Wie ich zum Schreiben kam... von Anna Dorb

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Anna Dorb
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Wie ich zum Schreiben kam... von Anna Dorb

von Anna Dorb (11.09.2010, 23:58)
Früher habe ich gehäkelt, während wir auf die bestellten Hausgäste warteten, bis ich nicht mehr wusste wohin mit den Deckchen. Dann fiel mir auf, dass unser Kater der "Herr Hämpfel" jeden Tag mehrfach daher kommt und seine ganz speziellen Eigenarten aufführte. Ich staunte nicht schlecht, in wieweit ein solches Zwergerl unser Leben aufmischen konnte. Und weil sich auch die Leute inzwischen mehr für unseren Dauergast interessierten, als für unser Wohlbefinden, fing ich an und schrieb seine Geschichten auf.
Zunächst mit Bleistift auf Papier, dann mit Tusche und Feder in ein Heft, zudem ich auch noch anfing eigene Skizzen anzufertigen und Fotos einzufügen. Als das erste "Exemplar" fertig war (das ich übrigens meiner Nichte schenkte), speicherte ich alles auf dem Computer ab. Ausgedruckt und zusammengeklebt übergab ich es jedem, der bezüglich des Katers Fragen hatte. So, jetzt haben sie aber nicht mehr nach dem Kater gefragt, sondern nach einer käuflichen Ausgabe dieses Buches. Also machte ich mich auf die Socken und suchte nach einem Verlag, der dieses Buch herausgeben würde. Meine erste Wahl fiel auf den Goethe-Verlag in Frankfurt. Bereits kurze Zeit nach versenden des Manuskriptes, erhielt ich einen Brief, in dem mir mitgeteilt wurde, dass mein Buch für die nächste Lektoratssitzung vorgeschlagen wurde. Einer Entscheidung des Lektorats, wollte die nette Dame jedoch nicht vorgreifen. Als dann wieder kurze Zeit später der erlösende Brief kam, dass das Lektorat der Veröffentlichung meines Buches zugestimmt hat, freute ich mich zunächst wahnsinnig. :lol:
Allerdings - kam dann das berühmte "ABER", das ich doch eigentlich gepachtet habe (sagt mein Mann), ich müsste mich an den Publikationskosten beteiligen. Wie hoch die sein werden, würden sie mir bei Interesse ausrechnen und mitteilen. Natürlich habe ich mir ein unverbindliches Angebot unterbreiten lassen und siehe da, wieder nur kurze Zeit später, erhielt ich das Angebot und auch gleich einen Vertrag in doppelter Ausführung, den ich nur noch unterzeichnen bräuchte. Tja, soweit so gut. Die Höhe der Publikationskosten (KEINE DRUCKKOSTEN) erschien mir jedoch insoweit zu hoch, als dass ich lange, also wirklich sehr lange hart dafür arbeiten müsste. Zumal ich erst bei dem 1001sten verkauften Exemplar eine Autorenmarge erhalten würde und meine Unkosten vermutlich im Leben nicht mehr zu sehen bekäme. :(
Ich beschloss mir einen Rat bei einer Bekannten zu holen, die in einer Buchhandlung in Reichenhall arbeitet.
So zeigte ich ihr den Schrieb mit Vertragsangebot und fragte sie, ob sie diese Adresse für seriös einstufen könne. Sie schüttelte zunächst ihren Kopf, weil ihr die Adresse gar nichts sagte, doch als sie ihrer Chefin die Unterlagen zur Einsicht gab, book: nickte diese und bestätigte die Seriösität des Verlags mit den Worten, dass sie dort schließlich ihre ganzen Bücher bestellen würde. Trotzdem riet sie mir, angesichts der mir bevorstehenden finanziellen Belastungen, von diesem Vertrag ab und gab mir statt dessen eine Autorenmappe von BoD mit. Nach eingehenden Studiums derselben und persönlichen Gesprächen mit den BoD-Mitarbeiter/innen, entschloss ich mich dazu, hier einen Autorenvertrag zu unterzeichnen. thumbbup
Für Risiken und Nebenwirkungen empfehle ich jedem selbst auszuprobieren, ob BoD für ihn gut ist oder nicht.
Empfehlen kann ich auch das Autorenpool von BoD, bei dem man sehr viel erfahren und erfragen kann. thanks:
Ich für meinen Teil kann dazu sagen, dass nach meinem Erstlingswerk im Oktober 2008: "Haben Sie den Herrn Hämpfel gesehen?" nur ein halbes Jahr später die Fortsetzung "Neues von Herrn Hämpfel" folgte. Das war im Mai 2009. Und nun ein Jahr später, also im Mai 2010, kam mein neues Buch: "Gschichtli und Gedichtli eine gärtnerisch-kulinarische Zeitreise von 1965 bis heute" heraus.
Kurz zuvor im März veröffentlichte ich unter meinem Account die Herausgabe eines Gedichtbandes von Edwin Brod, Bänkelsänger aus Marktheidenfeld: "Gedichte und Moritaten aus Hädefeld und dem Spessart". Wer gerne Dialekte hat, bitte sehr, bitte gleich, bitte gerne:
Infos unter: www.anna_dorb.mx35.de
Und nun arbeite ich daran, seine Bänkelsängerlieder, die er seit 1955 gesammelt hat, in ein neues "Gebinde" einzubringen. Sobald es fertig ist, erfahrt Ihr es hier oder unter oben angegebenen Link. :oops:

Ja, so kommt man zu einem Hobby, an das man eigentlich nicht im Traum und schon gar nicht bei vollem Bewusstsein gedacht hatte. Inzwischen macht mir das Schreiben so viel Freude, dass ich sogar lieber Briefe als Postkarten schreibe und die Gefahr besteht, dass es dem Empfänger zuviel werden kann.
Dabei gebe ich mir größte Mühe unterhaltsam und immer möglichst positiv daher zu kommen, denn Lug und Trub etc. gibt es schließlich schon genug...

Herzlichst Anna Dorb :lol:
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (12.09.2010, 00:11)
Hallo Anna,
herzlich willkommen im Forum! welcome:

Es war sicherlich eine gute Entscheidung, zu BoD zu kommen statt die Kosten für die Veröffentlichung bei diesem fragwürdigen Verlag zu tragen.
Und Tiergeschichten verkaufen sich immer gut! thumbbup

Viel Erfolg weiterhin und viel Spaß mit dem kuriosen Kater!
(Die kreischende Maus auf deiner Website finde ich witzig!) cheezygrin

LG,

Anke

Anna Dorb
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Re:

von Anna Dorb (14.09.2010, 00:09)
Danke Anke!

Ja, mit BoD fühle ich mich noch immer sehr gut beraten und die Maus auf meiner Startseite ist wirklich sowas von passend. Dabei erschrickt sie nur und läuft grinsend weg. Wie im richtigen Leben (des Herrn Hämpfel) halt.

Beste Grüße und auch Dir viel Erfolg weiterhin
wünscht Anna
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Re:

von margit (14.09.2010, 12:54)
Hallo Anna,

auch ich heiße dich herzlich willkommen in unserem Forum!

welcome:
"Die Liebe, eure Majestät, suchen wir in Goldstücken, in gutem Essen, in edlen Weinen, schönen Kleidern und vielem anderem mehr. Doch dort werden wir sie niemals finden, denn sie ist in unseren Herzen zu Hause."

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Re:

von Anke Höhl-Kayser (14.09.2010, 12:58)
Anna Dorb hat geschrieben:
die Maus auf meiner Startseite ist wirklich sowas von passend. Dabei erschrickt sie nur und läuft grinsend weg. Wie im richtigen Leben (des Herrn Hämpfel) halt.

Jetzt sag bloß, dieser Prachtkerl von einem Kater lässt die Mäuse laufen, anstatt sie zu fangen! :shock::
Der hat ein ganz besonders weiches Herz, oder? angle:

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Re:

von Anna Dorb (14.09.2010, 13:33)
@Margit: Vielen Dank auch für die Willkommensheißung.
Das ist ein sehr schöner Satz, den Du da beigefügt hast. Gefällt mir gut.

@Anke: Ja, der Herr Hämpfel ist tatsächlich etwas ganz Besonderes. Es ist zwar nicht ganz richtig, dass er die Mäuse laufen lässt (es sei denn er ist zu satt oder zu faul oder zu müde oder zu träge...), doch im Grunde genommen hat er einfach das Gemüt eines Plüschtieres. Und deshalb hat er bei mir einen solchen, dermaßen großen Stein im Brett, dass ich es gar nicht sagen kann, sondern in bisher zwei Büchern schreiben musste. cheezygrin

@Alle:
Das Schreiben ist eine so schöne Art sich auszudrücken und was ich daran besonders genieße, das ist die Tatsache, dass einem nicht zwischen den Worten und Sätzen reingeplappert wird und man dann den Faden oder die Lust am Weitersprechen verliert. Nur manchmal schaffe ich es nicht, das was ich sagen möchte, und vor allem WIE ich es sagen möchte in Schrift zu übertragen und deshalb bin ich drauf und dran ein Hörbuch in Angriff zu nehmen. Falls mir jemand hierbei gute Ratschläge oder sogar Adressen geben könnte... ich würde mich freuen. Ein Tonstudio habe ich schon, da ich die Master-CD wegen der fränggisch-boarisch-deutschen Sprechweise und diversen Einspielungen, selbst vorlesen möchte.
Liebe Grüße
Anna
P.S. Am liebsten wäre mir natürlich, wenn BoD das noch organisieren würde, aber nach Rückfrage stellte sich heraus, dass sie diese Printart eingestellt haben. Gibt es sonst einen Hörbuchverlag on Demand? Im Internet habe ich nur einen einzigen gefunden, der erst in den Kinderschuhen steckt. dozey:
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Re:

von margit (14.09.2010, 13:35)
Danke Anna! :D
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Re:

von Artus (14.09.2010, 18:03)
Hallo und willkommen! welcome:

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Re:

von margit (14.09.2010, 19:37)
Hallo Artus,

mei, ist dein Smyli süß!!! Wo gibts denn solche? Bin ein großer Smylifan! zwinker::
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Re:

von Anna Dorb (15.09.2010, 21:50)
Danke auch Dir Artus,

schade finde ich nur, dass Dein Buch ausschließlich für Männer gedacht ist :wink:
Oder ist das ein Trick, dass ich auf Deine homepage schaue?
Werd mal um die Ecke linsen...

Schöne Grüße
Anna
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