Schriftgröße? Seitenränder? Ein Buch in zwei Bände aufteilen

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Gigger
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Schriftgröße? Seitenränder? Ein Buch in zwei Bände aufteilen

von Gigger (24.11.2007, 08:35)
Habe mein BUch fertig und wollte es über Bod drucken lassen. Dabei habe ich ein Problem mit meiner Seitenanzahl. Habe das Buch wie empfohlen in Garamond 12. Papierformat 13,5 x 21.5. Ränder überall 1, außer unten 1,5. Und trotzdem komme ich auf 625 Seiten. Dies bedeutet, dass ich einen derart hoheh Preis vorsehen müsste, dass keiner mehr das Buch kaufen würde. Nun habe ich ein größeres Format vorgesehen, die Schriftgröße auf 11 gesetzt, aber trotzdem noch immer viel zu viel Seiten. Nun meine FRagen:

1) die Ränder sind ja vielleicht etwas knapp. Habe hier mal einen Beitrag gesehen, wo darüber geschrieben wurde. Was meint ihr, ist da drinnen?

2) ist es sinnvoll, statt eines dicken Wälzers 2 Bände herauszugeben. Statt einen mit € 40 zB zwei Bände zu je € 20 und ca. 300 Seiten. Dann könnte ich Schriftgröße belassen.

Bin für jeden gutgemeinten Rat dankbar!

hwg
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Re:

von hwg (24.11.2007, 09:43)
Guten Morgen!

Meiner Erfahrung nach werden bisher unbekannte mehrbändige Werke selten auf einmal gekauft. Wer Band 1 erwirbt, kauft den zweiten dann,
wenn er die "Fortsetzung" unbedingt lesen will.

Da ich ja nicht weiß, welches Sujet Dein Buch abhandelt, wäre ein diesbezüglicher Rat ein Vorschlag ins Ungewisse.

Handelt es sich um einen Roman, sollte jeder Band in sich abgeschlossen sein, der Inhalt des ersten Teiles jedoch den Leser auf den zweiten Band sehr neugierig machen.

Eine derartige "Einteilung" ist jedoch sehr schwierig zu treffen, außer, das Manuskript ist bereits auf diese "Zweiteilung" hin geschrieben. In so einem Fall müssten beide Bände jedoch nicht zeitgleich produziert werden.
Du könntest den Verkaufserfolg des ersten Bandes abwarten und erst
dann den zweiten Teil "nachreichen".

Wie schon gesagt, man müsste den ungefähren Inhalt Deines Werkes kennen, um einen zielführenden Ratschlag geben zu können. Sowohl vom Produktionsaufwand her als auch bezüglich des Verkaufspreises würde ich eher - mit allem Vorbehalt - zu einer "Teilung" tendieren.

Kollegialen Gruß!

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Gigger
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Re:

von Gigger (24.11.2007, 10:23)
Danke erstmal.
Es handelt sich um einen Roman, eine Art Fantasyroman in einem kmitterlalterlichen Ambiente, spielt aber in der Jetztzeit.Der erste Band wäre nicht nicht abgeschlossen, sodass der Leser auch den zweiten kaufen müsste. In meiner Schreibwut bin ich wohl etwas übers Ziel hinaus geschossen. WIe sieht es denn mit den Rändern usw. aus?

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ChrisK
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Re:

von ChrisK (24.11.2007, 12:12)
Gigger hat geschrieben:
WIe sieht es denn mit den Rändern usw. aus?

Ist letztlich Kosmetik. Wenn du Wert auf ein akzeptables, lesefreundliches Layout legst, kannst du ein paar Seiten einsparen, aber nicht ein paar hundert.
Mein Vorschlag - der dir nicht gefallen muss: Lass dein Buch ein paar Wochen (wirklich eine längere Zeit) liegen, dann guck es dir noch mal an und überlege, ob du nicht doch etwas weglassen kannst. Vielleicht hast du auch einen Lektor im erweiterten Bekanntenkreis, der Erfahrung in dieser Richtung hat.
Ich weiß, tut weh, nach all der Mühe, die man sich mit der Schreiberei gemacht hat. Aber möglicherweise bzw. wahrscheinlich wird's dein Buch beim Leser leichter haben, wenn es kürzer ist. Auch wenn Fantasy-Fans dem "Wälzer" nicht so ablehnend gegenüber stehen wie viele "Normal-Leser".
Gruß
Chris

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Gigger
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Re:

von Gigger (26.11.2007, 18:34)
Hallo Chris! Wenn ich jetzt so viel streichen würde, dass es auf eine halbwegs akzeptable Seitenzahl runtergeht, wäre das für mich so, als ob man mir einen Arm ausreißen würde. Na ja, etwas übertrieben, aber das wäre schon hart. Habe beim Überarbeiten schon an die dreißig Seiten gestrichen. Vielleicht kein schlechter Vorschlag, aber ich kann mich da wohl nicht dazu aufraffen, nun noch einmal dranzugehen.

Ich bastle jetzt seit Tagen an meiner Seitenreduzierung. Was meint ihr denn zu:
Garamond 11
Laufweite schmal o,3
Zeilenanstand : genau 11

Habs ausgedruckt und einigen Leuten zu lesen gegeben. Wurde akzeptiert.

Was ich noch nicht weiß sind die Minimalabstände der Ränder, besonders Innenrand.

Speedy
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Re:

von Speedy (27.11.2007, 15:09)
Ich habe für mein Taschenbuch einen Innenrand von 21 mm festgelegt und finde ihn nach Ansicht des Probeexemplars zwar ausreichend doch dürfte er gerade bei dicken Wälzern etwas knapp werden.
Ich habe übrigens mit Times New Roman, Schriftgröße 10 gearbeitet. Ist gut lesbar, könnte sogar noch etwas kleiner sein.

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PvO
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Re:

von PvO (27.11.2007, 15:48)
Um dir wirklich helfen zu können, brauchte man die Info, wie viele Normseiten dein Manuskript hat. Das wäre der erste Schritt. Wenn du magst, kannst du mal auf meine HP gehen, da steht irgendwo etwas über Seitenränder und so, weiß jetzt aber selber nicht mehr wo, musst halt `n bisschen klicken.PvO

Versailles
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@ Gigger

von Versailles (27.11.2007, 16:22)
Hallo,

du schreibst:
Wenn ich jetzt so viel streichen würde, dass es auf eine halbwegs akzeptable Seitenzahl runtergeht, wäre das für mich so, als ob man mir einen Arm ausreißen würde.
Das kann ich relativ gut verstehen, aber das würde auch keiner verlangen, ohne deine Geschichte zu kennen. Grundsätzlich fordert eine Geschichte ihren Raum, und wenn deine 600 S. fordert - so what?

Gern schliesse ich mich Chris' Vorschlag an, deinen Text recht lange liegen und reifen zu lassen. Das ist reine Nervensache und schlussendlich entscheidest nur du allein, welche Geschichte du veröffentlichst. Das diesjährige Weihnachtsgeschäft nimmst du jetzt eh' nicht mehr mit...

Ich würde dir auch raten, bei einem Buch zu bleiben.
Andererseits habe ich damals, als Stephen King "The green mile" in 6 schmalen Bändchen veröffentlichte, auch gespannt auf den jeweils folgenden Band gewartet cool5

Ausserdem würde die Seitenzahl nicht auf Kosten der Lesbarkeit reduzieren.

Bin gespannt und drücke fest die Daumen
Amalia
DIE COMTESSE ab sofort als "EDITION BOD"
www.comtesse-heloise.de

Autorenphoto von J. Nemeth, Photostudio Kannengiesser, 58095 Hagen (2007)

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Zoba
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Re:

von Zoba (27.11.2007, 17:17)
Hi Amalia,

und The Green Mile war auch definitiv nicht seine schlechteste ... thumbbup

Hi Gigger,

hast du dein Buch schon mal ein paar Bekannten zum Lesen gegeben? Wenn die sagen, daß es Längen hat, dann solltest du übers Kürzen nachdenken. Wenn sie aber fragen, obs davon noch mehr gibt, dann würde ich so lange suchen, bis du eine praktikable Lösung fürs Drucken gefunden hast.
Gruß,

Zoba

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Gigger
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Re:

von Gigger (27.11.2007, 19:15)
Danke erstmal an alle.
an Speedy: 21 mm? Hm, habe heute einen dicken Wälzer als Taschenbuch gesehen (Gottes Werk und Teufels Beitrag, Irving), hat nur 1 cm bei annähernd 800 Seiten. Ist auch kein Problem. Die Schriftgröße kommt mir dort auch an die 9, max. 10 vor und ist gut lesbar.

an PvO: Danke, werde am WOchenende, wenn ich mehr Zeit hab, auf deiner HP "schmökern".

an Versailles: 600 Seiten-so what? Ja, das sehe ich auch so, wenn ich bei BOD damit nicht einen immensen Verkaufspreis angeben müsste. Schlängele mich so zwischen den Kippstangen durch, die da heißen: Lesbarkeit-Seitenzahl-Preis.

an Zoba: habe nur Ausschnitte zum Lesen gegeben. Wenn es Längen hat, weiß ich nicht, ob ich jetzt die Kraft aufbringe, noch einmal zur Überarbeitung zu schreiten. Ich scharre bereits mit den Hufen, um meinen zweiten Roman zu beginnen.

Friederieke Jakob

Lach

von Friederieke Jakob (27.11.2007, 19:23)
8)
Zuletzt geändert von Friederieke Jakob am 08.12.2007, 22:42, insgesamt 1-mal geändert.

Friederieke Jakob

Buchblock

von Friederieke Jakob (27.11.2007, 19:28)
angle:
Zuletzt geändert von Friederieke Jakob am 08.12.2007, 22:43, insgesamt 1-mal geändert.

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hawepe
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Re: Schriftgröße? Seitenränder? Ein Buch in zwei Bände aufte

von hawepe (27.11.2007, 19:33)
Hallo,

Gigger hat geschrieben:
Dies bedeutet, dass ich einen derart hoheh Preis vorsehen müsste, dass keiner mehr das Buch kaufen würde.


Hast du dir mal http://www.shaker-media.de angesehen? Wenn du weitgehend auf Honorar verzichten kannst, kaemst du in die Naehe von 25 Euro.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Gigger
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Re:

von Gigger (28.11.2007, 18:42)
Danke, Friederieke, habe auch schon das größte Format gewählt und käme bei einer Seitenanzahl von 341 auf € 1.86, Marge, wenn es €21 kosten würde. Dabei habe ich Buchstaben etwas enger und Zeielabstand um einen Wert heruntergesetzt. Problem ist aber, dass wohl kaum einer für ein Taschenbuch von einem dahergelaufenen Neuautor € 21 ausgeben wird. Der Verkauf würde sich dann nur im Bekannten- und Verwandtenkreis abspielen (diese Möglichkeit ist natürlich auch bei einem "normalen "Preis gegeben, ok).
Wenn ich die 2 Bände herausgeben würde (von den ursprünglichen 624 Seiten also jeweils ca. 312), dann könnte ich für einen Band zB. € 15 vorsehen...und sehe gerade, dass dies nicht ksotendeckend wäre...Grässlich! Hat der Kalkulator heute einen schlechten Tag? Bei einem früheren Test sah das doch ganz anders aus.

hawepe, danke für den interessanten link. Die Seite werde ich am Wochenende infiltrieren. Habe kurz einen Preiskalkulationstest gemacht, sieht auf den ersten Blick viel besser als Bod aus. Hast du da Erfahrungen damit gemacht?
€ 25 für ein Taschenbuch? Glaubst du, das wäre akzeptabel? In der Preisligea spielt der letzte Harry Potter (gebundene AUsgabe). Bei Bod käme ich mit € 25 gut durch, da würdden pro Buch netto 3,90 Euronen rausschauen.

Shaker hat ja teilweise andere Formate im Angebot. Habe mal einen Test mit DIN A4 gemacht und 25 EUro. Bei Bod wäre dies zB nicht mehr möglich, während Shaker € 3,01 an Autorennmmarge berechnet (bzw. 7 Euro bei DIrektverkauf).

Bei DIN A5 ebenso. Hm, da wird das Wochenende mal mit Berechnungen verbracht.

Danke an alle einstweilen für die tolle Hilfe in diesem Forum deluxe!!

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hawepe
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Re:

von hawepe (28.11.2007, 21:26)
Hallo,

Gigger hat geschrieben:
hawepe, danke für den interessanten link. Die Seite werde ich am Wochenende infiltrieren. Habe kurz einen Preiskalkulationstest gemacht, sieht auf den ersten Blick viel besser als Bod aus. Hast du da Erfahrungen damit gemacht?


Nein, deshalb haben ich ja in einem anderen Thread gefragt, ob jemand schon konkrete Erfahrungen mit Shaker Media gemacht hat.

€ 25 für ein Taschenbuch? Glaubst du, das wäre akzeptabel?


Keine Ahnung. Aber vermutlich wird die Frage ohnehin rhetorisch, denn wesentlich darunter wirst du kaum kommen.

Shaker hat ja teilweise andere Formate im Angebot.


Wobei auch Formate moeglich sein sollen, die der Kalkulator nicht kennt. Man scheint dort sehr flexibel zu sein.

Beste Gruesse,

Heinz.

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