Korrektorat und Kleines Lektorat zu günstigem Preis

Lektorat, Coverdesign, Marketing: Stellt eure Dienstleistungen für Autoren vor.


Peter Cokü
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Re:

von Peter Cokü (13.06.2010, 23:28)
Hallo,

angesichts der vielen negativen Äußerungen ist es an der Zeit, mal eine Lanze für Jörg zu brechen.
Wir haben doch alle auf irgendeine Art und Weise mal "klein" angefangen. Auch die vielen sinnvollen und äußerst hilfreichen Beiträge von z.B. Heinz und Siegfried sind ein Produkt von vielen Jahren Erfahrung im Bereich Literatur.
Den "Perfektionismus" gibt es für mich sowieso nicht, warum also sollte man dem Jörg nicht zutrauen, für einen gem. seiner Webseite erträglichen Preis, das eine oder andere Manuskript zu korrigieren bzw. zu lektorieren?
Zumal es einige Autoren bei BoD gibt, die ein Vielfaches für diese Leistungen bezahlen oder bezahlen würden, ohne dass dadurch ihr Buch bei renommierten Verlagen verlegt werden wird.

Schaue ich mir dann noch einige Buchvorstellungen mit den eingestellten Leseproben hier im Forum an, oder gar schon fertig gedruckte Bücher, dann hätte Jörg (den ich übrigens weder persönlich kenne, noch jemals Kontakt zu ihm hatte) sicherlich für wenig Geld zumindest die katastrophale Rechtschreibung und Grammatik verbessern können. Oder Jörg?

Zu guter Letzt:
Jörg, ich habe diesen langen Text geschrieben, bitte korrigiere die Rechtschreibfehler und verbessere die Zeichensetzung, damit hier endlich die Skepsis weicht und Zuversicht für Deine Dienstleistung einkehrt!
-----------------------------------------------------------
Liebe Grüße
Peter

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (13.06.2010, 23:54)
Poet78 hat geschrieben:
Der Ausdrucksfehler ist ja trivial. Aber die anderen beiden Beispiele musst Du mir Arbeiterkind bitte erklären.


Gerne!

in der Charakterzeichnung ("Das würde eine hochgebildete Frau aus der Oberschicht so nie sagen!")


Hier geht es schlicht um einen Bruch in der Charakterzeichnung einer Figur. Wenn eine Figur entsprechend angelegt ist, dann handelt spricht und denkt sie in einer ganz bestimmten Weise. So wirkt es höchst unglaubwürdig, wenn eine Figur das ganze Buch über höchstvornehm spricht (quasi druckreif), und dann in einer Szene ins Prollige abrutscht. Wenn der Autor das nicht bemerkt - der Lektor sollte sofort erkennen, dass hier eine Figur leicht verrutscht ist.

oder in der Handlung ("wenn der Täter geschossen hat, warum macht die Polizei dann keinen Pulverschmauchtest?") zu erkennen, dann disqualifiziert er sich - ganz egal, was dann die Kollegen dazu sagen.


Hier geht es um logische Fehler in der Handlung. Das kann (!!!) solche Dinge betreffen wie eine sich plötzlich ändernde Augenfarbe (zu Beginn blaue Augen, am Ende braune), oder das eine Figur anfangs einen BMW fährt, dann aber plötzlich einen Mercedes parkt - es kann aber auch Dinge betreffen, wie etwa die Beschreibung einer Automatik beim Feuern (wer eine Automatik in der rechten Hand hält, sollte nach Möglichkeit dann nicht mit der linken Hand das Handgelenk der rechten stützend umklammern - dann ist der Daumen der linken Hand schnell ziemlich blutig! cheezygrin ). Oder Beschreibungsfehler: Zu Beginn des Kapitels ist Neumond, am Ende scheint der Vollmond.

@Peter Cokü

Selbstverständlich traue ich Jörg ein vernünftiges Lektorat zu. Die Frage ist nur, welche Qualität sein Lektorat hat. Ich habe immer diesen einen Albtraum: Ich reiche 300 Seiten zum Lektorat ein, zahle dafür über 1.000 Euro und bekomme dann vom Lektor als Antwort: Da lässt sich außer drei Tippfehlern nichts verbessern! cheezygrin Au weia! cheezygrin

Ich nehme als Maßstab das Buch von H.P.Röntgen, "Vier Seiten für ein Halleluja", in dem Romananfänge lektoratsmäßig untersucht, kritisiert und verbessert werden. Bei Röntgen wüsste ich also, wie ein Lektorat aussieht - bei den vielen Anbietern hier nicht.


Grüße
Siegfried

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hawepe
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Re:

von hawepe (14.06.2010, 00:04)
Hallo Peter,

Peter Cokü hat geschrieben:
Den "Perfektionismus" gibt es für mich sowieso nicht, warum also sollte man dem Jörg nicht zutrauen, für einen gem. seiner Webseite erträglichen Preis, das eine oder andere Manuskript zu korrigieren bzw. zu lektorieren?


Meines Wissens gab es in den Anfangszeiten des Autorenpools mal eine Forumskonfiguration, die im Dienstleistungsunterforum keine Diskussion zuließ. Leider gibt es im Autorenpool aber die Unsitte, jedes Thema totzudiskutieren.

Ob ich es Jörg zutraue, einen Text zu korrigieren oder zu lektorieren, ist völlig unerheblich, weil es keine beliebigen, sondern nur ganz konkrete Texte gibt. Zudem muss zwischen Korrigieren und Lektorieren unterschieden werden.

Hier im Forum wurden schon sehr einfache Texte vorgestellt, die jeder mit ein wenig Interesse für Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung hätte korrigieren können. Dann gibt es aber auch Texte, die eine intensivere Auseinandersetzung und Recherche erfordern.

Noch komplizierter wird es beim Lektorat. Soll ein Krimi, ein Liebesroman, ein Abenteuerbuch lektoriert werden? Geht es gar um Gedichte? Handelt es sich um ein Fachbuch? Welches Fachgebiet? Sollen nur unglückliche oder schwer verständliche Formulierungen ausgemerzt werden? Soll nach Logikfehlern und sachlichen Ungenauigkeiten gesucht werden? Sollen der Plot und die Gestaltung der Personen begutachtet werden?

Abhängig von den Antworten kann der gleiche Lektor einmal geeignet und das nächste Mal ungeeignet sein.

Zumal es einige Autoren bei BoD gibt, die ein Vielfaches für diese Leistungen bezahlen oder bezahlen würden, ohne dass dadurch ihr Buch bei renommierten Verlagen verlegt werden wird.


Auch das ist ein Problem. Kaum ein BoD-Autor kann oder will es sich leisten, Hunderte von Euro für ein Lektorat auszugeben. Aber ebenso wenig kann es sich ein Lektor leisten, für 100, 150 oder 200 Euro zwei Wochen mit dem Lekorat eines Buches zuzubringen. Ohne Kompromisse geht es also nicht.

Schaue ich mir dann noch einige Buchvorstellungen mit den eingestellten Leseproben hier im Forum an, oder gar schon fertig gedruckte Bücher, dann hätte Jörg (den ich übrigens weder persönlich kenne, noch jemals Kontakt zu ihm hatte) sicherlich für wenig Geld zumindest die katastrophale Rechtschreibung und Grammatik verbessern können.


Das ist aber nicht die Aufgabe eines Lektorats, sondern eines Korrektorats.

Beste Grüße,

Heinz.

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sasi
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Re:

von sasi (14.06.2010, 00:12)
[quote="Peter Cokü"]Hallo,

angesichts der vielen negativen Äußerungen ist es an der Zeit, mal eine Lanze für Jörg zu brechen.
Wir haben doch alle auf irgendeine Art und Weise mal "klein" angefangen. Auch die vielen sinnvollen und äußerst hilfreichen Beiträge von z.B. Heinz und Siegfried sind ein Produkt von vielen Jahren Erfahrung im Bereich Literatur.
Den "Perfektionismus" gibt es für mich sowieso nicht, warum also sollte man dem Jörg nicht zutrauen, für einen gem. seiner Webseite erträglichen Preis, das eine oder andere Manuskript zu korrigieren bzw. zu lektorieren?
Zumal es einige Autoren bei BoD gibt, die ein Vielfaches für diese Leistungen bezahlen oder bezahlen würden, ohne dass dadurch ihr Buch bei renommierten Verlagen verlegt werden wird.

Schaue ich mir dann noch einige Buchvorstellungen mit den eingestellten Leseproben hier im Forum an, oder gar schon fertig gedruckte Bücher, dann hätte Jörg (den ich übrigens weder persönlich kenne, noch jemals Kontakt zu ihm hatte) sicherlich für wenig Geld zumindest die katastrophale Rechtschreibung und Grammatik verbessern können. Oder Jörg?

Zu guter Letzt:
Jörg, ich habe diesen langen Text geschrieben, bitte korrigiere die Rechtschreibfehler und verbessere die Zeichensetzung, damit hier endlich die Skepsis weicht und Zuversicht für Deine Dienstleistung einkehrt!


Zumal er ja auch mit Kritik umzugehen weiß und sie sachlich beantwortet.

Manchmal denke ich hier, es wird wirklich das Haar in der Suppe gesucht. Auf Teufel komm raus.

Auf der anderen Seite kann ich aber auch verstehen, wenn ein gesundes Misstrauen an den Tag gelegt wird und negative Erfahrungen tun ebenfalls noch ihr Übriges dazu.. Gerade im Internet ist eine gewisse Skepsis ja auch durchaus angebracht-

Aber/Und manchmal mag ich hier einfach nur schreien: Nehmt endlich mal den ...

Naja, egal ... :lol: :lol: :lol: :lol:

Lieber Jörg, bitte beantworte den Satz mit den drei Pünktchen stilgerecht im Sinne MEINES Stils, korrigiere generell diesen Kommentar und du hast ne Waschmaschine gewonnen. Naja, jetzt mal nie nicht im Echt ne Waschmaschine, aber damit mußt Dir leben ... cheezygrin cheezygrin

Und gib ansonsten einfach nicht auf! Wenn Du gut bist, wird es sich rumsprechen!

Freudige Grüße wegen dem 4:0 für Deutschland (Schlaaaaaaaaaaaaand) cheezygrin cheezygrin cheezygrin cheezygrin
Sasi

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (14.06.2010, 10:37)
chnuppesaager hat geschrieben:
Ich bin grundsätzlich gegen das "private" Lektorat!


Ich mein' das so: Jede/r ambitionierte Schreiber/in sollte ein solches Niveau erreichen, dass er/sie ohne Scham Texte zu einem Verlag schicken kann. Da wird dann natürlich vom Verlags-Lektor schon noch mal zusammen mit dem Autor am Text gearbeitet - ja, das ist okay. Aber ansonsten sollte man immerzu an seinen Kenntnissen, also Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Stilempfinden, arbeiten.


Chnuppe,

sorry, aber wenn es um Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung geht, dann heißt das Korrektorat.

Ein Lektorat ist etwas ganz, ganz anderes. Wer das Lektorat mit dem Korrektorat verwechselt, der hat in seinem ganzen Leben noch nie das Arbeitsergebnis eines Lektors gesehen.

Es gibt leider nur sehr, sehr wenige Bücher, wo man die Wirkung eines Lektorat nachlesen kann. Ich kann da nur vor allem auf die Bücher von H. P. Röntgen verweisen ("Vier Seiten für ein Halleluja"), wo lektoratsmäßig Romananfänge untersucht werden (und mit keinem Wort auf Rechtschreibung- oder Grammatikfehler eingegangen wird). Oder, wenn man es in einem etwas größeren Maßstab nachlesen will, im Buch "Bestseller" von Al Zuckerman, wo es um die Entwicklung eines Romankonzeptes geht.

Ich habe mal ein paar Beispiele herausgesucht, wo ein Lektor sofort eingreifen müsste. Es handelt sich um die ersten Sätze von Romanen, die nie das Licht der Welt erblickten, weil bereits die ersten Sätze vermurkst sind (was ein Lektor hoffentlich erkennen würde).

Text 1:

    "Nein, nein, nein! Ihr werdet mich nie dazu bringen, ihn zu heiraten", rief sie, als sie aus dem Wohnzimmer rannte, wo, entgeistert und erstaunt, ihre Eltern saßen. Sie schlug die Tür hinter sich zu, dass das Geschirr in den Wandregalen klirrte.


Text 2:

    Als er wartete, dass die Schlaftabletten ihre Wirkung taten, dachte Heinz-Herbert an den Trümmerhaufen seines Lebens, besonders an die letzten schrecklichen Tage, in denen Doris ihm ihre Affäre mit Bernhard gestanden hatte, ihren Plan, ihn zu verlassen und Hansi und Micky mitzunehmen, ihre gemeinsamen Goldhamster.


In beiden Fällen müsste ein Lektor dem Autor sagen, die ersten Sätze des Romans sind so nicht zu gebrauchen und müssen überarbeitet werden - nicht weil da Rechtschreibung- oder Kommafehler drin stecken, sondern weil sie den Anspuch einer guten Romaneröffnung nicht erfüllen.

Oder so etwas (mitten aus einer Geschichte über zwei Jugendliche und die erste Liebe. Die Szene: Ein Junge - "ich" - und ein Mädchen - "Jo" - verbringen einen gemeinsamen Abend in einem Wohnwagen auf einem Campingplatz. Der Junge kommt aus der Gegend, die Mutter des Mädchens arbeitet als saisonale Aushilfe für den Campingplatzbetreiber und lebt den Sommer über auf dem Campingplatz):

Text 3:

    Sie nimmt meine Hand und führt sie unter ihr Hemd. Ich sträube mich, aber sie zieht heftiger, und so lasse ich zu, dass sie sie auf ihre Brust legt.
    "Spürst du's``", fragt sie. Ich fühle, wie ihre Knospen anschwellen, klein und hart wie feste Pflaumen.
    "Ja", sage ich. Ich versuche, meine Hand wegzuziehen, aber sie hält sie dort. Ich spüre ihren Herzschlag.
    Sie nimmt meine Hand weg. "Das ist genug", sagt sie, plötzlich schüchtern. Sie setzt sich auf und steckt das Hemd wieder in ihre Shorts, ohne mich anzusehen. Es ist, als ob sie böse ist, und ich weiß nicht, warum.
    "Hey", sage ich. "Lass uns Leute aus dem Telefonbuch anrufen und was Blödes sagen."
    "Und was?", fragt sie ohne großes Interesse.
    "Wir können sie fragen, ob Herr Örtchen da ist, und wenn sie nein sagen, fragen wir sie: 'Und wo gehen Sie dann hin, wenn Sie mal aufs Klo müssen?'"
    Sie starrt mich an. "Das soll lustig sein?"
    "Klar", sage ich.
    "Und dann einfach aufhängen?"
    "Ja."
    "Wo ist der Witz?", fragt sie. "Wenn du nie erfährst, was sie sagen?"
    Ich schweige.
    Wir umarmen und küssen uns nicht mehr, nichts dergleichen. Tatsächlich schlafen wir beide ein, wir beide, zur gleichen Zeit. Wir wachen erst später auf, als im Wohnwagen plötzlich das Licht an ist und Jos Mutter vor uns steht, immer noch in ihrer Kellnerinnenschürze.



Auch hier ist ein Eingriff des Lektors erforderlich. Aber nicht wegen Rechtschreibung oder Zeichensetzungsfehlern. Weshalb dann? Ihr werdet es allein herausfinden - ganz sicher! cheezygrin

Grüße
Siegfried

Poet78
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Re:

von Poet78 (14.06.2010, 11:33)
Siegfried hat geschrieben:
Text 3:

    Sie nimmt meine Hand und führt sie unter ihr Hemd. Ich sträube mich, aber sie zieht heftiger, und so lasse ich zu, dass sie sie auf ihre Brust legt.
    "Spürst du's``", fragt sie. Ich fühle, wie ihre Knospen anschwellen, klein und hart wie feste Pflaumen.
    "Ja", sage ich. Ich versuche, meine Hand wegzuziehen, aber sie hält sie dort. Ich spüre ihren Herzschlag.
    Sie nimmt meine Hand weg. "Das ist genug", sagt sie, plötzlich schüchtern. Sie setzt sich auf und steckt das Hemd wieder in ihre Shorts, ohne mich anzusehen. Es ist, als ob sie böse ist, und ich weiß nicht, warum.
    "Hey", sage ich. "Lass uns Leute aus dem Telefonbuch anrufen und was Blödes sagen."
    "Und was?", fragt sie ohne großes Interesse.
    "Wir können sie fragen, ob Herr Örtchen da ist, und wenn sie nein sagen, fragen wir sie: 'Und wo gehen Sie dann hin, wenn Sie mal aufs Klo müssen?'"
    Sie starrt mich an. "Das soll lustig sein?"
    "Klar", sage ich.
    "Und dann einfach aufhängen?"
    "Ja."
    "Wo ist der Witz?", fragt sie. "Wenn du nie erfährst, was sie sagen?"
    Ich schweige.
    Wir umarmen und küssen uns nicht mehr, nichts dergleichen. Tatsächlich schlafen wir beide ein, wir beide, zur gleichen Zeit. Wir wachen erst später auf, als im Wohnwagen plötzlich das Licht an ist und Jos Mutter vor uns steht, immer noch in ihrer Kellnerinnenschürze.


Dann könnte doch Jörg genau diesen kurzen Text einmal lektorieren und uns von seinen Qualitäten überzeugen.

malschaun
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Re:

von malschaun (14.06.2010, 11:37)
chnuppesaager hat geschrieben:
Ich meinte also, dass ein ambitionierter Schreiberling fähig sein sollte, seinen Text einem eigenen Lektorat zu unterziehen, um zumindestens die allergrößten Fehler zu vermeiden.


hehe, da haste aber eben schnell noch nachträglich ausgebessert. Ich hab es ganz genau gesehen gehabt: "zu Vermeiden" hat da erst gestanden cheezygrin

Grüße

Poet78
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Re:

von Poet78 (14.06.2010, 11:49)
malschaun hat geschrieben:
Ich hab es ganz genau gesehen gehabt

Fällt das unter Lektorat oder unter Korrektorat?

malschaun
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Re:

von malschaun (14.06.2010, 11:51)
chnuppesaager hat geschrieben:
Korrigieren darf man ja wohl noch?


kommt drauf an cheezygrin

Ich stelle mir nur gerade vor, wie ein Autor auf diese Frage von seinem Lektor reagieren würde, nachdem das Buch gedruckt wurde cheezygrin

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Anti-Fehlerteufel
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Re:

von Anti-Fehlerteufel (14.06.2010, 12:04)
Oha, es gibt viel zu beantworten...

@Heinz
Diese "Realität" ist mir durchaus bewusst, aber es erfordert dann schon einen recht hohen Aufwand, ein 200-seitiges Buch von vielleicht 40 bis 50 verschiedenen Lektoren überarbeiten zu lassen – in dann 40 bis 50 verschiedenen Überarbeitungsstilen, was man dem Buch dann auch anmerken dürfte.

Natürlich gibt es sicher Textsorten, bei denen ich als Lektor ungeeignet bin. Das bestreite ich auch gar nicht (wäre ansonsten ja sehr vermessen). Wer sich meine Website angesehen hat, wird bemerkt haben, dass ich mich – nicht ohne Grund – hauptsächlich an potenzielle Kunden mit gewerblichen, technischen und wissenschaftlichen Texten und Websites wende.
Für Gedichte oder Liebesromane oder ein ausgesprochenes, womöglich medizinisches Fachlektorat (das auch viel teurer wäre) bin ich sicher völlig ungeeignet, das würde ich einem möglichen Interessenten dann auch sagen.
Noch steht der Beweis natürlich aus, aber im eher "abenteuerlichen" oder phantastischen Bereich der Literatur traue ich mir ein grundlegendes Lektorat schon zu.
Meine Website ist zwar jetzt schon sehr textlastig, aber ich werde das in den nächsten Tagen noch genauer darstellen und eingrenzen.

Natürlich kann ich keine 20- oder 30-jährige Berufserfahrung aufweisen, weder als Korrektor noch als Lektor. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit würdest Du, Heinz, (oder auch Siegfried) in einem beliebigen längeren Text Stilfehler finden, die mir nicht auffallen. Da fehlt mir schlicht noch die Erfahrung.

@Peter Cokü
Vielen Dank für die Unterstützung :)
Wie schon darauf hingewiesen wurde, besteht ein Unterschied zwischen Korrektorat und Lektorat. In deinem Text sind mir bei einmaligem Lesen übrigens jetzt nur ein paar Kommafehler aufgefallen. Dass ich mit der Rechtschreibung und Grammatik mindestens "einigermaßen" umgehen kann, habe ich durch meine relativ vielen – hoffentlich weitgehend fehlerfreien – Antworten vielleicht sogar schon zumindest andeuten können.

@sasi
Auch hier vielen Dank :)
Natürlich ist Skepsis gerade im Internet durchaus berechtigt – daher kann ich diese Diskussion auch gut verstehen.
Korrigieren werde ich deinen Beitrag jetzt nicht; ich glaube auch nicht so ganz, dass die Skeptiker damit zufriedengestellt werden könnten (denen geht es ja auch mehr ums Lektorat als ums Korrektorat).

@chnuppesaager
Ich würde nur einem Verlagslektor trauen. Ein solcher hat ja das Ziel, für seinen Verlag das bestmögliche Produkt herauszuschinden. Einem Lektor, den ich privat bezahlen muss, dem misstraue ich grundsätzlich; der steht bei mir unter Generalverdacht, mich "abspeisen" zu wollen.

Nur ein kleiner Schönheitsfehler: Bei BoD-Autoren gibt es nun mal üblicherweise keinen Verlagslektor. Deinen Generalverdacht kann ich aber durchaus nachvollziehen – leider, muss ich sagen. Schwarze Schafe gibt es sicher genug. Ich glaube zwar nicht, dazuzugehören, aber "glauben" und erzählen kann ich hier natürlich viel ;)

@Siegfried
Ich habe immer diesen einen Albtraum: Ich reiche 300 Seiten zum Lektorat ein, zahle dafür über 1.000 Euro und bekomme dann vom Lektor als Antwort: Da lässt sich außer drei Tippfehlern nichts verbessern! cheezygrin Au weia! cheezygrin

Das wäre in der Tat nicht nur ein miserables Lektorat sondern ein mindestens genauso schlechtes Korrektorat. Auf 300 Seiten nur 3 Tippfehler zu finden, ist schonmal nahezu unmöglich (es sei denn, der Text wurde bereits mehrfach von einem extrem guten Korrektor bearbeitet). Obgleich ich deine Sorgen natürlich nachvollziehen kann. Mir ginge es als Autor vermutlich ja auch nicht anders.

---
So, tut mir leid, erst mal eine kleine Antwort-Pause...

Gruß
Jörg

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (14.06.2010, 12:37)
Chnuppe, natürlich kannst du bei bod auch ein Lektorat haben - du musst diesen Service halt "kaufen" - ein Verlagslektorat ist es dann natürlich nicht, denn bod ist eben kein Verlag.

Anti-Fehlerteufel: deine Aussage, man müsste ggf. ein 200-Seiten-Buch 40 oder 50 Lektoren vorlegen, kann ich nicht nachvollziehen - vielleicht habe ich heute Tomaten im Hirn? Wie hast du das denn gemeint?

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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hawepe
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Re:

von hawepe (14.06.2010, 13:08)
Hallo Jörg,

Anti-Fehlerteufel hat geschrieben:
@Heinz
Diese "Realität" ist mir durchaus bewusst, aber es erfordert dann schon einen recht hohen Aufwand, ein 200-seitiges Buch von vielleicht 40 bis 50 verschiedenen Lektoren überarbeiten zu lassen – in dann 40 bis 50 verschiedenen Überarbeitungsstilen, was man dem Buch dann auch anmerken dürfte.


Die Qualität ist dann eine andere Frage. Aber es geht auch nicht um 40 bis 50 Lektoren. Wenn jeder Lektor um die 20 Seiten "probelektoriert", was eher üblich als die Ausnahme ist, sind es gerade noch zehn Lektoren.

Okay, man müsste vielleicht von kostenlosen Probelektoraten sprechen, denn das ist es, was meistens erwartet wird. Korrekterweise müssten natürlich auch diese Lektorate bezahlt werden. BoD bietet sie z.B. für 59 Euro an.

Knapp 3 Euro pro Seite halte ich auch für angemessen. Bei 200 Seiten sind das dann aber schon 590 Euro. Viele BoD-Autoren dürfte es nicht geben, die sich das leisten können und wollen.

Ob es einem nun gefällt oder nicht, letztlich läuft es für viele auf maximal einem sogenannten kleinen Lektorat hinaus. Im wesentlichen geht es hier nur noch um das Auffinden von wirklich schlecht oder unverständlich formulierten Passagen.

Natürlich gibt es sicher Textsorten, bei denen ich als Lektor ungeeignet bin. Das bestreite ich auch gar nicht (wäre ansonsten ja sehr vermessen). Wer sich meine Website angesehen hat, wird bemerkt haben, dass ich mich – nicht ohne Grund – hauptsächlich an potenzielle Kunden mit gewerblichen, technischen und wissenschaftlichen Texten und Websites wende.


Ich wollte dich bzw. deine Dienstleistung nicht infrage stellen, sondern nur begründen, warum pauschale Antworten, dass ich jemandem einen Auftrag erteilen würde oder nicht, kaum möglich sind.

Beste Grüße,

Heinz.

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Re:

von Anti-Fehlerteufel (15.06.2010, 11:27)
Hallo,

leider hatte ich gestern doch weniger Zeit als ursprünglich gedacht, weshalb ich um Nachsicht bitte, dass ich meine "kleine Antwort-Pause" etwas ausdehnen musste. Außerdem hatte ich gestern einen Großteil der Beiträge übersehen, die dazugekommen waren, während ich an meiner Antwort geschrieben hatte.
Da meine Zeit heute auch etwas eingeschränkt ist, fasse ich mich mal kurz, ausnahmsweise teils in umgekehrter Reihenfolge.

@Heinz
Keine Sorge, ich habe deinen Beitrag nicht als persönlichen Angriff auf mich oder meine Diesntleistung aufgefasst. Ich gebe Dir in deinen Ausführungen auch absolut Recht und wollte nur die Gelegenheit ergreifen, klarzustellen, dass ich mich nicht für fehlerfrei und "allwissend" halte – überspitzt gesagt.

Ich war in meinem Beispiel mit den 40 bis 50 Lektoren von kostenlosen Probelektoraten mir bekannter (Internet-)Lektorate ausgegangen. Meist wird das meiner Erinnerung nach auf zwei bis fünf, seltener mehr Seiten begrenzt; ich habe da einfach einen willkürlichen Durchschnittswert genommen. Vielleicht kenne ich aber nur die falschen Lektorate, das will ich nicht ausschließen ;)

@Haifischfrau
Anti-Fehlerteufel: deine Aussage, man müsste ggf. ein 200-Seiten-Buch 40 oder 50 Lektoren vorlegen, kann ich nicht nachvollziehen - vielleicht habe ich heute Tomaten im Hirn? Wie hast du das denn gemeint?

Es ging darum, dass Autoren auf die Idee kommen (können), ihren Roman auf etliche kostenlose Probelektorate verteilt insgesamt kostenlos lektorieren zu lassen, was sich aber negativ auf die Qualität auswirken sollte, da ja jeder einzelne Lektor den Text anders und zudem nur bruchstückhaft überarbeiten würde.

@Siegfried + Poet78
Ich werde mir "Text 3" heute abend (oder spätestens morgen, je nach zeitlicher Möglichkeit) mal genauer durchlesen, ich bitte um etwas Geduld. Beim ersten schnellen Lesen fallen mir aber eigentlich gleich mehrere größere Fehler auf, auch wenn die teilweise miteinander zusammenhängen.
Es passt natürlich super, dass ich gestern geschrieben habe, dass ich gerade Liebesromane nicht zu meinem "Spezialgebiet" zähle cheezygrin

---
Sollte ich einen Beitrag übersehen haben, worauf eine Antwort von mir erwartet wird, bitte ich um einen kurzen Hinweis (gern auch per PN). Danke.

etwas eilige Grüße
Jörg

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Re:

von Haifischfrau (15.06.2010, 16:06)
Hallo Jörg,
herzlichen Dank für die "Aufklärung". Auf den Gedanken, dass jemand so etwas machen könnte, bin ich nicht gekommen, zumal das nicht gerade schlau wäre, schließlich hat jeder Lektor seine "Handschrift" und das ergäbe dann doch ein seltsames Buch.

Gruß
Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

büchernarr

Re:

von büchernarr (15.06.2010, 16:11)
Haifischfrau hat geschrieben:
Hallo Jörg,
herzlichen Dank für die "Aufklärung". Auf den Gedanken, dass jemand so etwas machen könnte, bin ich nicht gekommen, zumal das nicht gerade schlau wäre, schließlich hat jeder Lektor seine "Handschrift" und das ergäbe dann doch ein seltsames Buch.

Gruß
Haifischfrau


Ich muss gestehen, das Resultat würde mich schon interessieren.
Gruß
Bernd

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