassen, als sie ihn antrafen, die Hälfte der Pensionen zu kappen ist.
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (09.06.2010, 16:30)
Gerhard Schulz hat geschrieben:
Viele Journalisten sind sich darin einig, dass bei einer Abstimmungsniederlage des Herrn Wulff die Ära Merkel auch beendet sei. Würde der BP vom Volke gewählt, und würde sich der im Internet erkennbare Trend (bei facebook etc.) verifizieren, dass nämlich Volkes Gunst dem Gauck zufiele, hätten wir im Juli schon wieder einen Bundestagswahlkampf.


Gehen wir die Sache doch mal boshaft an:

Merkel macht sich derzeit durch ihre Politik und Kabinettsführung (samt Personalpolitik) eine Menge Feinde. Vermutlich wetzen im Hintergrund bei CDU und CSU schon einige die Messer, um sie zu Fall zu bringen.

Nun geschieht Unglaubliches: Ihre ärgsten Konkurrenten in der eigenen Partei bringen sich nach und nach selbst zu Fall. Seehofer muss, um Bayern der CSU zu retten, von Berlin nach München wechseln (samt Wadenbeißer Söder) und verliert damit jeglichen direkten Einfluss auf die Bundesregierung. So kann er nur aus der Ferne auf Merkel schießen.

Der thüringische Ministerpräsident Althaus fährt erst eine unschuldige Skifahrerin über den Haufen, taucht dann wochenlang in einer Reha-Klinik ab, eiert dann zwischen Amt und Rücktritt hin und her und versemmelt schließlich für die CDU die Landtagswahl. Damit ist Althaus sowohl als möglicher Nachfolgekandidat- als auch als Politiker an sich - aus dem Rennen.

Im Saarland kämpft ein Ministerpräsident Müller um sein Amt und begibt sich auf jamaikanisches Glatteis. Schwarz-Gelb-Grün hat es bisher noch nie gegeben. Es funktioniert - irgendwie. Ob recht oder schlecht kann niemand sagen. Irgendwie scheint es im Saarland eine Informationssperre zum Thema Landesregierung zu geben. Jedenfalss wird die ganze Kraft Müllers für das Zusammenhalten der Jamaika-Koalition gefordert. Auch kein möglicher Thron-Usurpator für das Kanzleramt.

Lautsprecher Koch aus Hessen tönt vollmundig, wer alles und wo sparen muss. Damit fährt der hessische Ministerpräsident innerhalb der Union aber voll vor die Wand. Nach ein paar Tagen des Schmollens holt Koch dann zum großen Rund-um-Schlag aus und verkündet kurz und knapp in vier Worten: Macht es ohne mich! Merkel atmet auf - einer ihrer schärfsten Widersacher in der eigenen Partei hat das Handtuch geworfen.

So bleiben - gemäß der Geschichte der "Zehn kleinen Negerlein" - nur noch drei einflussreiche Kandidaten, die der Hosenträgerin aus dem Kanzleramt gefährlich werden können. Dem Hamburger Ole von Beust wird nachgesagt, dass er - gleich Koch - bereits im März von seinem Amt als Erster Bürgermeister zurücktreten wollte und nur durch massives Einwirken der Grünen (ausgerechnet!) davon abgehalten werden konnte. Der will also auch nicht mehr.

Den nächsten Thronprätendenten erwischte es in Düsseldorf. Ministerpräsident Rüttgers wollte unter allen Umständen an der Macht bleiben. Doch das Volk wählte anders. Nun steht Nordrhein-Westfalen mit einem Landtag da, wo keiner mit irgendeinem kann - oder es rein rechnerisch nicht reicht. Die FDP vollführt den größten Eiertanz seit der Inbetriebnahme des Monuments von Stonehenge zur Wintersonnenwende und weiß nicht, ob sie koalieren wollen oder doch lieber kotzen. Jedenfalls kann Rüttgers dank des Stimmeneinbruchs bei den Liberalen seine Regierungsgeschäfte nicht fortsetzen. Er trägt schwere Kratzer davon und ist in Sachen Merkel-Sturz nicht mehr auf der Höhe.

Bleibt die fleischgewordene Scheitelfrisur aus Hannover, oder genauer gesagt, aus Osnabrück: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. Das letzte der "kleinen Negerlein", die zu gerne am Bundeskanzlerinnenstuhl sägen würden - auch wenn er gerne in der Öffentlichkeit herumposaunt, es würde ihm am Machtwillen fehlen, das Bundeskanzleramt anzustreben (welch ein Unterschied zum SPDler Gerhard Schröder, der in aller Öffentlichkeit am Gitter des Kanzleramtes gerüttelt und laut gerufen hat: "Ich will da rein!"). Was macht nun Schlaufrau Merkel, um sich des letzten gefährlichen "Negerleins" zu entledigen? Sie nutzt die Gunst der Stunde und bringt Wulff auf die Kandidatenliste der möglichen Nachfolger für den abrupt zurückgetretenen Bundespräsidenten Köhler. Sollte Merkels Coup gelingen, gibt es bei der Union auf weiter Flur niemanden mehr, der in den kommenden Krisenzeiten sie vom Kanzlerstuhl stoßen könnte.

Es sei denn ...

Tja, es sei denn, Scheitelträger Wulff holt die ganz fiese Keule heraus, tritt zwei Mal gegen Sympathieträger Gauck bei der Bundespräsidentenwahl an und zieht dann nach dem zweiten Wahlgang seine Kandidatur zurück. Gauck wird Bundespräsident, Merkel kann sich nach diesem Schlag nicht mehr halten, und der nächste Bundeskanzler heißt Christian Wulff.

Bundestagswahlen sind dafür übrigens nicht nötig!


Grüße
Siegfried

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mtg
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Re:

von mtg (09.06.2010, 17:02)
thumbbup Siegfried.

Nur – was ist daran boshaft?

büchernarr

Re:

von büchernarr (09.06.2010, 17:05)
@Siegfried
Gewagte (?) Theorie. Schaun wer mal.
Gruß
Bernd

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mtg
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Re:

von mtg (09.06.2010, 17:12)
Was ist daran gewagt?

Wulff will erst nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten vom Amt des niedersächsischen Ministerpräsidenten zurücktreten und verstößt damit schon vorauseilend und während seiner Kandidatur für das höchste deutsche Amt gegen Art. 55 (1) GG.

Dann ist ihm zum Thema Machterhaltung auch alles andere zuzutrauen ...

büchernarr

Re:

von büchernarr (09.06.2010, 17:59)
Hey MTG,
beiß mich nicht, ich hab ja nix dagegen.
Grüße
Bernd

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mtg
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Re:

von mtg (09.06.2010, 18:01)
büchernarr hat geschrieben:
Hey MTG,
beiß mich nicht, ich hab ja nix dagegen.
Grüße
Bernd


*lach*

Wenn ich beiße, sieht das anders aus :-)

Susanne Henke
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Re:

von Susanne Henke (09.06.2010, 18:22)
eine Bundeskanzlerin, die von dem Kandidaten per konstruktivem Misstrauensvotum in die Wüste geschickt wird, den sie als Bundespräsident nicht durchsetzen konnte und ein Bundespräsident, der als erste Amtshandlung die Kanzlerin entlässt – da können die Fußballfans ja nur hoffen, dass die deutsche Mannschaft jetzt nicht wegen mangelnder Aufmerksamkeit in den Medien geschlossen zurücktritt ;-)

Cheerio

Susanne

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Gerhard Schulz
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Re:

von Gerhard Schulz (09.06.2010, 18:42)
langsam wird's heiter :lol:
"Ob Du König oder Musikgott bist, krank oder gesund, ist für deine Bilanz als Menschenkind nicht entscheidend. Diese interessiert nur die Impulse der Liebe, die du setztest, und die Barmherzigkeit, die du lebtest."

Lydia Thies
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Stimmungslage

von Lydia Thies (09.06.2010, 23:07)
Wie die Diskussion des Sparpakets in den Medien zeigt, ist in der Bevölkerung derzeit bis in breite Kreise der Besserverdienenden hinein eine große Bereitschaft dazu vorhanden, auf Subventionen zu verzichten, sogar den Spitzensteuersatz anzuheben, über Parteigrenzen hinweg. Alle wollen einen gut aufgestellten Staat und sind dazu bereit, auf eigene Vorteile zu verzichten. Das ist neu und es fühlt sich gut an. Ich hoffe auf diese konstruktive Athmosphäre. Jeder spürt, dass egoistisches Machtstreben einzelner Personen nicht konstruktiv dabei ist, das trägt dazu bei, die Diskussion zu versachlichen. Das Volk möchte einfach, dass etwas Vernünftiges passiert, dass der vorhandene Sachverstand über Parteigrenzen zu einer Verbesserung des Systems eingesetzt wird, nicht für Machtgeplänkel. Dass das vorgelegte Sparpaket diese Anforderungen nicht erfüllt, schlägt auf die Regierung Merkel zurück. die ist tatsächlich stark geschwächt.

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Bewusstseinserweiterung

von Lydia Thies (10.06.2010, 11:43)
Durch den Wandel im Menschen selbst und in seinen/ihren Beziehungen zueinander wird die Zukunft geformt. Aus dem Dunkel der Vergangenheit entsteht im Miteinander der Menschheit die Zukunft. Große Herausforderungen haben auch das Problemlösungsverhalten sozusagen immer angeheizt. Und alle merken auf. Das ist ein Prozess von Bewusstseinserweiterung und das erleben wir zur Zeit. Die Menschen weltweit erleben, dass sie konstruktiv zusammenhalten müssen. Das ist sehr positiv und bedeutet, dass negative Kräfte und Gefahren durchaus ihren positiven Sinn haben. Jeder einzelne kann sich darauf verlassen, dass genau das, was er/sie jetzt denkt, an anderen Orten genauso gedacht wird, denn wir besitzen ein universelles Bewusstsein, dessen jede/r teilhaftig werden kann, wenn er/sie sich denn interessiert, das ist aufregend und stimmt optimistisch, jederzeit finden wir überall Gleichgesinnte, die die Sache zum guten Ende bringen wollen. Das Neue, noch Unbekannte, gilt es zu finden, dass uns alle rettet und weiterbringt, da gilt es, alte eigene Verhaltensweisen durch neue abzulösen, sich selbst zu verändern.

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Siegfried
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Re: Bewusstseinserweiterung

von Siegfried (10.06.2010, 12:58)
Lydia Thies hat geschrieben:
Durch den Wandel im Menschen selbst und in seinen/ihren Beziehungen zueinander wird die Zukunft geformt. Aus dem Dunkel der Vergangenheit entsteht im Miteinander der Menschheit die Zukunft. Große Herausforderungen haben auch das Problemlösungsverhalten sozusagen immer angeheizt. Und alle merken auf. Das ist ein Prozess von Bewusstseinserweiterung und das erleben wir zur Zeit. Die Menschen weltweit erleben, dass sie konstruktiv zusammenhalten müssen. Das ist sehr positiv und bedeutet, dass negative Kräfte und Gefahren durchaus ihren positiven Sinn haben. Jeder einzelne kann sich darauf verlassen, dass genau das, was er/sie jetzt denkt, an anderen Orten genauso gedacht wird, denn wir besitzen ein universelles Bewusstsein, dessen jede/r teilhaftig werden kann, wenn er/sie sich denn interessiert, das ist aufregend und stimmt optimistisch, jederzeit finden wir überall Gleichgesinnte, die die Sache zum guten Ende bringen wollen. Das Neue, noch Unbekannte, gilt es zu finden, dass uns alle rettet und weiterbringt, da gilt es, alte eigene Verhaltensweisen durch neue abzulösen, sich selbst zu verändern.



Das ist mir zu allgemein, zu theoretisch und zu esoterisch.

Veränderungen lassen sich am besten durch Taten herbeiführen, nicht durch Hoffnungen auf ein globales gemeinsames Etwas (was meiner ganz persönlichen Meinung nach nicht existiert - aber das ist eine andere Sache).

Konzerne etwa bewegen sich nur dann von ihren eingenommenen Positionen, wenn sie durch äußere Zwänge dazu gebracht werden.
Das Beispiel Schlecker ist so eines (von Januar bis April 16% Umsatzeinbuße und 10% Kundenverlust wegen der publik gewordenen umstrittenen Personalpolitk), in Kürze dürfte ähnliches von BP zu berichten sein (evtl. bricht BP wegen der durch pure Gier ausgelöste Ölkatstrophe im Golf von Mexiko ganz zusammen).

So etwas funktioniert aber nur, wenn wir als Kunden den Ar*** hochbekommen. Und gleiches gilt für die Politik: Jammern und Theorien ausarbeiten reicht eben nicht. Nicht Marx hat die Welt verändert, sondern Lenin! cheezygrin

Grüße
Siegfried

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