Direkte Rede als Einschub

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die_jolie
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Direkte Rede als Einschub

von die_jolie (08.08.2010, 16:36)
Hallo zusammen,

leider konnte ich zu dieser Form der wörtlichen Rede weder eine Regel noch ein Beispiel in einem meiner Bücher finden.

Und als sie, an seine Brust gedrückt, „Ich erinnere mich an alles“ flüsterte, schien ihr Schicksal besiegelt.

Ich bin mir unsicher, ob die Zeichen richtig gesetzt sind ... book:

Danke im Voraus!

lg, Jordan

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Jacqueline Ehmke
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Re: Direkte Rede als Einschub

von Jacqueline Ehmke (08.08.2010, 20:49)
die_jolie hat geschrieben:
Hallo zusammen,

leider konnte ich zu dieser Form der wörtlichen Rede weder eine Regel noch ein Beispiel in einem meiner Bücher finden.

Und als sie, an seine Brust gedrückt, „Ich erinnere mich an alles“ flüsterte, schien ihr Schicksal besiegelt.

Ich bin mir unsicher, ob die Zeichen richtig gesetzt sind ... book:

Danke im Voraus!

lg, Jordan


...und als sie an seine Brust gedrückt flüsterte: "Ich erinnere mich an alles", da schien ihr Schicksal besiegelt.

so würde ich das lösen
VG
Jacqueline
Nichts ist statisch

www.joe-hundeschule.de
(wo es auch zu meinen Büchern geht)

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (09.08.2010, 10:40)
Deutsche Rechtschreibung - Regeln und Wörterverzeichnis,
Überarbeitete Fassung des amtlichen Regelwerks 2004, §89:
Er fragte: "Kommst du morgen?", und verabschiedete sich.


http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/

book:

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hawepe
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Re:

von hawepe (09.08.2010, 14:24)
Hallo,

weder Jacquelines noch Valeries Antwort treffen es meiner Meinung nach. Umformulieren kann zwar eine Antwort sein, löst aber das eigentliche Problem nicht. Valeries Beispielsatz wiederum entspricht nicht Jordans Satz und kann auch nicht auf ihn umgemünzt werden.

Ich würde den Satz von der Zeichensetzung her jedenfalls so schreiben, wie es Jordan getan hat.

Beste Grüße

Heinz

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (09.08.2010, 14:37)
Die zitierten Regeln enthielten leider kein treffenderes Beispiel. :(

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hawepe
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Re:

von hawepe (09.08.2010, 14:39)
Valerie J. Long hat geschrieben:
Die zitierten Regeln enthielten leider kein treffenderes Beispiel. :(


Das ist ja das Problem mit Jordans Satz book:

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Thomas Becks
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Re: Direkte Rede als Einschub

von Thomas Becks (09.08.2010, 14:58)
die_jolie hat geschrieben:
Hallo zusammen,

leider konnte ich zu dieser Form der wörtlichen Rede weder eine Regel noch ein Beispiel in einem meiner Bücher finden.

Und als sie, an seine Brust gedrückt, „Ich erinnere mich an alles“ flüsterte, schien ihr Schicksal besiegelt.

Ich bin mir unsicher, ob die Zeichen richtig gesetzt sind ... book:

Danke im Voraus!

lg, Jordan

Ich habe es Dir schon einmal gesagt, Jordan, Du nimmst Deinen Lesern das Denken.
Dadurch entstehen auch solche Problemsätze.
Lass doch den Leser entscheiden, ob ihr Schicksal damit besiegelt ist.
Dann scheint es auch nicht mehr, nein, dann ist es tatsächlich besiegelt.
Gruß
Thomas

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hawepe
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Re: Direkte Rede als Einschub

von hawepe (09.08.2010, 15:11)
Hallo Thomas,

Thomas Becks hat geschrieben:
Ich habe es Dir schon einmal gesagt, Jordan, Du nimmst Deinen Lesern das Denken.
Dadurch entstehen auch solche Problemsätze.


Nein, solche Sätze können auch so entstehen. Ob man sie mag, ist dann eine ganz andere Frage.

Beste Grüße

Heinz

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Thomas Becks
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Re: Direkte Rede als Einschub

von Thomas Becks (09.08.2010, 15:22)
hawepe hat geschrieben:
Nein, solche Sätze können auch so entstehen. Ob man sie mag, ist dann eine ganz andere Frage.

Beste Grüße

Heinz

Hallo Heinz,
ich weiß. Das war auch Off Topic und ich hätte es dazu schreiben sollen.
Nur, ich habe einmal einen längeren Text von Jordan gelesen. In ihm
wurde auch Alles dem Leser vorgekaut.

Gruß
Thomas

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die_jolie
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Re:

von die_jolie (09.08.2010, 17:08)
Danke für die Antwort Heinz. Ich werde es dann erst einmal so lassen.

Thomas, danke für den sinnvollen Beitrag. Es ging hierbei nunmal um die Gedanken des Protagonisten und ich denke, er wird sehr wohl entscheiden dürfen, wie er diese Situation empfindet. Wenn ich meinen Text zum Lektorat stelle, darfst du dich gern wieder auslassen.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (09.08.2010, 17:30)
die_jolie hat geschrieben:
Danke für die Antwort Heinz. Ich werde es dann erst einmal so lassen.

Thomas, danke für den sinnvollen Beitrag. Es ging hierbei nunmal um die Gedanken des Protagonisten und ich denke, er wird sehr wohl entscheiden dürfen, wie er diese Situation empfindet. Wenn ich meinen Text zum Lektorat stelle, darfst du dich gern wieder auslassen.

Auf "Auslassen" gehe ich nicht ein.
Du hattest seinerzeit um ehrliche Kritik gebeten.
Vielleicht war meine Antwort für Dich zu scharf.
Ich bin ja auch kein gelernter Conte Ambassador.
cheezygrin
Gruß
Thomas

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Siegfried
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Re: Direkte Rede als Einschub

von Siegfried (09.08.2010, 18:14)
die_jolie hat geschrieben:
leider konnte ich zu dieser Form der wörtlichen Rede weder eine Regel noch ein Beispiel in einem meiner Bücher finden.


Amtliche Rechtschreibung von 2006, § 94, Absatz 2 (kommentierende Stellungnahme zu Äußerungen)

Grüße
Siegfried

Heidi Christina Jaax

Re:

von Heidi Christina Jaax (09.08.2010, 19:01)
Es widerstrebt mir auch bei wörtlicher Rede in der Satzmitte mit Doppelpunkt zu agieren, aber so ist es korrekt.
Die Formulierung: "an seine Brust geschmiegt", finde ich weicher im Ausdruck, allerdings kenne ich den Zusammenhang nicht.

LG Heidi :P

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hawepe
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Re:

von hawepe (09.08.2010, 19:35)
Hallo Heidi,

Heidi Christina Jaax hat geschrieben:
Es widerstrebt mir auch bei wörtlicher Rede in der Satzmitte mit Doppelpunkt zu agieren, aber so ist es korrekt.


Das interessiert mich: Wo würdest du da einen Doppelpunkt setzen?

Beste Grüße

Heinz

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die_jolie
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Re: Direkte Rede als Einschub

von die_jolie (09.08.2010, 19:44)
Siegfried hat geschrieben:
die_jolie hat geschrieben:
leider konnte ich zu dieser Form der wörtlichen Rede weder eine Regel noch ein Beispiel in einem meiner Bücher finden.


Amtliche Rechtschreibung von 2006, § 94, Absatz 2 (kommentierende Stellungnahme zu Äußerungen)

Grüße
Siegfried


Ahh, super! Danke Siegfried. Eben nachgelesen, also passt es. angle:

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