Kritik

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Komparsenwelt
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Kritik

von Komparsenwelt (10.04.2007, 19:07)
Bevor ich meine Kritik an die Frau / Mann bringe, auch ein LOB an BOD. Die Begeleitung von bod bis zur Geburt des Buches ist sehr lobenswert.

Negativ finde ich, das BOD den Eindruck erweckt das die Bücher, direkt im Buchhandel zu kaufen sind, was aber nicht der Fall ist, sondern das die Bücher nur bestellbar sind.

Wer also hofft sein Buch in einem Buchhandel zu sehen, den muss ich enttäuschen. Ich habe diverse Buchhandlungen angesprochen: Bücher von BOD werden nicht in das Programm aufgenommen. Es heisst ja nicht umsonst "books on Demand (Bücher auf Bestellung)".

Mein Vorschlag meine Bücher auszulegen und erst beim Verkauf entsprechend über mich abzurechnen, waren nur 2 kleine Buchhandlungen zu bewegen (kurzfristig).

Mich hat diese Tatsache sehr enttäuscht!! :cry: Kann mir denken das BOD so explizit dies nicht erwähnt.

Wer andere Erfahrungen gemacht hat oder ähnliche Meinung hat, nur zu.

Gruß
Komparsenwelt

diekert
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Re:

von diekert (10.04.2007, 23:09)
Meiner Meinung müsste es besser geregelt werden. Das Problem, dass die Buchhandlungen haben, sie verkaufen die Bücher wahrscheinlich nicht. Normaler Weise können die an die Großhändler (wie Libri) zurückgesedet werden. Bei BoD ist das so eine Sache, Gedruckt ist Gedruckt. Man sollte eine möglichkeit finden, dass aktraktiver für den Buchhandel zu mache. Dann wäre die Resonanz auch "besser". Nicht das jede Buchhandlung das dann haben würde, aber das es für Buchhandlungen "möglich" wird ohne großen Verlust zu fahren

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wgbajohr
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Re:

von wgbajohr (11.04.2007, 16:52)
Hallo!
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist es inzwischen möglich, dass Buchhändler auch BoD-Bücher zu den üblichen Bedingungen ohne Probleme zurückreichen können. Offensichtlich hat sich das aber noch nicht herumgesprochen. Schaut doch einmal bei BoD "Die Funktion des Barsortiments" hinein:
http://www.bod.de/fileadmin/bod_de/pdfdats/GZW_Barsortiment.pdf
wgbajohr
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Etwas beeinflussen zu können heißt, dafür verantwortlich zu sein
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Komparsenwelt
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Alles schön und gut...

von Komparsenwelt (11.04.2007, 17:07)
.. es gibt mehr als 200 tausend Bücher z.B. im Sternverlag in Düsseldorf, ich kann mir nicht vorstellen das die alle gefragt sind. Ich habe Bücher in Buchhandlungen gefunden und nicht durch Marketing der Buchhandlung. Wie kommen die Bücher in die Buchhandlungen, die nicht bei BOD gelistet sind? Laut Sternverlag - hab ne Bibliothekarin gefragt - werden die Bücher beim Verlag bestellt und bezahlt. Warum also nicht auch BOD Bücher? Nur weil es heisst "Bücher auf Bestellung"? :cry:

Ich bin davon überzeugt das einige Bücher bei BOD erst "gefunden" werden, wenn diese in der Buchhandlung ausliegen würde.

Meine Meinung.

Gruß
Martin

diekert
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Re:

von diekert (11.04.2007, 17:09)
Auch das Barsortiment funktioniert nicht, da Libri das nur mit einer guten Position auf gut dünken einkauft. Aber sobald die Rechnung bezahlt ist, wird es von BoD nicht zurückgenommen. Unter keinen Umständen. Ich habe im Buchhandel gearbeitet und mich auch damit beschäftigen müssen. Das ist leider immer noch realität. Libri mag es auch nicht gern auf solchen Büchern sitzen zu bleiben. Bei Libri werden 80% bestellt. Wenn Libri und BoD nicht mal eine Lösung finden, dann kann es sich nicht verbessern.

Zeitipower
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Re:

von Zeitipower (11.04.2007, 17:53)
ich denke eher man hat es wieder einmal mit voruteilen zu tun, a la "BOD - kann man das essen?" sprich: vmtl. haben die Buchhandlungen ihre Stammverlage und denken in keinster Weise daran unkonventionelle neue Wege zu gehen - oder gar bei einem ihnen eher unbekannten Verlag zu bestellen.

Man könnte ja auch eine spezielle BOD-Buchhandlung eröffnen *g* Das ist eine Marktnische.

Komparsenwelt
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Die Idee...

von Komparsenwelt (11.04.2007, 17:55)
hatte ich schon. :D

Aber ich kenne mich auf diesem Gebiet nicht im geringsten aus.

Dagmar R. Rehberg
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Re:

von Dagmar R. Rehberg (16.04.2007, 10:57)
Hallo,
ich kann mich der Kritik nicht anschließen, da BoD nur verspricht, dass die Bücher im Buchhandel erhältlich (!) sind. Das bedeutet nicht, dass sie dort auch ausliegen. Wie auch, BoD kann ja nicht 80.000 Buchhändler im Land verpflichten, die Bücher auf eigene Kosten zu bestellen. Der Grund, warum der Buchhandel selbstverlegte Bücher nur sehr ungern nimmt ist einfach: Bücher auf eigene Kosten herstellen lassen kann jeder und wenn er noch so schlecht ist. Bücher von Publikimsverlagen sind alle lektoriert und von Fachleuten auf ihre Verkäuflichkeit geprüft. Trotzdem landen die auch immer wieder Flops. Selstverlegte Bücher haben keinerlei Qualitätsprüfungen und werden daher auch nur in Ausnahmefällen von Buchhändlern ins Programm genommen. Zudem sind diese Bücher im Verhältnis auch sehr teuer. Wer Bücher selbst finanziert muss sich darüber klar sein, dass der Vertrieb mühevoll ist und der Erfolg gering. Trotzdem sollte sich niemand entmutigen lassen. Das kann ich nur aus eigener Erfahrung sagen. Wer nichts wagt, kann auch nicht irgendwann "entdeckt" werden. :wink:

Komparsenwelt
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Re:

von Komparsenwelt (16.04.2007, 12:48)
ich kann mich der Kritik nicht anschließen, da BoD nur verspricht, dass die Bücher im Buchhandel erhältlich (!) sind. Das bedeutet nicht, dass sie dort auch ausliegen

Das Wort "erhältlich" ist allerdings sehr schwammig wie ich finde. Wenn ich zum Bäcker gehe, sind meine Brötchen auch erhältlich. :roll:

Ist Auslegungssache...

Es erweckt jedoch den Eindruck, das "sein" Buch im Buchhandel ausliegt.[/b]

herby

Re:

von herby (16.04.2007, 14:53)
Wenn man sich überlegt, wieviel Bücher auf dem Markt sind, allein bei Amazon sind fast 1 Mio gelistet, dann weiss man auch, dass keine Buchhandlung alle Bücher vorrätig haben wird, dies gilt nicht nur aber insbesondere natürlich für alle NONAMES, egal in welchem Verlag sie veröffentlichen.
Es sei denn, der Verlag hat das Geld ein Buch extrem zu pushen. Der Weg zum Buch führt immer mehr über Bestellungen. Das merke ich bzw. mein Verlag auch bei den Büchern, die in einer Auflage von mehreren tausend gestartet werden.
Gruss
herby

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.04.2007, 20:58)
Hallo,

Komparsenwelt hat geschrieben:
Das Wort "erhältlich" ist allerdings sehr schwammig wie ich finde. Wenn ich zum Bäcker gehe, sind meine Brötchen auch erhältlich. :roll:

Ist Auslegungssache...



Wo ist das Auslegungssache? Wenn du dich auf ganz bestimmte Broetchen versteifst, sind die zwar vermutlich auch bei einem Baecker erhaeltlich, bleibt nur die Frage, bei welchem.

In der Hinsicht sieht es bei BoD-Buechern sogar besser aus, weil sie prinzipiell jeder Buchhaendler liefern kann.

Dass BoD davon ausgeht, dass jeder Autor selbst fuer seine Buecher wirbt, wird nach meinem Verstaendnis von BoD selbst sehr deutlich gesagt.

Beste Gruesse,

Heinz.

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hawepe
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Re:

von hawepe (16.04.2007, 21:09)
Hallo,

Dagmar R. Rehberg hat geschrieben:
Der Grund, warum der Buchhandel selbstverlegte Bücher nur sehr ungern nimmt ist einfach: Bücher auf eigene Kosten herstellen lassen kann jeder und wenn er noch so schlecht ist. Bücher von Publikimsverlagen sind alle lektoriert und von Fachleuten auf ihre Verkäuflichkeit geprüft. Trotzdem landen die auch immer wieder Flops. Selstverlegte Bücher haben keinerlei Qualitätsprüfungen und werden daher auch nur in Ausnahmefällen von Buchhändlern ins Programm genommen.


Mit der Qualitaetspruefung bei den klassischen Verlagen sieht es zwar auch nicht mehr so gut aus, aber im Prinzip stimmt diese Beschreibung leider.

Man braucht sich nur einmal selbstkritisch eine groessere BoD-Titel (und das will ich keineswegs auf Norderstedt beschraenkt wissen), um das kalte Grausen zu bekommen.

Einen grossen Teil der Titel merkt man das Engagement der Autoren an - aber auch nicht mehr. Schriftstellerisch bewegen sie sich auf niedrigem Niveau, Rechtschreibung und Grammatik sind eine Katastrophe, die Typographie ist eine Zumutung.

Ich erstelle manchmal fuer Kunden druckfertige PDF-Dateien. Was ich geliefert bekomme, ist nach meinem Verstaendnis meistens gerade einmal Rohmaterial, aus dem ein Buch werden koennte., Doch die Auftraggeber sind der felsenfesten Ueberzeugung, ihre Word-Dateien braeuchten nur noch in PDF-Dateien umgewandelt werden, um dann gleich in den Druck gehen zu koennen.

Das Qualitaetsbewusstsein halte ich deshalb derzeit fuer einen der groessten bremskloetze bei der Weiterentwicklung von BoD zu einem ernsthaften Faktor auf dem Buchmarkt. Einen Loesungsansatz kenne ich allerdings auch (noch) nicht.

Beste Gruesse,

Heinz.

Dagmar R. Rehberg
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Re:

von Dagmar R. Rehberg (17.04.2007, 07:29)
Hallo,

genau das Problem sehe ich auch. Leider glauben viele Leute, nur weil sie in der Schule gelernt haben, Buchstaben aneinanderzureihen, können sie auch Bücher schreiben. Weit gefehlt. Schriftstellerei ist ein Handwerk, das gelernt werden muss. Zu viele "Autoren" missachten das jedoch. Es gibt Unmengen von Leuten, die sich für "Schriftsteller" halten (oft ohne zu wissen, was Schriftsteller eigentlich sind, nämlich Autoren, die ihren hauptsächlichen Broterwerb durch die Schriftstellerei betreiben). Die Verlage werden überschwemmt mit unangeforderten Manuskripten, die oft von schlechter Qualität sind. So wird meiner Meinung nach den wirklich guten Leuten die Chance genommen, denn ich bezweifle, dass die Lektoren in den Verlagen noch die Muße haben, die Spreu vom Weizen zu trennen.
Auch ich lektoriere viele Texte und auch mit läuft es manchmal kalt den Rücken herunter beim Lesen. Leider ist es aber auch so, dass sich Fehler einschleichen, wenn man keinen Lektor hat. Ich habe meine Bücher auch allein hergestellt, zwar von anderen lesen lassen, aber es haben sich auch einige Fehler eingeschlichen, die ich auch nach dem 20 Mal Durchlesen nicht gefunden habe. Man wird leider betriebsblind. Aber es macht nun einmal einen schlechten Eindruck auf den Leser.

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hawepe
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Re:

von hawepe (17.04.2007, 09:14)
Hallo,

Dagmar R. Rehberg hat geschrieben:
Die Verlage werden überschwemmt mit unangeforderten Manuskripten, die oft von schlechter Qualität sind. So wird meiner Meinung nach den wirklich guten Leuten die Chance genommen, denn ich bezweifle, dass die Lektoren in den Verlagen noch die Muße haben, die Spreu vom Weizen zu trennen.


Wobei man aber natuerlich sagen muss, dass die Bandbreite unter den Lektoren aehnlich gross wie unter den Autoren ist. Es gibt wohl wenige Bereiche in den Verlagen, in denen so gespart wird wie im Lektorat und Korrektorat.

Dagmar R. Rehberg hat geschrieben:
Auch ich lektoriere viele Texte und auch mit läuft es manchmal kalt den Rücken herunter beim Lesen. Leider ist es aber auch so, dass sich Fehler einschleichen, wenn man keinen Lektor hat. Ich habe meine Bücher auch allein hergestellt, zwar von anderen lesen lassen, aber es haben sich auch einige Fehler eingeschlichen, die ich auch nach dem 20 Mal Durchlesen nicht gefunden habe. Man wird leider betriebsblind. Aber es macht nun einmal einen schlechten Eindruck auf den Leser.


Das ist ein Problem, fuer das ich auch noch keine Loesung gefunden habe. Professionelle Lektoren/Korrektoren sind so teuer, dass man sie sich nicht leisten kann, und Freunde und Bekannte aus unterschiedlichen Gruenden mehr oder weniger ungeeignet.

Also bleibt man nur selber. Aber je haeufiger man sein eigenes Werk gelesen hat, desto schwerer findet man Fehler. Die besten Erfahrungen habe ich noch gemacht, wenn ich mir das Manuskript unterschiedlich formatiert ausdrucke. Dann schaue ich doch etwas genauer beim Korrekturlesen hin.

Die Silbentrennung kann man ohnehin erst ganz zum Schluss sinnvoll kontrollieren. Am besten geht es, wenn man dazu nur einfach die Zeilenenden mit den Augen scannt.

Das nur so als Ergaenzung. Ausfuehrlicher muesste man es wohl in einem gesonderten Thread abhandeln.

Beste Gruesse,

Heinz.

Dagmar R. Rehberg
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Re:

von Dagmar R. Rehberg (17.04.2007, 13:19)
Hallo,

das mit dem Sparen bei den Lektoren in den Verlagen ist wohl leider nicht ganz verkehrt. Gerade lese ich ein Buch, das zwar inhaltlich vertretbar, stilistisch jedoch vollkommen unausgereift ist. Vor kurzem habe ich eine Anthologie mit Kurzgeschichten erwischt, deren Ende jeweils nach wenigen Zeilen zu erahnen war. Nicht gerade spannend! Da fragt man sich doch manchmal, nach welchen Kriterien eigentlich Texte ausgewählt werden.
Danke für den Tipp mit dem unterschiedlichen Formatieren von Manuskripten zum Korrekturlesen. Das werde ich auf jeden Fall probieren!

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