Vernetzung durch Blogs

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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hawepe
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Re:

von hawepe (17.11.2010, 13:46)
Hallo Siegfried,

Siegfried hat geschrieben:
Richtig ist aber auch: Wer sich ausschließlich privat im Internet bewegt, benötigt kein Impressum.


Die vorherrschende Lehrmeinung geht allerdings davon aus, dass kaum eine Homepage im strengen Sinne des Wortes privat ist.

TMG hat geschrieben:
§ 5 Allgemeine Informationspflichten
(1) Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige,


Im Gesetz heißt es leider nicht geschäftliche, was eindeutig wäre, sondern geschäftsmäßige. Die Mehrheit der Juristen geht davon aus, dass diese Formulierung bewusst gewählt wurde, um den Kreis der Betroffenen auszudehnen.

RStV hat geschrieben:
§ 55 RStV RStV,NI - Informationspflichten und Informationsrechte

(1) Anbieter von Telemedien, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen,


Soweit ich die juristische Diskussion verfolgt habe, deckt das praktisch nur Homepages ab, auf denen z.B. die Fotos der letzten Familienfeier online gestellt werden, damit Freunde und Bekannte sie sich bequem anschauen können, oder eben so weltbewegende Dinge wie den Speiseplan dieser Woche oder die nächsten Urlaubspläne informiert wird.

Wird dagegen "Meinung gemacht", ist es danach bereits keine private Seite mehr. Dazu reicht dann bereits eine Buchrezension aus.

Geschäftsmäßig sind auch alle Homepages, auf denen Werbung geschaltet wird, also z.B. auch die beliebten Jimdo-Autorenseiten.

(2) Anbieter von Telemedien mit journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten,


Wie gesagt, dazu reicht schon eine Buchrezension.

Einen Sonderfall stellen derzeit Blogs dar, da hier die Abgrenzung zwischen einer rein privaten Webseite, einer Webseite mit journalistisch-redaktionellem Inhalt und einer geschäftlich genutzten Webseite nicht geklärt ist.


Das ist aber mehr das Wunschdenken einiger Blogger. Gerade Blogs wollen in der Regel Meinungen verbreiten, sind also journalistisch-redaktionell orientiert.

Es wird allgemein empfohlen, zumindest Name und Anschrift zu nennen. Webmastern wird zusätzlich geraten, eine E-Mail-Adresse zu nennen.


Das hilft im Falle eines Falles allerdings gar nichts.

Wer einen Blog führt, der Inhalte zur allgemeinen Meinungsbildung aufweist und nicht auf einen begrenzten Nutzerkreis beschränkt ist (Zugang mit Passwort), ist impressumspflichtig.


Dass ein Impressum überflüssig ist, wenn eine Homepage (und dazu gehört auch ein Blog) ausschließlich über einen passwortgeschützten Zugang zugänglich ist, sollte logisch sein. Zum einen wäre dann auch das Impressum nicht zugänglich und zum anderen hat die Homepage dann nach außen keinen Inhalt bzw. wird nicht einmal dargestellt.

Beste Grüße

Heinz

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Heiner
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Re:

von Heiner (17.11.2010, 15:59)
Hallo hawepe,

sag ich ja cheezygrin

Grüße

Heiner

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