"Ich würde von Bod nie ein Buch kaufen!"

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Ereschkigal
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"Ich würde von Bod nie ein Buch kaufen!"

von Ereschkigal (15.06.2010, 15:42)
Guten Tag,

heute bin ich mit der Aussage "Ich würde von Bod nie ein Buch kaufen!" in einem Chat konfrontiert worden. Den Chatter kenne ich schon länger, und er hat mir immer mal geraten einen "richtigen Verlag" zu suchen. Ich meinte zu ihm dass bei Bod die Qualität der Bücher recht unterschiedlich wäre, weil die Autoren zum Teil komplett selbst dafür verantwortlich sind und dass er Vorurteile hätte. Er meinte daraufhin, er hätte keine Vorurteile sondern bei den Büchern von BOD würde die Verlagsarbeit fehlen. Als ich ihn bat das genauer aufzuführen, meinte er, dass er mir doch nicht erklären muss, was Verlagsarbeit ist. (Ich bin seit 2004 als freiberufliche Autorin tätig und habe seit 2007 9 Bücher betreut und dann bei Bod hochgeladen.) Der Chatter hat mitbekommen, dass ich regelmäßig bei Bod Bücher hochlade, hat sich Cover angeschaut und beurteilt etc.

Was meint Ihr zu so einer Aussage und kennt Ihr auch Menschen, die nie ein Buch von Bod kaufen würden.

Viele Grüße und herzlichen Dank für Eure Antworten
Ereschkigal

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mtg
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Re:

von mtg (15.06.2010, 15:53)
Um es mal gleich zu Anfang zu sagen: Gott ist mit die Dummen.

Es gibt – nach meiner Erkenntnis – niemanden, der sagen würde: »Ich kaufe nur Bücher vom XY-Verlag«, was der Umkehrschluss wäre. Lasse Dich von einer solchen Aussage nicht abschrecken ... im Prinzip sagen so etwas nur verhinderte Autoren.

Natürlich ist das on-demand-Prinzip anfällig für eine ganze Menge Schwächen und Probleme – aber so lange jeder Autor bei seine Büchern Sorge trägt, dass die Qualität stimmt, ist alles okay. Leider machen das aber – euphemistisch formuliert – nicht alle on-demand-Autoren.

Packen wir die Aussage zu den klassischen Vorurteilen, wie

- Ich würde niemals ein japanisches Auto kaufen
- Ich esse keine Sushi
- etc. und to be continued.

büchernarr

Re:

von büchernarr (15.06.2010, 16:04)
Also diese Aussage trifft für mich auch zu. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Ich würde nie ein Buch kaufen.
Warum nicht?
Ich lasse mir meine Bücher schenken!!
Noch Fragen?
:twisted:

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Ereschkigal
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Re:

von Ereschkigal (15.06.2010, 16:06)
Also wirklich Abschrecken lasse ich mich von so einer Aussage nicht. Die vielen Freiheiten die ich bei Bod habe, schätze ich dafür zu sehr.
Kein Verlag quatscht mir rein, was ich schreiben soll oder auch nicht, das Cover gestalte ich, wie ich möchte etc.

Und was natürlich auch wegfällt sind Unmengen von Briefen an Verlage, ob sie denn mein Manuskript haben wollen, mit entsprechenden Absagen. Wahrscheinlich kann man in der Arbeitszeit das nächste Buch verfasst haben. Vom Frust ganz zu schweigen.

LG
Ereschkigal

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Ereschkigal
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Re:

von Ereschkigal (15.06.2010, 16:07)
büchernarr hat geschrieben:
Also diese Aussage trifft für mich auch zu. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Ich würde nie ein Buch kaufen.
Warum nicht?
Ich lasse mir meine Bücher schenken!!

:lol: :lol: :lol:

Wäre mir ja viel zu anstrengend, müsste die Titel immer erst jemanden sagen.

Susanne Henke
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Re:

von Susanne Henke (16.06.2010, 18:37)
habe auch schon von dem Betreiber eines Bücherforums gehört, er hätte noch nie ein Diogenes - Buch gelesen, weil er die Cover immer so langweilig findet … ;-)

Mein Favorit unter den BoD-Vorurteilen ist immer noch "BoD ist doch Scheiße - da muss man das Buch ja lesen, bevor man es beurteilen kann" ;-)

Cheerio

Susanne

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Ereschkigal
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Re:

von Ereschkigal (16.06.2010, 20:17)
schon komisch, warum Menschen bestimmte Verlage extrem ablehnen und nicht danach gehen, wo ein interessantes Buch erscheint.

:twisted: also jedes Bod Buch würde ich nicht unbedingt lesen, aber das ist bei anderen Verlagen auch nicht anders. Es gibt Bücher, da lese ich die ersten paar Seiten und ich kann es nicht ertragen weiter zu lesen. Meist hängt es mit dem Stil zusammen, sind teilweise auch Bestseller darunter.

LG
Ereschkigal

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.06.2010, 21:00)
Hallo Ereschkigal,

Ereschkigal hat geschrieben:
schon komisch, warum Menschen bestimmte Verlage extrem ablehnen und nicht danach gehen, wo ein interessantes Buch erscheint.l


Okay, pro Jahr erscheinen annähernd 100.000 deutschsprachige Bücher. Selbst wenn ich mal davon ausgehe, dass dich keineswegs alle Themen interessieren, einige Tausend Titel dürften es trotzdem jedes Jahr sein.

Und diese Titel willst du dir ernsthaft alle anschauen? Ich würde es jedenfalls nie schaffen.

Das ist aber auch gar nicht nötig, weil fast alle Verlage ein bestimmtes Gesicht haben. Aus Erfahrung weiß ich, bei welchen Verlagen ich garantiert fündig werde und bei welchen fast nie. Natürlich gehen mir da manche Bücher durch den Lappen. Aber da ich weder geldlich noch zeitlich imstande bin, alle Neuerscheinungen zu meinen Themenschwerpunkten zu kaufen und zu lesen, kommt es letzten Endes auf das Gleiche hinaus: Die meisten Bücher bleiben von mir ungelesen.

Beste Grüße,

Heinz.

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Ereschkigal
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Re:

von Ereschkigal (16.06.2010, 21:18)
Hallo Heinz,

da mich hauptsächlich Sachbücher interessieren und dort auch nur zu bestimmten Themen reduziert sich das Angebot an Büchern doch extrem. Wenn ich auf einem Sachgebiet ein Buch veröffentlichen möchte, tue ich das im Allgemeinen nur, wenn es nicht schon ein Buch gibt, dass ich empfehlen kann.

Warum sollte ich was eigenes schreiben, wenn es schon ein gutes Buch gibt? Und so hoffe ich, dass ich speziell zu meinem gerade ausgesuchten Thema schon alle neueren Bücher lese, bzw. wenigstens reinschaue, ob sie "mein Thema" treffen. Aus der Kurzbeschreibung oder der Werbung geht das ja nicht immer hervor.

Gleichzeitig habe ich wohl einen hohen oder bestimmten Anspruch an Sachbücher und es passiert nicht häufig, dass ein anderes Buch zu dem Thema abdeckt, was mir wichtig ist.

Natürlich werden die meisten Sachbücher von mir nicht gelesen.

Ach und wegen dem Budget der Bücher habe ich bei mir in der Bibliothek die Fernleihe entdeckt. Ganz neue Bücher sind meist nicht zu bekommen, aber fast jedes andere Buch bekomme ich meist innerhalb von zwei Wochen zu 1 Euro. Soviel kann ich gar nicht lesen, dass da mein Bücherbudget nicht ausreicht.

LG
Ereschkigal

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Petra Wolff
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Re:

von Petra Wolff (16.06.2010, 21:36)
Ich bin erst durch einen Buchkauf auf BoD gestoßen. Ich wollte ein Buch zu einem bestimmten Thema. Das gab es nur bei BoD und war prima geschrieben. Vorher hatte ich noch nie von dem Verlag oder überhaupt der Möglichkeit, auf diese Weise etwas zu veröffentlichen, gehört.
Also nicht abschrecken lassen von solchen dummen Aussagen, wie "Ich würde nie ein Buch von BoD kaufen."

LG Petra
Mein Blog: petrawolff.blog

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Ereschkigal
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Re:

von Ereschkigal (16.06.2010, 22:04)
Danke für die Ermutigung Petra!

Und die Suche nach dem "ordentlichen Verlag" spare ich mir natürlich auch, wenn ich mit Bod zufrieden bin.

Liebe Grüße
Ereschkigal

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SandraR
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Re:

von SandraR (17.06.2010, 05:47)
Ereschkigal, glaub mir den meisten Menschen ist es vollkommen egal von welchem Verlag ein Buch ist. Der Inhalt macht es.
Ich habe niemandem im Bekanntenkreis der ausserhalb von Büchermessen auf den Verlag achtet und niemals ein Buch von Verlag x kaufen würde oder der Druckeirei y. Den letztlich ist BoD eigentlich ein Hybrid und nicht unbedingt ein Verlag. Das ist allerdings eine andere Frage.
Interessiert mich der Inhalt kaufe ich das Buch egal von welchem Verlag. Bei Sachbüchern lege ich eher Wert auf das Erscheinungsjahr und bei Belletristik ist neben dem Plot für mich auch noch der Einband wichtig. Wenn der Einband schon fantasielos ist.....Die Frage ob der Autor mir bekannt ist, halte ich ebenfalls für Nebensache. Bei Sachbüchern wäre mir die Kompetenz des Autors über das Thema wichtig. Bei Belletristik dass er nicht Trash schreibt und schon einige Jahre Lebenserfahrung hat. Bücher aus der Bestsellerliste sind für mich eher abschreckend, aber ich gehe auch nicht zu Mc doof essen. Kurz gesagt, boD nicht BoD ist im Regelfall für Vielleser sicherlich nicht die Frage aber gerade diese sind es die nach dem Unbekannten suchen.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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hawepe
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Re:

von hawepe (17.06.2010, 07:43)
Hallo Ereschkigal,

Ereschkigal hat geschrieben:
da mich hauptsächlich Sachbücher interessieren und dort auch nur zu bestimmten Themen reduziert sich das Angebot an Büchern doch extrem.


Leider interessieren mich vor allem Sachthemen, zu denen eine Flut an Büchern existiert und die auch noch immer weiter anschwillt. Und dazu kommt dann auch noch die Belletristik.

Ach und wegen dem Budget der Bücher habe ich bei mir in der Bibliothek die Fernleihe entdeckt. Ganz neue Bücher sind meist nicht zu bekommen, aber fast jedes andere Buch bekomme ich meist innerhalb von zwei Wochen zu 1 Euro. Soviel kann ich gar nicht lesen, dass da mein Bücherbudget nicht ausreicht.


Eben. Deshalb nannte ich außer dem Geld- auch noch den Zeitfaktor. Ich weiß z.B., dass ich erfahrungsgemäß fast nie etwas bei Goldmann, Heyne und Diogenes finde. Also schaue ich mich da erst einmal nicht um.

Beste Grüße,

Heinz.

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mtg
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Re:

von mtg (17.06.2010, 08:42)
hawepe hat geschrieben:
Ich weiß z.B., dass ich erfahrungsgemäß fast nie etwas bei Goldmann, Heyne und Diogenes finde. Also schaue ich mich da erst einmal nicht um.

Das ist aber ein Erfahrungswert zum Thema »Inhalt« und nicht zum Thema »Qualität«, oder? Wenn ich weiß, dass ich ein Cabrio kaufen will, schau ich mich ja auch nicht bei Seat um ...

Deswegen ist die im Betreff genannte Aussage in ihrer Pauschalisierung natürlich Blödsinn - finde ich (immer noch).

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alfred.dworak
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Re:

von alfred.dworak (17.06.2010, 09:03)
Hallo,
in einer Xing-Gruppe ging es mal um das Thema, ob auch Bod-Bücher vorgestellt werden sollten. Natürlich gab es solche, die das im Hinblick auf Qualitätsmängel ablehnten. Andere befürworteten dies aus Gründen der Gleichbehandlung. Jörg Sommer, einer der erfolgreichsten deutschen Jugendbuchautoren und Moderator der Gruppe war ebenfalls der Meinung, Bod-Bücher vorzustellen. Denn er wusste von einigen Kollegen, die nach ein paar Jahren mit ihren Büchern aus den Programmen größerer Verlage gefallen waren, jetzt ihre Bücher über Bod erfolgreich vertreiben und gutes Geld damit verdienen.

Ich denke, das Ganze ist ein gesellschaftliches Problem. Erfolgreiche Menschen wie Sommer stehen über solchen Diskussionen. Nichterfolgreiche Menschen werden auf dem herumhacken, was "vermeintlich" unter ihnen steht, um wenigstens einen "vermeintlichen" Sieg zu erreichen.

Viele Grüße

Alfred

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