Risikofaktor Mutter - Psychische Gewalt und ihre Folgen

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SandraR
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Re:

von SandraR (31.10.2010, 14:22)
Das psychische Gewalt genau so schlimm ist wie körperliche Gewalt wird gerne ignoriert. Insofern ist es enorm wichtig darauf hinzuweisen.

Subtile psychische Gewalt geht nun mal gerne von den Müttern aus.

Viel Glück mit deinem Buch.
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Jacqueline Ehmke
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Re:

von Jacqueline Ehmke (31.10.2010, 14:28)
Liebe Katja,

es kann gar nicht genug über dieses Thema veröffentlicht werden. Die Zeit ist überreif!
Betroffene von (sexualisierter) Kindesmisshandlung sind im Moment dabei sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen.
In Berlin war gerade ein Kongress , der von Wildwasser und Tauwetter einberufen wurde. Dieser Kongress stand unter dem treffenden Motto
Aus-unserer-Sicht
Also gemeint war damit aus der Sicht von Betroffenen.
Endlich! Aus der Sicht von Betroffenen.

Wer nicht selbst betroffen ist, kann den Ansatz deines Buches vielleicht nicht ganz nachvollziehen.
Es wird natürlich kein Elternratgeber für frisch gebackene Eltern sein. Davon gehe ich jetzt hier mal aus, obwohl ich dein Buch nicht kenne....

Es soll sicherlich die Umgebung der Kinder schulen, sensibilisieren hinzuschauen, nicht wegzusehen.
Lehrer, Nachbarn, Verwandte, Freunde, Kinderärzte!!!

Und den Mut haben der subjektiven Wahrnehmung mehr Bedeutung beizumessen. Denn die Kinder können sich selbst nicht schützen, sie sind ihren Eltern ausgeliefert, auf diese angewiesen.

Und ich bemerke hier noch zum Schluss, das jeder Mensch der wegschaut ein Mittäter ist. Auch die Mutter, die sich nicht traut gegen den Vater Stellung zu beziehen um ihr Kind vor ihm zu schützen.
Sie ist schuldig! Mittäterin!

emotionale Grüße

Jacqueline Ehmke
Nichts ist statisch

www.joe-hundeschule.de
(wo es auch zu meinen Büchern geht)

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MarkusGronotte
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Re:

von MarkusGronotte (31.10.2010, 15:08)
Ich habe gerade mal über "Blick ins Buch" in das Buch reingelesen. Meiner Meinung nach gehört dieses Buch zu dieser Sorte Büchern, die eigentlich zur Pflichtlektüre im Schulunterricht gehören sollte, damit insbesondere auch Kinder selbst die Möglichkeit haben zu erkennen, wann ihre Eltern Dreck sind, und um zu erkennen wann man sich z.B. an ein Jugenamt wenden sollte, um eine Dauerhafte Trennung von den Eltern zu erreichen. Insbesondere auch für Kinder von streng religiös verblenteten Eltern sinnvoll.

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KatjaA
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Re:

von KatjaA (31.10.2010, 16:29)
Hallo Markus und Weltverbesserer!

Erstmal ganz herzlichen Dank für die tollen Feedbacks und dir ,Weltverbesserer" auch nochmal Danke für den Verbesserungsvorschlag.
Als ich das Buch endlich in den Händen hielt und es noch einmal durchgelesen habe, hatte ich auch das Gefühl: Da geht noch mehr!!
Vielleicht kommt ja ein Teil 2 des Buches. Ich hoffe einfach, dass ich viele Zuschriften von Lesern / Betroffenen bekomme, um damit dann einen 2. Teil zu schreiben - einfach um anderen Betroffenen klar zu machen: Ihr seid nicht allein!

Das Buch ist zwar ein Sachbuch aber auch ein Teil Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Ich musste leider aber auch schon feststellen, wie schwierig es ist, mit diesem Thema bei der Presse zu landen :-((

Ich bin sehr unsicher, ob ich mit diesem Thema eine Lesung mache, z.B. bei Thalia. Was meint Ihr?

Lieben Gruß,
Katja

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weltverbesserer
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Re:

von weltverbesserer (31.10.2010, 16:49)
KatjaA hat geschrieben:
Ich bin sehr unsicher, ob ich mit diesem Thema eine Lesung mache, z.B. bei Thalia. Was meint Ihr?


Alles, was du Dir zutraust - und noch ein bisschen mehr ;-)
Ich bin mir sicher, dass du immer irgendwo auf interessierte Ohren stoßen wirst (in Großstädten noch eher als auf dem Land).

Teil 2 klingt wie: Kaufs dir dazu.
Eine zweite, erweiterte und ausführliche Ausgabe mit Hardcover wäre mir als potentieller Leser lieber. Ich glaube, ein Buch wirkt erst dann authentisch, wenn es von jemandem geschrieben wurde, der dieses Thema nicht nur aus Büchern kennt, sondern selbst darunter gelitten hat. Ein Pluspunkt, den niemand gern erwirbt ;-)
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
-Albert Einstein
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mtg
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Re:

von mtg (31.10.2010, 19:30)
Hallo Katja,

Da hast Du Dich einem sehr wichtigen und aktuellen Thema gewidmet. Mit Vorstellung und Blick ins Buch kann ich mich aber des Eindrucks nicht erwehren, es handele sich hier um eine - wie sagt man so schön - »eierlegende Wollmilchsau«. Das Buch will offensichtlich all-in-one sein: Biographie, Fallbeschreibung, Sachbuch und psychologisches Fachbuch. Und dann wendet es sich noch an Fachleute und an Opfer. Das wäre mir eigentlich ein bisschen zuviel ... für in dem Fall relativ schlanke 120 Seiten.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich eine Vermischung von Sachbuch und Biographie für so glücklich halten soll ... letztlich fehlt für das Sachbuch die Distanz des Autors und für die Biographie das Zulassen der nötigen emotionalen Nähe. Das ist ein Zwiespalt, der in meinen Augen mehr Glaubwürdigkeitsprobleme erzeugt, als er lösen kann.

Dass viele Kapitel mit z.T. sehr plakativen Überschriften auf gerade mal ein, zwei oder drei Seiten (bei recht großer Schrifttype) abgehandelt werden, empfinde ich auf den ersten Blick als eine oberflächliche Beschäftigung mit dem Thema. Wenn es als Einstieg ins Thema gemeint sein soll, mag das richtig sein - aber ob es den selbst gestellten hohen Anspruch tatsächlich erfüllt, muss sich erweisen.

Wenn's klappt, ist es gut.

julia07
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Re:

von julia07 (31.10.2010, 22:24)
Liebe Katja,

sowohl den Buchtitel als auch deine Zweifel kann ich bestätigen thumbbup

Wenn man sein Baby endlich auf den Weg gebracht hat, folgen umgehend die ersten Zweifel und meistens gehen die ins Uferlose, sobald man den ersten Fehler gefunden hat cheezygrin

Was das Buchthema angeht, bin ich voll bei Dir, auch wenn klar ist, dass natürlich auch die Väter davon betroffen sind. Mütter sind aber aus zwei GRünden noch eine bisschen mehr betroffen, denn erstens verbringen sie meistens mehr Zeit mit den Kindern und zweitens haben sie biologisch gesehen eine noch festere Bindung an ihre Kinder, als die Väter.

Ich denke ich kann behaupten, dass meine Mutter das Leben von mir und meinem Bruder ganz schön versaut hat. Von mir aus kann man ruhig einmal auf diese Problematik hinweisen thumbbup

LG,
JUlia

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hawepe
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Re:

von hawepe (01.11.2010, 08:27)
Hallo Katja,

KatjaA hat geschrieben:
Ich bin sehr unsicher, ob ich mit diesem Thema eine Lesung mache, z.B. bei Thalia. Was meint Ihr?


Du solltest dich dann zumindest auf heftigen Gegenwind einstellen. Ob das für dich psychischer Stress wäre und wie er dich belasten würde, kannst nur du einschätzen.

Beste Grüße

Heinz

sichersicher
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Habe mir heute das Buch bestellt

von sichersicher (02.12.2010, 13:58)
Hallo Katja,

vor ein paar Tagen habe ich bei amazon Ihr Buch entdeckt; es liegen leider noch keine Rezensionen vor und habe bis heute überlegt, ob ich es mir kaufe. Heute habe irgendwo gelesen, dass es schon vergriffen sein soll.

Ich bin gespannt, wie es ist und ob Sie bei mir "anecken" ;-)

Leider bin ich sowieso schon seit Jahrzehnten der Meinung, dass Frauen schuld sind am Leid "der Welt"!

Nicht nur Frauen gucken weg oder zu, wenn ihre Kinder von irgendwem vergewaltigt, mißbraucht oder mißhandelt werden.
Frauen sind sehr oft Täterinnen, aber sie können es wie Männer eben auch gut von sich schieben, verdrehen und dem anderen die Schuld zu schieben. Immer tun sie so, als wären sie die armen Opfer... sind sie nicht, sie sind perverse, gefährliche Täterinnen.

Bevor ich mich all zu sehr auslasse und Groll auf mich ziehe, schließe ich damit und wünsche viel Glück beim Kauf Ihres Buches.

sichersicher

sichersicher
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Re:

von sichersicher (02.12.2010, 14:05)
SandraR hat geschrieben:
Das psychische Gewalt genau so schlimm ist wie körperliche Gewalt wird gerne ignoriert. Insofern ist es enorm wichtig darauf hinzuweisen.

Subtile psychische Gewalt geht nun mal gerne von den Müttern aus.

Viel Glück mit deinem Buch.


Psychische Gewalt ist schlimmer. Das Schlagen kann man vielleicht irgendwann vergessen, aber das Eintrichtern von Worten in die Psyche, in den Kopf bleibt ewig bestehen.

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weltverbesserer
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Re:

von weltverbesserer (02.12.2010, 14:21)
Wenn Eltern körperliche Gewalt gegenüber ihrem Kind ausüben ist das auch eine psychische Belastung. Sind Schläge nicht immer erniedrigend?
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.

-Albert Einstein

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sichersicher
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Worte sind genauso erniedrigend

von sichersicher (02.12.2010, 20:53)
weltverbesserer hat geschrieben:
Wenn Eltern körperliche Gewalt gegenüber ihrem Kind ausüben ist das auch eine psychische Belastung. Sind Schläge nicht immer erniedrigend?


dummerweise lieben die Kinder diese bösartigen, perversen, sadistischen Eltern trotzdem.
leider lernen viele "Opfer" aus ihrer schrecklichen Kindheit nichts und geben es weiter.

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sasi
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Re:

von sasi (03.12.2010, 00:52)
Hallo Katja,

ich finde genau wie MTG, die Mischung zwischen Sachbuch und Biografie kritisch.

Allerdings finde ich das Thema ausgesprochen interessant und auch überaus wichtig.

Betroffene sind leider meist keine objektiven Ratgeber (eben wegen der hohen Emotionalität, Thema: Genetischer Fehlschluss).

Du kannst z.B. als Dipl. Psych. ja auch schizophrene Klienten behandeln/weitervermitteln ohne selber (und auch hoffentlich) schizophren zu sein.

Wie würde dein Buch denn als Sachbuch bei Fachkollegen ankommen?
Wäre es als Biografie genügend emotional/authentisch?

Ich kann es aber nicht wirklich beurteilen, da ich das Buch (noch) nicht gelesen habe.

Trotzdem habe ich eine relativ positive Einstellung dir und deinem Buch gegenüber (auch aufgrund der Leseprobe). Was sich aber nicht rational erklären lässt, aber es muss ja auch nicht immer unbedingt alles rational sein, es gibt ja auch mittlerweile gut validierte Studien zum Thema: Bauchgefühl. :D

Ach ja, ich würde die Lesung machen! Versuch macht kluch. cheezygrin
Und ich denke, dass du damit einen Nerv treffen könntest, wenn du es dir denn zutraust!


Liebe Grüße
Sasi

sichersicher
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Re:

von sichersicher (04.12.2010, 15:38)
sichersicher hat geschrieben:
SandraR hat geschrieben:
Das psychische Gewalt genau so schlimm ist wie körperliche Gewalt wird gerne ignoriert. Insofern ist es enorm wichtig darauf hinzuweisen.

Subtile psychische Gewalt geht nun mal gerne von den Müttern aus.

Viel Glück mit deinem Buch.


Psychische Gewalt ist schlimmer. Das Schlagen kann man vielleicht irgendwann vergessen, aber das Eintrichtern von Worten in die Psyche, in den Kopf bleibt ewig bestehen.


Mein vorab Eindruck von dem Buch.

Erstmal sind es zuviele Wiederholungen, was im Vorwort und im weiteren Text steht.

Dann erinnert mich das Buch sehr stark an: "Die Masken der Niedertracht" von M.-F. Hirigoyen. Wie abgeschrieben.

Bin zwar noch nichtmal bei der Hälfte angelangt und doch sehe ich keine eigenen Gedanken.

Tut mir furchtbar Leid, aber das Buch ist nicht das, was ich erhofft habe.

Im gleichen Verlag wurde veröffentlicht: "Das Mutter(un)tier.... Mütter als Täterinnen, vielleicht gibt das mehr her, als ich eh schon weiß.

Und dazu muss ich nicht an der Uni Psychologie studiert haben.
Mir reicht das wahre, reale Leben als Studium vollkommen aus, um zu wissen, wie es auf der Welt und mit den Menschen zugeht.

Gruß

sichersicher

sichersicher
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zur Borderline-Störung

von sichersicher (04.12.2010, 18:42)
Borderline gilt schon lange nicht mehr als die Grenze zwischen Neurose und Psychose UND Borderliner verfallen in Psychosen.
Dass eine "Psychologin" sowas schreibt, ist ja echt der Renner...
mir gefällt das Buch ganz und gar nicht! Leider muss ich das sagen.

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