Rechtschreibfehler

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Daddy
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Re:

von Daddy (13.08.2010, 12:56)
Wer ist schon völlig frei davon, Fehler zu machen?

Ein Manuskript kann noch so oft durchgelen werden, der eine oder andere Fehler wird sich doch noch irgendwo erfolgreich versteckt halten.

Außerdem gibt es seit der neuen Rechtschreibreform doch sehr viele unterschiedliche Ansichten darüber. Dies gilt insbesonders auch für die Kommasetzung. Wer kann schon von sich behaupten, stets alle neuen Regelungen zu beherrschen?

Ich halte es da mit dem allseits bekannten Motto: Wer einen Fehler findet, der darf ihn auch behalten thumbbup
Grüße aus dem Donau-Ries

Daddy


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Pamela
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Re:

von Pamela (13.08.2010, 13:02)
Ich stimme Mathias hier absolut zu.

Wen jemand für mein Buch 14,90 EUR bezahlt, hat er auch (mit Recht) den Anspruch auf das bestmögliche Ergebnis.

Und ich weiß, dass die Fehler da sind und eben dieses Wissen macht mich total "jeckig" (wie wir hier in Köln sagen)!

Also werde ich es zum X-ten Mal durcharbeiten und versuchen, die kleinen Monster zu eliminieren!

Auch wenn die neuerlichen 39.- EUR schmerzen...
Gehe ich auf meine Beerdigung?
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Der Kölner Melatenfriedhof in Bildern
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Pamela
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Re:

von Pamela (13.08.2010, 13:03)
Entschuldige MatThias, hier ein t nachreiche... :D
Gehe ich auf meine Beerdigung?

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (13.08.2010, 13:07)
mtg hat geschrieben:
Valerie,

es gab gerade in jüngster Zeit wieder einmal - leider - Postings, die genau diese von mir erwähnte Einstellung an den Tag legten. Und ich finde es unglaublich ... (setze das Wort bitte selber ein), wenn man sich auf der einen Seite beklagt, dass die BoD-Qualität nicht den hehren eigenen Ansprüchen genügt, man sich aber mit den Ansprüchen an die eigene Qualität vornehm zurückhält.

Da stimmt etwas im System nicht - und das System findet im Kopf statt.

Matthias,
dem stimme ich zu, und ich trete dem System entgegen, wenn ich es antreffe. Ich werde aber nicht versuchen, diese Einstellung im Kopf in die obigen Beiträge hinein zu interpretieren - im Kontext scheint mir das nicht zu passen.
Grüße, Valerie

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (13.08.2010, 13:09)
Pamela hat geschrieben:
Ich stimme Mathias hier absolut zu.
(...)
Also werde ich es zum X-ten Mal durcharbeiten und versuchen, die kleinen Monster zu eliminieren!

Das ist der richtige Ansatz - erstmal gucken, ob noch mehr Monster drin sind. Wenn schon korrigieren, dann richtig.


Nach Murphys Gesetz wird allerdings der n+1-te Fehler unmittelbar nach dem Veröffentlichen der Korrektur entdeckt werden. Niemand ist perfekt.

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (13.08.2010, 13:11)
@ Matthias:

Ich hoffe, mein Beitrag hat nicht den Eindruck erweckt, ich würde mangelnder Korrektur das Wort reden.
Ich wollte lediglich ausdrücken, dass Fehler passieren können (shit happens cheezygrin ) und dass ich es normal finde, nach der 127. Korrektur immer noch auf welche zu stoßen.
Damit wollte ich auf keinen Fall sagen, man solle Fehler von vornherein einfach drin lassen, weil man ja doch keine Chance hat, alle zu eliminieren.
Mich persönlich stören Fehler in jedem Buch extrem - und in meinen eigenen Büchern am allermeisten.

Liebe Grüße,

Anke

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mtg
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Re:

von mtg (13.08.2010, 13:19)
Bevor hier wieder mal was in den falschen Hals gerät:

Natürlich ist niemand perfekt. Aber der Versuch, es zu sein, ist nicht strafbewehrt. Mir geht es nicht um die 100%, sondern um die Einstellung, ob man die 100% erreichen will. Um den eigenen Anspruch. Und da sehe ich bei der/dem Einen oder Anderen noch Nachholbedarf.

Es ist übrigens auch nicht die Rechtschreibreform schuld. Da gibt es auch keine »unterschiedlichen Ansichten« - da gibt es vielleicht verschiedene Ausführungsmöglichkeiten. Die sind aber alle im Duden, im Wahrig und sogar im Netz nachzulesen. Auch hier gilt: Man muss es nur wollen.

Es gibt sie, die wollen. Aber es gibt auch die Anderen - und an die richtet sich meine Kritik. Nicht mehr, aber auch nicht weniger will ich damit sagen. Und ich hoffe, dass mir das auch gestattet ist ...

Angelina

Re:

von Angelina (13.08.2010, 13:21)
mtg hat geschrieben:
Valerie,

es gab gerade in jüngster Zeit wieder einmal - leider - Postings, die genau diese von mir erwähnte Einstellung an den Tag legten. Und ich finde es unglaublich ... (setze das Wort bitte selber ein), wenn man sich auf der einen Seite beklagt, dass die BoD-Qualität nicht den hehren eigenen Ansprüchen genügt, man sich aber mit den Ansprüchen an die eigene Qualität vornehm zurückhält.

Da stimmt etwas im System nicht - und das System findet im Kopf statt.





Hallo mtg,

nur ein Esel frisst das Gras wieder ab, welches über eine Sache gewachsen ist. cheezygrin thumbbup 8)

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (13.08.2010, 13:25)
Daddy hat geschrieben:
Wer ist schon völlig frei davon, Fehler zu machen?

Ein Manuskript kann noch so oft durchgelen werden, der eine oder andere Fehler wird sich doch noch irgendwo erfolgreich versteckt halten.


Es geht nicht darzm, keine Fehler zu machen.
Es geht darum, dass einem die Fehler sch***egal sind.

Daddy hat geschrieben:
Außerdem gibt es seit der neuen Rechtschreibreform doch sehr viele unterschiedliche Ansichten darüber. Dies gilt insbesonders auch für die Kommasetzung. Wer kann schon von sich behaupten, stets alle neuen Regelungen zu beherrschen?

Ich halte es da mit dem allseits bekannten Motto: Wer einen Fehler findet, der darf ihn auch behalten thumbbup


Siehst du, genau das ist die Haltung, die von einigen hier immer wieder (und m.M.n. zu Recht!) kritisiert wird: "Fehler? Mir doch egal!"

Grüße
Siegfried

hwg
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Re:

von hwg (13.08.2010, 13:27)
Da ich ungefähr 15 Jahre hindurch für einen Verlag auch Druckvorlagen gegengelesen habe - als einer von drei Kollegen im Team - darf ich wohl feststellen, dass jeder von uns den einen oder anderen Fehler gefunden hat, welcher von dem anderen übersehen worden ist.

Manchmal hat es auch Meinungsunterschiede gegeben, besonders bei der richtigen Verwendung von Satzzeichen. Erst wenn wir alle einer Meinung gewesen sind, jetzt ist die Druckvorlage "richtig", hat die Buchproduktion begonnen.

Und trotzdem - der eine oder andere Fehler ist uns hin und wieder "durchgerutscht". Ob er vom Leser bemerkt worden ist, enzieht sich bis heute meiner Kenntnis. Beschwerden hat es jedenfalls keine gegeben... :lol:

Was ich damit sagen will: Wenn sogar professionelle Korrektoren Fehler im Typoskript und in der Druckvorlage übersehen - wie soll erst die Autorin, der Autor, bei BoD-Erzeugnissen oft auf sich allein gestellt, völlig fehlerfrei agieren?

Meine Bewunderung gilt allen, denen noch nie ein Schreib-, Satz- oder Druckfehler passiert ist.
Neu im JBL-Literaturverlag: H. W. Grössinger, "Fallweise heiter, manchmal bewölkt" - Glossen, Feuilletons und Kurzgeschichten, die zum Schmunzeln verleiten und mitunter zum Nachdenken anregen wollen. Auch über Amazon erhältlich!

büchernarr

Re:

von büchernarr (13.08.2010, 13:34)
hwg hat geschrieben:

Meine Bewunderung gilt allen, denen noch nie ein Schreib-, Satz- oder Druckfehler passiert ist.



Vielleicht kommt es daher, dass ich so wenige MitschreiberInnen bewundern kann.

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (13.08.2010, 13:37)
Siegfried hat geschrieben:
Daddy hat geschrieben:
...
Ein Manuskript kann noch so oft durchgelen werden, der eine oder andere Fehler wird sich doch noch irgendwo erfolgreich versteckt halten.

Es geht nicht darzm, keine Fehler zu machen.
Es geht darum, dass einem die Fehler sch***egal sind.

sic. cool5
Wir schreiben hier ja auch kein Buch.

Siegfried hat geschrieben:
Daddy hat geschrieben:
Außerdem gibt es seit der neuen Rechtschreibreform doch sehr viele unterschiedliche Ansichten darüber. Dies gilt insbesonders auch für die Kommasetzung. Wer kann schon von sich behaupten, stets alle neuen Regelungen zu beherrschen?

Ich halte es da mit dem allseits bekannten Motto: Wer einen Fehler findet, der darf ihn auch behalten thumbbup


Siehst du, genau das ist die Haltung, die von einigen hier immer wieder (und m.M.n. zu Recht!) kritisiert wird: "Fehler? Mir doch egal!"

Grüße
Siegfried
Ist das so? Ich kann von mir nicht sicher sagen, ob ich Daddys Motto den "unterschiedlichen Ansichten" oder der "Nichtbeherrschung" zuordnen soll.
Ich kann von mir nur sagen, dass ich das Motto für mich ablehne.
Nur den Exkurs über Six-Sigma erspare ich mir jetzt.

Angelina

Re:

von Angelina (13.08.2010, 13:48)
Das gleitet wieder ab hier und man versucht wieder mit dem Finger auf Leute zu zeigen. Fakt ist, dass die Wahrheit irgendwo zwischendrin liegt:

Man sollte Fehler wenn möglich vermeiden, doch wenn sich dann doch einer "eingeschlichen hat" ist das auch keinen Grund zu Panikaktionen.




hwg hat geschrieben:
Und trotzdem - der eine oder andere Fehler ist uns hin und wieder "durchgerutscht". Ob er vom Leser bemerkt worden ist, enzieht sich bis heute meiner Kenntnis. Beschwerden hat es jedenfalls keine gegeben... :lol:



Gefährlich! Das hat Potential für einen Sack voll verbaler Prügel cheezygrin cheezygrin

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nessa140584
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Re:

von nessa140584 (13.08.2010, 14:01)
Angelina hat geschrieben:
Das gleitet wieder ab hier und man versucht wieder mit dem Finger auf Leute zu zeigen. Fakt ist, dass die Wahrheit irgendwo zwischendrin liegt:

Man sollte Fehler wenn möglich vermeiden, doch wenn sich dann doch einer "eingeschlichen hat" ist das auch keinen Grund zu Panikaktionen.


Genau so sehe ich das auch. Ich finde es ein bisschen heftig, dass man hier so hingestellt wird, als ob einem die Fehler egal sind. Ich glaube ich spreche hier für alle, wenn ich sage, dass die eigenen Fehler wahrscheinlich die Schlimmsten sind, wenn man sie im Nachhinein entdeckt. Aber das ist eben menschlich, ich denke nicht, dass es eine Frage der Qualität des Buches ist und man gleich als dumm hingestellt wird, wenn man z.B. versehntlich ein das mit nur einem s geschrieben hat, anstatt mit nem ss. Sicher sollte es nicht passieren, aber es kann....

LG

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (13.08.2010, 14:10)
Angelina hat geschrieben:
hwg hat geschrieben:
Und trotzdem - der eine oder andere Fehler ist uns hin und wieder "durchgerutscht". Ob er vom Leser bemerkt worden ist, enzieht sich bis heute meiner Kenntnis. Beschwerden hat es jedenfalls keine gegeben... :lol:



Gefährlich! Das hat Potential für einen Sack voll verbaler Prügel cheezygrin cheezygrin


hwg hat geschrieben, dass gelegentlich ein Fehler durchrutscht. Niemand hier verliert deshalb auch nur ein Wort darüber. Fehler geschehen und werden immer wieder einmal in den eigenen Büchern auftauchen

Was aber zu den ausufernden Diskussionen führt, ist die Gleichgültigkeit gegenüber Fehlern. Einige Leute hier, die sich "Autoren" oder gar "Schriftsteller" nennen, haben weder Lust noch Interesse daran, sich in der Schriftsprache korrekt oder auch nur "besser" auszudrücken. Wozu auch? Wenn der Leser Fehler findet, darf er sie großzügigerweise behalten (was für eine Gleichgültigkeit gegenüber der Sprache, die ein Autor/Schriftsteller eigentlich heiß und innig lieben müsste), oder der Leser wird von vornherein abqualifiziert, indem man ihm erst gar nicht zutraut, überhaupt Fehler zu finden - wozu sich dann als Autor/Schriftsteller die Mühe machen, möglichst fehlerfrei zu schreiben?

hwg jedenfalls macht sich - zusammen mit seinen Kollegen - die Mühe, möglichst fehlerfrei zu schreiben. Genau das ist der Unterschied zwischen dem "Sack voller Prügel" und wohlwollender Akzeptanz.

Grüße
Siegfried

P.S. @ Nessa140584
nessa140584 hat geschrieben:
Ich finde es ein bisschen heftig, dass man hier so hingestellt wird, als ob einem die Fehler egal sind.


Es geht nicht um die Fehler - es geht um Haltungen wie "Wer Fehler findet, kann sie behalten" oder "90% der Leser sind zu dumm, meine Fehler zu finden" und Ähnliches.
Zuletzt geändert von Siegfried am 13.08.2010, 14:13, insgesamt 1-mal geändert.

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