Massenmails

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Judith
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Massenmails

von Judith (28.11.2007, 00:13)
Liebe Leute,

heute habe ich mich gleich zwei Mal geärgert, als ich von Autoren Massenmails bekam und die ganze lange Latte an Adressen für alle sichtbar war. Meine nicht ganz freundliche Antwort (weil ich mich wirklich geärgert habe):

In einer Zeit, in der man mit Spam- und Virenmails überschüttet wird, halte ich es für absolut unverantwortlich, Massenmails mit offensichtlicher Mailliste zu versenden!!! Da achte ich darauf, meine mail-Adresse auf der Website nicht offen darzulegen, und dann landet sie ungewollt in unzähligen e-mail-Postkästen. Wenn man die Adressaten in Bcc einträgt, sind sie für die anderen Empfänger nicht sichtbar.

Durch eine Person, die ebenso unverantwortlich gehandelt hatte, bekam ich über längeren Zeitraum TÄGLICH 1000 Spam-mails auf einer Adresse. Ich konnte die echten mails gar nicht mehr herausfiltern, dadurch gab es wiederum Ärger mit Leuten, die mir eine mail geschickt hatten. Die Adresse musste ich löschen.

Bitte künftig Kopf einschalten. :-(


Ich selbst habe heute Info über mein Tanzstudiobuch per mail an mehrere Tanzstudios geschickt. Die Adressen der Empfänger waren natürlich für die anderen nicht sichtbar. Von einer Person bekam ich folgende Antwort:

Bitte streichen Sie mich unverzüglich aus Ihrem Verteiler - ich habe
Sie nicht um diese Werbung für Ihr Buch gebeten - überhaupt ist es so
in Deutschland gar nicht zulässig - einfach im Internet wild zu
werben…!

bitte lesen Sie deshalb Untenstehendes sorgfältig durch. Vermutlich ist
Ihnen das BDSG nicht bekannt. Sie sollten aber schon wissen, wen Sie
anmailen dürfen und wen nicht!

Sollten wir nochmals Werbe-Mails von Ihnen erhalten, wird
Untenstehendes eingefordert.

(...)
P.S.: Unverlangte Werbung via E-Mail ist verboten
Das unaufgeforderte Verschicken von Werbung via E-Mail ist verboten.
Der Empfänger kann nicht nur Unterlassung fordern, sondern unter
Umständen auch Schadensersatz.

Gerichtsentscheidung des LG Traunstein mit Az 2 HKO 3755/97 vom 14.
Oktober 1997


Wie steht ihr zu Massenmails? Was habt ihr für Erfahrungen?

Grüßle,
Judith
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SandraR
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Jaein!

von SandraR (28.11.2007, 06:40)
Wir verschicken fuer jede Neuerscheinung ueber 600 Mails, allerdings so weit als moeglich personalisiert und jedes Mail wird einzeln abgesendet. Zudem gehen diese Mails an Zeitungsredaktionen, Fernsehanstalten etc.etc. an Privatpersonen sende ich nur dort, wo mir die Person persoenlich bekannt ist. Schickt man Massenmail landet man ohnehin bei den meisten einfach im Spamfilter und kann sich die Arbeit gleich sparen.
Bei personalisierten Mails ist der Text zwar immer der Selbe, aber die Anrede wird von Hand eingetragen, ebenso die erste Zeile warum es die Zeitung oder Organisation interessieren koennte.
Mit Massenmails hast Du aerger, erstens wenn die Adressen anderer Sichtbar sind und zweitens wenn im Mail nicht rueber kommt, warum es kein Spam ist! Also warum ist dieses Mail fuer die Firma x oder die Zeitung y interessant, diese Frage sollte in der ersten Zeile beantwortet werden.
Gruss
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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hawepe
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Re: Jaein!

von hawepe (28.11.2007, 08:01)
Hallo Sandra,

SandraR hat geschrieben:
Mit Massenmails hast Du aerger, erstens wenn die Adressen anderer Sichtbar sind und zweitens wenn im Mail nicht rueber kommt, warum es kein Spam ist! Also warum ist dieses Mail fuer die Firma x oder die Zeitung y interessant, diese Frage sollte in der ersten Zeile beantwortet werden.


Das ist zwar fuer die Werbewirksamkeit einer Mail wichtig, aber Spam bleibt es trotzdem. Solange mit dem Empfaenger keine Geschaeftsbeziehungen bestehen und/oder dem Empfang solcher Mails zugestimmt wurde, ist es Spam und verboten.

Beste Gruesse,

Heinz.

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hawepe
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Re: Massenmails

von hawepe (28.11.2007, 08:10)
Hallo Judith,

Judith hat geschrieben:

Das unaufgeforderte Verschicken von Werbung via E-Mail ist verboten.
Der Empfänger kann nicht nur Unterlassung fordern, sondern unter
Umständen auch Schadensersatz.


Unterlassung kostet wenige Sekunden Arbeitszeit fuer die Loeschung der Mail-Adresse und Schadenersatz setzt einen messbaren Schaden voraus.

Teuer und entscheidend fuer den Mailversender sind Abmahnungen. Und bei der Spamflut, mit denen viele zu kaempfen haben, wird da oft auch gar nicht erst lange gefackelt.

Ganz abgesehen davon werden solche Massenaussendungen, selbst wenn sie personalisiert werden, oft inhaltlich gar nicht mehr zur Kenntnis genommen. Personalisieren kann man naemlich auch mittels Software.

Beste Gruesse,

Heinz.

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SandraR
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Re:

von SandraR (28.11.2007, 10:55)
Heinz Mails an Buchkritiker oder bei Sachbuechern an entsprechende Journalisten die sich mit dem Theme z.B. Politik beschaeftigen, kann von Spam juristisch nicht die Rede sein. In diesem Moment ist eine Mail eine Information.
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Judith
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Re:

von Judith (28.11.2007, 11:27)
Ich habe meine mail nur an Tanzstudios geschickt, die Anrede war "liebe Kollegen". In der mail bin ich auch kurz auf meine Tätigkeit im Tanzstudio eingegangen und habe die Website meines Tanzstudios mit angegeben. Von wild verschickten Spammails kann also nicht gesprochen werden.

Bin mal gespannt, ob auch irgendwelche positiven Rückmeldungen kommen.

Ansonsten möchte ich alle hier bitten, keine Massen- oder Kettenmails zu verschicken, bei welchen Adressen in Umlauf gebracht werden.

Grüßle und schönen Tag,
Judith
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hawepe
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Re:

von hawepe (28.11.2007, 14:29)
Hallo,

da mich die Frage natuerlich auch immer wieder mal ganz direkt interessiert, habe ich mal in einer Mailingliste gefragt.

Die Antwort eines RA: "Grob gesagt - ja, ich weiß, dass es Ausnahmen gibt - ist jede unaufgeforderte Übersendung einer E-Mail werbenden Inhalts ohne Einwilligung des Empfängers Spam."

Werbung ist nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb "jede Handlung einer Person mit dem Ziel, zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmens den Absatz oder den Bezug von Waren oder die Erbringung oder den Bezug von Dienstleistungen, einschließlich unbeweglicher Sachen, Rechte und Verpflichtungen zu fördern".

Unzumutbar ist sie u.a. "bei einer Werbung unter Verwendung von automatischen Anrufmaschinen, Faxgeräten oder elektronischer Post, ohne dass eine Einwilligung der Adressaten vorliegt".

Ausnahmsweise darf er es aber doch, wenn "der Unternehmer die Adresse zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder
Dienstleistungen verwendet".

Wer mag, kann sich das Gesetz hier mal durchlesen.

Beste Gruesse,

Heinz.

julia07
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Re:

von julia07 (28.11.2007, 21:04)
Hallo Judith,

das mit der endlosen, für alle sichtbaren Mail-Adressen-Liste kann man ganz leicht umgehen.
Ich bin ja eine praktizierende Qualitätsmanagementsüchtige und in dieser Funktion rate ich meinen Kunden immer, die Adressen nicht im "cc" zu platzieren, sondern im "Bcc". So bleibt das Datenschutzgesetz bewahrt.

Ich selbst ärgere mich maßlos, wenn ich Mails von Freunden und Bekannten bekomme, die mir auf diese Weise ihr gesamtes privates Adressbuch preisgeben ...

LG,
Julia

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Judith
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Re:

von Judith (29.11.2007, 01:14)
Hallo Julia,

wenn du meine blau geschriebene Antwort liest, dann siehst du, dass ich genau das mit dem BCC auch empfohlen hatte. Und genau so bin ich auch mit meinen mails an die Tanzstudios verfahren.

Grüßle,
Judith
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roland_lange

Re:

von roland_lange (29.11.2007, 06:04)
Hallo,

da ich das Thema Massenmails, bzw. Spam tagtäglich in sehr unschöner Weise auf meinem Dienstrechner zu spüren bekomme (ebenso, wie am Privatrechner zuhause), reagiere ich allergisch auf diese Art der Mailversendung, habe aber nichts gegen eine persönlich an mich gerichtete Werbung, die auch als solche erkennbar und, bezogen auf das Produkt, einmalig ist. Zumindest würde ich hier nicht gleich mit einer ablehnenden Mail reagieren.
Beim versenden von Werbemails bin ich jedoch wesentlich zurückhaltender und richte mich damit ausschließlich an Personen, mit denen ich ohnehin bekannt und befreundet bin, oder in einer Geschäftsbeziehung stehe.
Alles andere ist mir zu riskant.

Gruß
Roland

hwg
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Re:

von hwg (29.11.2007, 07:48)
Wenn mir der Absender nicht bekannt ist,
clicke ich die Mail sofort weg. Mag sein,
dass mir dadurch die eine oder andere
interessante Nachricht entgeht, doch davon
bekomme ich ohnehin genug (oft bis zu
200 am Tag :roll: ). Ärger kommt bei mir
wegen unerwünschter Meldungen allerdings
keiner auf, der schadet bloß der
Blutdruck-Regulation.

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