Kennzeichnungspflicht von Webinhalten ab 2011

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Dark Passion
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Re:

von Dark Passion (30.11.2010, 16:49)
Den Jugendschutzbeauftragten brauchen "nur" gewerbliche Seiten.

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hawepe
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Re:

von hawepe (30.11.2010, 16:57)
Hallo Sandra,

SandraR hat geschrieben:
Lieber Heinz, es reicht dass die Webseite auf Island ist und nur Deutschland kennt eine Impressumspflicht und nur Deutsche würden da auch noch die Wahrheit hinschreiben!


Okay, wer seine Website betreibt, um die Welt an den Erlebnisse seiner Katze Mienchen teilhaben zu lassen, kann natürlich auf jedes Impressum verzichten.

Die meisten Autoren wollen aber Werbung für ihr Buch machen, manche bieten zudem noch Dienstleistungen rund um Bücher an.

Zudem kannst du ja gerne mal versuchen, bei der DENIC eine de-Domain zu registrieren, ohne eine Anschrift in Deutschland anzugeben.

Wie gesagt, für belanglose Hobby-Seiten stellt das natürlich alles kein wirkliches Hindernis dar, aber diese Homepage-Betreiber sind eigentlich nicht die Zielgruppe dieses Forums.

Die Leute sind ja wirklich naiv genug brav Wahrheiten hin zu schreiben!


Wie gesagt, für Spielerchen okay, aber viele wollen da auf die eine oder andere Weise auch Geschäfte machen.

Es gibt noch keine Direktiven, aber es wird schon wild spekuliert!


Klar kann man sagen, was interessiert mich mich das Geschehen rings um mich herum, bloß sollte man dann hinterher auch gefälligst die Schnauze halten, wenn es schief geht, anstatt dann zu greinen.

Macht es ab 0 Jahre und freud Euch falls ein Bebie schon Eure Webseiten lesen kann cheezygrin


Wie ebenfalls schon mal gesagt, du sitzt im Sicheren und kannst deshalb leicht Tönen, die meisten leben aber in Deutschland und sollten sich lieber nicht auf deine gefährlichen Tips einlassen. Verkehrte Altersangaben, so die Meinung von Rechtsanwälten (Quellen bitte selbst ergooglen), sind auf jeden Fall die schlechteste Variante. Wer falsche Angaben macht, kann hinterher nicht einmal mehr mit dem Argument kommen, nie etwas von dem JMStV gehört zu haben.

Beste Grüße

Heinz

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hawepe
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Re:

von hawepe (30.11.2010, 17:07)
Hallo Dark Passion,

Dark Passion hat geschrieben:
Den Jugendschutzbeauftragten brauchen "nur" gewerbliche Seiten.


Wo steht das? Ich finde Entsprechendes nämlich im neuen JMStV nicht.

Beste Grüße

Heinz

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Dark Passion
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Re:

von Dark Passion (30.11.2010, 17:11)
Information von meinem Provider, der auch Seiten mit jugendgefährdenden Inhalten betreut.

Das ist übrigens auch ein weiteres Problem von diesem Scheiß:
Keine genauen Definitionen.

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hawepe
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Re:

von hawepe (30.11.2010, 17:19)
Hallo Dark Passion,

Dark Passion hat geschrieben:
Information von meinem Provider, der auch Seiten mit jugendgefährdenden Inhalten betreut.


Ich würde auf den Entwurf des JMStV zurückgreifen. Einen gut aufbereiteten Vergleich des Ist- und des Soll-Zustandes findet sich unter http://wiki.piratenpartei.de/Jugendmedi ... tVersusNeu

Das ist übrigens auch ein weiteres Problem von diesem Scheiß:
Keine genauen Definitionen.


Die Zeitschriftenverleger sowie Fernseh- und Rundfunkanstalten haben nun einmal fleißig mitgeschrieben. Schließlich wollen sie weiterhin ihre Botschaften ungehindert unter das Volk bringen können. So sind sie zum einen weitgehend von den Vorschriften ausgenommen und müssen zum anderen nicht bangen, ihre Seiten plötzlich mit Altersbeschränkungen versehen zu müssen.

Beste Grüße

Heinz

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Dark Passion
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Re:

von Dark Passion (30.11.2010, 17:23)
Du, ich weiß wie dieser Piss (sorry für meine Ausdrucksweise) zustande gekommen ist und was da in Wahrheit hintersteckt...

Ich persönlich stehe jetzt vor der Wahl:
1. HP komplett dichtmachen,
2. alles ins Ausland verlagern,
3. über GeoIP für Deutschland sperren lassen.

büchernarr

Re:

von büchernarr (30.11.2010, 17:28)
Folgt dem Tipp von Sandra, wandert aus nach Island.
:twisted:

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Dark Passion
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Re:

von Dark Passion (30.11.2010, 17:30)
Zugang für Deutschland sperren ist viel lustiger und sicherer.

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (30.11.2010, 18:02)
Und in 5 Jahren?
Dann werden wohl selbst Zeitungsartikel mit einer entsprechenden Altersangabe versehen und der Zeitungsbote paßt auf, wer die Artikel liest. Natürlich erst nach vorheriger Ausweiskontrolle.

Was sind wir Deutschen doch für ein komisches Volk. :twisted:
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
http://www.romanzeit.de
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (30.11.2010, 18:12)
Nicolas Fayé hat geschrieben:
Was sind wir Deutschen doch für ein komisches Volk. :twisted:

Typisch deutsch eben.
Wobei "typisch deutsch" sagen typisch deutsch ist.

Ich geh jetzt auf die Straße, wer kommt mit?

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (30.11.2010, 18:32)
hawepe hat geschrieben:
Die Probleme setzen vielmehr an der zukünftig vorgeschriebenen Altersfreigabe an. Alle Inhalteanbieter sollen danach selbst einschätzen, für welche Altersgruppen ihr Angebot gefährlich sein könnte, wobei als Grenzen möglich sind: 0 Jahre, 6 Jahre, 12 Jahre, 18 Jahre.

Bei Freigabe ab 18 Jahre ist eine Altersverifikation zwingend vorgeschrieben, wenn die Seiten nicht nur in den Nachtstunden zugänglich sind.

Bei den anderen Altersstufen soll die Aufgabe der Freischaltung eine clientseitige Software übernehmen, die es bislang aber noch nicht gibt. Diese Selbsteinstufungen der Anbieter dürfen von Prüforganisationen und Gerichten überprüft werden. Natürlich darf die Prüfung auch an entsprechende Organisationen übertragen werden, was aber natürlich Geld kostet.


Das erinnert mich fatal an dieses merkwürdige Gesetz, wonach Webseiten-Inhalte in der Deutschen Nationalbibliothek hinterlegt werden sollen. Das Gesetz ist nun auch schon ein paar Jahre alt - wie dieses Hinterlegen technisch erfolgen soll, ist aber bis heute völlig unbekannt.

Hier scheint sich wieder so ein Gesetzes-Monster zu entwickeln, wo Politker voll an den Realitäten des wahren Lebens vorbeischrammen. Gut gemeint ist meistens schlecht gemacht! cheezygrin

Grüße
Siegfried

Nachtrag: Dieser Beitrag ist freigegeben ab 6 Jahren! cheezygrin cheezygrin cheezygrin
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Re:

von Dark Passion (30.11.2010, 18:39)
Jaaa, die Sache mit der Nationalbibliothek !

Da sieht man aber sehr schön:
Wird ein Gesetz von der MEHRHEIT nicht beachtet oder gar nicht erst eingehalten (ich habe bis heute keine Kopie oder was auch immer von meiner HP an die Nationalbiliothek geschickt), verlieren die Verantwortlichen sehr schnell das Interesse an der Durschsetzung, weil es u.a. zu viel Geld kosten würde und eine Verfolgung einfach zu aufwendig.

Ich hoffe mal das sich die Angelegenheit mit der Kennzeichnung ähnlich entwickeln wird...

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Axel
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Überregulierung

von Axel (30.11.2010, 19:51)
So etwas kann es auch nur in Deutschland geben. Als ob es nicht schon genug Vorschriften gäbe. Ich werde den Eindruck nicht los, dass die Freiheiten des Internets manchen Politikern unheimlich sind. Und dann wundern sie sich, wenn Fachkräfte das Weite suchen und sich lieber im Ausland niederlassen.
Wann kommt dann die FSK-Kategorisierung für Bücher? Das ist doch der nächste Schritt. Liberty dies by inches.

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Anti-Fehlerteufel
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Re:

von Anti-Fehlerteufel (30.11.2010, 21:38)
Hallo,

ein meiner Meinung nach interessanter Artikel zu dem Thema ist der Beitrag Lesepflicht für alle: 17 Fragen zum neuen JMStV auf t3n.de.
Besonders wichtig finde ich aber den Kommentar dazu von "ssb" vom 29.11.2010 um 21.47 Uhr, der einige Punkte des Artikels berichtigt und ergänzt.

Für Inhalte von Websites usw., die nicht erst als "frei ab 18" einzuordnen sind, ist der Aufwand demnach nicht so groß, sofern das geplante Jugenschutz-Label so umgesetzt wird wie von "ssb" dargestellt (Details sind unter dem gerade genannten Link zu finden, das dort wiederum verlinkte pdf-Dokument ist leider sehr technisch).
Demnach sollen von den freiwilligen Selbstkontrolle-Vereinigungen Online-Fragebögen bereitgestellt werden, nach denen - ohne pädagogisches Fachwissen besitzen zu müssen - jeder seine Web-Inhalte selbst klassifizieren kann.
Probleme kann es aber vermutlich bei Blogs u.Ä. geben, deren Nutzer keinen direkten Zugriff auf den Server haben, da eine Datei (age-de.xml - das oben erwähnte Jugenschutz-Label) erstellt und im Hauptverzeichnis der Website abgelegt werden müsste, die von Jugenschutzprogrammen ausgelesen werden kann.

Und auf die Kommentare in Blogs und Foren hat man natürlich in der Regel auch wenig Einfluss. Aber selbst hierfür hält der Staatsvertrag eine Lösung bereit: (Zitat, Auszug aus §5) "Der Nachweis, dass ausreichende Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, gilt als erbracht, wenn sich der Anbieter dem Verhaltenskodex einer anerkannten Einrichtung der freiwilligen Selbstkontrolle unterwirft"
Das kann zwar, muss aber nicht mit Kosten oder zumindest nicht mit hohen Kosten verbunden sein (laut dem oben genannten "ssb"). Demnach könne man so ein Verhaltenskodex auch unterzeichnen, ohne (zahlendes) Mitglied zu sein. (Als Beispiel der Verhaltenskodex der FSM; ob dessen Zeichnung hier kostenlos möglich ist, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis.)

Sicherlich bleiben noch einige Fragen ungeklärt, aber in den nächsten Wochen werden sicher noch viele Experten (echte wie selbsternannte) darüber streiten.
Wie die Realität aussehen wird, bleibt natürlich abzuwarten, da der Staatsvertrag ja noch nichtmal vollständig ratifiziert wurde und erst danach die technischen Möglichkeiten endgültig festgelegt werden können.

Gruß
Jörg

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Axel
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http://t3n.de/news/neuer-jmstv-286977/

von Axel (30.11.2010, 22:35)
Ich empfehle in gleichem Link den Beitrag von minima 30.11.2010 (13:24Uhr)
Er bringt die Sache treffend auf den Punkt.

Gruß
Axel

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